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Hessische -

Morsenzertung

FuSSaer Kreisblatt, Anzeiger für Rhön und Bogelsberg, Fulda- und Haunetal

Ole ..Hessische Morgenzettung" erscheint wöchentlich 6 mal, (außer Montags), Sonntags , An,eigen: Die 7 gespaltene Millimeterzeile 0,04, auswärts 0,07 Rentenmarl, Die 92 mm

Etil H. M. Z. im Bild. Bezugspreise: Durch die Post bezogen monatlich 1.50 Rentenm. Für die Volksgemeinschaft Für deN Ständefrieden breite Millimeter Rellamezeile lpkal 0,30, auswärts 0,40 Rentemnarl, Bei Wiederholung

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RMmer 189 RSttlvsO, den 19. August ISA. 59. (2.) Mrgang

IeuW-ftWZöMe Aerhanblungen wegen des GiHerhettspaktes.

Berlin, 18. August, sLig.-2nsormationLdlenst Telegr.) Wie wir von unterrichteter Seite erfahren, wird nach der Ueber- reichung der französischeu Note die Licherhcitsfrage zunächst ein deutsch-französischer iMeinungsausiausch stattfinden, der vor aussichtlich mehrere Wochen audauern dürfte. Die Reichsre­gierung hat sich dazu entschlossen diesen Weg zu wählen, da Frankreich am meisten von allen Westmächten an dem Zustande kommen des Sicherheitspaktes interessiert ist. Schon gelegent­lich der Ueberreichung der französischen Antwort soll eine län­gere Besprechung zwischen dem Aussenminister Dr. Stresemann und dem französischen Botschafter de Margerie ftattfindeu.

NAM Marx vsn der Zentrums- leitens ?

Berlin, 18. August. sLig.-Snformationsdisnst Telegr.) 3n führenden parlamentarischen Kreisen will man wissen, dass der frühere Reichskanzler Dr. Marx entschlossen sei, aus der Par­teileitung des Zentrums auszuscheiden und die Führung anderen Zentrumspolitikern zu überlassen. Line Bestätigung dieses Ge­rüchtes liegt noch nicht vor, doch verlautet, dass von Men des rheinischen Zentrums eine derartige Forderung an Dr. Marx ausgesprochen sei, die damit die Opposition der rheinischen Zen- trumskreise gegen den gegenwärtigen Kurs der Partei zum Aus druck bringen soll.

Sie Mumms vou Düsseldorf.

wtb. Düsseldorf. 18. August, -telef. Der Abtransport der französischen Bejatzlmgstruppcn hat bereits zum Bahnhof Derendorf begonnen. Die Zahl der frei gegebenen Quartiere beträgt bis jetzt etwa JOO, darunter befindet sich das Gebäude der Polizeiverwaltung.

Bessere Zriedensausfichten in Marokko.

wtb. London, 18. August telef. Aach einer Drahtmeldung aus Beirut haben sich die Aussichten auf die Wiederherstellung des Friedens zwischen den Franzosen und den Drusen gebessert. Die Drusen haben nicht nur eine Anzahl französischer Gefange-

Die interalliierte Lchuldenfrage.

Das Pvâm der i-ncherallii-ertep SchM«, das m der Gut- wickiu,ug d-e-r siwopäffchsw Politik nach â vor ebn sehr grosse Rolle spiâw livlird, ist durch gewisse Voneiubarumgou Mischen EhaMb-e-v'ai-n u-n-d B-rdand m ieâni neues Stadium oiupfetre-teu, das auch gemiffe Rückivi-rkuugc-n- auf die Reparativusfraoe- ha- M.,klQin,1K ^ln DeutMand hat man- daher Vsravlaffumg, die 'ferorterunigm über dösSchu-ldenfrags mit grosser Aufme-rksam-

^ i0*®- Ww «rimwrKch, i;ff noch M«« R^pa-rait-wuffumme für V^b^ vorgesehen da sowohl da« Da-we-Sigu-ta-chteui als auch die fiu-antzi,e-ll,ew Abmarh-unae-n- der VondonW Konlfsrenz mit Rücksicht Wulf da« nach- uu-g-eiöste albi- °^rte Schuidonpro-bSem vow âr Festf-etz-ung der ig*imiten Re- parationsschU' Abstand genommen umd d-iieso Frogser für einen späteren Zeitpunkt offen gelassen hab«. Von- einer Einigung zwischen England und iZrankreieh hängt jedenfalls sehr rM ab, i>enn schliesslich muß Deutschland in absehbarer Zeit volle Klar­heit darüber gewinnen, in welcher Höhe es Reparationen zu leisten hat, und wielauge der Zustand der Reparationsverschnl- dung gegenüber den Alliierten audauern soll. Deutschland hat R-c-rp-flichtuug des Daw-esguta-chtcus rauf -sich ^ZeuoMm-eu, weU es hofft, dass imaini iaiuif diesem^ Wege zu einer Löslung des Re- PEidrodimis kommen kann, das für die ^künftige pvii- -M>e EcäpiänW ständig neue Gefahren oder Konlftiklstvflfe

^""» 'weniit es von seilen der G^iänlbijger Deutsch McjchlllmstnuMMf demwsst toenbcini soll.

LT EââbulNWn der französischen «und engkschen ,*«» &tw « e** «-f i5 » 'wovdm 300 MÄlionen ,Svi>dtnaâ, ermässigt

sein ma>b die i 1 Ca'^ '^ s'chlllWssli>ch anch, möglich

regeln. Der wirtschaftlicke ^iche« endgiüwg zu Sachverständigen für Deutschlmck^!^' T ^ âmorikauische» ständig ansaieben ^ ? . "^ausgesagt haben, ist doll- einstimmend Esgerechlnot litten/ 2^ Bwnkiers. die üder- den nächstm wahren mit 'Miliwböen-lUckMck^ ^^^ m hätte, wie sie wohl für Ä Reoa l^Ä^ ^ - ^^T ^mmen Äniten, sind von einem wS 7 betracht M®em ^llandpnnkt anegegangen and werden dürch die'!a>!säch-

ner wieder freigelasscn, sondern auch das Feuer aufdie franzö­sischen Flugzeuge eingestellt.

Die LUphusepidemie in Hanau nicht weiter fortgeschritten.

wtb. Hanau, 18. August, telef. Die Tgphusepidemie in Hanau ist nicht weiter fortgeschritten. Mit den Kranken aus dem Hinterland von Hanau sind im ganzen 79 Tgphusfälle zu verzeichnen Gestern ist eine 51jährige Frau gestorben, Sodass sich die Zahl der Todesopfer auf acht erhöht hat.

Srubenunglück in Bochum.

wtb. Bochum, 18. August, telef. Auf der ZecheKon­stantin der Grosse" Schacht 8 und 9 bestiegen gestern der Be- triebsführer Presser und der Reviersteiger Möller einen Auf­zug des Reviers. Aus bisher noch nicht aufgeklärter Ursache riss plötzlich das Seil unb der Förderkorb sauste in die Tiefe. Die beiden Beamten wurden noch lebend, aber mit lebensge­fährlichen Verletzungen geborgen, denen sie inzwischen erlegen sind.

Löbliche Schüsse bei einer Reiberei auf einem Sportfest.

wtb. Lessenthin, Kreis Regemvalde, 18. August, telef. Hier kam es bei einem Sportfest zu Reibereien zwischen jungen Leuten. Der 28jährige Arbeiter Manche gab dabei vier Schüsse aus Selkstladepistole aib. Der Arbeiter Karl Krieger wurde durch einen Herzschuss getötet. Sein Bruder, der Schäfer, Hermann Krieger aus Roggow erhielt einen Lungonschuss und der Arbeiter Erdmann aus Labes einen Bauchschuss. Manche wurde bald nach der Bluttat verhaftet.

KrndelswvKenschau.

Von unserem B-erlcher Haudölsmita vbe-iter wird uns -gs- schri-ebeu-:

Lässt man die Börse â Stwwnigis^ geilten, so wäre eine neue Verschärfung der MissmuMgk-M unib der Uw-

lichenl Bisrlhälltnisse m einer geradezu tatoftroplba^ Weise desaooluliert. Dieses Ungiück muss für DleuiGchland um so schllim- movo, Foilgen haben, â die tatsächliche 'Unmöglichkeit lbostehll, setzt wieder eme Revision der Londoner Zohlumgishedingungen fordern zu wollen. Die ülbernvmmenenl BerpftichAngen müssen erfülllt werden, selbst wenn dadurch der Prozess der Verarmung Deutschlands riesenhafte Fortschritte machen muss. Sollte jedoch eine Regslung der fiÄeralliiertM Srhuiden mlMich zustande kommen, so wird unter Umständen ein Anhalt'spunikt dafür 'ge­geben sein, auch die Reparationsfrage wieder in den Vorder­grund W stellen und neue Mittel' und Woge Mr eine erträg­lichere Gestaltung der von DentschSand übernommenen Ver- pfli ch'tungen zu fordem. Immerhin können Sahre vergehen, ehe dieser Zeithunkt erreicht sein wird,

Dentscherseiis muss man aber schon jetzt die Gelegenheit wvhrneh'men, um vor aller Wellt darauf hinzu,weisen, welch ernste Gelsahren sich für die Schucht DentschlaNds sich erleben, wennn der jetzt drohende' Zusammenbruch der deutschen Wirt­schaft! nicht aufgehalien wird. Gerade weil wir mit Frank­reich neue wirtschaftliichv Vereinbarungen treffen w-ollenz und weil der deutsche Akssonh'andel durch^ die ungeklärten ZMgen der Wrbtschaftsive-rtbäge noch völlig in der W schwebt, ist es notwenld'D dlaran zu erinnern, dass die deutsche Lesstungsfähig- ke'it an die Rentalblrtät der deutschen Wirtschaft gebunden ist. D«v Verfasser des DalivesMtvchtiens haben diesen Grundsatz M erst ausgestellt, indem sie hetbnten, 'dass die von der deutschen Regierung zu leistenden ZahLm-cim aus den Erträgnissen der Wirtschaft entnommen werden sollen. Gcht der Prozess der KapitlallUot und der 'Verarmung der deutschen öndustrie in dem bisherigen Tempo weiter, so iwSrd man voraussöhen müssen, dass die deutsche Rogievung in wenigen, Sahnen genötigt sein kann, eine nochmalige Ldachprüfung der deutschen 'Leistungslfähigkeit zu fordern. Nach den ausdrücklichen Bestimmunigen des Dawes gutachtens ist Deutschland hierD berechtigt aber es wird von diesem Recht selbstverständlichi nur dann Gechrauch machen, wenn kein anderer Ausweg mehr übriig bleiben sollte. Aus all 'diesen Gründen ist sein iCriforiberws der deutschen 'Llussen, Poli­tik, sich mit allen' die finamfiellen' und wlrtschhstliichen Pwbleme berührenden Fragen eingehend ,zn beschäftigen um Mr spätere Eventualitäten getzüstet' M sein.

sicherheit festzusteltein. Denn die Berslanung der Kurstbe- wegung hat sich in stabk vermehrtem Masse fvrtgcis.etzt' und na­mentlich die Kurse der fülhrendcn! Spekulationspapiere abermals um fünf bis ,zelhn Prozcn't zurückgewor'fien!. Erst der Wochen- schluss brachte eine meihrprozeutige Kursebholung, die aber die vovauißgiL'gangMen nsuen Verluste nicht ganz wettMachen, konnte. Oft auch die wirtschaftliche Lage Meffellos nach soie vor leider recht unerfreiUi'ich' und sind stichhaltig Anzeichen' für eine wirk­liche !B'esse'rung auch jetzt noch nicht .wahrzuneihmsn, so muss doch gegenüber der ineiuerlichen Börsendoroute nachdrUckl. festgestellt' werden dass sie zum grossen Tei,! auf spekulative Uebertreibungen zurückzuführen ist. Dabei waren es 'keineswegs neue Tatsachen unerfreulicher Art, die die AhwärtÄbewecMg verschärft halben, sondern in weit höherem, Masse, allerlei ungünstige Gerüchte, die in vielen Fällen offensichtlich lsdigÄch zu spekulativen Zwe­cken seitens der svlgenann'te'nBaifsehgäneu" erfunden und in Umlauf gesetzt' worden sind. Der durch die andauernde Ungunst und Schroteriigtet der Verhältnisse auf allen 'Gebieten wesentlich vermehrten Empfänglichkeit für derartige von Plessiimismus triefende Gerüchte ist es hauptsächlich! znzuschre'ben, dass sie un­verdiente Beachtung, finden. Das ist umsomehr zu bedauern, als die Verängstigung auch der -aussenstehenden Kreise hierdurch immer grösser -wird -nuld mit der forifchre-itsuden Entwertung der -Effekton -auch die iWidetzstand-sfähigkeit allgemein mehr und mehr schwindet. Snsvl-gedessen- zeigte sich in den letzten Tagen -wiederholt grösseres Angebot von solchen Stelten, die bisher un^- entwegt an ihrem Besitz fklstzucha-lten e-ntsch-lossen w-aren'. Gleich- ioi'teg hat sich aber auch in ole-len Süllen wieder die Notwendig­keit von.Zw-ang sv-erk äufen ergebe-n, da die Effeiktenu-nterlagen infolge der ornouten scharfen- Gonkung der Kurse neuerdings derartig -entwerte worden sind, dass neue Depotuach- chMe ge- svrbert werden -mussten, oft -genug aber nicht mehr geleistet ) werden konnten-, deem auch im Baukgewerbe -ist nachgerade die Kapi-talkraft in letzter Zeit entsprechend -der Eutwortuing aller Effekten, und bei gteid^eitigem völligem Darnie der- legen des Bank- und Börsengeschäftes mittl-orw-eile stark gesunken. Es kommt hinzu, dass bei der fortdauorndon Geld- nnd Kreditnot, di-e sich im- gesonnten Industrie- und Handelsverkehr -un-ausgesetzt fühlbar macht, gerade bei den Banken und Bankiers die Rück- zalhluug von Ansssuständon viel fach grosse Verzö eerungen erlei­det und oft genug sogar gänMch ins Stocken geraten ist. So -ö-l'ieo es 'Mcht aus, dass in dt^fen -Tagen sogar von Schwierig- kâeu einies altanges-ehenen grossen Berliner Priratbankhaufes gesprochen wurde, die -angeblich bereits zu -Vs-rfuchon einer An­lehnung an eine Berli-uer Grvssbaick geführt hätten-. Ein-es jener BiMogerüchto, das sich erfveulichorweiso alsbald als völlig u-n- zutreffcind heransstellte. Es handelte sich -h-ierbei -um eine ha-it- 'Mse Folgerwng, d-e sich au b:e oinjstiweiten -ableh-uru-de Stellung- nähme feuer F-wma gegenüder dem für sie -Wiedereinführung des Termkuhandels m Eiffât-ou zu -oildonden Liguildationsver- W-ns, soweit die Leistung einer entsprechende:! Sicherheiiszalh- llu'n-g tu Betracht kommt, wie ja üoenbaupt die Losung der unter den abwal-tonden gegen -früher wefontL-ich veränderten Vor-Hält- msien Mombers, schwierig gewordenen Kre-ditfrage in diesem Zusammenhang seien Mit längerer Zeit grosses Kopfzerbr-echen macht. bl-ebrigons dürfte mit dem Beginn des Termi-nhande-ls kaum vor dem 1. Oktober dieses Sabres zu rechnen sein. Abe-r auch das Schicksal der viel-gonanuten Grosskouzorne und nament! I-'cl) dio weitere Llbwiânng der G-eschä-fte der Stinnesigrupps gaben aufs neue zu allerlei b-ou-uruihigende-n Gerüchten Anlass, üQ, ssior die we-i-tors rapide Effc-kt-e-nentwertu-ng die Lage in ganz ^besonders verschil-ochtort hat. W-em-n man aber soweit geht, be­reits von eimem droheud-eu Konkurs der Sti-nnesg-ruppe und glisichzeitig^ auch von ernsthaften u-n-üb-e-rwi-nd-lichsn .W-idsrstän- beii der Si-n-nesfaMilie gegen di-e hishe-nleo Handhabung des A-bbaus zu sprechc-u versucht war, so Logen auch hier Ueber- treibuingeu vor» die von dein betei-l-igbon Stelten alsbald als solche gekeunueechiuet -wurden-. Dessen ungeachtet -wird man natürlich nach wie vor- mit neuen Will'i-ebsamou Zwifchenfällen von dieser her rechnen müssen, zumal auch die stützonden Blanken -mit der Zulfpitzung der ollg-mwin-en Berhältnisse mchr als zuvor darauf hödacht sein miisfem, die durch die Kredit-gewähru-ug an don StiU-n-eskonze-rn- einstweilen Ifejftgeilegten^ grossen Summen nach MöglichÜMit zu sichern und jsthliesslech auch über kurz oder lang wieder flüssig-zu mach«. Mit den ouda-uernd-en und -neuer- d-i-ngs noch o-erschä-rften Gelds-chwi-erigkeite-n hängt es -auch zu- saminen, dass von a-udereiu Gruppen ähnlicher Art in letzter Zeit -wied'Srhol'l! y rässere- Efjekten,poFlen an den Markt geworfen w'Uiden, um ungeachtet der sinkenden Kurse und der -hierdurch entstehenden^ vermehrten Vorl-uste auf diese Weise w-omglfteus die uotwend-ig-e-n Gel-dmittel zu ockangen. Der Behau-ptuug, dass a-u-ch einige grössere F-nd-ustr-ieges-ellscha-fteu- ^zu d-oin gil-eichen Zwe­cke aus -den iShmon zur Verfügunig stehenden -eigentlich aus oud-e- ren Gründen geschaffenen -Vorrats- -oder V'eriw-ertuugsaktieii grösse-ve Beträge zum Verkauf gebracht lhätden» ist allerdings von den Verwoituu-gen der Mwiftenibcn iW-erk-e-, -namenAich so- iveit jes sich um die Phönix-Gesellschaft handelt, mit grosser Btzsti-mmthei't w-idersprochon worden, ö-ndesfeu wiöd von anderer