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Zul-aer Anzeiger

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Nr. 172 1926

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

Zul-a- un- Haunetal -Zul-aer Kreisblatt

Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-ftnsthtoß Nr.4S-

Nachdruck der mit * »«srh«,«i -trtitel nur mit t^urUtnangab« »Zaldaer huzeiger'-efla««.

Fulda, Freitag, 30. Juli

Razetgenpreis: §ür Behörden, Genossenßhat» t«,, Banken usw. beträgt die Klein zeit« 02300111, für auswärtige Kustraggeber 0.25 M^fiir die Reklamezelle 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 ÜÄV Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnangsstei» lang hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen + Tag» und plah Vorschriften unverbindlich.

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Der Reichspräsident hat eine Anzahl neuer diplomatischer Ernennungen vollzogen.

* Im Juni wurden von Deutschland für 15,9 Millionen Reichsmark Reparationslieferungen geleistet.

* Die Bicrsteuererhöhung ist auf Grund einer Einigung zwischen dem Reichsfinanzministerium und dem Kommissar für die verpfändeten Einnahmen bis zum 1. Januar 1927 hinaus­geschoben worden.

* Der Finanzausschuß der Französischen Kammer hat den Regicrungscutwurf für die Finanzsanierung mit 19 gegen 13 Stimmen angenommen.

Machtpolitik.

Mit einer gewissen Geheimnistuerei ist der amerika­nische Staatssekretär Mellon nach Europa und zwar nach Paris gereist. Man hatte geglaubt, daß er, der mit ^aillaux über die französischen Schulden an Amerika ver­handelt hatte, zu dem Zweck nach Europa und Frankreich gefahren ist, um dort die ergebnislos gebliebenen Ver­handlungen mit Frankreich fortzusetzen. Jetzt kommt aber die überraschende Nachricht aus London, daß in Paris der Plan zur Sprache gebracht worden sei, eine inter­nal i 0 n a l e S ch u l d e n k 0 n f e r e n z zu Ende dieses Jahres emzuberufen, an der England, Frankreich, Italien, Amerika, Belgien und Deutschland teilnehmen sollen.

°Actn faß auf dieser Konferenz die Erfüllungsmög- llchkeit des Dawes-Planes überprüft werden, wobei festgestellt werden soll, ob nicht eine Revision seiner Bestimmungen eine Notwendigkeit ist.

Bekanntlich setzt der Dawes-Plan hinsichtlich der deut­schen Zahlungen am 1. September d. I. mit voller Wirk­samkeit ein; die Atempause ist zu Ende, die man uns in diesem Plane gegönnt hat, um Deutschlands Wirtschaft reparationszahlungsfähig zu machen. Die Nutz­nießer dieses Planes, vor allem also Frankreich, werden sich fetzt klar darüber werden müssen, ob sich die Hoffnungen, die sie an diesen Plan geknüpft haben, nun auch verwirk­lichet, können. Die deutsche Wirtschaft sieht in ihrem augen- blicklichen Zustanp niM dqiigch aus, ab lâpteliâ d. J. nun zu so erheblichen Zahlungen veranlaßt werden zu können, wie sie der Dawes-Plan vorsieht. Er hat ja die deutschen Zahlungsverpflichtungen sozu­sagen internationalisiert, hat die Summe von allein 11 Milliarden Aktien der Deutschen Reichsbahn- gesellschaft und 5 Milliarden deutscher Jndustrieobliga- tionenschuld in die Hände der Entente gelegt, was liegt da näher, als daß man nun versucht, dem notleidenden Frank mit Hilfe dieser deutschen Schuldverschreibungen aufzuhelsen. Der amerikanische Präsident Coolidge hat seinem Staatssekretär Mellon den Auftrag gegeben, sich sofort mit den europäischen Staatsmännern in Ver­bindung zu setzen zwecks Aussprache über die Finanzlage der Länder, die im Kriege am meisten gelitten haben. Auch in Amerika mehren sich ja die Stimmen, die es als eine Absurdität betrachten, daß nicht bloß die jetzt lebenden Ge­schlechter, die den Krieg miterlebt und miterduldet haben, die Kosten dieses Krieges an den alleinigen Sieger, näm­lich Amerika, bezahlen sollen, sondern daß unter dieser Last auch die kommenden Geschlechter seufzen müssen.

Aber vielleicht ist das alles nur selbstverschuldet; an­ders kann man es sich sonst nicht erklären, wenn auf eine Anfrage hin im englischen Unterhause der Minister des Auswärtigen, Chamberlain, erklärt, man habe der deutschen Regierung keinerlei Zusage gegeben, daß die Besatzungstruppen im Rheinland auf die Zahl der deutschen Garnisontruppen vor dem Krieg ver­mindert werden. Damit hat Chamberlain eine Hoffnung zerschlagen, die ganz Deutschland an die Mitteilungen geknüpft hat, die seit dem September vergangenen Jahres von der deutschen Delegation in Lo­carno gemacht worden sind. Eine der erstenRückwir­kungen" dieses Vertrages sollte eine erhebliche Verminde­rung der Stärke der Besatzungstruppen im Rheinland sein, diese Hoffnung ist jetzt zerstoben. Verträgt sich schon überhaupt nicht die Besetzung fremden Gebietes mit dem Geist von Locarno, so ist es ein Hohn auf ihn, daß man jetzt diese Besatzung in ihrer ursprünglich vorge- senen Stärke erhält. Es wirkt fast wie ein Witz, daß fast zur gleichen Stunde der liberale Minister a. D. Lord Grey erklärte, Deutschland müsse nach seinem Beitritt zum Locarnovertrag, sobald es Mitglied des Völker, bundes geworden sei, auf der Grundlage völliger Gleichberechtigung behandelt werden, und er hoffe, daß die im vergangenen März anläßlich der Frage des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund gemachten Mißgriffe sich nicht als verhängnisvoll erweisen werden. Aber wie wenig letzten Endes auf eine derartige Äußerung zu geben ist, das beweist am besten die Lobpreisung, in die Lord Grey hinsichtlich der Politik des jetzigen englischen Außenministers ausbricht: sie ziele darauf ab, Deutsch­lands Eintritt in den Völkerbund v 0 r z u b e r e i t e n. England wird verstatten, daß wir Deutsche darüber an­derer Meinung sind, daß wir Deutsche nämlich glauben, es hätte nur eines englischen Machtwortes bedurft, um die verfahrene Situation damals in Genf mit einem Schlage zu entwirren. Gerade die Frage der Besatzungs­truppen ist für uns Deutsche das Ä und O der ganzen uns gegenüber befolgten Politik in der Entente, und die jetzige Erklärung Chamberlains ist weit bezeichnender, weit deut­licher als die verlegene Entschuldigung, die er neulich seinem Urteil über die deutsche Entwaffnung hinter­herschickte.

Wir wollen uns nicht in einen Optimismus hinein- vegeben, zu dem irgendeine Veranlassnng gar nicht vor- liegt; uns gegenüber befolgt die Entente immer noch die alte Machtpolitik, die Politik des Befehlens, die Politik der Ausnutzung ihres Sieges.

Deutschlands koloniale Bestrebungen

K ' " V 'r für Deutschland?

EineenglischeStimme.

Heißer denn je lebt im deutschen Volke der Wunsch, wieder in den Besitz von Kolonien zu gelangen, die ihm der Versailler Vertrag entrissen hat. Erst vor kurzem hat Reichsinnenminister Dr. Külz betont, daß eine Bedin­gung für Deutschlands Aufstieg der Besitz von Kolonien sei. Diese kolonialen Wünsche finden nunmehr auch im Ausland ein Echo. Die konservative LondonerTimes" kommen an hervorragender Stelle auf die kolonialen Be­strebungen Deutschlands zu sprechen, die im jetzigen Augenblick um so wichtiger erscheinen, als, so meint das Blatt, Deutschland als baldiges Mitglied des Völker­bundes seinen kolonialen Wünschen besonderen Nachdruck verleihen wird.

Das Blatt fährt dann fort: Die Annahme, daß man Deutschland bestimmt versprochen habe, nach seiner Auf­nahme in den Völkerbund ihm ein Kolonialmandat zur Verfügung zu stellen, sei nicht richtig. Im Augenblick sei auch kein Kolonial Mandat frei. Die Mächte, die die schwere Verantwortung von Völlerbundmandatcn übernehmen, hätten dies nur unter der Bedingung getan, daß sie die ihnen übertragenen Kolonialmandate nur im Falle schlechter Verwaltung oder auf eigenen Wunsch dem Völkerbund zurückzugeben brauchten. Als Mitglied des Völkerbundes würde Deutschland natürlich wie auch alle anderen prominenten Völkerbundmitglieder zur Ver -

Dr. Skdachl über die allen Tausendmarlscheme.

Authentische Erklärungen vor Gericht.

Wegen Beleidigung des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht hatte sich der Angestellte Preufchkat vor dem Schöfscu- gericht Schöneberg zu verantworten. Der Angeklagte, der Leiter einer Meldestelle der sogenannten Reichsvankglaubiger ist, hatte an Dr. Schacht eine offene Postkarte geschrieben. Darin hieß es:Im großen und ganzen soll Dr. Schacht als Reichsbanakpräsident nicht übelgenommen werden, daß er den Standpunkt der ihm anvertrauten Reichsbank vertritt, Wenn es sein muß, mit erdreisteten Lügen." Es war darauf Straf­antrag gestellt worden und die Staatsanwaltschaft hatte öffent­liche Beleidigungsklage erhoben.

Vom Gericht war als einziger Zeuge Reichsbankprasident Dr. Schacht geladen worden. Dieser machte zum ersten Male vor der Öffentlichkeit nähere Angaben, welche Bewandtnis es mit den noch im Umlauf befindlichen alten Tausendmark­scheinen habe. Es haben davon vier Emissionen stattgefunden, die erste belief sich auf 520 Millionen Mark und ist bis auf 149 000 Mark in die Kasse der Reichsbank zurückgewandert. Die beiden nächsten Emissionen beliefen sich auf 937 Millionen und 500 Millionen Mark; sie sind restlos eingezogen und »er- nichtet worden. Die vierte und letzte Emiffion hatte die Höhe von 136 Milliarden Mark, und die Ausgabe dieser Scheine erfolgte bis in die schwerste Inflationszeit. Der Druck erfolgte auf den alten Platten und sämtliche Scheine aus dieser Zeit tragen ebenfalls das Datum vom November 1910.

Das Schöffengericht Schöneberg stellte sich auf den Stand­punkt des Staatsanwalts, daß der Wahrheitsbeweis voll­kommen mißlungen sei. Das Urteil lautete gegen den Angeklagten wegen öffentlicher Beleidigung aus 500 Mark Geldstrafe oder für je 10 Mark einen Tag Gefängnis.

Die ReparaLionslieferungen im Zuni.

Höher als im Mvnat vorher.

Zahl und Wert der im I u n i mit Frankreich abgeschlossenen Verträge auf Reparationslieferungen sind nicht unbedeutend höher als im Vormonat. Insgesamt wurden 225 Verträge im Werte von 15,9 Millionen Reichsmark genehmigt. Damit erhöht sich für Frankreich der Wert der seit dem Inkrafttreten des Dawes-Planes ab­geschlossenen Verträge auf insgesamt 277,5 Mil­lionen Reichsmark.

Die Anzahl der genehmigten belgischen Verträge hat sich auf der Höhe des Vormonats gehalten. Nach Ab­zug von sieben Annullierungsverträgen stellt sich im Be­richtsmonat der Wert der genehmigten Verträge auf 1,6 Millionen Reichsmark. Der Gesamtwert der feit dem Inkrafttreten des Dawes-Planes genehmigten belgischen Verträge beläuft sich auf 6 2 Millionen Reichs­mark.

potiiische Rundschau

Deutsches Neich

Gcsandteuschub.

Der Reichspräsident hat eine Anzahl neuer diplomatischer Ernennungen vollzogen. Es wurden er­nannt: der bisherige Leiter der KulturabteUung des Aus­wärtigen Amtes, Ministerialdirektor Heilbron, zum Generalkonsul in Zürich an Stelle des in den Ruhe­stand tretenden Leiters des Generalkonsulats in Zürich, Dr. Rheinboldt; der Gesandte in Bukarest, Freytag, ginn Leiter der Kulturabteilung des Auswärtigen Amtes; der Gesandte in Kopenhagen, von Mutius, zum Ge­sandten in Bukarest; der Generalkonsul in Barcelona, vonHassell, zum Gesandten in Kopenhagen; der Ge­sandte in Kowno, Schrötter, zum Generalkonsul in Barcelona; der Gesandte Moraht zum Gesandten in Kowno.

Wallung eines srettyervenvcn Manvars berechtigt sein. Auf Grund der gegenwärtigen Methode könnte aber Deutschland nach seiner Aufnahme sich nur an der allgemeinen Kontrolle des Völkerbundes über seine Mandate beteiligen. Die praktischen Erfahrun­gen der früherenGouverneureder deutschen Kolonien könnten dabei zum Vorteil der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes verwendet werden.

Insbesondere scheine man in Deutschland über den allgemeinen Entwicklungsprozeß Ostafrikas beunruhigt zu sein. Solche Protektorate, heißt es im Programm der Ar­beitsgemeinschaft, dürften nicht mit anderen Territorien zu Verwaltungszwecken verbunden werden. Es stehe aber fest, so sagt das englische Blatt, daß die englische Verwal­tung aller ostafrikanischen Territorien durchaus im Geiste der Völkerbundmandate durchgeführt werde. Vor allen Dingen möchte man aber, wie dieTimes" betonen, ver­meiden, über die Frage dieser ehemaligen deutschen Ko­lonialmandate mit Deutschland eine Kontro­verse zu beginnen. Hierfür lägen auch gar keine Gründe vor. Den früheren deutschen Ansiedlern sei es kürzlich erlaubt worden, nach Kamerun und Ostafrika zu­rückzukehren, und sie scheinen durchaus mit der englischen Verwaltung zufrieden zu sein. Eine politische Durch­dringung der ehemaligen deutschen Kolonien zum Zwecke der Unterminierung der ehemaligen Mandatsautorität würde natürlich von der englischen Regierung nicht ge­stattet werden. Andererseits stehe aber natürlich Deutsch­land die Tür zu seinen ehemaligen Kolonien offen.

Einigung in der Frage der Biersteuererhöhung.

In der Angelegenheit der Biersteuererhöhung haben zwischen dem Reichssinanzministerium und dem Kom- missar für die verpfändeten Einnahmen Sir Andrew McFadyean erneute Verhandlungen stattgefrinden, die zu folgendem Ergebnis geführt haben: Der Kom­missar gibt seine Zustimmung zur H i n a u s s ch i e b u n g derBiersteuererhöhung bis zum 1. Januar 1927, nachdem der Reichsminister der Finanzen ihm bestätigt hat, daß dadurch die aus dem Londoner Schlußprotokoll für das dritte Reparationsjahr sich ergebenden Haushalts­zahlungen nicht geschmälert werden.

Wirtschaftsverhandlungen mit der Tschechoslowakei.

In Berlin haben dieser Tage die ersten Verhand­lungen zwischen deutschen und tschechoslowakischen Be­auftragten über die Grundlagen eines Handelsver­trages stattgefnnden. Diese Verhandlungen waren nur von kurzer Dauer. Die Tschechoslowaken schlugen für Obst, billige Gemüsesorten, Malz und Hohlglas ein Pro­visorium vor, in der Annahme, daß Deutschland auf Grund des § 4 des Zolltarifgesetzes oder des handels­politischen Ermächtigungsgesetzes dazu geneigt sein würde. Sie wurden darauf hingewiesen, daß die Anwendung dieser Bestimmungen nur angängig sei, wenn ganz be­sondere Umstände vorlägen. Die Verhandlungen sollen im September wieder ausgenommen werden.

Aus In- und Ausland.

Berlin. (Die Erwerbslosigkeit in der ersten Juli hälfte.) In der ersten Julihälfte ist die Zahl der männlichen Hauptunterstützungsenipsänger weiter von 1 408 527 am 1. Juli 1926 auf 1383 596 am 15. Juli 1926 zurückgegangen, die der weiblichen Hauptunterstützungsempfänger von 332 645 auf 335 265 gestiegen. Die Gesamtzahl der Houptunterstützungs- empsängcr ist somit von 1741172 auf 1718 861 also um 1,3 % gesunken, die Zahl der Familienangehörigen (Zu­schlagsempfänger) von 1728153 auf 1708 299.

Berlin. Die unterbrochenen deutsch-polnischen Niederlassungsverhandlungen sollen, wie ver­lautet, in wenigen Tagen weitergeführt werden.

Berlin. Das Reichsministerium des Innern hat dem preußischen Verbot desWiking"- Bundes und des SportklubsOlvmpia" zugestimmt. Die Reichsregierung ist mit den übrigen Staaten in Verbindung getreten, um ein einheitliches Verbot herbeizuführen.

Bremen. Die kommunistische Arbeiterzeitung ist wegen Abdrucks des den Reichspräsidenten beleidigenden Ge­dichts aus der Roten Fahne für vierzehn Tage ver­boten worden.

Hang. Die Erste Kammer hat den Gesetzentwurf betreffend Genehmigung des verlisch -niederländischen Handelsvertrages ohne namentliche Abstimmung an» genommen.

Brüssel. Der Senat hat daS Washingtoner Abkommen über de n A ch t st u n d e n t a g mit 103 gegen 16 Stimmen bei 11 Stimmenthaltungen ratifiziert.

Paris. Die Stadt Schlettstadt hatte den Beschluß gefaßt, alle Straßennamen, die an den letzten Krieg erinnern, zu beseitigen und durch neutrale Namen zu ersetzen. Wie halbamtlich gemeldet wird, wird die Präfektur sich der Ver­wirklichung dieser Beschlüsse widersetzen.

Paris. Der Belgische Senat hat dem Gesetzentwurf zu- gestimmt, durch den das jährliche Kontingent für das belgische Heer auf 44 000 Mann herabgesetzt wird; damit hat der Entwurf Gesetzeskraft erlangt. .

London. (Tagung des E; e k u t i v a u s i ch u s, e s der Bergarbeiter.) Das nengebildete Exekutivkomitee des Bergarbeiterverbandes trat zuin erstenmal zusammen, um über den Bericht zu beraten, der dem nationalen Kongreß der Delegierten vorgelegt werden soll. Man nimmt an, dag der Ausschuß seine Entscheidung aufrechterhaltenund die Vor' schlage der Bischöfe annehmen wird, die die Wiederausnahme der Arbeit auf Grund der alten Lohnbasis für einen Zeitraum von vier Monaten mit einer Schiedsgerichtsklausel, falls ein Einigung nicht erzielt werden sollte, vorsehen. _