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Zulöaer Anzeiger

$ Erscheint jeden Werktag. Bei Lieserungs- I behinderungen durchHöhere Gewalt", Streiks, I Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem t Bezieher leine Ansprüche. Druck und Verlag t von Friedr. Ehrenklau, Lauterbach, Hessen, Mit- è glied des Vereins Deutscher Zeitnngsverleger. ! Postscheck-Konto: Frankfurt a. M. Nr. 5585.

Nr. 37 1926

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt iiiiiimnmHiiHmiimiiiiiiiiiiiiiiiniimiimimimiiimimiiiiiiiiimiiHiiiimiiiiimiiiiinimmiHniiiimiiHiiniiiiiiiHiiiinnimin

Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstratze 1, Telefon Nr. 989 imiiiinitiiiiiiiiiliiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiijiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiHiiniiiHiiiiiiiiiiiimiHjiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiHjiiiiiiJiiiiiiiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiii Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit Quellenangabe:Zulo. Anz." gestattet.

»^ulda, Donnerstag, 18. Februar

Der Anzeigenpreis für Behörden, Genossen- : Ichasten, Banken usw. beträgt sür die Klein- t zeile 0.30, für auswärtige Austraggeber 0.25, ; für die Reklamezeile 0.90 und alle anderen 0.15, Reklamezeile 0.60 Ji. Bei Rechnungsstel- lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen. Tag- uud Platzvorschristen unverbindlich.

3. Inbroang

Kleine Zeitung für eisige Leser.

* Der Generalsekretär des Völkerbundes. Sir Eric Drum­mond, hat Berlin wieder verlassen, nachdem er mit Dr. Strese- mann das Programm für die Ausnahme Deutschlands in den Völkerbund scstgelegt hat.

* Bei der Berliner Steuerbehörde wurden Unterschlagungen von mehreren hunderttausend Mark ausgedeckt. Die beiden Hauptschuldigen sind flüchtig.

* Im österreichischen Nationalrat teilte Bundeskanzler Dr. Ramek mit, daß Muflolini dem österreichischen Gesandten in Italien gegenüber beruhigende Erklärungen abgegeben habe.

* Der Marineausschuß des amerikanischen Repräsentanten­hauses bewilligte für das neue Flottenprogramm 100 Mil­lionen Dollar.

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Anterschlagungsseuche.

Die Berliner Stadtinspcktoren Gerhard und « ch u l z haben ins große gehende Unterschlagun­gen bei den städtischen Stcucrkassen begangen. Tic bisher sestgestelllen Fehksummcu betragen mehrere Hunderttausende von Mark. Gerhard und Schulz sind geflüchtet.

Es ist wirklich ein wenig viel geschehen an U n t e r - schlagungen während der letzten Woche: erst in Breslau der große Betrug des Abteilungsvorstehers der Girozentrale an der städtischen Sparkasse, dann in Senftenberg, in Wannsee und schließlich in Ber- lin selbst, wobei Berlin den Pogel abschießt, übrigens nicht bloß hinsichtlich der Höhe der in Frage kommenden Summe, sondern auch der unglaublichen Plumpheit der Fälschungen und Unterschlagungen. Es muß manches faul sein oder zum mindesten unzweckmäßig in der Kon­trolle, sonst wären derartige Unterschlagungen vielleicht für den Augenblick unentdeckbar, könnten aber doch nicht sich über Monate und Monate hinziehen. Allerdings mag sich die Stadt Berlin dabei trösten, in der Reichs- b a n k einen Genossen ihres Unglücks zu haben, wo ja vor einigen Monaten auch derartige Riesenunterschlagungen ^iüttUii.^ ^ ist Privamngetegenyeit der Reichs­bank etwas ganz anderes aber ist es mit den Defrau­danten, die zugleich öffentliche Beamte sind. Schließlich kann der Steuerzahler doch verlangen, daß genau kon­trolliert wird, was mit seinem Geld geschieht! Man wird die Empfindung nicht los, daß die frühere rücksichtslose Pfennigkontrolle einer gewissenGroßzügigkeit" gewichen ist. Die Inflation hat den Sinn für Zahlen zerstört, weil sie die Zahl zum Unsinn machte. Auch jetzt sind wir noch lange nicht auf das zurückgelangt, was in der Vorkriegs­zeit durch die öffentlichen Kassen ging. Und was das schlimmste dabei ist, das ist der bittere Vorwurf, den der Steuerzahler nach der Richtung hin machen kann, daß die Kontrolle trotz des angeschwollenen Beamtenapparats versagt.

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Die Beamtenschaft weiß selbst, daß in ihre Kreise ge­wisse Elemente hineingedrungen sind, die nicht zu ihr ge­hören dürften, weil sie, anstatt Diener am Staat zu sein, vor allem für sich selbst sorgen. Von den großen Unter­schlagungen redet man, die kleinen werden zwar nicht vor der Öffentlichkeit versteckt, wohl aber erregen sie kaum noch Beachtung. Und wenn die Defraudanten selbst untere Beamte sind, so mag hier auch manches Mal die Not mitspielen. Das kann ohne weiteres zugegeben werden, ohne daß es aber deswegen eine Entschuldigung bedeuten kann. Und bei den großen, wo die Sorge um Familie und Dasein infolge des ausreichenden Ge­halts keine Rolle spielt, ist es genau wie leider auch bei vielen kleinen Beamten der Drang, sichausleben" zu wollen. Gerade jetzt, nachdem nun vie sogenannte Faschingszeit vorbei ist, muß noch einmal gesagt werden, daß man sich bei groß und klein in einer Weise Amüse­ments hingegeben hat, die der schweren wirtschaftlichen Not Deutschlands aufs grellste widerspricht.

Jeder Deutsche ist bekanntlich mindestens in einem Dutzend Vereinen und jeder Verein muß sein Vergnügen veranstalten, wobei Erscheinen die bekannte Ehrenpflicht ist. Ein derartiger Lebensaufwand führt nur allzu leicht dazu, das Vertrauen, das man genießt, zu enttäuschen und anvertraute öffentliche Gelder zu veruntreuen. Auch bei den Berliner Unterschlagungen ist der Grund nichts anderes wie der Wunsch nach einem luxuriösen Leben. Hier kann aber gerade die Beamtenschaft als eine doch in sich ziemlich geschlossene und eng zusammenhängende Ge­sellschaftsschicht vor allem selbst Hand daran legen, eine Besserung herbeizuführen. Man kennt sich doch ganz genau, man kennt doch auch die finanziellen Verhältnisse des anderen, und viele dieser unglücklichen Fälle versteht man nicht, einfach deswegen nicht, weil man sich nicht erklären kann, daß weit über die Verhältnisse hinaus ein kostspieliges Leben geführt wird und Monate hindurch ge­führt wurde, ohne daß es dem Pultnachbar aufsiel. Gerade die Beamtenschaft, die eine bevorzugte Stellung int Staat genießt, muß und wird alles daransetzen, um Sorge dafür ^u tragen, daß das Treiben derartiger Elemente schnell- penë unmöglich gemacht wird.

' Doch das alles ist nur ein Spiegelbild dessen, wie es a ad) i n anderen G e s e l l s ch af t s s ch i ch t e n zu­geht, irtjb vielen wird es aschermittwochsgrau vor den Augen werden, wenn sie die finanzielle Bilanz der letzten Wochen ziehen. Fast glaubt das Ausland uns schon nicht mehr, w^Pn wir von untragbaren Steuerlasten und der Unmöglichkeit reden, unseren Verpflichtungen den Aus- landsgläubig^ gegenüber nachznkommen. In der In­flationszeit hatte es ja fast noch einen Sinn, das schnell zerrinnende Geld sofort in einen Genuß umzusetzen. Was nützt cs aber jetzt, wenn zwar viel von der Notwendig­keit des Sparens und der Kapitalsneubildung geredet wird, leider allzu wenige auch danach handele _

Programm für die Aufnahme in Genf.

Vereinbarungen

Drummond-Stresemann.

Abreise des Generalsekretärs.

Der Generalsekretär des Völkerbundes, Sir Eric Drummond, hat seine Besprechungen in Berlin mit Außen­minister Dr. Stresemann beendet. Bei diesen Besprechun­gen wurde das Programm für die Aufnahme Deutsch­lands in den Völkerbund sestgelegt, das sich folgender­maßen gestalten wird:

Am 8. März wird die außerordentliche Völkerbund­versammlung zusammentreten. Es werden dann wahr­scheinlich sofort zwei Ausschüsse gebildet werden. Mehr find in diesem Falle nicht nötig, während bei ordentlichen Versammlungen sechs Ausschüsse gebildet werden. Der erste der beiden Ausschüsse wird der Aufnahmeaus­schuß sein, der zweite der B u d g e t a u s s ch u ß. Der Aufnahmeausschuß wird dann sofort einen Unterausschuß bilden, der in geheimer Verhandlung, zu der aber Deutsch­land wahrscheinlich für die Auskunftserteilung hinzuge­zogen wird, das deutsche Aufnahmegesuch besprechen wird. Der Unterausschuß wird seinen Bericht dem eigentlichen Anfnahmeausschuß abstatten, dieser wird dann den Be­richt der Versammlung vorlegen. Danach wird die Ver­sammlung die Aufnahme Deutschlands beschließen. Es handelt sich bisher nur um die Aufnahme als Mitglied des Völkerbundes. Das Verfahren zur Aufnahme als ständiges Ratsmitglied geht folgendermaßen vor sich: Der Völkerbundrat wird zu einer Sitzung zusammen­treten und muß einstimmig b e s ch l i e ße n, der Ver­sammlung vorzuschlagen, Deutschland als ständiges Rats-

Strafe soll Ernchuva sein muß aber auch abschreckend wirken. Vielleicht ist es notwendig, jetzt etwas mehr Ge­wicht auf die abschreckende Strafe zu legen. Milde Richter . darf es da nicht geben, wenn in Beamtenkreisen Verun­treuungen vorkommen, denn der tiefste Sinn des Beamten- verüältnisses ist die Treue gegenüber Staat und Volk.

An Einzelheiten der Berliner Unterschlagungen wird noch folgendes bekannt: Die Unterschlagungen bei dem Be- .zirksamt Berlin-Mitte scheinen einen außerordentlichere Umfang anzunehmen und sich auch auf andere Bezirks­ämter, Kreuzberg und Friedrichshain, zu erstrecken. Die Summe der veruntreuten Beträge konnte bisher noch nicht -festgestellt werden, es ist aber kaum zu bezweifeln, daß sie­den Betrag von 325 000 Mark erreicht. Die Staatsan­waltschaft hat hinter den beiden flüchtigen Haupttätern Steckbriefe erlassen.

Starke Abstriche am Marineetat.

Für sparsame Vertu altungskosten.

Der HaushaltSausschust des Reichstages verabschie­dete den Etat der Reichsmarinc, nachdem er bei einzelnen Positionen starke Abstriche vorgenommen hatte. So wur­den für den Allgemeinen Werst- und Arsenalbetrieb 1,5 Millionen Mark gestrichen, die angefordrrteu Ausgaben für Beschaffung und Unterhaltung der Munitionsbestände wurden um 250 000 Mark gekürzt. Größere Kürzungen im Betrage von 100 000 bis 300 000 Mark mußten sich ebenfalls die Positionen für Unterhaltung der Bestände des Sperr- und Tprengmaterials, des Torpedomaterials, der Wiederherstellung unbrauchbarer Geschütze usw. ge­fallen lassen. Für die Herrichtung eines alten Panzer­schiffes zum ferngelenkten Zielschiff wurde sogar 1 Million Mark weniger bewilligt. .

Im Ausschuß kam außerdem die Sterblichkeit in der Marine zur Sprache, wobei festgestellt wurde, daß im Jahre 1925 31 Marincangehörige eines unnatürlichen Todes gestorben sind. Uber die S e l b st m o r d s ä l l e in der Marine will Reichswehrminister Geßler unter Voraussetzung tiefster Verschwiegenheit im parlamenta­rischen Beirat Auskunft geben.

Schließlich nahm der Ausschuß eine Entschließung an, in der die Reichsregierung ersucht wird, alsbald in eine Erwägung darüber einzutreten, wie die Beschaffung des gesamten R e i ch s b e d a r f s behufs Erzielung möglichst großer Ersparnisse zentral eingerichtet und die zu vergebenden Gegenstände tunlichst normalisiert werden können. Eine zweite Entschließung ersucht die Reichs­regierung, die Verwaltungsabteilung und Verwaltungs­referate für Heer und Marine int Ministerium möglichst zusammenzulegen.

Reue Verhaftung in der Irankfäislheraffäre

Vor großen Kundgebungen in Ungarn.

In der ungarischen Frnnkfälschcrangelcgcnheit ist jetzt auch in Berlin eine Verhaftung erfolgt. Dort wurde der Phototechniker Rudolf Schultze sestgcnom- mcn, der nach seiner Aussage im Jahre 1923 durch den Prinzen Windischgräb veranlaßt wurde, nach Budapest zu komincn. Nach den ihm gegebenen Auskünften glaubte er, es handele sich um eine l eg a l e politische Akti o n. Bei näherer Kenntnisnahme der Verhältnisse kamen ihm jedoch Zweifel, und er wurde, da er versuchte, wieder aus der Sache herauszulommen, wie ein Gesang e n c r in Budapest aebalten. Nack weniaen Wochen Aufenthalts

Mitglied in den Völkerbundrat auszuneymen. Dieser Be­schluß wird dann der Völkerbundversammlung vorgelegt werden, die ihn mit einfacher Mehrheit annimmt.

Der zweite Ausschuß wird sich mit Budgetsragen be­fassen, also mit der Erweiterung des Völkerbundsekre­tariats, um die durch die Aufnahme Deutschlands nötig gewordenen neuen Stellen, für die in erster Linie die Be­setzung mit deutschen Persönlichkeiten in Betracht kommt. Da dieser Ausschuß erst tagen wird, wenn die Aufnahme Deuischlands vollzogen ist, wird Deutschland im zweiten Ausschuß vertreten sein. Über die Personalfragen kann heute noch nichts gesagt werden, eine endgültige Rege­lung liegt bisher noch nicht vor.

Sir Eric Drummond hat Berlin am Mittwoch abend verlassen.

Besprechung zwischen Hoesch und Brions.

Ter deutsche Botschafter von Hoesch hat eine Unter­redung mit dem französischen Ministerpräsidenten gehabt. Es wurden dabei verschiedene zwischen Deutschland und Frankreich schwebende Fragen, u. a. auch das Problem der zukünftigen Zusammensetzung des Völkerbundrates, behandelt.

Von einer Seite, die über die Vorgänge im Völkcr- buno gut informiert ist, wird versichert, daß die in den letzten Tagen zwischen den Kabinetten behandelte Frage der Vermehrung der Ratssitze als erledigt betrachtet werden könne, da schon allein die angesehene Stellung Schwedens im Völkerbundrat ansreiche, um eine Behandlung dieser Frage in der Vollversammlung zu ver­hindern, zumal auch England sich dem schwedischen Stand­punkt stark angenähert hat.

in Budapest entfloh er über die Grenze. Während seiner Anwesenheit in Budapest habe er sich nur an der photographischen Aufnahme echter Tausenfranknoten be­teiligt.

Im übrigen hat das Attentat auf den Oppositions­führer Vaszonyi die innervolitische Lage in Ungarn außerordentlich zugespitzt. Die Spannung drängt zur Entladung. Dazu kommt, daß nunmehr alle Parteien die Straße zu mobilisieren beabsichtigen und große De­monstrationszüge planen. Die Sozialdemokraten ver­öffentlichen einen Aufruf an die Arbeiter- und Bürger­schaft der Hauptstadt, indem sie die Massen zu einer großen Kundgebung auffordern, während die gewerkschaftlichen Vereinigungen der Regierungsparteien vor der Burg er­scheinen wollen, um dem Reichsverweser ihre Anhänglich­keit zu bekunden. Die Oberstadthauptmannschaft hat eine permanente Überwachung angeordnet. In allen Straßen patrouillieren verstärkte Polizeiposten, um allen Ruhestörungen vorzubeugen.

Mussolini beruhigt Österreich.

Dr. Ramek kommt nach Berlin.

Im Hauptausschutz des Österreichischen Nationalrats kam Bundeskanzler Dr. Ramel auf die letzten Reden Mus­solinis zu sprechen. Er teilte mit, daß der italienische Mi­nisterpräsident erklärt habe, er habe nie gewünscht, daß die durch die Friedensverträge geschaffene Lage eine Änderung erfahre. Er habe nie daran gedacht, Österreich irgendwie zu beunruhigen. Andeutungen über einen italienischen Einfall oder eine militärische Expedition feien vollkommen aus der Luft gegriffen. Die österreichische Regierung möge versichert fein, daß kein einziger Soldat jemals die Grenze des Brenners überschreiten werde. Im Besitze dieser Antwort Mussolinis hat die österreichische Regierung keinen Anlass mehr gefunden, diese Frage vor dem Völkerbund âufzuwerfen. Denn nach den Aufklärungen Mussolinis liege eine formelle Bedrohung Österreichs nicht vor. Gegen jene Auslassung Mussolinis Einspruch z - erheben, die das ganze deutsche -alt ohne Rücksicht auf die Si. Zugehörigkeit betreffe, könnte man beruhigt dein Herrn Außenminister des Deutschen Reiches überlassen.

Dr. Ramek teilte weiter mit, daß er demnächst nach Deutschland reisen werde, da Deutschland unter allen Nachbarstaaten der einzige sei, bei dessen Regierung er noch kein« Staatsvisite gemacht habe.

Märchen aus uralten Zeiten".

Die Beratungen über die Fürstenabfindung.

Die Generaldebatte über die Anträge zur Fürstenabfindung wurde im Rcchtsausschuß des Reichstages fortgesetzt. Sehr eingehend beschäftigte sich mit der ganzen Angelegenheit der Zentrumsabgeordnele Dr. Bell, der die Ansicht vertritt, daß eine

Lösung nur auf der mittleren Linie

gefunden werden könnte. Leider fehlt es bei manchen gürftcn} Häusern an Verständnis für die Situation und das habe selbst in weit rechts stehenden Kreisen Befremden erregt. Würde der kommunistische Enteignungsanlrag angenommen werden, so würden die Kommunisten dies sicherlich als eine Etappe aus dem Wege einer restlosen ?urchführung des kommunistischen Programms betrachten. Bon den Sonaldemokraten müßte man erwarten, daß sie als Hüter der Weimarer Verfassung ihre Stellung zu dem durchaus verfassungswidrigen tommunifti« schen Antrag revidieren. Der dcmokralische Antrag würde die gewünschte Beruhigung nicht bringen, denn er würde die ganzen Streit in allen Ländern neu ausrollen Deshalb hält der Redner für den einria aanabaren Wea den Komviomibcnl-