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Nr. 32 — 1927
Fulda, Dienstag, 8. Februar
4. Jahrgang
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Kleine Zeitung für eilige Leser
* Ein Ausschuß evangelischer Theologen ist der „Deutschen Liga für Völkerbund" beigetreten. Bei der Gründungssttznng des Ausschusses sprach Gencralsuperintendent D. Dibelius über den Völkerbundgedanken.
* Die beiden Mörder, die das Ehepaar Tschentke in Sommerfeld töteten, sind in den Personen der Fürsorgezöglinge Kurt Sommer und Friedrich Librenz ergriffen worden.
* Um den Besitz der Stadt Porto in Portugal haben heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Aufständischen stattgesunden.
* Die Vereinigten Staaten treten in einer an die chinesischen Machthaber gerichteten Note für die Neutralisierung Schanghais ein.
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Vritislh-NlsWes Gegenspiel.
Gewiß mag man gegen englische Behauptungen, bei bett chinesischen Angriffen auf die dortige Handelsund Machtstellung Englands sei s 0 w j e t r u s s i s ch - bolschewistischer Einfluß mit im Spiel, einige Zweifel hegen, denn derartige Vorwürfe wurden in London wohl immer dann erhoben, wenn es irgendwo in der Welt gegen die Herrschaft Englands kriselte. Dann sollen derartige Behauptungen besonderen Eindruck in Nordamerika machen, das sich ja als den unbedingtesten Gegner des Bolschewismus betrachtet, — was freilich durchaus nicht daran hindert, daß man mit Moskau recht gute Geschäfte macht. Daß England selbst als Macht für den Bolschewismus einen gefährlichen Feind darstellt, hat aber die Sowjetrepublik nicht vergessen; über den Standpunkt eines kühl-offiziellen Verhältnisses ist man deswegen auch nicht hinausgegangen und begrüßte es heimlich, wenn dem Englischen Weltreich irgendwo Schwierigkeiten entstanden. Beim Freiheitskampf der Türken hat man — inoffiziell natürlich — auch etwas geholfen und zertrümmerte dadurch die englische Vormachtstellung in V 0 r d e r a s i e n. Auch in China mag jetzt Ähnliches geschehen und sofort wird noch deutlicher auf die englisch-amerikanische Interessengemeinschaft im 'fk^JOLw^^ hingewreseu, denn litt englischen Kabinett scheint inzwischen die schärfere Tonart gesiegt zu haben; sprach doch soeben der Innenminister 'Ynson Hicks mit ganz auffallender Heftigkeit gegen die Einmischungsversuche der Moskauer Politik in China.
Die Zeiten sind vorbei, da die Sowjetrepublik durch k Kümpfe im Innern so geschwächt war, daß sie an eine n-üve Außenpolitik nicht denken konnte, außerdem in der 'L-elt völlig isoliert dastand, wie ein Pestkranker gemieden wurde. Der Jahrzehnte alte Gegensatz zwischen England und Rußland, der sich erst milderte, als aus Englands Betreiben Japan dem russischen Vordringen lir Hinterasien ein Halt gebot, jener Gegensatz, den dann nur der Traum einer Eroberung Konstantinopels milderte und der darauf sogar durch die Waffenbrüderschaft ersetzt wurde, ist aber mit dem Erstarken des Bolschewismus mit stärkerer Wucht wieder ausgebrochen. Die deutsche politische Rechnung vor dem Weltkrieg hatte ja den tief tragischen Fehler aufgewiesen, daß dieser Gegensatz etwas Unüberwindbares sei und bleiben würde. Jetzt ist er aber wieder da, nur hat er noch weit größere Ausmaße nach innen und außen gewonnen. War er früher nur machtpolitisch, weil Englands Machtstellung in Asien bedroht schien, so hat er sich jetzt auch innerlich vertieft durch die weltanschaulichen Gegensätze zwischen der bol- schewistisch-kommunistischen Ideenwelt und dem entgegengesetzten englischen Standpunkt. Und nach außen hm erweiterte er sich durch das Erwachen Chinas einerselks, das auch den Kampf gegen England bedeutet, und das Herantreten der Vereinigten Staaten an die Seite Englands. Diese Unterstützung ist für England um so willkommener, als es seinen früheren Bundesgenossen Japan verloren hat, den es dem Drängen Australiens und Norv- amerikas opfern mußte. Dunkel genug ist die Haltung Japans gegenüber den Vorgängen in China und allzu gern würde man in London eine aktive Mitarbeit jenes Landes bei dem Vorgehen gegen die „Aufständischen" begrüßen.
Man fühlt sich eben als allzu isoliert, zumal sich die Vereinigten Staaten doch nur auf eine mehr oder minder „moralische" Unterstützung zu beschränken scheinen. Und in ihrem Gegensatz zu Rußland ist die englische Regierung schon lange in eine sehr unbequeme Abwehrstellung gedrängt, hat von Moskau her schon Dinge -instecken müssen, die man sonst nur mit dem sofortigen Abbruch jeglicher diplomatischen Beziehung beantwortet hätte. Wirtschaftliche Hoffnungen auf Beteiligung am russischen Geschäft und Darum angesichts der englischen Wirtschaftsnot bittere Notwendigkeit sind die Gründe der Zurückhaltung. Wie lange noch, wird sich erst zeigen, wenn London aus seiner politischen Isolierung herausgekom- men ist.
Amerika tritt ein neutrales Schanghai.
Das Staatsdepartement der Vereinigten Staaten beauftragte Sonntag den amerikanischen Gesandten in China, MacMurray, bei den kriegführenden Parteien dahin vorstellig zu werden, daß sie die internationale Zone von Schanghai von der Kriegführung ausnehmen. Diese Aufforderung ist in die Form einer regulären Note gekleidet, die sowohl Tschangtsolin wie Sunlschuanfang und den Kantontruppen übermittelt wurde. Die Antwort steht noch aus, woraus Washington schließt, daß die Marschälle versuchen werden, an die Neutralisierung Bedingungen für die Zukunft Schanghais zu knüpfen. Dis amerikanische Note deutet bereits an, daß Amerika bereit
Die Militärrevolten in Portugal.
Heftige Kämpfe um Porto.
Eingreifen von Artillerie.
Die von der portugiesischen Negierung verbreiteten Nachrichten, daß der in Porto ausgebrochene Militärauf- stand sofort von regierungstreuen Truppen unterdrückt worden sei, hat sich nicht bestätigt. Es haben sich vielmehr heftige Kämpfe um die Stadt entwickelt. Doch soll es jetzt tatsächlich den Regierungstruppen gelungen sein, nach längerer Artilleriebeschießuug in die Stadt einzurücken und die strategisch wichtigen Punkte zu besetzen. Mehrere Führer der Rebellen sind geflüchtet. Ihre Verfolgung ist ausgenommen.
Die an die Aufständischen von Porto gerichtete Forderung nach bedingungsloser Übergabe war von diesen abgelehnt worden. Äuch eine Vermittlungsaktion des Konsuls von Uruguay, einen Waffenstillstand zustande zu
wäre, die Neutralisierung eventuell zu erkaufen. Der Schlußabsatz besagt nämlich, daß die amerikanische Regierung gegen eine Verhandlung über den zukünftigen Status Schanghais, wenn sie ordnungsmäßig eingeleitet und durchgeführt würde, nichts einzuwenden hätte.
OLeKsudell-Akien beim Reichskanzler.
Die Dcutf chnattonalen hinter Keudell.
Reichskanzler Dr. Marx hatte vor der Abstimmung über das Vertrauensvotum für die neue Reichsregierung in Aussicht gestellt, daß er auf schnellstem Wege eine Untersuchung über die gegen den neuen Reichsinnenminister von Keudell von sozialdemokratischer Seite vorgebrachten Anschuldigungen wegen dessen Verhalten beim Kapp- Putsch herbeiführen würde. Der Reichskanzler ist demgemäß an die preußische Regierung mit dem Ersuchen her- angetreten, die Herrn von Keudell betreffenden Akten zu übersenden. Die preußische Regierung hat diesem Ersuchen auch entsprochen. Wie cs heiß:, wird Reichskanzler Dr. Marx mit der Bearbeitung dieser Akten eine ihm unparteiisch erscheinende Persönlichkeit betrauen. Man spricht dabei von dem Reichsgerichtspräsidenten Dr. Timons oder dem Amtsvorgänger Keudells. dem demokratischen Reichsinnenminister Külz.
Von politisch rechtsstehender Seite wird im übrigen darauf aufmerksam gemacht, daß die deutschnationale Reichstagsfraktion wie ein Mann geschlossen hinter Keudell steht, der allen Gruppen in ihr gleichmäßig als einer der besten Männer gilt. Von dieser Seite wird auch darauf hingewi^cn, daß die Sozialdemokraten keinerlei Anstoß daran genommen hätten, als ihnen in Preußen die Deutsche Volkspartei Herrn von Richter als Finanzminister präsentierte, der % Jahr vorher wegen Beteiligung am Kapp-Putsch disziplinarisch seines Amtes als Oberpräsident der Provinz Hannover enthoben worden war.
Evangelische Kirche und Völkerbund.
Mitarbeit eines Theologenans schusscs.
Auf Anregung der Deutschen Liga für Völkerbund haben sich eine Reihe führender Persönlichkeiten der evangelischen Kirche bereit erklärt, einen besonderen, oct Liga angegliederten Theologenausschuß zu bilden, der die Gesichtspunkte der evangelischen Kirche in allen Angelegenheiten des Völkerbundes vertreten und zugleich innerhalb der evangelischen Kirche selbst den Völkerbundgeda n ken in evangelischer Auffassung zur Geltung bringen soll. Die konstituierende Versammlung fand unter Teilnahme führender Männer der offiziellen Kirche, der theologischen Wissenschaft m^. ^r freien kirchlichen Arbeit im Reichstagsgebäude statt.
Die Mitarbeit der deutschen evangelischen Kirchen au diesen Ausgaben der Liga unb cm der Gestaltung des Völkerbundes behandelte Gencralsuperintendent D. Dr. Dibelius in einem programmatischen Vorträge. Der Kritik weiter evangelischer Kreise an der Gestalt des bisherigen Völkerbundes gab der Redner rückhaltlos recht, aber der offensichtliche Mißbrauch der Völkerbundidee schließe noch nicht ihr grundsätzliches Recht aus. Die allgemeinen Grundsätze des Völkerbundstatuts widersprachen den Ideen der evangelischen Kirche keineswegs. Das oberste Ziel dieser Grundsätze, die Erschwerung und Verhinderung künftiger Kriege, wurde von der evangelischen Kirche aus innerster Überzeugung ebenso anerfannt wie der Fricdensgcdankc, der dieser Forderung zugrunde liegt. Für Die reine Ausprägung des Völkerbund- ideals sei die Mitarbeit der evangelischen Kirche notwendig. Bei der Gestaltung der sostalethischen Fragen dürfe der Einfluß des evangelischen Geistes nicht ausgeschaltet werden.
Gencralsuperintendent D. Dr. Dibelius hat in dem Ausschuß den Vorsitz übernommen. Die übrigen Mitglieder sind: Prof. D. Dr. Deißmann, Oberkonsistorialrat Dr. Schreiber, Direktor Dr. Hinderer, Gencralsnpcrinten- dent Dr. Zänker (Breslau), Prof. Althaus (Erlangen), Direktor Dr. Steinweg und Direktor Dr. Melle.
bringen, scheite: ?. Bei den Kämpfen gab es zahlreiche Tote und Verwundete. Während die Regierungstruppen nach offiziösen Auslassungen nur geringe Verluste zu beklagen haben sollen, sollen die Aufständischen zahlreiche Tote und 100 Verwundete zu beklagen haben. Auch einige Zivilisten wurden bei dem Kampfe getötet. Unter der Zivilbevölkerung der Stadt herrscht wegen des heftigen Artilleriefeuers Panik. Die Straßen sind mit toten Pfcrden besät, mehrere Häuser sind vollständig zerstört worden.
Die Lage im Lande verschärft sich noch durch einen E i s e n b a h n e r st r e i k, der im Norden zur Unterstützung des Ausstandes ausgebrochen ist. Auch in verschiedenen anderen Orten haben die Truppen revoltiert, so In Figueira da Foz, 30 Meilen westlich von Coimbra und Tavira. Hier haben sich die Ausständischen, als sie von einem Kanonenboot beschossen wurden, bedingungslos ergeben.
Vereinbarung über die deutschen Ostbefefiigungen.
Berlin. Der Notenaustausch und die Vereinbarungen zwischen Deutschland und der Sinter alliierten Militärkontroll- kommission werden jetzt veröffentlicht. über das System der befestigten Werke der deutschen Ost- und Südgrenze sind von den beiden Unterhändlern vier Punkte festgelegt worden. In Punkt 1 wird bestimmt, daß das System der befestigten Werke der deutschen Ost- und Südgrenzc so ausrechtcrhalten wird, wie es 1920 von der ^interalliierten Kontrollkommission ausgenommen worden ist. — Punkt 2: Soweit nicht in Ziffer 3 etwas anderes vereinbart ist, werden in diesem Gebiet nur die befestigten Werke und Unterstände anfrechterhalten werden, die 1919 bestanden haben und 1920 von der Interalliierten Kontrollkommission ausgenommen worden sind, wobei Einverständnis darüber besteht, daß weder ihre Zahl noch ihre Ausdeh- nunug vergrößert werden soll. Das verderbliche Material (Erde, Holz, Ziegel) kann durch Beton und Mauerwerk ersetzt werden. In diesem Gebiet kann kein befestigtes Werk oder Unterstand gebaut werden, auch nicht als Ersatz alter ctn= geebneter Fedvstellen. — Punkt 3: Im Wege des Vergleichs erklären sich die interalliierten Regierungen damit cinver- • standen, daß von den 1920 gebauten Unterständen 54 erhalten bleiben, nämlich bei Glogau auf dem linken i Ufer der Oder 8 Unterstände, bei Lötzen 15 Unterstände, bei Königsberg 31 Unterstände. Alle übrigen, bei Glogau auf dem rechten User 7, bei Küstrin auf dem rechten Ufer 5, bei Königsberg 22 Unterstände werden innerhalb vier Monaten, vom 15. Februar an gerechnet, zerstört. Von den 22 zu zerstörenden Unterständen bei Königsberg werden 17 durch die deutsche Regierung, 5 durch die alliierten Regierimgen bezeichnet werden. Deutschland gibt die Versicherung, daß in dem in Ziffer 1 bezeichneten Gebiet feine anderen befestigten Werke oder Unterstände vorhanden sind wie diejenigen, die der Interalliierten Militärkontrollkommission mitgeteilt worden sind.
Die in der Anlage 1 der Vereinbarungen festgesetzte Linie der befestigten Plätze und Anlagen ist folgende: Eine gerade Linie von Königsberg nach Sensburg, dann von Sensburg nach Marienburg, eine Linie von dem Punkt. w» die Eisenbahn Dirsâwir— Konitz—Schncidemühl—Küstri» deutsches Gebiet erreicht bis Küstrin, der Lauf der Oder von Küstrin bis Brieg, die Eisenbahn Bricg— Neiße— Kamenz— Glatz—Waldenburg—Görlitz—Bautzen—Pirnt—Königstein.cino Linie von Königstein nach Hos, die Eisenbahn Hof—Neustadt— Regensburg, der Lauf der Donau von Regensburg bis Donaueschingen, die Eisenbahn Donaueschingen nach Neustadt, wo die Linie die entmilitarisierte Rheinzone erreicht.
Veratungen über einen Konlordatsabschluß.
Berlin. In der Öffentlichkeit immer noch verbreiteten Gerüchten über geheime Vereinbarungen mit dem Vatikan anläßlich der letzten Regierungsbildung ist mittlerweile sowohl von päpstlicher Seite wie auch durch die Rede des Zentrum-- führers von Guârard im Reichstag am 4. Februar scharf eW gegengetreten worden. Von der Reichsregierung wird zu dieser Angelegenheit bemerkt, daß seit längerer Zeit auf Grund der Verfassung der Republik, die vollständige Gewissensfreiheit verbürge, die zuständigen Ressorts in eine Prüfung der einschlägigen staatsrechtlichen und kirchenpolitischen Fragen ein« getreten sind, ohne daß es aber zu irgendwelchen Verhandlungen mit dem Heiligen Stuhl bisher gekommen ist.
Deutscher Reichstag.
(265. Sitzmn CB. Berlin, 7. Februar.
Eingegangen ist ein Protestschreiben der syrischen Frei-? heitsparlei gegen die französischen Maßnahmen in Sbrien. Auf der Tagesordnung steht die erste Beratung des Gesetz- cntivurfes über die
Arbeitslosenversicherung.
Die Vorlage, die bereits im Reichsrat verabschiedet worden -ff, fe^t als Träger der Arbeitslosenversicherung die Landes- arbcitâlofcnfaffcn ein. Deren Bezirke sich decken sollen mit denen der LandeSämter für Arbeitsvermittlung. Für den Fall der Arbeitslosigkeit sind durch das Gesetze, das 175 Paragraphen enthält, versichert: 1. die Krankenkassenpslichtvcrsichericn, 2. Die in der Angestetttcnvcrsichcrung oder nach Dem Reichskuapp- schaftsgosetz Versicherten, 3. Die zur Schiffsbesatzung Gehörigen.
Für Die Bemessung Der Arbeitslosenunterstützung werden sieben Klassen eingerichtet, und zwar Klasse 1 bei einem Wochenlohn bis zu 12 Mark, Klasse 2 von 12 bis 18 Mark. Klasse 3 Von 18—24 Mark, Klasse 4 bis 30 Mark. Klasse 5 bis 36 Mark, Klasse 6 bis 42 Mark und Klasse 7 mehr als 42 Mark Wochenlohu. Die gewährte Hauptunterstützung beträgt in den Klassen 1 und 2 45, in den Klaffen 3 bis 5 40 und in den Klassen 6 bis 7 35 % des Lohnes.
Rcichsarbcitsministcr Dr. BraunS
gab zuerst einen geschichtlicheit Überblick über Die Entwicklung der Arbeitslosenhilfe in Deutschland. Der Übergang von der Fürsorge zur Versicherung sott auch die SölbstverwaUung und