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fulöaer Anzeiger

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg

Iulöa- und Haunetal -Zulöaer Kreisblatt

Reâaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 §ernfprech-Anschluß Nr. 989

Nachdruck der mit * versetz»» sn Ärtikel nur mit <Vu»UenangabeFuldaer flnzeiger"geftattet.

Fulda, Samstag, 10. September

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Rebe Dr. Stresemanns in Genf.

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simann über Welipoliièk.

6tn neuer polnischer Vorstoß.

Ne Einbringung der neubcrrrbeiteten polnischen äMaesolution durch Deutschland, England, Frank-

Md Polen, die schon ziemlich gesichert schien, ist einen neuen Borstoss Polens zunächst hintertrieben Die polnische Abordnung überreichte den ver- m beteiligten Delegationen einen Abänderungs- zu der Völkerbundresolution, in dem die Polen Fügung einer Empfehlung von Nichtaugriffspakten ii, d. h., ein Zurückkolumen auf den Grund- ist des ursprünglichen Polnischen Antrages. Die Abordnung hat nach längerer Prüfung diesen ngsantrag abgelehnt.

Wei war die Erwägung maßgebend, daß durch eine Fassung einer Völkerbundentschließung das Ver- Aik von Locarno eine Abschwächung erfahren ii-das nach übereinstimmenden Erklärungen Briands ihMberlains in den borausgegangenen Debatten rtt Formulierung der geplanten Resolution gegen- Sianstandungen dahin charakterisiert wurde, daß das irr selbst wie auch die deutsche Haltung jede wün- remf c Garantie nach Osten wie nach Westen ifti Auch England soll diesem neuen polnischen MWsautrag durchaus feindlich gegenüber stehen heißt, daß Polen angesichts dieses gemeinsamen Mdès der Großmächte seine neue Anregung zurück- ijabcit soll.

»Es keine Einigung zustande kommen sollte, will vorliegenden und noch zu erwartenden Anträge AP dir Sicherheit und Abrüstung in üblicher Weise Rrzlmch die VersannnlungSausschüsse nehmen lassen. MGa nehmen die öffentlichen Sitzungen der

späteren geheimen Sitzung wird der Bölkerbundrat ent­sprechend seinem Beschluss auf der Junitagüng die Wahl des neuen deutschen Mitgliedes der Mandatskommission vornehmen.

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rsaHmlung ihren Fortgang, ohne daß sie in= ^^i'Wentlichkeil allzu grosses,.In wi-->fE <* rinc.^rn

<k Delegierte Dönug gläWte. daß durch die üWskonferenz ein Schritt vorwärts zum Hand- WtEen der Völker getan worden sei. Besondere è» send in der Versammlung die Rede des 83= 'M ungarischen Delegierten Grafen Apponyi, der cr= int te den Bankrott des Völkerbundes Wien mürbe; wenn ihm die -Aufgabe ber Abrüstung 'Ä|e. Es fei eine Illusion, auf die Dauer einen Savf dcis Schicksal einzelner Völker ausübcn zu Ar belgische Außenminister Bandervelde trat aufs ^ füi eine tatsächliche Rüstungsbeschränkung ein Wtje unter beut Beifall hauptsächlich der kleineren 1 w geschäftsordnungsmäßige Behandlung der Mi« und in Aussicht stehenden Anträge zur Sichcr- Ab Abrüstungsfrage in dem Ausschuß. Der italie- .-c-egierte Cavazzöni sprach über die sozialen 'X ben des Völkerbundes. Er betonte die M der Organisation der christlichen Gesellschaft in cGut Gedankengängen, empfahl eine soziale Orga- ^l auf diese»! Gebiet »ach italienischem Muster, -ich den erzieherischen Wert der Junggesellcnsteuer âric einen verschärften Kampf gegen die Rausch­er Zweite norwegische Delegierte, Lange, General- MJnterparlamHlarischDUnion, verweilte beson- A dem Problem der Schiedsgerichtsbarkeit, dessen lW erhebliche Verbesserungen der politischen 1 Fortschritte auf dem Gebiete der friedlichen Bei- ^' Differenzen gezeitigt habe, und erklärte, er flud) Teilergebnisse in der Richtung auf bic ^ Senser Protokolls in bezug ans Schiedsgericht, ip^'Md Abrüstung als wichtig und wertvoll. Er die energische Fortsetzung der Vorarbeiten des sausschusses, die eine große erzieherische Wir- J 6*e öffentliche Meinung aller Länder ausüben um eine Atmosphäre zu schaffen, die im ge- , pugenbick das Zurückgreifen auf die Grundsätze ist Protokolls mit Aussicht auf Erfolg gestatte, ärnisterbesprechung m WÄür.

^em Vorsitz des Reichskanzlers war am Freitag . ^,;1 anwesenden Reichsminister versammelt, um s f ^lngelangten Berichte Dr. Stresemanns ^' »d zu den Ergebnissen bei bisherigen Verhand- ® iw ^® Abordnung mit Briand und Chamber-- die polnische und die holländische Resolution te? uehmen. Im Reichskabinett ist bic Haltung

,1 Delegation in Genf durchaus gebilligt wor- Z ^^"üiches Ergebnis der Taktik Sttesemanns üu bps»«1, ^"^ ^'e Polen durch sie gezwungen worden darum mu"' daß es ihnen mit ihrem Anträge ledig- düiii ^' tun getvesen sei, Deutschland zu ber fiqeJ eines O si l 0 carn 0 paktes zu ''Unsinn Deutschland habe durch die Bereitwilligkeit, ''dln^ generelles Verbot eines Angriffskrieges

"E"' neuerlich den Beweis erbracht, daß es aber Absichten hege. Deutschland könne und

Leiten Vj^^^eerfeitg nicht auf die friedlichen Mög- die sich aus dem Artikel 19 des â. ' für seine Grenzen im Osten ergeben.

^°^ ", die MandatSkommWon. ^^inis,??^^^ den Bericht des holländischen i^'^n erdn,1' die Tätigkeit der ständigen ManoatS- i^ ber Man^E".. Der Rat nahm ohne Debatte den w^r btv^^^Uftonan, die Zahl der ständigen '^^ bim ^nnissiou durch Zuwahl eines deutschen lcu» auf zehn zn erhöhe». In einer

MKe Dr. GiresemaNns.

In der Freitagnachmittagsitzung der Völkerbundver- fammlung, die um 16 Uhr 40 Minuten vor einem Hause mit dichtgedrängten Tribünen begann, ergriff als erster Redner Reichsminister Dr. Stresemann das Wort. Er führte u .a aus:

Aus der Debatte, die in diesen Tagen geführt worden ist, ragen drei Fragen hervor. Darunter verstehe ich einmal die Initiative, die der Völkerbund auch in der Frage der Welt- wirtschaftskonfcrcnz ergriff, und die beiden grossen Fragen, die die Bölkerbrindpolitik beherrschen und die öffentliche Mei­nung der Welt auf das schärfste bewegen: die Frage der Sicherheit und die Frage der A b r ü ft u n g. Der Ver­treter von Großbritannien, Sir Edward Hilton Ioung. hat mit vollem Recht hingewicsen auf die starke Bedeutung, die der Weltwirtschaftstonsercnz und ihren Ergebnissen zuzumcssen ist. Man steht in der Öffentlichkeit grossen internationalen Konfe­renzen vielfach skeptisch gegenüber. Diese Skepsis ist in bezug auf die Weltwirtschaftskonferenz sicherlich nicht angebracht. In die Initiative für diese grosse Idee teilten sich ein füßrcnucr Staatsmann mit einer Persönlichkeit, die mit ihren grossen staatsmännischen Qualitäten auch die Erfahrungen des prakti- lischen Wirtschaftslebens vereint. Und in der Tat reichten sich Politik und Wirtschaft in der Arbeit der Konferenz die Hand. Ich vertrete persönlich die Ansicht, dass alte grossen materiellen Fragen, so bedeutsam sic auch sein mögen, niemals die Gemüter der Menschen, die schliesslich Völkerschicksale sor- men, so bewegen oder hinreissen können, wie die Frage der Politik.

Aber auch, wer aus diesem Standpunkt steht, wird ancr=

Ziehungen der Völker durch die Wirtschaft mehr beeinflußt werden als in der Gegenwart, leider nicht nur im Sinne des Zusammenwirkens, sondern vielfach des Auseinanderplatzens großer Interessengegensätze.

Neben bem Gedanken des Krieges steht der Gedanke des Wirtschaftskrieges,

neben dem Gedanken des Kampfes der Gedanke des Wirt- schastskampfes. Oft korrespondiert durchaus mit den Bestre- bungen des Völkerbundes die Idee, die Verständigung und nie Zusammenarbeit auch ans diesen Gebieten zur Wahrheit wer­den zu lasse». Ich möchte in diesem Stadium der Verhand­lungen nicht aus die Einzelheiten, die Ergebnisse der We't- wirtschaslskonscrenz eingehest, aber ich darf in Übereinstim­mung mit der Auffassung deutscher und,' wie ich glaube, auch französischer Sachverständiger das eine sagen, best das Zustandekommen des deutsch-französischen Handelsvertrages durch '-die Zusammenarbeit der WeltwirtschaftskorJerenz und der von ihr ausgehenden Ideen wesentlich erleichtert worden ist. Seit über 50 Jahren hat ein Handelsvertrag zwischen bei­den Ländern nicht beständen.

Die Dlfferenzterung ber wirtschaftlichen Arbeit mneßt das Zustandekommen solcher Verträge, in betten um Tarifande von Positionen gerungen wird, fast unmöglich, wenn die Unter­händler sich aus den Standpunkt stellest, daß sie Interesse gegen Interesse zu verteidigen haben. Lassen ®k uns Hessen, daß dieser Geist bei Verständigung und der Zusammen­arbeit auch in anderen Beziehungen helfen möge, um durch die Verbindung W i r t s ch a s 1 l i che r G c ni e i n s ch a f - teil ber Verständigung der Völker selbst zu dienen. Lasse» Sie uns die Arbeit, die hier begonnen ist, praktisch weüersühren und uns hossen, daß die an sich schon unter den Wirkungen bei großen Wellereiguisse verarmten Staaten, die von ihren Bürgern weit größere Abgaben fordern missen, als ber Staal cs je in früheren Zeiten tat, ihre Lage nicht als Bollwerke ansehen, die gegen jeden Einbruch anderer Staaten zu vertei­digen si»d, sondern, daß die de» Außenumnester» vorgewr«sc»c Art, auch auf' die Juteressen änderet Rücksichl zu nehmen, Er­gebnisse des gegenseitigen Güteraustausches fein mögen.

Lassen Sie mich daher der Hoffnung AusdrwF geben, daß die Weltwirtschaftskonferenz in der Welt verstanden sein möge nicht als die Zusammenballung dessen, was mant so oft bte kapitalistischen Interessen der Völker nennt. Wir wrben nicht zu einer Befriedung im sozialen Leben der Völker gelangen, wenn sich nicht die Erkenntnis bureßringt, daß 4

Kapitalismus und Arbeit

nur gedeihen können, wenn es unter dem gemeinsamen Ge­sichtspunkte vernünftiger Wirtschafts und ProduktionSpoliuk und gleichzeitiger vernünftiger sozialer Gesetzgebung geschieht. Das sind die Gedanken, die hinüberführen zu dem

Internationalen Arbeitsamt.

Der Weltkrieg war wohl das größte revolutionäre Ereig­nis, das Jahrhunderte gesehen haben. Er sah die höchste An­strengung des kriegerischen Geistes, endete aber in einem, großen Fragezeichen, mit dem die Gedanken der Menschheit nicht ab- schließen, sondern das sie vor neue Probleme stellt.

Aus diesem Gegensatz der Meinungen, diesem Wirrnis der Welt, aus diesen ganzen wirtschaftlichen Umwälzungen, die das wirlschnsttichc Verhältnis der Erdteile zueinander viel­fach völlig umgekehrt hat, ragt eine Erkenntnis hervor, die von und positiv gelöst werden muss, wie immer auch

die Entwiülting der Völker und.Staaten getjen mag.

Die Erkenntnis, dass der Krieg weder der Wegbe^iter zu einer besseren Zukunft, noch überhaupt der Regulator der Emwlck- liiiig sein hum; die Erkenntnis, dass er nach allem menschlichen Ernivssen nur neues Elend, neue Wirrnisse und schliesslich die Anarchie schasse» würde.

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4. Jahrgang

Gewiß ist diese Auffassung nicht Gemeingut aller Menschen. Auch wenn man von der Einstellung eines Volkes spricht, kann man nicht für ben letzten feiner Bewohner sprechen. In jedem Lande ringen bic Anhänger der alten Ideen und Meinungen mit denen, die einen neuen Weg ins Freie suchen.

Innerhalb des deutschen Volkes kann über die Zustimmung zum Grundgedanken der Verständigung und des Friedens nicht einen Augenblick ein Zweifel fein. Von allen Machten in dem alten Erdteil Europa am meisten der Sicherheit bedürftig, um ein wachsendes Volt auf enger gewordenem Boden zu erhalten, wünschen wir nichts nur Mittätige, sondern Vorkämpfer zri fein auf dem Wege derjenigen Bestrebungen zu dem all­gemeinen Frieden, für bic ber Völkerbund sich einsetzt.

Mchi rauschende Reden, sondern Taten allein werden ent­scheiden über ben Fortgang der Entwicklung. Aber ich glaube, daß Deutschland ein Recht hat, sich als mittätiges Volk in dieser Entwicklung zu fühle». Die Sncaruoberträge stehen nicht außerhalb, sondern innerhalb des Völkerbundes. Es ist un­verständlich, wenn manchmal Zweifel daran laut geworden sind, ob das in Locarno begründete Werk nur einige aber alle beteiligten Völker umfasst.

Ich darf Niich in dieser Beziehung nur ben Erklärungen anschliesse», bic der französische und der englische Aussenininister vor kurze», zum Ausdruck gebracht haben, dass es ihre weit­tragende Wtrksamkrtt im? Westen und für den Men y.», wie überhaupt diese Verträge die grossen Grundgedanken des Völ- ierbundes in besonderer Forni zur praktischen Anwendung bringen. Wir sthe» in diesen im Völkerbund wurzelnden Frcrdenssicherungen den unter den heutigen Realitäten ge. Mbcnen Meg, Bestehendes vor Krieg und Kampf zu schützen, aber auch bic künftige naturgemässe Entwicklung der Verhält­nisse zwischen den Böltern durch friedliche Mittel so zu gc- ftalten, dass das Höchstmass der Verständigung zwischen ihnen gewährleiste: wird durch Beseitigung dessen, was sie in dieser oder jener Frage gegenwärtig noch trennt.

Darüber, wie man bic allen wünschenswerte Entwicklung weiiertreibt, sind verschiedene Gedanken in der voranacganac- nen Diskussion 3um Ausdruck gekommen . Vor allem aber be­dauere ich, daß in de» Anssührnngen des Vertreters Griechen­lands ein geringeres Zutrauen z» der tragenden und fort» reißenden Gewalt einer etwaigen Manifestation des Völker- buildes zum Ausdruck kam.

Abrüstung.

Es ist allgemein bekannt, daß für die diesjährige Tagun» des Völkerbundes der Gedanke einer Manifestation erörtert walt zum èüMrâLrÜMU mitte. JsEes wirWch, daß eine solche feierliche ErWrung, abgegeben von den hier vertretenen Nationen, nichts bedeuten würde gegenüber dem gegenwärtigen Stand der Dinge? Es mag sein, daß manchem der Weg ver­tragsmäßiger Bindungen wünschenswerter erscheint. Aber ich habe die Empfindung, daß der Glaube unb daß bic Idee ebenso bedeutend sein müssen wie die juristische Formel.

Ich weiss nicht, ob Unsere Erörterungen mit einer Erklä­rung abschließc» werden, die ben Abrüstungsgrdanken zum Ausdruck bringt. Mich zu ihm im Namen des Reiches zu be- lcunc», ist mir Pflicht und Bedürfnis.

Man hat cs bedauert, daß bisher so wenige Staaten ber Faknliaüvllausel des Schiedsgerichts im Haag beigetreten sind. Die Politik des Deutschen Reiches liegt durchaus in bei hier angestrebten Richtung Ich werde dementsprechend auch die Umerschrift unter Dié F'aküi-a cüanscl im Namen des Reiches noch in dieser Session vollziehen.

Vor uns liegt das ber Welt feierlichst gegebene Wort, das die moralische Grundlage gab für bic Entstehung des Völker­bunds, das besagt, daß die Abrüstung der im Kriege unter­legenen Nationen bie Voraussetzung sein solle für bie kommende allgemeine Abrüstung. Was bieten von ihnen noch vorschwöbt als Ergänzung vorhandener Lücken der Friedenssiehcrung, werden sie leichte» unb freudigen Herzens entgegengcbracht sehen, wenn der Weltfriede, zu dem sich der Völkerbund be­kennt, nicht mehr auf Bajonetten, sondern auf dem Geiste des Glaubens und des Vertrauens ruht.

Wenn wir feierlichst dem Kriege absagen, müssen wir die Sicherheit der Völker begründen auf dem Geiste, der diese Er­klärung durchweht. Die Welt sehe uns im Wettsireben um die Erreichung der höchsten Ideale, aber sie sehe nicht wieder bic Waffen der Völker gegeneinander gekehrt. So lassen Sie uns zusanimenwirke» in dem Kampf, bei der Arbeit folgte, bei schwersten, aber auch der ehrenvollsten: im Kamps für den Frieden und bic auf Friede und Gerechtigkeit beruhende große Gnüvidluug ber Völker.

*

Der Omdrrrck der Möe ist Genf.

Die Ausführungen Dr, Stresemanns wurden von der Vollversammlung mit lebhaftem Beifall ausge­nommen, insbesondere wurde bic Stelle in der Rede be­grüßt, in der der RciKsautzesiminister davon Mitieilung machte, daß das Reich die fakultative Klausel betreffend die obligatorische Schiedsgerichtsharkeit im Haag noch in dieser Session unterzeichnen werde. Dr. Stresemann sprach, wie stets, in deutscher Sprache.

MttfchèK- land BöLkerfchiMst. Der LuftverkehröschutzMann. Opfer der OZcanflüge. Eitle Spielernaiurcu. Drohende Eulgleissing. An­ziehungskraft des Landes.

' Es gibt Leute, die von O z c a n f l ü g e n schon gar n t chts m e h r h ö r e n wollen. Scildcm nun mit zwei männlichen Fluggenofsen auch eine Frau von 62 Ja ns» .Flugrichtung von Ost nach West, dazu noch aus eng­lischem Fürstenblut, ihre Abenteuersehnsucht mit dem Leben bezahlt, und seitdem Mugrichtung von West nach Ost ein großmäa tiger NelvlMker Zeitungsmann mit derOld Glory" sein Grab in den Wellen des Llrlantrschen Ozeans gefunden hat, wagt sich schc-u niemand mehr mit dem Witzwort'von deM' Verkehrsschntzmann heraus, der das Lufjgetümmcl zwischen Europa und Amerika in O rd­nung zu bringen habe; die Lust zu Scherzen muß dann doch vergehen, wo'die Opfer an Menschenleben sich 10 ungeheuer häufen. , , , . m

Statt dessen beginnt man immer lauter nach den Be­hörden zu» rufen, die mit V e r b oten èingreisen mußten,