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Fuldaer Kreisblatt, Anzeiger für Rhön und Vogelsberg, Fulda- und Haunetal
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Nmmmr 149
IvmwrStag, Sen L Suli 1925.
59. (2.) Mrsang.
Eine deulMmmdMe LuMonvention deulscherfelts abgelehnt.
Berlin, 1. Susi. (Erg. Fnforrnatronâenst.-T esegr.) Wie wir hören, beabsichtigt die Rsichsregisrung nicht, sich m irgendwelche- Verhandlungen mit der französischen Regierung über eine deutsch-französische Luftkonverrtion cinzulasien. Solange die Bestimmungen gegen die Entwicklungsfreiheit der deutschen Luftfahrt aufrecht erhalten bleiben, wird Deutschland auch nicht in der Lage sein, irgendwelche Zugeständnisse zu mache». Die Nachricht des französischen „Watin", wonach sich in Deutschland und Frankreich wegen des Ueberfliegens deutschen Gebietes Verhandlungen stattfändsu, ist in jeder Form unzutreffend.
Berlin, 1. Fuji. (Lig. Informationsdienst. -Lelegr.) Der Zollkrieg zwischen Deutschland und Polen, dessen Vermeidung von deutscher Seite vergeblich äugestrebt worden war, ist uun- mehr eröffnet worden. Die Reichsregierung hat daher jetzt die deutschen Gegeumaßnahmlerr vorbereitet, die roahrscheinlich schon in den nächsten Tagen ergriffen werden sollen, wenn Pole» seine Maßnahmen nicht rückgängig macht. Nach der nunmehrigen Eröffnung des Wirtschaftskrieges besteht im übrigen keinerlei Aussicht mehr auf Fortführung der Verhandlungen. Demnach kann auch die Berliner Anwesenheit des bekannte« polnischen 'Politikers Korfautyn nicht etwa als ein Vers«ch, zu neuen Verhandlungen zu kommen, gedeutet werden.
Sie Regierung drängt auf Bernd- schirduog der Zollvorlage.
Berlin, L Luit. (Sig. Informationsdienst. -Lelegr.s Wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfahren, hat die Aeichs- regierung den Relchstagsparteien nochmals die dringende Aufforderung zugehen lassen, die Verabschiedung der ZollVorlage nicht länger hinauszuzögern. Die Regierungsparteien werden jetzt in Beratungen darüber eintreten, welche Matznahmen zu ergreifen seien, um die sozialdemokratischen Obstruktionsversu- che abzuwehren und die Hinausschleppung der Entscheidung über die Tollvorlagen zu verhindern.
Die ersten Brücken durch die Franzosen freigegeben.
wtb. Krefeld, 1. Suli. telef. Nach bereits erfolgter Freigabe der Vorberger Brücke wird nun aiuh morgen Vormit
Knebelung der deutschen Luftfahrt.
Dio Rote der Botschafterkonse renz über die Beschränkun gen des deutschen Luftfahrzeugbaues, die am 24. Juni dem r rutsch eiv Botschafter in Paris übergeben wurde, lautet
„y>err Botschafter! Jn Beantwortung des Wunsches der Deutschen Regierung hat der Ausschuß der Botschafterkonferenz für die BegriffsbestimmnNgon die Einwände gehört, die die deutschen Sachverständigen über die etwaige Abänderung der Bestimmungen für die Unterscheidung ziviler rind militä- rischer Luftfahrzeuge vorgebracht haben.
Heute habe ich die Ehre, Eurer Exzellenz milzuteilen, daß die Botschafterkonferenz im Verfolg dieser Anhörung die neue Raffung der Begriffsbestimmungen abschließend festgesetzt hat; ich bitte Eure Exzellenz, den Wortlaut hierunter entnehmen zu wollen. Die alliierten Regierungen bleiben überzeugt, daß diese Regeln von der Deutschen Regierung gewissenhaft befolgt werden.
Genehmigen Sie usw. (gez.) Briand."
Der Note ist eine Anlage bei gefügt, in der neun Regeln aufgestellt werden, die für die deutsche Luftfahrt in Zukunft bmrend sein wollen. Sie bedeuten bis auf wenige ustbedeu- tende Einzelheiten die Aufrechterhaltung aller Beschränkungen ne bisher bestanden, und die Ergänzungen durch Meuboschrän- kung Icpwerw legender Natur, die bisher nicht gefordert worden waren, oder doch — leider — nur auf Grund freiwilliger Vereinbarungen bestanden. Die Note in ihrer Gesamtheit bringt den Beweis dafür, daß die alliierte Regierung den Zu- -stand der Entrechtung Deutschlands auf dem Gebiete der Luftfahrt für alle Zukunft aufrecht erhalten soll, daß sie nicht daran denken, dem deutschen Recht auch nur eine annähernde Gleichberechtigung einzuräumen, von der sie dessen ungeachtet fortge- setzt reden. Die Note der Botschafterkonferenz ist ein Doku- ment des ungebrochenen Kriegsgeistes der „Liegerstaate«". Ein Schlag ins Gesicht für alle Friedensfreunde, die in einem Wau des unerklärlichen Hochmutes und in der Beendigung her fortgesetzten Demütigung Deutschlands die einzige Mög
tag um 5 Uhr die Brücke zwischen Rheinhausen—Hochfeld und Duisburg von den Besatzungstruppen freigegeben.
IW Auswärtige Anschuß über die SiKechritSsrage.
wtb. Berlin,, 1. Juli. telef. Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages ist heute vormittag unter dem Vorsitz des Abg. Hergt zu einer Sitzung ?ufâmm engetreten. Auf der Tagesordnung stand die Behandlung der Licherheitsfrage. Aeichs- autzeuminister Dr. Ltresemann, der vom Staatssekretär Schubert begleitet war, hat die Verhandlung mit einigen Darlegungen eingeleitet.
Zeituugsverbot im besetzten Gebiet.
wtb. Koblenz, 1. Juli. telef. Die Rheinlandkommission hat am 29. Juni den Ausschluß folgender Rettungen aus dem besetzten Gebiet für die Dauer eines Monats vom 15. Juli an gerechnet angeordnet: Deutsche Allgemeine Rettung, Berlin, Frankfurter Nachrichten, Frankfurt a. M., Saarbrücker Teilung, Bayerische Staatszeitung, München und Bayerischer Kurier, München.
KriegSbegeifteruag in Wna.
wtb. Loudon, 1. Juli. telef. Die Teilungen in Peking veröffentlichen eine bemerkenswerte Rede des Generals Feugguh- siaug bei einer Konferenz mit feinem Unterkommaudante«, die unmittelbar nach dem Eintreffen der Nachrichten von den Vor fällen in dem Fremdenviertel in Kanton stattgefuuden hat. Fengyuhsiang hat erklärt, was immer die Haltung feiner Untergebenen sei, er wolle den Krieg. Er hat hinzugefügt, Gott habe eine besondere Mission für ihn und die Volksarmee, welche entschlosien sei, ihr Blut für die Befreiung Lhinas zu ver- gietzeu.
Zwei Todesfälle durch Benzinexplofion am Bodenfee.
wtb. Langenargen (Robenfee), 1. Juli. telef. Durch die Explosion einer Benzinflasche haben der Apotheker Batz, seine Frau und das Dienstmädchen schwere Brandwunden erlitten. Die Frau und das Mädchen sind inzwischen gestorben. Baß ist schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.
lichkeit erblicken, zu einem wirklichen europäischen Frieden zu gelangen.
Von den erwähnten Regeln sind die drei ersten eine Wie- derholnug der bisher geltenden Bestimmungen, erweitert freilich durch die Forderung, daß jede Anerkennung, die die Anpassung ziviler Flugzeuge an militärische Zwecke erleichtert, als militärisch und somit als Kriegsgerät angesehen werden soll. Wieder einmal ein Satz, der bewußt französischer Willkür Tür und Tor öffnet; denn die Entscheidung darüber, ohne daß diese Bestimmung berührt wird, liegt in den Händen des sogenannten Garantiekomitees, in dem wir weder Litz noch Stimme haben. Durch die Regel 4 wird die Gipfelhöhe auf 4 Kilometer beschränkt. Dadurch werden die geringen Zugeständnisse in den Regeln 5, 6 und 7 über Geschwindigkeit und Tragfähig- keit der Flugzeuge illusorisch. Diese Zugeständnisse, die von der französischen Presse, sinnlos aufgebauscht werden, bedeuten in der Lat gar nichts, weil sie nicht einmal den technischen Fortschritten der letzten Sahre im entferntesten Rechnung tra- gen, also nach wie vor lediglich dazu dienen, die deutsche Konkurrenz in der zivilen Luftfahrt zu unterdrücken.
Lrotz aller deutschen internationalen Vorstellungen hat die Botschaflebkonferenz die Bestimmungen über den Luftschiffbau unverändert gelassen, nach wie vor soll der Zassungsraum der Zeppeline 30 000 Kubikmeter nicht überschreiten, während bereits L. Z. 126 70 000 Kubikmeter faßte, und das für Fritjof Raufen geplante Polarluftschiff auf 150 000 Kubikmeter ver- anfchlagt ist! Krasser kann in der Tat die Kuitmfeindlichkeit dieser Gewaltpolitik gegen die deutsche Luftschiffahrt nicht auf gezeigt werden.
Die beiden letzten Regeln $ und 9 bedeuten nun aber den Kipfel einseitiger Knebelung. Man verlangt von uns, daß wir nicht nur über die Fabriken, die Luftfahrzeuge Herstelten, sondern auch über die Ein- und Ausfuhr für alle Flugzeuge und alles Luftfahrgerät mit allen Einzelheiten, die das Komitee fordert, über alle Flugzeugführer und Flugschüler (!) und alle
Flugzeuge, die fertig gestellt oder im Bau sind, ja sogar über alle Luftfahrzeuge und Motormuster, Listen führen und dem Garantiekomitee unterbreiten. Alle Listen find in der Form zu führen, die das Garantiekomitee verlangt. Die Listen über Motore und Flugzeuge sind vor Baubeginn einzureichen, so daß also der Bau von Flugzeugen und Motoren von dem Garantie Komitee beliebig verschleppt oder aufgehalten werden kann. Dabei wird das „Recht" des Garantiekomitees betont, Neubauten von Flugzeugen und Motoren zu zerstören, wenn sie ihm nicht passen.
Die letzte Regel sieht, vor, daß die Zahl der Flugzeuge und Motore und die Mengen des Luftfahrtgerätes sowie die Zahl der Flugzeugführer und Fiugzeugschüler (!) den angegebenen „Bedarf" von Zivil-Luftfahrzeugen in Deutschland, wie er vom Garantiekomitee festgesetzt ist", nicht übersteigen darf!
Diese Bestimmung würde die gesamte deutsche Luftfahrt kurzerhand der Willkür des Garantiekomitees, d. h„ mit anderen Worten, der französisch-englischen Konkurrenz, hoffnungslos ausliefern. Mit keinem Paragraphen des Versailler Ver träges läßt sie sich belegen. Sie ist ein reiner Gewaltakt und selbstverständlich für die deutsche Regierung unannehmbar.
Aeberhaupt bietet die Note keine Grundlage für eine Ver ftänbiguug über dieses wichtigste Kapitel des Verkehrs der Zukunft. Man fordert von uns den Eintritt in den Völkerbund weil man angeblich begriffen hat, daß ohne deutsche Mitwirkung internationale Werke des Friedens nicht vollendet werden können. Gleichzeitig aber versucht eine dunkle Macht, alle zart sich anspannenden Fäden mit brutaler Hand zu zerreißen. Jit England -hat man anläßlich des deutschen Rundfluges recht verständige Artikel lesen können, in denen die Erkenntnis von der Bedeutung und Unentbehrlichkeit Deutschlands für den internationalen Verkehr klar zum Ausdruck kam. Wie ist es möglich, daß die Regierung dieses Landes einer solchen Note ihre Zustimmung gab? Sie wird doch selbst nicht etwa damit gerechnet haben, daß Deutschland ihre Bestimmungen freiwillig auf sich nimmt. Wozu also die Atmosphäre internationaler Verständigung, die uns nie so notwendig war, wie gerade heute, derartig vergiften. Wir haben in den letzten Fahren keine Fortschritte gemacht und werden nicht weiter kommen, solange die Alliierten in ihren hochpolitischen Dokumenten einen so per« lichen Unverstand an den Tag legen.
Aus der Zagesgefchlchte.
Berlin 3,950 000 Einwohner.
rob. Berlin, 30. Juni. Nach dem ersten vorläufigen Ergebnis der Volkszählung in Berlin wurden insgesamt ermittelt: in 1210 932 Haushaltungen 1 796 532 männliche und 2 106 206 weibliche, zusammen 3 902 736 ortsanwesende Personen-. Für 16 362 Haushaltungen liegen Angaben noch nicht vor. Vermutlich wird die ortsanwesende Bevölkerung rund 3 950 000 Personen ausmachen. " — —
Graf Lerchenfeld gestorben.
wb. München, 30. Juni. Der frühere bayerische Gesandte beim Reich. Graf Hugo Lerchenfeld, ist, 81 Fahre alt, auf sei- ner Besitzung in Köfering gestorben. Graf -Lerchenfeld kam 1669 als Attache zur bayerischen Gesandtschaft in Paris und nahm dann 1870-71 als Sekretär des bayerischen Ministers des Aeußern Graf Bray in Versailles an den Verhandlungen teil, die die Gründung des Deutschen Reiches brachten. Nach diplomatischer Verwendung in Petersburg und Wien wurde er 1680 als bayerischer Gesandter nach Berlin berufen, wo er Bayern bis 1918 vertreten hat.
Aus Stadt und Land.
Zulda, den 1. Zuli 1925.
Wettervoraussagen für Donnerstag.
Vorwiegend heiter. Es ist mit Fortdauer des heiteren und trockenen Wetters bei schwacher Luftbewegung zu rechnen.
ZEilinmachrichten aus Fulda. Verstorben sind: Eisen- daWschiosser a. D. Foh. Friedr. Heß, Kriegsveteran von 1870-71; Frau Emilie Köck gb. Brons; Frau Anna 5 t o r ch geb. Walter.
Reichstagsabgeordneter Henning spricht in Fulda. Wie wir vernehmen wird der Reichstagsabgeordnete Major a. D. Henning Ende nächster Woche in einer von der Ortsgruppe der Deutschvölkischen Freiheitsbewegung veranstalteten größeren Versammlung sprechen. Herr Henning gehört der Reichs-