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«krKelnt jeden Werktag. Bezugöpreks: monatig Mark. Bei Lieferungsbehinderungen durch höhere Gewalten", Streiks, Tlusfperrungen, Vahnfperee usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Zrkeürich Threnklau, Zulda, Malied des Vereins Deutscher Zeitungsver- ^er Postscheckkonto: Arankfurt a.M.Nr.^os-
^220—-1927
Kleine.Zeitung für eilige Leser.
« Reichspräsident von Hindenburg ist über Königsberg nach Mau gereift, wo der Kreuzer „Berlin" ihn nach Swine-. Ade brachte.
§ Reichsfinanzminister Dr. Köhler stellte in einer Rede in ^i eine allmähliche Senkung der Realsteuern in Aussicht.
- ^er Chef der Heeresleitung, General Heye, wird dem- utt'nuf Einladung der Vereinigten Staaten hin eine Reise M Amerika antreten.
* -zm Abrüstungsausschuß des Völkerbundes wurde der ^Mische Antrag auf Verurteilung des Angriffskrieges an- «Mmen.
GieuersenkAvg?
' Als der jetzige Reichssinanzminister sein Amt antrat, er cs als £<ne der Hauptaufgaben der neuen Reuig bezeichnet, durch V e r e i n h e i t l i ch u n g unö reinfachung der gesamten deutschen ttucr g e s e tz g e b u n g in Reich, Ländern und Kom- 3t zu einer Steuerherabsetzung zu ge- ;en. Allo uicht etwa eine bloße Herabsetzung gewisser lièlsätze, wie dies z. B. bei der Umsatzsteuer im te 1926 erfolgt ist, sondern Minderring des Steuer» jM durch Schaffung größerer Klarheit im ganzen iii.
Lieser Weg ist während der letzten Monate auch schon WÄil zurückgelegt worden, indem zuerst einmal das gelle Verhältnis zwischen dem Reich auf der einen, Ländern und Gemeinden auf der anderen Seite durch -FüiMzausgleichsgesetz fest geregelt wurde. Diezweite pe ist das S t e u e r v e r e i u h e i t l i ch u n g s - ife^, über dessen Ziele sich der Reichsfinanzminister Wer Kölner Rede am vergangenen Sonntag eingehend Viè. Die darin angestrebte Vereinheitlichung bezieht Lils den großen W i r r s a l der R e a l st e u e r n, ii ja ben Ländern und Gemeinden zustehen, auf die M und Gewerbesteuern also, die wegen der außer- Elhen Verschiedenheit in Höhe und Veranlagungs- NN seit langem mit Recht Gegenstand schärfster 91m griffe innen und sind. Hier soll nicht bloß endlich Wandel
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jchsregieruns. will oa- ................... „„mähliche und beträchi- ® sentung der Realsteuern erreichen", ein Ziel, das Wich auch erreicht werden könne.
Äe Gemeinden bestreiten diese Möglichkeit, weil die Wbeu und damit auch die Ausgaben gerade der Kom- AM ungeheuer gewachsen seien, der Finanzbedarf noch steige. Das gibt Dr. Köhler zu, verweist aber W darauf, daß die deutsche Gesamtsteuerbelastuna aperste Maß erreiche, andererseits im Haushalt der uidcn noch manches gespart werden könne.
./enu a 11 u n g g r e so r m — auch diese Frage, Notwendigkeit ließ der Reichsinauzminister nicht un- d. SteuervereinhejtlichÄg ist auch ein Weg zu ihr, ->var gilt das ebenso für das Reich wie für die Länder Ameinden, denen dadurch die Selbstverwaltung Mgs eingeengt werden soll. Denn die Methode der ^Vereinheitlichung soll keine Einpreffung in enge ,m darstellen, sondern die wirtschaftlichen, sozialen lvllstlgen Verhältnisse berücksichtigen. Das Werk von °' das Werk eines Miquel uämlich, muß ergänzt «curch eine gleichartige Reform der immer unzeit- werdenden Realsteuern, an denen vorläufig trotz- Muhalten Deutschland durch seine ganze stäatlich- » Entwicklung gezwungen zu sein scheint. Und rote anfangs der neunziger Jahre die klare Verein- Lund Vereinheitlichung des preußisüfen Steuer- FV!2cr Steuerherabsetzung und gerechteren Ver- i Steuerdrucks geführt hat, so kann dieses jetzt Wirthin Wege auch auf dem Gebiet der Realsteuern ketL. ^^ wahre Finanzreform schafft eine fo 110 ft ’> t e 11 e Lage durch Minderung der Aus- nicht durch ein immer erneutes Anziehen der • zwecks Häufung der Einnahmen. Hoffent- Lan lenen Wea reckt schnell vorwärts!
„ Wir brauchen mehr Milch.
öli Saarbrücken tagte der Deutsche Verein für össent- ^sundheitspflege. Einen Hauptgegenstand der bildete die heutige Milchversorg,rüg, die vom Jmujaftlidjen wie vom hygienische» Standpunkt 3 noch eine scharfe Kritik gefallen lassen muß. Mud besitzt heute rund zehn Millionen •Me, von denen die meisten nicht mehr als ' er un Jahre geben. Es läßt sich aber, wie oftmals »Z a- ^, bei fast allen Kühen eine Ertragsfähigkeit Liter erzielen. Infolge des jetzt bestehenden Ma Ulfkn jährlich für 500 Millionen Mark Molkerei- der m,^^tschland eingeführt iverdeu. Die Quali- II» MM hängt von der Güte der Kuh und 'ben , ter, andererseits auch von Nebenum- 1 man ^toni • Stall bis zum Verbraucher ab. ’WiA "^t minderwertiger Milch zu tun, so ist dies MerJ-r Ü mehr auf Fälschuugen wie Entrahmung MbiM zurückzuführeu, soudern auf die falsche '3c^e der Milch mit Soda ober durch das Raffer mit Kalk, wodurch ein Sauer- “Meint rr werden soll. So ist in Berlin und in 11 na^,,M,wiiders nachgewiesen, daß Verunreinigungen. a" L.ja den Wintermonaiett noch häufig vor- ^tifter« « ^teicreieu, die schlecht behandelte Milch ^ischx m b't Vreiseu verkaufen. Deshalb verlangt bei jür öffentliche Gesundheitspflege ein »Ach, Gesetz, das die Pasteurisierung zur 3 bog «?”Ä versteht man die Befreiung bei ij^imen, die für ben menschlichen Orga- werden können.
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg
Zulöa- unö Haunetal »Zulöaer Kreisblatt
Reöaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernsprech-Rnschluß Nr. 989 Nachdruck der mit * versehenen flrtike! nur mit Quellenangabe .Fuldaer stnzeiger"geslattet.
Fulda, Dienstag, 20. September
Echo der Hindenburg-Nede
AachMge zur Lannenbergfeier.
Rückfahrt des Reichspräsidenten.
Von ALenstcin lommenb, traf der Reichspräsident aus der Rückkehr von der Einweihung des Tannenbergdenkmals mit dem fahrplanmäßigen Zuge in Königsberg ein. Im gleichen Zuge befanden sich Reichskanzler Dr. Marx und Reichsinnenminister Dr. von Lk e n d e l l. Auf bem Bahnhof hattet! sich 3um Empfang Oberpräsident Siehr, Regierungspräsident Dr. von Bahrfeldt und Oberbürgermeister Lohmeyer eingcfuuden. Dr. Marx und Dr. von Keudell verabschiedeten sich im Salonwagen vom Reichspräsidenten, der nach P i l l a u weitersuhr, um sich dort auf den Kreuzer „Berlin" zu begeben, der ihn nach Swinr- münde brachte, von wo die Rückreise nach Berlin erfolgt. Marx und Kcudell blieben in Königsberg zur Teilnahure an einer sestlichen Veranstaltung. Dem JieichspräsidruLen wurden Blumen in den Wagen gereicht und das aus dem Bahnhof versammelte Publikum brachte ihm bei der Weiterfahrt herzliche Kundgebungen dar.
Pillau. Rcichsvrësident von Hindenburg traf mit einem Sondcrzuge in Pillau ein, um sich zur Rückreise nach Swiuc^ münde auf dem Kreuzer „Berlin" einzuschifsen. Die im Hafen von Pillau liegenden Schiffe hatten festlichen Flaggenschmuck angelegt. Von einer Aufstellung der Vereine war auf Wunsch des Reichspräsidenten, der besondere Feierlichkeiten bei seiner Abreise vermieden wissen wollte, abgesehen worden. Trotzdem hatten sich die Schulen Pittaus zur Begrüßung deS Reichspräsidenten geschlossen aufgestellt, auch waren die Ufer dicht besetzt. Der Reichspräsident wurde auf dem Bahnhof von den: Bürgermeister von Pillau, Stamer, empfangen und zum Schiff geleitet, wo ihm der Landrat des Kreises Fischhauseu, Hofer, mit einigen Worten die Wünsche der Insassen des Kreises FisÄ- hausen zum Ausd.ruck brachte. Dann begab sich der Reichspräsident in Begleitung seines Gefolges auf den Kreuzer, dessen Ausfahrt unter lebhafter Anteilnahme der Bevölkerung Pittaus erfolgte.
Der tzayerLâ. an den Lannsn-
berg-Nati
folgendes Telegramm gerich
tet: Die bayerische Staatsregicrung nimmt an der großen
vaterländischen Feier zum Gedenken der Schlacht Tannenberg begeisterten Anteil. Möge das deutsche tionaldenkmal im Osten wie das am Niederwald deutsche Volk allezeit an die Heldenmütigkeit und Opserfreudigkeit der Völker mahnen und beitragen
bei Nadas
die zur
Erstarkung der deutschen Einheit, deutschen Lebensmutes unb deutscher Wi^enskrast.
Der badische Staatspräsident hat an die gleiche Adresse folgendes Glückwunschtelegramm übersandt: „Am Tage der Einweihung des Denkmals zur Erinnerung an die Schlacht von Tannenberg gedenken auch das badische Volk und die badische Staatsregierung dankbar jener ruhmwürdigen Tat zur Rettung Ostpreußens aus Feindesnot. Möge das Tauuenberg-Natioualdenkiual hierfür ein spätes Mahn- und Wahrzeichen für Einigkeit und Opfergeist auch für kommende Geschlechter sein."
Einvernehmen mit Marx und Stresemann.
Hindenburgs Worte bei der Denkmalseinweihung, die entschiedene Zurückweisung der Anklage, daß Deutschland schuld am Kriege gewesen sei, und das vom Reichspräsidenten ausgesprochene Angebot, daß Deutschland jederzeit bereit sei, dies vor unparteiischen Richtern nachzuweisen, haben natürlich in aller Welt große Beachtung gesunden. ,.
Um etwaigen Legcndenülldungen vorzubeugen, tvub in Berlin von zuständiger Seite erklärt, daß die kon- stièrrtionellc Gesinnung des Reichspräsidenten selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben sei und an den Äusserungen des Reichspräsidenten alle in Frage
Gegen den Angriffskrieg.
F ü r b e s ch l e u n i g t e A b r ü st u n g s b c r a t u n g c n.
Im Abrüstungsausschuß des Völkerbundes wurde der polnische Antrag zur Verurteilung des Angriffskrieges nach kurzer Aussprache auf Vorschlag deS Grafen Bern- storsf sowie der Vertreter Frankreichs, Italiens, Fum- lands und anderer Staaten durch AMaumtion einstimmig vnb unverändert angenommen. Jin weiteren Verlaus hielt Graf Bernstorfs eine längere Rede, in der er den von Paul-Bimcour eingebrachten Entschließungscutwurf behandelte und die genaue Trennung zwischen den techn-jch-n Vorbereitungsarheitsn für die AbrüstunMonserenz und der Vrüfnna der Sicherhettsfrage verlangte. «Glichlich brachte Graf Bernstorfs eine Entschließung ein, m der unter Berufung aus eine Entschließung der vorjährigen Volk'. - bundversammlung in bezug auf ^^erufung einer Ab- rüktunaskonferenz gefordert wird, daß der Vor bereu-.il de MrAu^ die technischen Arbeiten derart beschleunigt, daß die Abrüstungstonscrenz noch vor der nächstjährigen Bölkerbundversammlung emberuscn werden ^°°'Der von Graf Bernstorff eingebracht«i Entschließungs- antraa wurde auf Vorschlag des Konqnisslonsprandenlen Benesch an einen l-lgliebrigen Unterausschuß nberwiejen, den auch Gräf Bernstorff angehört und der sich außerdem mit dem französischen unb dem holländischen LutschUe- •TasÄÄ&* «»w $ ™r ^ Debatte voräüfgegaugen, in bei zunächst ^vuso,. Hollc.i.o
Anzeigenpreis: §ür Behöröen, Genossenschaf
ten,Banken usw. beträgt öieKIemzeile 0.ZO Mk., für auswärtige Tluftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezelle 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen «Tag- und Plahvorschristen unverbindlich.
Jahrgang
kommenden Inst a n z e n bet eiligt gewesen seieni- Die Ansprache Hindenburgs habe, ehe sie gehalten wurde, den verantwortlichen Regierungsstellen, dem Reichs -- tangier und dem A u ß e « m i n i st e r, vorgelegen. Weder Marx noch Stresemann haben gegen sie Einwände erhoben. Halbamtlich wird weiter betont, daß die Ansprache nicht etwa den Auftakt zu einer Negierungsaktion in der Krèsgsfchuldfrage bilden sollte. Eine solche Aktion ist nicht beabsichtigt.
Widerhall in der deutschen Presse.
Von den rechtsstehenden Blättern sagt der Berliner L 0 k al a u z c i g c r, eine solche feierliche Erklärung aus Hindenburgs Munde, abgegeben im Namen der gefallenen und der noch lebenden Kameraden aus dem großen Weltkrieg, sei ein ungleich stärkeres Dokument als eine offizielle Note dieser oder jener Regierung, der ja bei uns zulande neuerdings leider stets ein mehr oder weniger einseitiger Parteistempel aufgedrückt ist, während der Reichspräsident jedem Parteistreit weit entrückt sei. — Die Tägliche Rundschau schreibt, man habe die Erklärung des Reichspräsidenten sehnsüchtig erwartet. Wie alle die Tausende deutscher Männer und Frauen, die Hindenburg am Sonntag zuhören durften, seine Worte als eine Befreiung empfanden, so würden sie von allen Guten und Rechtschaffenen int deutschen Volk, von allen, in deren Seelen die Schmach der Kriegsschuldlüge brennt, als eine Befreiung empfunden werden. — Die Kreuzzeitung glaubt, die lapidaren und kraftvollen Worte des deutschen Reichspräsidenten zur Kriegsschuldfrage und seine Zurückweisung der Kriegsschuldlüge hätten in allen deutschen Herzen ein lebhaftes Echo finden sollen. — Die Deutsche Tageszeitung bekundet, wie eine Erlösung von schwerem Drück hätten die breitesten Schichten des deutschen Volkes den feierlichen Widerruf der Kriegsschuldlüge durch den geliebten und verehrten Reichspräsidenten empfunden. Als Wahrzeichen stehen tiefe ehernen Worte, an denen es kein Deuteln mehr gebe, nun neben dem gewaltigen Tannenbergdenkmal.
Von links äußert die Montagsausgabe der V 0 s - fischen Zeitung, was Hindenburg gesagt habe, sei nur eine Wiederholung dessen. was deutsche Regierungen schon zweimal den ausländischen Regierungen zur Kenntnis ge- üxâ'LüLtzui.. MW Male. chabK. di.«. Michst-gwcung, sich eine diplomatische Schlappe zugezogen. Die Frage, wer den Reichspräsidenten, dessen guter Wille über jeden Zweifel erhaben ist, hier beraten habe, müsse beantwortet werden. Die Verantwortung trage die Reichsregierung. — Das Berliner Tageblatt sagt, wenn Hindenburg gemeint habe, das deutsche Volk sei schuldlos, so treffe das, von Ausnahmen abgesehen, in vottem Maße zu. Das Blatt führt dann einige der von ihm gemeinten Ausnahmen an und fährt fort, wenn man nicht nur jede Alleinschuld, nicht nur planvolle Kriegsvorbcrcitung. nicht nur die Gültigkeit der Versailler These bestreite, so finde man selbstverständlich besonders starken Beifall bei denjenigen — bei den Ausnahmen —, die sich in solchem Bade mit reinzuwaschcn gedächten, nachdem sie früher so sehr für das Stahlbad' des Krieges gewesen seien. — Der sozialdemokratische Vorwärts ist der Meinung, daß der Weltkrieg nicht von den damaligen Machthabern Deutschlands bewußt und absichtlich herbeigeführt worden sei, wisse heute alle Welt. Sie wisse aber auch, daß damals an allen Höfen und politischen Zentren Europas — von Wien angefangen — frivol und kopflos mit dem Schicksal der Völker gespielt wurde, bis man, wie Herr von Tirpitz sagte, in den Krieg „hineinschlidderte". Die Welt werde auf den Appell des Reichsoberhauptes mit einem Achselzucken antworten.
Das Nusland.
In England beschäftigen sich die Zeitungen ebenfalls stark mit der Hindenburg-Rede. Die Worte des Präsidenten könnten aufgefaßt werden auch als Antloort Deutschlands auf gewisse neuerliche Kundgebungen in Frankreich und Belgien und als Ergänzung zu Stresemanns Rede vor der Presse in Genf. Hindenburg sei einen Schritt weitergegangen als die bisherigen ionischen Redner die nur bestritten hätten, daß DeuEeäland „allein" für den Krieg verantwortlich gewesen sei. In Amerika sind sämtliche Berichte über die Rede Hindenburgs unparteiisch gehalten. Die Mehrzahl der Blätter betont jedoch, daß Hindenburgs Worte über die Kriegsschuld ganz in der Richtung einer Einigung des deutschen Volkes lägen, da in dieser Frage alle Deutschen einig seien.
bie Eriveiterung des polnischen Antrages durch den Zusatz beantragte, daß nicht nur der Angriffskrieg, sondern auch der sogenannte „legale Krieg" verurteilt werden soll. Der polnische Vertreter Sokal bat jedoch um unveränderte Annahme des polnischen Antrages und wurde dabei u. a. von den Vertretern Deutschlands, Frankreichs und Italiens unterstützt. Graf Bernstorff schlug die Annahme durch Akklamation vor, um die Tragweite der Erklärung nicht zu schmälern. Ein weiterer Abänderungsantrag von japanischer Seite bezweckte die Einschränkung der Verbindlichkeit der Erklärung lediglich auf die Mètglied- ftaaten des Völkerbundes, wurde aber schließlich mit der Bemerkung zurückgezogen, daß Japan die Erklärung nur in diesem engeren Sinne auffasse, worauf auch der Hol- ländische Abänderungsautrag zurückgezogen und der polnische Antrag, wie bereits gemeldet, durch Akklamation unverändert in der Form angenommen wurde, die bekanntlich die Juristen Deutschlands, Englands, Frankreichs und Polens in der ersten Woche der Völkerbund- versaunnlung ausgearbeitet hatten,
Preuhcn und das Neichsschulgesetz.
rrtb. Berlin, 20. Sept. Aus der Tagesordnung der heutigen Sitzung des Preußischen Kabinetts steht die Beratung des Necchsschulgesetzentwurfes und die Stellungsnahme des preußischen Kultusministeriums zu diesem Entwurf. Wie das ..Berliner Tageblatt" erfährt, vertritt der Kultusminister die Auffassung, daß der Reichsschulgesetzentwurf vcrsassungsän- dernd ist. In mehreren Blättern wird es als fraglich be-