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ZMasr Kreisblatt, Anzeiger für Rhön un- Vogelsberg, Ful-a und Haunetal

F ^ Hasche Morgenzeikung" erscheint wöchentlich 6 mal, lauher Montags), Sonntags Anzeigen: Die 7 gespaltene Millimeterzeile 0,04, auswärts v,07Rentenmrrk. Die 92 mm

mll^M.Z. im Bild. Bezugspreise: Durch die Post bezogen monatlich 1.50 Rentenm. SÜt btC VoltSgèMLtN^chütt Ajsk ÖCH EtäNÄèftlkÜkN breite Millimeter Reklamezeile lokal 0,30, auswärts 0,40 Rentenmarl. Bet Wiederholung auos^liehlich Postgebühren. Bei Zustellung durch unsere Träger monatlich 1.75 Rentenmail. ' Rabatt. Postscheckkonto Frankfurt a. M. 28012. Fulda, Kanalsttatzè 44. Fernsprecher 113.

Sommer 171 SiMstas, SM W. Fuji 1925.59. (2.) Mrsang.

ZttrKühaètung hU deutschen Dislematle über die MerbelWage.

Berlin, 27. Susi. (Lig. FnformationLdiecht.-Tolegr.s 2n den deutschen diplomatischen Kreisen bewahrt man gegemvärtig hinsichtlich der Erörterungen über die Sicherheitsfrage eine auf fallend starke Zurückhaltung. Insbesondere lehnt man es ab, den bisherigen Erklärungen des Reichskanzlers Dr. Luther und des Außenministers Dr. Stresemann irgendwelche ergänzende Mitteilungen hinzu; »fügen. Wie wir hören, ergibt sich diese Notwendigkeit aus der gegenwärtigen diplomatischen Lage, die für Deutschland als gan; besonders kompliziert bezeichnet wer­den muß. Bevor nicht von Seiten der alliierten Staatsmänner irgendeive maßgebende Rückäußerung inbezug auf die Berück­sichtigung des deutschen Standpunktes erfolgt ist, wird man deut­scherseits keinerlei Veranlassung haben, den deutschen Stand­punkt auf irgendwelche Linzelfragen festzulegen.

London Wer den SWerhettsAickl.

wtd. London, 27. 5ufi. telef. Der diplomatische Berichi- erstatter -desDailg Telegraph" schreibt zur deutschen Sicher- Heitsnote, in mindestens zwei Punkten stimmten die Ansichten des französischen Außenministers und des britischen Staatssekre­tärs des Aeußern überein. Ein deutsches Ersuchen um Abän­derung der Vertragsbestimmungen über die Rheinlandbesetzung hätte im gegenwärtigen Augenblick keine Aussicht, erwogen zu werden. Ferner sei Ehamberlain der Ansicht, daß auch nur das deutsche Verlangen nach besonderen Sicherheiten gegen die Sank tiouon im Kalle eines Reparationsverzuges nicht am Platze sei, da auf der Londoner Konferenz ausdrücklich Schiedsverfahren für diesen Fall vorgesehen mürben. Was die Berliner Andeu­tungen beträfen, daß Deutschland bei seinem Eintritt in den ^ , Völkerbund von gewissen Verpflichtmrgeu in S^ammsnhaug mit dem Artikel 16 der Völkerbuildssatzungen befreit werden sollte, sei dies nach Ansicht, der britischen und französischen Re­gierung eine Angelegenheit, die mehr den Völkerbund selbst an­gehe. Allerdings sei es nicht sicher, ob London, soweit wie Pa­ris gehe und es ablehne, diesen Gedanken in Genf in Erwäg­ung zu ziehen.

Ernste Kersttnummg Wischen

" sentmN und Sozialdemokraten.

H Berlin, J7. Juli. fEig. Information Zwi- schen^dem Zentrum u. der Sozialdemokratie ist zur Zeit wegen der Zollfrage ein Konflikt ausgebrochon, der unter Umständen auch auf die Regievungsfrage in Preußen zurückwirken kann. Die Sozialdemokratie hat an der Haltung des Zentrums beim Zustandekommen des Zollkompromissos eine außerordentlich W Jtyörfe Kritik gell bt, die bei der Zentrumsfraktion des Reichs­

Auftakt zur Genfer Vorbesprechung

Die âMD «s London und Paris kommenden Meldu« ge über sine. bevorstehende S-.ntabu.nig der alliiert« Regie-run- gen an den deutschen Alußenmiulste-r Dr. S t r e s e m a n n m ârkm Regierungen in Aussicht genonEenen Vorbesprechung der A-ußenminister nach Genf zu Kommen Ha­ven m Berlin große Beachtung gesunden. Ss scheint, daß der von England ausgehende Plan, mährend der Septrmibertagw Oes Vvikerbundsvates die Diskussion über den Sicherheits- Pakt und über den Eintritt Doutschiands in den Völkerbund ui unverbindlichen Besprechungen zu erössnen, ernsthafte Aus- sicht auf Verwiilkli-chung hat. Eine Einladung an den deutschen Außenminister Dr. Stresemann wäre in einem solchen Falle llubstoerftändlich, aber es muß betont werden-, daß man im gegen wattigen Stadium der Dinge von derartigen 'Möglichkeiten noch nicht wie von feststehenden Tatsachen sprechen darf. Es ist >cht!g, daß der deutsche Außenminister es außerordentlich be- würde, wenn eine Zusammenkunft der beteiligten Staats

^âf Zustandekommen würde, denn dann bestände näka ^ 8 '"Aussicht darauf, daß man zu einer gegenseitigen Au- S^MSk «md die Grundlagen seststellt, aus denen eine -embe-rufen werden kann. Die Zusammen n ' 'M.^Mf würde schließlich auch- anderen an der Sicherheits 'unmittelbar beteiligten Bölkerbundmäehten Sele- ®:iy ^eben, zwischen Deutschland und den Alliierten zu ver- " !**«*«* «' * «M n***i*e*. genoen Fragen zu klaren.

die 'bat die französische Regierung durch

* srnn^osische Botschaft M Berlin eine Reihe von Rückfra­gen an die ReichsregiLvung gerichtet', in denen, nm ÄiuMruua Ä ^*^ K» «w*r 4* ktif* WM» * . p o ejs ch, neue önstvuktionen erhalten UNI 1,7

Briand'^'vorstehenden Uutovâmg mit Briand den Standpunkt Deutschlands näher präzisieren. I

tages große Erregung hervorgerufen hat. Die Auseinanderfetz ungen zwischen den beiden Parteien haben zur Zeit Formen an­genommen, die erkennen lassen, daß das Zentrum sich in keiner Hinsicht veranlaßt fühlt, seine gegenwärtige Haltung der Regier ung Luther gegenüber irgendwie abzuäudern.

Die NolenarMveillmgen aus SeutschlMd.

Berlin, 27. Suli. (Sig. Snformationsdienst.-Telegr.) Wie wir erfahren, stellt sich die polnische Regierung neuerdings auf den Standpunkt, daß eine HinausschiLbung der Ausweisung der deutschen Optanten aus Polen überhaupt nicht in Frage kom­men kann. Es wird also Anfang August dazu kommen, daß die 30 000 deutschen Optanten über die polnische Grenze nach Deutschland geschafft werden. Aus diesem Grunde sind von den deutschen Behörden bereits alle Maßnahmen ergriffen worden, um die 10 000 polnischen Optanten am 1. August aus Deutsch­land zwangsweise abzutransportieren. Die deutschen Maßnah­men werden in dem Augenblick sofort in Kraft treten, wenn der erste deutsche Optant über die.polnische Grenze geschafft worden ist.

Ausländischer Ankauf

von Stinnestverten.

wtb. Berlin, 27. 3uli. telef. Die im Besitze der Firma Hugo Stinnes befindlichen 21 Millionen Deutsch-Luxemburgi­schen Bergwerksaktiw, sind von einer ersten ausländischen Fi- nauzgruppe, die seit langem in freundschaftlichen Beziehungen jur Rhein-Elbe-Union steht, erworben worden.

Der Streik im SaarSergban hat Wonnen.

wtb. Saarbrücken, 27. 2uli. telef. Der Streik im Saarge­biet hat heute vormittag eingesetzt. Die Belegschaften sind heute restlos der Parole der Gewerkschaft gefolgt. 99 Pro- ?cnf aller Saarbergbauer befinden sich im Ausstand. Die Zahl der Arbeitswilligen ist äußerst gering und dürfte im ganzen kaum 100 Mann betragen. Die Aotstaudsarbeiton werden den Aus­weisungen der Streikleitung entsprechend durchgeführt. Mit Spannung sieht man den heute früh 9 Uhr in Paris begonnenen Verhandlungen über die Forderung der Bergarbeiteroertreter entgegen.

' Jüchon setzt läßt sich die Situation so weft übersehen,, daß eine Ueberbrückung der deutsch-französischen Gegensätze nur dann nlögüch sein würde, wenn gemeinsame Besprechungen zwischen denAußenministern aller beteiligten Regierungen zustandekom­men. Eine solche gemeinsanie Diskussion wübde den Vorteil haben> daß die einzelnen Probleme sofort durchgesprochen wer­den, ohne daß einer der Beteiligten irgendwelchen direkten Anfragen ausweichen kann. Zn den diplomatischen Kreisen 'ist .neuerdings das Gerücht veübreitet, daß der tschechischslowa- kische Außenminister Dr. Benesch bereits einen Vermitt'- lungsoorschlag «sgearibeitet habe, der eine Lösung der Ostfra- gen vorsehen soll, und der es angeblich auch der deutschen Re- grevung ermögliche, m den Sicherheitspakt eine Klausel aufzu- 'uehmen, die den 'Wünschen der östlichen Nachbarn Deutschlands Rechnung tragt. Wenn -diese Gerüchte auf Wahrheit beruhen o wurde dahinter zweifellos weit mehr zu suchen sein, als eine b.oße Verm'itt nngsaktton der Prager Regierung, sondern man nmßte eventuell mit der «Tatsache zu rechnen haben, daß F-rank- rewh sich .mit den ihm befreundeten Ostrnächten, Polen und Tschöchoslowalkek solidarisch entart. Trötzdeni würde man deutscherseits eme Vermittlung Dr. Beneschs nicht .mndweg ablehnen, benn .man kann zur Zeit noch- nicht wissen, ob die tschechischen Vorschläge .praktischen Wert besitzen oder nicht. Daß man jedoch doutschersä einer önteroention Dr. Be-

I we^'s «â 'mißtrauischer Wa-chsamkeit gegenüberstehen würde, muß angesichts der wiederholten diplomatischen Sn-triguen die­ses Staats.mannes als liüibstveüständlieh bezeichnet werden. Sollte eine Vorbesprechung in Genf Zustandekommen, so würde aller Wahrscheinlichkeit nach zunächst eine Fühlungnahme zwi- schen Dr.lStresemann unb dem französischen Außenminister Bri and stattfinden, an die sich dann eine Aussprache mit Tham- berlain und schließlich eine gemeinsame Zusammenkunft an- schkeßen würde.

Ein Snterview mit Skrzynsli.

wbt. Newgok, 27. öuü. telef. DieNews Service" bringt ein Snterview mit dem polnischen Außenminister Skrzguski in dem dieser u. a. sagt:Der deutsche Einwand gegen den Arti­kel 16 bezüglich des Durchzugsrechts fremder Truppen fei nur natürlich. 3m übrigen sei es unwahrscheinlich, daß einem Deutsch land ein derartiges Ansinnen gestellt werde, da die Gefahr eines russischen Angriffs auf Polen unbedeutend sei und überdies die Möglichkeit eines Truppentransportes auf dem Seewege be- stche.

Barodm als Bsrater der Konton-Aegierung.

wtb. Konto«, 27. 3uti. telef. Der bolschewistische Ge- lteral Varodiv hat die durch Ausscheiden des amerikanischen Juristen Norman frei gewordene Stelle eines Beraters der Kautonregierung übernommen.Reuter" meldet zu dieser Meldung, daß die oberste Kommandostelle, Streitkräfte zu Can de zur Waffe und in der Luft, im Kanton in russischen Händen läge.

Der englisch -französische Gedankenaustausch.

Die englischsn unb französischen Melbnngen über den Mei- nungsaustaufcb zwEchen dem englischen Außenminister Eham- devloin und dem französischen Botschafter stab stark widerspre- cbwbe. Doch scheint feftzustehen, daß England es für Mzweck- m-äßi-g erachtet, sich im gegenwärtig. Augenblick in irgend einem Punkte festzuleg-en, weil damit nur späteren VerhandLmgen n-ene .Schwier:.gk-ei-ten in den .Weg gelegt -würden.

Kestzustehen sch-eint dagegen, daß die Einwände Briands sehr weitgehend find. Von einer dem 3 ereign Office nahestehenden Seite wird betont, daß Fr-a-ickrei-H hinfichtl-ich der Ostprohlsme sein Recht anisrechterhäft, bei den vorg-eschlag-en-en- deutsch-pol­nischen B-erträgen im Falle von Streitigkeiten als -einziger -Ga- rant anfzntreten. Än .dieser Stellung w!ürde Frankreich das Recht haben, .im gegebenen Falle Deutschland über die ent- mÄlltarisiorte Zone hinaus anzugreifen, gleichgültig, ob es Deutschland für den Angreifer hält oder nicht. Frankreich -würde allerdings nach der Auffassung Briands die Pflicht ha­ben, ein unschnidiges Deutschland ebenso zu beschützen w-i-e ein -unschuldiges Polen. Briand hält weiterhin an der Auffassung fest, daß 5 ch iedsge richts- -verträge nur auf G-rund der bestehenden Verträge zugel-asse« werden-, d. h daß sie eine Revision bestehender Verträge aus- schließen. Das deutsche System von Schiedsger-ichtsverträgen schließe den Krieg nach Erschöpfung des Völkerbundsapparates nicht völlig aus. Der -fra-nzöfische Außenminister vertritt also -die bei seiner früherem Tätigkeit als französischer Delegierter beim Völkerbund -immerhin bemerkenswerte These, -daß das Recht auf Ergreifung von Sanktionen, das Recht -zur Wirk- famlkeit der Bestimmungen über den Garanten der Öftoerträge unb schließlich die Schiedsgerichtsverträge selbst nicht dem Völ­kerbund als -letzte 2-itstanz -übertragen, sondern im alleinigen Ermessen Frankreichs bleiben soll. Die Frage der Sanktionen für die Verletzung von R-epa-rationsverpflichtungen bereitet w-e- niger Schwierigkeiten, w-ährend die Auslegung des Artikels 16 -eine gegenteilige Auffassung Englands hat. Briand ist hier gegen jede Ausnahm-ebehandlu-ng Deutschlands. Man sagte kaum zuviel, daß -eigentlich nur in einem Punkt, der in der deutschen Note enthaltenen A-nspielung auf mögliche Aender­ung in der Rheinl-andbesetzung die Auffassnngen- -nicht weit- aus- vinonder g^ehen, da hier die -rechtlichen Verhältnisse nach 2iäu- Ming der Sanktionsgöbi-ete einigermaßen klar liegen.

Auf englischer Seite wird denn a-uch nach der Besprechung des Botschafters mit -Ehamberlain fest-gestellt, daß noch -funda­mentale , Meinungsverfch-iedenheiten bestehen. Auf -französi­scher Seite w-irb dagegen erklärt, daß Ehamberlain die wei­teren Aussichten optimistisch beurteile, da er sowohl zu Deutsch lan-d wie zu Frankreich bas Vertrauen auf eine loyale Behand- tang der strittigen Fragen habe.

M*

^^jh äeinDa-tch News" sind die Ansichten Großbri-ta-n- niens über die deutsche Sicherheitsnote in einer gestern an den britischen Botschafter in Paris gerichteten Mitteilung zusam- mengefaßt worden. Lord Erewe werde sie umgehend Briand übermitteln. Dies geschehe -in Erwiderung auf die Mitteilun- -gen Briands, über die der französische Botschafter in London Ehamberlain vont Donnerstag unterrichtete. Es sei jedoch wicH richtig anzunehmen, daß Briands Mitteilung«!- neue Schwierigkeiten bereitet -hätten, die kritisch seien.

Westminster Gazette" schreibt, wenn Ehlamberlain und Briand im.September -zur Völkevbundversammlung nach Genf gingen, so -werde möglicherweise Dr. Stresemann eine Einla­dung nach Genf erhalten, -um die Erörterungen zu beschleunigen