Zul-aer /lnzeiger
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Nr. 178 — 1927
Fulda, Dienstag, 2. August
4. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Die Genfer Abrüstungsverhandlungen sind vorläufig nicht abgebrochen, sondern um einige Tage verschoben worden.
* Auf dem Bundestag ehemaliger Kriegsgefangener in Bremen wurde behauptet, daß noch immer deutsche Kriegsgefangene in Cayenne wären.
* Prinz Carol von Rumänien, der als ältester Sohn König Ferdinands seinerzeit auf die Nachfolge verzichtete, meldet in einer Erklärung jetzt seine Thronansprüche wieder an.
* über Hankau in China ist, da infolge eines Kulistreiks kommunistische Aufstände befürchtet werden, der Belagerungszustand verhängt worden.
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Die erste Milliarde. ,
Mit her achselzuckenden Kaltherzigkeit, die eben nur ein Engländer aufbringen kann, hat der Unterstaatssekretär Locker Lampson vor ein paar Tagen im Unterhaus erklärt, daß an eine Räumung der R h e i n l a n d e erst dann gedacht werden kann, wenn Deutschland alle seine Verpflichtungen erfülle. Daß wir die Entwaffnnngsbestimmungen durchgeführt haben, vermag die Botschafterkonferenz nicht mehr abzuleugnen, und der Bericht des Reparationsagenten über die Ausführung des Dawes-Plans in den ersten neun Monaten des jetzt laufenden, also des dritten Reparationsjahres beweist, daß wir auch unsere daraus entstehenden finanziellen Verpflichtungen auf den Pfennig genau beglichen haben, überdies sagt es der Bericht selbst an zahlreichen Stellen.
Es ist eine leider nur allzu wahre Tatsache, daß man in Deutschland diesen Dawes-Verpflichtungen vorläufig viel zu wenig Aufmerksamkeit schenkt. Denn das deutsche Volk verspürt nicht unmittelbar, welche Leistungen cs zu bewältigen hat. Verspürt auch nur allzu indirekt, wie sich diese Verpflichtungen auswirken. Dabei wäre der berüchtigte „Schwarze Freitag", der 13. Mai, an der Börse nicht möglich gewesen, wenn nicht vorher vor Neparationsagent durch .einen großen Bartrauü'cr (Verrechnung und Überweisung in fremde Währung) den Devisenvorrat der Reichsbank erheblich verkleinert hätte, so daß eine radikale Maßregel erfolgen mußte, um unsere Währung vor einer Erschütterung zu bewahren.
Im dritten Reparationsjahr erhält der Generalagent Parker Gilbert nicht weniger als eineinhalb Milliarden Mark. Davon bezahlt die Reichsbahn 550 Millionen, dazu noch 290 Millionen Beförderungssteuer; 250 Millionen entfallen auf die Verzinsung der Jndustrieobli- gationen und 410 Millionen werden aus den allgemeinen Einkünften des Reiches an die Entente abgeführt. Von dieser Summe wird nun ein Teil in Goldmarkzahlungen „transferiert", der andere in fremder Währung. Was Deutschland z. B. an Sachlieferungen zu leisten hat, bezahlt der Reparationsagent mit Goldmark: ebenso die Besatzungskosten, die Kosten der interalliierten Kommissionen und verschiedene andere Zahlungen. In fremder Währung — er kauft sich die Devisen bei der Reichs- bank — zahlt der Reparationsagent nun eine Reihe von Posten aus, die die verschiedenartigste Bestimmung haben. Da erhebt z. B. Amerika Anspruch auf Ersatz seiner Besatzungskosten; im dritten Dawes-Jahr sind das 55 Millionen. Vor allem aber muß jeder deutsche Kaufmann, der nach England oder Frankreich Ware ausführt, dort einen Zoll zu schlag von 26 Prozent bezahlen; den er zwar von der deutschen Regierung zurückerstattet erhält, dieser aber auf Reparationskonto verrechnet wird, also von ihr bezahlt werden muß. Außerdem hat der Neparationsagent auch noch Barsummen an unsere Gläubigerstaaten transferiert.
Der neueste Bericht des Generalagenten zeigt nun, daß dieser letzte Posten, nämlich die Barüberweisung, schon m den neun Monaten des laufenden Jahres mehr als hoppelt so groß ist als in den beiden vergangenen wahren zirsammengenommen. Er zeigt aber auch des weitern daß das Verhältnis zwischen den Goldmarkzahlungen und den Überweisungen in fremder Währung gleichfalls lehr viel schlechter geworden ist. Hatte in den ersten Werden Jahren die Zahlung in Goldmark noch etwa bi v. H. der Gesamtzahlung ausgemacht, so beträgt dieser Transfer durch Goldmarkzahlung in den neun Monaten ™dritten Reparationsjahres nur 51 v. H., d. h. die beiden Urten der Überweisung halten sich beinahe die Wage. In fremder Währung sind 449 Millionen transferiert worden ., bisher! — und diese Summe, die weit größer als alles Ost was in jedem der beiden Vorjahre transferiert wurde, fuhrt uns nunüberdicerstcMilliardehinäus, ^enn in den ersten beiden Reparationsjahrcn wurden auf diese Weise rund 670 Millionen in fremder Währung transferiert. Es ist nach diesen Vorgängen ohne weiteres damit zu rechnen, daß am Ende des dritten Repara- nonstahres sicherlich anderhalb Milliarden in Form von -cvi,en an unsere Gläubigerstaaten ausgezahlt sind.
Am 1. September 1928 beginnt das „Normaljahr" mit einer Zahlungsverpflichtung von 2500 Millionen — nach em, wie sich die Überweisung in der letzten Zeit entwickelt w müssen wir damit rechnen, daß die Sachlieferungen 'och weiter zurückgehen, die Überweisung in fremder Wäh- >-^ ^"mnunt. Es fragt sich nur, wie lange die ^eut,che Wirtschaft, vor allem aber die deutsche Währung das aushalten wird.
Handwerkerforderungen an das Heid?
Norddeutscher Handwerkertag in Schwerin.
dlach einer Reihe von handwerklichen Fachtagungen und d«mLÄ'™^^^ Handwerkertagung sand in Schwerin cte Hauptlaguna des Norddeutschen Handwertcrtagcs statt. Tie
Kampf um den rumänischen Thron.
Vrinz Carol will die Königskrone.
Widerruf der Verzichtlei stung.
' Es war jedem unterrichteten Politiker seit Jahren klar, daß bei einem Thronwechsel in Rumänien schwere Konflikte sich entwickeln würden. Wenn auch während der Krankheitstage des verstorbenen Königs Ferdinand beschwichtigende Nachrichten in Massen ins Ausland gingen, Wenn kurz vor dem Tode Ferdinands der energische Bratianu die Zügel der Regierung in seine selbst nicht vor brutalen Zugriffen zurückschreckenden Hände nahm und nach der Katastrophe im Nu Ferdinands fünfjähriger Enkel zum Herrscher ausgerufen wurde, so waren das doch nur Tatsachen, die mehr für die unsichere Lage sprachen als für eine Befestigung der Verhältnisse. Schneller als man vermutete meldet sich jetzt der seinerzeit ziemlich gewaltsam zum Verzicht auf die Nachfolge ge, zwungene älteste Sohn des verstorbenen Königs, Prinz Carol, und erhebt Anspruch auf die Krone. Er erläßt in Pariser Blättern eine Art Proklamation, in der es heißt:
Trotz meines lebhaften Wunsches, mich zu den Bei- setzungssëierlichkeiten meines Vaters zu begeben, wurde mir in striktester Form mitgctcilt, daß meine Anwesenheit nicht erwünscht sei. Obgleich diese Antwort mir gegenüber als der letzte Wille des Königs Eingestellt worden ist, bin ich darüber unterrichtet, das? der letzte Wunsch meines Vaters ganz im Gegensatz hierzu stand. Mir liegt der Gedanke fern, in meinem Lande irgendeine Aktion zu entfachen. Wenn ich vor anderthalb Jahren auf meine Rechte verzichtet habe, so deshalb, weil ich durch Personen und Mittel dazu gezwungen worden bin, über die ich mich im einzelnen nicht äußern will. Heute hat sich die Lage geändert, denn heut? erweckt die Zukunft Rumäniens ernste Besorgnisse, während sie sich damals nach menschlichem Ermesscn unter den besten Auspizien dnrstcMe. Um nichts in der Welt darf zngclasien werden, dast die Initiative und fruchtbare Arbeit zweier Generationen in Gefahr gebracht wird. Ich bin der Ansicht, daß ich als Rumäne und Vater das Recht und die Pflicht habe, über die Größe der Nation zu wachen, die der Gegenstand der Fürsorge zweier ruhmvoller Souveräne gewesen ist, damit der Staat in keiner Weise beeinträchtigt wird, damit mein Sohn ein unantastbares Erbe erhält, wenn seine Zeit gekommen ist. Diese Lage gibt mir das Recht, persönlich zu intervenieren. Ich habe den lebhaften Wunsch, meinem Lande nützlich zu sein und nicht dort Unruhe her-
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Tagung brachte zunächst einen Bortrag des Syndikus des Reichsverbandes des Deutschen Schneidergewerbcs, Dr. Men- ninger, über „Das deutsche Handwerk in Staat und Wirtschaft". Der Redner kritisierte heftig die Einmischung des Staates in Privatintcressen und wies auf die schwere Schädigung des Handwerks durch die Regiebetriebe hin. Der Redner warnte weiter vor jedem übertriebenen Wirtschaftsoptimismus, der auch heute trotz gewisser unverkennbarer Fortschritte nicht am Platze sei. Nach einem weiteren Referat des Syndikus der Handwerkskammer in Kassel, Dr. Hartmann, über das Thema „Was wir wollen" faßte der Vorsitzende der mecklenburgischen Handwerkskammer, Landtagsabgeordneter Laubach, die gegenwärtigen Forderungen des Handwerks zusammen. Diese erstrecken sich auf rückhaltlose Anerkennung der R e i ch s v c r d i n g u n g s o r d - nung für Ba ule istungen durch die Reichs- und Kommunalbehörden sowie aus Einschränkung und Vereinfachung des kostspieligen und umfangreichen Verwaltungsapparats, da die Kosten dafür vom Handwerk und von der Gesamtwirtschaft nicht mehr aufgebracht werden könnten.
Verbesserte Spattaffenauswertung in Preußen.
Einheitlicher Aufwertungssatz von 15 Prozent. -
Der preußische Minister des Innern hat im unmittelbaren Anschluß an die durch seine Vertreter im Rechts- ausschuß des Reichstages bei der Beratung der Novelle zum Auswcrtnngsgesetz gegebenen Zusagen eine erhebliche Verbesserung der Sparkassenaufwertung in Preußen durch eine neue preußische Durchführungsverordnung zum Auswcrtungsgesetz hcrbeigeführt.
Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, erfolgt nach dieser Verordnung die Aufwertung der Sparguthaben bei allen öffentlichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Sparkassen Preußens zu einem einheitlichen A u f w e r t n n g s s a tz von 15 Prozent (bisher 12% Prozent). Sofern ein Sparguthaben nach der bisherigen Regelung aufgewertet und durch Erfüllung der entsprechenden Aufwertungsleistung erloschen ist, gilt es nach ausdrücklicher Vorschrift der neuen Verordnung gleichwohl hinsichtlich einer Nachtragsaufwertung von 2% Prozent (d. h. der Differenz von 12% und 15) als fortbc stehend. Während nach der bisherigen Rege- lung ein Drittel des 12^prozcntigcn Aufwertungsguthabens am 1. Juni 1930 kündbar war und die weitere Kündbarkeit späterer Regelung vorbehalten blieb, wird jetzt je ein Sechstel des 15prozentigen Aufwertungs- betrages zum 1. Januar 1928, 1. Januar 1929 und 1. Januar 1930 kündbar gemacht, so daß bis zu dem letztgenannten Termin 7,5 Prozent kündbar gemacht sind. Die Kündbarkeit der weiteren 7,5 Prozent bleibt Vorbehalten. Die vorzeitigen Ausschüttungen an Personen mit einem geringeren Jahreseinkommen werden insofern verbessert. als
vorzuruscn. Aber ich werde es niemals avieynen rönnen, dem Wunsche meines Volkes zu gehorchen und seinem Rufe zu entsprechen, wenn er an mich gerichtet wird.
Scharfe, ja außerordentliche Maßnahmen der Regierung Bratianu haben seit Ferdinands Hinscheiden die Ruhe in Rumänien ausrechterhalten, ob eS fürderhin so bleiben wird, ist nach der anssehcnerregendcn Erklärung des Prinzen Carol sehr zweifelhaft geworden. Die Pariser Zeitungen, die natürlich als erste in der Lage Waren, Stellring zu nehmen^äußern sich im allgemeinen noch . etwas zurückhaltend zu der Sache. Man hält Bratianu für franzoscnfrcundlicher als seinen Vorgänger Averescu, der nach Italien gesehen haben soll. Deshalb findet die französische Rechtspresse ziemliche Worte der Abwehr gegen den Prinzen. So schreibt das „Journal": „Diese Erklärung beweist, daß Prinz Carol die feierliche Beschwörung des sterbenden Königs Ferdinand nicht gehört hat, obwohl dieser an den heiligen Charakter des Thronverzichtes formell erinnert hatte." „Echo de Paris" erklärt: „Prinz Carol hat kein Recht, auch nur einen Anspruch in irgendeiner Form geltend zu machen. Wir müssen wünschen, daß Bratianu siegt und daß er und seine Ratgeber bis 1940, dem Jahre der Volljährigkeit des Königs Michael, die Stabilität des Staates gewährleisten." Die liberalen Blätter, die Bratianu als einen Rückschrittler bezeichnen, lassen erkennen, daß sie dem Prinzen Carol Erfolg wünschen.
VEMMmmMg in Rumänien?
Aus Bukarest wird gemeldet, in einflußreichen politischen Kreisen lege man sich die Frage vor, ob eine Rückberufung des Prinzen Carol nicht einer zwanzigjährigen Regentschaft vorzuziehen sei, um so mehr, als zahlreiche Beispiele der Geschichte bewiesen, wie schädlich solche Regentschaften den Ländern gewesen sind. Wie es heißt, gehe man ernstlich mit dem Plane einer Volksabstimmung uüer tue Rück« ehr des Prinzen und seine Ausrufung zum König um.
Ob diese Angaben mehr als einen Wunsch der Bratianu feindlichen Kreise bedeuten, muß dahingestellt bleiben. Der Ministerpräsident wird sich und seine dem Prinzen Carol entschieden abgeneigte Politik jedenfalls nicht leicht an die Seite schieben lassen. Dem Vernehmen nach hat Carol seine Erklärung unter dem Einfluß von rumänischen Politikern abgegeben, die heimlich nach Paris gekommen sind, um ihn als ihren Prätendenten zu gewinnen. sie nicht wie bisher nur Personen mit euum ^ahreseiu- kommen bis 800 Mark, sondern darüber hinaus Personen mit einem Jahreseinkommen bis 1000 Mark zugute kommen.
Der frühere vorgesehene Ausgleichsstock, in den über den Einheitssatz aufwertende Sparkassen die Hälfte des Mehrbetrages abzuführen hatten, wirb beseitigt und durch einen anderen Ausgleichsstock ersetzt, in den die Überschüsse derjenigen Sparkassen abzuführen sind, deren aus- gcwertctes Sparkassenvermögen ihre Auswertungsver- bindlichkeiten übersteigt, und aus dem entsprechende Zuschüsse an diejenigen Sparkassen gegeben werden, bereit aufzuwcrtendes Sparkassenvermögen nicht ausreicht, um die letzten 2% Prozent ihrer Äufwertungsverbindlich- keiten zn erfüllen. Zur Deckung der Verwaltungskosten darf weder das aufgewertete Sparkasfenvermögcn noch der Sparkassenausgleichsstock in Anspruch genommen werden.
In einem besonderen Erlaß weist der Minister noch darauf hin, daß die Sparkassen besondere Härtefäüe freiwillig berücksichtigen sollen.
Potriische Aunöschâ Deutsches Mich.
Deutsch-tschechoslowakischeHandelsvertragsverhandlnngem
In den dcntsch-tschechoslowakischen Handelsvertrags- Verhandlungen, die in der zweiten Hälfte des Juli in Berlin fortgesetzt wurden, sind die beiderseitigen Zvll- tarifwünschc eingehend beraten worden, wobei bei einer großen Anzahl von Tarifpositionen eine Einigung oder Annäherung erzielt wurde. Die weiteren Erhebungen sollen in den nächsten Wochen durchgeführt werden. Im September wollen die beiden Delegationen in Prag zu den noch notwendigen weiteren Plenarsitzungen zusam- mentreten.
Dr. Reinhold über den Dawes-Plan.
Der frühere deutsche Reichsfinanzminister Dr. Reinhold, der sich zurzeit in Amerika befindet, hat in einer Unterredung mit amerikanischen Prcffevcrtretern dem Zweifel Ausdruck gegeben, ob Deutschland imstande sein werde, die durch den Dawes-Plän auserlegten Zahlnugen zu leisten. Es fei nicht vorherzusehen, ob die deutsche Wirtschaft die nötigen hohen Steuern tragen könne. Gegenwärtig bestünden keine Schwierigkeiten, auch werde jede, deutsche Regierung nach besten Kräften die Erfüllung an- streben, jedoch sei zu berücksichtigen, daß Deutschland gemäß den: Dâwes-Plan um die Hälfte mehr zahlen muß, als die gesamten anderen Schnldnernationen an Amerika zahlen sollen. Dr. Reinhold sprach zuletzt die Überzeugung aus, daß die Gewissenhaftigkeit, mit der Deutschland den Dawes-Plan erfülle, in Amerika anerkannt werden werde.