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Morsenzertuns

Fuldaer Kreisblatt, Anzeiger für Rhön und Bogelsberg, Fulda- und Haunetal

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2k »Solche Morgenzntung crschci , 4 / ' ' hip Noltsaemeinkckaft Lür hen Ständefrieden breite Millimeter ReNamezeile total 0,30, auswärts 0,40 «entenmatt. Bei Wiederholung m!,s.M.Z.imâ B-M,-v,-^ ^ur dre VoUsgememicya,t ^ur oen wtanoesrreoen $o|ltoe(llonto 5^^.23012. gutta, «an» 44. wia

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Rammer 169

Samstag, den 25. Suh 1925.

59. (2.) ZOrgmg.

Kmkkttch MM eine Mmattomle

Berlin, 24. Sufi. sLig.-önformMonsdienst. Teisgr.s Nach den aus Paris vorliegenden Meldungen stellt sich die franzö­sische Regierung aus den Standpunkt, daß an die Einberufung einer internationalen Licherhertskonferen; vorläufig nicht ge­dacht werden könne. Der Inhalt der deutschen Rote beweise, daß die Mâmigsverschiedenheiten noch viel zu groß seien, um schon jetzt die Einberufung einer Konferenz zu gestatten. Die französischen Regierung wolle daher England den Borschlag machen, den Ro^nwechsel vorläufig noch fortzuführen.

Rene KsWMMmMg gegen ßtrrsemimu.

Berlin, 24. Sufi. sEig.-jnformationsdienst. Telegr.) Su den parlamentarischen Kreisen verlautet, daß die heftigen Aus einanderfetzungen zwischen dem Außenminister Dr. Stresemann und dem deutschnationalen Abgeordneten Traf Reveutlow im Lager der äußersten Rechten außerordentlich große Erregung hervorgerusen haben. Der rechte Flügel der dLutschnationalen habe von der deutschnationalen Reichstagsfraktion stürmisch verlangt, daß gegen die Aeußerung Dr. Stresemanns Einspruch erhoben werden müsse. Tatsächlich ist denn auch von deutsch­nationaler Seite ein Schritt bei der Deutschen Volkspartei er­folgt, wobei darauf hingewiesen wurde, daß die Rede Dr. Stresemanns in einigen Punkten starkes Mißfallen /erregt habe.

WrwnMtarkr reifen nach London und MM

Berlin, 24. Suli. <Lig.-Informationsdienst. TeLegr. Wie wir hören, werden während der Aeichstagsferien einige maß­gebende deutsche Parlamentarier sich nach London bnd Paris begeben, um durch Fühlungnahme mit ßw englischen und fanzö- sischsn Parlamentariern die Möglichkeiten einer Verständi­gung über die Sicherhoitsfrage zu studieren. Es verlautet, daß sich der volksparteiliche Abgeordnete Freiherr von Rhein­baben nach London begeben wird, während der Sozialdemokrat Dr. Breitscheid wieder nach Paris fahren will.

Parteitag der DsuffchnaLiOnalen in Köln.

Berlin, 24. Sufi. fPriv.-Tel.f Der diesjährige Partei­tag der Deutschnationalen Volkspart« soll vom 16. bis 18. Oktober in Köln stattfinden.

Rach MsndigWg hex außenyMWm AussmaOx.

Das Rsichskabi-nstt Luther hat diesmal im Reichstag ei­nen parlamentarischen Sieg davon getragen, wie er seit dem Regierungsantritt des gegenwärtigen Reichs-.ni.Dums noch nicht zu oerzeiehnen war. Es war ein leichter Sieg, bei dem die Lhanebu von vornherein -für die Regierung sehr günstig standen-, na-ch-dem es dem Außenminister Dr. Stresemann ge­lungen war, den deutschen Standpunkt zur Sicherheitsfvage so festzulegen, daß mit Ausnahme der Kommunisten und der Völ­kischen keine Partei -in der Lage war, -ernsthaften Widerspruch zu -erheben. Die imposante Mehrheit, die für die Regierung gestimmt hat, sowie die leichte Wberw'uÄung der Mi-ßtuauens- anträlge der -extvemen Parteien sind der beste Beweis dafür, daß der außenpolitische Kurs für die nächste Zukunst festgelegt ist und keine Aenderung für absehbare Zeit hinaus in Frage kommen kann. Nicht -einmal vor der Londoner Konferenz, die "ch gewiß für das Schicksal Deutsch-lands von -allergrößter Bedeutung war, war es der damialigen Reichsvegierung -mög­lich, «ne so imposante Einmütigkeit im Reichspa rla-memt her- zusteillen. Allerdings ergab sich diesmal die >Entwi-ckI-un>g der Dingte von selbst, dienn die nächsten -Ln-lschoid-u-nge-u Deutsch- lMs -werden weiter nichts darste-lleu als die letzte Konsequenz eines von Deutschland untern ommenen und mit -kühnen Mitteln d'Ui'chgeführten Ve-rfuches zur Lösung d-es -Si-chie-rheits-problems zu gelangen.

^km -au-ffallendsten w-ar dte Haftung de-r LiNksoppofition, d-e-r Demo-krate-n und der Sozialdemokratin, die diesmal beiinahe diießelbe Roße übernahm wie v-o-rh-er dils Deutschna-tionalen: Die Redner dieser beiden- Parteien -fanden das deutsche Sicher heitsmemvrvndum vom 9. Februar als viel zu weitgehend- und sachten auf das Reichskabinett einW Druck anszuüben, damit es in seinen Zugeständnissen an die -allstcrtMi Regivrumg keines fal-ls zu weit gehe. Der de-mokratische- Rodner Dr. Haas, Hie-l-t

MajoriEiswechfel bei der Deutschen Vereinsbank?

wtb. Amsterdam, 24. Lull. telef.Telegraf" zufolge schweben Verhandlungen, nach denen die Amsterdamer Firma Sternberg als Führerin einer Bankiergruppe ein Aktienpaket der Deutschen Vereinsbank, welches 80 Prozent des Aktien­kapitals ausmacht, übernehmen will. Die Verhandlungen sind noch nicht zum Abschluß gekommen.

Verhaftungen in der Vetrugssache Sack.

wtb. Berlin, 24. Sufi. telef. 3n der Angelegenheit der Sebrüder Lack, die zahlreiche kommunale Behörde durch Be­trügereien um Millionenbeträge geschädigt haben sollen, wur­den, wie dieNeue Berliner Zeitung" meldet, bisher 8 Per­sonen, darunter mehrere Beamte der tschechischen Behörde in Untersuchungshaft genommen. Auch gegen 2 Berliner Rechts auwälte wurde ein Strafverfahren eingeleitet.

Luftpost Hamburg-Lteltin-Danftg.

wtb. Berlin, 24. Sufi. telef. Der Luftpostverkehr auf der Linie Hamburg-Stettin-Danzig wird am 25. Sufi eröffnet.

Tödlicher Absturz in der Schweiz.

wtb. Füßen, 24. Sufi. Leres. Auf dem 2LSLH Meter hohe Schmalzkopf ist die Kassiererin Erna Sakob aus Berlin 200 m. tief abgestürzt und tat liegen geblieben.

Sie waMnöe AMttSovtimRuhrgebtet.

Von -unserem Berlmvr M-ita-rb-eit-er wird uns unterm 24. Sufi geschrisbeu

Der Hilferuf der Ruhrhaudelskammern Bochum, Dort­mund, Duisburg, Wefel, Essen und Münster an die Reichsr-e- giernug, die preußische LchaatswMermW sowie die verantwort­lichen Körperschaften ist iw zuständigen Berliner Stellen u-icht ganz unerwartet gekommen Wie wir Horm, hat mou 'dem augenblicklichen Zustand des Zusammenbruches der Ruhrkoh- lechndustrie, mq auch mit großer Besorgnis, so doch seit läugerer Zeit eutgegengosehen. Die fast täglich eiulaufeudeu Metdotzglm über oeue Betriebseimstelluugeu oder M-asfeneut- lassuugM von Bergarbeitiern drohen nachgerade einon Umfang auzunehmen, dem selbst die zur Verfügung stehenden Mittel zur Linderung der wirtschaftlichen Mot der Arbeitslosen kaum mehr

>dem Außenminister e-ntjgegen, -daß tier ondgültigs Verzicht lauf Elsaß-iLothri-n-gen, der in dem Memorandum enthalten sei, -auf die schwersten B edenken stoßen -müsse. Bei den -be-vo-rstehendien Verhandlungen dürfe -das Reich keinerlei Verpflichtungen cm» gehen-, die mit der Sicherheit des deutschen- Volkes -unve-re-in- bar seien. Lediglich in der lkm bunbf rage scheint- die Linke wen-ige-r VoPbeh-a-ltie zu- -stellen als die Mogierangspartbien, die sich stillschweigend -auf dile Formel- geeinigt haben, ein Lintri-tt Deutschlands m den Völkerbund könnte auf der -gegenwärtigen B-asis nicht vollzogen werden, sondern müsse sich- e-rst aus der Berücksichtigung der wichtigsten -d-eutsche-n Vorbehalte ergöblen. Die Redner der kleineren Partei«, Abgeordneter Professor Br-edt v-on der iWirtschaftspartei und A-bgeordnete-r Lseicht von -d-or Vage-rischen Vol-ksport-ei, -entwickelten -ebensolls ein posi­tives P-rogramm, das die Linheitsfron-t der -großen Parteien ohne weiteres gewährleisten konnte. Blieben nur noch die unerquicklich« Zwischenfälle mit den -extremen Parteien, bosvn ders bei -der Rede des -S-rafen- Reventlow, die einen Schatten tauf die erfrenli-che Durchführung der -au-ßem-poWschon Debatte ^werfen tonnten. Reichskanzler Dr. Luther hatte es wirklich lei-chit den -pa-rlam-Mtarifche-n Erfolg des Re-ichskabiuetts d-a- d-u-rch zu -ergänzen, daß er «r der nachdrücklichsten lWoise allen -Gerüchten -entgege-ntra-t, die von einer Uneinigkeit im Re-i-chs- Klabinett wissen wollten. Nunmehr ist die -pa-rl-Mne-n-ta-rische Situ-atio-n -restlos geklärt, und der Reichstag wird -in spätestens vierzehn Tagen in die Serien gehen können, nachdem er die noch zu erledigenden Mogieru-irgsvor-la-gen verabsch-i-edet' dat. Mr die Reichs regierung -beginnt jedorhl dann eine schw-i-e-rsge Zeit der di-plomai-ischen Unte-rhandlun-gen und der Vorberei­tungen für die großen Anseinamders-etzungcn, die der Kampf um das Friiedensproblems mit si ch b-ri-n-gen- w-irb.

-gewachsen sind. Bei den zuständigen Stellen liegen, wie wir hören, neuerdings wieder Meldungen über Betriebssti-''egungM mit -einer Belc^schaft von einigen zchntansend Bergarbeitern vor. Es -handelt sich hier keineswegs um Betriebe-, die, nach ihrem Kohlenvorkommen und ihren technischen Einvichtungen, leistun-gsMfähig sind, sond. es handelt sich- um Betriebe, die -infolge des immer mehr steigenden Absa-tzman-gels nicht mehr -m der Lage- sind, -ihren V-erpfli-chtungen in Bezug- tauf Löhne und sonstige- Abgäb-en' -gerech-t zu merden.

Der -Hau-ptgrund für diese katastrophale -Ers-che-inunig. ist in dem -immer -größer werdenden Arbe-itsmangel bei der ver­arbeitenden Industrie zu suchen, -die 'bisher -einen -wesentlichen Faktor dei d-e-r Konsumierung der -geförderten Kohle -a-usmachts Mit dem ständig ste-i-genden Arbeitsma-ngel dieses Sudustriezwsi ges ist untlurgsmä-ß auch das Abfatzge-bi-et der Zech« ein we­sentlich -klei-neres -geworden. Und -aus diesem Grunde glaubt man an maßgebenden Stellen nicht ian eine alsbaldige Behebung der wirtschaftlichen Notlage der Zech-en des Ruhrgebi-etes.

Sm Zusammenhang mit der StilleWng maßgeibend-cr Ze- -ch-en nn-d d-e-r dadurch b-sdimigten bevorlstchenden En-tl-assung -von weiteren 30 000 Bergarbeitern ist die wirtschaftliche Lage der Gemeinden dieser Gebiete -naturgemäß aufs Aeu-ßerste -eben­falls bedroht. Sie werden finanziell völlig leistungsnufähig- uind sind somit nicht mehr -in der Lage, ihren Berw-a-ltungsa-ufga-ben und ihren V-e-rpfl-i-chtung« bezügllch der Arbeltsiosenun-t-cr- stützung nachzukommen.

Hier einen Ausniahmezustand zu schaffen, ist wie -wir -hö­ren, ws finanziellen Gründen der Regierung nicht möglich. Die zur Entlassuug -kommend-en Verigarbelter müssen -also wohl oder übel d-e-r öffentl-ich-en Sweiibstofeniunte zugefüh-rt wer­den. Daß -auch nur ein -kleiner Prozentsatz der Gesamtsumme der Entlassenen bei Notstandsarbeiten Ve-rw-ondung findet, ist in Anbetracht der ungeheuren und noch -immer steigenden Zahl der EniÄassenen -garn-icht denkbar. Es wird also der Versuch -gemacht -werben müssen, einen Teil der Erwerbslosen in andere Berufe überzu-sühren und damit umzusiedeln. Ll-uf diesem Ge­biete sind -in den letzten zwei Sauren schon lebhafte Versuche unternommen worden-, die, wie uns mitge-teilt wird, -au-ch erfreu licherweise schon recht gute Resultate aufzuweisen haben. So ist zum Be-isp-iel -auch oerf-ucht -worden, chgen-dliche Ll-rbeitslose -umzusiedeln, -indem man -ihnen die Mögl-ich-keit gegeben -hat, sich in Ostpreußen als Landarbeiter anzusied-eln. Das Reich u-nt-er- stützt diese Bestrebungen -insofern -als einem Bergarbeiter, der feimerfeifs mit einem Gutsbesitzer -in -O-stpreu-ße-n einen längeren Arb-eitsvevtrag abschließt, aus Rei-chsmitteln, und- zwar aus Mitteln der produktiven -Erwerb sl-ofenunterstützung die Mitteln zum -Umzug -«stattet werden. Auf diesem Wege sind -innerhalb der letzten zwei Sahre drei bis viertausend Jugendliche (Berg- -arbeiter) nach -Ostpreußen umgesiedc-lt worden. Hier läge, -wie uns versichert, wird, der Schlüssel zur Lösung der -gegenwärtigen Krise im Ruhrbergb-au, -denn es dürften -auf diesem Wege -im­merhin -noch etwa 2530 000 Arbeiter in der ostpreußischen Landwirtschaft unt-ergebr-acht -werden können-, Voraussetzung hierfür wäre natürlich einmal die Bereit Willigkeit der Agrar- kreife und in zweiter Lin-ie die Schaffung von Siedlungs-'-keM. Ar-beiterwohnungen. Und gerade hier liegt ein wesentlicher ErschwermngiSgruNd, denn einerseits steht dem das -ibebsvangöbot von zbâ'gen polnischen Lon-darbc-itern entgegen, die -anderseits wieder in Massenquartieren in Baracken untorgebracht wer­den können. Die Frage der Schaffung von Siedlungshäusern fit jedoch leider eine Angelegenheit, der die Regierung -infolge mangelnder Mittel ihrerseits nicht fördernd gc-genübert-reten -kann. Lluf der anderen Seite sind die Agvarkwe-ise Ostp-rcu- ß-ens für dieses zwar -begonuMe, -aber noch zu w-en-ijg en-twickel-te Problem der Umsiedlung noch wenig zu haben. Bevor -also die -hier zu- .üderraindenfdein Widerstände nicht iiderbrückt sind, wird auch eine Besserung der Lage im Ruhrgebiet vorerst -nicht -durchzu führen sein. Auf jeden Fall repfo igt die Regi-ermig die Entwickl-u-ng der Lage des Ruhrgedietes mit .größtem Sniomste und -wird, wie reigie-rungsseitig versichert mird, alles, was in ihren Kräften steht, tun-, um giftend einzu- g reifen.

San-elstvochenWau.

V-vn unserem Berliiuer Haudelsmitarbeitor wird uns ge- schrieben

Das Darmederliegen von Haudes und Industrie besteht de- d-auerlich-erweiss -in vollstem Maße fort. Die (andauernd große Hitze ist -nat-iirtich -ebenfalls nur geeignet, dc« Mangel an U|ni- ternehimiugslust noch zu verschärfen. Besoichers deutiirb1 spie­gelt sich die gedrückte Stimmung ununterbrochen an der Börse mi-eder, wo die Ku-rsrückigäuge sich abermals fortges-etzt haben und n-am-entl-ich -der Mangel -an Käufern t-rotz der weiter oerbil figisn Kurse -unvermindert anhält. Sn dem gleichen <«aße wie das Aus dlechen -einer Beteiligung außenstehender Kreise -einer Belebung des Börsengeschäftes ontgegonsteht, verringert sich