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M-aer /lnzeiger
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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulda- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt
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t 57209 — 1927
Fulda, Mittwoch, 7. September
4. Jahrgang
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KlemeZeitung für eilige Leser.
* Kardinal Frühwirth, päpstlicher Nuntius in München, ist wr erkrankt. Frühwirth steht im 83. Lebensjahr.
4 Einen schwierigen Kampf hatte die Kasseler Polizei mit MM 26jährigen Wahnsinnigen zu bestehen, der sich in einem f«sc verschanzte und von dort aus auf die Beamten schoß.
* An der Berliner Effektenbörse gab es nach mehreren Wachen Tagen einen erneuten Kurssturz. Einige Werte ^cn bis zu 20 Prozent zurück.
j * M Memel wurden die mit Ausweisung bedrohten drei jMdcutschen Redakteure durch die litauische Polizei vcr- M und gewaltsam über die Grenze gebracht.
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der wcstprenßisch-polnischen Grenze sind in den letzten mehrfache Grenzverletzungen durch polnisches Militär
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/Inder nächsten Woche will Reichstagspräsident Lö ba Wtèstenrat Vorschlägen, die Sitzungen des Reichstags eft Oktober wieder aufzunehmen. Bekanntlich hatte der Wag vor der Sommerpause noch eine ganze Reihe Higèr Gesetzentwürfe erledigen oder wenigstens für die HmWMsverhandlungen fertigmachen wollen. Man Wdamals die kühne Absicht, die Tagung bis Ende Juli Wehnen. Es ging dabei aber wie bei früheren ahn- !«Versuchen. Eine derartige Parlamentsmüdigkeit tüitin, daß man sich kurzerhand entschließen mußte, zur Wibciiung des Restes eine kurze H e r b st t a g u n g liiMièben. Der Präsident erhielt deshalb die Ermäch- 1 eilig, das Plenum zu diesem Zwecke einzuberufen, aber Ä vor dem 26. September. Dieser Tag galt deshalt als Mn für den Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeitet ist man deshalb vielfach erstaunt, weil nun eine kWbung auf einen späteren Zeitpunkt eintreten soll. * hat eben nicht darauf geachtet, daß der Präsident M verpflichtet wurde, die Tagung schon am 26. Sep- imbn beginnen zu lassen. Ihn, war nur ein frühester ÄM gesetzt, vor dem man auf keinen Fall zusammen- tawi wollte.
Rheinlandräumung und Vstlocarno
Wichtige Vorbesprechungen in Gens.
Der polnische Nichtangriffspakt.
Die Arbeiten der Völkerbundversammlung in Genf kommen nur langsam vorwärts. Nach Vornahme der Wahlen zum Präsidialbureau, dem auch Dr. Stresemann angehört, haben die sechs Ausschüsse der Völkerbundversammlung, in denen je ein deutscher Vertreter sitzt, ihre Tätigkeit ausgenommen. Das Hauptinteresse dürfte sich aufdieArbcitendesAbrüstungsausschusses konzentrieren, in dem der Vorsitzende, der tschechische Außenminister Benesch, ankündigte, daß er neben der zurzeit allein auf der Tagesordnung stehenden Frage einer Beschleunigung des Natszusammentritts im Falle von Krisen alle im Zusammenhang mit dem Abrüstungsproblem stehenden Fragen der Gesamttagesordnung einbeziehen werde.
Diesen Abrüstungsfragen galten Besprechungen, die der deutsche Außenminister mit Chamberlain am Dienstag hatte. Wie es hëistt, wird in englischen und in französischen Kreisen der Versuch gemacht, auf Deutschland dahin einzn- wirken, von einem scharfen Vorgehen in der Abrüstungsfrage wie auch in der Frage der Rheinlandräumung abzn- sehen. Indessen besteht in weiten Kreisen der Völkerbund- mitglieder wegen der Verschleppung der Aürüstungsfrage eine starke B erstim hlu n g , die auch in der Vollsitzung der Völkerbundversammlung zum Ausdruck kommen wird.
Eine weitere wichtige Unterredung hat zwischen Chamberlain und Briand stattgefunden, in der das Vcr-
Hältnis zwischen Deutschland und Frankreich sowie die Aktion der polnischen Regierung zur Herbeiführung eines Nichtangriffspaktes zur Sprache kamen. Der Havasvör-l treter in Genf berichtet hierzu, daß Polens Vorschläge in ihren Grundzügen darauf abzielten, die Sicherheit der Mitgliedstaaten des Völkerbundes zu erhöhen und den Frieden besonders in Osteuropa sicherzustellen. Es sei durchaus wahrscheinlich, daß der polnische Plan innerhalb weniger Tage eine konkrete Form annehmen werde, damit er an den politischen Ausschuß des Völkerbundes verwiesen tverden könne. Dr. Stresemann wird sicher nicht verfehlen^ Deutschlands ablehnenden Standpunkt zu den polnischen Plänen klar und deutlich zum Ausdruck zu bringen.
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Die Herabsetzung der Rhtinlandbesatzung.
Offizielle Mitteilung Briands.
Der französische Ausiennlinister hat im Namen den belgischen, britischen, französischen, italienischen und japanischen Regierung dein deutschen Reichsminister des Auswärtigen in Genf eine offizielle Mitteilung über die letzthin beschlossene Verminderung der Besatzungstruppen im Rheinland zugehen lassen. Briand bestätigt darin die Herabsetzung der gegenwärtigen Truppenstärke um 10 000 Mann auf 60 000 Mann und fügt hinzu, daß diese Maßnahme in kürzester Frist durchgeführt werden soll, über die Einzelheiten, insbesondere über die Erleichterungen, die diese Maßnahme für die Bevölkerung des besetzten Gebietes mit sich bringen wird, ist eine weitere Mitteilung in Aussicht gestellt worden.
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^r hmptverhandlungsgegenstand der Herbsttagung Ä^Feich s s ch u l g e s e tz, das schon seit Jahren ver- ™gt wirb, aber, da es so viel umstritten ist, bisher noch ® W einem fertigen Entwürfe führte. Auch die letzten Wieripen Verhandlungen zwischen den Parteien dos Ergebnis, daß der Entwurf vor der Sommer- W nicht rechtzeitig fertig wurde. Inzwischen ist "er dem Reichsrate schon zngcgaugen, so daß sofort W Erledigung in dieser Körperschaft der Reichstag seine "mten beginnen kann. Bei Anstrengung aller Kräfte «bei allseitigem guten Willen wäre es möglich gewesen, «Reichstag am 26. September mit den Beratungen be- pw zu lassen. Aus Opportunitätsgründen und vieler! auch, weil der bevorstehende 80. Geburtstag Hinden- V störend auf die Parlamentsverhandlungen hätte Wirken können, entschloß man sich, den Anfang der 'W'chdebatte um eine Woche hinauszuschieben.
Während der ersten Lesung ist eine zienrlich erregte «nondersetzung zu erwarten, da die Gründe für und i^r ausführlich erörtert werden diirften. Das lgcwicht selbst liegt ja in den Kommissionsberatun- ^^Man so fördern will, daß das Gesetz bei Annahme ^ diesem Jahre in Kraft treten könnte. Der soeben v ^jw K a tH 0 li ke N t a g i N D 0 r t M und hat sich chig hinter das Gesetz gestellt. Deshalb dürfte wohl «n Abgeordneter int Reichstag gegen das Gesetz '^ soweit er auf dem Boden der offiziellen Zen- wtei oder der Bayerischen Volkspartei steht. Die ^.Esetze abgeneigten Kreise setzten eine gewisse Hoff- ^"f Dr. Wirth und Adam Röder, die, trotzdenc sie âlrumspartei angchören, sich doch gegen das Gesetz Krochen haben.
^ Reichstag wird sich noch mit einer anderen wich- klW' ber Beamtenbesoldungsreform, , fMstigen habeir. Die Verschiebung des Plenums Oktober machte es allerdings unmöglich, daß l'Mvungsvorlage als Gesetz schon am 1. Oktober in 'Ntcn kann. Der Reichstag hatte aber Wohl diese ^erminvers chiebung schon in Rechnung gezogen. ^Mlssion, die sich mit dieser Frage zu beschäftigen deshalb der Regierung empfehlen können, den auf die zu erwartenden Zulagen hin die nötigen t |c .öu gewähren, so dgß durch die Verschiebung W-riclle Schädigung der Beamten nicht einzutretcu iL Der R e i ch s f i n a n z m i n i st c r hat in* 4„ seines Kuraufenthaltes in Marienbad jÜ^"A sertiggestellt, über dessen Umfang allerdings ilbii» . ^"ues verlautet. Man weiß.noch nicht, ob 'di iin^^ ^iichrm des ganzen Besoldrlngswesens an "ledern handelt oder nur um eine vorläufige Finanzwünsche.
;eii M8^ dürften hier nicht alle Hoffnungen erfüllt eschen m ia eine gewisse Mittellinie zwischen den ^xh. /"^eamten selbst und den Mitteln des Staates câ-R»ivcrdcn muß. Da cs sich hier aber um ein „Bedürfnis handelt, so ist anzunehmen, daß der .NUh, m ^er kurzen Herbsttagung Gesetz wird und ^äe alln, Un Interesse einer schnellen Verabschiedung w umfanareiche Debatte verzichten werden.
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E^öchnzug in eine Ardeitettolonne gefahren. >0 der nS'L^’” Bahnhof Ha,nm in Westfalen fuhr ^hcithr â .usler kommende Personcnzug 622 in eine ein Arko'n """e von Streckenarbeitern hinein. Dabei brätelt hi getötet, zwei wurden schwer verletzt. Dm ^Hüc iwi^E. mit Reparatur arbeiten an einer Gleis. n?Ntn beR a l0ti Sie haben wahrscheinlich hierbei das ilt;!l Mr i„?i %$ überhört. Dein Lokomotivführer war ' M«. ' '3l'.^, den Zug noch rechtzeitig zum Halten
Schluß des KüchslikmiageS.
Telegramm des Reichspräsidenten, m
Dortmund, 6. September.—
Reichspräsident v. Hindenburg hat aus das ihm vom Deutschen Katholikentag zugegangene Begrüßungstelegramm mit folgendem Telegramm geantwortet:
Den Teilnehmern des 66. Katholikentages zu Dortmund danke ich für das freundliche Mcingedcnkcn und für das Gelöbnis vaterländischer Hingabe und Mitarbeit. Ich erwidere Fhrc Grüße herzlichst mit dein Wunsche, daß Ihre Beratungen dazu beitragen »lögen, christliche Gesinnung, Pflichttrerre und Einigkeit im deutschen Volke z»l verbreiten und zu stärken.
In der zweiten öffentlichen Versammlung sprach der Sozialpolitiker Dr. Karl S 0 n n c n s ch e i n - Berlln über „Christenpflicht in der Not der Zeit". Er machte seinen Zuhörern klar, daß nicht durch Predigten und erbauliche Veranstaltungen, nicht durch Belehrungen und gelehrte DlsputaUonen den Notleidenden aus allen Schichten in der Großstadt geholfen iverden könne, sondern nur durch Beispiel, nur durch Mithelfen, Mitleben und Mitleidcn.
In einer katholischen Beamtenversammlung nahm der Reichsfinanzminister Dr. Köhler das Wort. Er versicherte unter starkem Beifall, er werde jetzt den Wechsel einlosen, den er der Beamtenschaft im Februar gegeben habe. Keine Teil- reform werde kommen, betonte Dr. Köhler, sondern der ganzen Beamtenschaft solle geholfen werden. Die Beamtcnbcsoldungs- reform werde einen starken sozialen Charakter haben.
Den Jahresbericht erstattete heute Generaldirektor Dr. Hohn bei der Generalversammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland. Nengegründct wurden 292 Ortsgruppen und 33 795 neue Mitglieder gewonnen.
Aeber GtaaisgesmnuKg und Staatsform sprach der badische Landtaqspräsident Dr. Baumgartner. Ausgehend von Bischof Freiherrn von Kettelcr, sagte der Redner, wie die katholische Kirche der Staatsldec erst die religiös-sittliche Weihe und Fundameittierung gegeben habe. Er entwarf ein Bild von der Entwicklung der katholischen Staatsauffassuna von Thomas von Aquino dis Leo XIII. und führte u. a. aus, daß die Kirche stets die Vorherrschaft des Staates und des Staatszwecks, nämlich das wahre materielle und geistig-sittliche Wohl aller Staatsbürger, über das Prinzip der Legitinlität und über die Staatsform gestellt habe. Nach der katholischen Staatslehre ist die Staatsform etwas durchaus Nachgeordnetcs. Die Staatsform bleibt der freien menschlichen Gestaltung, dem zeitlichen Wandel anhcimgcgeben.
In der dritten geschlossenen Versammlung Dienstag mittag sprach Professor Lill, Konservator am Bayerischen National- mliseum, über das Thema „Die kirchliche Kunst der Gegenwart und das katholische Volk". Einen weiteren Vortrag hielt Universitätsprofessor Dr. Schreiber über-
daS katholische Auslandsdeutschtum.
Er forderte Religionsunterricht in der Muttersprache. Denn Abfall von der Muttersprache ist Abfall vom Volkstum, aber auch von der Religion. Der dcntschc Katholizismus hat die Aufgabe, das religiöse Volkstum unserer Volksgenossen tm Auslande zu vertiefen. Der Redner schloß mit der Forderung einer großen katholischen Weltsolidarität, die auch den Minderheiten gibt, was ihnen zukommt.
Damit war die Reihe der offiziellen Veranstaltungen geschlossen und der diesjährige Katholikentag hat sein Ende erreicht.
Das Ergebnis der Verhandlungen.
Als Ergebnis der Verhandlungen des Katholikentages wurde eine programmatische Entschließung einstimmig angenommen, in der die 66. Katholikenvcrsammlnng der deutschen Katholiken den Führern des Volkes dringend empfiehlt, ihre Aufmerksamkeit auf die inneren Zcitschädcn zu lenken und an ihrer Bekämpfung tatkräftig mitzuarbcitcn. Die deutschen Katholiken werden aufgefordert, jegliche ernste Arbeit als etwas Vornehmes zu betrachten und daher auch dem ein- sachsten Arbeiter Hochachtung entgcgenzubringcn. Bezüglich des Verhältnisses von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bekennt sich die 66. Generalversammlung zu den Richtlinien, die der Kardinalcrzbischof von Köln veröffentlicht hat. Angesichts der furchtbaren Vergnügungssucht mahnt die Generalversammlung alle Glaubensbrüder, in ihren Feiern und Veranstaltungen jenes Maß zu beobachten, das die allgemein fchwic-
rige Wirtschaftslage unseres Volkes anerkennt. Die Generalversammlung beklagt die Tatsache, daß auch in katholischen Kreisen eine Erschütterung der kirchlichen Grundsätze über Ehe und Familie cingetrcicn ist und die Unauflöslichkeit der Ehe praktisch verleugnet wird. Sie bringt zum Ausdruck, daß eine wirksame Lösung des Familienproblems eine gründliche Reform des Wohnungswesens in sich schließt. Die Ge- neralversammlung ruft alle Glaubensbrüder auf zur Weckung^ uub Pflege echter Karitasgesinnung.
Damit hatte der Katholikentag sein Ende erreicht.
Vorschläge fär bte Vesolduugsresorm.
Eèn preußischer Entwurf.
Die Besoldungsfrage für die Beamten ist eine bet wichtigsten innenpolitischen Angelegenheiten, deren Erledigung kaum länger hinausgeschoben werden kann. Das ist auch die bei der Reichsregierung herrschende Ansicht, der Reichsminister Dr. Köhler soeben erst auf der Katholikenversammlung in Dortmund Ausdruck gab. Der demnächst zusammentretende Reichstag wird sich wahrscheinlich alsbald mit der Angelegenheit beschäftigen, und die einzelnen Landesparlamente müssen sich anschließen. '
Für Preußen liegt bereits ein Referentenentwurf vor, der allerdings vom Entwurf des Rcichsfinanzministe- riums überholt sein soll, jedenfalls aber Anregungen nach mancher Richtung geben kann. Dieser preußische Entwurf sieht eine Einteilung der Besoldungshöhe in 27 Gruppen vor. Die Numerierung verläuft umgekehrt der jetzigen absteigend. Gruppe 27 sind Amtsgehilfen, 26 Amtsmeister, 25 Kanzlisten, 24 Kanzleiinspektoren. Die Lehrer, bisher in Gruppe 9, werden in Gruppe 21 eingestuft, ihr Gehalt soll 3000 bis 6000 Mark betragen. Rektoren in Gruppe 19 erhalten dazu 900 Mark Zuschlag. Amtsanwälte werden aus Gruppe 10 in Gruppe 18 gebracht mit 3000 bis 6000 Mark. Studienräte, Amts- und Landgerichtsräte, Reaierungsräte, bisher in Gruppe 10 und 11, würden als Gruppe 14 nach diesem Vorschlag künftig 5400 bis 9000 Mark beziehen.
In Gruppe 13 würden Landrütc an kleinen Landratsämtern, Regierungsräte, Amtsgcrichtsrätc als aufsichts- führende Richter an kleinen Amtsgerichten, Bauräte, Medizinalräte, Ve1erinürräte,Obcrbcrgrätc kommen. Bei ihnen würde zum Gehalt der Gruppe 14 ein Zuschlag von 600 Mark treten. Dieser Zuschlag beträgt 1200 Mark bei der Gruppe 12; Landräte an großen Landratsämtcrn, Landgerichtsdirektoren, auf* sichtssührende Amtsrichter bei großen Amtsgerichten und Ober- sindienrätc. Um weitere 600 Mark steigert sich der Zuschlag bei Gruppe 11: ebenfalls Landräte an großen Landratsamtcrm Amtsgerichtsdirektoren, Oberlandsgerichtsräte, Oberstaatsanwälte, Obcrstildiendirektoren, Obcrbaurätc, Medizinälkät?, Veterinärräte und Schulräte.
Gruppe 10 würde Rcgierungsdircktorcn, Senatspräsi- dcnten bei Obcrlandcsgerichten, Provinzialschulräte und Polizeipräsidenten 2. Klasse umfassen. Für ihr Gehalt schlägt der Entwurf 7200 bis 12 000 Mark vor. In Gruppe 9 wären Regierungsvizepräsidenten. Polizeipräsidenten 1. Klasse, der Polizcivizepräsident von Berlin und Vizepräsidenten bei Obcrlandcsgerichten cingcstuft. Für sic Iverdcn 9600 bis 14 400 Mark Vorgeschchgen. Für Gruppe 8 sind 9600 bis 17100 Mark vorgesehen. Ihr sollen Vizepräsidenten der Oberpräsidien, Ministerialräte, Oberverwaltungsgerichtsräte und Staats- finanzräte bei der Obcrrechenkammcr eingcrciht werden. Gruppe 7 mit 18 000 Mark soll die Vortragenden Ministerialräte, die Scnatspräsidcnten beim Oberverwaltungsgericht, dem Präsidenten des Statistischen Landesamts, die Präsidenten, großer Landgerichte und die Gencralstaatsanwälte bei Obcr- landesgerichten umfassen.
Gruppe 6 mit 2000 Mark würde Regierungspräsidenten, Vizepräsidenten beim Oberverwaltungsgericht, Ministerialdirigenten und den Polizeipräsidenten von Berlin umfassen. In Gruppe 5 sollen. Oberlandcsgerichtspräsidcnten 23 000 Mark erhalten. Der Kammcrgerichtspräsident und die Ministerialdirektoren würden in Gruppe 4 künftig 25 000 Mark bekommen, Oberpräsidenten und der Präsident des Obcrvcr- waltungsgcrichteS 28 000 Mark in Gruppe 3, die Staatssekretäre in Gruppe 2 künftig 30 000 Mark, und die Minister als erste Gruppe 42 000 Mark.