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Nr. 15 1927

Fulda, Mittwoch, 19. Januar

4. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Nejchswchrministcr Dr. Geßler teilt in einem Briefe an den demokratischen sichrer Dr. Koch mit, daß die Veröffent­lichung des vielbesprochenen Berichtes General Reinbardts über die Reichswehr mit seiner Genehmigung erfolgt sei.

* In Ostgalizien ist nach Lemberger Meldungen eine öholcraepidemic ansgeürochcn, an der täglich 20 bis 50 Menschen sterben sollen.

* Diaz, der v"n den Amerikanern beschützte konservative Präsidcntfchas ter in Nikaragua, lehnte die von den Mittelamerika,» Staaten angebotene Vermittlung im Streit mit Saca,a ab.

-'- In Schanghai sind 4000 Mann fremder Truppen zur Ver­teidigung der ausländischen Konzessionen gelandet worden.

Körrigsbers und Lötzen.

Wenn bei sachlichen Verhandlungen der eine Teil nicht ganz vom Willen zur Ehrlichkeit beseelt ist, so wendet er gern einen von jeher beliebten Trick an. Dieser besteht darin, die Aussprache unvermerkt auf einen Nebenpunkt zu lenken und sich in diesen mit geheuchelter Leidenschaft zu verbeißen. Dadurch soll die Aufmerksamkeit von den wichtigen Dingen abgelenkt und so das Scheitern des ver­suchten Ausgleichs dem Gegner in die Schuhe geschoben werden.

Nach dieser Art gehen zurzeit mehr oder minder beabsichtigt, muß man wohl annehmen die Beratungen in Paris zwischen dem Versailler Militärkomitee und den deutschen Vertretern über die sogenannten Restpunkte vor sich. Während man in Deutschland und auch wohl in Frankreich unbedingt voraussetzte, es solle nun endlich die kaum noch länger verschiebbare Räumung des be­setzten Rheinlandes Form und Wirklichkeit gewinnen, traten plötzlich die Auseinandersetzungen über die Befesti­gungen an unseren Ostgrenzen in den Vordergrund. Königsberg und Lötzen besitzen noch einige ver­altete Erdwerke, cs stehen noch ein Dutzend unmoderner Geschütze in dem Bereich der Feste Königsberg. Das be­unruhigt angeblich das französische Gewissen so stark, daß im übrigen nicht mehr 511 leugnenden Verpflichtung zur Rheinlandräumung. Polen, der geliebte Freund Frank­reichs, sei derart bedroht durch die alten Geschützrohre Königsbergs, daß man es ihm nicht verdenken könne, wenn es dahinter kriegerische Pläne der Deutschen empor­wachsen sehe und sich ernsthaft in Gefahr fühle. Polen geht zwar finanziell fast zugrunde an den Ausgaben für seine fast eine halbe Million Mannschaften umfassende Armee, die mit den modernsten Angriffswaffen, Tanks, Kriegs- flugzeugen usw. ausgerüstet ist. Die Deutschen besitzen von alledem nichts, die hunderttausend Mann umfassende Reichswehr ist gar nicht imstande, irgendeine Grenze nachhaltig gegen Riesenheere, wie sie Polen und Frank­reich unterhalten, zu schützen schadet nichts, die rosten­den Kanonen von Königsberg bedrohen die polnische Sicherheit. Der polnische General H e n n i n g - M i ch a e- l i s erkennt zwar in einer Veröffentlichung an, daß heute auch den größten Festungen kein offensiver Charakter mehr zukomme, daß Königsberg nur im Falle eines feindlichen . Einfalles in Ostpreußen einige geringe Verteidigungs- dienste leisten könnte. Trotz alledem wiegt man in Paris die Köpfe bedenklich hin und her, Königsberg und Lötzen, sagen die Polen, verkörpern den Angriffswillen Deutsch­lands. Weil die Polen es sagen, muß cs wahr sein. Und die Folgerung ? Man kann die Räumung des Rheinlandes ' nicht zugestehen, solange die Deutschen ihre Königsberger Geschütze nicht einmauern und die ostpreußische Ebene willenlos jedem polnischen einmarschierenden Heere freundlich zu Verfügung stellen.

Bei dieser für jeden objektiven Beobachter errennbaren Verschiebung der Pariser Verhandlungen auf das Neben­gleis von Königsberg und Lötzen gestaltet sich die Erledi­gung der tatsächlich wichtigen Angelegenheit, der Rhem- landräumung, zu einem langwierigen Hin- und Hergerede. Der wohl von aufrichtigem Willen beseelte französische Außenminister Briand versucht bisher ohne sonderlichen Erfolg, die Dinge in die richtige Bahn zu lenken und der Idee der deutsch-französischen Annäherung nach Möglich­keit zu dienen. Aber die französischen Chauvinisten und Nationalisten um jeden Preis sind ja gar nicht so sehr gewillt, dieser Idee zu dienen. Vielleicht würden sie sogar lieber auf ihren Außenminister verzichten, wenn es ihnen gelänge, die Annüherungspläne überhaupt zu zerschlagen. Bei diesen Bestrebungen stehen ihnen mächtige Manner zur Seite, denen ebensoviel Ansehen und Bedeutung in Frankreich zukommt wie dem verhandlungswilligen Außenminister. Somit wird das ganze Spiel auch 311 einer wichtigen innenpolitischen Frage des französischen Volles, über deren Lösung heute noch vollständiges Dunkel schwebt.

Wir in Deutschland müssen diese Lösung den Fran­zosen selber überlassen. Jedenfalls haben w i r an Ver- ständigungswillen ein solches Maß aufgebracht, daß die Welt außer etwa den genannten französischen Chauvi­nisten und denjenigen Polen, die nun einmal nicht zu gutcnl Glauben kommen w 0 l l c n , an unserer Friedens­liebe nicht mehr zweifelt. Selbst wenn in Königsberg und Lötzen noch einige dürftige Donnerrohre stehen, weichen wir nicht ein Jota von unserer gerechtfertigten Forderung der Freimachung deutschen Landes von fremder Solda­teska ab. Polnische Hinterhältigkeit und französisches Wehgeschrèi sollen uns dabei nicht irrcmachcn.

Der Kampf um die Reichswehr.

Reichardt, Koch nud Geßler.

Ein politischer Briefwechsel.

Seit einiger Zeit wird in der Öffentlichkeit ein leb­hafter Kampf um die Reichswehr geführt. Während von den.Parteien der Linken dringend eine Reform des Reichsweh rersatzes gefordert wird, wünschen die Rechtsparteien, daß unter reinen Umständen irgendeine Änderung in dieser Frage bei der Reichswehr eintreten soll. Diesen Kampf der Meinungen nahm General Rein­hardt zum Anlaß, auch seinerseits einige Gedanken über die Reichswehr niederzulegen. Hierbei legte der General im wesentlichen Gewicht darauf, daß der Heeresersatz nur auswehrfreudigen Kreisen" entnommen werden dürfe, wobei auchein größerer Anteil Freiwilliger aus geistig links eingestellter Umwelt in der Reichswehr Aufnahme finden könne". In diesen Kreisen werde aber, so meinte General Reinhardt weiter, statt der Wehrsreudigkeit viel mehr die ParoleNie wieder Krieg!" gepflegt. In den Ausführungen hieß es dann wörtlich weiter:

Wir wissen ebenso, daß ein Abwehrkrieg zur Verteidi­gung deutschen Volkstums den besten Teil der deutschen Demokratie auf der Seite der Waffenstreiter für Recht und Freiheit fände. Aber in allen leitenden Zeitungen dieser Richtungen sind dem heeresfeindlichen Pazifismus alle Spalten geöffnet: jede Pflege der Wehrhaftigkeit wird ver­dächtigt^ und nur sehr vereinzelt und schüchtern wird ge­legentlich Recht nnb Pflicht zur Landesverteidigung ver­treten. Hand aufs Herz, wo liest man:Ich bin deutscher Republikaner und bereit, mein Vaterland mit der Waffe in der Hand gegen jeden zu verteidigen, der deutschen Boden rauben will. Ich trete dafür ein, daß die Wehrmacht der Deutschen Republik das heilige Recht des deutschen Volkes, sein Land zu verteidigen, in gleicher Weise und mit gleichen Mitteln wahrnehmen kann wie jedes Nachbarn Wehrmacht."

Gegen diese Ausführungen des Generals Reinhardt verwahrte sich der Führer der Deutschen Demokratischen Partei, Reichstagsabgeordneter Dr. .Koch, wobei er be- rvM, daß az« Mssuhrun gen General Reinhardtsein erschütternder Beweis für die politische Einseitigkeit und Unwissenheit sind, die in leitenden Kreisen der Reichswehr noch vorkommen". Dr. Koch verwies in seiner Erwide­rung weiter auf die von Führern der Demokratischen Partei zu den Fragen des Pazifismus und der Reichswehr gehaltenen" Reden und erinnerte daran, daß seine Partei ständig mit den Organen eines radikalen Pazifismus im Kampf läge. Gleichzeitig wandte sich Dr. Koch an den Reichswehrminister Dr. Geßler mit dem Ersuchen, die demokratischen Führer gegen die Vorwürfe des Generals Reinhardt zu schützen.

Rcichswehrminister Dr. Geßler hat nunmehr aus diesen offenen Brief Dr. Kochs geantwortet. In dieser Antwort teilt Dr. Geßler mit, daß der Chef der Heeres­leitung in der Frage des Heeresersatzes Berichte der ver­antwortlichen Befehlsstellen eingefordert hat. wobei auch General Reinhardt einen solchen Bericht erstattete. Der Reichswehrminlster hat dann diesen Bericht des Generals Reinhardt unzensuriert für die Öffentlichkeit freigegeben, um, wie Dr. Geßler betont, in einer für die Entwicklung des Heeres wichtigen Frage n i ch t d i e A r in e e m u n d - t 0 t zu machen. Wörtlich heißt es dann in der Antwort des Reichswehrministers weiter:

Der Artikel hebt ausdrücklich, hervor, daß der Verfasser der Auffassung ist, daß die Angehörigen der Linksparteien selbstverständlich wie die Verfassung, so auch die Grenzen ihres Vaterlandes mit voller Hingebung verteidigen wer­den. Aber er ist der Auffassung, daß in der Pflege dieser Ideale, in der Haltung ihrer Parteien Widersprüche und Lücke n bestehen, die in der Armee das Bild erzeugen, das er geschildert hat. Diese Auffassung ist mir selbst oft esitgegengetreten. Soweit ich konnte, habe ich mich bemüht, sie auf das berechtigte Maß zurückzuführen, indem ich allen Heerestcilen alljäbrlicb die amtlichen Berichte über die Neichstagsvcrhandlungcn zum Hcercsctat zugeydn ließ., Da­

Marx" Bemühungen

um die AsgiemngsbiLönng.

Weitete Besprechungen mit den Parteiführern.

Reichskanzler Dr. Marx empfing am Dienstag den Führer der Deutschnationalen Volkspartei zu einer Be­sprechung, bie etwa eine Stunde dauerte. Dr. Marx suchte festzustellen, ob die Deutsschnationalen ein Kabinett der Mitte tolerieren könnten. Graf Westarp ließ indessen teilten Zweifel daran, daß dies nicht der Fall sein würde. Reichskanzler Marx empfing ferner noch Vertreter der Bayerischen VolksparM und der Wirtschaftlichen Ver­einigung.

Dem sozialdemokratischen Parteiführer Müller- Franken teilte Dr. Marx mit, daß die Deut f ch e V D IJt s p artet nicht bereit sei, die Große Koalition mitzumachen. Auf die Frage des Abg. Müller-Franken, ob die Parteien, die eine Minderheitsregierung bilden wollen, auf eine Unterstützung von links ohne Neutralität des Kabinetts nach beiden Seiten einzugehen bereit seien, erwiderte der Reichskanzler, daß das Zentrum dazu bereit sei, daß er aber noch nicht wisse, wie die Deutsche Volks­partei zu biefer Frage stehe.

Am späten Abend traf der Vorstand der Reichstags- fraftion des Zentrums zu einer Sitzung zusammen. Reichs­kanzler Dr. Marx wohnte der Sitzung bei. Der Fraktions­vorstand gab sodann nach Prüfung der gegenwärtigen La­ge folgendes Kommuniguce aus: Das Zentrum setzt mit

durch ergibt sich ja die grundsätzliche Stellung Der Demo­kratischen Partei in dem Sinne einwandsrei, wie Sie in Ihrem Briefe hervorheben.- Dauern gibt es aber sehr viele Äußerungen in der LsstaUichkeit, und zwar von Leuten, die sich als besonders berufene Interpreten republikanischer und demokratischer Weltanschauung aus­geben, die eine a ^' s 0 l u t e n 1 g e g e n g e s e tz < c E i tz st e l - lung ergeben. ^ß"è eigenen Ausfübrungen aus dem Par­teitag in Breslau, die Sic in Ihrem Briese zitieren, sind ein Beweis dafür, denn sie. wurden ja zur Bekämpfung von Strömungen im Lager der deutschen Demokratie notwendig, die vielleicht keine große Gefolgschaft haben, aber sehr laut auftreten und in einflußreichen Organen zu Worte kommen. Daraus erklärt sich, daß Stimmungen und Auffassungen, wie sie im Artikel des Generals Reinhardt zum Ausdruck kommen, immer wieder neue Nahrung finden. Sie haben an der temperamentvollen Darstellung dieser Stimmung in dem Aufsatz scharfe Kritik geübt. Aber ich weiß bestimmt, daß Sie irren, wenn Sie glauben, eine Verunglimp- f u n g der demokratischen Parteiführer habe im Sinne des Verfassers gelegen. Mir kam es darauf an, durch eine offene Aussprache zu einer Klärung und zur Verständigung zu kommen, und ich würde cs auf­richtig beklagen, wenn, dieser Zweck vereitelt würde.

Dr. Koch wird diesen Bries des Reichswehrministers iowie ein Schreiben des Generals Reinhardt, der auch an Dr. Koch eine Antwort gerichtet hat, demnächst beant­worten. Die Veröffentlichung des Antwortschreibens des Ministers ist erst jetzt erfolgt, da von gewisser Seite eine Erschwern na der innenpolitischen Ver­hältnisse befürchtet wurde.

Koch antwortet Getzler.

Berlin, 18. Jan. (W. B.) Aus den vorstehend veröffentlichten Brief des Reichswehrmini- sters Dr. Geßler an den Vorsitzenden ber demokratischen Reichstagsfraktion Koch hat dieser unter dem heutigen Datum mit einem Schreiben an den Rcichswehrminister geantwortet, das das Nachrichteubv.ro des DDZ zu ver­öffentlichen in der Lage ist und in dem es u. a. heißt: Es gibt keine maßgebenden Kreise in der Partei, die der Reichswehr feindlich gegenüberständen. Es gibt allerdings Kreise, die Ihrer Tätigkeit in der Reichswehr nicht im­mer Billigung gezollt Habey."

Nach einem Hinweis darauf, daß die Ausführungen Kochs in Breslau zur Frage des Pazifismus in erster Li­nie deswegen gemacht wurden, um Angriffe, wie die jetzt von General Reinhardt erhobenen, zurückzuweifen u. feine Haltung auf dem demokratischen Parteitag ausdrücklich einstimmig gebilligt wurde, heißt cs in dem Brief weiter:

In dem Artikel des Generals Reinhardt find die Vor­würfe gegen die Demokratische Partei und ihre Wortfüh­rer unterschiedslos gerichtet. Es wird ausdrücklich zwi­schen Ihnen, Herr Geßler, und allen anderen Wortfüh­rern der Partei ein Strich gezogen. Sie wissen aber eben­sogut wie wir, mit welcher Treue wir in schwersten Stun­den an Ihnen festgehalten und Sie gestützt haben, wie sehr wir uns jederzeit bemüht haben, überlaute Stimmen der Kritik einzudämmen und wie entschieden wir uns in allen amtlichen Verhandlungen trotz mancher Bedenken gegen Ihre Politik auf Ihre Seite gestellt haben. Ich bebaute, daß Sie trotzdem diese einseitige und falsche Darstellung über uns alle haben passieren lassen. Wenn es Ihre Ab­sicht gewesen ist, uns anzuhalten, einen Kampf um bie Seele der Reichswehr zu führen, so ist uns dieser Kampf durch diesen Artikel ganz gewiß nicht erleichtert. Im Ge­genteil, es werden zahlreiche Angehörige der Reichswehr den Artikel des Generals Reinhardt und die kommentie­renden Stimmen der Rechtspresse lesen und glauben, so­wie zu irrigen Meinungen hingeführt und uns entfremdet werden. Es wird mühsamer und großer Anstrengungen bedürfen, um diesen Eindruck wieder zu verwischen.

besonderem Nachdruck die bisherigen Bemühungen um das Zustandekommen einer Regierung der Mitte fort. Alle gegenteiligen Ausstreuungen find unrichtige Tcndenzmel- dungen. ____________ politische Rundschau.

/ Deutsches Reicb.

Besprechungen zwischen Regierung und Weinbeirat.

Das Reichsministerium für Ernährung und Land­wirtschaft batte im Einvernehmen mit dem NeichsMiniste- riunl des Innern den Wcinbeirat nach Wiesbaden (Kur­haus) zu einer Sitzung einberufen. Die Besprechung, an der neben den Vertretern der Reichsregierung Verweter von Preußen, Bayern, Hessen und Hamburg sowie mehrere Reichstagsabgeordnete teilnahmen, nahm einen harmoni­schen Verlauf und hat zu einer merkbaren Annäherung zwischen Weinbau und Wdinhandcl geführt. In der Frage der Aufhebung des V e rft e i g e r u n g S - Verbotes für Wein beschloß der Beirat, die Reichs- regierung zu ersuchen, das Verbot bis auf weiteres im Hinblick auf die Verhältnisse des besetzten Gebietes aus- rcchtzucrbaltcn. Bei der Beratung über die Änderung des Weingesetzes waren die Vorschläge des deutschen Wein- bauvcrbandcs zugrunde gelegt. Ein Antrag, die G e - m e i n d e g e t r ä n k e st e u e r auf Wein keinesfalls über den 1. April des Jahres hinaus bestehen zu lassen, wurde eiristimmig angenommen. Am 15. Januar trat im An­schluß an die Beiratssitzung der Reichsausschuß für Wein- Propaganda zu einer Beratung zusammen.