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ul-aer Anzeiger

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9^7 41 1927

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal Zulbaer Kreisblatt

Reöaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-flnfthluß Nr.^SH Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit (Quellenangabe »Fuldaer fin;ei6er"g-fla«et.

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Fulda, Freitag, 18. Februar

4. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser.

-!- Die Einnahmen Les Reiches für Januar weisen eine neue Rekordzahl aus.

* Reichswehrminifier Dr. Geßler machte im HaushaltZaus- schuß des Reichstags beachtliche Äußerungen über die Aus­gaben der Reichswehr beim Grenzschutz.

* Ein Wirbelsturm, der in Louisiana in den Vereinigten Staaten in 20 Ateilen Breite über das Land fegte, zerstörte viele Wohnhäuser und Farmen. 10 Personen wurden getötet, 20 zum Teil sehr schwer verletzt.

* Bei den Stürmen an der Westküste von Nordamerika sind $2 Personen ums Leben gekommen, 250 verletzt worden.

* Verschiedene Führer der der letzten Revolution in Por­tugal sollen nach Vigo geflohen sein.

Die plane desMWnanMWers.

Aus Grund persönlicher Erklärungen des neuen ReichsflnanMmifiers Dr. K ö h l e r gewann einer unserer Mitarbeiter die Möglichkeit, den folgenden Umritz über die der Reichsstrkauzpolitik in nächster Zeil harrenden Ausgaben zu geben. Die Mit­teilungen werden bekrästigt durch die Darlegun­gen Dr. Köhlers im Reichstag.

Nachdem die Regierungskrise beendet und das neue Kabinett unter Dach und Fach gebracht ist, nachdem die dringendste Aufgabe des Augenblicks, nämlich die 9'1 r ^ be i 1510 senv e r s ich e r u u g, der Ausschußberatung des Reick-stages überwiesen worden ist, begibt sich das Reichsparlameni daran, endlich den Etat sestzuloge«. Reue Männer sind es, die ihre verschiedenen Ämter vor dem Reichstag zu vertreten haben. An ihrer Spitze steht der Reichsfinanz minister Dr. K ö h l e r, in dessen Händen Deutschlands Sorgenkind, nämlich das Finanzwesen, liegt

Es ist imbestreirbar, daß drängendste smarizpslitische Aufgaben der Gegenwart leider noch immer ihrer Erledi­gung harren, und Dr. Köhler betrachtete es als feine nächste Ausgabe, nicht bloß schleunigst an eine Verein- f a ch u n g d c 2 S1 c u e rwcs c n s heranzugohou, sott der» auch, was nicht minder wichtig ist, an die VersèN- iachung der Steuerverwaltung. Dabei gibt es aber eine Voraussetzung: die Neuordnung des Finanzaus- g le ich s, die unbedingt bis zum 1. April 1927 erfolgen muß. Trotz der großen Steuerreform des Jahres 1925 iund der seitdem immer zahlreicher auftauchenden finan- oieKen Streitigkeiten und Unklarheiten zwischen RèH, Ländern und Gemeinden hat man sich an die überaus schwierige Frage dieses FmanZausglelÄs noch nicht so recht herangekranh ihre endgültige Lösung vielmehr bis Ana: J. April verschoben. Die Lösung wird aber Zu einer Zmmer drängender werdenden Anfgabe, weil für Reich, Länder und Gemeinden die fetten Jahre 1924=25 vorbei sind und das Reich jetzt -auch die gesamten Überschüsse jener Jahre verbraucht hat. Es soll hier nicht untersucht werden, ob nicht manche Gemeinde an ihrer augenblick- lichcu finanziellen Not mitschuldig ist aber die Not ist nun einmal da und schlimmer vielleicht noch ist die Ungewißheit über das, auf was Länder und Gemeinden Yimftigfnn zu rechnen haben. Sind aber erst einmal diese Drngc geordnet, dann wird es auch eher möglich sein, zu £iner Reform und zu einer Vereinfachung des Steuer- wesens und der Steuerverwaltung zu schreiten.

Aber noch eine andere Pflicht liegt dem neuen Fimmi minister am Herzen und diese erscheint ihm als nicht minder wichtig. Es hat sich in Deutschland selbst, aber auch, was viel schlimmer ist, im Ausland vielfach die Ansicht entwickelt, daß wir durchaus in der Lage seien, die Verpflichtungen zn tragen, die uns der Dawes-Plan auferlegt. Immer wieder geben maßgebende Kreise des Auslandes, namentlich in letzter Zeit, dem stärksten Ausdruck, ohne zu überlegen, daß die Tragung dieser Last während der zwei ersten Jahre der Durchführung des Planes im wesentlichen dadurch ermög­licht wurde, daß erst am 1. September 1927 die Repara- twusverpflichtuttgeu zu einer bedrohlichen Höhe auf.

$m Laufe der kommenden Zeit werben sie noch hoher emporschnellen. Die deutsche Regierung ist Ansicht, daß vielleicht auch in der kommen- c^n^r^ oF>o Lasten getragen werden können. Wahr- ^u^E- A^r^iur so, daß lebenswichtige Aufgaben.-tzes Länder und Gemeinden darunter leiden. H^. <O-et,e^ fmm man sich denken. Darum sind die leichte Tragbarkeit eine schwere *'jß6t jUbem das Kabinett sich leider nicht verhehlt 5 f Vorbereitungen dazu getroffen sind, die & gihtg bei «iftn gu- ermöglichen. Wenig ist auch ae- schehen, um den falschen Ansichten bei uns und den mibe-.

A?tgeg?nzutre1e»l, also auf die Notwendigkeit einer -wilder u d g der Reparationslasten hilczuwirken D^s soll MM mit allem Nachdruck nachgeholt werden darüber " sich das Gesamtkabinett völlig einig, wie üZ?hau8 über b>e Linien unserer zuklinstigen Finanzpolitik Das Putsche Volk muß ein wirklich klares Bild von m.sÄr Gegerlwarts- und Zukuustslgge erhalten.

Neben diesen beiden größten Aufgaben spielen noch andere eine zwar wichtige, aber doch dcmgeaenüber Uiltergeordnete Rolle. So die noch längst nicht beendeten Auselnandersetznngvn über die Aufwertunas- ragten und die Entschädigung der Deutschen, die im Zustand ihr Vermöge,l verloren haben. Man sieht ?0A Amt, das bet neue Finanzminister über. 2 '"^- gerade leichte Bürde bedeutet, «XS te ""° d" Vâcrttclcr recht tchwcre

Die Richtlinien der Regierungspolitik.

Ueber die Entstehung der sog. Richtlinien der künftigen Regierungspol-itik teilt die Germania u. a. mit,: Der Vor­stand der Zentrumsfraktion des Deutschen Reichstages hat im Anschluß an einen Entwurf des Aog. von Guèrard in seiner Sitzung vom 21. Januar 1927 Leitsätze für die Ber- hairdlungen des Reichskanzlers über die Regierungsbildung aufgestellt. Diese Leitsätze wurden am Sonntag, den 23. Januar in der ReichskanAei durchgearbeitet. An dieser Be­sprechung nahmen teil ide Herren Dr. Marx, Dr. Brauns, v. Guärard, Dr. Stegerwald, Dr. Mrth und Joos. An Hand dieser Grundlagen hat der Reichskanzler Dr. Marx mit den Beauftragten der deutschnationaleu Frccktion ver­handelt. Am 25. Januar wurden die nunmehr Richtlinien genannten Grundlagen der künftigen Regierungsbildung erneut festgestellt. Eine irgend wesentliche Aenderung der Richtlinien erfolgte nicht. Sie bildeten dann die Grund­lagen weiterer Verhandlungen mit den Regierungspar­teien. Am 26. Januar 1927 wurden sie in einer Besprech­ung der Regierungsparteien endgültig festgestellt. Es wur­den einige Zusätze zu den Richtlinien selbst protokollarisch festgelegt. Diese Richtlinien haben ihre Ausprägung in der Erttärung der Reic^regierung gefunden und sind die bin­dende Grundl. der Politik der derzeitigen Reichsregierung, sowohl in außenpolitischer wie in innenpolitischer Bezie­hung.

Hie deutsch-polnischen Handelsvertrags- Berhandürngen.

Berlin, 17. Febr. (WD.) Nach einer von dem polnischen Außenministeriurn veröffentlichten Erklärung lehnt die pol­nische Regierung sofortige Verhandlungen mit Deutschland über die Niederlassung-;- und Äusweisungsftage ab, erklärt sich aber zur Wiederaufnahme der HandelsvertragsoerHandlun­gen bereit. Eine befonbere vertragliche Bindung in der Aus- weifungsfrage lehnt die polnische Regierung mit der Begrün­dung ab, daß die Rechtsstellung der Fremden in Polen durch eine liberale innere DesetzsteüUng geregelt sei.

Hierzu erfahr: das W T. B. von maßgebender deutscher Seite:

Angesichts der Handhabung des Fremdcnrcchtes durch Po­len ist es auf deutscher Seite von Anfang an für unbedingt erforderlich gehalten worden, die Ausweisungsfrage im Rah­men der Niederlassungsbestimmungen des Handelsvertrages zu regeln. Erst infolge des Widerstandes her polnischen De­legation gegen eine Behandlung der Ausweisungsfrage ist von deutscher Seite versucht worden, diesen Punkt durch besondere Verhandlungen auf diplomatischem Wege zu regeln. Es wird nunmehr durch weitere deutsche Schritte in Warschau Klar­heit darüber zu straffen sein, ob auf irgendeinem Wege eine befriedigende Regelung der Ausweisungspraxis zu erzielen ist und ' damit die gegenwärtigen Schwierigkeiten für die Fort­setzung der deutsch-polnischen Handelsvertragsverhandlungen beseitigt werden können. Sollte Polen diese Regelung auf diesem Gebiete ablehnen, so wäre dies der deutlichste Beweis dafür, daß es seine willkürliche Ausweisungspraxis fortsetzen will.

Festbankett der deutschen Gruppe der gnternatwnalen Han elskammer.

Berlin, 17. Febr. (WB.) Anläßlich des Festbankeiles der deutschen Gruppe der Internationalen Handelskammer, an dem aus allen Teilen des Reiches etwa 300 führende Vertre­ter der deutschen Wirtschaft teilnahmen, begrüßte der stellver­tretende Präsident der deutschen Gruppe der Internationalen Handvlskammcr, A. Frohweiir, den preußischen Minister für Handel und Gewerbe, Dr. Schreiber sowie die Vertreter der Regierung, der Parlamente unb den Gast der deutschen Gruppe, Sir Arthur Balfour, Präsident der englischen Gruppe der Internatiairalen Handelskammer. Er knüpfte an den heute in der Mitgliederversammlung geäußerten Gedanken- gang an, daß cs im Interesse jedes Landes läge, daß es sei­nem Nachbar gut geht. Die deutsche Wirtschaft brauche in­nere und äußere Freiheit. Die Letztere könne sie jedoch nicht erlangen, solange sich frembe Soldaten in deutschen Gauen aufhalten. Er schloß mit dem Versprechen, für die deutsche Gruppe an der internationalen Verständigung weitcrzuar- beiten.

In seiner mit Beifall aufgenommenen Antwort betonte Sir Arthur Balfour, daß die ganze Welt mit Bewunderung zugesehen habe, wie das deutsche Volk die großen Schwierig­keiten anfasse, um die alte Stellung wiederzugewinnen. Er habe den Eindruck, daß Deutschland auf dem richtigen Wege sei. Das englische Volk verstehe in seinem Freihcüssinn, was es bedeutet, wenn fremde Soldaten auf heimatlichem Boden stehen. Er gab die Versicherung ab, daß die britische Industrie und der britische Handel sich dafür ein fetten werden, daß dieser Zustand möglichst halb aufhörr.

Die französischen Englandsschniden dor dem Unterhaus.

Landon, 17. Felm (W.V.) Unterhaus. Snowden fragte den Schatzkanzler, ob er eine baldige Ratifikation des englifch-franMchcn Schuldenabkoinmens durch Frank­reich erwarten könne, und ob er irgendwelche Vorstellungen gegenüber der französischen Regierung in der Angelegenheit erhob, oder zu erheben gedenke. Churchill erwiderte: Ich stand in dauernder Fühlung mit dem französischen Finanz­ministerium. In dieser Frage erhielt ich jetzt eine Mit­teilung von PoiNcarè, in der er erklärt, daß angesichts der

Verzögerung bei der Erzielung der formellen Ratiftkation des Schuldenabkommens durch das französische Parlament die frarrzösifche Regierung es übernimm;, ohne Beeinträch­tigung der Frage der Ratifikation 6 Mill. Pfund zu zahlen, die im nächsten Finanzjahre fällig sind, die Hälfte am 15. Oktober 1927 unb die andere Hälfte am 15. März 1928. Während ich darauf vertraue, daß das Schuldenabkommen bald ratifiziert wird, begrüße ich diese Mitteilung als ein Anzeichen dafür, daß die französische Regierung beabsichtigt, bis zur Ratifikation ihren Verpflichtungen mit Bezug auf diese Kriegsschuld nachzukommen.

Beckett (Arbeiterpartei) fragte:Ist es nicht nröglich, freundschaftliche Vorstellung engegenüber der französischen Regierug zu erheben und darauf hinzudeuten, daß sie diese Schuld mit uns regeln sollte, bevor sie militärische Diktato­ren in Polen finanziert? Churchill antwortete unter Bei­fall der Regierungspartei: Ach würde nicht im Iraume daran denken, derartige Vorstellungen zu erheben.

Politische Aunöschau.

Deutsches Reich

Rekordeittnahttlen des Reiches im Januar.^

Der Januar hat neue Rekordeinnahmen des Reiches an Steuern, ZöÜon und Abgaben erbracht. Mit 763,5 Millionen Mark wurde das bisherige Höchftergebnis 03:11 Oktober um 22 Millionen Mark übertroffen. Das Ge- fam tau ffomnien seit dem 1. April 1926 stellte sich mithin auf 6056,8 Millionen Mark, während für bas gesamt» Rechnungsjahr 6685,1 Millionen Mark veranschlagt worderi waren. Das tausende Rechnungsjahr wird also mit einem beträchtlichen Uberschuß abschließen.

Portugal.

X RëLvittltvn unb Fensterscheibe». Eine Versiche­rungsgesellschaft in Lissabon berechnete das Gewicht der durch die Stratzonkämpfe zertrümmerten Fenfterscheiberr auf 26 000 Kilogramm, die. sich ans etwa 700 Gebäuse verteilen. Allein in fünf Straßen sind etwa 3000 Scheiben zertrümmert worden. Ein Glaser allein erhielt bis jetzt Aufträge über 6000 Kilogramm. Bei einem Wett bon einem Schilling pro Kilogramm sind in SijTcb»« ins­gesamt für 1300 Pfund Sterling Fensterscheiben zerstört worden.

Aus je» anl Ausland

Berlin. Beim Rcichspräfidenten Hi u de» tzu y g ämb ein Pariamsiltarischer Abenb statt, an best 11. a. Ser Reichskanzler mit dem Reichâkadinel!, das preußische Ministerium, die Zer kreier der deutschen Länder und zahlreiche Mi i des Reichs- und des preußischen Parlaments teilnahmen.

Berlin. . Die Antwort des Führers der polnischen Dele­gation für die HanvelsvcrtragsvertiandlüngeN an den dentichen Bevoilmâckrtigten, Staatssekretär Lewald, wird in Berliner diplomatischen Kreisen nicht als eine Verschärfung der Lage angesehen, da sie den Weg zu ben von Deutschland angeregten diplomatischen Verhandlungen, über die Ausweisnngsfraoe offenläß«.

Paris. Der radikaleToir" glaubt berichten zu können, daß der Vatikan den Beschluß gefaßt habe, die Leiter der royalistischen ZeitungAction grancaife, Löou Daudet unb Charles Maurras, zu exk0mmuni 51 er eu, da sie fiel) der Entscheidung des Papstes, der beu Kathslikett die Lektüre der ZeitungActio» Frailtzaise" und der Werke Danvcts und Malirras' verboten habe, nicht gebeugt hätten.

Madrid. Die spanische Regierung hat im Hinblick auf bk Lage in Marokko beschlossen, aus Ersparnisgründe» die spanische Artillerie in Marokko um zwei Obersten, zwei Oherstleutnants, fünf Majore, sechzehn Hauptleute, (i* Leutnants, 2311 Unteroffiziere und Mannschaften unb um 497 Pferde zu Derringer 11. Außerdem sollen zwei Flugzeug- geschwader aus Marokko beungerufen werden.

20 Jahre Norddeuischer Lloyd.

«. 18571927.

Eine der größten Dampfschiffahrtsgesellschastsn ber Welt, der Norddeutsche Lloyd in Bremen, vollendet ant 20. Februar das siebzigste Jahr ihres Bestehens. Mit drei Dampfern, die nach England gingen, begann a in 20. Februar 1857 der Norddeutsche Lloyd seine Fahr ten. Ein Jahr später wurde die erste Newhorker Linie eröffnet, 1866 ein wöchentlicher Verkehr mit den Ber­einigten Staaten eingerichtet. Immer neue Linien wur­den dann eröffnet, Südamerika, Ostasien, Australien wurden in den Geschäftsbereich einbezogen und zu dem Schnelldampferverkehr gesellte sich bald ein Post und Frachtdarnpfervcrkehr. Schon 1886 hatte die Gesellschaft den Betrieb der vom Reich unterstützten Reichspost- dampserlinien nach Australien und Qstasien übernommen. Die steigenden Anforderungen des SchnelldampferverkevrS führten zum Bau von Doppelschraubendainpfern von bis dahin noch nicht gekannter Größe und Geschwindigkeit. Daß der Weltkrieg dieser großartigen Entwicklung ein vorläufiges Ende bereitete, ist bekannt, aber ebenso bc sannt ist, daß unsere großen Dampfschifsahrtsgesellschaften. mit dem Norddeutschen Lloyd die Hamburg-Amerika, sich rasch wieder erholt haben und in neuem Aufschwung be­griffen sind. Der Nance Lloyd rührt von dem Engläuder Edward Lloyd her, der Ende des 1,7. Jahrhunderts in der Londoner City ein Kaffeehaus betrieb, das der Sam melplatz englischer Kaufleute, Secversicherer usw. wurde und sich später zu einem Seeversicherungs und Schiffs- klafsifilätionsinstitut ersten Ranges entwickelte. Andere Schiffahrts- unb Seeverstchcrusigsgcsellsckaften »ahmen dann den Name» Lloyd an und so entstandenNord­deutscher Lloyd",Österreichischer.Lloyds',Getniattischer Lloyd",Lloyd Belge",Svenska Lloyd" usw.