Einzelbild herunterladen
 

Zul-aer Mzeiger Tageblatt für Rhön und Vogelsberg 8«löa- und Haunetal * Fuldaer Kreisblatt lllllillllllUIIIIIIUIIIIIHIHIIfUIIUIIIIIIIIIIIIIIllllllllllUIIIIIIHItlHIIUIHUIIIIIIIlllllUllfllllillllHlllllllllUHIIimHlllllllllllltllllllllllllHnmillllllUIIBIIUIllUIIIIIIII Redaktion und Geschäftsstelle: Mühienstrahe I, Telefon Nr. 989 11111U11111111111U1111111111111111 Lt 11111 i 11S11111111111E111111111 i 111111111 i 111! I i 1111111111111111111111111111111 i 11111111111 i 11111111111 i 1111111111111111111111111 i 111 i i I! 11111111111 i 1111 i' 111 i 11 Nachdruck der mit » versehenen Artikel nur mit Quellenangabe:Zuld. 5lnz." geltattet.

i Erscheint jeden Werktag. Bei Lieserung,» r behinderungen durchHöhere Gewalt", Streik«, I Musipetrunqcn, Bahnsperre usw. erwachsen dem I Bezieher keine Ansprüche. Druck und Berlag von Friedr. Ehrentlau, Lauterbach, Hessen, Mit- i glicd des Vereins Deutscher Zeitungsverleger.

Postscheck-Konto: Frankfurt a. M. Nr. 5585.

Der «nzeigenprei, für Behörden, Genossen. : fchasten, Banken usw. beträgt für die Klein» t ieile 0.30, sür auswärtig« Auftraggeber 11.25, für die Neklamezeile 0.90 und alle anderen : 0.15, Neklamezeile 0.60 JC Bei Rechnungsstel- tung hat Zahlung innerhuld 8 Tagen zu erjol» | gen. Tag- und Platzvorschristen unverbindlich, t

Nr. 68 1926 Fulda, Freitag, 26. März 3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Reichspräsident von Hindenburg wird am 7. April sein 60 jähriges Militärjubiläum begehen.

* Der Preußische Landtag lehnte das kommunistische Miß- liaitenëbotum gegen das preußische Staatsmiiiistcrium mit 196 gegen 183 Stimmen ab.

* Aus der Zeche Oberhausen verunglückten im Förderkorb sieben Bergleute tödlich, eine größere Anzahl wurde verletzt.

* 3in Maiteotti-Prozeß wurden die Haupttäter zu längeren Gefängnisstrafen verurteilt. Die Verbüßung des größten Teiles der Strafe wurde ihnen jedoch erlassen.

Stärkung des Znlandsmarltes.

Von einem wirtschaftspolitischen Mitarbeiter wird

uns geschrieben: . _

Tie Rede, die der Reichscrnahrungsnnmster Dr. Haslinde int Reichstag gehalten hat, ist in mehr als einer Beziehung eine gewisse Sensation. Genau tote der Reichswirtschaftsminister Dr. Curtius war er bei seinen toirtfdmftlidien Gedankengängen von der Handelsbilanz ausgegangen, die im Jahre 1925 bekanntlich em Defizit von 4)4 Milliarden Mark ausgewiesen hat. Wahrend nun Dr. Curtius daraus die Schlußfolgerung gezogen hatte, daß das Hauptgewicht unserer Wirtschaftspolitik auf eine möglichst große Stärkung der Ausfuhr zu legen sei, hat der Reèchsernährungsminister sich den größten Passiv­posten dieser Handelsbijanz näher ins Auge gefaßt und will dort den Hebel angesetzt wissen. Das aber ist der Überschuß an Lebensmitt e l e i n f u h r rn einer Höhe von nicht iveniger als 3,6 Milliarden. Unter Zu­hilfenahme von Wissenschaft und Technik wird es sehr wohl möglich sein, daß die SanbtotrticW das Ziel er­reicht, in absehbarer Zeit die Bevölkerung au.- eigener S ch o l l e zu ernähren und dadurch auch die Handelsbilanz günstig zu beeinflussen. Aas ist ein Kiel, bei dessen Erreichung toir völlig unabhängig vom Ausland sind, während einer Steigerung des Export eAc n g n z cm durch die iâstrteueE..t- )y -- ""' >er gesetzt sind, in die wir diesen Export leiten wollen. Die gegensätzliche Anschauung zu Dr. Curtins kommt vielleicht ant besten zum Ausdruck, wo Dr. Haslinde sagt:Die Steigerung des Exports allem wird uns niemals in die Höhe bringen können, wenn wir uns nicht auch der näherliegenden Ausgabe zuwenden, den I n l a n d s m a r k t z u st ä r k e n Ein künstlicher Auf­bau der Volkswirtschaft auf der Basts der Industrie ist

der für die

'""'Deutschland darf und kann lvirtschastsgeographisch auch gar nicht daran denken, eine derartig künstliche Um - si ell n n g vom Agrar - z um ndustr i eft ai at L vollziehen, weil ihm hierfür einfach die Rohstoffbazi'-' fehlt. Nirgends in der Welt vollzieht sich die Entwicklung in denselben Gleisen und so konnte vielleicht England diese Umstellung versuchen, weil es im Besitz der für d e wirtschaftliche Wciterentwicklimg notwendigen Rohstoffe ist, nicht aber Deutschland. Die Starke der Wirtschaft^ Produktion Amerikas, die Höhe seiner technischen Entwick- Umg, vor allem die Möglichkeit dazu liegt auch nlcht twa allein darin, daß Amerika über große industrielle Rohstofs- Produktionsmöglichkeiten verfügt, sondern darin, daß hl die landwirtschaftlichen Rohprodukte die Ernährung bc* Landes nicht nur völlig sichcrstellcn, sondern auch im hohen Prozentsatz für die Ausfuhr verfügbar sind. Das muffen wir in einem natürlich kleineren Maßstabe fein: nicht I ndu strie - oder Agrarstaat, fonbernbet--

^ Das muß übrigens auch seine Auswirkung haben bei den künftigen Handelsverträgen, und der Minister hat mit sehr deutlicher Schärfe betont daß dort die tanMurt- schaft die notwendige Berücksichtigung erfahren und ihr der nötige Z o l l s ch u tz zuteil werden müsse. Die Piene der Agrarprodutte sind aber nun zurzeit in ein ganz un­gesundes Mißverhältnis zu denen der industriellen Pro­dukte geraten und der Minister bat vollkommen recht, wenn er eine Ausheilung dieses Mißverhältnisse- von der Absatzseite her vollzogen wissen will. Das aber steh im innigsten Zusammenhang auf der einerr Seite mit dem Zollschutz, auf der anderen Seite mit der ft r e d i t s r a g e. Die kurzfristigen Kredite, die zudem noch teuer situ, müssen als eine Erdrosselung d e rLa n d w i i t - s ch a f t bezeichnet werden. Sie ist verschuldet, ungeheuer­lich verschuldet, und der Minister rechn« ganz vorsichtig gegenwärtig mit einem Personal- und ^chkredrt in ier Landwirtschaft von mindestens ,'.ebeil ^'biardcn Mark, davon mindestens die Hälfte kurzfristig. fieser uverichul- dung mit kurzfristigem Kredit sott durch Einstellung ang- fristiger Kredite von Staats wegen entgegengearbeitet werden. Ein deutschnationaler Antrag wurde in der gleichen Rcichstagssitzuug angenommen, wonach sie Reichsregierung im Verein mit den Landern Maßnahmen treffen soll, um die zur Fortführung und Erhaltung der Wirtschaft eingegangenen Wcchielverblndlichkelten der Landwirtschaft in langfristige Kredite zu mäßigem r.ms- ' fuß umzuwandeln. Der Minister stellte fest, daß eine Steigerung der Preise der Agrarprodukte durchaus nidit zu einer Preissteigerung im Kleinhandel zu führen brauche, lind er rührt damit an das springende Problem der allzu groß gewordenen Spanne zwischen Erzeuger- und Bcr- braucherpreis, ein Problem, an dessen Bewältigung schon seit Jahren gearbeitet wird.

Me ReiihWsWdheitSWche Kommt!

Die Aufgaben

Der Reichspostminißer

vor dem Reichstag.

(186. Sitzung.) CB. Berlin, 25. März.

Nach Beendigung der Aussprache über den Haushali »es R e i ch s m i n i st e r i u m s für Ernährung und Land- Wirtschaft wurde der Haushalt vom Reichstag genehmigt. , Die 19. Ergänzung des Besoldungsgesetzes, die die R c u< aufstellnng des Ortsklassenverzeichnisses spätestens bis zum I. April 1928 vorschreibt, wurde in allen drei Lesungen angenommen, ebenso das Gesetz zur ctnb.it lichen Regelung des Wohnungsgeldzuschusses. Der Gesetzeut- Wurs zur Aufhebung des S t a a t s g e r i ch l s h o s e s z u m Schutze der Republik wurde dem Rechtsausschuß über- Wiesen. Der Vorsitzende dieses Ausschusses, Abg. Dr. Kahl (D. BP.) erklärte dazu, die Beratung würde so beschleunigt werden,- daß die Vorlage noch vor der Osterpause erledigt werden könne

Aach der Erledigung eines Restes des Verkehrselats ging das Haus zur zweiten Beratung des

Haushalts deS Reichspostministeriums und der Reichsdruckerei über.

Reichspostminister Dr. Stingl erklärte, daß für die näch­sten Jahre ein wcitschauendcs Wirtschasts- und Verkehi-Spro- gramm ausgestellt werde. Das Ziel sei der großzügige Ausbau aller V e r k c h r s e i n r i ch l u n g e n und die Schaffung aller nur irgend möglichen und finanziell trag­baren Verkehrserlcichterungen. Im Mai solle eine besondere Wirtschaftstagiing im Reichspostministerium stattsinden zur Aussprache mit führenden Wirtschaftlern und Wirtschasts- vrganisationen. Die Reichspost habe mit Parteipolitik nichts zu tun, sie stehe nicht im Dienste einzelner Parteien, Konfes­sionen oder Wirtschaftsrichtungen, sondern arbeite für d i e V o l k s g e s a »i t b e i t. Das gelte auch für die Pcr- sonalpalitik. Da müsse für Auswahl, Beschäftigung und Be­förderung ausschlaggebend sein: Befähigung, Tüchtigkeit, Zu­verlässigkeit, Ehrlichkeit, Treue zu Volk und Reich. Die Post müsse größte Eigenwirtschaft anstreben, da sie mit Pfennige» rechnen müsse. Der vom HauShaltsausschuß vorgenommenen Heraufsetzung der P v st a b l i e s e r u n g an das Reim von 20 aus 70 Millionen wolle er nicht widersprechen, weil die Post ja mit einer Anleihe von 150 Millionen rechnen könne. Das P o st p c r s o n a l verdiene für seine pflicht­eifrige Tätigkeit Dank und Anerkennung. Es solle alles getan werden, um seine Arbeitsbedingungen günstig zu ge­stalten. Für Wohnungsfürsorgc, Tuberkulosebekämpsung und für sonstige Wohlfahrtseinrichtungen seien erhebliche Mittel ausgeworfen.

Abg. Seppel (Soz.) nannte den Minister einen Feind des Achtstundentages, weil er den Urlaub verkürzen, aber Die Dienststundenzahl und die Bestellbezirke vergrößern wolle. Bei den Beförderungen würde an manchen Stellen über eine Bevorzugung von Monarchisten geklagt.

Abg. Bruhn !Dtn.) begrüßte die Verbesserung des Be­stelldienstes in den Großstädten. Auf dem Lande aber liege es dabei noch sehr im argen Der rigorose Abba n der P o st a g e n t u r e n habe die Verhältniße weiter verschlech­tert. Die Fernsprechgebühren sollten ermäßigt werden. Der Rundfunk habe fidi alänzend entwickelt.

Dr. Schackl über deutsche KolonialpoM.

Ein Vortrag in Der Deutschen Kolonialgcsellschaji.

Fn einer Sitzung der Teutschen Kolonialgcsellschail, Die anläßlich ocs Al jährigen Fnbiläums Der Abteilung Berlin- Charlattenburg Der Kolonialgesellsebajt stattfand. Hielt Reichs- bankpräsident Dr. Schacht einen Vortrag, in dem er betonte, daß in Deutschland ohne koloniale Betätigung eine gesunde Wirtschaft und Währung nicht ansrecktznerhalten sei.

Er wies darauf hin. daß auch auf kolonialem Gebiet Der Versailler Vertrag einen Bruch der einst von Wilson gegebe­nen Zusagen bedeute; Denn Deutschland habe in Der kurzen Zeit seiner kolonialen Ausbreitung den Beweis erbracht, daß cs alle Vorbedingungen, die für die Übertragung von Kolonialmandawn gefordert werden, erfüllen könne. Di- wirtschaftliche Lage der hochindustrialisierten Länder Euro- pas fordere gebieterisch Die Erschließung neuer Rohstoss- nuellen. Das gelte ganz besonders für Dentschlanv, das nur dann imstande fein werde, seinen internationalen Verpflich­tungen aus dein Dawes-Plan nachzukommen. wenn feine Produktionsmittel und Arbeitskräfte aus Gewinnung von Nahrungsmitteln uno Rohstoffen hingelenki werden. Auch die

Auswaudcrungsfragc

könne in dem übervölkerten Deutschland nur durch Erschlie­ßung überseeischer Ansiedlungsgebiete gelöst ivervcii. Dr. Schacht sieht die Möglichkeit für Deutschland, bald wieder aus eine koloniale Bahn zu kommen, in Der Gründung großer privilegierter Privatgesellschaften unter Be­teiligung ves internationalen Kapitals Er schloß mit der Bekundung feiner Zuversicht, daß auch in Der Kolonialsrage die wirtschaftliche und politische Vernunft schließlich über Den Widersinn der Zwangsverträge den Sieg davontragen werde.

Der Kampf um ba? Steuerwmpromlß.

11 IN s a tz - und Ha u s ; i N s ft c ii e r.

Jin Stcucrausschust des Reichstages lunrbc Die all gemeine Aussprache über das Steucrkoinprotnih fortge­setzt. Im Verlaufe der Debatte erklärte Rcichsfinauz- minister Dr. Reinhold u. a.:Ich halte eine Umsatz­steuer von 0,75 % für unerträglich und wir müssen alles tun, um diese Steuer zu senkn, sowie Die finanzielle Lage cs ermöglicht, damit wir auf dem Weltmarkt unsere Konkurrcnzfähigkeit steigern.

Ein dentschnationalcr Antrag auf Herabsetzung der HauszinSsteucr auf 20 % wurde von feiten der Regie­rung-für undurchführbar bezeichnet, da die-F i n.a n z e n der L ä n d c r hierdurch erschüttert und alle schon fertigen Etats hierdurch in Unordnung gebracht werden würden.

der Reichspost.

Abg. Allckotte $ir.i bestritt, daß die Beamten Der mitt­leren Besoldungsgruppen denen der unteren Besoldungs­gruppen gegenüber ungerecht bevorzugt seien. Am Post- sinanzgcsetz müßte festgehalktzn werden. Der Redner trat Daun für die Sonntagsruhe auch der P o st b e a in t e n ein.

Abg Morath lD. Vp.) zog aus der jetzigen Wirifchajts- lage der Post den Schluß, daß das ReichSpostsinanzgesetz sich bewährt habe. Es sei zu begrüßen, daß die Post als erste Rcichèanstali ihre werbenden Anlagen aus Auleiheu decken »volle Dabei wäre eine Ausländsanleihe >edoch zweckmäßiger als eine Inlandsanleihe. Beim Fernsprechwesen (ebne feine Partei den Gedanken ab, den Vielsprechern Gebuhren- crlcichternug zuungunsten der Wenigsprecher zu gewähren

Abg. Torglcr lKoinm.) verlangte eine Herabsetzung der Fernsprechgebühren, damit der Fernsprecher nicht nur für dm Besitzenden reserviert bleibe. Das Progrumm der Rundiuul- stunde biete den Arbeitern nichts. ..

Abg. Raschig <Dem.) betonte, Die Briefbestellung lasse viel zu wünschen übrig. In den Postämtern müsse man vor den Schaltern in langen Schlangen oft so lange wegen Marken stehen, bis einem der alte K l ap pH ornver s cinfiele: »Zwei Knaben gingen aus die Post, der eine so lange märten maßt, bis daß der andere weißen Haares zu Grab ihn trug, so war es." lHeilerkeii.I JmTclc- gra m m verkehr könnte eine wirksame Verbilligung die Einnahme durch Steigerung des Verkehrs wesentlich er­höben.

Abg. Raschig (Tem., sortsahrend): Im Fernsprechverkehr sel das Bestehen der Einzelgesprächsgebühren für manche Gc- schâste unerträglich. Ein besserer Weg wäre cs, wenn man die Gesprächsgebühren auf die Halste ermäßigte und dafür noch 5 bis 10 Mark Pauschgebübr nähme.

Abg. Mollath (Wirtsch. Vgg.) wandte sich gegen eine liberschnßwirtschaft bei der Post, die sich aus zu hohe Tarife stütze. Die Preissenkung sollte endlich auch bei der Post durchgeführt werden, vor alleni bei den .Fernsprechgebühren. Der Redner beschwerte sich dann darüber, daß die Beamteu- fonfumbereinc sich oft zu einer unerträglichen Konkurrenz für den Kleinhandel ausgewachsen hätten.

Abg Henning lVölk.i sprach dem Minister das Vertrauen seiner Freunde aus und erklärte sich mit dem Stiftern der Reichsp ostv crma!!'' na muv .erstanden

Abg. Steinfopf «Soz.i verlangte eine gründliche Reiorm des Reichspostsiuaniaesehes mit hm Ziele, stärkere Kontroll­organe dem jetzt absoluten Minister an die Seite zu setzen.

?lba. Harmony (TtnJ begründete eine Entschließung, worin Die Regierung ersucht wird. Die noch nicht in die Kartei eingetragenen SodtbeffanbSbeamt'm. soweit sie sich utr Wiedcr- cinstellunfl gemeldet haben, auf ihre Eignung nochmals nach- zuprnfen und sie im Falle der Eignung wieder einziistcllen. Abg. PnsschI lSoz.) wünschi" eine Beteiligung des Reiches an hm Überschüssen des Rundfunks.

Reichspostministcr Dr. Stingl ging aus verschiedene Ein­zelanregungen der Redner ausführlicher ein und erklärte n a.. daß das Schicksal der W a r t e g e l d c in v s ä n g e r der Verwaltung sehr am Herzen läge, daß sie aber an die früheren R"ichstaasbeschlösse gebunden sei. Die Gebühren für den Fernsprecher seien seinerzeit im Einvernehmen mit praktischen Männern aus der Wirtschaft festgesetzt wor­den. Einen besonderen Rundsunksender allein den Arbeitern zur Vl-rs^oung zu stellen, sei bei dem ganzen Charakter deS Rundfunks unmöalich.

Vettranensvolum für Ministerium Vraun

Prerchischcr Landtag.

llâ Sitzung.) tt. Berlin. 25 März.

Nachdem sich Der Landtag kurz mit Der Frage eines Unr­und Ausbaues des Berliner Staatlichen Opernhauses be­schäftigt hatte, ging das Haus zu Abstimmungen über.

Beim Haushalt des Staatsminisieriuins unv des t - nisterprasi den ten finden u. a. Annahme Die Anträge ans Einrichtnng einer Vertretung Preußens in den Hansestädten mit dem Sitz in Hamburg, sowie aus Ein- Wirkung auf die Reichsregierung, daß sie durch Verhandlun­gen mit Den Besatzungsmächten die baldige

Herabsetzung Der Besatzungstruppen

aus die zugesichcrtc Stärke von etwa 50 000 Mann '," cr- rcichcn versucht. Ablehnung sand u. a. der Demofrauiche un- trag, das Staatëminiftcrium zu ersuchen, die Teilnahme an Der V e r s a s > u n g s s e i e r allen abkömmliche» Be- amten als Dienstpflicht aufzuerlegen. Auch Der Antrag her Kommunist-» oer Die Locarno- und VöUerbunDpolttu her Reichsregierung ablchni und den Weg für ein enges Bünh- nig mit Sowjcirußland freimachen will, wird abgelebnt. ^>ir Teile Dieses Antrages stimmten auch Die Deutschuanou nc». Äbgelebni wurde auch her kommunistische Antrag, dem Lano- tag Den Vergleichsvorschlag für eine Abfindung her jioben foltern zur Kenntnis zu bringen und jede nv-:.<e Zahlung des Preußischen Staats an Die Hohenzollcrn einzu- fteßeu. Über den kommunistischen Antlitz, wonach Der

Landtag Dem StaatSminifkriunt das Vertrauen entzieht, wird namentlich abgeftimmt. Adg. Graef (Dm.) erklärt, roß seine Fraktion für den Antrag sei. Der Antrag wird mit 183 Stimmen Der Rechtsparteien und Der Kommunisten gegen 196 Stimmen der übrigen Parteien bei vier Entr Bungen abgelebtt.

Der Landtag bewillime schließlich, zur Debatte über Das Berliner Opernhaus zurücklehtend, für den Umbau Des Opernhauses eine Million, nachdem ein Zentrumsantrag am Zurückverweisung an den Ausschuß und Erlaß eines Pre'saii.- schreibens avaelchnt worden war. . s,

Das Haus ging dann zur drillen Beratung der £ au- z i » s st c u c r über. -

nwrfdwaaSinSu'd;^ «T. SS si S"^

"ir Verküauna gestellt werden sollen und wonach zur t v.,m m ic uiw privater Heide- und Moorlandercicit S S tot Verfügung gestellten

Betrag von R6 Millionen weitere 4,35 Millionen Reichsmark bcrcitgeftcHt werden sollen.