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Zul-aer Anzeiger

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Nr. 175 1926

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

Zulöa- un- Haunetal -Zul-aer Kreisbla«

Re-akttan mid Sesthästssteüe: Mühlenstraße 1 Zernsprech.^nsthlnK Nr. KSK

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Fulda, Dienstag, 3. August

Rnzetgenpreis: §ür Behörden, Sen offen ßha^ tea,Banken usw. beträgt die Klemzeile 0.30 mt# für auswärtige Auftraggeber 0.25 Utt, für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk^ Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnung sstel- fang hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und Platzvorscheisten unverbindlich.

3. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

Bei einem Schausliegen in Heidenheim (Württbg.) landete ein Flugzeug infolge einer plötzlichen Windbö inmitten der Zuschauer; es gab fünf Tore.

* Der französische Ministcrrat bat beschlossen, die National­versammlung zwecks Genehmigung der Errichtung einer auto- ; nomen Tilgungskasse einzuberusen.

* In Barcelona ist gegen General Prrmo de Rivera ein Attentat verübt worden. Der General blieb unverletzt.

* Die mexikanische Polizei hat eine Verschwörung gegen den Präsidenten Calles entdeckt. Neun Personen wurden ! verhaftet.

Einberufung der Französischen

Rationalversammlung.

Zur Errichtung der Tilgungskasse.

Der französische Ministerrat, der unter dem Vorsitz des Präsidenten Doumergue zusammentrat, hat be­schlossen, die Nationalversammlung zur Genehmigung der Errichtung einer autonomen Tilgungskasse einzuberufen.

Um diese Kasse, die ausschließlich der Stützung der Bons der Nationalen Verteidigung und der kurzfristigen Schatzwechsel dienen soll und der auch die Verwertung des zum gemischt-wirtschaftlichen Betriebe umzuwandeln­den Tabakmonopols angegliedert werden soll, mit den größtmöglichen Sicherheiten auszustatten, will man rhr Statut in einem Verfassungsgesetz verankern, das der Verabschiedung durch die Nationalver­sammlung bedarf. Für die Beratung der Vorlage in Kammer und Senat wird Poincarè, ebenso wie er es für die Steuergesetze getan hat, die Dringlichkeit verlangen, ^zn der amtlichen Mitteilung über die bevorstehende Ein­berufung der Nationalversammlung heißt es, daß der Ministerrat den Gesetzentwurf gebilligt habe, während es sonst zu heißen pflegt, der Gesetzentwurf sei einstimmig vom Ministerrat angenommen worden. Das läßt darauf schließen, daß einige Kabinettsmitglieder gegen die Vor- 1Qqg Mb die Einberufung der Nationalversammlung ge- wesen und»

potiiische Rundschau.

Deutsches ^ieid)

Schwierigkeiten bei denPariscrWirtschaftsverhandlüngen.

In den deutsch-französischen Wirt- schaftsverhandlungenist eine neueSt 0 ckung eingetreten. Die Ursache der Uneinigkeit der beiden Dele­gationen bildet die Frage der Einfuhr von Früchten und Gemüse. Die französische Delegation will die für das neue Handelsprovisorium von deutscher Seite vorgesehene Kontingentierung der Trauben auf 40 000 Doppelzentner nicht annehmen, indem sie darauf hinweist, daß für die entsprechende italienische und spanische Einfuhr in Deutsch­land eine solche Kontingentierung nicht bestehe. Meinungs­verschiedenheiten bestehen auch in der Frage des Tara- oder Freigewichts für Verpackung, das die Franzosen in Höhe von 20 Kilogramm pro Doppelzentner Trauben ver­langen, während Italien und Spanien nur 15 Kilogramm Tara eingeräumt wurden.

George Bernard Shaws Dank an Deutschland.

In einem Briefe an den deutsche »Botschafter in London dankt Bernard S.h a W für die Glück­wünsche des deutschen Außenministers zu seinem siebzig­sten Geburtstag. Der Glückwunsch Dr. Stresemanns sei eine Handlung, die einem britischen Außenminister niemals einfallen könnte, da die Engländer in kulturellen Fragen eine barbarische Nation seien. Der regierenden Klasse Englands verdanke er seinen Ruf als eine gefährliche Per­sönlichkeit, Deutschland dagegen verdanke er sein Ansehen in Europa als Denker und Dramatiker. Shaw betont zum Schluffe seines Briefes, daß er stolz darauf sein würde, wenn er ein Deutscher wäre.

Aus Zn. und Ausland.

. Berlin. Der Reichskanzler hat am Sarge der F r a u G e - b c i m r a t Rathenau namens der Reichsregierung einen Kranz mit Schleife niederlegen lassen.

. Berlin. Der frühere Reichskanzler Dr. Wirth hat einen neuen Aufruf zur Gründung einer republikanischen Union, die durch eine Zeitschrift?ngründung und Abhaltung republikanischer Tage gestärkt werden soll, erlassen.

Düsseldorf. Ein in Koblenz gewählter Ausschuß von Ver­tretern des Rheinlandcs hat einstimmig beschlossen, mit allem Nachdruck bei den zuständigen Stellen für eine Insel im Rhein als dem geeignetsten Platz für das R e i ch s c h r c n - mal einzutreten.

Paris. Der sozialrepublikanische Abgeordnete Falcoz hat einen Gesetzentwurf eingebracht, nach dem jeder Ausländer beim Betreten französischen Gebietes in der Währung seines Landes eine Steuer von 20 (bei einem Aufenthalt von Höck- stens zwei Tagen) bis zu 1000 Frank (bei einem Aufenthalt von mehr als sechs Monaten) entrichten soll.

London. Die Lage V 0 n 1t a u sl ä n d i s ch e n Missio­naren, die sich in der belagerten Stadt Tatung-f» befinden, erregt in Peking Besorgnis. Die Missionare werden von den winesischen Truppen als Geiseln zurückgehalten.

Wlikschau. Von gut unterrichteter Seite wird mitgctcilt, M gleich »ach der Schließung des Sejms der Posener Woiwode Bninski von seinem Amt zurücktreten werde, treten C ®tclIc ^ der frühere Innenminister Raczkiewicz . Moskau. Aus gut unterrichteter Quelle verlautet, daß in dieser Woche einenUrlaub" auf zwei Jahre antreten wird. Er soll diesenUrlaub im Ural oder in Sibirien verbringen.

NW oif Primo de kn md Colles.

Attentat aus den spanischen Diktator

Primo de Rivera unverletzt.

In B a r c e l 0 n a ist auf General Primo de Rivera kurz vor seiner Abfahrt nach Madrid ein Attentat verübt worden. General Primo de Rivera ist unverletzt ge­blieben und inzwischen in Madrid eingetrosfen. über den Vorgang veröffentlichtHavas" folgenden Bericht: Als sich General Primo de Rivera im geschlossenen Automobil auf dem Wege zum Bahnhof befand, um nach Madrid zu fahren, schleuderte ein in der Nähe stehender Mann einen Dolch gegen den Wagen des Ministerpräsidenten, ohne ihn jedoch zu treffen. General Primo de Rivera verließ seinen Wagen einen Augenblick und betrachtete den Dolch einige Zeit, um alsdann seine Fahrt zum Bahnhof fort- zusetzen, wo er von der Menge begrüßt wurde.

Der Angreifer, der von dem hinter dem Wagen des Ministerpräsidenten fahrenden Polizeianto überfahren worden war und dabei einen Beinbruch erlitten hatte, wurde sofort verhaftet. Es handelt sich um den 34 Jahre alten und in der Nähe von Barcelona behei­mateten Tagelöhner Domingo Masacho Torrent, der be­reits wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt vor­bestraft ist. Aus dem Verhör scheint hervorzugehen, daß der Täter A n a r ch i st ist.

Verschwörung gegen Präsident Lasier.

Der Kirchenkonflikt in Mexiko.

In Mexiko-Stadt ist ein Komplott gegen den Präsi­denten Calles entdeckt worden. Sieben Frauen und zwei Männer wurden verhaftet; sämtliche Verhafteten sind städtische Beamte. Das Haupt der Verschwörung ist eine junge Stenotypistin namens Dolores Lemus. Die Regierung bewahrt Stillschweigen. Es ist anzunchmcu, daß das Kpmplott im Zusammenhang mit den Kultur­kämpfen im Lande steht. Blättermcldungcn aus der Stadt Mexiko zufolge kam cs aus Anlaß des Inkraft­tretens der neuen Gesetze zu ernsten Zusammenstößen. An fünf Plätzen ereigneten sich größere Ausschreitungen. Die Zahl der Toten wird auf sechs, die der Schwerverletzten auf 38 geschätzt. Hunderte von Verhaftungen wurden vorgenommen. Unter den Fcstgenommene» befinden sich auch viele Frauen. So wurden vierzig junge Frauen aus wohlhabenden Familien unter der Beschuldigung, Propaganda gegen die Politik der Regierung getrieben zu haben, verhaftet. Nach Meldungen aus Pachuca sind bei den letzten Gottesdiensten sechs Frauen und sechs Kinder in den ungeheuren Menschenmengen, die sich in die Kirchen drängten, erstickt und erdrückt worden.

*

Waffenstillftandsangebot der mexikanischen Geistlichkeit.

Aus bischöflichen Kreisen Mexikos istAssociated Preß" eine Erklärung zugegangen, in der es heißt, man sei bereit, mit der Regierung eine Art Waffenstillstand zu vereinbaren, bis das Volk die Möglichkeit gehabt habe, in einer Volksabstimmung seine Meinung zu dem Kirchen­streit abzugeben.

In der Erklärung heißt es weiter, verschiedene Diplo­maten des lateinischen Amerikas und verschiedene hohe Regierungsbeamte hätten ihre guten Dienste zur Vermitt­lung angèboten. Der augenblickliche Kirchenstreit sei ein unnötiger Kamps, denn er würde ohne weiteres beigelegt sein in bem Augenblick, in dem die Regierung

Die Hamburger Kolonialwoche.

Machtvolle Kundgebung für den kolonialen Gedanken.

In Hamburg wurde mit der Feier des 25jährigen Stiftungsfestes des Vereines ehemaliger Ostasiaten Hamburgs die Hamburger Kolonialwoche eindrucksvoll eröffnet. Regie- rungsrat Zache, der Vorsitzende der Kolonialen Arbeitsge­meinschaft Groß-Hamburg, eröffnete mit einer Festansprache die Kolonialwoche, in der er betonte, daß die koloniale S ch u l d l ii g e zusammeugebrochen und in Locarno zuruck- aenemmen worden sei. Es gelte nun, auf die Rückgabe un­seres Kolonialbesitzes hinzuarbeiten, und bann muffe das ganze deutsche Volk Zusammenarbeiten. Deutsche Kolonial­politik solle nicht trennend, sondern einigend wirken.

Am Sonntag fand die Fahnenweihe des Vereins Deut­scher Südwestafrikaner von 1914 statt. Die an der Weihe beteiligten kolonialen und sonstigen Vereine begaben sich mit ihren Fahnen zum Wißmann-Denkmal, wo zur Ehrung der m den Kolonien und in China sowie beim Auslandsgeschwader Gefallenen eine Kranzniederlegung erfolgte. Ein aus zahl­reichen Abordnungen, Vereinen, Schutztruppeabteilungen, Kamelreitern und Askaris bestehender Festzug, belebt durch Festwagen mit symbolischen Darstellungen Sudwestasrikas, Deutsch-Ostasrikas, des tropischen Afrikas, der Kolonien tn der Sttdsee und in China, des Sechandels u,w sowle durch eine Hagenbecksche Iagdkarawane, brachte den nach Tausenden zählenden Zuschauern, die die Straßen umsäumten, die Er­innerung an die verlorenen Kolonien nahe, ^n der Ham­burger Stadthalle hielt Bürgermeister Dr. Petersen eine An­sprache Mit einem Hoch auf den kolonialen Gedarcken im deutschen Volke schloß Bürgermeister Dr. Petersen ferne mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen, denen das Deutschlandlied, von der nach Tausenden zahlenden Zuhörer­schaft begeistert gesungen, folgte. Darauf ergriff der Präsi­dent der Deutschen kolonialen Re,chsarbe,tsgeme,nschaft, der ehemalige Gouverneur Exzellenz Dr. Scitz das Wort zu feisten AuSführunae» über das ThemaAn das deutsche^Ge- Mff-n«. Er führte u. a. aus: Nur Deutschland, diesem Volk, d-ssen 80 Millionen auf den engen Raum 'M Herzen Europas

dem Volk Freiheit in religösen Fragen und andere von der Verfassung gewährleisteten Rechte einräume. Vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sei der Kampf verderb­lich, da der von katholischen Kreisen geplante Boykott wahrscheinlich effektiv sein würde. Weiterhin wird die Forderung aufgestellt, daß während des vorgeschlagenen Waffenstillstandes die Durchführung der neuen Regie­rungsverfügungen in kirchlichen Fragen und die antireli­giösen Verfolgungen eingestellt werden.

Robuste Mittel.

Man ficht jetzt politische Meinungsverschiedenheiten mit etwas robusteren Mitteln aus als früher. Nicht etwa, daß Attentate gerade in südlicheren oder tropischen Län­dern etwas Seltenes sind schneller kracht dort der Ne volver, fliegt die Bombe, blitzt der Dolch auf, aber auch wir kühleren Nordländer haben schon viel zu viel von dieser Art innerpolitischen Auseinandersetzungen über­nommen. Daß dem spanischen Diktator Primo de Rivera nicht schon längst etwaspassiert ist, erscheint geradezu merkwürdig, da der König Alfons XIII. wohl Derjenige Herrscher ist, auf den die meisten Attentate ver­übt worden sind. An seinem Hochzeitstage trug er seine junge Gemahlin im Brautkleid hinweg über die Blutlachen der Opfer eines Attentats: bisher ist er immer entronnen. Primo de Rivera scheint ein ähnliches Glück zu haben.

Auch auf den mexikanischen Staatspräsidenten Calles soll ein Attentat verübt worden sein. An und für sich ist das für Mexiko nichts Auffallendes; das gehört dort sozusagen zumLebens"bedarf des Präsidenten. Denn es hat wohl kaum einen einzigen mexikanischen Präsidenten gegeben auch Porfirio Diaz nicht, trotz seiner großen Verdienste um Mexiko, der das Ende seiner Präsidentschaft in ganz normaler Weise erlebt hätte. Attentate, Revolutionen und dergleichen fallen in Süd- und Mittelamcrika kaum noch aus. Run hat der Kul­turkampf in Mexiko sämtliche Geistliche dürfen nicht mehr ihres Amtes walten, die Kirchen sind ge­schlossen, ein Trennnngsgesetz zwischen Staat und Kirche nach französischem Muster soll durchgeführt werden die Leidenschaften aufs höchste entfesselt; es hat Tote gegeben, viele Verwundete; schroff stehen die Parteien gegen­einander. Da ist dann der günstige Boden für Attentate gegeben, wie wir cs ja auch im Kullmann-Attentat gegen Bismarck 1875 erlebt haben. Die Leidenschaften partei­politischer und konfessioneller Art sind dann derart auf­gepeitscht, daß bei den heißblütigen Südländern die Hand gar schnell zur Pistole fährt.

Man muß sich allerdings dabei auch vor Augen halten, daß diese Attentate häufig recht m y st e r i ö s e n Ursprungs, daß sie bisweilengestellt" sind, um poli­tische Wirkungen auszuüben. Auch hierüber lassen sich in der Geschichte gerade jener Länder recht merkwürdige Bei­spiele aufweisen. Man sorgt dann dafür, daß ein solches Attentat" nicht zur Ausführung kommt ober höchstens so, daß es weiter keinen Schaden anrichtet. Freilich ist das dann ein sehr gefährliches Spiel, weil cs die schon zur Siedehitze gestiegenen Parteileidenschaften zum Überkochen bringt. Wir Deutsche, die nicht vergessen haben und nicht vergessen wollen, daß Mexiko uns im Weltkrieg die Neutralität wahrte und daß nach dem Kriege dort Scharen von Auswanderern eine neue Heimat fan­den, halten uns jeder Stellungnahme zu diesen innerpoli­tischen Streitigkeiten fern, haben vielmehr nur den einen Wunsch nach einer baldmöglichen inneren Befriedung dieses Landes, das auf eine Geschichte unabsehbarer Wirr­nisse und Kämvke zurückblickt.

zuiammengepreyt sind, will man dieses Recht mit einem ein­fachen Machtwort bestreiten. Das deutsche Volk muß sich darüber klar werden, daß wir als selbständige Ration aus der heutigen Umwälzung der Weltwirtschaft nur hervorgchen können, wenn es uns gelingt, die territoriale Basis unserer Wirtschaft zu erweitern. Das ist das wahre Zielunsercr -K 0 l 0 it i a l p 0 l i t i!. Kolonialpolitik treiben heißt Politik, tiiif lange Sicht treiben. Mit Erfolg kann sie nur eine Nation- treiben, die über politische Einsicht und über geschlossenen Willen verfügt. Unser Volk niuß sein Gewissen schärfen und sich klarmachen, daß das Wohl der Allgemeinheit höher steht als pattcipolitischc Zänkereien.

Tagung der Deulschea Wmdthorsi-Bündc

Entschließungen für Reichsbanner und Reichsflagge.

In Soest i. W. fand die 6. Reichstagung der D c u 1 s ch e n W i n d t h 0 r st - B ü n d e statt. Unter den Beschlüssen, die gefaßt wurden, betraf einer die Beteili­gung der Mitglieder der Windthorst-Bünde am Reichs- b a n n c r S ch w a r z - R 0 t - G 0 l d. Es heißt in diesem Beschluß, daß eine starke Vertretung der Zentrumspartei innerhalb des Reichsbanners dringend notwendig sei. Der Partcivorstand wurde ersucht, die Frage der poli­tischen Kampfverbände, ihren gegenwärtigen Charakter und ihre Zielrichtungen einer Durchprüfung zum Zweck einer in allen Landesteilen einheitlichen Stellungnahme zu unterziehen. Eine Entschließung zur Flag gen­frage lautet:Wir erwarten von der Zentrumspartei und Zentrumsfraktion, daß sie die in der Rcichsverfassung festgelegten Farben schützen, sichern und ihnen zur allge­meinen Geltung verhelfen wird."

Die Schlußreden auf der Reichstagung hielten der preußische Gohlsahrtsmrnister Hirtsiefer und Reichs- taqsabgeordneter Jo 0 s. Begrüßungstelegramme hatten