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Zulöaer Mzeiger

I Erscheint jeden Werktag. Bei Litserung,» $ behinverunge» durchHöhere Gewalt-, Streik«, ' Uusfperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem ; Bezieher keine Ansprüche. Druck und Bering : von Friedr. Ehreiillau, Lauterbach, Hessen, Mit- k «lieb des Vereins Deutscher Zeitungsverleger, j Postscheck-Konto: Frankfurt a. M. Nr. 5585.

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Fulda- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt iiiimiiHuuiiiiitiiiiiiniuiiimiuiiiiiiiiiiiiiiiiiHiiHiHUJiiHiiniHiHiiiitiiniHiiHiiiiiniiiiiimfiiiiiiiiitniHiiiiiiiinniiiiiHiiinHiBiiiiiiHifiiKiiiiiiHiHtriiiniiiHii Redaktion und Geschüttsstelle: Mühlenstratze L Celessn Nr. 9s9 Illi! illl.U illlUUI UM I UIHHillllHllllttl IIIIIIIII HI JllIHlt Hl IHIIIIIIHHlf IIIIIIIIIII HIHIHI If II IIII II HIHIHI II ItllllltlllflHlililllllt UlliIlHlttlliilllHlllltlUlHilJlllHlllIf IIIII Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit Quellenangabe:Fuld. Unz." gestattet.

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Nr. 57 1926

Fulda, Samstag, 13. März

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Die Locarnomüchle sind in Genf zu einer neuen Beratung zusainmengetreten, um Vorschläge Jur Behebung der Völker- bundkrije cnlgegenzunehi.-.en.

* In Pötterbhndkreisen geht das Gerücht, das; die Völker- bundversammlung auf den Herbst vertagt werden soll, um jetzt alten Schwierigkeiten ans Dem Wege zu gehen.

* Bei Rom wurde vor fünf Wochen eine Leiche gefunden, die jetzt angeblich als die dos durch seinen Mordprozeß be­kannten Rechtsanwalts Start Hau identifiziert wurde.

* Die TalusortS sind durch Kriegsschiffe Tschaugisolins zer­stört worden, wobei zahlreiche Menschen ums Leben tarnen.

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Verwirrung.

Sie sprachen zwar, in der Hauptsache, nur französisch und englisch in der Sensale der VöllcrbnndgemeinsKast am Genfer See, die Staatsmänner und Diplomaten, die Journalisten und Photographen alle, die sich zu dem gro­ßen Schauspiel der seit Jahren unentwegt geforderten Aufnahme Deutschlands in den Bund der Nationen in diesen unfreundlichen Märztagen dort zusammengefunhen haben. Daneben allenfalls ein bißchen italienisch und, wenn es gar nicht anders geht, auch ein ganz klein wenig deutsch. Aber die Sprachenverwirrnng, die unter ihnen ausgebrochen ist, seitdem die deutschen Delegierten mit dem Kanzler an der Spitze vor der Tür des Völkerbundes der Dinge harren, die da kommen sol­len, könnte gar nicht größer fein, wenn sie genötigt wären, sich in fünfzig oder gar in hundert Sprachen zu ver­ständigen.

Der Schwede verstand den Spanier nicht mehr und der Pole nicht den Chinesen, der Schweizer wußte nicht, was der Japaner eigentlich meinte, und kopfschüttelnd fiaunien Holländer und Belgier über das Getöse um sie der, aus dem sie sich gar keinen Bers'zu machen wußten. 'Allenfalls schien eine gewisse Verständigung zwischen ue:Uy^H^ H-"u Äui« soliNi gelungen zu fein; dafür aber müssen sich jene den lebhaften Widerspruch anderer südamerikanischer Bölkerbuudmitglieder gefallen lassen, obwohl doch so sehr auseinander angewiesene Nachbarstaaten keine besonderen Verständigungsschwierigkeiten unter sich haben sollten.

Hatte man es in Genf wirklich nur mit Sprachenver­wirrung zu tun oder lag nicht vielmehr schon eine aus­gemachte Begriffs- und Gedankenverwir- rung vor, die für die Zukunft des Völkerbundes schwere Befürchtungen aussteigen läßt? Kein Zweifel, der Bund hatte eine sehr ernste Probe auf seine Lebensfähigkeit zu bestehen, und es sah recht bald so aus, als sollte er sich dabei äußerst schlecht bewähren. Deutschland würde, wenn hier wieder einmal ein schöner Menschheitstraum end­gültig verschwände, nicht der leidtragende Teil fein, denn es lag, da wir noch außerhalb der streitenden Parteien standen, als der Konflikt zwischen ihnen ausbrach, nicht in unserer Macht, seinen Ausgang nach der einen oder anderen Seite hin zu beeinflussen. Trotzdem aber werden wir uns gegen Versuche zu wehren haben, die Verant­wortung für'diesen Gang der Dinge auf unsere Schultern abzuladen, wie Deutschland ja stets den Sündenbock für alle möalichen und unmöglichen Fehler und Torheiten anderer Seme abgelten muß. Gott sei Dank besteht in diesem Falle volle Einmütigkeit im deutschen Volke darüber, daß die Herren Luther und Stresemann weder etwas versäumt noch irgend etwas verschuldet haben.

*

Auch wenn der berühmte leere Stuhl im Volker- üuudsaale also endlich von seinem seit Jahren vorbestimm- uep Inhaber eingenommen werden sollte niemand wird von dieser Zeremonie, und wenn sie noch so feierlich und noch so stimmungsvoll gestaltet werden sollte, auch nur eine Spur von Freude mit nach Hause nehmen können. Es hat sicli in diesen Tagen gezeigt, daß das Menschliche, das allzu Menschliche an den Männern, die ihre Staaten im Völkerbund zu vertreten haben, genau so haften bleibt, luie es ehedem der Fall tvar, da es noch keinen Völkerbund- palast in Genf gab. Hier läßt sich offenbar die bittere Gewohnheit der Sprachenverwirrung, statt endgültig überwunden zu werden, vielmehr zu einem System aus­bilden, schon jetzt, wo Russen und Amerikaner noch draußen stehen. Die von dieser Stätte und von dieser Vcrsamm- lung alles Heil erwartet haben, wie lange werden sie gegen die erdrückende Wucht der Tatsachen ihre fromme Gläubig­keit noch behaupten können?

*

Der Rat, der sich nicht zu raten weiß, das war die unrühmliche Rolle, in der das von B r i a n d und Chamberlain geleitete Kollegium der Zehn sich vor den Völkern der neuen und der alten Welt bloss stellte. Es ist damit nicht allzusehr aus dem Rahmen hcrausge- salleu, in dem auch sonstige Zeit- und TogeSgrößen von heute die Blöße ihrer Unfähigkeit nur zu deutlich erkennen lassen. Man muß schon andere Regionen des sozialen Lebens aufsnchen, wenn man MännerdcrTat finden tvill, die den Volksgenossen neue Wege zu weisen ver­stehen. Als die zum Beispiel jene verwegenen Einbrecher in Berlin zu nennen wären, die durch eine geschickte Kom- binatiou von Kanoucnschlägen unter einem Hochbahn- viadukt r it Steinwürfen in das gut ausgestattete Schau­fenster eines Juwelierladens der Welt, oder, um nicht zuviel zu behaupten, wenigstens der V c r b v echer w e l t neue, bisher ungeahnte Wirkungsmöglichkeiten erschlossen haben. Wir haben genug phantasicbegabte Burschen innerhalb der Spitzbubenzuust, um sehr bald ans eine reiche Srmbtbarnuidjung dieser funkelnagelneuen Arbeits-

Briands BennittlerrMe.

ZerMlgün ter Rheiapattnrächie.

Prüfung neuer L ö s u u g s in ö g l i ch k e i t e n.

Am Freitag vormittag sind nach kurzer Vorbesprechung zwischen den Telco ionsführern die Rheinpaktmächie wieder zu einer Beratung zusa..unengetreten, die etwa drei Stunden danerte. Über diese Bera'ung wurde folgen« des von den Teilnehmern vereinbarte Kommunique ans­gegeben:

Die Besprechungen zwischen den Vertretern der Signatnrnlächte des Nhei »Paktes wurden Freitag vor­mittag fortgesetzt. Verschiedene Lösungsinöglichleiteu wurden zur Erörterung gestellt. Die Besprechungen wurden dann auf einen noch nicht bestimmten Zeit- Punkt vertagt, um den Beteiligten Gelegenheit zur Prüfung der erörterten Lösungsmöglichkeètcn zu geben.

Die Verlautbarung ist, wie man sieht, sehr allgemein gehalten. Über den Inhalt der Besprechung wird strenges Stillschweigen bewahrt.

Von gutunterrichteter Seite wird mitgeteilt, daß in der Sitzung ein französischer Vorschlag zur Er­örterung stand, der die Erweiterung des Rates auf die Bewilligung eines nichtständigen Ratsttzes beschränken will, und daß von anderer Seite neue Einigungssormelu in Vorschlag gebracht wurden. Diese beziehen sich auf die Einsetzung einer Kommission, der bestimmte Richtlinien gegeben werden in dem Sinne, die Erörterung über die künftigen Ratsitze er, sttzaft in Angriff zu nehmen.

BriandsSsrmmschpTan".

Besorgnisse in L o n d o n.

Inzwischen ist Briand eifrig bemüht, die Gegensätze in &Xf SU überdrüâen. SeinVormgrschpscm" srehr naa, dem »Daily Telegraph" folgendermaßen ans:

1. er wird versuch,.», oie Deutschen dazu zu bringen, sich ohne Verzug zu v:rpstich!en. dir G ruscheid»ng des Völkerbundrates anWnrhm^i;

3. er will den schwedischen Austenmimster überreden, sein Veto gegen eine Erweiterung des Böllerbundrats zurückzuzicheu;

3. er wird einen Druck auf ö.e spanischen und brasili­anischen Vertreter ausübru, um sie zur Zurücknahme ihrer Austriitsdrohungen zu bewegen:

incthoden rechnen zu können, ünd trifft es sich nicht ganz ausgezeichnet, daß diese weithin sichtbar gewordene An­regung gerade in diesen Tagen von Deutschland aus ge« geben wird, da uns der Völkerbund bi feine Arme schließen soll? Könnten wir einen besseren Beweis dafür liefern, daß wir nicht nur von ihm zu nehmen bereit sind, sondern and) etwas zu geben haben, was den anderen Völkern zum Segen gereichen muß? Juwelenraub mit Knalleffekten, vor denen Wiännleiu und Weiblein, bewaff­nete unb unbewaffnete Straßcnpafsanten schleunigst das Weite snchen das war wenigstens einmal eineKultur­tat". deren Sprache allenthalben bestens verstanden werden wird. ~r- Sy.

HaMinde zur Lan^wirischafis'-age.

Tiefgehende Krisis.

Der HanShaltsausschuß des Reichstages beriet den Haushalt des Reichsministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Der Berichter, alter, Abg. Dietrich-Baoen (Dem.), wies auf Die schlechte Lage Der Landwirtschaft hin, sie sei teilweise am Erliegen.

Mangel an Betriebskapital.

Reichsminister Dr. H a s l i n d e führte u. a. aus, die Hauplschwierigleit liege zurzeit nicht, wie in den früheren Jahren, in Der Nahrungsmittelbeschaffung, sondern Darin, daß der Rährstand selbst, Die deutsche Landwirtschaft, trotz intensivster Krastanfwendnng in Den letzten Jahren und trotz Der verhältnismäßig guten Ernte eine tiefgehende Krisis durchmache, Die sich infolge des ungeheuren Drucks und mit Rücksicht auf die besondere Struktur Der landwirt­schaftlichen Erzeugung im Rahmen unserer Gesamtkrisis allmählich wie eine auszehrende Krankheit answirke. Diese Krise Der deutschen Landwirtschaft fei auf zwei Hailptursachen zurückznsühren: Einmal auf den völligen Mangel an Betriebskapital und Die hinzukommende Ver­strickung in eine beängstigende Wcchsclschuld, eine Schuld kurzfristiger Kredite zu meist untragbar hohen Zinssätzen neben Der sonstigen Verschuldung Der Landwirtschaft, die durch Den gewaltigen Steuerdruck und andere bekannten Ursachen vergrößert werde. Dem 'tehc mangelnde Renta­bilität und Unverkäuflichkeit Der Mafsenprodukte (Roggen und Kartoffeln gegenüber. Hilfen von Reich und Staat seien notwendig. Der Jnlandsmarkt müsse gestärkt wer­den. Tie deutsche Gesamtwirtsckmft könne ohne die Wiederherstellung Der Produüionsgrundlagen der heimi­schen Landwirtschaft und deren Rentabilität nicht wiever vorwärtskommeu. T^e Piaßnahmen, die nun die Reichs- -regierung zur Iterierung der Not der Landwirtschaft ergrif­fen habe und weiter durchzuführen gedenke, bewegten sich nach Drei Richtungen; die Hilft müsse einsetzen: 1. von der Kreditseite, 2. von der Absatz- und Rentabilitzits- seite und 3. durch einzelne Hilfs- und Förderungsmaß- nabmen.

4. er wird endlich Graf Skrzynski davon zu liderzeugen suchen, daß Po'.cu nicht mehr als einen zeitweiligen Rat­sitz erhalten könne.

Die Reutertelegramme aus Genf, die bisher stets in einem Tone ruhiger Zuversicht gehalten waren, lauten jetzt sehr pessimistisch und sprech:» davon, daß Die ausgetauchten Hindernisse bisher unüberwindlich erscheinen. In einer Rentermeldung aus Genf heißt es: Chamberlains einziges Ziel ist, die K a t a st r o p h e zu v e r h i u d e r u, die den Völkerbund und Europa bedroht.

Deutschlands unverrückbarer Standpuntt

Wie die Schweizerische Tepeschenagentur meldet, hielten dir deutschen Vertreter bei einer Besprechung mit der französischen Delegation an dem Standpiinkt fest, daß in dieser Session nur Deutschland in den Völkerbund auf» zunehmen sei und das? Deutschland zurzeit keine Ver­sprechungen in bezug auf sein: Zustimmung zu einer späteren Erweiterung des Völkerbundrates abgeben könne. Es sei bereit, die Frage später zu prüfen, könne aber jetzt keine formellen Bedingungen eingehen.

Briand erklärte nach der Besprechnng der gleichen Agentnr zufolge, daß die versöhnende Aktion Frankreichs nach allen Richtungen bin geltend gemacht würde und daß nicht außer acht gelassen werden dürfe, daß der Lo­carnopakt durch Aufnahme Deutschlands in den Völker­bund in Kraft gesetzt werde.

Mikerbundveriagrnrg auf den Herbst?

In Völterbundkreiftn wurde vielfach Die Anschauung geäußert, daß, wenn Bras-Cen und Spanien auf ihrem ablehMnde« Standpunkt weiter verharren, nichts weiter übriKbleibt, iHv Die und alte schwebende« £ > agen auf den Herbst zu vertagen.

(Scharfer Protest Schwelens in Madri-.

Anläßlich einer spanischen Demarche in Stockholm, bei der Die Haltung Der schwedischen Regierung in Der Rat- sr- g: als unfreundlich bezeichnet wurde, ist schwedischer- seiis entschiedener Proicst unter wiederholter Betonung des prinzipiellen Grundes für Die Haltung Der schwedischen Regierung in Madrid erhoben worden.

Nach dem Minister gab Der dcuischnationale Abg Thomsen eine Uebersicht über die Verschuldung der Landwirtschaft, der völkische Abg. Ramin wünschte Aenderung der Handeisvertragspolitik und der kommuni­stische Abg. H ö r n l e bekämpfte die Zollbestrebungen.

AemcausschKß des Preuß. Landtages.

Weitere Vernehmungen.

In Der Donnerstagsitzung des Untersuchungsausschusses wurden von Deutfdfnationaler und demokratischer Seile noch zablreiche Einträge gestellt zur weiteren Ladung von Zeugen. Nach den Anträgen sollen vernommen werden die Herren Laur, Graf Dohna, Fürst Lynar, Graf zu Lynar, Oberleutnant Opper­mann, von Oppen, die Abgg. Mulle, Kube und Leopold, Oberst- leulnanl Ahtemann, Oberleulnant von Senden, Direktor Mi- nour, Rittergutsbesitzer Kähne u. a. Bei der fortgesetzten Ver- «ehmung konnte Buchhalter May von den Slimics-Elnaillier- Werken iiichls Näheres bekunden. RegierungSdireUor Dr. Weiß will sich erst äußern, ob Fememörder durch Die Unterstützung von Jnduftt »'verbänden, Landbund uslv. bedacht worden sind, wenn er weitere Altenstudien gemacht hat. Freitag erklärt Der Zeuge Rcgirrungsrat Dillinger, ihm sei sein einziger Fall bekannt, daß eine bestimmte Person oder eine bestimmte Orga­nisation an Die Schwarze Reichswehr Unterstützungen gegeben hätte. Dem Reichskommissariat sei Die Bezeichnung der Schwarzen Reichswehr alsLandbundsoldaten" oderSlinnes- Soldaten" bckatintgeworden, amtlich liege darüber nichts vor. Das Reichsminifteriuiii habe stets erklärt, es babe mit der Schwarzen Reichswehr nichts zu tun. Nach längerem Hin und Her beschloß der Ausschuß, einen Antrag auf Fortfetzung der Verhandlung in geheimer Sitzung abzmchncn.

Direktor Laux von den Stinncs-Werken,

der im Dezember 1923 Die Werke in Küstrin leitete, sagt aus, er habe Oberleutnant Schulz kennengelernt, als man in Küstrin an einen Polencwsall glaubte und auf Abwehr sann. Er, Laux, habe niemals und ebensowenig Die Firma Sünnes irgendeine Verbindung mit Femrorganisalionen oder Feme­mördern gehabt. Für ihn habe cs sich um eine legale über« ciaismäßlge Truppe gehandelt. Man hätte auch Befürchtungen wegen kommunistischer Unruhen gehegt, deshalb habe er von den zuständigen Behörden Waffen erbeten. Dem Bürgermeister habe er Mitteilung von diesen Waffen in seinem Hanse ge- geoeu. Die Sch tu arte Reichst» eh r ba be er ft na n - fielt unter ft ü y i. Dabei seien 3000^5000 Mark in Frage achmmen. Rach einigen weiteren Äußerungen über Die poli­tische vage ist die Vernehmung des Direktors Laur zuuaLN beendet und es wird der Zeuge W lese n butter vernommen, Der aus Dem Sünnes Werk in Küstrin Leiter der ^ i.terlmt^ wache war. Er gibt über Verhandlungen zwischen t.uir und Schulz Auskunft, über Die Aufstellung Der Siw-erbcuswawe und über Die Schwarte Reick. wc- r. Tic Gerüchte von einem Voleneinfall Hal er nicht ernst genommen. ri Um ranh ic;t, daß die Schwarze Reichswehr eine Verirr. ui:g Der hifu^tveur war. Der Buchhaller Man habe ihm entart, in der Lckavarzen Reichswehr herrsche starke Disziplin. Verräter würdenab« geschrieben" Diese Mitteilung hat her Zeuge mit einem da­mals vo-.gekommene» Wordfall in Verbindung gebracht. T.e Fiih.cr inuötcu davon Bescheid gewußt haben.