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Aâer Kreisblak, Anzeiger für Rhön und Vogelsberg, Fulda- und Haunetal
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«timm» M Sonntag, den W. MM ISA. Zs.mmrgang
Eine Rede Dr. Mtrè bei der BrfreiunsMer in Mltltorf.
B-â 29. August. fEch.-2lrformâas-re«P- Sefegr.) Wie wir höre«, d-abfichttst Reichäartsier Dr. Lacher au des Bs- fttjangrfoirrÜchkÄts» des von -er BeDtzoag geräamte« Rvhr- gebietch teil?tntd>men trab voraussichtlich in Düsseldorf eure hoch politische Rede über die LicherhÄts- aud VAkerbuMdsfragr halte«. An den Feierkchkette« werden vom ReichÄkabivett vor aussichtlich auch der Außeumiurster Dr. Stresemann und der ReichLinnemmulfter LchiÄe tâehmeu.
Vor der Genfer
Bölkerbun-Stagung.
Berlin, 29. August. <Lig.-Informationsdienst Telegr.) 3a den Berliner diplomatischen Kreisen verlautet, daß die Sep- tembertaMng des BölkerbauLtzrates zweifellos mit einer Reihe wichtiger Beratungen über die Frage eines Zriedenspaictes and des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund ausgefüllt sein werde. Die Reichsregierung habe inzwischen Vorsorge dafür getroffen, daß sie von ihrem Vertrauensmann in Genf über alle Einzelheiten der dortigen Erörterungen amterrichtet wird. Auch in Deutschland habe man den Eindruck, daß die Tagung des Völkerbuudsrates von großer Bedeutung für die Weiterentwicklung der Dinge sein könne, wenn die alliierten Staatsmänner die Gelegenheit wahrnehmen, dass deutsche Problem zur Erörterung zu stellen. 2m Zusammenhang Hiermit nimmt man au, daß der französische Ministerpräsident Painieve und der englische Außenminister Ehamberlain in der Eröffnungssitzung des Rates auch für Deutschland bedeutsame Erklärungen abgebeu werden.
Berudigmg im Zentrum.
Berlin, 29. Angust. sLig.- Informationsdienst Telegr.) Wie wir hören, wird die durch den Austritt Dr. Wirths aus der Feutrumsfraktion geschaffene Situation in den führenden Zentrum skreisen absolut zuversichtlich beurteilt. Man ist der Auffassung, daß es möglich sein werde, zwischen der Fraktion uttb dem früheren Reichskanzler Dr. Wirth eine EiniMNg zustande zu bringen. Dr. Marx soll, wie neuerdings verlautet, persönlich die Führung der Besprechungen mit Dr. Wirth im Tramen -er Fentrumsfraktion übernommen haben. Schon jetzt sicht es fest, daß -ie Einberufung eines außerordentlichen Parteitages nur dann umgegangeu werden kann, wenn eine Verständigung zwischen Dr. Wirth und der Aeichstagsfraklion zustande kommt 2m anderen Falle würde wahrscheinlich für Oktober ein außerordentlicher Parteitag einberufen werden müßen.
Der deutsch-tschechische Kohlenverlrag.
wtb. Prag, 29. August telef. 2m Herbst werden mit dem deutschen fèierchskohle»ckommissariat Verhandlungen eingeleitet werden über die Verlängerung des im Oktober ablaufenden Kohlenaustauschvortrags. Es Ut wahrscheinlich, daß diese Frage wieder im Wege eines Spezialabkommeus geregelt und von den ebenfalls im Herbst bevorstehenden Hau-elsvertragsverhand- lnngen mit Deutschland nicht berührt werden wird.
Die Antwortnote der
D!ie der lfranzösifchen Regierung -am Donnerstag um 6 lthr 30 Min. a!b-ends liikerroi-chte An!t!wort der deutschen Reichsre- gievung auf die l-etzte Bria!nd-Ro!t!e- lhat foligenden- Wortlort:
Die Deutsche Regierung beehrt sich den Empfang der französischen Rote vom 24. August zu bestätige».
die am Schluß der französischen Note ausgesprochene An- Ilcht daß eine Fortsetzung des Notenwechsels kaum geeignet tu einer weiteren Klärung der mit dem Abschluß eines n^-^E'^aktes zusammenhängeichen Fragen zu führen, wird . ^i/hon Regierung, die dem Wunsche nach möqlich- Erörterungen in der Note vom 20. 2uli Ätlck- E»^"âulk gegeben hatte, durchaus geteilt. Die dem frurnitn ^^"^ deslzalb die von Leiner Exzellenz «Tuu^Ä^ ^°^after mündlich mitgeteilte An- giens ^Frankreichs und^'e?» ^/rständigen Deutschlands, Bel-
den Probleme zu unterrichten ^^r«g stehen
Unter diesen llmständen glaubt die Deutsche * *• -- â «ÄS
Verbetene Leitungen im besetzten Gebiet. wtb. Eoblenz, 29. August. telef. Die Aheintaadkmmaisiion hat im besetzte» Gebiet die Zeitschrift „Die fange Garde" vom 9. September auf drei Monate verboten. Dqs Vsrtwt der Berliner illchtrierteu Leitung wurde aufgehoben.
Sie lMschaftliche» u. sozialen Kömvfe.
Bon unserem Berliner Mitarbeiter wird uns unterm 29. August, gleschri-ebeu:
Der Atzb-eitskomflikt im Baugeweübe ist nunmehr nach zwe-imvnatlich-er Dauer beigeiegt worden . Damit ist die Gefahr einer Geuevalaussperr-un-g, von L-er -etwa eme halbe Milltou Arbeiter betroffen wvrL-en wären, beseitigt-, und zwe Hellas kön- uen damit auch die sehr ernsten Gefahren-, die 'bie Geueralous- sperrumg im Baugewerbe Dr die gesamte deutsche Wirtschaft mit sich gebracht hätten, als üb-erw-unden on!gHehsn werden. 3m Lohnkonfl-ikt der E-is-enbahner ist -dagegen- eine sehr ernste Ber- schärfung -ein-getre-t-en, die die beteWgtM Stelten -ebenfalls zur Rachgiedi-tzikeit zwim-gen wird, wenn nm einen Eisenbahuehstreik grundsätzlich vermeiden will. ©te starke Beunruhigung, die mit Rücksicht auf die wachsende Teuerung in den Kreisen der Ar- deitmehmerschalft herrscht, kommt- sogar in dem Organ des chr-ist âchen Gewerkschastsführers Stegerma^d, d>em Deutschen zum Ausdruck, der seine warnende Stimme eühedt, um die Aribeit- geder auf die autzerord>ent!i>ch^ ernste Siltu-ation outfmerksam zu rnachen. Das Stegerwald-Organ erkiä-rt, die SchNfDng einer Einiheitsfront der UnteMehmer zur Bekämpfung, der Lohmde- wegnng werde zu einer außer ordentl i ch ernsten Fiuspitzung der sozialen Krise Dhren müssen und-nur den- radikal« Elementen inner>hallb der Arbeiterschaft wieder zur Macht oerhelsen.
Die B!eschlüsse, die das Reichejstabinett zur Bekämpfung der TeueMng gefaßt hat, haben auf der atzbeve« Seite vorläufig noch nicht zur Beruhigung der öffentlichen Meinung bei-- ■tnoigiein können. Alle Kreise sind darauf eingestellt, erst einmal die Wirkungen der Aktion der Reichsregierung abzuwartou, der sich bekanntlich führende Kreise der Wirtschaft! und des Handels angeschloffen !ha!ben. Bon dem Erfolg der Beschlüsse der Reg^ierung wird zweifellos sehr viel abhängen, denn das Zentrum, dessen künftige Haltung Dr die Regierung Quther Elschia^i'kdand ist, würde unter dem Druck der ^r-Tf^h::? ..r- bsiterkreise zweifellos zur Opposition übergehen müssen, wenn d ie Geuerung gphWS und die wirtschaftliehe Krise in dem dis- herigen Tempo fortschreitet. Selbst Stogerwald^ dessen Eintreten Dr das Kad'inett Luther bekanntlich die scharfen Ausein- an!de'rsetzun!gen innechalb der Fentrumspa!rte-i hervorgerufsu .hat, sieht neu!S>rd!in!gs keine andere Möglichkeit mehr, die gegenwärtige ReÄhsregilevunig zu jhalten als die Zusammenfassung aller Kräfte zur Bekämpfung der ernsten wirtschaftlichen und sozialen Krise.
Die oppositionelle Presse erklärt, daß die Maßnahmeir des Rei^chskabinetts .zu -einem Mißerfo!lg ^führen müßten, solange nicht die Bo-raussetzungen für eine glesunde Entüpickiung des W-irtschaftslebens geschaffen seien. Die schweren Kreditkedin- gungen, die außero-rdent!lieh hohen -Zinssätze, die heute auf der Wirtschaft lasten, und der stockende Fuhlu^ngseingang feien mindestens ebenso schuld an der Berteuerunig der Produktion als die KartelbbeweKung. Die Regierung müsse ihren -ganzen Einfluß geltend machen, um die dauernde Ber.teuerumg des Kre-
deutschen Regierung.
Fragen in der Rote vom 20. 2uli dargelegt hat, von einer weiteren schriftlichen Erläuterung dieses Standpunktes und von einer Stellungnahme M den AnsMriwgen der französischen Note jetzt absehen zu sollen.
Der Wortlaut L-er deutsch« Note entspricht dli-rchalis dem was vo-rhe-r über ihren 2nhâ dekaant -geworden- war. Das Einv-erstä-nL-nis mich münLlich« Berhanblungon ^t D die Form e-iii-er F-ustimmung zu Lon fro-nzö-Wche-n Bo-rfchlägon gekloidst. Bemerkenswert ist vor allem, die Anspielung auf die Deutsche Note vom 20. 2üli und die Befchrä!N!ku,n!g L-er BefuMisse des deutsch« Bevtrecher-s auf der am Montag «xMimenden Suräste-n- konfc-renz -auf die -En-tg!e!ge'n«hmo von- 2-nsvrma-tianen. Die eny- Hschs ReWevuug hat si-ch L-i-efer Aasfassüng -a-nWlschlvss« -und ihversÄ!ts amtlich bÄk-annltgegcdm!, Loß die Konferenz «mr Le-ii Hiveck habe, Ler L-eutsch-e-ir Regierun^g durch mündliche Ll-n-ter- handliuniAM Klarheit über die Auffasfuag der euMchen und französischen Regierung in den furistischen und technischen Fragen Les Paktenitwurfes zu verschaffen. Wir werden also für die nächste Heft tleberraschungen in der Sicherheitsfrage nicht zu erwarten haben. Wie lange die Konferenz in Hoüdon Lauern w-ird, ist natürlich zweifelhaft, man kann kaum -ann-ehmen, Laß Lie Un'te-rrichtnng des Lentsch-e-n Vertreters mchr als vier bis fünf -Ta-ge in Anspruch nehmen roteb.
Lftes zu bekämpfen, wenn sie den Fusammenbruch der Wirtschaft wirklich veMiten wolle. Man 'könne die Teuerung nur ^dann desel-tigen, wenn man gegen ihre Ursachen- onkämpfs, die in den -ungesunden Kr-editVerhciiltnissen- Lege.
Wie man hört, !haben der Rei-chska-nzler Dr. Luther und der Aübei-tsminiftier Dr. Brauns L-ie eigenÄiche Snitiative zur Bekämpfung :der -Teuerung ergriffen und nach langen- Berhand lungen -eine Einheitsfront im Reichskabinett hergeßbellt. 3n den Regi-eriuugskre-isen w'ird versi-chevt, es könne kei-u (Zweifel daran heftghen-, daß das ^Kabin-M- Luther mit (Zielbewußtsein und -EntschieLsnhei-t Li-e augeküuL-igten Waßrea-eln -zur Durchführung -bringen werde, s-Äbst wenn sich in L-en Kreisen L-es Handels irgonLw-elche WiLe-rstände -erlheben- sollten-. Ei-n-e Gewähr dafür, Laß die Aktion des Reichskabinetts nicht Fzu einem M-iß- -erfolg führen Lürfe, biete i.mm-erhin Las Berfprechen der wirtschaftlichen Spitzenovg-anisationcn an L-cm Problem der Preis- fcnkuug nach Kräften mitzuatzbe-iten. Die hlntern-ehmerschaft !habe !bereits die Zusage gegeben, Laß die Ermäßi-gung ver- sch!ieden-er Steuern, insbesonL-ere die Herabs-etzu-nig der ftmsotz- fteuer, in bet Pre-isgestaltung zum Ausdruck kommen würde.
Öiemftd) skeptisch verhalten sich allerdings die Berteuerer L-er Gew-erkschaften, die Ler Regierung zwar versichert ^habcn, daß sie an den Waßua!hmen zur Bekämpfung der Teue-vung un- beL-ingten ^totaM nehmen wollten-, die aber Ler B-esprechuug mit der Regierung -erklärten. Laß man nicht an -ihre Ma-cht u-nd Fäihigksit glauibe, Las Berbilligun-gsprogramm Lnrchzuführen. Diese Stelliuugnohme Ler Gew-orkschasten erschei-nt allerL-ings einigermaßen erklärlich, da die Preiss-enKungso-Ktion der Re- gi-erung -von Len Arbeitue-hmerkr-elseu von vorNhe-rein als ein Versuch au-fgefaßt wnrd-e, Len L-ohubeweigungen L-er Arbeiterschaft-L-en Boden W entziehen. Die.Mißstimmung in den Ar- beitnehmerkre-iseu wird» jedOnfalls nicht eher beseitigt sein, bis sich die ersten Anzeigen einer Besserung Ler Prelsig-estaltuug gezeigt haben.
ßandelswochenschau.
^.m,e Ku4.so^,jc^m^^n au der Börse. - ^>oss- nunM-voller RuckscfAß «pf L'a Vlrl'Hrftz . g . - " ml-abbau und Lohnfrage. - Oeffeutliche (selber für Wirtfchaftsrwecke.
Eia Ende des Stinnes-Abbaues? - Die Unterbila«; des Lentfchen Außenhandels.
Von unserem Bevl-iuer Handelsmitarbeiter wird uns unterm 28. August geschrieben:
'Wenn Lie Börse recht bchäl-t, dann müßten wir nach all- zula-ngen Hoffen und Ha-rren nun endlich wenn auch nur langsam besseren Feiten entgegengehen-. Die e rnstha-ft-cn Bestrebungen, Lem ^geradezu eiferl-os gewesenen Pessimismus der Börse grünLkch Einhalt zu tun, haben in Len letzten Tagen abermals beträchtli-chein Erfolg ge!habt. Tluf der ga-nzen Linie sind neue wcs-en-t.'iche KurSbessernngen- -ei-ngeireten, die bei fichvenben 5pe- !kulait:on-spap leren, sogar sechs bis zehn Prozent betragen umb in einzelnen d-ällen -noch größer sind. 3n der Hauptsach-e waren es weitere vielfach wied. zw-o-iÄgswe-ise Deckuugskäufe der Baissiers die -sich aufs Neue in Oie Enge getr-icbeu sahen -und hiermit gl-eichzeit!g L-en Mut zu- menen Angriffen fast gänzl-ich verloren haben. 2-eL-o-ch machten sich -nach -längerer Pause auch -wi-eder 'einmal Käufe der Großfiua-nz und bes-onL-ers au-ch bes Ttuslan- des bemerkba-r, Oie begreiflicherweis-e dazu beitrttgen, die Auf- wärtsbew-egu-ng L-er Kurse zu beschieum-ige-n, zumal die Angstver- Käufe sich -von -Lag zu Tag- verri-ngerton- und hiermit -verschiedentlich s-o!gar Liiateria-lman-gel in Erscheinung trat. Handelt es sich bei dieser -erheblichen- Befpstignng der Börs-e zunä-chst hauptsächlich um sogenannte börsentechniische Bo-rgänge und muß man auch zugeben, daß die Börse sich scho-n öfter jgerirrt 'hat, so kann Lie Laiso-che -daß innerhalb her letzten 14 Tage die maßgebenden Papiere, w-i-e Phönix Harpner und andere Ku-rsb-ess-erungen von 12 'bis 15 Prozent -erzielt haben, nicht -ganz -ohn-e Rückwirkung auf die all-geuieiue Stimmuing: im Wirtscha-ftslöbeu bleiben. Hat L-o-ch vorlhe-r bie F-lauheit der Börse -ni-cht unw-es-c-Mich -dazu bete get raigeu,-die Beurteilung der wirtschaftlichen Berhäftn-iss-e merk --ich 'Su trüben. F-ugegeben muß aber aU-erbmgs von- Vornherein werden, daß rite tatsächliche Wendung in der Lage von Handel und Gewerbe bis jetzt leider in keiner Weise zu erkennen ist und daß außerd-em -auch die heu-tigen -w-esontlich -gebesserten Kurse noch immer ganz beträchtlich hinter deu Hoerg-x-ursen dieses öahres zurückbl-eibeu. Von entscheidender Bebeu-tu-ng bleibt die augenblicklich im Brennpunkt des 2nteress-e stehende Frage des Preisabbaues, wie -ihn die Re-i-chs-regi-erung -n-eu-er- dings mit ulten verfügbaren Mitteln helbeizuführen veüspro- chm hat. Die in früherer Feit mit gieicha-rtige-u Bestrrbuqgerk gemach-ten s-chl-echteu L-rfahru-ngen sind leider -nicht geeignet, die Hoffnungen auf ei-m- diesmaliges besseres Gelingen'zu- -verlsiär- kon. ömm-erhiu zeigen die AüküudiWrng von besonderen- Ge-