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Müaer /lnzeiger

Erscheint seöen Werttag Bei Lleferungsbe- hknSerungen durchhöhere Gewalt", Streik», Aussperrungen, Bahnsperre usw.erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche Rotationsdruck und Verlag: Friedrich Threnklau, Lauterbach, Hessen, Mitglieo des Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Postscheck-Konto: Frankfurt am Main Nr. 5585.

Nr. 10 L 1926

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

ZulSa- und Haunetal Zulöaer Kreisblatt

ReSaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zerafprech-Inschluß Nr. 984

Nachöruck 6er mit * versehenen Artikel nur mit chuettenangab» »FulSaer finzeiger'gestattrt.

Rulba, Donnerstag, 6. Mai

Rnzelgenprels: Für Behörden, Genoffenschaß. ten,Banken usw. beträgt die Kleinzetie 0.30 Ulf., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezelle 0.60 Mark » Bei Rechnung-stel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen »Tag. und Platzvorscheyten unverbindlich.

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Die durch eine geplante Verordnung des Reichspräsiden» ten und der Reichsregierung erneut akut gewordene Flaggen­frage scheint sich zu einer innerpolitischen Krist zu entwickeln.

* Der Vorstand des Allgemeinen deutschen Gewerkschafts­bundes und der Vorstand des Bergarbeiterverbandes haben beschlossen, einen Transport deutscher Kohle nach englischen Häfen zu unterbinden.

* Der Briefträger Preuß in Ratzeburg tötete zuerst sein« Frau und seine drei Kinder, dann beging er Selbstmord.

* Amundsens PolschiffStege: ist von Leningrad nach Spitzbergen abgefolgen.

Das deutsche Eigentum in Amerika.

Ei n Ersatz für die Mills - Bill.

Nach einer Meldung desJourüal of Commerce" wird der Haushaltsausschuß des Repräsentantenhauses mit der Beratung eines neuen Planes zur raschen Lösung der Frage des deutschen Eigentums beginnen. Der Plan wird im Ausschuß von dem Abgeordneten Newton dar- gelegt werden. Er beruht auf einer leichten Änderung des Wortlautes der Miüs-Bill, sieht jedoch die Zahlung eines Teiles der von der Gemischten Kommission für die Entschädigungsansprüche anerkannten F irde- rungen aus den in Händen des Schatzamtes r'. / des Transferagenten für die Reparationen befindlichen deutsch e n Guthaben vor. Der Rest der Ansprüche soll in Zertifikaten des Schatzamtes gezahlt werden, zu deren Deckung ein besonderer Fonds aus den noch zu er» wartenden Reparationszahlungen gebildet werden würde.

Oeuischer Reichstag.

(194. Sitzung)) 08. Berlin, 8. Mai.

Auf der Tagesordnung steht der mündliche Bericht bei Rechrsausschlchcs über die sozialdemokratischen und logt* munistischen Anträge aus vollständige Aufhebung des

AusnahmezustantXS th Bayern.

Der Rechtsausschutz empfiehlt die Ablehnung beider Anträge und beantragt die Annahme einer Entschließung, worin die Reichsregierung ersucht wird, so schnell wie '< 'glich den Ent­wurf zur Errichtung eines Rcichsveri altungsge- r i ch t s h 0 s e s vorzulegen, um für Streitigkeiten, die t« einzelnen Ländern über die Verletzung von staatsbürgerlichen, auf der Reichsversaffung begründeten Rechten durch Maß­nahmen der Verwaltungsbehörden entstehen, einen geordneten Rechtsweg einzurichten. Der Ausschuß hat sich auf den Stand­punkt gestellt, daß cs nicht Sache des Reiches, sondern der Landesgesetzgebung sei, ausnahmerechtliche Verordnungen der Landesregierung auszuheben.

Der Berichterstatter, Abg. Hampe (Wirtsch. Vgg.), wieS darauf hin, daß durch die Aufhebung des bayerischen Aus­nahmezustandes die Anträge der Sozialdemokraten und der Kommunisten gegenstandslos geworden seien. Er beantragte deshalb für seine Person Erledigung der beiden Anträge durch Übergang zur Tagesordnung.

Abg. Buchmann (Komm.) führte aus, daß trotz der for­malen Aufhebung des Ausnahmezustandes die bayerische Polizeiregierung verfassungswidrig nach wie vor alle kom­munistischen und oppositionellen Versammlungen und Kund­gebungen verbiete.

Abg. Frick (Nationalsoz.) meinte, der bayerische Aus­nahmezustand sei zwar aufgehoben, aber die rechts- und ver­fassungswidrige Unterdrückung der Vereins- und Versamm­lungsfreiheit werde von der bayerischen Regierung fortgesetzt. Der Rcichsinnenminister sollte darüber wachen, daß die Reichsversassung auch in Bayern beachtet wird. Gegen solche Verfaffungsbrüchc müsse der Rechtsweg ossettstehen.

Annahme des Wohnungsheimftâtten-Antrages.

Die Wciterberatung wurde jetzt unterbrochen durch die Abstimmung über die Entschlietzung und den Antrag zu der gestrigen Bydenreformdebatte. Die Entschließung, worin die Regierung um einen umfassenben WohnuNgsbauplnn ersucht wird, wurde einstimmig angenommen. In namentlicher Ab­stimmung wurde mit 237 gegen 141 Stimmen und 33 Stimm- cuthaltungc» der demokratische Antrag angenommen, der die Regierung um schleunige Vorlage eines Wohnungsheim- stättengrsetzcs im Sinne des bodenrcformerischcn Entwurfes des Ständigen Beirates ersucht.

Dafür haben geschlossen gestimmt die Kommunisten, Sozialdemokraten, Demokraten und das Zentrum. Geschlossen dagegen stimmte die Wirtschaftliche Vereinigung. Die übrigen Fraktionen stimmten geteilt. Bei den Deutschnatio- nalen und der Deutschen Volkspartei stimmte die Mehrheit dageger

len.

errn

_ Sn Fortsetzung der Bayerndebatte meinte der Abg. Sänger (Soz.), die bayerischen Verstöße gegen Verfassung und Vereinsrecht gingen zurück aus das Regime des H

v. Kahr. Dieser Herr sei heute der oberste Vcrwaltungsrichtcr des Freistaates Bayern. Ein Beamter, der des Hochverrates überführt und deswegen rechtskräftig verurteilt sei, der aber trotzdem noch aktiver Staatsbeamter des Freistaates Bayern sein dürfe, sei nur in Bayern möglich:

.. Nach Ausführungen des Abg. Stöcker (Komm.) wurden die Anträge der Kommunisten und der Sozialdemokraten durch Übergang zur Tagesordnung erledigt und die Entschließung des Ausschusses angenommen.

Abg. Dr. Wegmann (Ztr.) berichtete üb.cr die Beratungen Nechtsausschufses zur Frage einer Milderung der §§ 218, 219 und 220 des Strafgesetzbuches, zum Abtreibungsparagra- Pyen Der Ausschuß hat einen sozialdemokratischen Antrag avgelehiu unb' einen neuen § 218 beantragt, der einige Mildc- ru"^ 6er bisherigen Bestimmungen bringt.

, . sog. Frau Arning (Soz.) tritt für den ursprünglichen '^demokratischen Antrag ein. , .

B"rch '(Din.) meinte, wenn der Vorschlag des Aus- ''Zs^^ Gesetz würde, hätte man mit einer maßlosen Zu- ahme der Abtrctbnirgen .zu rechnen.

f*İ? CrmirlC ^b feine gartet den Aus-

Englands Regierung bleibt fest.

Mßelolh des er,allsten SMchkHmks.

Ausschreitungen der Aus ständigen.

Der Generalstreik in England nimmt seinen Fort­gang, wenngleich es auch den Angestellten der Verkehrs- gcscllschaftcn nicht gelungen zu sein scheint, den Verkehr durch ihren Streik völlig lahmzulegen. Sowohl der Ver­kehr in der Londoner City als auch der Eisenbahnverkehr in der Provinz konnte in beschränktem Maße wieder in Betrieb gesetzt werden. Für die Bedienung der ver­schiedenen Verkehrsmittel stehen vor allem Studenten zur Verfügung. Verschiedentlich ist es bereits zu Aus­schreitungen Streikender gekommen, die sich namentlich gegen die Führer der verschiedenen Fahrzeuge wenden. In Newcastle wurde die Haltung der Menge gegenüber den Omnibusführern so drohend, daß diese ihre Wagen im Stiche ließen. Ein Torpedobootszerstörer und ein Unterseeboot haben sich in die Nähe von Newcastle begeben.

Die englische Negierung gibt während der Streik­dauer ein amtliches Organ, dieBritish Gazette", heraus, die sich, scheinbar offiziös inspiriert, an leitender Stelle mit dem Generalstreik beschäftigt. Die Zeitung nennt den Streik eine direkte Bedrohung der Staats- f 0 r m und kündigt an, das? irgendeine Verhandlung von feiten der Regierung nicht möglich fei, solange der Gc- werkschafMongreß nicht die Generalstreikparole zurück- ziche. Dies sei eine Vorbedingung für jedes Verhandeln.

Wie es heißt, rechnet man in politischen Kreisen Londons mit einer längeren Streikdauer, trotzdem, wie schon jetzt ersichtlich, der englischen Wirtschaft täalich

Abg. Dr. Kahl (D, Vp.) führte aus, ztpeistllos lägen schwere soziale Mißstände vor, aber die bisherigen Mittel zu ihrer Beseitigung seien nicht die richtigen, sondern Staat und Gesellschaft müßten äusgleichend. und helfend etngreifen.

Nachdem auch Abg. Frau Lüders (Dew.) ihre ZustiM- muüg zum ANsfchußantrag gegeben hatte, vertagte sich das Haus auf Donnerstag.

Politische Rundschau.

Deutsches Reich

Preußen und die Große Koalition.

Zur Frage des Eintritts der Deutschen Volkspartei in die preußische Regierung wird aus parlamentarischen Kreisen des Preußischen Landtages bekannt, daß zurzeit nicht damit zu rechnen ist, daß eine Änderung des bestehen­den Zustandes eintritt. Jedenfalls wird durch die preußische Slaatsregiernng eine Aufforderung an die Deutsche Volkspartei nicht ergehen. Andererseits dürfte die Deutsche Volkspartei nicht geneigt sein, ihrerseits die Initiative zu ergreifen. . .

Eröffnung der Pädagogischen Akademie in Kiel.

Im Rahmen der Eröffnungsfeiern der drei versuchs­weise für das preußische Staatsgebiet errichteten» pava- gpgischen Akademie» erhielt die Kieler Akademie in An­wesenheit von Vertretern der Staats-, Provinzial- uud städtischen Behörden, der Lehrerschaft sowie zahlreicher geladener Gäste ihre Weihe. Der Minister für Kunst, Wissenschaft und Volksbildung, Professor Dr. Becker, hielt die Festrede, in der er auf den Zweck und das Ziel der neuen Lehrerausbildung einging. Nicht nur durch äußere organische Form, sonbern durch inneren Ausbau der Bildung müßten, so führte Dr. Becker aus, die sozialen Gegensätze überbrückt werben. Durch Schaffung der päda­gogischen Akademien wird das preußische Lehrerbildungs- Wesen auf eine ganz neue Grundlage gestellt, wie sie durch die deutsche Geistesentwickluug bedingt ist. Der Volksschullehrer soll nicht nur Bildner ber Jugend, son­dern V 0 l k s b ildner sein.

Aus Zu- und Ausland

Berlin. Reichspräsident von Hindenburg ist von seiner Hamburger Reise wieder hier eingetroffen. Der Reichspräsi­dent wird voraussichtlich int Juni ber Gesolei in Düsseldorf einen Besuch abstatten.

Berlin. Im Fcmeausschnß des Preußischen Landtages wurde ber deutschnationale SanbtagSabgeorbnetc Jahnke über seine Beziehungen zu femcmorbbcrbädjtigen Personen vernom­men. J a b n k e erklärte, er habe mit Oberleutnant Schulz nie über Fememorde gesprochen und auch nicht an Sitzungen tcil- genommen, in betten btc Beseitigung bzw. Ermordung der Minister Dr. Stresemann und Severing beschloss erworben fei.

Berlin. Hier hat der Austausch der RatifikaMnsurkiindcn des deutsch-litauischen W i r t s ch a f t s a b k 0 >n m e n s vom 1. Juni 1923 stattgesundcn. Unmittelbar nach Inkraft­treten des Abkommens werben neue Verhandlungen über ein neues Zoll- und Tarifabkommen zwischen Deutschland und Litairen beginnen.

München. Die Leiche des Gesandten Dr. Pfeiffer wird nach ber im .Südfricdhof erfolgten feierlichen Aussegnung nach Speyer übergeführt werden, wo voraussichtlich am Freitag die Beisetzung im Familiengrab stattfindet. Bei dem Bruder des Verstorbenen, dem Generalsekretär der Bäuerischen Volkspartei in München, sind zahlreiche Bcilcidskundgebungen einge- gäntzcy.. -

Paris. Eine Verfügung des Ministeriums des Innern untersagt für das am kommenden Sonntag ftattfinbcnbe Na - t i n n a I f c ff zu Ehren der Jungfrau von Orleans in Paris alle öffentlichen Umzüge.

immenser Schaden zugefugt wird. Nach Berechnungen, deren Grundlage der 14wöchige Bergarbeiterstreik von 1921 bildete, kostet der Generalstreik täglich drei bis vier Millionen Pfund. Diese Kosten dürften sich jedoch in den nächsten Tagen auf sechs bis acht Millionen erhöhen.

Keine deutschen Kohlen für England.

Die Freien Gewerkschaften und der englische Generalstreik

In einer gemeinsamen Konferenz, die der Vorstand des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes mit den Vorständen des Bergarbeiterverbandes, des Ber­kehrsbundes, des Einheitsverbandes der Eisenbahner Deutschlands und des Allgemeinen Freien Angestellten bundes in Berlin abhiclt, wurde die Frage der Unter­stützung der englischen Arbeiter in ihrein gegenwärtigen Kampf eingehend erörtert. Die Konferenz war der ein­mütigen Auffassung, daß von feiten der deutschen Gewerk­schaften alles getan werden müsse, die englischen Gewerk­schaften bei der Durchführung des Kampfes zu unter­stützen. Die Konferenz beschloß einstimmig, durch die beteiligten Organisationen die Bebunkerung englischer Schiffe in deutschen Häfen zu verweigern sowie die An­musterung deutschen Personals für englische Schiffe zu verhindern und in jeder Weise dahin zu wirken, daß ein Transport deutscher Kohle nach englischen Häfen unter­bleibt. Die beteiligten Organisationen haben bereits die erforderlichen Maßnahmen eingelcitet.

Auch von den sozialistisch eingestellten Gewerkschaften in anderen Ländern sind den streikenden englischen Ar­beitern Sympathiekundgebungen zugegangen. So haben sich Arbeiterverbände in Österreich, Frankreich, Amerika und Südafrika zunächst für die moralische Unterstützung der Streikenden ausgesprochen.

Kuiisker-prozeß.

Die gefälschten We ch s j l, für die Staatsbank.-

§ Berlin, 5. Mai.

In der Kutisker-Verhandlung wurde zunächst der Schwager' des angeklagten Michael Holzmann, Dr. Walter Klopfer, als Zeuge gehört. Auf Befragen des Vorsitzenden schilderte er, wie er am 18. Februar 1925 gemeinsam mit feiner »rau im Polizeipräsidium war und wie im Zimmer des Kom­missars Grünberg, Kutisker fen., Max Kutisker, Gerber, Sall- mannsohn, Boris, Tovbini, Glim und noch verschiedene andere Personen vernommen wurden. Er selbst mußte auf dem Korri­dor warten und plötzlich sei Elim mit hochrotem Kopf aus dem Zimmer herqusgestürzt gekommen, habe beibt Hände gegen den Kopf gepreßt und in höchster Erregung gerufen:Warum hatte Rollmann bloß gesagt, daß ich Wechsel gefälscht habe, woher weiß er das nur!" Etwa 10 bis 14 Tage später hat Elim dann bei mir angerufen und mich um eine Unterredung gebeten. Ich bestellte ihn abends unl-8 Ubr zu mir und fragte ihn noch ironisch, ob er jetzt von seiner Auslandsreise zurück- gekehrt sei. Elim sagte darauf: Ich bin gar nicht geflohen, ich bin im amtlichen Auftrage für Kutisker in einer eiligen Sache in Paris gewesen. Er zeigte mir auch ein kleines Schreiben mit dem Kopf: .Der Polizeipräsident von Berlin, das Kommissar Grünberg unterschrieben haben sollte, nub aus dem hervor­ging, daß er beauftragt war, den Zeugen Minzer in einer eiligen Hastsache nach-Berlin zu bringen. Er erzählte weiter, Kutisker habe ihm gesagt, die Sache mit den Wechseln fei nicht mehr schlimm, und schließlich kam er mit seinem eigenen Anliegen hervor und bat mich, dem Verteidiger Holzmanns zu sagen, Holzman» möchte von gewissen Wechseln nicht mehr sprechen. Er sagte ausdrücklich, bie Wechsel haben die Ku- liskcrs der Staatsbank zur Deckung gegeben. Ich fragte ihn, wieso er den Plural gebrauche, und er antwortete: Der alle Kutisker und sein Sohn Alerander. Ich habe noch, so fuhr der Zeuge fort, mich gewundert, daß Alexander Kutisker, der doch gar nicht großjährig ist, schon in diese Angelegenheit ver­wickelt war, und Elim sagte mir: Alexander ist doch der Haupt- leiter der Wechselnmtauschafsäre. Glim erzählte mir weiter, daß Kutisker über sehr große Beziehungen verfügte. Bors.: Sie haben doch früher gesagt, er habe vie Direktoren dcrStaats- bmik in der Hand.

Kongresse und Versammlungen.

k. Kongreß für innere Mission und Diakonie in Amster­dam. Der Kontinentale Verband für innere Mission und Diakonie wird vom 31. Mai bis 4. Juni einen Kongreß ab« halten, auf dem 11 verschiedene europäische Länder vertreten i fein werden. Bekannte Persönlichkeiten werden das Wort ergreifen, u. a. Professor Karl Barth-Münster. Die Vorbe­reitungen für den Kongreß sind bereits in vollem Gange. Dieser wird unter dem Patronat ber Königinmutter Emma stattfinden. Er wird ein umfassendes Programm zu behandeln haben. Für den Kongreß ist. ein besonderes Ehrenkomitee gebildet worden, dem u. a. der Ministerpräsident Dr. de Geer und der Bürgermeister von Amsterdam, de Vlugt, angchören. Der Vorstand des Verbandes besteht zurzeit aus den Herren Professor Dr. Seeberg-Berlin, Dr. Centerwald-Upsala, Dr. Norcl-Amsterdain und Dr. Füllkrug-Berliit.

Die amerikanischen Hotelbesitzer in Köln.

Köln. Die hier eingetroffenen amerikanischen Hotelbcytzer unternghmcn Rundfahrten durch die Stadt, die den Gästen im großen Saal des Gürzenichs ein Frühstück gab, zu dem auch hervorragende Persönlichkeiten von Handel und Industrie und Vertreter der Presse geladen waren. Namens der Stadt hieß Oberbürgermeister Adenauer die anicrikaiiischen Gaste herzlich willkommen als die Träger der Industrie, die wie keine andere die Völker verbinde. Der zweite Vorsitzende des ameri« konischen Hotelbcsitzcrverbandes Thierney dankte in herzlichen Worten für die Begrüßung. Nach dem Frühstück brachte ein Sonderzug die Amerikaner nach Boppard, van wo sie mit hont neuen Rheindampfer .Rheinlland' nach Mainz weiter« fuhren.