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5ulöaer /Anzeiger

Erscheint jeden Werktag. Bezugspreis: monak- J ZMrk.Be, Lieferungsbehinüerungen durch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Bahnspecre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ehrenklau, Fulda, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsver- ieaer. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr.i6osh

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg-- Zulöa- und Haunetal *Zulöaer Kreisblatt

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Fulda, Montag, 19. September

4. Jahrgang

Tannenbergfeier

KleinerZsitung für eilige Leser.

* Reichspräsident von Hindenburg gab bei der Einweihung des Tannenbergdenkmals eine feierliche Erklärung gegen die. Kriegsschuldlüge ab.

* Die neue Besoldungsordnung ist vom Reichskabinett jetzt endgültig verabschiedet worden. Die Veröffentlichung soll Mitte der-Woche erfolgen.

* Die irischen Ozeanflieger sind wegen des schlechten Wetters! schnell heimgekehrt. -

* Der japanische DampferWufung" soll mit 900 Mann Besatzung gesunken sein.

Sie Einweihung tt Tannenberg -Aaiwnânkmâ^ Glänzender Verlauf.

Zum Einweihungsakt des Tannenberg - National- am Sonntag hatte sich auf dem eineinhalb Kilo- Niel von Hohenstein entfernten Denkmalsplatz eine viel- iMjcnbföpfige Menge eingefunden. In langer Front WÄl die militärischen Verbände und Vereine, die zahl- Meu Mitkämpfer der Schlacht bei Tannenberg aus Ost- «ßm und aus dem ganzen Reiche ausgestellt. Um

Uhr erschien der Reichspräsidentin Gene­sis c l d m a r s ch a l l s u n i s 0 r m, von Staatssekretär

Meißner und seinem Adjutanten, Major v. Hinden- ^ begleitet. Als Vertreter der Reichsregierung cr= feien der Reichskanzler Dr. Marx sowie die Reichs- Wer Dr. Geßler und Dr. v. Keudell. Die preußische iitgieiiing war durch den Innenminister Grzesinski sowie im Mrpräsidenten der Provinz Ostpreußen, Siehr, Ver- Ittieit. Von Generalen der alten Armee waren u. a. toenborff, Mackensen, Francois und Morgen anwesend. Ae Reichswehr war vertreten durch den Befehlshaber des Ächenkommandos I, v. Zitzewitz, der den verhinderten tzmal Heye vertrat, und durch den Befehlshaber des Ailreises I, Generalleutnant v. Elbstcdt, und zahlreiche fee Offiziere. Am Nordzugang des Denkmalsplatzes W der Vorsitzende des Tanttettberg-Nationaldenkrttal- hreins, Generalmajor a. D. Kahns, an den Reichs- Aenten eine

BesrüHungSattsprache,

Éber er sagte: Wir begrüßen es, daß Eeuer Exzellenz so Wund gesund hier in unserem Kreise stehen. Euer Wenz haben vor drei Jahren den Grundstein zu dem EM»! gelegt, das dort vor uns steht, mit den Worten: ^u Menen zum ehrenden Gedächtnis, den Lebenden KMâg und den kommenden Gefchlechteru zur. Aach-.

Die Steine werden reden dermaleinst von der Ä in ber unter Eeuerer Exzellenz Führung hier

das große Geschehen sich abspielte,

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«! dein Boden, auf dem wir stehen, der uns allen heilig t Wie der Geist von Tannenberg im Jahre 1914 das gische Volk, die deutschen Landsmannschaften zusammen- ta zu einigem Tun unter zielklarer, verantwortungs­cher Führung Eurer Exzellenz und Eurer Exzellenz

orbntüi SM Berater, des Generals von Ludendorff und all der n fei t........ " - " ~ -------Ü

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feien, die hier versammelt stehen, wie Eurer Exzellenz mass unter gotteâgnädiger Führung Ostpreußen frei Wim vom russischen Heer, so soll der Geist von Tannen- ^â sich verkörpern in dem, was wir hier geschaffen haben "ild was wir geschaffen haben in feinen Grundzügen zu- E damit das deutsche Volk dieses Denkmal, das wir hier weihen wollen, ausbaue in der festen über- Wng, daß die Tage kommen werden, wo endlich

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wir wieder aufstèigen zu alter deutscher Höhe, >j sich der Geist von Tannenberg, meine Herren, erstrecke Mit deutschen Männer, die deutschen Frauen und die M Jugend, darauf wollen wir heute ein T r e u - Wbnis an dieser Stelle ablegen. Wir wollen hoffen, Anns Gott Vie Kraft gibt, dieses Treugelöbnis zu er- R wir wollen ihn bitten, daß der Geist von Tannen- Das deutsche Volk beseele in alle seine Kreise hinein, 1 dieser Geist von Tannenberg wach bleibe und geweckt M von allen denen, die an verantwortlicher führender stehen, der Geist, der hier repräsentiert wird durch iren allverehrten Generalfeldmarschall und seine ge-

Helfer vom letzten Armierungssoldaten bis zmn w General. Dieser Geist, er bleibe wach, und das efefltn wir nach alter deutscher Art, indem wir rufen: von Tannenberg und die Herren, die hier oben Führer von Tannenberg: Hurra! Hurra!

Merliche Erklärung Hindenburgs:

»Mückweisung der Kriegsschuldlüge.

dieser Begrüßungsansprache nahm Reichspräsi- I 011 Hindenburg das Wort zu folgender Rede: I (h'M freue mich, meine alten Kampfgenossen von dieser Stelle wiedersehen zu können. Das gilt in erster Linie dem Minis derer, die für die Befreiung der gefallen sind. Ihr Andenken, aber auch meiner noch lebenden Kameraden verpflichtet einer Stunde und an dieser Stätte feier» f Ks â reN: Die Anklage, daß Deutschland hit an diesem grössten aller Kriege, weisen hnmr^ deutsche Volk in allen seinen Schichten zurück! Nicht Neid, Haß oder Er- Mtiea gaben uns die Waffen in die Hand. Der uns vielmehr das äußerste mit den schwer- pelbfteiS des ganzen Volkes verbundene Mittel der I keinen ^unH einer Welt von Feinden gegenüber, piibesi sind wir zur Verteidigung des Vater- I Sutton ^gezogen und mit reinen Händen hat das l^iChna 1 das Schwert geführt. Deutschland ist leisen £ "«parteiischen Richtern gegenüber zu be- I den zahllosen Gräbern, lvelche

I Web Heldentums sind, ruhen ohne Unter»

I aller Parteifürbungen. Sie waren da-

n .er Liebe und Treue zürn gemeinsamen »^Vrts'i« ° darum möge an diesem Erinnerungs- 1 "erer Varteihad è rzerschellen;

es sei eine Stätte, an der sich alle die Hand reichen, . . welche die Liebe zum Vaterland beseelt und denen die deutsche Ehre über alles geht. Mit diesem Wunsche wollen wir das Denkmal weihen!"

Nach der Beendigung der Rede Hindenburgs präsen­tierte die Fahnenkompagnie. Die alten Fahnen des 1., 17. und 20. Korps neigten sich vor dem Feldmarschall, der die Front der Ehrenkompagnie abschreitet, hinter ihm Mackensen und Ludendorff, dann die Schar der alten Heer­führer der Schlacht von Tannenberg. Die Musik into­nierte das Deutschlandlied, in das die Menge be­geistert einftimmfe. Der Feldmarschall bestieg sodann einen Vierspänner und fuhr die Front der Zuschauer, die aus Ostpreußen und dem ganzen Reich herbeigeeilt waren, entlang. In einem zweiten Wagen hatte General Luden­dorff mit Major von Treuenfels Platz genommen. Gene­ralfeldmarschall von Mackensen, neben ihm Genera! von Hell, folgten im dritten Wagen. Nach der Vorbeifahrt fand der F e l d g o t 1 e s d i e n st statt.

Die Uebernahme des Denkmals.

Hierauf übergab General Kahns dem Feldmarschall den Schlüssel zum Tannenberg-National- o c n k m a l. Er dankte all denen, die sich um den Denk­malsbau verdient gemacht haben. Darauf schritt er, ge­folgt von Reichskanzler Dr. Marx, Reichswehrminister Dr. Geßler und der Generalität, zur Eingangspforte des Denk­mals, die er mit dem ihm übergebenen Schlüssel öffnete.

Als der Feldmarschall den großen gewaltigen Ehren­hof, der von acht großen Säulen umgeben ist, betrat, er­tönte Musik. Er nahm den Helm ab zum stillen G e be t und legte darauf am Denkmal des deutschen Feld­grauen einen Kranz nieder. Auch von den alten Generälen und den Spitzen der Behörden wurden Blumengebinde niedergelegt.

Der gewaltige Raum des Innern des Denkmals war bald gefüllt von Hunderten und aber Hunderten von Fahnen. Bannern u^b_fe£iiani>L-irleii. Dorr den boben Türmen wehten weiße Fahnen mit dem alten deutschen . Ordenskreuz herab. An der einen Seite des Denkmals hatte die ostpreüßische Studentenschaft in vollem Wichs mit ihren Bannern Aufstellung genommen. Die gesamten Kriegervereine und Formationen, der Jungdeutsche Orden, die Jugendbünde usw. waren mit ihren Fahnen ins Innere geeilt. Der Reichspräsident stand, umgeben von der Schar seiner alten Mitkämpfer und Führer, und lauschte dem Gesang des Sängerbundes Tannenberg. In der Ferne ist am Waldesrand eine kleine Höhe sichtbar, auf der sich das alte Denkmal der Schlacht von Tannen­berg von 1410 befindet. Der Himmel klärte sich

im Verlauf der Feierlichkeiten immer mehr auf, die Höhen traten mehr und mehr her­vor. Man sah die masurischen Seen, die weiten Wälder, die dem Rufsenheer zum Verhängnis wurden.

Ein erster Sonnenstrahl blickte durch die Wolken. Die weite Ebene um das Denkmal herum war erfüllt von den großen Menschenmassen, die zur Feier des Tages aus allen deutschen Gauen zusammengeeilt waren. Nach vorsichtigen Schätzungen waren etwa 100 000 Teilnehmer anwesend. Der gewaltige Raum von 40 Morgen, den die Stadt Hohenstein für den Denkmalsplatz zur Verfügung stellte, war dicht gefüllt. Aber auch ringsherum hatten sich viele Zuschauer angesammelt. Von nachts 2 Uhr bis mittags ^12 Uhr strömten ununterbrochen die Menschenmassen zu­sammen, die teils mit Sonderzügen, teils mit Autos und teils zu Fuß angekommen waren. In dem Augenblick, als der Generalfeldmarschall das Innere desDenkmals betrat, begann eine Batterie mit dem Abschießen von 101 Salutschüssen. Während die Feier im Innern des Raumes noch vor sich ging und der Sängerchor weiter sein Lied erschallen ließ, hatten draußen schon die einzelnen Formationen, Verbände und Vereine den Abmarsch an­getreten, da sonst ein geordneter Abmarsch der großen ge­waltigen Menschenmassen nicht möglich gewesen wäre. All denen, die dieser schönen Feier beigewohnt haben, wird sie sicher unvergessen bleiben.

Figaro schreibt:Den Versailler Vertrag zunichte zu ma­chen und die Debatte über die Kriegsverantwortlichkeit wieder aufzurollen, so schlägt der Reichspräsidentfeierlich" vor. Die Stunde ist glücklicherweise noch nicht gekommen, in diesem Punk­te nachzugeben. Vielleicht war es gut, daß die Ansprache von Tannenberg uns erneut offiziell die wahre Sprache Deutsch­lands zu Gehör gebracht hat".

Französische MätterstimmerHur Hindenburgrede.

(Eigene Funkmeldung.)

wtb. Paris, 19. Sept. Mit der Rede des Reichspräsi­denten in Tannenberg beschäftigen sich jetzt nur wenige Blät­ter. DerSozialistische Peuple" stellt die gestrige Feier ans Fort Douanmont, wo ein Denkmal für das Massengrab der dort beigesetzten alliierten Soldaten engeweiht wurde, der Feier von Tannenberg gegenüber und erklärt: Marschall Pctain habe von der Verteidigung eines Ideals der Zivilisation durch die Intellektuellen gesprochen. Hindenburg habe erklärt, daß Deutschland für den Krieg nicht verantwortlich sei. Die ganze nationalistische Presse in Frankreich werde heftig protestieren und daran erinnern, daß Deutschland allein den Krieg gewollt habe und der einzig verantwortliche vor der Geschichte sei und dergleichen mehr.Wir", so fährt das Blatt fort,sind der Ansicht, daß diese politisch-militärischen Kundgebungen 10 Jah­re nach dem Wassenstillstand mehr als überflüssig sind. Es ist überhaupt hier wie in Deutschland anderes zu sagen und ande­res zu tun. Der Geist von Verdun und der Geist von Tannen­berg können nicht ohne Gefahr in den beiden Ländern kultiviert werden. Es wäre besser, den Geist des Völkerbundes zu ent­wickeln, sich entschlossen der Zukunst der Versöhnung und dem Frieden zuzuwenden, anstatt mit Wohlgefallen kriegerische Er­innerungen wachzurufen, die nur den Haß wieder wecken kön­nen."

Volk ohne Raum. -

z Fast zu spät kam das deutsche Volk, als die Erde aufgeteilt wurde, als das englische, das russische, das französische Kolonialreich entstanden. Und das wenige, was uns ein gütiges Geschick noch erringen ließ, raubte uns die Ungunst des Kriegsschicksals. Aber allzu tiefe Wurzeln hat der Kolonialgedanke im deutschen Volke ge­schlagen, als daß vergessen werden könnte nicht bloß, was Deutschland in seinen Kolonien geschaffen hat, sondern, daß der Zweck jeder kolonialen Erwerbung vor allem die Erweiterung und Verbreiterung des wirt­schaftlich-bevölkerungspolitischen Spielraums sein muß. Beide Gesichtspunkte sind maßgebend für die jetzigen Verhandlungen des Deutschen Kolonial­vereins, der sich darüber hinaus aber bezeichnender­weise nochGesellschaft für nationale Siedlungs- und Auslandspolitik" nennt.

Schon in den ersten Zeiten unserer Kolonialpolitik ist der Gedanke der ' Siedlüngsermöglichung qnf dem ""XtotTcn^ëT^Tmreir .(lölpiu^TTiTjfripnrT^

worden und wir waren auf dem besten Wege, hier große und noch wachsende Erfolge zu erzielen: ein Teil der Deutschen, dem die Hemmt zu eng geworden ist, hat in den Kolonien wirtschaftlich günstige Verhältnisse ge­funden, die einen Anreiz zur Siedlung bildeten und dazu führten, daß der deutsche Auswanderer uicht mehr zum allmählich verschwindenden Kulturdünger, namentlich Amerikas, wurde.

Auch in den letzten Jahren wieder, obwohl unsere Kolonien der fremden Eroberungssucht anheimgesallerr sind, hat es viele der nach dem Zusammenbruch Verjagten, ihres Vermögens Beraubten Hinausgetrieben an die alten Stätten, um wieder von vorn anzufangen.

Es ist nicht Abenteuerlust, sondern, wie es aus fast allen Reden auf jener Kolonialtagung klingt, bittere Notwendigkeit, die zum Siedeln über See zwingt. Dem Deutschtum ist der Weg der Siedlung im Osten, wo der Kampf gegen das Slaventum erfolgreich geführt werden konnte, jetzt ebenso versperrt wie der nach Westen und Süden. Unerträgliche Lasten erschweren die Sied- lungspolitik im Irmern des Reiches und jene Lasten wechsen stetig. In den steigenden Ziffern der Auswande­rung zeigt es sich mit erschreckender Deutlichkeit, daß seit K r 'i e g s e u d e D e u t s ch l a u d H u n d e r t t a u s e u d e seiner Söhne an das Ausland hat her­geben müssen. Ganz in den Anfängen noch stecken die Versuche, sie nicht untergehen zu lassen im fremden Volkstum, sondern sie dem Deutschtum zu er- halten. Wo es gelang, da geschah es weit mehr durch eigene Arbeit und eigene Organisationskraft als durch die Tätigkeit der zuständigen deutschen Behörden im Ausland, die ja noch immer von schärfstem Mißtrauen umgeben sind. Vieles ist so erreicht, aber rwch viel mehr bleibt zu tun übrig und daran mitzuarbeiten, betrachtet der Kolonialverein auch als wesentliche Aufgabe.

Wachsendes Volk, aber darum immer enger werden­der Raum, umgeben von den festen Gefängnisstangen der Versailler Bestimmungen das ist b e u tsches Schicksal der Gegenwart. Ein Blick auf das nordafrikanische Kolonialreich Frankreichs, auf die blühenden Kolonien eines so kleinen Landes wie Holland beweist, wie überaus zeitgemäß bevölkerungs- und wirt­schaftspolitisch kolonialer Besitz ist. Dort gilt wirklich noch das Dichterwort, daß Raumfür alledieErde hat. Nur die Deutschen will man aussperren! Ganz offen hat andererseits das auch an Bcvölkcrungszahl rasch wachsende Italien hochgesteckte kolonialpolitische Ziele ver­kündet aber uns Deutschen versagen jedes Entgegen­kommen auf kolonialpolitischem Gebiete gerade jene Staaten, die bei der Teilung der Erde die größten und besten Bissen zu erreichen wußten. Wir sollen das Volk ohne Raum bleiben.

Und das empfinden wir besonders schmerzlich gerade jetzt, da bei D a n n e n b e r g das Denkmal enthüllt wird, das dem lebenden und dem kommenden Geschlecht die Kunde übermitteln soll, wie die Slavenslut, die den deut­schen Osten zu überschwemmen drohte, zerschellte und zn- rückebbte. Vor mehr als 500 Jahren aber erlag das ge­waltigste deutsche Siedlungswerk, die Arbeit des deutschen Ordens im jetzigen Ost- und Westpreußen bis hinauf ins Baltikum, dem Ansturm der Polen an eben dieser Stätte. Fünf Jahre nach dem zweiten Tannenberg vermochte Polen wiederum deutschen Boden an sich zu reißen. Dar­um ist das Denknial auch eine Mahnung, daß das deutsche Volk Raum braucht, um wieder wachsen und groß werden zu können.