Zul-aer Anzeiger
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Nr. 33 — 1926 Fulda, Samstag, 13. Februar 3. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Dem Reichstag ist ein veulschnoticmaler Antrag zugegon- gen, die Reichsverfassung dahin ;» ändern, daß das Wahl- alter von 20 aus 24 Jahre humusgesetzi wird.
* An Gens trat der Völterbundra» zusammen, um r.ti mit dem Aufnahmeanirag DeutsrtLanss zu beschäftigen.
* Zwischen der englischen Großsunkstalion Rugby und der amerikanischen Station Long Island fanden drahtlose Verständigungsversuche statt. die ausgezeichnete Ergebnisse hatten.
* Aus Marokko wird gemeldet, daß Abd-el-Krim einen neuen Vorstoß für die nächste Zeit beabsichtigt.
Karnevalssiimmung.
Es geht, so lautet ja wohl seit fünf oder seit zehn Jahren ein beliebtes Spottwort in Deutschland, nirgends so verrückt zu wie in dieser Welt. In dieser Welt, die das eine Mal einem grausamen Kriegsgott gestattete, die ganze Erde in ein Trünenhaus zu verwandeln, und die das andere Mal nur das eine Ziel zu kennen scheint, an seiner Stelle ein Narrenhaus aufzurichien, in dem sich's kannibalisch wohl sein lassen kann, wer nur mit dem Tag und für den Tag zu leben bereit und entschlossen ist!
Was Den t.s chland betrifft, geht natürlich die liebe Reichshauptstadt, wie es sich gehört, dem ganzen Volke mit gutem Beispiel voran. Wir haben schon einige recht bewegte K a r n e v a l s w o ch e n hinter uns, aber die großen Bäke und die geräuschvollen Massenveranstaltungen mit Kostümen und Kulissenbauten, mit Jazzkavel- len und Glückslosen wollen gar kein Ende nehmen. Und wem das alles ncch nicht ausreicht, um seine Tage und Rächte zu verbringen, um seine. Nerven anszupeitschen und seine geschäftlichen und privaten Sorgen wenigstens auf Stunden zu vergessen, dem winkte schon wieder ein neuer V o x m e i st e r k a m p s zwischen dem berühmtesten Cham- piouen der gepauzer en Faust, und abermals begleiteten «toiW&^^ ‘»ijW O^1” ^ Reiches mit ihrem erregten Gebrüll den edlen Wettstreit, als wäre es um Leben und Tod nicht eines deutschen ober eines sianzösischeu oder eines spanischen Lieblings der Nation gegangen, sondern um Wohl und Wehe des ganzen dcu'schen Volkes. Warum die kaufmännisch geleitete Reichsbahnverwallutig nicht eigentlich Extrazüge zu dem großen Ereignis stellte, die den Verkehr mit allen Weltstädten des „sportlich" i Ueressiericu Europa vcr- mittelten, statt solche Züge nur immer nach Dresden und Magdeburg, Hamburg und Breslau lausen zu lassen?
A propos Breslau! Auch in der schlcsischw Hauptstadt weiß man, was der Geist der Zeit von uns erfordert. Schließlich la NN Berlin nicht ohne jede unter brcchung mit sportlichen Konkurrenzen ersten Ranges auswarten. Selbst die beste Sache von der Welt muß mit Maßen genossen werden, und so blieb der schönen Oderstabt der R u h in d e s 100. I c ch s - T a g e - R e n n e n s überlassen, zugleich des dritten, das sie in ihren Mauern »erauf aiut. Ob es wohl Liebhaber solcher Schauspiele gibt, die, trotzdem oder vielleicht auch gerade, weil sie erst vor kurzem das 99. Sechs-Tage-Rennen in Berlin mitge- macht haben, jetzt eigens nach Breslau geeilt sind, um pd) den neuen Wettkampf der „Dnndesamaleure" Rütt und Nickel, Junge und Skrupinski und wie die Helden vom Stahlroß sonst nodi heißen mögen, ja nicht entgehen zu lassen? Wo sind die Zeiten hin, da noch ernsthafte Meinungskämpfe über Sinn oder Sinnlosigkeit solcher, sportlicher Veranstaltungen das Volk in zwei gegensätzliche Lager spaltete? Heute wird nicht mehr diskutiert, heute wird geboxt und gestrampelt, bald in Paris und New- york, bald in Berlin und Breslau, daß es nur so raucht, damit die „Masse Mensch" nur ja nicht zur Ruhe kommt oder gar zum Nachdenken über sich und andere, über Gott und die Welt. Aus dem Narrenschiff der Zeit muß es unentwegt hoch hergehen, mit Gesang und Tanz, mit Lärm und Zirlusspiel. Wer daran kein Gefallen finden mag, der soll sich nur ruhig begraben lassen. . . .
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Den Kölnern freilich, die so ziemlich seit 1914 unter Kriegsrecht gestanden und die letzten sechs Jahre unter Fremdherrschaft geseufzt haben, ihnen gönnt man die Wiederkehr des so lange verpönt gewesenen Karnevals von ganzem Herzen. Stcwären nicht die fröhlichen Kinder des über allem Wandel der Zeiten erhabenen Vaters Rhein, wenn sie nicht das Bedürfnis empfänden, den endlich abgezogenen fremden Gästen nun noch ein freies, deutliches, aber auch in sprudelnden Witz, in übermütiges Gelächter getauchtes Wort nachzurufen. Sie hätten jetzt ihren Karneval gefeiert, auch wenn es mitten im Sommer gewesen wäre und nicht int Ausklang des Winters. Das herzerfrischende „R a us", mit dem der Bahnhofsvorsteher von Köln am 31. Januar dem letzten Besatzungszug das Zeichen zum Abfahren gab, das schrie ja förmlich nach einem übermütigen Nachhall unter Narrenkappe und Schellendaus.
X-
Vielleicht wird daneben auch der italienische hi i e s c noch etwas abbekommcn von dieser köll schen Kar- nevalsstimmung, der jetzt seine grimmige Faust über den Brenner cmporgcreüt hat, um den deutschen Barbaren zu zeigen, was eine römische Harke ist. Was er da getrieben hat mit seiner Kammer- und seiner Scuatsrede, waren ja im Grunde auch nur rechte Narrenpossen, so fürchterlich er sich dabei and) erdreustete, und auf einen Schelin gehören bekanntlich am besten anderthalbc. Nur daß leider einmal die armen Südtirol er nichts dabei zu lachen haben, deren eigentliche Lcidcnszeit nun erst bc-
Bölkerbundfitzung am 8. März.
Ein Vesch.vß des ZöllKbündrates. DieTagesordnungderVölkeibundsitzung.
Der Völkerbundrat hat am Freitag nachmittag eine ansrerordcntliche Sitzung abgehalten, die dreiviertel Stunden dauerte. Den Vorsitz führte der italienische Gesandte in Bern, Garbasso. Die anderen Ratsstaaten waren gleichfalls durch ihre Berner Botschafter oder Gesandten vertreten, während Spanien und Uruguay ihre Pariser Gesandten und Brasilien Pros. Franco entsandt hatten.
Der Rat beschlost, die Vollversammlung für den 8. März, nachmittags 3 Uhr, nach Genf einzuberufen und den Beginn der ansterordentlichen Ratssitzung auf den gleichen Tag, vormittags 11 Uhr, feftzu- fetten. Tie Tagesordnung für die Vollversammlung umfaßt folgende vier Punkte:
1. Die Behandlung des deutschen Anfnahmegcsnches,
2. Beschlüsse des Rates über den § 4 der Völkerbundsatzung,
3. Die Beitragszahlung Deutschlands,
4. Den Bau eines neuen Völkerbundgebäudes.
Der in Punkt 2 erwähnte Paragraph des Völkcrbnnd- pakkes ermächtigt Den Völkerbundrat, die Zahl der ständigen Miiglieder mit Zustimmung Der Vollversammlung zu erhöhen. Die Frage der Beitragsleiftung Deutschlands, die in Punkt 3 Der Tagesordnung »orgefeben ist, soll übrigens zwischen einzelnen Mächten bereits in dem Sinne geregelt sein, daß Deutschland Den gleichen Betrag wie Frankreich, etwa 1,9 Millionen Frank, zahlt. Grundsätz- lich ist Der Beitrag von England, Frankreich und Deutschland der gleiche, nämlich 2600 000 Frank, wovon aber für Frankreich mit Rücksicht auf die verwüsteten Gebiete und die dadurch verminderte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Abzug gemacht worden ist, der in gleicher Weise jetzt Teuischland infolge seiner zahlreichen außergewöhnlichen Verpflichtungen zugute kommen soll. Eine endgültige Eut- scheidüng darüber kann aber erst die Völkerbundversamm- luttg selbst treffen, da sie budgetrechtlich allein zuständig ist.
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Der Kampf um den Börkerbundrai.
Die Beschlüsse des Völkerbundes erfolgen auf Der Grundlage einfacher Maiorität auch für Aul-
ginnen wird, und Dann die A u s I a n d s d e u t s cd e n im allgemeinen, denen dieses eine wahrhaft grauenerregende Beispiel vom Minderheitsschicksal in dem Europa Versailler Gepräges eine Vorahnung ihres eigenen Schicksals gibt, mit dem sic jederzeit zu rechnen haben, auch Dort, wr- besondere Minderheitsgcsctze zu ihrem Schutz ergangen und die Wächter des Völkerbundes mit deren Garantie betraut sind. Herr Mussolini pseist auf den Völkerbund, w'ie die Polen schon des öfteren auf ihn gepfiffen haben. Darf man sich darauf verlassen, daß es damit besser werden wird, wenn erst Deutschland in den Völkerbund aufge- Xrcmnten ist? Heute steht es wirklich uoch so, daß Die Ausländsdeutschen keine Kürnc' olsstimmung kennen; für sie ist Aschermitt w o ch — im Fasching und nach Dem Fasching!
Sitzung der Votschafierkonferenz.
Paris, 12. Febr. Die Botschafterkonferenz hat heute vormittag eine Sitzung abgehalten und sich — wie ein amtliches Kommuniques besagt — mit der Erledigung laufender Angelegenheiten befaßt. Nach dem „Temps" habe es sich dabei u. a. um die Frage der Entwaffnung Deutschlands und der Stärke der Besatzungstruppen gehandelt.
Die Küs^enabsinöunqen.
Deutschnationale Mitarbeit am Fttrstcnkompromiß.
Am Rechtsausschuß des Reichstages sühne bei der Gene- raldebanc über die Anträge zur Auseinandersetzung mit den Fürstenhäusern der deutschnationale Abgeordnete 8 o h m a n ii aus, die TeutschnatiSiialen ließen sich nicht vom Interesse Der einen oder Der anderen Partei leiten nnd könnten auch nickt alle A n s p r ü ck e mancher Fürstenhäuser b i l - l i g c n. Ein Emeignnngsgesetz könne niemals eine gerechte ^uung bringen, ebensowenig Der demokratische Antrag. Der ^cDner erklärte die Bereitwilligkeit seiner Freunde, an der Verbesserung des KompromißentwurseL mitzuarbeiten. Bei der Erichtung eines Ausnahmegerichts sei für die Deutsch- nationalen Die Zusammensetzung maßgebend. In Dieser Beziehung fei Die Bestimmung bedenklich, daß der jeweilige Reichspräsident Die Richter ernennen soll. Dadurch könne ein politisches Moment in die Gerichtsbarkeit hinci»getragen werden. Die beste Lösung wäre es, wenn ein Senat vcs Reichsgerichts mit den Aufgaben des Sondergerichts betraut würde und der Reichsgerichtspräsident Die Richter bestimme. Unter keinen Umständen dürfe eine Rückwirkung zügelnsten werden. Unter keinen Umständen dürsten Die Fürstenhäuser bei Der Auswertung anders behandelt werden als die anderen Staatsbürger. Der Abgeordnete Hampe von der Wirtschaftlichen Vereinigung erklärte, daß sein Fraktionsfreund Dr. Bredt nicht an Den Verhandlungen mit Dem Hohenzol lernbertreter teilgenommen habe. Andererseits könne aus solcher Beteiligung keinem Abgeordneten ein Vorwurf gemacht werden. Der Antrag ans entschädigungslofe Enteignung, betonte Hampe, fei indiskutabel. Der Ausschuß vertagte dann seine weiteren Verhandlungen auf nächsten Mittwoch.
nabmeantrâge. Die Ausnahme Deutschlands durch die Völkerbundversammlung ist also sicher. Etwas schwieriger liegt die Frage hinsichtlich der Zulassnws Deutschlands zum Völkerbundrat, die bekanntlich eine der nnerläßlichen deutschen Voraussetzungen für den Eintritt in Den Völkerbund ist. Zurzeit findet bekanntlich ein lebhafter Kamps um die Ratssitze statt. Nicht weniger als Drei Bewerber bemühen sich eifrig um Zulassung. Es sind Polen, Spanien und Brasilien. England widersetzt sich einer Vermehrung der Ratssitze nach wie vor energisch, da für die Vergrößerung des Völkerbundrates nur Staaten vogeschlagen sind, Die im politischen Fahrwajier Frankreichs schwimmen. Durch Aufnahme dieser Staaten würde der Einfluß Englands wesentlich geschwächt und hiermit eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisie zuungunsten Englands und Deutschlands eintreten, wcs in englischen politischen Kreisen für unerträglich gehalten wird. Man wird immerhin auf Den Verlauf Der für den 8. März anberaumten Vollversammlung des Völkerbundes gespannt sein dürfen.
Sie SstaSsetzuni H VesaßMOlmppen.
Erklärungen Chamberlains im Unterbaute.
Im Unterhaus richtete Kenworrhy an Chamberwin die Frage, ob über eine Herabsetzung Der noch in Deutschland befindlichen alliierten Besatzu -gsiruppen ein Übereinkommen zustande gekommen sei und ob solche Herabsetzungen zu ermatten seien.
Chamberlain antwortete: Die Starke Der Besanu» h (ppm beläuft sich auf 74 500 Mann oder annähernd auf diese Zahl. Die Politik der Besatzungsmächte, Die den verschiedenen Problemen ihre Aufmerksamkeit zuwandten, die mit dieser Frage zusammenhângrn, geht dahin, Dan ; eine NdUnenÄvecle Herabsetzung der jetzigen BesatzuugS- ; stärke durchgeführt werden soll, jobalb d e Verträge von ! Locarno ratifiziert und Vcrörsicrungsmaf,nahmen, Die bereits in Dem Besatzungsregimc eingeführt worden fir», im besetzten Gebiet ihre natürlichen befriedigenden Wirkungen erzielt haben.
Einen bestimmten Termin für Den Beginn Der Herabsetzung Der Besatzungsiruppen konnte Chamberlain nicht angeben.
Die Bezüge des Keichs^?asikenisn.
N a ch d e m N c i ch s b a u s h a l t p l a n.
Vielfach herrschen noch Zweifel über die für das oberste Amt im Reiche ausgeworfenen Summen. Dine Zweifel rverdcn aufgeklärt durch Den Hans haltplan für 1926, der augenblicklich im Reichstage zur Verhandlung sieht und bei dem Kapitel „Reichspräsident" demnächst behandelt wird.
Der Reichspräsident bezieht 60 000 Mark Gehalt und 120 000 Mark Aufwandsgelder, zusammen 180 660 Mark. Das Bilreau des Reichspräsidenten besteht aus fünszchn planmäßigen Beamten mit einem Ministerialdirektor als Leiter. Für Hilfsleistungen durch Beamte werden äuge» fordert 33 400 Mark. Für Hilfsleistungen durch »ich- beamtete Kräfte ist ein Betrag von 56 380 Mark vorgesehen. Tie Unterhaltung der Dienstgebände wird 1926 28 000 Mark erfordern.
Dem gegen früher erhöhten Betrag der Auswands- gelder steht an anderer Stelle eine Ermäßigung gegenüber. In den früheren Jahren stauben im Haushalt der An gemeinen Finanzverwaltung zu besonderen repräsentativen Auswendungen des Reichspräsidenten und des Reichskanzlers 40 000 Mark. Es wird jetzt mitgeteilt, daß Meie Mittel vom Reichspräsidenten nicht mehr in Anspruch genommen werden; sie sind in voller Höhe dem Reichskanzler zur Verfügung gestellt und auf den Etat des Reichskanzlers übernommen.
Dem Reichspräsidenten stehen außer Gehalt und Aus- wandsgeldern 1926 zur Verfügung 75 000 Mark. U ab* hängig von diesen Summen steht im Etat des Reichs- finanzmlnisteriums unter den allgemeinen Bewilligungen Dein Reichspräsidenten ein Betrag von 3'1 Millionen Mark zur Verfügung. ’ Dieser Betrag ist bestimmt zur „Unter* st Übung an ehemalige Kriegsteilnehmer und deren Hinter- vliebene sowie zu sonstigen laufenden und einmaligen Zu- wciidungen*. $
Reichspräsident V. Hindenburg empfing Freitag Die Vertreter Der Kricgsteilnehmerorganisationen, und zwar Die Vertreter des Stahlhelms, des Kyffhöuscrbundes, des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold und des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten. Den Besprechungen, die der Schaffung eines Ehrenmales s ü r D t e Ge f a II« neu im Weltkriege galten, wohnte auch der Jietc^tmtcn-. minister Dr. Külz bei.
Der türkisch-russische -Frentralitätsver- treg ratifiziert.
Paris, 12. Febr. Wie Havas aus Angora berichtet, hat die türkische Kammer den türkisch-russischen Neutralitärs- vortrag einstimmig ratifiziert. Außenminister Tewfie Ruchdl Bei erklärte, der Vertrag sei die natürliche Folge j der durch die politischen Ereignisse geschaffenen Lage. Er ! diene der Erhaltung von Frieden und Ruhe.