Fuldaer MZeiger
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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt iiiiiiiuiiuiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiimiiiniiuiiiiiiuiiiiiiiiiuiiilHiiuiliijiiiiiiimiiiiiiuiiiiiiiiuilbiimMiiiHiiiiiiiuuiiiiiiimiiiuiiiiiiuuiiiiiiimuiiiiiiiiiiiiuiii Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstratze l, Telefon Nr. 528 Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit Quellenangabe: „Fuld. ânz." gestattet.
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Nr. 14 — 1926
Fulda, Freitag, 22. Januar
3. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Das neue Reichskabinett trat zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammen. Es wurde über die demnächstige Regierungserklärung vor dem Reichstag beraten.
* Der neue Neichsfinanzmuüstcr Dr. Reinhold sprach sich bei seiner Abschiedsrede als sächsischer Finanzministcr vor dem Landtag in Dresden für Senkung der Real- und Umsatzsteuern aus
* Im Berliner Sechstagerennen siegten die Amerikaner Mac Ramara-Horan vor Rieger-Giorgetti und Hahn-Tietz.
* Von Paris aus werden Meldungen verbreitet, nach denen der deutsche Außenminister Dr. Stresemann im Februar einen Besuch in Paris bei Briand abstatten werde.
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Gleiche Vrilder - gleiche Kappen.
Fast kein Tag ist vergangen, daß nicht wieder eine neue Nachricht vom Kriegsschauplatz in Südtirol kam, vom Kampf des Faschismus gegen das eingesessene D e u t s ch t ii m. Jetzt will man ja sogar jeden aus der Heimat vertreiben, der sich dessen „unwürdig" macht, italienischer Staatsbürger zu sein. Wer je in Südtirol war, weiß, daß ein einziges Wort auch nur der Klage über diese Politik genügt, um in Ketten und Banden nach Trient ins Gefängnis geschleppt zu werden. Und das Tollste ist, daß der italienische Staat oder der Faschismus oder Mussolini — es ist ja alles dasselbe — mehr oder weniger offiziell und feierlich Protest dagegen cinlegt, wenn in Deutschland oder in Deutschösterretch diese Teutschenver- folgungen gebührend an die Öffentlichkeit gebracht und entsprechend kommentiert werden. Man kehrt ganz einfach oen Spieß um und beschuldigt Deutschland der Friedensstörung. Mit eiserner Stirn erklärt gerade wieder ein offiziöser Artikel des „Messaggero", eines römischen Blattes, daß Italien in scharfer gönn antworten werde, wenn Deutschland ’ den angedrohten Boykott Italiens durch Fernbleiben von Reisenden verwirklichen würde. Und diese „Abwehr" Italiens würde sehr zum Schaden Deutschlands ausschlageil —, was wir füglich doch bezweifeln L, ^ daßIvn r die „guten deutsch italienischen Beziehungen stören durch unsere Proteste", ist eben ein Stück aus dem faschistischen Narrenhaus.
In deni Artikel-steht aber ein Satz, der leider sehr oder doch zum mindesten fast richtig ist; das ist die Behauptung, daß die Deutschen in Welschtirol „nicht schlechter behandelt" werden als in der T s ch e ch o s l o w a k e t und in P o I e n. In diesem Satz steckt viel Wahrheit, bloß in einem ganz anderen Sinne, als der „Messaggero" meint. Denn zu schreiben „ebenso schlecht" wird ihm nicht einfallen. Genau so wie in Südtirol jetzt die Deutschen gezwungen werden, ihre Namen zu italienisieren, wenn diese früher vielleicht eine lateinische oder italienische Prägung gehabt haben, ebenso wie die dortigen Adelsgeschlechter, deren Namen von Ortsnamen herrühren, sich jetzt ebenso zu nennen haben wie der italienisierte Ortsname, hat z. B. der tschechische Bezirksgewalti§e von Prochalitz Deutsche Vorge- laden, die „verdächtig" sind, daß ihre Namen früher eine lichechische Prägung hatten. Sie mußten gleich den Taufschein aufs Amt mitbringen.
Und nun gar P o l e n ! Dort hat man die O p t ante n a u s w e i s u n g e n genügend durchgeführt, jetzt geht es mit Hilfe des famosen Agrargesetzes gegen den deutschen Großgrundbesitz los. Aber auch auf anderen Gebieten werden die Deutschen in Polen ebenso schlecht behandelt wie in Italien: z. B. die Deutschen in dem heutigen Ostober- schlesien, die im deutsch verbliebenen Teil wohnen, aber jenseits der wirtschaftlich ja geradezu irrsinnigen Grenze beschäftigt sind. Eine soeben herausgekommene Denkschrift der oberfchlefischen Gewerkschaften gibt darüber Auskunft. Danach sind in Ostoberschlesien im Januar 1923 nicht weniger als 23 000 deutsche Arbeiter und Angestellte beschäftigt gewesen, während nur rund 9500 „Polen" in Deutschoberschlesien arbeiteten. Die mit allen Mitteln des Terrors, der Drangsalierung und glatter Gewalttat von den Behörden eifrigst geforderte und geförderte Deutschenverfolgung hat einen durchschlagenden Erfolg erzielt; binnen fünf Monaten hatte man 8000 Deutsche hinausgeworfen und bis zur Jahreswende 1924 noch weitere 7000. Und im September 1925 waren noch ganze 337 Deutsche jenseits der deutschen Grenze beschäftigt. „Polen" arbeiteten bei . uns im Januar und jetzt immer noch 5500. Man hat sich drüben gar nicht darum gekümmert, daß Tausende von deutschen Arbeitern hinausgeworfen wurden, die vielleicht schon Jahrzehnte in den doch früher deutschen Werken beschäftigt waren. Daß Tausenden auch die Pensionsan- sprüche an die Werkskassen genommen wurden durch diese Entlassungen. Wenn auch der Vorsitzende der Gemischten Kommission, Herr C a l o n d e r, alles Mögliche befahl und versprach, wenn auch zwischen Polen und Deutschland alle möglichen „Vereinbarungen" getroffen wurden — Polen hat sich einfach nicht darum gekümmert.
*
Die Ztalienisierung Südiirols.
Dem „Tiroler Anzeiger" zufolge teilt das Presseamt der Faschistischen Partei mit, daß längs der italienischen Grenze überall Touristenvereine gegründet wurden, die die Aufgabe haben, die Jtalienisierung Südtirols zu fördern.
Die Räumung Bonns
B o ii n. Der hiesige französische Gendarmeriekommandant ist noch Abschiedsbesuchen bei der Stadtverwaltung nach Trv^ abgereist. Der kommandierende General der französischen B-r satzungstruppen stattete dem Oberbürgermeister gleichfalls einen Abschiedsbesuch ab.
Ministerbesprechung in Paris?
Z ‘ 1 Stresemann-Wand
Die Höhe der Besatzungstruppen.
Die Pariser Zeitung „Journal" berichtet, Außenminister Dr. Stresemann werde demnächst nach Paris kommen, um hier mit Briand die zwischen Frankreich und Deutschland schwebenden strittigen Fragen, natürlich in erster Linie das Problem der Verminderung der Besatzungstruppen, zu besprechen. Die Zusammenkunft sei für die zweite Hälfte des Februar zu erwarten. In deutschen politischen Kreisen wird darauf hingewiesen, daß es erwünscht wäre, wenn auch der englische Außenminister Chamberlain sich an diesen Besprechungen beteiligen würde, zumal ja in Paris Dinge behandelt werden sollen, die in Locarno eine wichtige Rolle gespielt haben. Wie sich übrigens jetzt hcrausstcllt, beruhen die Mitteilungen des „Daily Telegraph", daß der Unterausschuß der Botschaftcrkonserenz die künftige Stärke der Besatzungstruppen auf 75 009 Mann festgesetzt habe, auf freier Erfindung. Die von der deutschen Regierung in dieser Angelegenheit bei den Ententeländern unternom- mene politische Demarche ist noch nicht zum Abschluß gelangt.
Die Möglichkeit einer Pariser Reise Dr. Stresemanns ist schon im Dezember vorigen Jahres erörtert worden, und es ist damals von deutscher Seite die grundsätzliche Bereitschaft ausgedrückt worden. Nachdem nunmehr die Verhandlungen über die in Locarno von den Alliierten gegebenen, bisher jedoch noch nicht eingehaltenen Versprechungen ausgenommen worden sind, ist die Pariser Ministerzusammenkunft wieder in den Bereich der Erörtc-
Äre erste Kablnettssitzvng.
Empfänge beim Reichspräsidenten.
Das neue Reichskabinett ist zu seiner ersten konstituierenden Sitzung zusammengetrcten, an der, sämtliche Ka- bincttsmitglieder teilnahmen. Zur Beratung stand an erster Stelle die F o r in u l i e r u n g d e r R e g i e r u n g s- erklärung, die Reichskanzler Dr. Luther am kommenden Dienstag im Reichstag abgeben wird.
Die neuen Reichsminister sind von Reichspräsident von Hindenburg vereidigt worden. Außerdem hat der Reichspräsident den Reichskommissar für die besetzten Gebiete, Frhr. Langwerth von Simmern, den zweiten Präsidenten des Österreichischen Nationalrates, Dr. Dinghofer, sowie später den neuernannten Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius empfangen.
LiqiiidattonsbeMuß der Deutschen Kerle
Tas Ende des großen deutschen Industrieunternehmens
Der Aufsichtsrat der Deutschen Werke A.-G., deren Li- quidation seit der Reorganisation des Unternehmens im Frühjahr 1925 und der damit verbundenen Verselbständigung der zum Konzern gehörenden einzelnen Werke als feststehend gelten konnte, hat nunmehr beschlossen, der Generalversammlung die Liquidation der Gesellschaft vorzuschlagen. Die Liquidation soll durch Verkauf im ganzen an die Viag erfolgen, die sich bereit erklärt hat, nach Ablauf des Sperrjahres die im Verkehr befindlichen Aktien der Deutschen Werke A.-G. zum Nennwerte einzulöscu.
Die Liquidation der Teutschen Werke bedeutet das Ende des größten Industrieunternehmens des Deutschen Reiches. Tie Teutschen Werke sind damit ans dem Besitze des Reiches in eine private Organisation übergegangen, und zwar in den Besitz der Bereinigten Jndustrieunternehmun- gen A.-G. (Viag), die eine Art Zentrale für die einzelnen Gc- ieuschafien, in die die Deutschen Werke zerfallen sind, bildet. Die Liquidation der Deutschen Werle bildet zugleich den S ch l u ß st c i n in der Geschichte der e h c m a l i g e n H e e r cs- werl st ä t t e n, aus denen die Deutschen Werke Hervorge- gangen sind Dies waren die größten deutschen Waffen- und Munitionsfabriken: Krupp stand erst an zweiter Stelle. Während der Kriegözeit stieg die Zahl der dort beschäftigten Arbeiter auf über 50000. Als dreReVolution kam, ging die Sorge des Reiches dahin, diese Zebntausende von Arbeitern weiterzubeschäftigen. So kam man schließlich dazu, im Jahre 1919 aus diesen Wassen- fabrifen die „Deutschen Werke" zu gründen. In diesem Zeitpunkt waren rund 47 000 Arbeiter in den verschiedensten Betrieben der Deutschen Werke tätig. Man hat aus den ehemaligen Waffen- und Munitionsbetrieben an vierzehn Stellen des Reiches Fabriken errichtet, die die verschiedensten Industrie- erzeugnisse hervorbringen.
Wechsel- und Kreditpolitik.
Ansprache des Reichsbankpräsidentcn Dr. Schacht.
Vor Vertretern der sächsischen Handelskammern uns der sächsischen Großindustrie sprach Reichsbankpräsiveut Dr. Schacht über die Wechsel- und Kreditpolitik d-r Re ichs bank.
Dr. Schacht führte aus, gründ, atzliche Gegensatze zwischen der Reichsbank und den aus den beteiligten Kreisen kommenden Vorschlägen beständen nicht mehr. Die Beschränkung der Kredite sei tatsächlich aufgehoben. Die Vorstände der Reichsbankanstalten seien dahin verständigt worden, daß, wenn berechtigte Kreditansprüche an sie berantreten, diesen Rechnung zu tragen sei, und daß sie mit solchen Ansprüchen an die Zentralstelle kommen mochten. Bei Unstimmigkeiten solle man sich nach Berlin wenden Im übrigen wären die Kontingente bisher aar
rungen gerückt. Ueber einen Termin der Reise Stresemanns nach Paris ist jedoch noch nichts vereinbart worden.
Deutschlands Eintritt in den Dölkeibund.
Aufnahme im März?
Im Programm der neuen Reichsregierung werden der Vertrag von Locarno und der Eintritt Deutschlands in den Völkerbund eine besondere Rolle spielen. In Völkerbund- kreisen soll damit gerechnet werden, vast der Eintritt Deutschlands im März erfolgen wird. Ob dieser Termin eingehalten werden wird, steht allerdings noch nicht fest. Man wird noch mit grossen parlamentarischen Kämpfen im Reichstag rechnen müssen, zumal die Deutschnationalen angekündigt haben, daß sie in der Aussprache über die programmatische Erklärung des Kabinetts einen Antrag betreffend den Eintrittinden Völkerbund einbringen werden. Der Antrag soll begründet werden mit der Feststellung, daß die in Locarno zugesagte Verringerung der Besatzungstruppen im Rheinland nicht erfolgt sei, und daß auch die Verhandlungen über die deutsche Handelslustflotte nach verheißungsvollen Anfängen nicht den wünschenswerten Verlauf genommen haben.
Wie es heißt, soll die für Februar in Aussicht genommene vorbereitende Abrüstungskonferenz verschoben werden, da noch die Teilnahme verschiedener Mächte geklärt werden soll. Der neue Zeitpunkt ihres Zusammentritts dürfte im Zusammenhang mit der Fest- setzung der außerordentlichen Völkerbundversammlung für die Aufnahme Deutschlands festaeleat werden.
nicht ausgenützt, sondern zurzeit mit 10 % unterschritten.
Bei der Behandlung der Wechsel könne nicht allen Wünschen Folge geleistet werden. Die Zahl der sogenannten Stockwechsel, d. h. derjenigen Wechsel, die nicht eingelöst worden seien, sei so groß, daß er eine leichtere Wechselhereinnahme nicht zulassen könne. Bezüglich der Hereinnahme von Wechseln mit zwei Unterschriften betonte der Präsident, daß dem innerhalb des Konlingents keine Bedenken entgegenstünden. Was nun die sogenannten Konzern-, Bau- und Autowechsel anlangt, so hätten die Vorgänge in den verschiedenen Konzernen gezeigt, welcher Mißbrauch mit den Konzernwechseln gemacht worden sei. Solche Wechsel zu diskontieren, müsse er ablehnen. Die Bauwechsel zu diskontieren, sei wegen des Mangels an Hypotheken nicht möglich. Wer bauen wolle, müsse auch die Mittel dazu haben. Die Reichsbank sei eine Notenbank, die den Geldumlauf zu regulieren, aber nicht zu finanzieren hätte. Den ungünstigen Kursgeboten der Amerikaner sei entgegenzutreten.
Die bisherige städtische Anleihewirtschast müsse Bedenken wegen der Verschuldung an das Ausland Hervorrufen. Das Bestreben der Reichsbank sei darauf gerichtet, einen Druck auf die Kreditbedingungen für amerikanische Gelder auszuüben. Dr. Schacht betonte, daß die Hebung der Kaufkraft der Landwirtschaft für die Allgemeinheit und Industrie von außerordentlicher Wichtigkeit ist und indirekt auch eine Stärkung der Industrie bedeutet.
Die SmsHä-iauna der Kolonial- un» Ausländsdeutschen
Berlin. Der Reichstagsausschuß für die Entschädigung?-- gesctze nahm den Bericht des Präsidenten des Reichsentschädi« gungsamtes über den bisherigen Verlauf der Zwischenattion entgegen. Es handelt sich dabei um Nachentschädigungen und Wiederaufbauzüschüsse für Auslands-, Kolonial- und solche Deutsche, die in den abgetretenen Gebieten, Elsaß-Lothringen und Ostdeutschland, wohnen. Insgesamt sind bisher an solchen Nachenlschädigungen und Aufbaudarlehen in den Monaten Sipril bis Dezember 1925 202 589 847 Mark bewilligt worden. Am 1. Januar 1926 lagen noch 165 243 Gesuche um Nachentschädigung vor. Das Finanzministerium ist bereit, noch 100 Millionen für Entschädigungszwecke auszuwerfen. Zurzeit ist das Finanzministerium aber nicht in der Lage, noch mehr Mittel zu geben. Dagegen besteht eine gewisse Hoffnung, daß weitere Mittel dadurch frei werden, daß wir diese Summen auf die Annuitäten des Dawes-Planes verrechnen dürfen. Diese wichtige Frage ist Gegenstand einti Schiedsgerichtsverfahrens zwischen Deutschland und der Repu- raucnslommission.
Oie Steuern der Fürsten.
Aus dem Rechtsausschuß des Reichstags.
Bei der fortgesetzten Beratung über die Fürstenabfindung im Rechtsausschuß des Reichstages wurden zunächst adgenteine Erörterungen über die Steuern der Fürsten angesteltt. Dem Ausschuß wurde von einem Ministerialdirektor die Auskunft gegeben, daß seit Mitte 1918 alle früher steuerprivileglerum Fürstenhäuser
leine Steuerfreiheit mehr
beansprucht oder erhalten hätten, daß also keine Ausnahme mehr für sie gemacht, sondern sie wie alle übrigen LleuerpfUch- tigen behandelt worden sind. Einzclheftcn konnten wegen des Steuergeheimnisses dem Ausschuß nicht ungeteilt werden, doch wurde ein sozialdemokratischer Antrag angenommen, dax dem Ausschuß eine schriftliche, genau spezialigerte Auskunft vorzu« legen ist, ob und inwieweit die einzelnen in tyrage kommenden Fürsten die einzelnen in Frage kommenden Steuern bezahlt und ob und welche Fürsten eine Steuer,retheit werter in Anspruch genommen haben. Über einen
Bilderverkauf des früheren Herzogs von Braunschweig