Zulöaer Anzeiger
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg HTZZZ für Behörden, Senossen"': Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt | i
iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiniiiniuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniin I 0.15, A^ElllNLALlle 0.60 <M, Eei Nechnungs^b^ ; Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstratze f, Telefon Nr. 989 ( lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu rrsol- ;
njiiiimimiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiniHiiiiiiuiiiiiiijiiiiiiHniiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijjiniiiiiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii : gen. Tag- und Platzvorschnften unoerblndlrq. i Nachdruck der mit * versehenen Nrtikelrur mit DueUenangabe: „Fuld. Ünz/' gestattet. ........ ir.in.m.n.irn ii iiimrnmin-trrtrttl
Fulda, Mittwoch, 24. Februar 3. Jahrgang
I Erscheint jeden Werktag. — Bei Lieserungs- ä behinderungen durch „Höhere Gewalt", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. — Druck und Verlag ; von Friedr. Ehrenklau, Lauterbach, Hessen, Mit- : glied des Vereins Deutscher Zeitungsoerleger, r — Postscheck-Konto: Frankfurt a. M. Nr. 5585. i..
Nr. 42 — 1926
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Reichskanzler a. D. Fehrenbach ist in Freiburg im Breisgau schwer erkrankt.
* Der Abgeordnete Wulle verlangte im Preußischen Landtag entweder ein Ermittlungsverfahren gegen sich oder Schutz gegen die durch den Untersuchungsausschuß bekanntgewordenen Behauptungen, er hätte mit den Fememördern in Beziehungen gestanden.
* Die deutsche Handelsbilanz ist auch im Januar wieder aktiv.
* Der französische Ministerpräsident Briand soll der briti- schen Regierung mitgeteilt haben, er sei mit der Herabsetzung der Besatzungstruppen im Rheinland auf 60 000 Mann ein- verstanden.
* Der Papst hat gegen die vom italienischen Staat geplante Novelle zur Kirchengesetzgebung Einspruch erhoben.
Deutsche Kulturnot.
Die Inflation bedeutete nicht nur den finanziellen Untergang eines großen Teiles des Mittelstandes, sondern sie bedeutete auch den Niedergang der besten Teile, der Urquellen unseres Geisteslebens. Ter Verlust ist mindestens ebenso schwer zu tragen als jener andere. Das Hinabsinken breiter Schichten des Mitte.standes in das Proletariat bedeutet nicht nur ein Schmalerwerden jener Quellen, sondern bedeutet ein Versiegen. In dieser Beziehung hat die Geschichtsauffassung recht, welche sagt: Hochstrebendes Geistesleben ist auf die Dauer nur möglich auf der Grundlage finanzieller Unabhängigkeit. Im allgemeinen wie im besonderen. Gewiß kann es im Dasein der Völker Zeiten geben, wo neben äußerer Abhängigkeit oder Versklavung doch innere Freiheit und geistiger Aufschwung besteht; Preußen in der Zeit von 1807 bis 1813 ist ein Beispiel dafür. Und wie es im Leben der Völker geschieht, so auch oft im Dasein des einzelnen. Doch sind das Ausnahmen. Wirtschaftlicher Niedergang und geistigkulturelles Emporkommen haben sich im Laufe der Geschichte immer widersprochen.
Hierin liegt auch für das deutsche Volk eine schwere Gefahr. Denn nach der Inflation kommt jetzt die Zeit, da wir vom Ausland finanziell und wirtschaftlich weitgehend abhängig sind, einen Wiederaufbau unserer zerstörten Wirtschaft immer unter dem Gesichtspunkt und nur soweit erfolgen lassen dürfen, als sie sich in den Dienst des Auslandes stellen muß. Man mag an den Gelehrten Spengler denken, der ja die Kultur für längst in die Zivilisation übergegangen erklärt. Kultur ist Leben, Zivilisation ist Dasein. Und wenn soeben im Reichstag eine große Kundgebung veranstaltet worden ist für Aufrechterhaltung der d e u t s ch e n Kultur, so muß man der Befürchtung Ausdruck geben, daß jene angedeuteten finanziellen Hemmungen stärker sind als alle Wünsche. Es ist ja alles so unsagbar wahr, was der Reichskanzler Dr. Luther in der Sitzung ausführte, daß die Not der Zeit dem geistigen Arbeiter die finanzielle Sicherheit des Schaffens in weitem Maße zerstört hat, daß aber auch weiter Die finanzielle Bewertung der geistigen Arbeit ebenso gelitten hat wie ihre ideelle Wertung. In der allgemeinen Not ist gerade die Not der Freischaffenden die größte. Schon beim Nachwuchs wirkt sich das aus; die freien schönen sorglosen Zeiten des Studententums sind dahin und an ihre Stelle trat das schwerarbeitende Werkstuden- tentum. Aber auch diese finanziellen Hilfsmittel sind versiegt und es bleibt ein frommer Wunsch, wenn der Reichskanzler für unseren Nachwuchs hofft, einmal ansruhcn zu dürfen, einmal die ganze Wirklichkeit geistigen Geschehens in sich aufzunehmen, ohne zu studieren um des B r o t e s willen.
Doch nicht nur die wirtschaftliche Not unserer Zeit spiegelt sich wider in unserem Nachwuchs, sondern auch die geistig-politische, diese vielleicht noch stärker wie jene. Tie innere und äußere politische Not unseres Volkes wird dort manchmal härter und temperamentvoller empfunden wie an anderen Stellen. Unsere Jugend drängt sich zur politischen Betätigung und hierin sieht der Reichskanzler doch ein deutliches Zeichen einer inneren Kraft. Sieht ein deutliches Zeichen auch des Ringens nach Neuem und um das Neue. Und — glaubt daher nicht an den „Untergang des Abendlandes". Nicht in der Kunst, nicht in der Literatur, vor allem nicht in der Wissenschaft. Wir sönnen mit Selbstbewußtsein feststellen, sagte er, daß Deutschland dabei nicht ganz hinten marschiert, sondern ganz vorn sicht. Dr. Luther will Optimist sein, weil dieser Optimismus, dieser rechte Glaube an das Vorwärtskommen dieses Vor- wärtskommen überhaupt erst ermöglicht.
Der Vorsitzende der Versammlung, Dr, O t t o E v e r- ltng, drückte das vielleicht noch drastischer aus: „Haut die Pessimisten!" Auch er glaubt daran und hofft darauf, daß ein Volk, dessen Führerschicht in schlichter Einfachheit und harter Arbeit auswachse, Aussicht habe, das tüchtigste Volk der Erde zu werden.
Polnische Etaalsanwaltschast und Deutscher Bolksbund.
Bcuthen. In einer Mitteilung des polnischen Staatsanwalts über die ostoberschlesische Angelegenheit heißt cs. die Untersuchung richte sich nicht gegen den Deutschen Bolksbund als solchen, weil das rechtlich unmöglich sei; sie werde vielmehr gegen Einzelpersonen geführt, die sich int Auftrage des Bundes zum Schaden des polnischen Staates betätigt bauen. Als Vergehen, die den verhafteten Personen z u r L a st a e • legt werden, werden vom Staatsanwalt angcsührl politische und militärische Spionage. Weitergabe von Informationen an eine fremde Regierung uitb Erleichi -mig der Fahnenflucht. Aus dem bisher noch nicht geordnete, . Material gehe ferner, wie polnischerseits behauptet wird, Hochverrat und Verrat militärischer Geheimnisse hervor.
England gegen weitere Ratssitze.
Vriand für desaßüngsvrrmmdemng?
Nach einer aus Loudon kommenden Mitteilung hätte der französische Ministerpräsident Briand der britischen Negierung sein Einverständnis zu der Herabsetzung der Besatzungstruppen im Rheinland von 75 000 auf 60 000 Mann erklärt. Dazu bemerkt der Londoner „Daily Telegraph": Diese Tatsache erledige die in unbestimmter Form vorgebrachte Idee eines französisch-deutschen Kompromisses, wonach bei Zustimmung Deutschlands zur Gewährung eines ständigen Natsitzcs an Polen Frankreich der vollständigen Räumung der Nhcinlande noch in diesem Jahre zuftiinmen werde.
Im englischen Unterhause fand eine von 400 Abgeordneten besuchte Versammlung des parlamentarischen Völkerbundkomitees statt, in der eine vom Vorsitzenden Sir Ellis Hume William eingebrachte Resolution einstimmig angenommen wurde. In der Resolution heißt es: Das parlamentarische Völkerbundkomitee billige durchaus nicht den Vorschlag, daß die Sonderversammlung des Völkerbundes im März, die nur einberusen worden sei, um D e u t s ch l a n d in den Völkerbund aufzunehmen und ihm einen ständigen Ratsitz zu verleihen, dazu benutzt werde, weitere fundamentale Änderungen in der Zusammensetzung des Raies vorzunehmen.
Das Komitee fei der Meinung, daß jeder weiteren Vergrößerung des Rates schwere Bedenken gegrnüber- stehen, und fordere daher die englische Regierung auf, allen solchen Bestrebungen tatkräftigen Widerstand ent- gegenzusetzen.
Die „Times" schreiben in einem große Beachtung findenden Artikel: „Es ist jetzt sehr schwer und im Hinblick auf einige jüngst auf dem Kontinent gemachte Äußerungen tatsächlich nahezu unmöglich, den Verdacht loszuwerden, daß der Vorschlag, Polen, Spanien und Brasilien im nächsten Monat zu ständigen Mitgliedern des Rates zu machen, auf tz.i.L,.ZchMMg eines Gegengewichtes gegen die Stimme Deutschlands abzielt." Die „Times" bezeichnet einen solchen Plan als töricht und weist auf die Rede Chamberlains hin, in der er sich gegen die Vorstellung wandte, daß im Völkerbundrat ein Gleichgewicht zwischen rivalisierenden Gruppen hergestellt werden müsse.
*
Spanien und Brasilien.
Das Madrider Blatt „Liberal" veröffentlicht eine Unterredung mit dem Außenminister, in der dieser die Blättermeldung dementiert, daß Spanien gegen einen
Die Kirchengesetzgebung in Zialien
Ein Einspruch des Pap st es.
Das dem Vatikan nahestehende Blatt „Osservatore Romano" veröffentlicht ein Handschreiben Pius XI. an den Kardinalstaatssekretär Gaspari, wonach noch einmal ausdrücklich bi Abrede gestellt wird, daß die ttaliemidfe Novelle zur Kirchengesetzgebung durch den Umstand der Teilnahme einiger Prälaten an den Vorbesprechungen die Billigung des Heiligen Stuhls gefunden habe. Es seien im Gegenteil von der Gegenseite aus den Ratschlägen der hinzuqezogcnen Geistlichen nicht die richtigen Schlüsse gezogen worden.
Da dieses Gesetz nunmehr durch das Parlament in Kraft gesetzt werden soll, fühlt sich der Papst zu der Erklärung verpflichtet, daß er das Recht zur Gesetzgebung in einer solchen Sache niemand e i n r ä u m e n könne, wenn nicht vorher entsprechende Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl geführt worden seien. Solche Verhandlungen und Abkommen seien jedoch unmöglich, solange der Heilige Stuhl und der Papst in der ungerechten Lage verbleiben müßten, die man ihnen bereitet habe.
Lebhafte Tätigkeit der Rifleute.
Frankreichs Schwierigkeiten in Marokko.
Nach einer Havasmcldung aus Rabat ist an der gesamten französischen Marokkofront gegenwärtig eine lebhafte Tätigkeit der Rifleute im Gange, die überall H a n d st r c i ch e v e r s u ch c n. Besonders in der Gegend von Rcania und Bcrrabcrin läßt Abd-el-Krnn unablässig angreifen. Die Rifleute verstärken ihre Propaganda besonders in der Gegend des Wergha, wo sic die Stamme, die sich noch nicht unterworfen haben, dazu veranlassen, Die französischen Posten zu überfallen.
Der Korrespondent des „Temps in Rabat wacht in einem Bericht über die allgemeine Lage in Marokko Die französische Öffentlichkeit auf die bestehenden Schwierigkeiten für Frankreich aufmerksam; er schreibt. Abd-el-Krim versteht es gut, die Stämme an sich zu ketten. Er führt ihre Herden und ebenso die für die Ernährung notwendigen Getreidevorräte hinter seine Lmten so daß die Stämme ihm wohl oder übel G e f o l g s ch a N leisten müllen Auch der Ehrgeiz ist ein Motiv, dav verschiedene Stammeshäuptlinge, die von Abd-el-Krims Erfolgen eine Erhöhung ihres Ansehens und ihrer Macht erhoffen, veranlaßt, ihn zu unterstützen. Diese Umstände in Verbindung mit kleinen, unwesentlichen Erfolgen seiner vorgeschobenen Posten geben Abd-el-Krim ständig Propa- g a n d n m ö g l i ch k e i t e n. Und cs ist sehr schwer, die,er Propaganda Einhalt zu gebieten, weil die Agenten des
ständigen Ratsitz Deutschlands im Völkerbünde stimmen würde, wenn Deutschland seinerseits die Erteilung eines ständigen Sitzes an Spanien ablehne. Ter Minister erklärte, die Regierung habe bisher eine solche Entscheidung nicht getroffen. Spanien wache über seine Interessen und verteidige seinen Anspruch auf einen ständigen Sitz im Völkerbundrat, auf den es dank seiner Verdienste ein Anrecht habe.
Nach einer Meldung aus Rio de Janeiro hat der brasilianische Außenminister eine Erklärung abgegeben, in der er Brasiliens Anspruch auf einen ständigen Sitz im Völkerbundrat bekräftigte. Brasilien beabsichtige nicht, Schwierigkeiten zu verursachen, sondern es wünsche lediglich, zur Stärkung des Einflusses des Völkerbundes beizutragen und in diesem Sinne an seinen Arbeiten teilzunehmen. Auch Jugoslawien soll neuerdings nach einem Sitz im Völkerbundrat streben.
Mr Deutschlands Kvlonlalansprücke
In dem Pariser Blatt „Volonte" beschäftigt sich der sozialistische Abgeordnete F o n t a n i e r mit Deutschland und den Kolonialmandaten. Er sagt dabei u. a.: Der Gedanke, einen volkreichen und industriellen Staat wie Deutschland all seiner Kolonien zu berauben, könne natürlich und logisch nur Männern erscheinen, deren Gesinnung von Haß umnebelt sei, wie etwa Clemenceau oder einem Wortführer der englischen Imperialisten, wie es Lloyd George gewesen sei. Dieser Gedanke aber sei, um einen maßvollen Ausdruck zu brauchen ein sicherer Irrtum. Die deutsche Regierung habe unablässig gegen diese Bestimmung des Friedensvertrages protestiert. Die Frage werde nicht durch eine einfache und eindeutige Ablehnung gelöst werden. Wir hoffen, so schreibt Fontanier, daß es den Reaierungen der interessierten Mächte möglich sein wird, Lösungen zu finden, die der Gerechtigkeit mehr entsprechen als die bisherige Lösung.
Grenze der zweiien Bejatzungszone.
Über die Verhandlungen zur Festlegung der Besatzungsgrenze der zweiten Zone erzählt man in Koblenz auf Anfrage beim Reichskommissariat folgendes: Es handelt sich nur um eine Bereisung der Grenze durch die Regulierungskommission, bei der im Einvernehmen mit den örtlichen oeünmen Stellen der tatsächliche Grcnzver- lans, so wie er in Artikel 429 des Versailler Vertrages bestimmt wurde, im Gelände festgelegt werden soll. An der Reise nehmen teil Landrat Heimann als Beauftragter des Reichskommissariats und jè ein Vertreter der drei Besatznngsarmeen.
Rtfsuyrers, mit Sprache und Sitten vertraut, sich über r-ll unauffällig bewegen können. Da ferner die Marokkaner von Natur aus dazu neigen, jede noch so unbedeutende Sache zu übertreiben, so findet diese Propagandatätigkeil Äbd-el-Krim einen fruchtbaren Boden. — Demnach schein sich also die Meldung ans französischer Quelle, die tw einer Rebellion gegen Abd-el-Krim zu berichten wußte, nicht zu bestätigen.
Vertagung des Femeausschuffes.
Geschäftsführer Dr. Tänzler zurückgetreten,
Der Femeausschuß des Preußischen Landtages setzte fein Programm für seine weiteren Tagungen fest Danach sollen in der nächsten Woche noch einige Zeugen vernommen werden, u. a. will der Ausschuß auch nochmals die Zeugen M euer und von Zengen hören. Außerdem soll eine Auskunst darüber eingeholt werden, wann seinerzeit der H a j l b e s e h ! des Reichswehrmini sters gegen Schultz abgelausen war. Zum Schluß erörterte der Ausschuß die Modalitäten, unter denen demnächst im Untersuchungsgefängnis Moabi! der Oberleutnant Schultz und der Feldwebel Klapproth vernommen werden sollen. Hieraus vertagte sich der Ausschuß aus unbestimmte Zeit.
Der bisherige Geschäftsführer des Deutschen Arbeitgeber- Verbandes, Dr. Tänzler, der im Zusammenhang mit den an den Christlichen Landarbeiterverband ausgezahlten Mn Mark eine Rolle gespielt hat, wird am 1. Juli aus feinet bisherigen Stellung a u s s ch e i d e n. Als Rachsolger wird der frühere Regierungspräsident in Marienwerder. Dr, Brauwcil e r, genannt.
preußischer Landtag.
(130. Sitzung.) tt Berlin, 23. Februar.
Nach mehrtägiger Vaxfc begannen heute wieder die Vollsitzungen des Preußischen Landtags.
Erklärung des Bbg. Wulle.
Vor Eintritt in die Tagesordnung gab Abg. Wulle (Völk.), von den Kommunisten mit stürmischen Zurufen „Fememörder" empfangen, eine Erklärung ab, in der es u. a. beißt:
„In der Sitznng des Feme-AuSschuffcS vom 22. Februar ist in geheimer Sitzung ein Schreiben des G r â t t e - L e h d e r verlesen worden, dâs von den ungeheuerlichsten, erlogenste» Behauptungen gegen dciilRcichStagSaSgcordnctcii Kube und mich strotzt. Die Tatsache, daß der Inhalt geheimer Sißungen sofort der Presse bckanntgcmacht wird, femijeidmct am besten den Wert der sogenannten UnttrsuchungSausfcbusse. Nachdem ich mehrmals ersucht habe, entweder gegen mich ein Verfahren einzuleiten oder aber mich gegen diese Gcme»nl,eltcn zu schüücu, bin ich bis zum heutigen Tage ohne Antwort geblieben." _ „
Avg. Körner (VölQ beantragt, den Fall Grütte-Lehoer dem Fèmc-UnlersuSungsausschuß mit wr Prüfung zu über.