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^^ Hessische , Moryenzettuns

M-aer Kreisblatt, Anzeiger für Rhön uns Vogelsberg, Fulda- und Haunetal

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Nummer 159

Aienstao, den 14. Aul« 1925.

59. M Fahrgang.

Am MUMM EnWeèdu»s Wer die AuftvZrtttkgsvorlage.

Berlin, 13. âli. sLig.-Lnformationsdienst belegt.) Nach ben 'Dispositionen des Lkelchsiagos soll am Mittwoch die Ver­abschiedung der Aufwertungsvorlags erfolgen. Wie wir aus parlamentarischen Kreisen erfahren, haben sich die sAussich-ton auf eine Annahme der Regierungsvorlage bedenklich verschlech tert, sodass die Regierung am Montag und Dienstag weitere Besprechungen mit den Regierungsparteien abhalten muß. Erne von parlamentarischer Leite ausgehende Anregung, das Reichs Kabinett solle die Aufwertungirvorlage zurückriehen und einen neuen Entwurf bis ?um Zrühherbsi einbringen, ist vom Reichs­kanzler Dr. Luther und vom Aeichsfinanzminister Dr. von Schlieben nachdrücklichst abgclehnt worden.

Dis deutsche Antwort vor dem AuSlvârüM» Ausschuß.

Berlin, 13. Suli. sLig.-Lnformaüonsdienst. belegt.) Wie wir erfahren, wird Außenminister Dr. Stresemann bereits in der nächsten Sitzung des Auswärtigen "Ausschusses des Reichs­tages in der Lage jein, die deutschen Richtlinien für die Beant wortung der deutschen LicherheiLsnote den Parteiführern zur . Kenntnis zu bringen. Es besteht aber immerhin £ie Wahr­scheinlichkeit, daß die Parteien den Wunsch zum klusdruck bringen werden, eins nochmalige Durchberatung des Antwort- entwurfes vorzunehmen und die Absendung der Rote um ei­nige Lage zu verzögern.

Die Besprechung Dr. Luthers mit den DeuMnationaten.

Berlin, 13. Süll. (Sig.=önjormationsdienst. Lelegr.) Line Besprechung, die Reichskanzler Dr. Luther mit den deutsch- nationalen Führer» üfer die Außenpolitik und insbesondere über die Häng des Außenministers Dr. Stresemann hatte, ist vorläufig ohne Ergebnis abgebrochen worden. Wie wir hören, ist zwar von deutschnationaler Seite niemals die Forde­rung nach einem Rücktritt Dr. Ltrlesemanns erhoben worden, über auf der anderen Leite laufen die deutfchnationalen Lr- Klärungen darauf hinaus, das Vorgehen des Außenministers bei der Ueberreichung des deutschen Licherheitsmemorandums âvom 9. Februar in keiner Hinsicht zu sanktionieren.

Vor der Fertigstellung

^â.. ^er Entwurf der deutschen Antwortnote an Frankreich Lkan^ als fertiggestellt angesehen werden, obwohl die Re- . dierungs noch immer behaupten, daß die deutsche Note "Nich ganz entworfen sei", ön den parlamentarischen Kreisen > rmu e man, daß man an dem deutschen Dokument bisher Isrhon sehr viele Korrekturen vorgenommen hat, und daß die ; Reichsregierung mindestens 4 bis 5 Entwürfe durchberaten Richtlmim für die deutsche Antwort West gelegt hat. Dieser Vorgang ist an sich absolut nicht auf- ja lenb, da die Dokumente von wichtiger Bedeutung immer Mehr eingehend vorbereitet und auf jede Tragweite hin durcb- . geprüft werden müssen.-s dürfte aber feststcheu, daß jekt ä^ublich die deutsche Antwort an Frankreich fertig gestellt ist, > und daß die für Dienstag vorgesehene Sitzung des Meichskabi- WBötts nur noch eine letzte -Überprüfung vorzunehmen braucht.

&ef>r bemerkenswert ist die Tatsache, daß man in London Paris schon jetzt über den Eharakter der deutschen Ant- einigermaßen unterrichtet ist. Nach unseren Fnforma- wnen trifft es tatsächlich zu, daß die Relchsregierung den WroiMog einer mündlichen Konferenz zwischen Deutschland Z^EkrÄch unterbreiten wird, und daß die -Fwischennote ^ öchiedsgerichtsfrage als auch auf die Forde- kerbu'ndk k'n,eim lo^rtMU Eintritt Deutschlands in den Völ- »>ie deutsch^ 'vin gehen wird. Anscheinend haben âennen lassen ^âfragâ um London und Paris deutlich -er- Mâne ^- ,^em Rahmen sich die deutsche Stellung- Ich, ^eqierun« S ^x ^'^erheitSiiote bewegt. Die deut- rauf toâ biß " ^ '" ihrer Antwort den größten Wert da- deiitsche» Vorko^k. ^ -bölkerbundssrage zusammeuhängeuden Neschaffeii wird ^ ^*t>tl>mals aufrollen, damit die Möglichkeit Ks Septembertagung des Völkerbundes k zur Diskusllon - Deutschlands in den Völkerbund I keinen \iopif>i 1 ^' ^- Die deutsche Antwort wird hierbei Ü* < ^^ M w» »er bis!,* »«twe l daß bas ^nU ^lkerbund absolut nicht geändert hat nlud MlkerbunS , b ',mimieT ^Mt ist, den Anschluß an den I " '^ -u vollziehen, wenn die deutschen Bedenken endgül­

Rinisteüonsewrrz nm Mittwoch.

wtb. Berlin, 13. 5uli. telef. Wie das WEB. erfährt ist eine Ministerbefprechnug zu der ersten Beratung der Antwort auf die Briand-Rote für Mittwoch vorgesehen.

FsrdrmW EvwjetruAands.

Berlin, 13. Suli. sLig.-Lnformationsdienst Telegr.) Wie uns ans Kreisen der sowjetrussischen Botschaft in Berlin mit- gcleilt wird, hat die sowjetrussische Regierung in sBeantwor- tung der Schritte der Reichsregierung gegen das 'Moskauer Lodesurteil in Berlin die Forderung aussprechen lassen, daß das gegen den russischen Staatsbürger Lkoblewski lausgesprochene Todesurteil rückgängig gemacht wird. Diese russische Aktion war in Deutschland längst erwartet worden, da man von vorn­herein die Vermutung gehegt hat, daß der Moskauer Studen- tcuprozeß lediglich afe Repressalie gegen die Verurteilung Lkoblewskis inszeniert wurde.

ein neuer Frauemnord in Berlin.

wtb. Berlin, 13. 2uli. telef. Wie die Morgenblätter berichten wurde am Samstag vormittag in einer Wohnung der Ltahlbergstraße 68 leine noch unbekannte Frauensperson er­mordet anfgefunden. Die Wohnungsinhaberin hält sich seit längerer Zeit zu Besuch in Ostpreußen auf. Die Lat muß an­fangs dieses Monats verübt worden sein, da die Leiche bereits stark in Verwesung übergegangen ist.

Wie derGeneralanzeiger" dazu meldet: lag die Ermsr^ dete entkleidet im Vette und war bereits ganz schwarz ange­laufen. Der Kopf war anscheinend mit einem Hammer.zer­trümmert worden. Der Hammer lag noch im Bett. Als mut­maßlicher Täter ist der Kupferschmied Wilh. Fiedler von hier verhaftet worden.

Die Republik verschrotet waggonweise das Eiserne Kreuz?

Der Bayerische Kriegerbund, Kr-eissekretariat Mittel- franken, schreibt:

,zWie wir zuverlässig erfahren, ist kürzlich in einem im besetzten Gebiet nahe bei Neuwied liegenden großen Blechwalz

der deutschen Antwort.

tig zerstreut werden. Die bisherigen Kabinettsbesprechungen haben ergeben, daß von einem bedingungslosen Beitritt Deutsch lands zum Völkerbund absolut keine Rede sein kann. Wenn die Gegenseite das Recht Deutschlands anerkennt, das deutsche Gebiet vor dem unberechtigten Durchmarsch fremder Truppen zu sichern, dann würde allerdings der wichtigste Grund, der bis­her die Reichsregierung von der Stellung eines Zulassungsgesu ches abgehalten hat, in Fortfall kommen.

Die deutsche Zurückhaltung in der Frage des Sicherheits­paktes wird vielleicht vorübergehend in den alliierten Ländern starke Gntäuschunig Hervorrufen. 'Man wird möglicherweise die Regierung Luther beschuldigen, dis Voraussetzungen für das Fustandekommen eines Sichierheitspaktes erschwert zu ha­ben, aber eine solche Wirkung würde keineswegs zu ernsten Verwicklungen führen. "Alan kann es der deutschen Ldegier- nung nicht zumuten, daß sie setzt "den deutschen Standpunkt er- hhöpferrd festlegt und sich die Hände bindet, nachdem gerade Frankreich in j einer Rote an Deutschland die entscheidenden Fragen of^engelassen hat. Schon mit Rücksicht daraus daß nach deutscher Auffassung lediglich der Weg mündlicher Verhandlun­gen zu einem Ergebnis führen kann, wird es die Reichsregier­ung für angebracht halten, sich eine gewisse Handlungsfreiheit vorzubehalten, damit nicht von vornherein von der Gegenseite behauptet werden kann. Deutschland habe die Möglichkeit eines Sicherheitspakles zerstört. Sn seiner gegenwärtigen Ge­stalt ist »der französische Sicherheitsvorschlag für Deutschland unannehmbar, aber die deutsche Regierung kann ihn als Dis­kussionsbasis benutzen, wenn die Gegenseite die deutsche» Regier­ung zu gleichberechtigten Verhandlungen zuläßt. Die Gesamt­darstellung, die man von maßgebender diplomatischer Seite von der gegenwärtigen Lage erhalten hat, geht in ihrem Endurteil von dem grundsätzlichen Standpunkt aus, daß Deutschland ei­nen Sicherlheitspakt 'abschließen will, wenn damit auch die deut­schen Interessen einen entsprechenden Schutz erfahren und die Vorteile des Paktes nicht einseitig den anderen Mächten zu­gute kommen.

werke ein Eisenbahnzug mit vernichtetem Kriegsmaterial ein­getroffen.

Darunter befand sich eine ganze Waggonladung mit Eiser­nen Kreuzen beider Klassen, die ebenfalls verschrotet werden sollen.

Es ist eine grenzenlose Pietätlosigkeit, eine Beleidigung alter Träger des Eisernen Kreuzes, eine Verhöhnung unserer Kriegsauszeichnung, an der das Herzblut Hunderttausender von Kameraden hänigt, wenn das Eiserne Kreuz wie minderwertige Fabrikware M Eisenbahnwaggous gescheffelt und als altes Ei­sen in das besetzte Gebiet transportiert wird. Allerhand Un­fug ist dort mit der seltsamen Waggonladung getrieben worden es ist zweifellos, daß die Besatzungstruppe davon Kenntnis er­halten hat und mit hämischer Freude die Herabwürdigung der deutschen Tapferkeitsauszeichnung, diese Lclbstentmannung nationalen Bewußtseins, betrachtet.Als tiefste Schmach em­pfinden wir diesen Vorfall," so schreibt man uns aus dem be­setzten Gebiet, ja, wahrlich es ist eine Schmach und eine Schande ein Verbrech^en an der Ehre aller die Gut und Blut für ihr Vaterland eingesetzt haben, eine doppelt ehrenrührige Hand­lung, insbesondere gegen unsere Kameraden im besetzten Gebiet Wie manches Mütterchen wird doch als letztes Andenken das Eiserne Kreuz ihres für Deutschland gefallenen Sohnes als ein Heiligtum aufbewahren, wie mancher Kriegerswitwe, man­chem Kriegerwaisen wird es das letzte sichtbare Erinn^ungs- zeichen an Gatten oder Vater sein, wie manchem, der es sich im heißen Kampfe erwarb, wird es in stillen Stunden das auf­richtige Zeichen sein da wirft man es vor den Augen der Feinde zum alten Lisen!

Der Preußische LanbeLkriegerverband hat sofort, nach>- dem er- von dieser unwürdigen Handlung Kcnulnis erhielt, bei der zunächst zuständigen Reichsstelle Verwahrung eingelegt und um Unterbindung ersucht. Wir erwarten, daß man sich nicht mit einemVersehen" entschuldigt, sondern den als so würdig erkannten Abnehmern alten Heeresgutes energisch aus die Finger sieht und sie zur Raison bringt, damit eine solche bahne- büch^ene Beleidigung der toten und noch lebenden deutschen Weltkriegssoldaten nicht wieder vorkommt.

iWir erwarten ferner, daß diese Waggon-ladung schleunigst ins unbesetzte Gebiet zurückgeleitet wird, bevor sich weiße und schwarze Franzosen mit diesem deutschen Ehrenzeichen zum Ko- tillion schmücken."

Wir müssen die Verantwortung für die Richtigkeit (ber Angaben dem Bayerischen Kriegerbund überlassen, möchten je­doch hinzufügen, daß hier eine Aufklärung raschesten» am Platze ist; denn, wenn die Angaben den Tatsachen entsprechen, so könnte dieses Verfahren mit dem heiligsten unserer Ehren­zeichen nicht scharf genug verurteilt werden.

Wem es aber Brann ist...

Wir lesen in derD. E. Z."

Da derVorwärts" seinem überzeugungstreuen Leser­publikum von Z-eit zu Zeit etwas bieten muß, so hat er die Tatsache, daß Hindenburg von dem für seinen Vorgänger Ebert erbauten Sagdhaus am Werbellin-See gelegentlich ebenfalls Gebrauch machen wird, zum Anlaß einer mokanten Betrach­tung genommen. Er legt dieser Betrachtung die Frage zu­grunde, was man wohl auf der Rechten sagen würde, wenn statt Hindenburg nun Herr Marx das Nutzungsrecht jenes Fagdhaufes und -Reviers erworben hätte. Wir versagen es uns, der Anregung desVorwärts" zu folgen unb uns vorzu­stellen, welche Gesichter etwa die jagdbaren Tiere jenes Re­viers .Mnacht hätten, wenn Herr Dr. Marx mit den Donner­büchse zwischen ihnen aufgetaucht wäre. Uns interessiert in diesem Zusammenhang mehr als Herr Marx der auch dem Vorwärts" näherstehende preußische Ministerpräsident Otto Braun. Der ist bekanntlich ein gewaltiger Nimrod vor dem Herrn und mächtig scharf auf die Wahrnehmung seiner jagd­lichen Passionen. Das hat er nicht nur durch verschiedene Er­lasse des preußischen Staatsministeriums bewiesen, sondern auch -noch -durch andere Tatsachen. Vielleicht fragt derVorwärts" einmal bei ihm an, ob nicht seine Leidenschaft so ungezügelt ist, -daß er sogar mit den Jagdgesetzen in Konflikt gerät. Um deut lieber zu werden: ob er nicht im vergangenen Sahre am 7. oder 8. Mai in der Schorfheide einen Rehbock geschossen hat, ob­wohl die Fagd auf Rehböcke erst am 16. Mai aufgeht. Unb ob, er diesen -doppelten Bockschuß nicht getan hat, trotzdem er auf die -Unzulässigkeit seines Sag de i fers aufmerksam gemacht worden ist. W-enn derVorwärts" -dann auf -diese Fragen von seinem Genossen Braun eine leiber bejahende Antwort -erhalten hat, dann kann er sich an anderer Stelle darüber erkundigen, was ge-wöhnlichlen Sterblichen widerfährt, wenn sie ihren Sagd- eifer so zur Unzeit und -nicht einmal in aller Heimlichkeit, son­dern reichlich ostentativ die Z-ügel schießen lassen. Hat er seine Wissenschaft um all das bereichert, dann steht es ihm frei, eine