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Fuldaer Mnzelger
âint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- ^z Mark. Bei Lieferungsbehinderungen durch Mere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Vahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ghrenklau, Fulda, ' Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsver-- lfgCC. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Hr.i6oo9 5^96 — 1927
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal * Zulöaer Kreisblatt ReSaktion und Heschästsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernfprech-Bnschluß Ar. 9§9
Nachdruck der mit * versehenen griffe! nur mit Quellenangabe „ZulâaerFnZrigrc"gestaüet.
Meine Zeitung für eilige Leser
♦ Das Reichspostministerium ist mit der Vorbereitung einer ^tfiigung beschäftigt, die eine Erhöhung des Briefportos M 15 Psg. und andere Gebührensteigerungen bringen soll • »über Fragen der Wirtschafts-, Handels- und Landwirt- Mëpoütif hielten in Bielefeld bei einer Tagung der Ähchnationalen Volkspartci die Herren Dr. Hugenberg nb Reichsminister Schiele richtunggebende Reden. ^
„. ■ * In Österreich brachten die Wahlen zum Nationalrat keine lxL Mhcblichen Veränderungen der Partciverhältnissc, wenn auch die Sozialdemokraten einige Vorteile errangen. Der National- Kt wird auch in Zukunft eine bürgerliche Mehrheit haben.
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h Sei der Hochwasserkatastrophe am Mississippi hat sich die M der Toten auf 200 erhöht, 40 000 Motorboote bemühen pdj um die durch die Flut Abgeschnittenen.
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Die post soll teurer werdeu.
Um 50 Prozent.
lach einer amtlichen Bekanntmachung bereitet das
lei: Mcichspostministerium eine Vorlage an den Verwaltungs-
er Deutschen Reichspost vor, wonach die Briefbesör- gsgebühr von 10 aus 15 Pfennig und dement-
tte' streckend die übrigen Postgebühren erhöht werden sollen.
len I Dazu wird in der Bekanntmachung erklärt: Der im Jr‘ Wahre 1868 eingeführte 10-Pfennig-Tarif ist bei dem Heu-
in fege« Geldwert auch nicht mehr annähernd imstande, die stetig steigenden Selbstkosten der Post zu decken. Die in- ' Plgedessen seit einiger Zeit gespannte Finanzlage der
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Teutschen Reichspost läßt nach Lage der allgemeinen Wirt- Mast leider für absehbare Zeit eine wesentliche Besserung
. flicht erwarten. Während die Grundpreise von Industrie isei «und Landwirtschaft, der Lebenshaltungsindex und die Arbeitslöhne allmählich um 50 % und mehr gestiegen sind
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mit» die Ausgaben der Post sich dadurch laufend erhöht haben, sind die Postgebühren gleichgeblieben, so daß sich eine immer größere Spannung ergibt.
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Das ist eine nicht gerade angenehme nachösterliche berraschung, die von der Reichspostverwaltung dem >>■ bereutet werden soll: 5 Mercia mehr mt rnbriefporto und eine dementsprechende Erhöhung amtlicher sonstiger Postgebühren! In diesem Sinne wird die Ministerialverordnung als Vorlage an den Verwaltungsrat der Deutschen Reichspost vorbereitet. Wenn in der Begründung neben den anderen Angaben auch noch gesagt wird, daß kein Land noch gleich niedrige Gebühren «wie die Deutsche Reichspost habe, so ist das gewiß zum «Teil richtig, wie uns ein Sonderberichterstatter schreibt, aber doch eben nur zum Teil! Gewiß mußte man im >lahre 1868 genau soviel Briefporto zahlen wie heute, — laber doch eben nur an B r i e f Porto. Es heißt doch aber Ausdrücklich, daß entsprechend auch die übrigen Postgebühren erhöht werden sollen! Und dann ist vieles, das Waste jetzt schon sehr viel teurer als in der Vorkriegszeit, der anderen Seite weist die Postverwaltung Einnahmen auf, über die sie vor dem Kriege, geschweige denn Jahrzehnten nicht verfügen konnte. Erinnert sei nur llpielsweise an die großen Einnahmen, die aus dem Nadio erzielt werden.
Finanziell gut ist es ja der Post eigentlich nie ge- sangen. Vor dem Kriege wies sie zwar einen Überschuß b! der in der Hauptsache aber nur deshalb zustande kam, cht die gesamten Transportkosten auf der Eisenbahn ihr >ie in Rechnung gestellt wurden. Das ist freilich jetzt ders geworden. Die schweren Schäden, die der Deuten Reichsbahn aus Kriegs- und Nachkriegszeit er- uchsen, sind auch im allgemeinen beseitigt, und die Post MN immerhin soviel Geld verdient zu haben, daß sie ; w Zahlreiche Kraftverkehrslinien einzurichten imstande Ja, noch mehr gefchah. Die Reichspostverwaltung Mrde der Einflußnahme des Reichstages und der Reichs- ^gierung fast ganz entzogen; im Reichsetat prangt jetzt * ganz einsam, als der Bewilligung des Reichstages mworfen, der Etat des Reichspostministers. Die Post verselbständigt, sollte ein nur nach kaufmännischen t, ^spunkten geleitetes Unternehmen werden, in das "»derer Seite nicht mehr hineingeredet wurde; bei bl ^l^ichstagsdebatten konnten nur Wünsche vorge- werden, mit denen die Postverwaltung anfangen ’ was sie wollte. Ihr zur Seite steht nun der Ver- .j.wngsrat, der sich aus Männern der Wirtschaft, Ar- wehmervertretern und Parlamentariern zusammen- der die Rechte eines Aussichtsrates hat, damit g Entscheidung auch darüber, ob die vorgeschlagene
Erhöhung anzunehmen oder abzulehnen ist.
Tariferhöhung bedeutet aber erfahrungsgemäß zu- immer eine Verminderung der Einnah - bic q - erregt auch deswegen besonders böses Blut, weil bestht ° ” w ein ganz unbedingtes Besörderungsmonopol fee« "ber dessen Innehaltung sic, gegebenenfalls auch Unterstützung der Gerichte, auf das eifrigste achtet. ” "Ue Tariferhöhung, die in der Hauptsache gleich betragen soll, ist so erheblich und darum auch so Ge^^eno, wie es keine der bisherigen gewesen ist. Wrt aber die Wirtschaft wird sich auf das äußerste len w r »rauben, sich eine neue Verteuerung der gesam- j°aSebühren auferlegen zu lassen. Es gibt außer- erbüm Deutschland niemanden, der durch diese ^Porto» iSn8 nicht mehr oder minder stark betroffen wird, ihr„.ZE.Folgen davon wird die Reichspostverwaltung auf ihr «^wnahmenseite auch verspüren müssen. Man wird höbe„ ^Senhalten, daß überhaupt schon ihre Gebühren 7 m Leistungen aber weit geringere sind als früher, eiter Verwaltungsrat der Reichspost wird also wohl Augenmerk daraus richten müssen, wie die ae-
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KuLVa, Dienstag, 26. April
Anzeigenpreis: Für Behörden, Genossenschaften,Banken usw. beträgt die Kleinzeile o.ZO Mk., für auswärtige Kustraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., , Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen ❖ Tag- und Plahvorschristen unverbindlich.
4. Zahrgang
Grotzkampfwahltag in Oesterreich
Aevwahlev zu österreichischen Parlamenten.
Ruhiger Wahlverlauf.
Österreich hat einen Großkamps-Wahltag hinter sich. Am Sonntag wurden die Wähler in Österreich zu den Urnen gerufen, um für den Nationalrat, für fünf Land- tagc und eine ganze Anzahl von Gemeindevertretungen die Abgeordneten zu wählen. Insgesamt waren 1316 Mandate zu vergeben, von denen 165 Mandate auf den Nationalrat, der etwa dem Deutschen Reichstag entspricht, entfallen. Der Wahlkampf wurde in heftigster Weise geführt, was schon daraus zu ersehen ist, daß in dem kleinen Österreich etwa 14 verschiedene Parteilisten ausgestellt waren, die um die Gunst der Wähler kämpften. Die großen bürgerlichen Parteien hatten eine Einheitswahlüste aufgestellt, um gegen die sozialdemokratische Lifte im Lande und vor allem in Wien in gemeinsamer Front operieren zu können.
Nach den bisherigen Wahlergebnissen werden die bürgerlichen Parteien im Nationalrat etwa über 93 Mandate verfügen, die Sozialdemokraten über 72 Mandate. Bisher war das Verhältnis 97 zu 68. Der Landbund erhält 6 Sitze. Die Verteilung der Reststimmen, die nach einem schwierigen Wahlmodus festgestellt werden, steht noch aus, wird aber wohl kaum wesentliche Veränderungen in dem Verhältnis der Parteien zueinander bringen können. Neben den Wahlen zum Nationalrat konzentrierte sich das Interesse besonders auf die Gemeinderats- Wahlen in Wien, wo die Sozialdemokratie bisher die Herrschaft innehatte. Sie hat auch bei den jetzigen Wahlen wieder die Mehrheit erlangt, und zwar hat sie die bereits von ihr innegehabten 78 Mandate wieder erhalten, denen 42 Mitglieder der Einheitsliste gegenüberstehen.
Die Wahlbeteiligung war außerordent-t lich stark, besonders fiel die große Teilnahme der weiblichen Wählerschaft auf. Der Wahltag ist im großen und ganzen ruhig verlauseu. MlyaMâpsouert wurden von der Polizei wegen kleinerer Vergehen feftgenommen, jedoch nach Feststellung der Personalien wieder entlassen.
Bemerkenswert ist, daß ein zweitägiges Alroyoo- verbot, das vom 23. bis 25. April dauerte, erlassen worden war, da man die schon durch den Wahlkampf erhitzten Gemüter durch Alkohol nicht noch mehr in Erregung bringen wollte.
Die bisherigen Ergebnisse aus den Landtagen der Bundesländer zeigen, daß überall eine bürgerliche Mehrheit gewählt worden ist
Wren, 25. April. (Wolff.) Ueber die Nationalratswahlen liegen jetzt inoffiziell auch die Ergebnisse der acht Mandate aus dem Burgenland vor. Sie verteilen sich auf die Einheitsliste mt 3 (früher 3 Christlich-Soziale), die Sozialdemokraten mit 3 (3), den Landbund mit 1 (2) und ein Reststimmenmandat. Unter Zuzählung dieser Stimmen ergeben die Eesamtziffern des Nationalrates: Einheitsliste 79 (gegen 82 Christlich-Soziale und 10 Großdeutsche 1923), Sozialdemokraten 67 (68), Landbund 6 (5) und 13 Reststimmenmandate. Von letzteren dürften etwa drei den Sozialdemokraten und einige dem Landbund zufallen. Die Sozialdemokraten sowie der Landbunü werden also im neuen Nationalrat mehr Sitze haben als früher. Dieser Zuwachs geht auf Kosten der Christlich-Sozialen, da die Eroßdeutschen innerhalb der Einheitsliste ihren Besitzstand behaupteten. Gegenüber der verstärkten Opposition wird die absolute Majorität aber bei der Einheitsliste bleiben, welcher zudem der Landbund als bürgerliche Partei nahesteht. Von den kleineren Parteien vermochte keine einen Sitz zu erringen, auch nicht der Üde-Verband. Dieser zieht jedoch in den Grazer Landtag mit zwei Vertretern ein.
Die Wiener Presse über die Wahlen.
Wien, 25. April. (WB.) Während die „Arbeiterzeitung" das Ergebnis der Nationalratswahlen als einen Sieg der Sozialdemokratie feiert, betont die chriftli-b-foriale „Reichspost", der Ansturm der Sozialdemokraten sei abgeschlagen. Die großdeutschen „Wiener Neuesten Nachrichten" erklären, die Volksabstimmung sei gegen die Sozialdemokraten ausgefallen. Alle bürgerlichen Blätter, die nicht die Parteien der Einheitsliste vertreten, weisen darauf hin, daß eine wesentliche Aenderung nicht eingetreten sei und daß der Gewinn der Opposition nach Aufteilung der Ncststimmenmandate höchstens drei bis vier Mandate betragen werde. Die „Neue Freie Presse" stellt fest, daß keinerlei A-lüch.Mn RüÄrjtt.^Lr Regierung- bestehe und schreibt, die Linke in Oesterreich erlebte eine der schwersten Enttäuschungen.
spannte Finanzlage der Post gemildert werden kann durch Abstriche auf der Ausgabenseite, ehe er darangeht, durch eine Tariferhöhung nun eine immerhin sehr zweifelhafte Einnahmenerhöhung zu erzielen.
I In Ergänzung der amtlichen Ankündigung über die geplante Portoerhöhung wird noch bekanntgegeben, daß die Vorlage in etwa acht bis zehn Tagen dem Verwal- tungsrat der Reichspost zugeleitet werden dürfte. Die Postverwaltung beabsichtigt eine 50Prozentige Erhöhung des Briefportos und ferner in geringem Ausmaße eine Erhöhung des Paketportos. Diese Erhöhung ist nicht schon früher durchgeführt worden, weil die Post annahm, daß die Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage auch eine Vermehrung ihrer Einnahmen bringen würde. Diese Hoffnung hat sich indes nicht erfüllt. Auf der ar ’’ deren Seite hat die Post eine Reihe von Verbesserungen ihres Betriebes eingeführt, z. B. die Einrichtung der Selbstanschlußämter im Telephonverkehr. Dadurch sind ihr Ausgaben erwachsen, die bisher nur auf dem Anleihe-, Wege gedeckt werden konnten. Das Gesamtvermögen der Reichspost, das auf 2 Milliarden geschätzt wird, ist mit 470 Millionen Mark belastet, und der Zinsendienst hat es bisher nicht gestattet, die Anlagen der Post noch weiter auszubauen, wie das Interesse der Wirtschaft es verlangt.
potittsche Rundschau.
Deutsches HeiÂ.
Bayern und das Reich.
Reichsinnenminister Dr. von Keudell, der in dsesen Tagen der bayerischen Regierung seinen Antrittsbesuch abgestattet hat, erklärte, daß nach seiner Überzeugung die Interessen des Staates nirgends besser aufgehoben seien als in Bayern. Das Wort „Reichstreue", so sagte der Minister weiter, ist in bezug auf Bayern für mich eine undiskutierbare Selbstverständlichkeit und jeden Zweifel daran halte ich für eine Beleidigung. Ich bin der Überzeugung, daß die Geschichte einmal hervorheben wird, was in den Zeiten der schwersten Erniedrigung Deutschlands Bayern als K r a f t z e n t r u m geleistet hat.
Fahnenseier in Königsberg.
Die Feldzeichen der ehemaligen ost- und westpreu- ßischen Regimenter sind in feierlicher Weise in die Schloßkirche von Königsberg übergeführt worden. Die 85 Fahnen und Standarten der alten Armee, mit frischem Lorbeer geschmückt, wurden von dem Chef der Heeresleitung, General Heye, von der Kaserne am Trommelplatz, wo sie seit ihrer Überführung aus dem Reichswehr- ministerium nach Königsberg aufbewahrt wurden, an der Spitze der Fahnenkompagnic in den Schloßhof geleitet. Hier hatte das Militär des Standortes Königsberg Pa- radcaufstellung genommen. General Heye ergriff das Wort und ermahnte die Versammelten, diese weihevolle Stunde nicht zu vergessen. Er fuhr dann fort: Angesichts dieser Feldzeichen gedenket der Deutschen, der Edelsten, die einst ans diesen Salmen den Eid schworen und die ihre
Treue mit ihrem Herzblut, mit dem Tod besiegelt habem Ihre Gräber, in der ganzen Welt zerstreut, geben Zeugnis, was der Deutsche vermag. Er schloß mit einem Hoch auf das Vaterland. Nachdem der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes verklungen war, wurden die alten Feldzeichen unter dem Geläute der Glocken lind Salutschüssen in die altehrwürdige Schloßkirche getragen.
Entschließungen des demokratischen Parteitages.
Der Parteitag der Deutschen Demokratischen Partei, der jetzt in Hamburg geschlossen wurde, nahm eine Entschließung zur Außenpolitik an, nach der die Partei an den Grundlagen der Politik von Locarno festhält. Der Parteitag bedauert, daß trotz der eingeleiteten Verständigungspolitik Rückwirkungen auf das besetzte Gebiet bisher nicht erzielt worden seien und daß die bisherigen Ergebnisse der Abrüstungsverhandlungen die Friedensfreunde in der ganzen Welt schwer enttäuscht haben. Die deutsche Regierung wird aufgefordert, die Befreiung des besetzten Gebietes und die allgemeine Abrüstung mit Nachdruck weiter zu vertreten. Weiterhin sprach sich der Parteitag gegen den Abschluß eines Konkordats und für die Sicherung der Staatshoheit über die Schule sowie für dauernde Sicherung der Simultanschule aus. Zum Parteivorsitzenden wurde Reichsminister a. D. K o ch wiedergewählt, auch erfolgte die Wiederwahl der stellvertretenden Vorsitzenden Bäumer, Hieber und Hellpach. Neu in den Vorstand wurden der ehemalige Reichsfinanzminister Reinhold, Oberbürgermeister Böß, Berlin und Direktor Stern, Berlin, gewählt.
Japan.
X Ernste Wirtschaftsstöruugen. Das vom Kabinett füt drei Wochen erlassene Moratorium hat ernste Störungen im Geschäftsleben zur Folge, das bis zum Ausbruch der Bankkrise normal war. Die Banken sind mit allen Mitteln bemüht, die schädliche Einwirkung des Moratoriums auf Handel und Gewerbe abzuschwächen. Sic haben sich bereit erklärt, ihren Kunden die Überziehung der Konten zu gestatten und nach Ermessen kurzfristige Darlehen zu gewähren. Das Kabinett hat beschlossen, das Moratorium auf alle Kolonien mit Ausnahme Formosas auszudehnen. Die Banken stellen in einer öffentlichen Erklärung fest, daß sie übereingekommen sind, in jeder möglichen Weise zusammenzuarbeiten und sich gegenseitig zu unterstützen.
Aus Zn- und Auslano
London. Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Tetuan treffen in Marokko spanische Verstärkungen ein, von denen einige für Tetuan, andere für Targnist bestimmt sein sollen. Die Verstärkungen sollen sich auf insgesamt 20 000 Mann belaufen.
Belgrad. Unter Bezug auf das Verbot der Einfuhr von Schweinen nach Deutschland befürwortet das Agramcr Blatt „Jugoslovenski Lloud". daß bei den kommenden dculsch-rugo- slawischen Handclsvertragsvcrhandlungen die Schaffung einer eigenen jugoslawischen veterinärpolizeilichen Anstalt vorgesehen wird, wobei deutsche Organe mitzuwirken hätten.