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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa. und Haunetal ♦ Zul-aer Kreisblatt KeMtfoe wt Shchästsstelte: Mühlenstraße 1 ♦ Derafpeech-MchK« Ht-W
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Nr. 239 — 1926
Fulda, Samstag, 16. Oktober
3. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Reichspräsident von Hindenburg wurde bei seinem Besuch in Braunschweig am Freitag überaus herzlich empfangen.
* Im Preuhischen Landtag wurde das Abkommen zwischen Preußen und der Hohcnzollernsamilic in dritter Lesung und damit endgültig genehmigt.
* Die Fraktion der Deutschen Volkspartct im Preußischen Landtag sieht nach dem bisherigen Verhalten der Regierung und der Regierungsparteien die Verhandlungen über eine Erweiterung der Regierung als abgebrochen an.
* In Bingen ermordete der 17 jährige Tagelöhner Conrad seine Stiefmutter durch Stiche mit einem Taschenmesser.
Schatten.
, Das Wort „Massenmord" will schon gar nicht mehr aus den Spalten der Tageszeitungen verschwinden. Es braucht «richt gleich ein Fall Haarmann zu sein, um die Anwendung dieses schreckenerregenden Ausdrucks zu rechtfertigen. Er ist auch dann schon ganz und gar am Platze, wenn ein verzweifelter Vater, wie es leider nur zu oft jetzt vorkommt, aus diesen oder aus jenen Beweggründen Frau und Kinder umbringt und sich hinterher gleich mit eigener Hand jeder irdischen Verantwortung entzieht. Oder wenn umgekehrt ein mißratener Bengel die Hand erhebt gegen Eltern und Geschwister und seine junge Seele mit freventlich vergossenem Blut besudelt.
Das tollste Stück auf diesem dunklen Gebiet ist uns aber doch wohl erst in diesen allerletzten Tagen begegnet. Ein fünfzehnjähriger Knabe dringt in eine fremde Wohnung ein und sticht oder schießt dort drei Menschen über den Haufen, flüchtet nach vollbrachter Tat Hals über Kopf 'in den finsteren Wald und sucht schließlich mit der unschuldigsten Miene von der Welt in einem Försterhaus eine saubere Jacke zu erbetteln, um nicht in seinem mit Blut befleckten Anzug schon von dem ersten Menschen, dem er begegnet, nach bckanntgewordener Tat als Mörder fest- gehalten zu werden. Hier werden, muß man wohl sagen, auch die klügsten Menschenkenner an dem Versuch, in MG. Kuavenseeie hiueinzuleuchte», elend scheitern muffen. Gewiß liegt es nahe, zu vermuten, daß man es in diesem Fall wieder einmal mit krankhafter Veranlagung zu tun hat, und es wurde auch schon berichtet daß der jugendliche Mörder schon einmal auf seinen Geisteszustand untersucht worden sei. Aber kann selbst die Bejahung dieser Frage über die Ungeheuerlichkeit der Tat hinweghelfen, eines dreifachen Mordes, begangen durch ein so junges Menschenwesen, das zudem von einer zärtlich liebenden Mutter, wie es scheint, nach Möglichkeit behütet worden ist? Man wird bei dem Versuch, dieses Seelenrätsel zu lösen, schwerlich an den vielen jammervollen Zeiterscheinungen vorübergehen dürfen, denen unsere Jugend allenthalben, nicht immer mehr bloß in den Großstädten, ausgesetzt ist. Es gibt da sehr viel zu prüfen und zu beratschlagen, worüber sich die zahllosen Vereine und Gesellschaften, die wir haben, eher den Kopf zerbrechen sollten als über so mancherlei Probleme, denen jetzt mit gewaltigem Aufwand an Arbeit und Kosten auf Kongressen und Tagungen aller Art unermüdlich nachgegangen wird.
Jedenfalls steht uns für den nächsten Monat wieder ein großer Mordprozeß in Aussicht, ein Prozeß vor dem Jugendgerichtshof, neben der Aburteilung der beiden Übeltäter von Leiferde, über die gleichfalls der Jugendrichter zu entscheiden haben wird. Die sittlichen Zustände in Deutschland werden damit vor dem Ausland in eine schlimme Beleuchtung gerückt werden, was an sich gewiß sehr zu beklagen ist; was aber doch auf der anderen Seite vielleicht dazu beitragen wird, die weit übertriebenen Vorstellungen, die man sich dort von der Höhe und dem Grade unseres Wiederaufstiegs gebildet hat, auf das richtige Maß zurückzuschrauben. Wenn man schon der Meinung ist, daß hierzulande trotz Krieg und Umwälzung wieder viel Licht zu finden sei, so soll man sich doch auch der Erkenntnis nicht verschließen, daß daneben, wie überall sonst in der Welt, auch viel Schatten einherläuft.
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i In diesem Zusammenhang müßten auch die wilden Tänze, welche die Kommunisten im Preußischen Landtage aufführten, größere Beachtung verdienen, als man ihnen jenseits unserer Grenzen im allgemeinen zuwendet. England, das durch und durch nüchterne England, das in den öffentlichen Körperschaften kommunistische Vertreter bisher nur in ganz vereinzelten Exemplaren aufzuweisen hat, lernt ja jetzt auch diese Richtung und ihre Kampfesweise gründlich genug kennen. Wir haben in unserer preußischen Landstube einen kommunistischen Vortrupp von rund 3^ Dutzend Köpfen, die, wenn sie natürlich auch eine an sich schwache Minderheit darstellen, doch mit aller Lungenkraft die allgemeine Auf- Wirksamkeit unausgesetzt auf sich zu lenken verstehen. Wie dabei verfahren wird, hat dieser Tage das Beispiel eines schlesischen Abgeordneten gezeigt, der über einen sozialdemokratischen „Kollegen" herfiel und, schlimmer noch, die Gattin des Kollegen, eine deutscheFrauundMut- r c r, durch Zurufe schmählichster Art in den Kot zu zerren suchte. Er ist dafür von zwei Söhnen der also Beleidigten verprügelt worden. Diesmal gibt der Versuch, die vcrmögensrcchtlichc Auseinandersetzung mit dem Hohe n« 3° l l crnhanse durch einen Vergleich aus der Welt zu sckwffen, den Koinmunisten Anlaß, das äußerste zu wagen. Die bürgerlichen Parteien hatten sich von der Einigung über diesen Vergleich eine Entgiftung der öffentlichen Mng versprochen, und ebenso wollte man den sich vor- üchug, ganz vorsichtig anbahnenden Wiedereintritt der Deutschen Volkspartei in die preußische Regie-
Annahme des tzohenzollernvergleichs.
Das preußenpar'ament genehmigt das Hohenzoüernabkommen.
(211. Sitzung.) tt. Berlin, 15. Oktober.
Da man für die heutige dritte Lekung der Hohenzollern- Vorlage im Preußischen Landtage unter Umständen Störungen oder Unruhen infolge kommunistischer Obstruktion in Betracht zog, waren vor Beginn der Beratungen Sicherheitsvorkehrun- gen in weiterem Maßstabe getroffen. Das Landlagsgebäude ist in weitem Umfange polizeilich abgcsp^rl: in der Straße vor dem Landtagsgebäude steht ein größeres Schutzmannsauf- gebot. Polizciosfiziere patrouillieren aus beiden Seiten der Straße aus und ab. Plakate an den Eingangstüren des Landtags weisen daraus hin, daß nu Abgeordnete und Personen, die mit Ausweis für das Betreten des Hauses und mit Tri- bünenfartcH versehen sind, (Sinkj finden können. Auch im Hause ist eine Wache postiert.
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Sitzungsbericht.
Bei Eröffnung der Beratungen sind die Tribünen schwach, die Abgeordnetenbänke dagegen gut besetzt.
Abg. Pieck (Komm.) protestiert gegen die polizeilichen Absperrungen und beantragt, die Sitzung zu vertagen, bis die Polizei draußen und drinnen zurückgezogen sei. Ferner plä- diert er für Auslösung des Landtages, da die kommunistischen Abgeordneten im Hause auf Schritt und Tritt von Kriminalbeamten verfolgt würden.
Präsident Bartelâ erklärt die Ausführungen Piecks für übertrieben. Es seien nur Maßregeln zur Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung durchgesührt.
Die kommunistischen Abgg. Schwenk, Bunels u. a. stellen nacheinander mehrere Verschleppnngsaniräge. die aber ohne Erfolg bleiben. Abg. Obuch «Komm.» verlangt die Hcrbei- rufung des Ministerpräsidenten Braun Eine Stunde vergeht mit den resultatlosen Anträgen der Kommunisten, dann beginnt die sachliche Beratung der
Vergleichsvorlage.
Als erster Redner spricht Abg. Grube. Als er den Sozialdemokraten einen Hiindecharakier vorwars, erhielt er einen Ordnungsruf, als er die Parteien des Hohenzollernvergleichs Räuber schimpfte, den zweiten. Der Kommunist Pieck beantragte, die Rede Grubes durch Säulenailschlag bekanntzuniachen. (Stürmische Heiterkeit.)
Abg. Wulle (Völk.) gab eine Erklärung ab, in der es heißt: Wir glauben nicht, daß der vorliegende Vergleich dem Rechte des Hauses Hohenzollern völlig genügt. Do aber das Haus Hohenzollern diesem Vergleich mit dem Preußischen Staat zu- geftimmt ha«, für beide Teile also eine neue Rechtsgrundlage geschossen ist, werden auch wir der Regierungsvvi.^ge zustimmen.
Der Kommunist Bartels-Krefeld sprach von Hohenzollern- Halunken und wurde dafür zweimal vom Vizepräsidenten Gir- nich zur Ordnung gerufen. Erneut bleiben eine Anzahl von Obstruktionsanträgen der Kommunisten ohne Erfolg.
Stürmische Unterbrechung.
Abg. Ruschke (Dem.) spricht für den vorliegenden Vergleich, der nach dem Versagen aller übrigen Möglichkeiten, auch des Volksentscheides, als einziger Weg übriggeblieben sei. Der Redner sagte weiter: „Wenn cs nach mir ginge, würde der vormalige König nicht in Holland zu wohnen haben, sondern hier im Lande unter der ständigen Aussicht eines energischen preußischen Innenministers."
Bei den weiteren Ausführungen Ruschkes kam es zu derartigen Unterbrechungen durch bic. Kommunisten, daß Präsident Bartels mit strengsten Maßnahmen drohen mußte. Der Redner kennzeichnete zum Schluß den Hohenzollernvergleich als ein Teilstück der großen inneren und äußeren Besricdungs- Politik.
Kinanzminister Dr. Höpker-Aschoff sprach besonders über die Auslegung des Wohnungsrech'eS für den ehemaligen König (§ 7). Er wies aUs § 23 des Re- vublikschutzgesctzes hin, wonach den Mitgliedern der ehemaligen
rungskoalition als den erfreulichen Beginn einer Milderung der politischen Gegensätze zunächst wenigstens in Preußen begrüßen. Aber es wird, wie man steht, schon dafür gesorgt, daß aufstrebende Hoffnungen nicht in den Himmel wachsen. Ein Mittel, endlich für Beruhigung und Entgiftung tm Lande zu sorgen, ist leider noch nicht gefunden worden Dr. Sv.
Der Reichspräsident in Braunschweig
Hindenburg als Hort deutscher Kraft.
Zum Besuch der braunschweigischen Regierung ist Reichspräsident von Hindenburg in Braunschweig einge- Iroffen, wo er von Minister Marquardt und Oberbürger- meiffer Dr. Trautmann begrüßt wurde. Entlang des Einznqsweges bildeten Vereine, Innungen und Schulen Spalier. Troß des Regens, der dauernd nicderging, war zahlreiches Publikum hcrbeigeströmt, um den Reichspräsidenten zu sehen und zu begrüßen. Der empfang seitens des Publikums war sehr herzlich. Der Reichspräsident begab sich vom Bahnhof über den Schloßhof, wo dir Veteranen von 1864 und 1870/71 Aufstellung genommen hatten, ins Schloß in die für ihn bereitgestellten Gemächer.
Bei einem Besuche des Rathauses hielt Oberbürgermeister Dr. Trautmann die Begrüßungsansprache, in der er hervorhob, daß der Geist der alten Hanse die Stadt groß gemacht habe. Diesen Geist, so sagte der Redner weiter, wollen wirtragen in unserer Brusttief eingegraben in unsere Herzen: den Geist des klugen Wägens und mutigen Wagens, den Geist des Vertrauens auf eigene Kraft, gepaart mit dem Bewußtsein der Notwendigkeit, alle aufbauenden Kräfte unseres Volkes zu sammeln und zu vereinigen; den Geist, der ft» nicht unter
Fürstensamtlien der Aufenthalt in Deutswiand versagt oder beschränkt werden kann, wenn Staalsinieresien das eriorverlich machen. Diese Bestimmung sei auch heute noch geltendes Recht.
Annahme der Paragraphen 1 und 2.
Nach erregten geschäftsordnungsmäßigen Auseinandersetzungen wurde in der Einzclbcraiung § 1 in einfacher Abstimmung angenommen. Dagegen stimmten die Kommunisten, die Sozialdemokraten enthielten sich der Abstimmung. 8 2 der Gesetzesvorlage wurde mit 251 gegen 36 Stimmen bei 84 Stimmenthaltungen angenommen.
Angenommen wird ferner der § 3 mit 242 gegen 36 Stimmen bei 60 Enthaltungen.
Während der Präsiden« das Ergebnis seststellt, entsteht zwischen einigen Kommunisten und Sozialdemokraten ein Streit. Eine Schlägerei wird durch den Abg. Pieck (Komm.) verhindert. Andere Kommunisten rufen: „Die Halunken wollen bloß eine Schlägerei provozieren!"
Beim § 4, der die Kronsideikommißrente mit dem 1. Januar 1919 fort fallen läßt, wird in namentlicher Abstimmung ein kommunistischer Antrag mit 244 gegen 37 Stimmen bet 52 Enthaltungen abgelehnt, wonach die Hohenzollern verpflichtet werden sollten, alle feit dem November 191? erhaltenen flam- lieben Zuwendungen, Geldbeträge wie Sachwerte, zurückzu- erstatten.
Mit ähnlichen Stimmenverhältnissen werden die folgenden Paragraphen des Entwurfs in namentlicher Abstimmung angenommen, und zwar unter Ablehnung kommunistischer Zusatzanträge.
Nach fast vierstündigem Abstimmungskamps wurde die Hohenzollrrnvorlagc mit großer Mehrheit angenommen. •
Nach Feststellung des vorläufigen Ergebnisses der Schluß- abstimmung über die Gesamtvorlage wurden 258 Stimmen mit Ja, 37 mit Nein abgegeben. 65 Zettel lauteten auf Stimmcnt- haltuna.
prügel- und Lärmszenen.
Nach Dckanntwcrdcn der Schlußabstimmung setzte von bett Kommunisten ein ohrenbetäubender Lärm ein,-an dem sich auch ein Teil der Tribünenbesnihirr beteiligte. Plötzlich kommt cs vor dem Rednerpult zu einem Handgemenge zwischen Kommunisten und Mitgliedern der Deutschen Bolkspartei und Dcutfchnati analen. Die Abgeordneten schlagen mit Fäusten aufeinander loS. Man sieht einen Menschenknäuel mit drohend erhobenen Fäusten, die kräftig aufeinander losschlagen. Vizepräsident Garnich war diesem Treiben gegenüber vollkommen machtlos und kündigte durch Verlassen seines Stuhles an, daß die Sitzung unterbrochen sei.
Sofort trat der Kommunist Pieck an das Rednerpult und richtete an das Haus und die Tribünen eine Ansprache, in der er von einem Schmach- und Schandvertrag sprach, aber auch seine Ausführungen gingen im Lärm unter. Um seinem Fraktionskollegen Gehör zu verschaffen, ergriff der Kommunist Kasper die Präsidentenglocke, die er heftig hin- und herschwang. In diesem Augenblick betrat Präsident Bartels den Saal und ließ durch einen Diener dem Kommunisten Kasper die Glocke abnehmen. Jin übrigen wurde der Abg. Kasper wegen seiner Handlungsweise von der weiteren Sitzung ausgeschlossen. Die Koinmunisten drohten jetzt aufden Präsidenten loszugehen. Aktcnbündcl wurden nach dem Prüstdentcnsitz geworfen. Präsident Bartels schloß zwei weitere Kommunisten von der Sitzung aus. Da sich auch die Tribünen- befuchcr in den Lärm mischen, werden Kriminalbeamte mit der Räumung der Tribünen beauftragt. Einige Besucher setzen den Beamten Widerstand entgegen, werden aber schließlich doch abgedrängt.
Die Mißik-auensanträge abgelehni.
Bei den baun folgenden Abstimmungen über die kommunistischen M i'ß t r a u e n s a n t r â g e gegen einzelne Minister wird der Mitztraucnsantrag gegen den Ministerpräsidenten mit 201 gegen 52 Stimmen bei 82 Enthaltungen abgelehnt. Ebenso verfielen auch die übrigen Mißtraucnsanträge der Ablehnung. Der Mißtrauensantrag gegen das Staats- m i n i ft e r i it m wird mit 202 gegen 41 Stimmen abgelehnt bei 118 Enthaltungen.
kriegen läßt, auch in Zeiten politischer und wirtschaftlicher Schwierigkeiten, und an die Sendung unseres Volkes glaubt. Denn nur so werden wir wirtschastliche, politische und seelische Not in unserem engeren und weiteren Vaterlande von unserem Volke fcrnhaltcn und wieder empor- ficigen können zu Größe und Weltgeltung. Bewundernd finden wir diesen Geist vorbildlich verkörpert in Ihrer nur auf das Ganze gerichteten, nur dem Wohl unseres Vaterlandes dienenden Führung int Kriege, nicht minder aber auch jetzt im Frieden. Wir verehren deshalb in Ihnen nicht nur das vom Volk erkorene Oberhaupt, sondern zugleich den Hort deutscher Kraft, deutscher Ehre und deutscher Einigkeit, den getreuen Eckart unseres Volkes. Nehinen Sie daher, Herr Reichspräsident, als Willkommcnsgruß das Gelöbnis unwandelbarer Treue zu unserem geliebten deutschen Vaterlande und seinem Führer entgegen. Das ist das Höchste, das ist das Heiligste, was wir Ihnen als W«ll- lommensgrutz unserer Stadt in dieser feierlichen Stunde barbringen können.
Der Reichspräsident dankte mit freundlichen Worte««, in denen er zum Ausdruck brachte, daß Einigkeit zum Wiederaufstieg nötig sei. Daraus trug ft» her Reichspräsident im Ratszimmer in das Goldene Buch der «'^i Braunschweig ein und begab sich sodann in Begleltung Der Minister, des Oberbürgermeisters und det S ordnctenvorstehcr zu Fuß zum Grldehaus, wc.er den Eh re nt ru nk her Innungen entgegennahm.
Nach einer Besichtigung des Domes und einem Besuch der althiftorischen Burg Dankwarderode, wo «in Großen Festsaal der Städtische Kinderchor emme L eder vortrug, wurde in der Kemenate der Burg das Frühstück eingenommen. Daraus kehrte der Reichspräsident ins Schloß zurua.