e Morgenzeitilllg
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Suter KreisSlatl, Anzeiger für Rhön
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arokko und Syrien.
' de Aouvenel endgültig ernannt.
|IU. Paris, 9. November. Der heutige AlWsische Ministerrat hat beschlossen, de Jouvenel auf Vorschlag d. Austeu- fmiiters Briand zum Hohen Kommissar für | Sorten zu ernennen. Gleichzeitig wurde die ' AiMzvorlage. gutgeheigen, die heute nachmittag der Finanzkommission der Kammer öbergeben wurde.
Bot neuen Kämpfen
in Marokko.
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I Hauptschristleitung : Generalmajor a. D. Rembe. | : Druck und Verlag: Gutenberg-Buchdruckerei in ! I Fulda, Buseckstratze 7, Fernsprecher Nr. 974. j , Anzeigenpreis: für die 8 gespaltene Kolonelzeile [ : 15 Pfg., für die Reklamezeile unter Tert 60 Psg ; I Bei Wiederholung Rabatt nur nach Vereinbarung, j
Montag, den 9. November 1925, mittags.
Die Wiedereinsetzung des deutschen Rheinland- Kommifsars.
Berlin, 9. November 1925 (Drahtmeldung). Die Wiedereinsetzung deutschen Rheinlandkommissars, die jetzt offiziell proklamiert worden ist,
59. (2.) Jahrgang
L .TU. Paris, 9. November. Der „Temps" — meldet aus Madrid, dah der neue Oberkom- »manbierende von Marokko, General San
t zurjo, die Offensive gegen Abd el Krim intl wieder yufzunehmen beabsichtige. Auf einem I Bankett in Sevilla habe er eine aufsehener- da,^ regende Ansprache gehalten, in der er an nfl den Offensivmahnahmen seines Vorgängers übte und erklärte, die Landung in Bucht von Alhucemas hätte auf später "schoben werden müssen, da man nur durch
wird in den Berliner Regierungskreisen als die einzige bedeutungsvolle Erleichterung des Rheinland-Regimes bezeichnet. Die Verhandlungen, die diesem Ereignis zwischen Deutschland und den Besatzungsmächten vorausgegangen sind, haben zu einer völlig eindeutigen Regelung der Kompetenzen des deutschen Vertreters in der Rheinlandkommission geführt. Danach steht unbedingt fest, daß der deutsche Vertreter eine durchaus gleichberechtigte Stellung einnimmt und daß in Zukunft die Maßnahmen der Interalliierten Rheinlandkommission nicht ohne vorherige Verständigung mit dem deutschen Rheinland-Kommissar zur Durchführung gelangen können. Freiherr Langwerth von Simmern, der sich inzwischen nach Koblenz begeben hat, um sein Amt als deutsches Mitglied der Rheinlandkommission zu übernehmen, wird alsbald die Besprechungen mit den Organisationen der Bevölkerung der besetzten Gebiete aufnehmen.
Deutschenverfolgung in Südtirol..
TU. Innsbruck, 8. November. Nach dem „Tiroler Anzeiger" umzingelten in Gnies bei Bozen vorgestern 60 Mann Karibinerie eine Weinschenke und verhafteten bei einer geselligen Zusammenkunft versammelte junge Deutsche aus der Umgebung, unter der Anschuldigung» einer Verschwörung gegen den Staat. In der Weinschenke und in den Wohnräumen der Verhafteten wurden Haussuchungen vorgenommen.
Der Nachfolger des Freiherrn
Langwerth von Simmern.
TU.Berlin, 8. November. Als Nachsolger des bisherigen deutschen Botschafters in Madrid Freiherrn Langwerth von Simmern, der, wie berichtet, zum Reichskommiffar bei der interalliierten Nheinlandkom- mifsion ernannt werden wird, dürfte,
wie die Morgenblätter erfahren, der [C Gesandte in Budapest, öelozeck in Frage kommen.
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Wen gleichzeitigen Angriff der französischen gruppen von Kifane aus Abd el Krim hätte meberzwingen können. General San Jurjo il« der Auffassung, dah mindestens 30 bis lOOO Mann zur Beendigung des Feldzuges in Marokko notwendig seien. Nach einer Keldung aus Fez bereitet Abd el Krim eine Ine Offensive vor. Er hat zu diesem Zweck Ne wehrbaren Männer der Stämme Khmes Md Beni Ahmed ausgehoben.
Neue französische Schlappe
M in Marokko.
TU. Paris, 9. November. Nach einem Bericht aus Jerusalem haben die Aufstän- oischen vor Damaskus neue Erfolge davon- setragen und schicken sich jetzt an» ihren Vormarsch auf Hooms Baalbeck wieder aufzu-
Neichstagsprüfident Dr. Löbe in Berlin.
Berlin, 9. November 1925 (Drahtmeldung.) Reichstagsprüfident Löbe ist in Berlin eingetroffen und hat sofort mit dem Reichskanzler Dr. Luther Fühlung genommen, um sich über die Frage des Wiederzusammentritts des Parlaments mit der Regierung zu verständigen. Am Montag und Dienstag wird der Reichstagspräsident mit den Führern der Parteien, insbesondere mit den Sozialdemokraten, konferieren. Der Altestenausschuß des Reichstages soll Ende dieser Woche einberufen werden.
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nehmen. Falls die französischen Truppen weiter zurückweichen, werden die beiden Warnlsonen von Alepppo und Hauran abge- Wmtten. Der französische Militärgouver- Meur von Damaskus, General Gamelin, hat Verstärkungen ausaeschickt und man erwartet neue Kämpfe.
Rußland und der Völker bund.
Nach der Rückkehr Dr. Wirths.
Berlin, 9. November 1925 (Drahtmeldung.) Aus parlamentarischen Kreisen erfahren wir, daß die Zentrumsfraktion des Reichstages einen Ausschuß gebildet hat, der sich mit der Beilegung des Konfliktes zwischen der Fraktion und dem früheren Reichskanzler Dr. Wirth befassen soll. Dieser Ausschuß wird sich nunmehr nachdrücklichst bemühen, Dr. Wirth zu veranlassen, seinen Austritt aus der Fraktion noch vor Beginn des Zentrumsparteitages Zurückzunehmen, damit der Parteitag nicht der Notwendigkeit ausgesetzt wird, innenpolitische Streitfragen aufzurollen. In den Kreisen, die Herrn Dr. Wirth nahestehen, verlautet jedoch, daß es dem früheren Reichskanzler dringend notwendig erscheine, eine grundsätzliche Stellungnahme
der Partei zu der Politik der Zentrumsfraktion während der letzten
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.TU. London, 9. Nov. „Ob- veröffentlicht Erklärungen lo^owskys über den Eintritt Ruß- in den Völkerbund. Danach Ä.Makowsky der Auffassung, ein S'tts Rußlands zum Völker- 9 ■ iS? Würde möglicherweise Aende-
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herbeizuführen.
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p in der sozialen Struktur - ö„""^nds verlangen. Daran liege Rs Stützte Hindernis für Rußland.
Die Verhandlungen über die „Rückwirkungen" abgeschlossen. Berlin, 9. November. Das „Berliner Tageblatt" meldet: Wie
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Der Schah von Persien protestiert gegen seine Absetzung.
^" Berlin, 9. November. Der Dp^l""zeiger" meldet aus Paris: ^ r- durch den Beschluß der persischen
nal-Versammlung abgesetzte uä"? von Persien, der sich gegen- sCr® in Paris anfhält, hat eine erk,,?8kbung veröffentlicht, in der er >en!"» daß er seine Ansprüche auf und ^^sHen Thron aufrecht erhalte» Kha^^en den Staatsstreich Nhiza
Mus den schärfsten Protest einlege. ■
hören, sind die Besprechungen mit der französischen, englischen und belgischen Regierung über die in Locarno versprochenen Rückwirkungen des Sicherheitspaktes nunmehr abgeschlossen. Das Ergebnis dieser Verhandlungen dürfte bereits am 11. oder 12. November in die Erscheinung treten.
Kein Sicherheitspakt der Valkanstaaten.
TU. Paris, 9. November. Nach einem Havastelegramm aus Genf find die Gerüchte, wonach die Balkanstaaten einen Sicherheitsvertrag, dem Vertrag von Locarno entsprechend, zu schließen gedenken, aus der Luft gegriffen. Es entspricht nicht den Tatsachen, daß das Sekretariat des Völkerbundes ein diesbezügliches Projekt zur Bearbeitung hat.
Die Rückwirkungen von Locarno.
TU. Paris, 9. November. Ein Havasbe- richt besagt, daß die Antwort der deutschen Regierung auf die letzte Note der Botschafterkonferenz vom 23. Oktober zwischen dem 15. und 30. November eintreffen mügte, damit die alliierten Regierungen das Datum der Abberufung der interalliierten Militärkommissionen aus Berlin festsetzen könnten. Es wird hervorgehoben, dag die deutsche Note diesmal direkt der Botschafterkonferenz zugehen wird. Die ca. 100 französischen englischen, belgischen und japanischen Kon- trollofsiziere werden im Verlaufe des Dezember Berlin verlassen. Im Dezember soll auch der Völkerbund wegen der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund zusammentreten. Mitte Januar soll die Räumung der Kölner Zone zu Ende geführt sein. Die Militärkontrolle wird bekanntlich künftig durch den Völkerbund versehen werden und zwar wird auf Antrag einer alliierten Regierung die Entsendung eines Untersuchungsausschusses an Ort und Stelle veranlagt werden. Für Deutschland kommt als Leiter des Untersuchungsausschusses der General Desticker in Betracht. Die Reichsregierung wird 1 15 Tage vorher benachrichtigt werden, ohne dag man ihr jedoch den Ort bekannt geben wird, an den sich der Untersuchungsaus- schutz begeben wird. Was die Erleichterung ' des Rheinlandregimes anbelangt, so stogen die von Deutschland aufgestellten Forderungen im großen und ganzen bei den Alliierten auf keinerlei Bedenken. Die deutsche Forderung auf Herabsetzung der Zahl der Besatzungstrupppen auf 40 000 Mann, eine Ziffer, die ungefähr dem Stande der deutschen Truppen in den rheinischen Garnisonen um 1914 entspricht, wird von den Alliierten angenommen werden. Es versteht sich von selbst, datz nach der Räumung der ersten Rheinlandzone die Truppenzahl vermindert wird und da« über die Zahl der in den beiden anderen Zonen noch verbleibenden alliierten Truppen eine Verständigung erzielt werden kann
Generaloberst von Scheffer f
TU. Berlin, 9. November. Die Morgens blätter melden aus Kassel: Generaloberst Freiherr v. Scheffer-Boyadel ist am Samstag abend im 76. Lebensjahr nach längerer Krankheit auf seinem schlesischen Gute Boyadel gestorben. Während des Weltkrieges war er Armee-Oberkommandeur einer Armee-Einheit und leitete in dieser Eigenschaft den Durchbruch von Brzesiny und be- ■ fehligte die Einnahme von Warschau.