Lul-aer /lnzeiger
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erscheint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- sich S Mark. Bei Lieferungsbehmöerungen durch „höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen èem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Zrieörich ehrenklau, Zulüa, MitgiieS des Vereins Deutscher Zeitungsver- leger. Postscheckkonto: Zrankfurt a. M. 11r.i6ooo
S. 193 —1927
Meine Leitung für eilige Leser.
ist,. I * Der dcmschc Botschafter v. Hoesch stattete einen Besuch bei Kochi I ^m französischen Ministerpräsidenten Poinearä ab. Es sollen ' ! I dabei die deutsch-französischen Beziehungen besprochen worden creis I sein.
ge= I . * In der Rheinschissahrt ist ein Streik ausgebrochen, der aber R größeren Umfang anzunchmen scheint.
üio- M * In Besscringen (Saar) erschoß der 11jährige Sohn des den» ■ Mritcrs Uder einen Nachbarn, der seine Mutter ge- M. ^schlagen hatte.-
an. r' * Kon vier Aeroplanen, die die Flugreise Amerika— K Honolulu vornahmen, sind zwei angefommen, während zwei vermißt werden.
’ R * In Schanghai kam es zu einem Konflikt zwischen den feine gl Mündern und der Nankingregierung. Die Engländer haben bet» M M«Wn die nach Süden führende Eisenbahnlinie abge- Bün K Wen.
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I Ausliesemngssragen.. .
I Das dem Reichstag soeben zugeleitete Gesetz zur Ro- I gelang der Auslieferungsfrage lenkt die Aufmerksamkeit I erneut auf diese ganze Frage. Es handelt sich dabei um. j Aßnordentlich heikle Dinge, die bei ihrer Behandlung I jeiir biel Takt erfordern. Deshalb hat es auch vermutlich E jo lange gedauert, bis die Reichsregierung sich entschloß, * redlich den allgemeinen Wünschen nachzugeben und allgc- meine Richtlinien für die Verhandlungen mit fremden I Andern, die ja dabei nur in Betracht kommen, auf- I Hellen.
Die Auslieferungsfrage ist so alt, wie es überhaupt r Veziehungen der Völker untereinander gibt, und sie steht
■ in enger Beziehung zu dem G a st r e ch t. Dieses war be- I sonders hoch angesehen bei den Völkern des Altertums, I dir jede Verletzung dieses Rechtes als einen Frevel be- I tradjteien. Das Gastrecht ist noch jetzt bei vielen Natur- I böllern eine Art ungeschriebenes Gesetz. Seine Pflege
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hat auch die heutige Kulturwelt übernommen, nur daß es sich im Laufe der Zeiten gewandelt und sich immer mehr den AWerungeu der dichteren Verflechtungen des VEts angepaßt hat. Dies machte es nötig, daß man Nt stechte gewisse Fesseln anlegen mußte, die in den sogenannten A u s l i e f e r u n g s v e r t r ä g e n in Er- Klimmt] treten. Vor dem Kriege hatte Deutschland solche unt vielen Staaten abgeschlossen. Sie wurden durch den Weltkrieg aber meist außer Kraft gesetzt. Hier muß wieder (^gefangen werden und das neue Gesetz soll nun der Reichsregierung die Handhabe geben, gegenüber Forderungen fremder Staaten den deutschen Standpunkt wahren zu können.
. Natürlich kann es sich nur um f r e m d c Staatsangc- Migc handeln, die aus Furcht vor Strafe das eigene -and verließen. Während man im Altertum weitherziger "M verlangt das moderne Rechtsempfinden mit den engeren Beziehungen der WeligeMeinschaft, daß man nach Möglichkeit mithilft, asoziale oder verbrecherische Elemente uulchadlich zu machen, wo man sie auch findet. Darum Md^im allgemeinen jedem Auslieserungsverlangen ent- iglochen, wo es sich um gemeine V e r b reche n »Adelt. Das Versagen der Auslieferung ist im all- «cinm nur auf das politische Gebiet beschränkt. Hier Wt nun der vorliegende Gesetzentwurf genau, wie- 'M-.e Grenzen zu ziehen sind. Es gibt eine Reihe von P^bie auf der Grenze zwischen politischen und gc= Wit Verbrechen liegen. Es sei hier nur an die vielen Wc der letzten Zeit erinnert, bei denen vielfach • ^W herrschen, wo sie, einzureihen sind. Es wäre un- ! â.M Täter nicht ausgeliefert werden dürfen, die etwa ' lpolitische Beweggründe zur Verdeckung gemeiner Ver- Wn vorschützen. Das hieße, dem Verbrechertum' direkt ^ W zu leisten. Aus diesem Grunde dürfte die Bestim- ^ Gesetz ausgenommen worden sein, wonach fp Auflieferung bei derartigen Taten zulässig ist, wenn »T/ besonders verwerflich erscheinen. Dies ist Aufgabe der Gerichte, die dabei eine außer- ^E",W Vorsicht walten lassen müssen, damit sie nicht h^A^ivurf auf sich laden, sie hätten ans irgendeiner
Vereiugenommenheit heraus sich zu der Ent- i ''‘^0 drängen lassen.
jjsâ.z Nnslieferiing von eigenen Staatsangehörigen .'verständlich ausgeschlossen, Wmal das Strafgesetz- U'« ^ Möglichkeit bietet, den Volksgenossen wegen einer begangenen Tat zur Rechenschaft zu ziehen. liw'n ^nn der Fall eintreten, sich über die Ausliefe- itß® Mitbürgers entscheiden zu müssen. Das gilt Staß bann, wenn Deutschland die Auslieferung eines licsyD^ verlangt und" die fremde Regierung in die Aus- ri^A nur einwiüigt, wenn der Betreffende ihr wieder p e.n ^ird, um wegen Vergehen bestraft zu wer- ^^ un fremden Lande verübte. Ein solches Vcr- Kl^Wt mit der jetzigen Reichsversassung in Widcr- »iM s^r einschlägige Paragraph des neuen Gesetzes ^cii in'° >uit verfassiingsändernder Mehrheit angenom- ^i|Z. Dieser Paragraph wird bei der Beratung '? N^^äe wohl hart umkämpft werden, wie überhaupt ^' â?-r einiger Parteien das ganze Gesetz scharf 1 -upe nehmen dürften.
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« deuM-ftWöMe SaOeWerirag.
Im Spiegel der Presse.
^tr'o^â , ^èlheiten des deutsch-französischen Handels- iâ jei-f^^'^.u sich noch nicht übersehen, aber das, was »1 »< 'i « ihn bckanntgcworden ist, läßt erkennen, daß een E^ mrt eingry der- wichtigsten Vertragswerte, die " mren nach dem Kriege zustande gekommen-, sind.
Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg" Zulöa- unö tzaunetal*Zulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Iernsprech-flnschluß Nr.^SH Nachöruck der mit * versehenen Artikel nur mit (Quellenangabe «ZulSaer finzeiger'gestattet.
Fulda, Freitag, 19. August
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N*W*aii am Wsm muß kommen!
Befürwortung aus England.
Nachdem das deutsch-französische Handelsabkommen abgeschlossen ist, tritt nunmehr die Frage der Rheinlanv- rüumung mit verstärkter Deutlichkeit in den Vordergrund. Daß sie auf die eine oder die andere Weise i^. Angriff genommen werden muß, ist jedem Politiker klar, der nach einer endgültigen Besserung der Beziehungen zwischen Frankreich und dem Deutschen Reiche strebt. Es ist zuviel in der letzten Zeit über diese Angelegenheit gesprochen worden, als daß man annehmen könnte, die beiderseitigen Staatenvertreter könnten an ihr bei offiziellen Zusammenkünften vorbeigehen. So vermutet man jetzt auch, daß ein Besuch, den der deutsche Botschafter Dr. V. Hoesch bei dem französischen Ministerpräsidenten Po ine ar v Donnerstag früh machte, der weiteren Förderung der ge- ■ Jenseitigen Beziehungen gegolten habe.
Hoesch bei poincarè. .
Amtlich wird aus Paris gemeldet:
Der deutsche Botschafter v. Hoesch hatte eine Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Poincarä, die anderthalb Stunden dauerte. Anlas; zu dieser Besprechung gab der Wunsch des Botschafters, dem Ministerpräsidenten persönlich für die Anteilnahme zu danken, die die französische Regierung und insbesondere Poincars ihm während seiner langen Krankheit gezeigt habe. Im Laufe der Unterredung wurde der gegenwärtige Stand der deutsch-französischen Beziehungen im allgemeinen erörtert, wobei der örfolgtc Abschluß des deutsch-französischen Handesvertrages in seiner Bedeutung einer besonderen Würdigung unterzogen wurde.
Für Freitag früh,war in Paris ein Ministerrat au- beraumt, bei dem man wichtige Auseinandersetzungen über die Rheinlandfrage und unter Umständen wichtige Beschlußfassungen erwartet. Die Nachricht von der Absendung einer.Antwort der französischen Regierung auf die englischen Noten, die im Juli wegen der Verminderung der Nbeinlandbesatzuna nach Paris gerichtet wurden,
zu tun hat. Seine hohe Bedeutung wird in der Presse aller Parteirichtungen anerkannt, wenn auch die Beurteilung- dèr einzelnen Vertragsbestimmungen je nach der Parteistellung der in Frage kommenden Zeitungen sehr verschieden ist. , .
Die Deutschc Tageszcitung stellt fest, daß bisher noch nichts darüber verlautet ist, daß eine Beschränkung der französischen .Gemüse- u n d O b, st c i n s u h r abgemacht worden sei. Sollten die zu erwartenden näheren Nach- richtetl über den Vertrag dahin ansfallen, „daß die Einfuhr französischen Obstes und Gemüses zu den.günstigsten.deutscherseits zu gewährenden zollpolitischen Bedingungen freigegeben wäre, dann würde die deutsche Landwirtschaft jedenfalls dem Vertrag einen positiven Erfolg für Deutschland nicht zusprechen, sondern.das direkte Gegenteil". — Auch der Berliner Lokalanzeiger will mit seinem endgültigen Urteil bis zum Vorlicgen näherer Nachrichten über die Einzelheiten des Vertrages zurückhalten, erkennt aber an, daß „die Herstellung eines weUcrgehcnden geordneten Wirtschaftsverkehrs mit Frankrdich einen seit langem als notwendig empfundenen Fortschritt im Wiederaufbau unser handelspolitischen Beziehungen bedeutet". — Die D c u t s ch c A l l g e - meine Zeitung bedauert, daß nicht alle Abreden des Vertrages für Deutschland befriedigend sind. „So muß es sehr bedenklich stimmen, daß Deutschland in Marokko nur für die Warcneinfuhr und den Schiffsverkehr Meistbegünstigung genießt, dagegen kein formelles Nicderlaffnngsrccht."
Die Leipziger Neuesten Nachrichten betonen, daß „nach den bisherigen Veröffentlichungen noch die Frci- bciten unklar sind, die der wirtschaftlichen Betätigung deutscher Kaüfleutc in Frankreich selbst und in den französischen Kolo- nialgebictcn gewährt werden". .
Freundlicher klingt das Echo aus den Blättern der Linken. Die Vossische Zeitung weist darauf hi>t, daß „über die wirtschaftlichen Folgen hinaus dem Pariser Vertrag eine erhebliche politi sch c Bcdcutuug zukommt, da Frankreich zugleich mit dem Abschluß des Vertrages darauf verzichtet hat, die Bcstimmung'des Versailler Vertrages anzuwendcn, die bei Nichtzahlung von Reparationen die Beschlagnahme deutschen Eigentums als Repressalie vorsieht". Das Berliner Tageblatt schreibt: „Deutschland, das im zähen Ringen den französischenProtektionismus von Position zu Position znrückgcdrängt und als erstes Land gegenüber den französischen Zolltarifwünschen einen nmfassenden Vertrag dnrchge- sctzt hat, konnte für sich noch nicht alles Erstrebte erreichen: der Sache der europäischen Wirtschaftsvcrstän- dignng Hal cs einen guten Dienst getan." — Der Berliner B ö r s e n - C o u r i c r hebt hervor, daß „die deutsche Konkurrenzfähigkeit auf dem französischen Markte, bisher ftarl cnrgcschränkt infolge der ungleichen Behandlung der einzelnere Länder, Ende 1928 bei Jnlräfttretdn des Abkommens in vollem Umfang wieder hcrgcstcllt sein wird und bereits jetzt Zvcsent- lich vergrößert worden ist". — Im Hamburger Frc m - d e n b l a 1 t heißt es, daß der Abschtilß dieses Handelsvertrages für Dcn't sch land von außerordentlicher Be - beiitii na sei, weil er der Ungewißheit der kurzfristigen Provisorien, unter der der deutsch-französische Handel seit Jahren gelitten habe, ein Ende mache. Der Vorwärts endlich stellt fest, daß „der Grund für eine dauernde Zusammen- arheit gelegt und die Voraussetzung dafür geschaffen ist, daß ein stärkerer Warcnanstansch statisinden und damit eine engere Verbindung zwischen den beiden Völkern gefördert werden kaiin".
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In der P a r iso rPrc s s e, findet däs neue Abkommen rückhaltlose Züsitmmung. Ein-großer Teil dSr Blatter
Wnzeigenprers: §6r Behörüen^Genossenschaf- Len,Banken usw. beträgt Ge Kleinzeile o.ZSMk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Rekiamezeile 0.90 Mk. u. alle endeten 0.15 Mk., Neklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen <• Tag- und Blakvorschriften unverbindlich.
4. Jahrgang
wird von der Hävas-Agentur bestätigt. teer Londoner Korrespondent des „Echo de Paris" schreibt zu dieser Antwort der französischen Regierung, deren Inhalt noch nicht bekannt ist, daß die englischen Militärs zweifellos eine Ablehnung der Verminderung der Rheinlandbesatzung durch die französische Regierung verstimmen würde. In politischen Kreisen neige man dazu, den Wunsch Deutschlands' auf Veriitiflderiing. dcs Truppcnbestandes um lOOOO Mann zu unterstützen.
„Em uKsrMttes Versprechen."
' Die englische Presse nimmt aus der HandelsvertragZ- uulerzeichnüng durch Frankreich und Deutschland erneuten Anlaß, sich mit der Rheinlandfrage zu beschäftigen. Unter der Überschrift: „Soll Locarno leben oder sterben ? Ein unerfülltes Versprechen", veröffentlicht „Daily New $" einen Artikel ihres Verichterstatters für auswärtige Angelegenheiten, in dem es heißt: Von den Entscheidungen, die in den nächsten zwei Wochen in Paris in der Frage der Truppenverminderüng im Rheinland gefällt werden, würden die Beziehungen Frankreichs und Deutschlands für lange Zeit abhängen. Die Ansicht in Londön sei, daß die gegebenen Versprechungen nicht angefochten werden, können.
Der diplomatische Korrespondent des „Daily Ehro» nicic" schreibt: Die öffentliche Meinung in England will, daß keine weitere Verzögerung in der Erfüllung eines bindenden Versprechens eintritt. Fast zwei Jahre sind bereits vergangen mit dem Ergebnis, daß die Aufgabe Stresemaims bei der Rechtfertigung des Locarno-Vertrages schwierig gemacht worden ist. Auch in einem Leitartikel nimmt „Daily Chronicle" Stellung'zu der Frage der Herabsetzung der Rheinlandtruppeu, die, wie das Blatt ausführt, ein kritisches Stadium erreicht habe und für-alle Locarno-Mächte von Wichtigkeit sei. Während „Daily Chronicle" der Ansicht ist, daß eine Herabsetzung auf 60 000 Mann zwar keine Begeisterung in Deutschland verursachen werde, aber als -Mitte zwischen der augenblicklichen Zahl und Deutschlands Forderung nicht unvernünftig sei, wendet sich das Blatt hauptsächlich gegen eine Verminderung der französischen Truppen um nur 9 Prozent, der britischen und belgischen dagegen um je 35 Prozent.
bezeichnet den Abschluß des Vertrages als einen Markstein in der Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen, der einem wirtschaftlichen Locarno gleich zu achten sei. . .
politische Rundschau.
Deutsches Tieich.
Reichsbahn und Mittellandkanal.
Der Präsident der Reichsbahndirektion Hannover hatte an den Landeshauptmann der Provinz Hannover ein Schreiben gerichtet, in. dein er gegen den Ausbau des. Mittellandkanals bis zur Elbe protestierte. Jetzt hat der Reichsverkehrsminister dem Land- Wirtschastsminister mitgefeilt, daß es der Deutschen Rcichsbahngesellschast fernliege, die Wasserstraßenpolitik der Reichsregierung zu stören, oder gar die Hoheit der Länder cinzuschränkeni Die Vollendung des Mittellandkanals werde entsprechend den zwischen dem Reichs und den Ländern abgeschlossenen Verträgen nachdrücklichst betrieben.
Der neue Kreuzer „Karlsruhe".
Am 20. August läuft bet Kreuzer „C" der Retchs- marine in Kiel vom Stapel und wird — was amtlich allerdings noch nicht bestätigt ist — auf den Ramen „Karlsruhe" getauft werden. Damit würde dieser Name zNm drittenmal in der deutschen Marine erscheinen. Der erste kleine Kreuzer „Karlsruhe" hat zu Anfang des Krieges Käpersahrten unternommen und wurde Anfang November 1914 durch eine Explosion vernichtet, wobei der größte Teil der Besatzung den Tod fand. Die zweite „Karlsruhe", die Ende 1916 in Dienst gestellt wurde, ist im Juli 1919 in Scapa Flow von der eigenen Besatzung versenkt worden.
Frankreich.
X Die Kriegsschuldfragc. Zur Veröffentlichung der Memoiren SassoNows.in der „Revue des Deux Mondes" schreibt die „Volöntö": Es steht nunmehr fest, daß die russische Mobilmachung die erste der von den Großmächten vorgenommenen Mobilmachungen war. Ohne diesen Fnn- fen; der das Pulver in Brand setzte, hätte der Friede vielleicht noch erhalten werden können. Die französische Regierung hat, um die französische Öffentlichkeit irrezuführen, die russische allgemeine Mobilmachung im Gelb- buch systematisch unterschlagen.
Aus Zu- und Ausland.
Berlin. An zuständiger Stelle ist nichts davon bekannt, daß die litauische Regierung die Abberufung des deutschen Gciteralkonsuls in Memel, Dr. Mudra, verlangt habe. Ein Wechsel in der Besetzung des Generalkonsulats ist . wohl vorgesehen, doch kann über die Personcnfragc vor der Ernennung noch nichts gesagt werden
Wismar. Die Haftbeschwerde, die in der Strafsache gegen Roßbach nlld Genossen durch Roßbachs Verteidiger eingelegt worden ist, hat den Erfolg gehabt, daß die Haftbefehle aufgehoben würden. Die Verhafteten sind sofort aus der Haft entlassen Worden.