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Möaer /lnzeiger

Erscheint störn Werttag vti Lkftrvngsbe- Hinderungen öurchhöhere Gewalt", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperr« usw.erwachsen Sem Bezieher keine Ansprüche »Rotationsdruck und Verlag: Friedrich Ehrenklau, Lauterbach, Hessen, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsverleger. Postscheck-Konto: Frankfurt am Main Nr. 5585.

Tageblatt Mr Rhön und Vogelsberg

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Nr. 114 1926

Fulda, Samstag, 22. Mai

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

Die Reichsregierung beabsichtigt, bei den Befatzungs- ,»ächten einen neuen Schritt wegen der Räumung des besetzten Gebietes zu unternehmen.

* Der Überschuß der deutschen Ausfuhr gegenüber der Ein­fuhr hat sich im April stark vermindert. Im März betrug der Überschuß 278 Millionen Reichsmark, im April nur noch 53 Millionen.

* Die Zahl der Toten bei dem Haslocher Explosionsunglück beträgt nach den letzten Feststellungen 11.

* Nach einer amtlichen Nachricht aus Madrid haben Fran­zosen und Spanier erhebliche Erfolge gegen die Rifkabylen er­rungen. Abd-el-Krim soll sich auf der Flucht befinden.

Pfingsten.

Wo sind die Zeiten hin, da man mit Recht von dem lieblichen" Fest sprach und sprechen konnte, das uns in der Natur die Wende zwischen Frühling und Sommer kennzeichnet und dessen religiöser Gehalt in der biblischen Erzählung von der Ausgießung des heiligen Geistes einen so sehr erhebenden, so sehr Hoffnungsflohe,« und be­geisternden Ausdruck gefunden hat. Vielleicht, daß wir in der Rückerinnerung unwillkürlich friihere Feiertagser- lebuisse mit einem Glanz umkleiden, der ihnen in Wirk­lichkeit nicht oder nicht in dem Maße anhaftete, wie es uns heute scheinen will. Aber daß heute bei vielen keine rechte Feststimmung aufkommen will und kann unter dem Einfluß der allgemeinen Unrast, von der so ziemlich die ganze Welt erfüllt ist, wer kann das wohl leugnen?

Nicht, weil z. B. in Berlin und Düsseldorf große politische Kundgebungen sich scharf gegenüberstehender Organisationen bevorstehen was das betrifft, so kann man sich ja darauf berufen, daß wir Pfingsten stets und ständig mit Kongressen aller Art beglückt worden sind, die bald unter diesem, bald unter jenem Zeichen ihre mehr Mcr weniger nutzbringende Arbeit verrichtete»,. Und wenn es auch einen Unterschied macht, ob etwa die Lehrer und Lehrerinnen, die Sozialwissenfchaftler und andere akademische Berufe und Berufsstände zusammenkommrn und unter dem Wesen des heiligen Geistes die Mensch­heit ein Stück vorwärtszubringen suchen oder ob unter Aufpflanzung von Parteibannern debattiert wird, dirfeurigen Zungen" gehören nun einmal zum Pfingst­fest, und auch der Geist, der stets verneinen möchte, kann zuweilen sogar wider Willen Gutes stiften. Aber wo soll dieHeiligkeit" gotterfüllter Gesinnung Herkommen in dieser anfcheinend ganz und gar den Elementen des Hasses und der Zwietracht, der Unbrüderlichkeit und der krassen Genußsucht ausgelieferten Zeit?

In Genf ist die vorbereitende Abrüstungskonferenz des Völkerbundes versammelt, aber der deutsche Dele­gierte muß, nach tagelangem Hin und Her der Meinun­gen, zu seiner aufrichtigen Betrübnis feststellen, daß man sich immer nur darüber unterhalten zu wollen scheint, wie die Abrüstung zu verhindern sei, und nicht darüber, wie mit ihr endlich, nachdem Deutschland sein Rüstkleid bis zu völliger Schutzlosigkeit jeglichem feindlichen An­griff gegenüber abgelegt hat, auch bei den übrigen Völ­kern irgendein Anfang gemacht werden könnte. Oder soll etwa in England Pfingststimmnng möglich sein, nachdem die Arbeiterinassen eben erst knirschend zur Ar­beit zurückgekehrt sind und die Volksgemeinschaft den achttägigen Generalstreik mit einem Lehrgeld von rund 600 Millionen Mark bezahlen mußte? Und gar erst das arme Frankreich, das seine ehemals so ungemein stabile Währung immer tiefer in den Abgrund hinunler­rutschen sieht, zum Entzücken aller uns hinreichend be­kannten Hyänen des Devisenschlachtfeldes, für die wieder einmal die Zeit neuer Ernte gekommen ist. Der deutsche Frühlingsreisende, der sich zu Italien noch nicht wieder entschließen konnte, er genoß diesmal an der französischen Riviera, in Cannes unb Nizza, köstliche Tage und war doch nicht imstande, sein deutsches Geld aufzubrauchen, soviel Frankschätze wurden ihm damals schon, in der ersten Hälfte des wunderschönen Monats Mai, für seine paar Reichsmark ausgehändigt. Und was ist seitdem noch aus der französischen Währung geworden? Und gar erst aus der polnischen, die Herr Grabski gerade vor Jahresfrist so heldenhaft stabilisiert hatte! , Wird es ihnen, den Polen wie den Franzosen, eine heilsame Lehre sein, daß auch das schönste Schutz- und Trutzbündnis zur Sicherung unrechtmäßig erworbener Kriegsbeute seine zwei Seiten hat? Daß es die beiden Parteien nicht nur im Glück, sondern auch im Unglück zusammenschmiedet, unb daß ein Militärputsch wie in Polen eine sehr zwei­schneidige Angelegenheit ist, von der man wohl weiß, wie sie anfangen soll, aber niemand absehen kann, wie sie enden wird? Allenthalben Enttäuschung unb Erbit­terung, mühseliges Herumflicken an durchbrochenen Däm­men, ermattetes Zurücksinken auf Klippen und Sand­bänke, die jede freie Ausfahrt auf hohe See versperre««.

*

u n d t r 0 tz d e M, in der augenblicklichen Verwirrung der Geister ist ganz bestimmt nicht der Vorsehung letzte Weisheit umschlossen. Man braucht nicht soweit zu gehen, um in diesem Rückschlag von geordneteren, von trieb» volleren Zuständen zu einem fast allgemeinen Durchein­ander und Gegeneinander eine planmäßige Methodik des Schicksals zu erblicken, das die Menschheit eben erst richtig wifmachen wolle für die Würdigung der idealen Ziele, me ihr ja wohl gesteckt sind. Aber nicht wahr, je weiter ver^Abstand, desto größer die Sehnsucht? Und ist sie heute uch noch vielfach Mrschüttet unter der Sorgenlast der einen, der hemmungslosen Ungebundenheit der anderen.

Abd - el - Krim

Sie Frsnt der MmMn durchdroHen.

Französisch-spanische Erfolge i«Marokko

Die neue Marokko-Offensive hat, wenn man den aus Paris und Madrid kommenden Zeitungsnachrichten Glau­ben schenken darf, den französisch-spanischen Truppen großen Erfolg gebracht. Die Truppen befestigen jetzt die eroberten Stellungen und organisieren die Verbindung nach rückwärts, damit der Munitions- und Verpflegungs­nachschub glatt vonstatten geht.

Im Zentrum der Front, in der Gegend des Djebel Tammt, ist die Front der R i f t r u p p e n durch­brochen und die politische Grenze zwischen dem fran­zösischen und dem spanischen Schutzgebiet erreicht. Im östlichen Frontabschnitt haben die Franzosen den Rckor- fluß südwestlich von Sut-el-Arba de Tanrirt überschritten und sich an dem Westufer des Flusses festgesetzt. Die rechts von ihnen voraehendcn spanischen Truppen haben

kommt die Zeit, da sie sich durchzwängt unter den Oua- dern, die sie umklammert halten, und da die Seelen sich dann wieder dem Lichte zuwenden, das von oben kommt, /rls der allein seligmachcndeu Quelle allen Menschenglücks auf Erden. Hat vielfach noch ein mehr unheiliger als hei­liger Geist die Gewalt über Denken und Fühlen der Völker, wir brauchen deswegen die Hoffnung nicht aufzu- yeben, daß uns bald wieder einmal ein echtes Pfingstfest beschieden sein wird, wie wir es nötig haben, wenn wir nicht uniergeyen wollen in Finsternis und SelbstzersthrunA! .Dr. Sy.

Weiter Förderung des preisadbmie-.

Die Wirtschaftskrise überwunden.

Im Reichsrat »nachte R-ichswirtschaftsminister Dr. Curtius Ausführungen zu bau Entwurf eines Gesetzes zur Förderung deS Preisabbaues. Der Gesetzentwurf will, wie der Minister hervorhob, das im Sommer 1925 begonnene Gesundungswerk fortsetzen und hat zum Ziele, die Sicherheit des Wirtschaftsverkehrs zu fördern und der Gesundung entgegenftehrnde Hemmungen in erster Linie durch Herstellung des freien Marktes beseitigen zu helfen. Tie Regierung ist der Auffassung, daß als unerläßliche Voraussetzung für den Wiederaufstieg Deutschlands und zur Erleichterung des Kriegsablaufs die Hemmungen beseitigt werden müsse»,, die der Selbstheilung durch die wirtschaftlichen Eigenkräsie noch entgegenstcheu. Sie ist daher bereit, jcde geciguctc Matznahmez «er - greifen, um die Wirtschaft tunt übermässigen Prersbe» lastunarn zu befreien und dadurch gerade euch die ge­sunden Kräfte in ihrer Lebensfühègkeit zu stärken. Heute hat die Krise hier und da ihre Tiefpunkteberelts überschritten. -

Der Minister legte dann eine Reihe von Vorschlägen für die weitere Behandlung des Entwurfes eines Preis- abbaugesetzes unter Beriicksichligung der Wirtschaftslage vor. Sic betreffen: Vergleich zur Abwendung des Kon­kurses; Maßnahmen gegen Ringbildung; Abänderung ber Karteüverordnung und Abänderung der Gewerbeordnung.

Seotfthe Opfer für ZrstâA

Von Rittmeister a. D. W i l h e l m v. T r 0 t h a -Haleirsee.

Wieder tauchen an den verschiedensten Orten, be­sonders in den Großstädten, den Industriezentren und and) auf dem Lande Werber für die französische Frcm- denlegion auf. Es ist grundfalsch, zu glauben, daß Die deutsche Arbeitslosigkeit viele Deutsche von selbst der Legion zufübrt unb in die Arme treibt. Warum hat denn Frankreich seinen Werbefonds dauernd um Hun­derte von Millionen erhöht? Im Gegenteil soll man sich jeden, der mit leicht zu fühlender Sachkenntnis diese Werbearbeit und das Vorhandensein von Werbern und Werberinnen ablehni, etwas genauer be­trachten.

Das marokkanische Unternehmen hat uns insofern einen kleinen Nutzen gebracht, als in den Gefechten viele aus Deutschland stammenden Legionäre ivegen Verwun­dung und damit dauernder Dienstunfähigkeit entlassen Werder« mußten, die zum Teil heimgekehrt uns sehr wert­volle Aufschlüsse über die Legion gegeben haben, so daß man sich so ziemlich ein lückenloses Bild von den Zustän­den in der Legion machen kann.

Zurzeit hat die Legion eine Stärke von rund 30 000 Mann. Vor« diesen sind etwa 20 000 Mann Deutsche! Die Verlustziffern an allen Abgängen hält sich auf der bisher allgemein bekanntgewordenen Höhe von 80 auf 100 M a n n !

Einen, rührigen deutschen Arbeitersekretär war cs gelungen, aber erst, nachdem ich ihn auf die Werber und ihre Arbeit in Berlin aufmerksam gemacht hatre, ein paar abgebaute und entlassene Schupobeamte vor der Abreise nach Saarlouis zu bewahren, die dortArbeit angenommen" hatten! Dieseharmlose Arbeit" wäre in der Fremdenlegion ab^ufeisten gewesen. An. öcrc Leute hatten die Arbeit anamommcu und fuhren von

auf der Flucht. eine lose Bcrdnidung durch Kavallerie mit den filbimj von Ajdir eingesetzten Verbänden hergrstellt, und zwar an dem Zusammenfluss des Rckor mit d m Beni Zinne. Durch diese konzentrische Bewegung stehen mehrere der haui-tzächli! sten Stämme Abd-cl-Krims in Gefahr, um» Singen zu werden.

Abd el Krim solltu s''N eigenen Stamm«, den Beni Uriaghel, verlassen u..^ u.U sie Jamilie nach Aordwesten ß< flohen und in Silk-el Aeba dc-Suada im Gebiete d r Beni Steff angekommeu sein. Liese Flucht soll bei den Rifstämmen großen Eindruck gemacht Haber«.

Wie dieVolonte" mitteilt, verhandelt der Direktor für marokkanische Angelegenheiten im französischen Anßen- ministcrium, Ponsot, in Madrid mit der spanischen Regie­rung, um ein gemeinsames Friedensprogramm aufzustellcn, das den Stämmen des Rifs auferlegt wer­den soll, sobald die Ergebnisse der Offensive ihre völlige Unterwerfung herbeigeführt haben. Das Blatt fügt hin- zu, man müsse wünschen, daß bei neuen Friedensverhand­lungen, die vielleicht bald eingeleitet werden könnten, die Beendigung des marokkanischen Krieges nicht wieder durchMißverständnisse" verhindert wird.

Berlin nach Lothringen ab.In Metz," so schildert cin.r dieserArbeitsleute" in einem Brief,empfingen uns französische Soldaten und quartierten uns in Kasematten eines Forts ept" Er schreibt bann über die Art seiner Anwerbung »vörtlich:Schon am zweiten Tage mußten wir antreien. Wir luurben nun einem französischen Kommandanten vorgesührt, welcher jeden rinzelnen einem Verhör unterzogen. Dann wurde uns der Pakt zur Unterschriftsleiftung vorgelegi. Derselbe befinnb ans zwei Kontrakten, mouon einer so auf dem anderen lag, daß man auf dem untersten nur noch einen Plâtz zur Unterschrift frei hatte. Über den Inhalt, der in französischer Sprache war, sagte man uns nur, daß wirfür Frankreich" bestimmt wären. Zu den dann Abgefertigten" sagte man dann:Nun seid ihr Sol­daten, da hat man zu tun, was man von einem ver­langt." . . . Als sich Leute dieser Art widersetzten, stieß man sie ins Kasemattengcsängnis. Ein anderes Bild zeigt der Brief eines Frcindenlegionärs, der inironi­sierender" Form seinen Eintritt in die Legion schildert. Er ist dem Schnaps zum Opfer gefallen. Wer aber hintec den ironisch gehaltenen Ton mit sehendem geistigen Auge blickt, der erkennt die seelische Verzweiflung und hört, wie auch in der Kompagnie von 200 Mairn IGO Deutsche sind! Ein Auszug davon:

Abgangsort: 50 Meilen hinter Algier. Datum deS Poststempels. Meme Herren Kollegen von damals! Zu­vor: Liberté, Égalité Hurra! Ich bin mit Leib und Seele Soldat geworden. Es ist möglich, daß es im Suff geschah ... Die Gegend ist herrlich. Weder Bäume noch Menschenwohnungen stören das Landschaftsbild, das durchaus aus Sand gebildet ist . . . A!an bat, Sand überall, vor sich, hinter sich, unter sich, in den Stiefeln, in den Augen usw. . . Und wie vielseitig das Leben hier ist! In meiner Kompagnie haben wir zwei Portugiesen, drei Russen, fünf Spanier, vier Mongolen, zwe« Neger, einen Perser, drei Italiener, sieben Eirgländer, eine.« Finnlappen und neun, die überhaupt nicht wissen, wo sie her sind und die auch so ausschen. Der Bernhard Bülow hat für die Deutschen ein Plätzchen an der Sonne gewünscht. O, der Schüchterling! Hier gibt's überhaupt keinen Schatten! Hier könnt ihrVorwärtskominen" unb sei es nur durch einen kräftigen Kolben st i n s Kreuz! Laßt euch auch keine Märchen aufbmden, bas hier 50 Prozent ins Gras beißen. Es gibt hier gar kein Gras. Bloß Sand! Also seht ihr schon, wie sie lügen und verleumden. Hier könnt ihr leben, wie ihr wollt, auch vegetarisch. Um so leichter, als es kein Fleisch hier gibt. Wir machen aus Kaktussen ein vortreffliches Gemme. Wenn man erst den Gaumen an die Stacheln gewöhnt hat, mundet's vortrefflich. Todesarten gibt es nur einen den Heldentod. Er ist hier billig tote Brombeeren. Hierherzukommen kostet nur eine Fahr­karte bis zu den Vogesen. Für den Schnaps, die Weiter­reise und den Heldentod fommt Frankreich auf! usw. Ji« diesem Sinne euer getreuer Trömel."

Und da gehe»« noch törichte deutsche Männer»« hin! Deshalb: Deutsche Frauen, warnt und behütet alle deut­schen Männer und Jünglinge vor der Freindenlegion!

Wulte und Grüüe-Lehöer.

Nachklänge jum Feincu>«tersuchungsausschuß.

Gegenüber den Beschuldigungen, die im Untersuchungsaus­schuß des Preußischen Landtages aegen den Abgeorvnctei» Wulle erhoben worden sind, veröffentlicht dieser eine Erklärung, nach der er, Wulle, Grütte-Lehder zum erstenmal geseben hat, als dieser, der seinerzeit seinen Vertreter, den Oberstleutnant außer Dienst Ahlemann, ausgesucht hatte, mit der Mitteilung kam, ein angeblicher Oberleutnant a. D. Müller fei wahrschein­lich ein Spitzel und habe Unterschlagungen begangen. Er, Wulle, und Kube hätten Grültc anstandslos einen Ausweis gegeben, um gegen diesen Defraudanten vorgehen zu können. Das sei die einzige Unterredung gewesen, die Wulle seines Wissens mit Grütte-Lehder gehabt habe und die bei seiner knappen Zeit nur wenige Minuten gedauert hätte. Einige Zeit später sei ihm vorgeschlagen worden, Grütte-Lehder mit Organisation Sorbetten in Vorpommern zu be­trauen, wofür er einen Ausweis ebenso anstandsl s gegeben habe wie vcelen hundert anderen Leuten, da ihm nichts Nach­teiliges über Grütte Lchdcr bekannt gewesen wäre. Dau « hätte Mutze »Ms uichr von jenem gehört.