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Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg Möa- unö Haunetal Möser Kreisblatt

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Fulda, Freitag, 8. April

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4. Jahrgang

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Kleine Zeitung für eilige Leser.

* Die Teilnahme Deutschlands an der Albanienkommission ist gesichert.

* Das vorläufige Handelsabkommen mit Frankreich wurde im Reichsrat und später auch im Reichstag endgültig an­genommen.

* Das Programm für den Ende Mai geplanten Besuch des Reichspräsidenten in der Nordmark ist jetzt festgcstettt.

* Gegen das Vorgehen der chinesischen Polizei in Peking hat der russische Geschäftsträger energischen Protest erhoben. ; * Bei einer Lltmtkexplosion in Amerika wurden 17 Personen getötet und 30 verwundet.

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WesisO-rMche Aeberraschunßen.

i Es war in den Oktobertagen 1918. In Berlin saß als Geschäftsträger der Sowjetrepublik Herr Joffe. Bekanntlich unterliegt das diplomatische Gepäck, das an eine Gesandtschaft geht, ebensowenig einer Kon­trolle durch die Zollbehörden wie überhaupt die Zusendun­gen, die an eine diplomatische oder an eine Konsularver- tretung gerichtet die Grenze überschreiten. Nun erhielt Herr Joffe außerordentlich viel Gepäckstücke und Kisten zu­gesandt, bis beim Ausladen auf dem Bahnhof eine solche Kiste zu Boden stürzte und platzte. Da stellte es sich her­aus, daß der Inhalt dieser Kiste nichts anderes war als ganze Ballen von Agitationsmaterial, das mit Hilfe des diplomatischen Gebrauchs unkontrolliert von der Sowjetregierung durch ihre Berliner Vertretung den deutschen Spartakisten in die Hände gespielt werden sollte. Und was vorher auch wirklich ohne weiteres geglückt war. Selbstverständlich war, daß daraufhin Herr Joffe auf Druck der deutschen Regierung nach Moskau zurückberufen wurde.

An diese kleinen Geschichtchetr erinnerte man sich, als jetzt die außerordentlich überraschende Mitteilung aus Peking kam, der GeneralTschangtsvlin habe das russische Botschaftsgebäude, in Peking besetzen und eine große An­zahl von Personen, die sich dort befanden, durch seine Sol- NttMè^wmeu und alNransportieren lassen. Unter den Festgenommenen sollen sich 50 Chinesen, aber auch 20 Russen befunden haben. Außerdem wurden in ganzen Wagenladungen Bücher, Gewehre, Munition und Flaggen der chinesischen Bolschewisten abtransportiert. Die Maß­regel erfolgte, weil angeblich eine große Anzahl chinesisch­bolschewistischer Agitatoren in Peking eingetroffen und im Svwjetgebüude einquartiert seien. Noch auffallender als dieses Ereignis ist, daß angeblich das Diplomatische Korps mit diesem Vorgehen der Regierungsbehörden Pekings einverstanden war, daß vor allem England über das Vorhaben Tschangtsolins unterrichtet gewesen sei.

Formell bedeutet dieses chinesische Vorgehen einen geradezu einzig dastehenden Bruch der international garantierten Exterritorialität, deren sich jede Botschaft er­freut. Das Gesandtschaftsviertel in Peking ist eine durch hohe Mauern geschützte besondere Stadt, die kein chine­sischer Soldat betreten durfte; es konnte diesmal angeb­lich auch nur geschehen unter Zustimmung der nichtrus­sischen Gesandtschaften. Sehr bald wird daher zunächst einmal die Frage geklärt werden müssen, ob auch der deutsche Gesandte feine Zustimmung zu.dem chinesischen Vorgehen gegeben hat. Politisch kann das Ereignis natür­lich von den weittragendsten Folgen sein, denn es ist selbst­verständlich, daß ein Volk, das auf sein Ansehen auch nur das geringste gibt, sich etwas Derartiges nicht gefallen lassen wird. Wenn Tschaugtsolin der Sowjetregierung nicht eine Genugtuung gibt, die weit über das Maß dessen hinausgeht, was beispielsweise von Deutschland nach dem Boxeraufstande für die Ermordung des deutschen Ge­sandten verlangt worden ist und daß der chinesische General eine solche Genugtuung gibt, ist ganz unwahr­scheinlich, dann ist ein Einrücken sowjetrussischer Trup­pen nach Nordchina, also vor allem in die Mandschurei, scht eine Selbstverständlichkeit. Ebenso selbstverständlich ^ daß Moskau jetzt ganz offen auf die Seite Südchinas und dessen Regierung treten, die Pekinger Regierung aber M mehr als eine völkerrechtlich gültige Vertretung Chinas anerkennen wird. Gleichgültig, ob die Mitteilun- ^u .über die sonstigen Einzelheiten richtig sind, die Tatsache eines schweren Bruchs des Völkerrechts liegt vor, '^ auch seitens der Pekinger Regierung darauf hinge- und vielleicht auch mit Recht erklärt werden können, unter der Flagge der Exterritorialität eine kom- wunistische Agitation gegen die Pekinger Regierung und â Vorbereitung des südchiuesischen Angriffs erfolgt sei. Vielleicht war überhaupt der Zweck des ganzen Vorgehens, Mche Verwicklungen herbeizuführen, obwohl man nicht eiuzusehen vermag, warum sich der an und für sich schwer bedrängte nordchinefische General Tschangtso- ;ln uun auch noch die ganze offene Feindschaft Rußlands Mâogen hat. Vielleicht beruhen die Nachrichten auf ^aqrheit, daß die Sowjetregierung schon seit längerein

* chinesischen Grenze Truppen zusammengezogen hat. Vielleicht hofft der chinesische General jetzt auf englische Unterstützung.

s Das französische Außenministerium läßt freilich zu Vorkommnis erklären, daß es sich nicht um die Botschaft allein gehandelt habe, sondern um eine Durchsuchung des ganze n Gesaudtschaftsviertels, von das Diplomatische Korps vorher in Kenntnis gesetzt worden sei. Dadurch werden die Dinge aber nicht anders, werden vor allem die Folgen nicht andere, die aus diesen Rn^uschenden Maßnahmen der verzweifelt kämpfenden ordchinesen erwachsen werden.

Deutschland und der

Stresemann über die albanistheFrage

Tagung des Auswärtigen Ausschusses.

Der Auswärtige Ausschuß des Reichstages trat am Donnerstag unter dem Vorsitz des deutschnationalen Ab­geordneten Wallraf zu einer Sitzung zusammen. Den Ver­handlungen wohnten von den Mitgliedern des Reichs­kabinetts die Minister Dr. Stresemann, Dr. Geßler und Dr. Curtius sowie Staatssekretär Dr. Schubert und fast sämtliche Vertreter der deutschen Länder bei. Nach kurzer Besprechung wurde zunächst das Saargrenzabkom- men und das deutsch-französische Handels­provisorium zur weiteren Beratung an den Handels­politischen Ausschuß verwiesen, der dem provisorischen Wirtschaftsabkommen mit Frankreich bereits mit 15 gegen 10 Stimmen zugestimmt hat. Es folgte sodann die Be­sprechung über Deutschlands Politik in China, über die sich Außenminister Dr. Stresemann in längeren Ausfüh­rungen äußerte.

Nach Erledigung dieses Punktes beschäftigte sich der Auswärtige Ausschuß auch mit der albanischen Frage. Dr. Stresemann berichtete hierbei über den Gang der Verhandlungen und teilte mit, daß auch an Deutschland die Aufforderung ergangen sei, sich an einer einzusetzenden Grenzuntersuchungskommission zu be­teiligen. Von verschiedenen Ausschußmitgliedern wurden gegen die Beteiligung an einer solchen Kommission B e - denken geäußert, da Deutschland leicht hierdurch in Schwierigkeiten verwickelt werden könnte. Regèerungs- seitig vertrat man dagegen die Meinung, daß es mit

Russischer Protest in Peking.

Rückfragen an die deutsche Pekinger Gesandtschaft.

Der russische Geschäftsträger in Peking, Tschernych, Mt gegen das Vorgehen der chinesischen Polizei beim Ministerium des Äußern energischen Protest erhoben. Dem Pekinger Korrespondenten derMorning Post" zu­folge ist die Erlaubnis zum Betreten des Gesandtschafts- Viertels von dem Doyen des Diplomatischen Korps den chinesischen Behörden erteilt worden. In politischen Kreisen Pekings hält man einen Abbruch der Be­ziehungen zwischen Peking und Moskau für wahr­scheinlich.

Nach den bisher bei den Berliner amtlichen Stellen eingetroffenen Nachrichten über die Vorgänge im Pekinger Diplomatenviertel soll es nicht zutreffen, daß in Peking das russische Botschaftsgebäude ' durchsucht worden ist. Vielmehr haben nach den bisherigen deutschen Feststellungen chinesische Polizeitruppen eine Durch­suchung alter russischer Militärbaracken im Gesandtschaftsviertel vorgenommen, dort Material be­schlagnahmt und eine große Anzahl von chinesischen Per­sonen, die sich in den Baracken aufhielten, verhaftet. Von einer Festnahme russischer Staatsangehöriger ist nichts bekannt. Die Polizeiaktion erfolgte auf gewisse Ver­dachtsmomente gegen chinesische Staatsangehörige hin.

Wenn seitens des Diplomatischen Korps bie, Er­mächtigung zu dieser Polizeiaktion erteilt worden ist, so ist nach den bisherigen Jnformatonen der deutschen Ge­sandtschaft in Peking dieser Ermächtigungsbeschluß nicht vorher mitgeteilt worden. Es scheint sich also nicht um eine Kollektivermächtigung des Diplomatischen Korps in Peking zu handeln, doch sind die Nachrichten aus Peking bisher noch so verworren und die Handhabung diplo­matischer Schritte der fremden Mächte in Peking eine so kompliziertes daß seitens der Berliner amtlichen Stellen nochmals eine Rückfrage an die deutsche Pekinger Ge­sandtschaft ergangen ist.

Rußlands Schulden an Frankreich.

Es will jährlich 70 Millionen abzahle n.

Die in Paris seit einiger Zeit zwischen Frankreich und Rußland geführten Verhandlungen zur Regelung der russischen Schuldenlast, die vor dem Kriege etwa 400 Mil­lionen Goldfrank ausmachte und durch Abtretung mehrerer russischer Provinzen an befreundete Mächte Frankreichs auf 300 Millionen Goldsrank reduziert sind, haben jetzt zu einem Ergebnis geführt. Rußland verpflichtet sich danach, jährlich 70 Millionen Goldfrank an Frankreich zu zahlen, die für den Zinsendienst und für die Tilgung der russischen Vorkriegsschuld Verwendung finden sollen.

Als Gegenleistung fordert Rußland die Gewäh­rung neuer beträchtlicher Kredite, zu denen sich die französische Unterhandlungskommission grundsätz­lich bereiterklärt hat. Als Sicherstellung für die fran­zösischen Anleihegelder soll Rußland Petroleumquellen im Kaukasus verpfänden, für deren Erschließung und Aus­beute französische Gesellschaften ein Monopol erhalten sollen.

Annahme des Ardeitszeitnotgesches im Ausschuß.

Berlin. Der Sozialpolitische Ausschuß des Reichstages führte die Beratung des vielumkämpften Arbeitszeitnotgesetzes zu Ende. Der Regierungsentwurf wurde angenommen, nach­dem für Vorbereitungs- und Ergänzungsarbeiten in den Ge- Werbezweigen des § 7 eine Genehmigungspflicht beschloßen war. soweit die Beschäftigung über zehn Stunden hinansgeht. Angenommen wurden schließlich zwei Resolutionen, deren eine eine Erleichterung der Bestimmungen für das Bäckercigewcrvc verlangt, deren andere sich gegen die Schwarzarbeit tvendet.

Deutschlands Stellung als Großmacht nicht vereinbart werden könnte, eine Aufforderung zum Eintritt in eine solche Kommission auszuschlagen.

Auch der R e i ch s r a t hat dem deutsch-französischen Handelsprovisorium mit 44 gegen 23 Stimmen zuge­stimmt. Mit Ja stimmten das preußische Staatsministe­rium und die Vertreter aller preußischen Provinzen sowie Sachsen, Hamburg usw., mit Nein Bayern, Württemberg, Vaden, Thüringen, Hessen und Bremen.

Deutschlands Mitwirkung in der Albanien- kommission.

Deutschland hat bekanntlich seine Beteiligung an der Albanienkommission davon abhängig gemacht, daß erstens alle interessierten Mächte dieser Beteiligung zustimmten und daß zweitens die Funktionen dieser Kommission vor­her festgelegt würden. Diese beiden Vorbehalte haben jetzt ihre Erledigung gefunden, so daß die Teilnahme Deutsch­lands an dieser Kommission gesichert ist. Albanien, Süd- flawien unö, Italien haben zwar nicht formell der Teil­nahme Deutschlands zugestimmt wie ja überhaupt die ganzen Kommissionsverhandlungen nicht formell schrift­lich geführt werden, aber nach den abgegebenen Er­klärungen dieser drei Länder wird von ihnen eine Mit­wirkung Deutschlands begrüßt.

Die Verhandlungen über die technischen und sonstigen Aufgaben der Kommission, die nur im Moment eines akuten Konflikts in Aktion treten soll, werden zurzeit zwischen den beteiligten Mächten, Deutschland, Frankreich und England, eifrig gepflogen.

Hindenburgs Besuch in der Aordmatt.

Das vorläufige Programm.

Für den Besuch des Reichspräsidenten in der Nord­mark liegt fetzt das vorläufige Programm vor. Danach trifft Reichspräsident von Hindenburg am 29. Mai abends in Kiel ein, wo er beim Landeshauptmann Wohnung nehmen wird. Für den 30. Mai sind eine Fahrt durch die Stadt, Besuch der Marine, Frühstück in der Marine­station und Besuche bei staatlichen und städtischen Behör­den vorgesehen. Abends um 7% Uhr veranstaltet der Pro­vinzialverband einen offiziellen Empfang. Nach dem Emp­fang begibt sich der Reichspräsident auf das Linien­schiffSchlesien", wo er Quartier nimmt und nachts nach Mürwik fährt. Am 31. Mai, dem Skagerrak­tag, erfolgt eine Besichtigung der Marineanlagen in Mürwik und alsdann Fahrt nach Flensburg. Der Aufenthalt in Flensburg, Empfang auf dem Rathaus und Fahrt durch die Stadt und Umgebung, gilt der Nordmark. Nachmittags begibt sich der Reichspräsident im Kraft- Wagen nach Schleswig, wo Empfang beim Regie­rungspräsidenten stattfindet. Nm 1. Juni wird ein Extra- zug den Reichspräsidenten über Husum nach Klanxbüll bringen, wo er an den Feierlichkeiten zur Eröffnung des Sylter Dammes teilnimmt. Im Anschluß daran wird der Reichspräsident über den Damm nach Sylt fahren und nach einem Aufenthalt in Westerland voraussichtlich auf dem Wasserwege nach Hamburg und von dort nach Berlin zurückkehren.

Deutscher Reichstag.

(308. Sitzung.) CB. Berlin, 7. April.

Auf der Tagesordnung steht zunächst ein Gesetzentwurf der Regierungsparteien, der den Reichsfinanzminister ermächtigt, bis zum Höchstbetrag von 23,5 Millionen Garantien in Höhe von 35 % des Kaufpreises von Liefern ngsgeschäften n a ch R u ß k a n d zu übernehmen. Aus eine Anfrage des Abg. Frick (Nationâlsoz.), ob aus Reichsmitteln irgendwelche Be­träge an die Mologa gegeben worden seien, erwiderte Reichs­wirtschaftsminister Dr. Curtius, daß die Mologa vom Reiche nicht subventioniert worden sei. Die Vorlage wurde darauf in allen drei Lesungen angenommen. Ein Gesetzentwurf über die Einhaltung der Grenze des S a a r g c b i e 1 s wird in allen drei Lesungen angenommen, nachdem Abg. Stubbendorf (Dtn.) betont hatte, daß es sich nicht etwa um eine Regelung des Ver­kehrs über die Grenze, sondern lediglich über die Instand­setzung der Verkehrswege handle. ,

Abg. Behrens und das Zündkolzmonopol.

Außerhalb der Tagesordnung gab Abg. BehrenS (Din.)' eine Erklärung ab, die sich auf die gegen ihn gerichteten An­schuldigungen in der Angelegenheit des Zündholzmonopols be­zieht. Der Vorwurf mangelnder Objektivität hätte sich im Ausschuß als völlig haltlos erwiesen. Dort hätte niemand daran Anstoß genommen, daß er als Berichterstatter ernannt worden sei. Die ganze Sache würde jetzt nur in Szene gesetzt, um die Angelegenheit zu verschleppen und eine politische Sen­sation herbeizuführen. Das Recht eines Abgeordneten, Mit­glied eines Aufsichtsrates zu sein, dürfte nach zahllosen Vor­bildern aus dem Hause unbestritten sein. Im übrigen habe er dem Aufsichtsrat der Znndholzgcsellschaft nur wenige Monate des Jahres 1925 angchörl. Seine Tätigkeit in der Preußischen Hypotheken-Aktien-Bank beschränkte sich ausschließ­lich aus die Förderung landwirtschaftlicher Hypothekcnbelei- Hung. Nach einigen weiteren persönlichen Bemerkungen wur­den sozialdemokratische und demokratische Anträge auf Zott- freiheit für Roggen und Gerste zur Viehfütterung und Maischis zum 30. Juni d. J. dem Vorschläge des Ausschusses gemäß abgelehnt. Angenommen wurde eine Entschließung, die Reichsregierung zu ersuchen, nach Rückzahlung der Ab- Wicklungskredite im Interesse einer baldigen Entlastung der Landwirtschaft von der Nentenbank-Grundschuldlast auf eine Bereitstellung hierfür geeigneter Mittel bei der Rentenbank- kreditanstalt 'Bedacht zu nehmen. Da die Drucksachen für das deutsch-französische Handelsprovisorium noch nicht vorliegen, wurde die Sitzung auf einige Zeit unterbrochen.