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Fulda, Samstag, 13. August
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4. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
L oum Verfassungstage sandten mehrere fremde Staats- d duuVter darunter Präsident Coolidge, an den Reichspräsi- Glückwunschtelegramme.
* ^ic Ausstellung „Das junge Deutschland" wurde in Berlin U Anwesenheit des Reichskanzlers Dr. Marx eröffnet.
« M Irland hat der Beschluß der Republikanischen Partei, . König den Treueid zu leisten und die Sitze im Parlament eine Regierungskrise herbei geführt.
V ^z griechische Koalitionskabinett ist durch den Austritt Lr Dualistischen Kabiucttsmitglieder gesprengt worden.
Am ein Haar
re S f Erfahr für die Londoner Börse — Das letzte Stünd- • 19« iein? — Justiztragödie. — Das Weltgewissen. 1 V§ H Viel hätte nicht gefehlt, und die Welt wäre in diesen ^iG' WWW von der niederschmetternden Rachricht überrascht " MI ! se», daß die Londoner Börse vom Erd- M5 liehen verschwunden sei. In ihrer nächster Nach-
Marjchaft war ein großes Burau- und Geschäftshaus, an»
W.Mnend infolge von Bauarbeiten in dessen unmittel- PS W baiei Umgebung, auseinaudergeborsten und zur Hälfte l.« WMMmengestürzt, und mißtrauische Beobachter wollten S, f bereits in den Mauern des Börsengebäudes gefahr- â Idrshende Risse und Sprünge entdeckt haben. Um ein Haar ‘{'S 1 ßâts von den Gewalten der Tiefe verschlungen worden.
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I. & tt « a. Ä malte, igallte.
UM! Md wohl schon wieder fleißige Hände an der Arbeit, ihm zu halten, ivas noch zu halten ist. Aber die Sorge Mr Londoner City um das Schicksal dieses Hauses, in dem gpie gewaltige, die ganze Welt umfassende Geldwirtschaft Mw sichtücnsten zum Ausdruck kommt, ist damit natürlich Moch lange nicht überwunden.
*
Kein Zweifel, wäre der Londoner Börsenpalast plötzlich, über Wcht, vom Erdboden verschlungen worden, die
, i^ bereit gewesen, dieser Katastrophe, wenn
O: Mdccbèi auch nicht ein einziges Menschenleben zugrunde ge- rejeiin; WDanW Wine, ungeheure sinnbildliche Bedeutung beizu- V M ''M^ett. Denn bis vor wenigen Jahren verkörperte die ^ E H-oi>i>oner chörse wie kein anderes Gebäude der Welt die MA Mâs IMinKnde Macht des Kapitals, und wenn sie diese überragende Stellung seit den Wirtschafts- und han- velspoliiischen Auswirkungen des Weltkrieges auch an die Mentliche Börsenstadt von Rewyork, die Wa l l st r e e t, treten mußte, so ist sie immerhin doch auch jetzt noch »amentlich für die europäischen Feinde der kapftalistischen Entwicklung so ziemlich der Inbegriff aller der Kräfte, Ren sie Kampf bis zum Weißbluten geschworen haben. |-«in braucht sich nur des Ingrimms zu erinnern, mit J;in die führenden Männer der Moskauer Sowjetherr- Waü auf den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mich England geantwortet haben, um sich einen Begriff Müml zu können von dem ungeheuren Triumphgeschrei, ^6 Vernichtung des Londoner Börsenhauses an der MMa und an der Wolga unfehlbar ausgelöst hätte. Man O i«, daß die sozialen Umwälzungen, die dem Welt- kW allenthalben auf dem Fuße gefolgt sind, bei weitem â Blütenträume reifen ließen, die sich im Sturm Drang dieser Seiten mit ihnen verknüpft hatten. Im U.âieil, aus der kapitalistischen Wirtschaft rückten wir KJ^6»« dem damaligen Reichskanzler Dr. Wirth soge- v ch k a p i t a l i st i s ch e Entwicklung auf, mit da die Macht der großen Weltbörsen, und werster Reihe der Londoner Börse, sich ins Unge- ärgerte. Hätte sich jetzt plötzlich die Erde ausge- ii '*cä ^"le Wahrzeichen der britischen Weltmacht- viiibr bs gibt mrtürlich noch andere neben ihm — ter lmergründlichen Schlund herabgezogen, der Lauf
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mu üi . ""mgrunvnmen Schlund yeravgezogen, der Laus ^schichte hätte wirklich für einen kurzen Atemzug Mi^"^ stillgestanden, und gewiß wären die öffent- Mii> ^/Wendeuter alsbald auf den Markt gesprungen, ^rs7eüW)eit zu verkünden, daß nun das letzte Ma„ e i n des Kapitalismus geschlagen und daß so und von hier ab eine neue Wende in der Mensch- W^tcklung begonnen habe.
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Haar hätte auch in einer dieser heißen eine Justiztragödie ihr Ende ge- wohl zu den merkwürdigsten derMganzen 1 gezählt werden kann. Oder wo hätte
‘ ^chi davon gehört, daß zwei rechtskräftig zum M^.Jerprteille sechs Jahre lang für die ihnen be» H""ichtung auf dem elektrischen Stuhl aufge- Mo/.^"den, um schließlich, knapp anderthalb Stunden endgültig festgesetzten Vollstreckungsakt, aber» ^'vlf Tage dein Henker entzogen zu werden? MeM,n - ^"^ ^^^n gerade in dem Lande, das der Ver- RhS Strafvollzugs sehr tvertvolle Dienste
■hin ^^' Staats- und Gerichtsbehörden der Ver- ■ei ^16” daben sich in diesen Tagen von der ■iib - ^mung so ziemlich der ganzen Welt aller- ■ihn iynn,c Sänge nachsagen lassen müssen, und-nicht ■S-S11 ^chj stjscheu Bombeuschnieißern in den ver=
S VaSern '^ ès gelungen, den gewaltigen 1 ShmMihiekntMgehungen für die beiden Ko I i n /‘S^^'u,wesentlich einsudämmen. Sogar Ri u f ' Weigerfür,.Leute dieser Art gewiß nichts Wbbisch -Vr,vH S' ^ ' G Rührung empfindet, hat sich tele- Wd Pn>,!.,<^^ Aufhebung der Todesstrafe gegen Sacco W "nd mit einigem Recht
WHinric Eder abermaligen Hinausschiebung Wö; -mri'SPS Schluß ziehen, daß die amerikanische M läffcn Äußersten doch nicht mehr lom»
Mt, i t' S S®lc he diesen Rückzug- zu maskieren ge- hWüwiel, ob nian^' "stdenkbar muß es aber, 11 den Urtellsspruch für begründet halten
Das junge Deutschland."
Eröffnung der ZMgdsnssch!and
Im Schloß Bellevue zu Berlin. ^-
Die neuerrichtete Festhalle im Park des Schlosses Bellevue sah Freitag in ihren Räumen die Eröffnung der Ausstellung „Das junge Deutschland". Unter den Ehrengästen sah man zahlreiche Vertreter der Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden und sonstige hervorragende Persönlichkeiten, so Reichskanzler Marx, Reichsinuen- minister von Keudell, Reichsminister a. D. K ülz, Ministerpräsident D e i st von Anhalt, Dr. Deitmer, Weihbischof von Berlin. Der Vorsitzende des Reichsansschusses der deutschen Jugendverbünde, Ollen» Hauer, wies in seinen Eingangsworten auf den Zweck der Ausstellung hin. Die Ausstellung soll nicht nur für den Gedanken der Freizeit der Jugend werben, sondern darüber hinaus die Leistung der deutschen Jugend im Rahmen der allgemeinen Volksentwicklung aufzeigen. Mit einem Gelöbnis, daß das „Volk von morgen" an der Herbeiführung wahrer Volksgemeinschaft mit» arbeiten wolle, schloß Ollenhauer seine Rede.
RerchskaMZler Dr. Marx
erklärte im Auftrag des Reichspräsidenten, daß dieser durch sein dringendes Urloubsbedürfnis zu seinem größten Bedauern verhindert sei, die Ausstellung selbst zu eröffnen. Der Reichskanzler knüpfte dann an die Ver- sassungsfeier an und fuhr darauf fort:
Seit Jahren sehen wir mit Freuden, wie die Kraft der deutschen Jugend sich erneuert, wie ein neuer Geist in ihr erwacht, der nach kultureller Geltung strebt, ein
mag oder nicht, bezeichnet werden, daß der elektrische Stuhl jetzt noch in diesem Fall zur 'Anwendung kommt, wo eine Tat zu büßen ist, die durch die sechsjährige Nichtvollstreckung der "WrkannMn Strafe dang gewiß schon mehr als reichlich von den Verurteilten abgebüßt worden ist. Hier darf man wohl einmal mit Recht von dem W e l t g e w i f s e n sprechen, das bei dem Gedanken, der Henker könnte jetzt noch, das Semige zu tun, beauftragt werden, nicht so leicht zur Ruhe kommen würde. Dr. Sl).
Ehrenparade vor Hindenburg
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Reichspräsident von Hindenburg beim Abschrcitcn der Ehrenkompagnie «nlâstlich der Verfassr«ngsfeier am 1l. August.
Aachklänge zum Verfassungsiage.
Feie r n i m A u s l a u d e.
Bei der abendlichen Versassungsfeier, die in der Funkhalle in Berlin von der Reichsregierung, der preußischen Staalsregiernna und der Stadt Berlin ge-
Geist der Gerechtigkeit und Gemeinschschast, der zusammen- firhrt und zusammenhält. Der deutschen Jugend die Staats- und Wirtschaftsordnung zu bereiten, die dem jungen Volke Recht, Freiheit und Wohlfahrt gibt, ist der Führer des Reichs schwerste und höchste Pflicht. Möge die Ausstellung dem hohen Ziele dienen, ein Stück wissenschaftlicher und praktischer Arbeit für die Jugend zu leisten, möge sie ein Auftakt sein zu gemeinsamer Arbeit der Jugend aller Volkskreise.
Run erklärte der .Reichskanzler die Ausstellung für eröffnet und es folgte ein allgemeiner Rundgang durch die Ausstellungsräume. Dabei nahm das Wort
^eichsinnLnmintster von Keudell,
der u. a. sagte: Dem, was der Herr Reichskanzler vorhin gesagt hat, möchte ich einige persönliche Gedanken hinzu- fügen, die sich anfdrängen, wenn man sich mit den Problemen der Jugendbewegung befaßt. Unwillkürlich hat man das Empfinden, daß die Jugend vor 30, 40 Jahren viel harmloser, naiver und vielleicht auch freudvoller war. Die heutige Jugend ist viel weiter, die Arbeit unserer Jugendbewegung viel positiver im Vergleich zu den Zeiten, die wir Älteren durchlebt haben. Zweifellos spielt in dieser Strnftur der Jpgendbewegung die Rot und Lual unseres gesamten Volkes mit, du wir durchlebt haben und die ihren stärksten Ausdruck in der für Pref- .sionen empfänglichen Jugend gefunden hat." Die Reoe des Reichsinnettmittisters klang aus in der Aufforderung zur Duldung und Toleranz unter Wahrung aller nationalen Interessen.
Zu Beginn der Feier und bei ihrem Beschluß fangen Studenten vierstimmige Sätze alter Musik. Während des Verlaufs der Ausstellung sollen Ausführungen und festliche Veranstaltungen der Jug-Mverbünde vor sich gehen.
meinsam abgehalten wurde, hielt nach der Festrede des preußischen Ministers Prof. D. Dr Becker Reichskanzler Dr. Marx eine Ansprmche, in der er u. a. sagte:
„Wir feiern den 11. August mit vollem Recht, denn das Werk von Weimar brachte Ordnung in das Chaos. Heute gibt es keinen seiner staatsbürgerlichen Verantwortungen bewußten Deutschen mehr, der daran hächte, an den Grundlagen der Verfassung von Weimar zu rütteln . . . Wer die Achtung vor der Verfassung untergräbt,- schädigt das deutsche Vaterland . . . Freudig und offen müssen sich alle Kreise zum neuen Staat bekennend
Dem Reichspräsidenten sind zum Verfassungstage G l ü ck w u tt s ch t e l e g r a in m e fremder Staatsoberhäupter zugegangen; es gratulierten Präsident Coolidge, König Fuad von Ägypten, der S ch a h v 0 n P e r s i e n und die Präsidenten von Kolumbien und Kuba. Der Reichspräsident hat diesen fremden Staatsoberhäuptern telegraphisch seinen Dank zum Ausdruck gebracht. 'Außerdem sind von zahlreichen deutschen Vereinen und Verbänden im Ausland telegraphische Glückwünsche eingegangen. Beim R eichsau ßen- m i n i st e r gaben die Berliner Vertreter aller ausländischen Regierungen ihre Karten ab.
Im Auslande feierten alle Vertretungen des Deutschen "Reiches den Verfassungstag in würdigster Weise durch Empfänge und Feste, an denen überall Vertreter der deutschen Kolonie der betreffenden Landeshauptstadt in großer Zahl teilnahmen, Nachrichten über solche Ver- fassungsfeiern liegen ans Paris, Kopenhagen, Rom usw. vor.
Wegen der unerfreulichen Vorgänge in Halle, wo der Universitätsprofessor Dr. Menzèr in seiner Festrede schwere Angriffe gegen den preußischen Knltns- minister Dr. Becker richtete, soll eine Untersuchung ein- geleitet werden. ' ‘
Straßenverkehr in Preußen.
A nord n u n g ende s I n n e n m inisters.
Wiederholt ist beim preußischen Minister des Innern 'Darüber Silage geführt worden, daß der Fährverkehr auf öffentlichen Wegen, insbesondere auf den Landstraßen, durch die Aichtbeachtung der Straßenverkehrs- Vorschriften den Schnellverkehr gefährden. So kann beobachtet werden, daß die Pferdefuhrwerk c, statt ganz rechts zu fahren oder die für sie angelegten sogen. Sommerwege zu betrugen, entgegenkommenden oder überholenden Kraftfahrzeugen sowie Straßenbahnwagen trotz mehrfacher Signalabgabe häufig mit unverkennbarer Absicht zu spät ausweichen oder rücksichtslos die Straßeumitte muehalten. Auch die Gleichgültigkeit der Radfahrer gegen die Verkehrsvorschrisien beeinträchtigt den Verkehr. Ju- besondere in der Rähe von Großstädten fahren Radfahrer einzeln oder in Trupps mitten auf der Straße oder auf der falschen Straßenseite und wechseln oft erst im letzten Augenblick zur richtigen Seite herüber. Wie der Amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, ersucht der, Minister des Innern imEinvernehmen mit dem Landwirtschaftsminister im Interesse einer erhöhten Verkehrssicherheit auf eine Besser u n g d e r S t r a ß e u d i s z i p l i n hinzuwirken und die Polizei- und Landjägereibeamten anzuweisen, die Fuhrwerksleiter und Radfahrer bei Pflichtverletzungen zu ermahnen und zu belehren. Liegen grobe Fahrlässig-- reit oder wiederholte Verstöße vor, so sind sie zu be- strafen.