Kulöaer /lnzeiger
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-rr. 126 — 1926
Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg
Zul-a- unö Haunetal ♦ Zulöaer Kreisblatt
Re-aktia« und VefchästssteUe: Mühleastrab« 1 ♦ Zernfprech-finschluß Sr.-W
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Fulda, Montag, 7. Juni
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3. Jahrgang
Streit um Dr. Dorpmüller.
Sr. dorWüller Leiter brrReichsbahn
Noch keine Entscheiduna der Reicksreaieruua.
Bom Bcrwaltungsrat der Reichsbahngesellschaft ist der bisherige stellvertretende Generaldirektor, Dr. Dorpmüller, als Nachfolger Oesers zum Generaldirektor der Deutschen Neichsbahngesellschast gewählt worden. Als Grund für diese schnell crfol»t« Neuwahl wurde bekannt- gegeben, daß die Lage des Unternehmens die sofortige Neuregelung der Leitung erfordert. Dorpmüllers Nachfolger wird der bisherige Direktorder Personalabteilung, Dr. Weirauch. Die Wahl must noch durch den Neichspräsideu- ten bestätigt werden.
Nach der Wahl Dr.Dorp- müllers Hist ein Streit darüber entstanden, ob das Reichskabinett bzw. her Kanzler von der Whhl Dorpmüllers vorher unterrichtet war. Diese Meinungsverschiedenheiten ' scheinen sich dahin aufzuklären,daß zwar der Reichskanzler gestern nachmittag unmittelbar vor der Ka
binettssitzung durch ein Mitglied des Verwaltungsrats persönlich von der Absicht des Verwaltungsrats unterrichtet worden ist, daß aber das Kabinett als solches keine Kenntnis von der geplanten Wahl gehabt hat. Aus diesem Anlaß hat auch der Staatssekretär der Reichskanzlei dem der . Schreiben übermittelt, in dem mitgeteilt wird, daß das Reichskabinett von der dyrch den Verwaltungsrat vorge- nommenen Wahl des neuen Generaldirektors Kenntnis genommen hat. Die Reichsregierung, so heißt es weiter in dem Schreiben, die nicht in die Lage versetzt worden ist, vor erfolgter Wahl zu den für die Nachfolge in Frage kommenden Persönlichkeiten irgendwie Stellung zu nehmen, muß sich ihre Entscheidung Vorbehalten. Sie wird sich erst, nachdem der verstorbene Generaldirektor seine letzte Ruhe gefunden hat, mit der Angelegenheit beschäftigen.
*
Dr. Dorpmüllers Werdegang.
Dr. Dorpmüller wurde ahr 24. Juli 1869 in Elberfeld geboren, besuchte das Gymnasium und dje Technische Hochschule in Aachen und wurde 1898 Negierungsbaumeister. Bis 1907 war er in der Preußischen Eistnbahnverwaltuug tätig, längere Zeit im Eisenbahndirektionskezirk Saarbrücken. Im Jahre 7907 ging er zur Schantungeiseubahu nach Tsingtau und Würbe bald darauf Chefingenieur der kaiserlich-chinesischen Staatsbahnen. Unter seiner Leitung wurden hervorragende Baünbanten in China ausgefnbrt. Er wurde bald der Leiter des gesamten chinesischen Bahnwesens. Das. chinesische Bahn- ivefen leitete er elf Jahre lan^ bis zum Eintritt Chinas in den Weltkrieg im Jahre 1917. Im Jahre 1918 gelang es-ihm auf einer a b e n t e u c r l i ch e n 8 l u ch t, sich durch die Mandschurei, Sibirien und Rußland nach Deutschland durchzu- schlagen. Sofort nach seiner Ankunft wurde er zur.Organisation der Transkaukasischen Bahnen nach Tiflis geschickt, wo -er bis Kriegsende wirkte. In den darauffolgenden Jahren war er als Oberbaurat Dezeriünt bei den Eisenbahndirek- tionen Essen und Stettin. 192È wurde er Prastdent der Reichsbahndirektion in Oppeln. Im September 1924 wurde er Präsident der Eisenbahndirektion in Essen. Als Eisenbahn- sachverständiger nahm er an den Beratungen über das Daives-Gu lachten in London und Paris teil. Am 1. Juli 1925 wurde er stellvertrÄender Generaldirektor der Deutsches Reichsbahngesellschaft. Wegen seiner Verdienste um das deutsche und ausländische Eisenbahnwesen ernannte ihn im Dezember 1925 die Technische Hochschule in Aachen rum Dr.-Jng. ehrenhalber.
Der Reichseisenbahndirektor.
Durch dep Tod des Reichseisenbahndirektors Oeser und die bereits geschehene PZahl seines Nachfolgers werden die Aufgaben diefes wichtigen Postens wie die Wünsche, die sich an ihn knüpfen, wieder besonders in den Vordergrund gerückt.
Preußischer Eisenbahnryinister zu sein, war früher, da diese Bahn an die SÜ0 Millionen Mark Überschüsse brachte, der Betrieb tadellos funktionierte und es so gut wie gar keine Perkehrskonkurrenz anderer Art gab, eine durchaus nicht unangenehme Sache. Aber jetzt, Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft . . . ! Er steht zwischen den Eutenteforderungen, die auf höchstmögliche Einnahmen drängen, und den Protesten der hart bedrängten deutschen Wirtschaft, die unter den Tariferhöhungen und -lasten ächzt. Die letzten Monate haben leider die Einnahmen der Reichsbahn so weit herabgedrückt, daß aus den aufgesammelten Überschüssen der Vormonate die Reparationszahlungen ausgefüllt werden wußten.
Die also notgedrungen „fiskalistische* Politik der Reichsbahn bringt den Generaldirektor aber auch von der sozialpolitischen Seite her itts Gedränge. Die fortdauernden Lohn- und Arbeitskonflikte innerhalb der Reichsbahn. Überall soll — und muß — gespart werden. Ob es aber 'mmer in der richtigen Art geschieht, bleibt umstritten. Und der neue Generaldirektor steht in den kommenden "^hren ja vor der unlösbar erscheinenden Aufgabe, di«
schnell emporsteigenden, 1928/29 nicht weniger als 1050 Millionen betragenden Reparatiousverpflichtungen her- auszuwirrschaften, obwohl die Aufbringung der jetzigen 590 Millionen schon Mühe genug macht. Außerdem besitzt die Reichsbahn längst nicht mehr das Verkehrsmonopol; das A 11 t 0 macht ihr eine überaus empfindliche, finanziell sehr fühlbare Konkurrenz. Eine rasche Modernisierung des Betriebes, die erhebliche Ersparnisse veranlassen könnte, etwa eine Umstellung aus elektrischen Betrieb, ist schon deswegen unmöglich,' weil sie nur durch die laufenden Einnahmen bewerkstelligt werden könnte; denn die Eisenbahn ist ja durch ihre Obligationenschuld von zwei Milliarden und die Begebung von elf Milliarden Stammaktien in die Hände der Entente derart stark belastet, daß sie neue Anleihen kaum oder nur in sehr geringem Maßstab aufneh- men kann.
Dem Generaldirektor sind also die Ellenbogen ziemlich eng zusammengeschnürt; nach einer Richtung hin hat er allerdings Bewegungsfreiheit: der Reichstag hat ihm praktisch nichts mehr zu sagen, kann nur — durch den Verkehrsausschuß und die Regierung — Wünsche geltend -machen. Denn die Reichsbahn ist ja. zur Privatfirma mit öffentlichen Rechten geworden. Die Oberleitung hat der Verwaltungsrat von zehn Mitgliedern, der auch, wie das jetzt geschehen ist, den Generaldirektor ernennt. Unter feiner Aussicht steht der Vorstand, d. h. der Generaldirektor Und mehrere Direktoren; alle sind auf drei Jahre ernannt, und die Wahl des Generaldirektors, der also nur dem Verwaltungsrat verantwortlich ist, bedarf der Bestätigung durch den Reichspräsidenten: abgesetzt werden kann er atsch nur durch den Verwaltungsrat. iSr gehört aber nicht dein Verwaltungsrat an.
j Personell wird der Reichsbghndirektor nun eingeengt durch die Tätigkeit des Treuhänders, der die für die Ententegläubiger einkommenden Zahlungen verwaltet, und durch den Eisenbahnkommissar, den man als eine.Art eijepbayntechnischeu Sachverständigen des Treuhänders bezeichnen kann, der aber sofort zum absoluten Beherrscher der Deutschen Reichsbahn wird, wenn die Zahlungen auf Grund des Dawes-Plans nicht mehr geleistet werden können. Er tritt dann an die Stelle des Generaldirektors. Das Reich seinerseits hat nur das Recht, die Bilanz, also die Gewinn- und Verlustrechnung der Eisenbahngesellschaft, nächzuprüfen und außerdem noch einen gewissen Einfluß auf die Tarifgebarung. Aber leider keinen entscheidenden. Und doch ist zu wünschen, daß die deutsche Wirtschaft durch ein Entgegenkommen in der Tarifgestal- tung so unterstützt wird, wie das angesichts unserer schweren wirtschaftlichen Notlage erforderlich ist. Es muß berücksichtigt werden, daß die Eisenbahn als Verkehrâ- instrnment auf Gedeih und Verderb vom Ergehen der Wirtschaft abhängig ist. Fiir die Erhaltung der Absatz- fähigkeit im Ausland sind aber die Tarife von ganz gewaltiger Bedeutung.
Der neue Generaldirektor wird es nicht leicht haben, so zu wirtschaften, daß er den Zahlungsverpflichtungen gerecht wird, daß aber vor allem die deutschen wirtschaftlichen Bedürfnisse gebührende Berücksichtigung finden.
Zu her1 verschiedentlich besprochenen Wahl Dr. Dorpmüllers zu Oesers Nachfolger erklärt die Verwaltung der Reichsbahn, die Wahl sei ordnungsmäßig erfolgt. Die Verwaltung sagt weiter, daß sowohl der Reichskanzler als auch der R < i ch s v e r k e h r s m i n i st e r von der beabsichtigten Wahl Dorpmüllers verständigt worden seien. Der Jn- -batt des veröffentlichten Schreibens des Reichskabinetts an oen Generaldirektor werde die nächste Sitzung des Verwaltungsrates beschäftigen.
preußischer Landtag.
(178. Sitzung.) it. Berlin, 5. Juni.
Das Haus überwies ohne Aussprache einen Antrag Moericke (Komm.) über die Hergabe von Waldweiden für die Kleinbauern, Arbeiter und Handwerker in Groß-Heidekrug (Kreis Königsberg) der AnSschußberatung und setzte sodann die zweite Lesung des Haushalts des
Finanzministeriums
bei der Einzelberatung fort. Bei den laufenden Einnahmen nahm das Wort Finanzminister Dr. Höpler-Aschoff, um Aus- sührungen des Abg. Dr. von Brehmer (Völk.), die dieser in Bückeburg gehalten hat, richtigzustelleit. Seine Ausführungen über die Finanzlage Preußens seien von A bis Z unrichtig. Die preußischen Finanzverhältnisse seien durchans gesund. Besonders seien die Ausführungen über die Verpfändung des Bodenbesitzes unrichtig. _ ,
Abg. Barteld (Dem.) schilderte die Pensionslasten durch den verlorenen Krieg. Dafür könne man die Regierung nicht verantwortlich machen. Der Pensionsetat könnte z. B. verändert werden dadurch, daß abgebaute Beamte wieder eingestellt werden, um Wartegelder zu sparen.
Abg. Casper (Komm.) wendet sich gegen die Konkurrenz der sich in großer Not befindlichen Zivilmusiker durch Beamte.
In der weiteren Aussprache werden Beamtenwünsche vor- getragen. Damit ist die zweite Beratung des Haushalts des Finanzministeriums bis auf die Abstimmungen, die am Diens- tag vorgenommen werden sollen, erledigt.
Es folgt die zweite Beratung des Haushalts der Preußischen Staatsbank. Der Ausschuß empfiehlt die unveränderte Annahme dieses Etats. Er hat sich mit den im Anschluß an die verlustreichen Kreditgeschäfte Vorgenommenen Sätzungsänderungen einverstanden erklärt, die das Kollegial- systcm bringen. Nach Kritiken der Abgg. Winterfeld (Dtn.) und Stolt (Komm.) schließt die Besprechung. Die ent,cheidenden Abstimmungen werden auf nächsten Dienstag vertagt, da sich kaum 20 Abgeordnete im Saal befinden. Nach kurzer Besprechung wird noch der Etat der Porzellaumanufaktur er- ledigt bis auf die Abstimmung und das Haus vertagt sich auf Montag.
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Zum Nachfolger des Verstorbenen Generaldirektors Oeser- der Deutschen Reichsbayngesellschafl mürbe vom Verwaltungsrat der bisherige Stellvertreter Oesers, Dr. Dorpmüller, ge- wählt. Die Reichsregierung hat sich ihre Zustimmung noch Vorbehalten.
* An Stelle des wegen Erreichung der Altersgrenze aus dem Amte scheidenden Obcrreichsanwalt Ebermauer ist Geheimer Regierungsrat Karl Werner zum Oberreichsanwalt ernannt worden.
* Der Deutsche Evangelische Kircheunnsschuß in Eisenach hat den Anschlußaulrag der österreichische» evangelischen Kirchen an den Deutschen Kirchcubund genehmigt.
* Wegen der bekannten Vorèo .. vfrc bei den Vorlesungen des Prof. Lessing an der Technischen Hochschule in Hannover sind zehn Studenten dauernd relegiert worden. Außerdem wurde gegen 200 Studenten ein Untersuchuugsvcrfahren eröffnet.
Die -euffHen VisHöss zur Gnteignung.
Gerechtigkeit, keine Vergewaltigung.
Die Bischöfe der katholischen Diözesen veröffentlichen eine Kundgebung zu der Frage der Fürsteneuteignung, in der gesagt wird, die Haltung der kirchlichen Autorität fei keineswegs eine einseitige zugunsten der Besitzenden. Aus diesem Standpunkt beharrend, erachten die in der Fuldaer und der Freisinger Bischofskonferenz vereinigten Oberhirten den Zeitpunkt für gekommen, der Verwirrung sittlicher Grundsätze entgegeuzutreten, die aus Anlast der Frage der Fürstenabfindung in weitesten Kreisen Boden gefunden hat und durch die Agitation immer mehr gesteigert werde.
Es heißt daun n. a. Weiter: „Wer Gerechtigkeit für jeden fordert, darf sie den Fürsteuhänsern nicht verweigern. Es ist nun allerSittgs nicht Sache der bischöflichen Minorität, in den Eiuzeisüilcn zu emscheiden, welche Stücke seitherigen fürstlichen Besitzes nach ihrer Herkunft und ihrem rechtlichen Charakter als Privatcigentuiu und welche als Staatseigentum guznsprv^i sino. (Ty ist auch nicht Sache der bischöflichen Autorität, in jedem Einzelfalle abzumesfen, inwieweit die Rücksicht auf die wirtschaftliche Bedrängnis und die fultnrcHen Bedürfnisse des Volkes ein besonderes Entgegen- konimen verlangen, ein Entgegenkoinmen, das unbestreitbar in dieser Zeit allgemeiner Rot auch zahllosen anderen Besitzenden als ernste Pflicht obliegt. Aber dagegen erheben die Bischöfe ihre Stimme, einem Fürstenhausc jene Rechte abzusprechen, die iebem Menschen, jedem Staatsbürger und jeder Familie zilstehen — jene Rechte, die durch das Sitteugojetz geschützt sind lind die auch in der Verfassung Anerkennung gefunden haben. Eine rechtswidrige Vergewaltigun', -würde erfolgen, wenn eine unzulässige und uu gerechte Enteignung durchgesührt würde. So ist als iin- lulässig eine Enteignung zu bezeichnen, die und soweit sie ohne Rot, ohne gerechte zwingende Gründe erfolgt. lln zerccht würde sie sein, wenn sie ohiie solche Entschädigung er- iolgen würde, die als angemessen- zu betrachten ist unter Be- nicksichtiguug des wirklichen Wertes einerseits und der Ber )ältnisse des in schwerer Krise befindlichen Volkswohles an Jererfeitg. Unsere Diözesanen erwarten mit Reckn, daß die Tberhirten warnend und mahnend mit aller Offenheit er= klären, daß die Vergewaltigung der Rechte der Fürstenhäuser ebenso Wie die Vergewaltigung der Rechte Linderer unvereinbar ist mit den Grundsätzen des christlichen Sittengesetzes."
Sitzung des Aeicyslabrnetls.
Berlin. Das Reichskabinett hat für Montag eine Sitzung anberaumt. Wie man erfährt, wird das Kabinett sich dabei hauptsächlich mit bcit Fragen der Fürstenabfindung, des deutsch-schwedischen Handelsvertrages und ber Aufwertung beschäftigen. Vorher beteiligt sich daS Kabinett an der Beisetznng des verstorbenen Generaldirektors der Reichsbahngesellschaft Dr. Oeler.
OberreichsanwaLi Werner.
Der Nachfolger Eberinayers.
Reichspräsident v. Hindenburg hat den Abteilungsleiter im Reichsjustizministerium, Gehciinen Regicrungs- rat Karl Werner, zum Oberreichsanwalt ernannt.
Der Reichsrat hatte schon vorher seine Zustilnmung zu der Wahl Werners gegeben. Der bisherige Obcrreichsanwalt Ebermayer tritt wegen Erreichung der Altersgrenze demnächst in den Ruhestand. Werner wurde 187€ in Mülhausen im Elsaß geboren und ist von Staatsangehörigkeit Bayer. Im Jahre 1907 wurde Weruer Amtsrichter, 1908 Staatsanwalt in Colmar und 1910 Vortragender Rat im Reichsjustizministerium. Hier unter- stand ihm seit 1923 die Leitung der Abteilung des Ministeriums, in der politische Strafsachen und Verfassungs- frageu bearbeitet werden.
Österreichischer Anschluß an den Deutschen Kirchenbund.
Geldspende für die österreichische Bruderkirche.
Der in Eisenach versammelte Deutsche Evangelische Kirchenausschuß hat soeben den Antrag der österreichischen evangelischen Kirchen auf Anschluß an den Deutschen Kirchenbund vorbehaltlich noch zu erledigender Formal: täten einstimmig genehmigt. Ihrer besonderen Freude hat die oberste Vertretung der Deutschen Landeskirche dadurch Ausdruck gegeben, daß sie der österreichischen Bruderkirche für einen von ihr zu bestimmenden Zweck eine Geldspende als Morgengabe überwies.