Einzelbild herunterladen
 

Zul-aer Anzeiger

I Erscheint jeden Werktag. Bei Lieserungs- * behinderungen durchHöhere Gewalt", Streiks, r Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem : Bezieher keine Ansprüche. Druck und Verlag k von Friedr. Ehrenklau, Lauterbach, Hessen, Mit- i glied des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, t Postscheck-Konto: Frankfurt a. M. Nr. 5585.

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt in iiiiiiiiii uni iiiiiiiii'(iiiiiiiiiiiiiii im iiniii in in iiiiinii nun IIII in iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuii II iiiiiii(iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiKif nun im iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiKnHiiiKi Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstrahe L Teleson Nr. 989 Nachdruck der mit versehenen Nrtikei rur mit Quellenangabe:Fuld. Knz." gestattet.

Der Anzeigenpreis für Behörden, Genossen­schaften, Banken usw. beträgt für die Klein­zeile 0.30, für auswärtige Auftraggeber 0.25, für die Reklamezeile 0.90 und alle anderen 0.15, Reklamezeile 0.G0 X Bei Rechnangsstel- lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen. Tag- und Platzvorschriften unverbindlich.

Nr. 40 1926

Fulda, Montag, 22. Februar

3. Iahraang

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Im Reichstag wurde die von den Regierungsparteien vorgeschlagene Erhöhung der Unterstützungssätze für Erwerbs­lose angenommen.

* In Berlin wurde die mit derGrünen Woche" verbundene erste landwirtschaftliche Messe und Ausstellung feierlich eröffnet.

* Zwischen der Türkei und Frankreich wurde ein Abkommen getroffen, nach dem die Bagdadbahn unter türkische Kontrolle gestellt wird.

* Bei einem Schiffsunglück im Schwarzen Meer ertranken 50 Personen.

MM-sranzWe Freundschast.

Die Zeiten sind längst vorbei, als cs uns gleichgültig war,wenn hinten weit in der Türkei die Völker aufein­anderschlugen". Wir bekamen es nach dem Zusammen­bruch 1918 noch oft genug zu verspüren, wenn in Vorder- asien nach dem Wiedererstarken der Türkei dort die Völker zwar nicht auseinander losschlugen, wohl aber ihre Interessen anfeinanderstießen. Denn der fran­zösisch-englische Gegensatz, der in altererbter Staatskunst nun auch von den Nachfolgern des Sultans Abdul Hamid ausgenutzt wurde, hatte leider oft genug seine Rückwirkun­gen namentlich auf unser Verhältnis zu Frankreich.

Die Türkei scheint nun entschlossen zu sein, es wegen der M o s s u l f r a g e doch nicht zu einem Konflikt kom­men zu lassen, bei dem es auch den alten Freund Frank­reich auf der Gegenseite haben müßte. Darum hat sie sich jetzt mit dem außerordentlich geschickten französischen Sonderbeauftragten für Syrien, de Jouvenel, der auch nach Angora kam, geeinigt und mit Frankreich einen Neutralitäts- und Freundschaftsvertrag abgeschlossen, der außerdem die Neuziehung der türkisch-syrischen Grenze, Ordnung des Zoll- und Eisenbahnverkehrs, Unterdrückung der Bandentätigkeit berührt und als wesentlichsten Inhalt zweifellos ein Desinteressement der Türkei hinsichtlich Syriens bringt. Haben sich doch die Vertreter Syriens, die zum Völkerbund nach Genf kamen, bitter, aber mit Mchr. darüber beichwerl, oatz die Freundschaft der Türkei von Frankreich durch Abtretung syrischen Gebiets erkauft werde.

Eine weitere Rolle bei diesen Verhandlungen hat nun auch die Bagdadbahnfrage gespielt und daran haben wir Deutschen ja immer noch ein sehr starkes Interesse, ist sie doch in der Hauptsache von Deutschen und mir deutschem Geld erbaut. Dieses Meisterwerk deutscher Bau- und Jngenieurkunst haben ja auch Zehntausende von Deutschen im Kriege kennengelernt; gerade an dem Tage, als in Palästina die Front zusammenbrach, waren die 35 Tunnels durch den Taurus an der Südostecke Klein­asiens sertiggestellt. Jede Schiene, jede Schraube, jede Maschine und jedes sonstige Bauwerkzeug mutzte ja auf dem 3500 Kilometer langen Wege aus Deutschland herbei- geschasft werden, die Unwirtlichkeit der Gegend spielte eine stark hemmende Rolle. Merkwürdigerweise ist wäh­rend des Krieges von englischer Seite nie der Versuch ge­macht worden, diese einzige Verbindung der Türkei mit Palästina und Mesopotamien abzuschneiden, obwohl sie südlich des Taurus gar nicht weit vom Meer dahinführt. Glückte ein solcher Versuch, so war der Krieg in diesen Gegenden mit einem Schlage beendigt. Wenn die Bahn dann den Antitaurus durchbrochen hat, dort, wo bisher die syrisch-türkische Grenze lag, teilt sie sich etwas nördlich der Stadt Aleppo; der eine Strang zieht gen Osten, wo er dann wieder auf türkisches Gebiet tritt, um schließlich auf mesopotamischem Gebiet mitten in der Wüste plötzlich zu enden. Die Schlutzstrecke bis Samarra am Tigris ist nicht fertiggestellt, während von dort eine Strecke nach Bagdad im Süden und Mossul im Norden führt.

Der erste Angoravertrag zwischen Frankreich und der Türkei gab dieser die Strecke bis Nusib hoheitsrechtlich zurück, jedoch stand die Bahn unter französischer Verwal­tung, was die Türken sehr unliebsam zu spüren bekamen, als sie die Strecke während des Kurdenaufstandes im ver­gangenen Jahr zu Truppentransporten benutzen wollten. Offenbar hat nun der neue Vertrag hier eindeutige Rechts­verhältnisse geschaffen, der Türkei vielleicht die ganze Bahn von jenem Knotenpunkt nördlich Aleppo überlassen unter Verschiebung der Grenze. Wenn uns der Vertrag von Versailles auch die Rechte genommen hat, die wir dort besaßen, und sie im nie von der Türkei anerkannten

Frieden von Sèvres, den Kemals Schwert zerschlug, unter französisch-englische Finanzgruppen verteilt wurden, so ist es für uns bei allem wehmütigen Gedenken doch er­freulich, daß diese Bahn in ihrem Hauptteil doch wieder in türkischem Besitz ist, um so mehr, weil die Türkei bmsichtlich ihrer Bahubauten jetzt deutsche Firmen stark bevorzugt.

Auch nach einer anderen Richtung hin scheint Kemal Pascha bis auf weiteres einen Schlußstrich unter die Mossulaffäre ziehen zu wollen. Soeben ist der neue füuf- undzwauzigiährigeKontrakt" zwischen England und dem Königreich Mesopotamien vom englischen Unterhaus ge­nehmigt worden, was in der Völkerbundcntschcidung über die Mossulfrage verlangt worden war. Da Kemal wohl einsah, daß sich dagegen bis auf weiteres militärisch nichts machen läßt, will er wohl noch herausholen, was irgend möglich ist; denn in dem Entscheid werden auch Zoll- und Grenzverkehrserleichterungen zwischen dem Mossulgebiet und der Türkei empfohlen. Darum wohl reist Kemal Pascha nach England, das über ihn einen großen Sieg errang. Aber er ist viel zu viel Diplomat, um nicht seine wahren Gefühle England gegenüber im Busen zu bewah­ren. Denn noch funkeln jedes Türken Augen vor Haß, wenn man nur das WortEngland" ausspricht.

Die Naissitze im Völkerbund.

Keine Aussicht auf Aufnahme Polens.

Am Mittwoch wird im Oberhause die Frage der Zu­sammensetzung des Völkerbundrats verhandelt werden. Lord Parmoor, der Mitglied der Arbeiterregierung war, wird beantragen, das Haus möge erklären, daß es nicht wünschenswert sei, aus Anlaß des Antrages Deutschlands um Zulassung zum Völkerbund und auf Zuerteilung eines ständigen Sitzes im Völkerbundrat im Einklang mit dem Locarnovertrage die Frage einer allgemeinen Umgestal- tng des Rats oder der Vermehrung seiner Mitglieder auf zuwerfen.

WieTimes" an hervorragender Stelle berichtet, kann es als definitiv angesehen werden, daß keine Aus­sicht auf A u fn a h m e Polens in den Völkerbund als ständiges Mitglied im März beste -. Nach demDaily Telegraph" soll in Genf an die Ausnahme Spaniens in dm Völkerbundrat gedacht werden.

Jeuischenveitzaßungen in Sberschlesieu.

Eine Interpellation im Polnischen Senat.

Die Deutsche Vereinigung hat im Senat eine Inter­pellation wegen der Verhaftung von Deutschen in Ostober­schlesien eingebracht. Die Interpellanten fordern darin von der Regierung Beschleunigung der Untersuchung und energisches Einschreiten gegen jene Zeitungen, die diesen Vorfall zur Hetze gegen die deutsche Bevölke­rung benutzen.

Nach einer Meldung aus Kattowitz ist in derSpio­nageaffäre" des Deutschen Volksbunves gegen 270 Personen das Untersuchungsbèrfahrcn eingeleitet worden.

Akademische Vesreiungsfeier in Köln.

Eine Rede Str e se mann s.

Aus Anlaß der Befreiung Kölns veranstaltete die Kölner Studentenschaft einen Festkommers, an dem etwa 3000 Studenten Teilnahmen. Nach einer Begrüßungs­ansprache des Vorsitzenden der Kölner Studenten­schaft ergriff Neichsaußenminister Stresemann das Wort und führte folgendes aus:

In der deutschen akademischen Jugend bestehen, wie im deutschen Volk, verschiedene Einstellungen gegenüber dem Reich und seiner Fortentwicklung. Die einen ver­fallen in träumende Resignation über alte Größe und Herrlichkeit, andere warten auf ein Wunderbares, das sie mit heißem Herzen ersehnen, ohne zu wissen, woher es kommen und wer es schaffen soll. Mag für den ein­zelnen Menschen, der den Weg von großer Macht und von Einfluß und Glück zur Armut und zu Unglück durch­gemacht hat, der eine oder andere Weg möglich sein, für diejenigen, die für die Reichsentwicklung verantwortlich sind, gibt es nur eines, das ist die

Politik tätigen Mitschaffens

nach innen und nach außen. Wer zurückschaut auf die Politik der letzten drei Jahre in Deutschland, der muß mit Blindheit geschlagen oder von schlechtem Willen be­seelt sein, wenn er nicht anerkennen wollte, daß wir ein gutes Stück vorwärtsgekommen sind in der Konsolidie­rung deutscher Souveränität nach innen und deutscher Geltung nach außen.

In dem Kampf zwischen Rechtsanspruch und Macht­gefühl hat schließlich doch in der Befreiung der nörd­lichen Rheinlandzone der Gedanke des Rechts gesiegt. Jede weitere deutsche Politik kann nur das Ziel haben, auf die­sem Wege fortzuschreiten. Deutschland wird ständig be­reit sein, im Geist des europäischen Wiederaufbaues mit offener Empfänglichkeit für die gegenseitigen Argumente Verhandlungen über seine Stellung zu anderen Mächten zu führen. Aber wenn

der Geist von Locarno Sinnbild künftiger europäischer Politik

ist, dann muß seine weithin sichtbare Auswirkung die schließliche Zurückziehung der Truppen aus dem besetzten Rheinland sein. Die Frage der Zurückziehung mag eine der Verhandlungen sein, eine Frage der Technik, aber sie ist die logische Auswirkung einer neuen europäischen Si­tuation, die das Problem der Sicherheit der Länder durch andere Wege lösen will als durch die der militärischen Gewalt. So gebe ich der Hoffnung Ausdruck, daß die Glocken am Rhein nicht zu lange schweigen müssen, um die weitere Freiheit deutschen Bodens zu verkünden, um der so schwer getroffenen rheinländischen Bevölkerung die Möglichkeit zu geben, mit der ganzen Freude rheinischen Gefühls sich als Künder eines freien Deutschlands zu fühlen, das in Frieden und gegenseitigem Verstehen mit der Welt zu leben gedenkt.

Revision des Versaiöer Vertrages gefordert.

New York. Der Abgeordnete Berger brachte im Reprä­sentantenhaus eine Entschlies-ung ein, in der Präsident Coolidge ersucht wird, eine internationale Konferenz zur Revision des Versailler Vertrages cinzuberusen. Die Vereinigten Staaten, so führte Berger ans, beherbergen nur noch wenige Menschen, die des Glaubens seien, daß der Krieg für die demokratische Freiheit und die Aufgabe des Militarismus geführt worden sei. Die Regierung Frankreichs habe seit dem sogenannten Ver­sailler Frieden eine Lttgcnfabrikation unterhalten. -ttc groptc Lüge sei Deutschlands Alleinschuld am Kriege, der Versailler Vertrag sei au dieser ungeheuren Lüge ausgebaut worden.

Die Feme-Üniersuchung.

Geringe Resultate der Vernehmung.

Nach der Vernehmung des Herrn v. Oppen im Ausschuß des Preußischen Landtages ergaben sich Schwierigkeiten bei der Befragung des Zeugen Fritz Heß, Geschäftsführer der Reichsverbandes vaterländischer Arbeiterverbände. Hetz stellt sich sehr abweisend bei allen Befragungen und verweigert auch dem Vorsitzenden mehrfach die Antwort. Er will nicht wissen, in wessen Gesellschaft er sich befindet und was das für ein Untersuchungsausschuß sei. Es mache ihm den Eindruck, als wenn eine reine Parteiveitretung hier säße. Gelder zu^ Unterstützung von Fememördern hätte sein Verband nie ge­nommen und nie verwendet. Weitere Erklärungen will er nicht geben. Ter Zeuge v. d. Linde bekundet, daß er bei einer Unterredung des Avg Mever mit Herrn v. Jengen ge­hört habe, daß von Unterstützungen für Personen, die am Küsttiner Putsch beteiligt gewesen seien, die Rede war. Set der Vernehmung des Gericht asfessors a. T. Mal etile, frühere Geschäftsführer der Versorgungsstele des, Zentral- verbandes der Landarbeiter, sagt Herr Maleitke, dag die 5000 Mark von der Versoranngsstele für einen Wechsel ;u fabelt waren, und deshalv habe er von Zengen angesprowcn. Ter Landarbeuervervand oder eine seiner Organisation habe ne. er an Schultz noch an eine andere mit ,èemesachen in Zusam­menhang gebrachte Person irgendwelche Beträge ge'ahlt. Auf wiederholte Befragung der Ausschußmitglieder kann Der Zeuge irgendwelche bestimmten Auskünfte nicht geben. Ter Hauptkassierer des Zentraweibandes der Landarbeuer, Hein­rich Scheck, weiß auch nichts Näheres. Rrimuta!(o"f i ar Stumm von der Berliner Kriminnalpolne, wird nochmals ausführlich über die von ihm geleitete Durchsuchung der ; ume vcs Zentralverbandes der Landarbeiter in Berlin befragt, in denen Schultz seine Wohnung hatte. Tchultz sollte bei Die;er Durchsuchung verhaftet werden, war aber nich> zu finden. Ma. Dr. Dcerberg (Dm., beantragt, daß auch der inhaslienc Schultz vernommen werde, Kriminalkommissar Stumm be­kundet, daß die Güter in der Nähe von Frankfurt a d. O. und Küstrin, von denen Einzahlungen auf das KontoAusschuß für nationale Aufklärung" des Abg. Meyer geleistet wurden, Brennpunkte der Schwarzen Reichswehr waren.

Politische Rundschau»

Deutsches Reich.

Empfänge beim Reichspräsidenten.

Reichspräsident von Hindenburg empfing den Ge­sandten Finnlands, Dr. Holma, der ihm im Auftrage des Komitees der Geschichte des finnischen Frei­heitskrieges die letzten Bände des nunmehr abge» schlossenen WerkesDer finnische Freiheiiskampst' über­reichte. Weiter wurde vom Reichspräsidenten Frl. Dr. Elsa Brand ström empsangen, die sich während des Weltkrieges große Verdienste um das Wohlergehen der deutschen Kriegsgefangenen in Rußland und Sibirien erworben hat. Im Laufe einer längeren Unterhaltung sprach der Herr Reichspräsident seinen w ä r in st e n D a n k für ihre aufopfernde und erfolgreiche Tätigkeit im Dienste der Kriegsg-fang-ncnfursorge aus.

Schlägerei im Thüringer Landtag.

Vor dem Sitzungssaal des Thüringer Landtags ist es zu einer Schlägerei gekommen. Der kommunistische Ab­geordnete Schulze forderte den nationalsozialistischen Ab- cordneten Wünsche, der in einem Zurus Schulze £ h r feigen angeboten hatte, auf, die Äußerung zuruck- zunehmen. Als Wünsche dies verweigerte, schlug .r chu ihn ins Gesicht, wobei der Kneifer Wünsches zerbrach und Wünsche selbst eine blutende Schramme davomrug. Der Ältestenrat des Landtages hat seine Stellungnahme zu Dieser Schlägerei noch nicht bekanntgcgebeu.

Volkstrauertag im Saargebiet.

»Die Regierungskommission des Saargebieis hat eine Verordnung erlassen, wonach am 28. Februar, Dem Ge­denkfeiertag für die Opfer des Weltkrie­ges, Tanzmusiken, Bälle und sonstige Lustbarkeiten, Kon­zerte, Theater- und Musikaufsührungen sowie Kinovor- fübrungen und Schaustellungen jeder Art wahrend vcs ganzen Tages, auch in geschlossenen Gesclllchaftcn, ver­boten sind.

Harret aus im Menrelland!"

Die durchweg deutschen Abgeordneten des Memel­ländischen Landtages veröffentlichten einen Aufruf, Der Die Memelländer auffordert, nicht für Deutschland zu optieren, da sie Dann gegebenenfalls das Memelland verlassen müß­ten. Am 31. März läuft die Optionsfrist für Deutfchlanv ab und im Hinblick auf diesen Termin wird in Dem Auf­ruf gesagt, daß die Mcmelländer die Rechte Der H e i- lu a t mit Zähigkeit verteidigen sollen. Deshalb dürf­ten sie nicht optieren, sondern müßten auf dem Platze aus- harren, auf den das Schicksal sie gestellt habe, damit sie im Lande ihr deutsches Volkstum stärken könnten.

Aus ZN' und Ausland.

Berlin. Der StenerauSschufr deS ReichZtagS die Erhöhung der geschlißen Mieten auf v Seilt erst am 1. Juli 1926 in Kraft treten zu lassen.

Berlin. Von den Regierungsparteien ist un Neichâg ein gemeinsamer Antrag Angebracht worden, indem der Reichs Präsident auf Grund des Artikels 72 der Rcichsver^.ffiinq er- sucht wird, die Verkündung des am 3. ?>cbrtyrr 1W6 im Reich tag beschlossenen Gesetzes zur Vcrcrnmchnng des Mila < strafrech 1 s, das ein Dueüberbot für Die Mietete enthält, um zwei Monate auszusetzen. ...

Berlin. Die Deutfßnationalc Reich. tagSfra.tton bat ermn Aillraa zur Revision des Art. 54 der Rcichsveria»ung, in beut Das für die Regierung notwendige Vertrauen des Reichstaas verankert ist. eingebrâ Desgleichen soll neben dem Reichstag eine gleichberechtigte Körper,chast einge­schaltet werden, die nicht aus Wahlen berborgegangen ist.