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Zulöaer Anzeiger

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt

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Nr.H7- 1927

guHMMäfi!^^

Fulda, Freitag, 20. Mai

4. Jahrgang

Meine Zeitung wr eilige r.efer

* Der Reichstag hat sich bis zum 14. Juni vertagt, nachdem cr vorher das Gesetz über die Zündholzfabrikation ange- nonunen hatte.

* Der Rcichskohlcnrat hat den Antrag auf Erhöhung de SV enpreise um 7% % abgelehnt.

* Ein überaus folgenschweres Straßenbahnunglück ereigne« sich in Kassel. Bei der Entgleisung eines angeblich willkürlic- in Bewegung gesetzten Straßenbahnwagens wurden neu: Personen getötet und zahlreiche verletzt.

* Das vierte Kabinen Seipel ist in Österreich vom National rat mit 94 gegen 70 Stimmen gewählt worden.

* kn Amerika verübte ein wahnsinnig?: Farmer auf e Schule ein Dynamitattentat, durch das das Gebäude zerstör' und 35 Kinder getötet wurden.

das Märchen von derKriegsschuld"

Eine Nieienarvelt war es, uver Die oer juormjenr e des dritten parlamentarischen Unterausschusses, Dr. B e l I, im Reichstag am Mittwoch berichtet hat. Dieser Unker- msschüß hatte die Ausgabe erhalten, allen Vorwürfen hin- schtlich angeblicher deutscher Völkerrechtsver Setzungen im Kriege nachzugehen und sie auf ihre Richtigkeit zu untersuchen. Mit echt deutscher Gründlick leit hat der Ausschuß sich dieser Aufgabe unterzogen und sie Ergebnisse in einem fünfbändigen Werk zusammenge- rellt. Die Entscheidungen, die er fällte, erfolgten mit zwei Ausnahmen einstimmig.

Was ist da nicht alles untersucht worden! Der Gas- Lust- und U-Boot-Krieg, die Überführung der belgische« Arbeiter nach Deutschland und die Zerstörungen in Frank reich, die anläßlich des deutschen Rückzuges 1917 und 1918 erfolgten, angebliche Verletzungen des Genfer Abkommens mb der 10. Haager Konvention über die Führung des Land- und Seekrieges. Aber man hat sich erfreulicher- seife auch nicht gescheut, die Art zu untersuchen, wie bk Entente mit der griechischen Neutralität verfuhr, wie ne Elfaß-Lothringer durch die Franzosen aus ihrer Heimat 'crfdjkppt wurden und welch völkerrechtswidrige For­mn auf der Gegenseite beim Wirtschaftskrieg jegen uns angewendet Jyurben. Besonders eingehend Wbe matürlichdâ-Ä!^ der Entzmw--LachgegIN- Vn, dirnhrën Ausdruck in den berüchtigten Aüslieferungs- ßstèn gefunden haben, dann der Berechtigung und den formen des belgischen Volkskrieges bei Einrücken der deutschen Truppen und schließlich auch der Art der Kriegs- «esaugenenbehandlung in Deutschland.

Man sieht: eine Riesenarbeit die sich die Gegenseite hinsichtlich der zahllosen Vorwürfe dieser Art, die wir «gen sie erhoben haben, ganz und gar gespart hat. Eine Mesenarbeit, die aber geleistet werden mußte, um endlich einmal auf Grund authentischen Materials den üblen An- Ichuldigungen entgegentreten zu können, die allerwärts in der Welt gegen die deutsche Kriegführung, gegen die »Hunnen und Barbaren" erhoben wurden und in zahl­losen Filmen noch jetzt hernmspnken. In diesem Ausschriß laß mancher, der die deutsche Kriegführung scharf unter ine Lupe nahm: das aber hat auch sein Gutes, weil ba- wrch die Unparteilichkeit des Urteils, das der Ausschuß rbgab, erheblich verstärkt wurde.

Nicht etwa, daß er nun zu der Erklärung kam, daß deutscherseits gar keine Verletzungen des Völkerrechts vor- iamen; aber diese Fälle sind einfach verschwindend gering. Und selbst wenn man die zwangsweise über- iedlung der belgischen Arbeiter nach Deutschland als .Völkerrechtsbruch" bezeichnen wollte, so liegt hier in­folge der völkerrechtswidrigen Hungerblockade gegen ans ein schwerer Notstand vor. Andererseits hat die Entente schon sehr viel eher sogar deutsche Kriegsgefangene in militärischen Zwecken verwandt und schließlich handel­len die Verantwortlichen in gutem Glauben, was am besten vielleicht dadurch bewiesen ist, daß es niemand Inders als Rathenau, der Organisator der deutschen Rohstoffversorgung, gewesen ist, der diese Maßnahme dringendst empfahl. Auch in einem anderen Falle be- Mchncte der Ausschuß das Vorgehe«: eines U-Bootes als Akerrechtswidrig, weil es ein wirkliches, nicht eines von >en vielen angeblichen Lazarettschiffen torpedierte. VI Führer ist übrigens längst deutscherseits gerichtlich straft worden, ebenso wie ein Major, der sich bei der -andkriegführung einen Verstoß gegen die Genfer Kon- ientior: zuschulden kommen ließ.

U'n b d i e Gegenseite? Interessant ist der Nach- ^iS, daß das französische Heer schon vor bem Kriege ^-it Gaskampfwaffen ausgerüstet war und daß die Luft- 'Ngriffe auf Paris als Vergeltungsmaßnahmen ebenso "ktcchtigi waren ivie die auf die Festung London, wo ja «ich Kriegsmaterial in ungeheuren M allen w^--«-- hfVt^ ^chtswidrig war, in welchen Formen derVolkskrieg" in Belgien'gegen uns geführt wurde, «vo es weder eine 'ucheitliche Führung noch militärische Abzeichen irgend- ^ldjcr Art gegeben hat, sonder«: nur einen Heckenkrieg ^Mfnckr Zivilisten. Und über die Art, wie die Entente Griechenland in den Krieg gegen uns zwang, wie sie allem die deutschen Kriegsgefangenen- Militär und MU behandelte, ist überhaupt kein Wort mehr zu ver­lieren.

, ^Man muß sich mit diesen Andeutungen aus dem Fu- Halt des nicht weniger als 2000 Seiten umfassenden Werkes biWtgen, von dem man nur das eine hoffen mag, daß es ^uch in der Welt draußen seinen Widerhall finden wird. sP derKriegsschuld"frage hat sich i« der dama!:ge eng- We Ministerpräsident Lloyd G e o r g e 1921 zu dem

Zugeständnis emporgerafft,.daß alle Ratio nei: m den Krieg unfreiwillightnemgesto Pert sind. Die Arbeit des Untersuchungsausschusses :st mrt ein großer !?Uschritt irr dem Bestreben, auch das Märchen von den jGiiehaten der deutschen Hunne«: und Barbaren allmählich ^ der Welt zu räumen. . '

Das Ergebnis von London

HMßWg der Entente Lordia'e.

Wichtige Unterredung Chamberlain-Briand.

Präsidc K Doumergue und Außenminister Briand sie : England bereits wieder verlassen und sind nach -a«..'reich zurückgekehrt. Vor der Abreise fände«: noch J iebcitc Festlichkeiten zu Ehren der französischer: äs! statt, auf benen immer wieder die Freundschaft, in ; erbe Länder leben, betont worden ist.

woße Beachtung findet in politischen Kreisen eine edung, die Brèand und Chamberlain im englischen .»«värtigen Amt hatten. Ein amtliches Londoner Korn- nuniquö weist darauf hin, daß im Verlaufe dieser Be- ' sdrechung die verschiedenen internationalen Probleme von beiden Staatsmännern besprochen worden sind. Die Unterhaltung war, wie weiter betont wird, freundlichster i Natur und zeigte völliges Eènvernehrnen in >er Beurteilung der Lage. Beide Staatsmänner stellten i erneut die F e st i g k e i t d e rE n t e n t e C o r d i a l e" s zwischen Frankreich und Großbritannien sowie die Not- wendigeikt fest,die Entente als sicherste Grundlage des europäischen Friedens zu stärken".

Neben dieser offizielle«: Kundgebung bringen auch die I englisch-französischen Zeitungen Näheres über die Aus- spruche im englischer: Auswärtige«: Amt. So wird ge- m. «et, daß in der Besprechrmg der albanische Konflikt, - di- Beziöh«lngen zu den Sowjets, die Vorgänge in China - und auch die Tangerverhandlungen berührt, worden sind. DerMatin" glaubt berichten zu können, daß Chamberlain

^Sfc wèrö mcki ieMer!

er Reichstohlenrat lehnt die Preiserhöhung ab.

Die vom Kohlensyndikat beabsichtigte 7xprozentige : Hung der Steinkohlenpreise bedurfte noch der Geneh- ' ntz^d eK- MLrchLLohlsnr«LeK-I«ihmsind mebsn^ den . . nhij£^^^ Angestellte und Vertreter j der Konsumenten stimmberechtigt. Daß die Konsumenten I bis. ohlenpreiserhöhung ablehnen würden, war selbstver­ständlich; ungewiß aber war es, ob auch die Arbeiter und : Angestellten der Kohlenzechen, die von einer Erhöhung ' wohl eher Vorteile zu erwarten hätten, den: Anträge des ubrkohlensyndikates ab!?hnei:d gegenüberstehen würden. Dat ist nun geschehen und auf diese Weise bleibt der Preis für Steinkohlen der alte.

Noch unentschieden ist es, ob der Braunkohlenpreis eine Erhöhung erfahren wird. Die bisher zur Begrün- M: ' eingebrachten Anträge wurden von: Reichskohlenrat

- -nicht als ausreichend angesehen.

Astiiische Ru^dscharr.

Deutsches Reich.

. Besprechung der Finanzminister.

Iber die in Berlin unter Vorsitz des Reichsfinan;- iüers fiattgefunbene Besprechung der Finanzminister sm Länder teilt eine halbamtliche Veröffentlichung mit, bi sich die Konferenz mit dem zurzeit dein Reichskabinett i vo egenden Entwurf des Sreuervereinheitlichungs- ; ge; ;§, feinern Aufba«: und feinem wesentlichen Inhalt ' bekräftigte, über die Ziele und Grundzüge des Ent- i Wurfes bestand in weitem Uinfang Übereinstimmung. In: ; - en sand eine vo«: gegenseitigem Vertrauen getragene Au 'rache über eine Reihe vor: Einzelfragen statt. Es e in Aussicht genommen, die Einzelheiten der vorge- . nett Regelung mit den Sachbearbeitern der Länder weite, zu erörtern und dadurch die Einheitlichkeit der !b i für die weitere Behandlung der An­ge l e g e n h e i t zu sichern.

i De« tmnsabund über Mittelstandspolitik.

: er Hansabund für Gewerbe, Handel und Industrie I trat in Berlin unter Teilnahme zahlreicher Abgeordneter des Reichstags und der Landesparlainente zu einer Sitzung zusammen. Über das ThemaGegenwartsforde­rungen der Gelverbepolitik" sprach der Reichstagsabge- ordnete Bartschat. Eine Prüfung der bis jetzt vorlie­genden Ergebnisse der Berufs- und Betriebszählung er­gebe eine st a r k e Z n n a h m e des Handels und G e w erbe s. Die Bedeutung des selbständigen Unter- nehniers ist somit trotz der Konzentrationsbewegung ge­wachsen. Als gemeinsames Endziel aller «virtschaftspoli- tische«: Maßnahmen erklärt er die Steigerung der Stauf- krast des Jnlandsmarktes. Spezielle Forderunge«: des Handwerks liegen in bem Wunsche nach einer Verbesse­rung des augenblicklich zur Beratung stehenden Bcrufs- ausbildungsgesetzes, vor allem aber in einer Denwkrati- sierung des Wahlrechts 31t bett Handwerkskamnrcrn, die auch eine Beseitigung der über den Kammern stehenden Staatskommissare bringen «nutz. Ebenso wird die Tarif­fähigkeit der Innungen verlangt,

Österreich.

X Dr. Seipel wieder Bundeskanzler. Das neugewählte österreichische Parlament hat seine Tätigkeit begonnen. Einstimmig wurde der Christlichsoziale Miklas wieder 311m Präsidenten, der sozialdemokratische Abgeordnete Eldersch und der Großdeutsche Dr. Waber zu Vizepräsi- benteu gewählt. Der Hauptausschuß beschloß, Dr. Seipel neuerdings als Bundeskanzler ju berufen und mit der Bildung, des neuen Kabinetts zu betrauen. Dr. Seipel

und Briand hauptsächlich sich mit der Herabsetzung der Besatzungstruppen im Rheinland als Vorstufe der vollkommenen Räumung beschäftigt hätten. Wie das Blatt zu melden weiß, soll Chamberlain ähnlich wie Briand die Absicht vertreten, daß keine Z u ge­st ä n d n i s f e hinsichtlich der Rheinlandbesetzung gemacht werden könnten, solange die Reichsregierung nicht alle ihr gestellten Bedingungen erfüllt habe und solange derer». Ausführung nicht festgestellt sei.

Sir OfisefiungsverpjiichtmigM erfüllt.

Alle Zerstörungsarbeiten beendet.

Die Sprengung der 88 Unterstände bei den Festungen Königsberg und Küstrin, die von der Botschasterkonferenz als eine der letzten Entwassnungsvcrpflichtungen Deutsch­lands verlangt worden war, ist jetzt vollständig durch­geführt worden. Die Befestiguugèaulageu sind einschließ­lich der Fundamente beseitigt. Bekanntlich war von deutscher Seite erklärt worden, daß die Sprengung bis zum 1. Juni beendet sein würde. Das ist jetzt noch vor dem Endtermin möglich gewesen.

Nach Durchführung dieser Zerstörungsarbeiten wird nunmehr der im Aufträge der Regierung an der Ostgrenze weilende General v. Pawels; nach Berlin Bericht erstatten. Dann wird die Regierung den Botschaftern der Entente die Vollendung dieser Arbeiten mitteilen. Über das Ver­langen, daß dieser Tatbestand von den Ententevertretern noch bestätigt wird, hat das Kabinett noch Beschluß zu fassen-

nahm die Berufung an und unterbreitete seinen Vorschlag zur Bildung der Negierung, «oelcher mit Ausnahme des neuen Vizekanzlers Hartleb alle früheren Mitglieder des Kabinetts angehören. Die neue Regierung Seipel ist be­reits vom Parlament bestätigt worden.

Aus In- und Ausland

Bersin. Reichspräsident von Hindenburg hat mit König Alfons von Spanier: zu desieir Regierunqsjubiläum Be- grüßungstelegrainme gewechselt.

Paris.Chicago Tribune" meldet aus Teheran, die Sowjets hätte«: zahlreiche autibolschewistische Slrmenier nach dem Innern Rußlands deportiert.

London.Tintcs" meldet, daß Oberst Sandilartds seinen Posten als britischer M i l i 1 ä r a t t a dj é tu Berlin angetreten hat. Dem Blatt zufolge war seit August 1914 kein britischer Militärattache in Berlin.

Springfield. Das Repräsentantenhaus von Illinois hat eine Vorlage über den Widerruf der zwecks Durchführung der Prohibition im Staate Illinois erlassenen Gesetze an­genommen.

Tumultszonen im sächsischen Landtag.

Dresden, 19. Mai. (W. B.) In der heutigen Voll­sitzung des sächsischen Landtages kam cs bei der Beratung des EtatkapitelsMinisterium des Innern" zu wieder­holte«: Lärmszenen, die zu dreimaliger Unterbrechung der Sitzung führten. Bei der Abstimung über das Minister- gehalt, hatte sich die knappe Mehrheit von 46 gegen 45 Stimmen ergeben. Das Ergebnis wurde von der Linken angezweifelt. Eine abermalige Abstiinmung zeitigte nun­mehr das Ergebnis von 47 gegen 45 Stimmen, was aber­mals zu heftige«: Protesterklärungen der Linken und An­griffen gegen die Geschäftsführung des Präsidenten führte, die dieser scharf zurückwies. Auch bei der Abstimmung über das gesamte EtatskapitelMinisterium des Innern" er­gab sich eine knappe Mehrheit von 45 gegen 44 Stimmen, worauf sich die Tumultszenen auf der linken Seite des Hauses wiederholten. Schließlich schloß Vizepräsident Dr. Eckardt den kommunistische«: Abgeordnete«: Ferkel, der ihn einen Lügner genannt hatte, von der Sitzung aus. Nach mehrmaliger Unterbrechung und Wiederaufnahme der Sitzung wurde schließlich das GesamtkapitelMinisterium des Innern" mit 48 gegen 43 Stimmen angenommen.

Vermischte Machrichten.

OesterrerKs Verhältnis zu Deuffchlanö.

Wien. In der vom Bundeskanzler Dr. Seipel abgegebenen Regierungserklärung, betonte der Revue: unter großem Be:- fall, daß Österreich ganz besonders die Ausgestaltung seines Verhältnisses zum Deutschen Reich am Herzen liege. In geistiger Beziehung kann natürlich das Verhältnis nicht mehr enger werden. Wir sind, so sagte Dr. Seipel, ja mit ihm durch die gleiche Abstammung, gleiche Kulturentwicklung und gleiche Geschichte verbunden. Aber wir nninfdwt darüber hin­aus alles zu fördern, «vas aus wirtschastliche«: oder anderen Gebieten die Annäherung der beide«: Steilen zu einer engeren machen kann. (Beifall.) Wir «vcrden streben, auf diesem Wege in dein Maße Fortschritte 51t machen, als eS nach der Zeitlage möglich und zulässig ist. Im übrigen stelle ich fest, daß die österreichische Außenpolitik sich weder in der Person ihres Leiters, noch in ihren Zielen und Methoden ändern ivirö.

Die Russen drohen mit der Abfahrt.

Genf. Die Förderung der russischen Vertreter aus der Weltwirtschaftskouscrenz, das Nebeueliiauderbestehen der kapi­talistischen und sowjetistischen Wirischastsmethode in Rußland giuzuheißeu und ausdrücklich a-nzuerkennen, scheint den übrigen Teilnehmern der Tagung annchmba:, wenn auch in etwas anderer Form, als'die Russen zunächst erwarten Gerüchtweise verlautet, daß die beiden russischen Vertreter bei Nichlannahme ihrer Forderung mit der sofortigen Abreise aus Gens drohen.