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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal-Zulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1: Zernsprech-Rnschluß Nr. 989 NachSruck dec mit * versehenen Artikel nur mit Sluellenangabe .Zulüaer finzeiger"geftattet.

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Fulda, Montag, 3. Oktober

4. Jahrgang

Des Reichspräsidenten achtzigster Geburtstag

Hindenburg zu Ehren.

r Unser Leben währet siebenzig Jahre und wenn es hoch kommt, so sind es achtzig Jahre, und wenn es köstlich gewesen ist, so ist cs " Mühe und Arbeit gewesen.

Mühe und Arbeit mit diesem Worte des Psalmisten ist die Persönlichkeit des an die höchste Stelle des Deutschen Reiches gestellten Achtzigjährigen so treffend Müssen, daß ihm auch die tönendste Festansprache kanm ein besseres Lob bringen könnte. Mühe im Schlacht- gewitter, unverdrossene Arbeit im stillen Dienste des Merlandes, Mühe um das Wohl, um das Gemeinwohl in guten und bösen -Tagen der Heimat, Arbeit an Ver- Mtwortlichster Stelle auch jetzt noch im höchsten biblischen Alter zur Festigung, zur Wiederanfrichtung des Volkes, das ihn als Führer erwählt hat und dem er als leuchtendes Beispiel der Pflichterfüllung vorangcht. Deshalb die all­gemeine und aus dem Herzen kommende Teilnahme an diesem Ehrentage für den greisen Reichspräsidenten?

*

Es gibt wohl kaum einen Ort in deutschen Landen, too in diesen Tagen des Reichspräsidenten nicht gedacht wurde, wo nicht Gebet und Wünsche für ihn aus den Gemütern quellen. Ihren glänzendsten Ausdruck mußte natürlich die Freude am Sitze der Reichsregierung und des Gefeierten selbst finden, in Berlin, tvo die Reprä- icuianten der ausländischen Vertretungen und die Gratu­lanten inländischer Landesbehörden und Vereinigungen zuMmenwirkten,um ihrer Verehrring Ausdruck zu geben. Unabläffiß war gearbeitet worden, um das Präsidcnten- dalais außen und innen in einen Blumenschmuck zu hüllen, deriaum zu überbieten war. Das B r a n d e n bürget Tu,war mit dunklem Tannengrün geschmückt, das Wnz-rot-goldene Bänder und gelbe Blumenbüschel ^..Zahlreiche Geschäftshäuser leiten in ihren Wan- , fenstern Hindenbnrg-Büsten innerhalb reicher Dckoraiio- Mt aufgestellt, über den Gebäuden und in den Straßen WM ein Flaggenmeer. Den Auftakt bildete am Sonn­abend die

ileèmeichimg der Hindenburg-Spende.

Kurz nach 11 Uhr fuhren vom Kuratorium der Hin- I benburg - Spende Reichskanzler Dr. Marx, Reichs- I ubritsminister Brauns und Ministerialrat Karstedt I «in Reichspräsidenten vor, um ihm namens des Kura- I ^mms eine künstlerisch wertvolle Adresse zu. überreichen. I Reichspräsident dankte den Herren für die über- wlchung und nahm die Urkunde, die auf Pergament in i (Wetter und schwarzer Schrift gezeichnet ist, entgegen.

Das Dokument lag in einer grünen Ledermappc, die am M das Rcichswappen zeigt, rvährend in der Mitte die 'Wie zu lesen sind:Zum 2. Oktober 1927."

I . üN der Urkunde heißt es, das Reichskäbinett habe die I Miativc zur Hindenburg-Spende ergriffen in der Auf- I"'M daß das deutsche Volk es sich nicht nehmen lassen | dem Reichspräsidenten anläßlich seines Ehrentages I seine Anhänglichkeit und Verehrung zu bezeigen. I ^dererseits sei die Reichsregierung aber überzeugt ge-

im Sinne des Reichspräsidenten zu handeln, wenn Iboii kostspieligen allgemeinen Feiern Abstand nehme 1.7 den guten Wünschen zll dem Geburtstage eine Form I p die dem Ernst der Zeit und der Not unseres Volkes I ^"'g trage.

l 'Wm jetzt dem Reichspräsidenten die Verfügung F "ie zur Hindenburg-Spende eingegangenen und noch »^""eingehenden Beträge übergeben tvcrdc, so gebe »" Reichsregierung ihrer besonderen Frende Ausdruck,

dank der nahezu einmütigen Unterftütznng des ge-' deutschem Volkes gelungen sei, dem Wunsch des

Präsidenten entsprechend ihm die Möglichkeit 311

Marter als bisher in Ergänzung der amtlichen Für- "ot und Elend in den Kreisen der Kriegsbeschä- UM nnd Kriegshinterbliebenen zu liudern. So führte » lAkanzler Dr. Marx bei der überreichuttg der Ur- f " ans.

I ^üchsmrnister Dr. Brauns berichtete anschließend, I it^Mem Wunsche des Reichspräsidenten entsprechend, Ö.W 1500 in besonders dringender Notlage

Kriegsbeschädigte und Kriegshinterbliebene »tzZMw-lse ans Mitteln der Hindenburg-Spende mit von je 200 Mark, also im Gesamtbetrag- von bedacht worden sind.

String ichspräsidcnt erwiderte mit Worten

> ^nnkes für die Männer, die die Hindenburg- Leben gerufen und dllrchgeführt haben, und

I "/le, die durch ihre Gabe und Bcteilignug das erzielt haben, seiner besonderen

I eine wirkliche Geburtstagsfreudc, daß nun

I Reifen brreitstehen, dringende» Notstände» in den I "bziihJs I Kricgüöeschädigte» und Kriegshinterbliebenen I -^t Hj F"' und daß bereits jetzt in 1500 Fällen größter I M werden könnte.

I ,7'chskanrc» ^ erbat der Reichspräsident von dem I I bic 'wd dein Reichsarbeitsminister Vorschläge

I M dem u8 onb Zusanlmensetznng eines Beirats, I jMtl bet m?n er selbst über die Verwendung 'der I JC'N - "vürg-Spende im einzelnen Entscheidung

I et lobald die Sammlung abgeschlossen sein I M )me an, daß dies Anfang November geschehen

Das Geschenk der Reichsregierung.

Reichskanzler Dr. Marx und Reichsvizekanzler Dr. Hergt überreichten ebenfalls Sonnabend vormittag das Geschenk der Reichsregiernng. Das von der Staatlichen Porzellanmanufaktur in Berlin angefertigte Geburtstags­geschenk besteht aus einer für 36 Personen bestimmten Reuherstellling des Tafelservices, das erstmals vor 160 Jahren von der Manufaktur für feinen Gründer, Fried­rich den Großen, zu dessen persönlichem Gebrauch ausge- führt worden ist. Das Historische Service wurde erst jetzt wieder in seinem ganzen Umfange mit zahlreichen Tafel- leuchtern, Terrinen, Schüsseln, Tassen usw. angefertigt. Der Reichspräsident sprach mit Worten des herz­lichen Dankes seine Freude über die schöne Gabe aus und bat, seinen Dank auch den übrigen Mitgliedern der Reichs­regierung sowie der Staatlichen Porzellanmanufaktur, der Herstellerin des Kunstwerks, zu übermitteln.

Empfänge am Sonnabend.

Im Laufe des Tages erschienen neben den offiziellen Rcgierungspcrsönlichkeilen eine riesige Menge von Glück­wünschenden, darunter der Vizepräsident des Reichstages Geh. Rat Dr. R i c s s c r, das Präsidium des Deutschen Jagdschutz- Verbandes und Geheimrat Duisberg, der im Namen des Rcichsvcrbandes der Deutschen Judnstric Hindenburg die Schenkungsurkunde für das Stammgut der Familie des Reichspräsidenten, Neudeck, überreichte; ferner eine große Anzahl ehemaliger Generäle und höherer Offiziere des alten Heeres. Ein Strom von Depcschcnbotcn und Boten mit kost­baren Blumcnspcitden und Paketen ging ohne Aufhören burdj das Portal des Rcichspräsidcntenpalais, das von einer zahl­reichen Menge dicht umlagert war. Die von Städten, Ge­meinden, Korporationen und Vereinigungen, auch aus dem Auslande, Angegangenen Gratulationen lassen sich natür­lich im einzelnen nicht aufzählen, sic füllten große Zimmer­fluchten aus. Auf Beschluß des Staatsnlinisteriums in

B r a u n s ch w c i g ist eine Fürstenberger Pruukvasc als Geschenk des Landes Brauilschweig für den Reichspräsidenten zu seinem 80. Geburtstage übersandt worden. Das Land ReiuMräsideutcu. 311m Geburtstage i Geschenk, die in der Thüringischen

ThüriiMcu rnachtc Lcm ' eine kunstvolle Vase zum , , ,

Staatlichen Porzcllnumauusakiur augescrligt worden ist. Das b a vi s ch c Staatsministerium hat dem Reichspräsi- dcnteil einen silbernen Tafelaufsatz überreichen lassen, der die typischen Wahrzeichen von sieben badischen Städten trägt.

Die Nachfrage nach Fahnen- und Fahnentuch ist in den letzten Tagen in Berlin außerordentlich stark gewesen, so daß die Läger der Fahnenspczialgcschäftc vollständig ausvcrkauft waren. In einem Geschäft wurden insgesamt 15 000 Meter Fahnentuch neben zahlreichen fertigen Fahnen verkauft, rind zwar wurden schwarz-rot-goldene und schwarz - weiß - rote Fahnen gleichmäßig stark verlangt.

Kriegsisilnehmer und Vereine.

Gegen 1 Uhr begann die Anfahrt der Kriegsteilnehmer- organisationen. Das Präsidium des Stahlhelms kam zuerst unter Führung der Bultdesführer Scldtc, Oberstleutnant Tüstcrbcrg und General Czcttritz, die als Geschenk des Stahl­helms dem Reichspräsidenten eine Brvnzcstatuc überreichten, Die einen Krieger im Stahlhelm darstellt. Dann kam der Vorstand des Reichsbundcs Jüdischer Frontsoldaten unter Führung des Hauptmanns, a. D. Dr. Löwenstein, der Herrn V. Hindenburg einen silbernen Schild mit den Initialen des Bundes überreichte, ferner das Präsidium des Kyff­häuser - B u n d c s und das Präsidium des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold unter Führung des Obcrpräsiden- ten a. D. Hörsing.

In den Berliner Schulen hatten vielfach schon Freitag bei. Beginn der Ferien Feiern stattgefunden oder mittelten sich am Sonnabend ab. Gegen Abend fand im Marmorsaal des Zoo­logischen Gartens die Huldigung der Os fiz ier s v e r c i n e statt, zu welcher der Reichspräsident sich im Auto begab. Auf der Grunewaldrennbahn ivar großes Militärkonzert mit anschließendem grandiosen Feuerwerk. Im Potsdamer Stadion veranstalteten die Vaterländischen Verbände eine Huldigungsfeier.

Die Begnadigungen.

Der Reichspräsident hat anläßlich seines 80. Geburts- !ages ans Vorschlag des Reichsministers der Justiz in 75 Fällen Strafen, die von Gerichten des Reichs erkannt worden sind, im Gnadenwege erlassen oder gemildert. Er hat sich ferner entschlossen, seine sämtlichen Strafanträge wegen Beleidigung zurückzuziehen und bei den Länder- cegierilngcn die Begnadigung der wegen Beleidigung seiner Person bereits abgeurteilten Personen in Anregung zu bringen; die Ländcrrcgicrungen haben sich bereit er­klärt, dieser Anregung â» entsprechen.

Die Länder haben ihrerseits den 80. Geburtstag des Reichspräsidenten zum Anlaß genommen, in gleicher Weise für Strafen, die von ihren Gerichten erkannt wor­den sind, Einzelgnadenerweise in größerer Anzahl zu be­willigen oder in Aussicht zu nehmen.

Die bayerische Begnadigung ist ziemlich um­fangreich und umfaßt 2 0 0 Personen. Darunter be­findet sich Professor Georg Fuchs, der in einem Landes­verratsprozeß Fuchs-Machaus im Jahre 1923 zu zwölf Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist.

Das sächsische Ministerium hatte ni Aussicht ge- nommen, über den gewöhnlicher: Rahmen hinausgehende Einzelbegnadigungen auszusprechen. Es werden dabei in erster Linie Straftaten in Betracht gezogen, die tm po­litischen Kampf, aus Not oder aus wirtschaftlicher Be­drängnis begangen sind. , o _ ., .

Anlaß des 80. Geburtstages des Reichspräsi­denten sind in W ü rttcmbcr g 67 Strafgefangene enb lassen und 229 weitere Verurteilte mit einem Gnaden- erweis bedacht worden. . . '.

Tire; b r a u n s ch w e i g i s ch e Etaatsministermm

hat in etwa 60 Fällen Einzelbegnadigungen ausgè? sprochen.

In Baden sind zahlreiche Einzelbegnadigungew ausgesprochen worden. Auch zwölf in Bruchsal inhaf­tierten, seinerzeit vom Staatsgerichtshof zum Schutze der Republik verurteilten Gefangenen wurden Gnadencrweise zuteil.

Der Hauptfesttag.

Das in reichem Festschmuck prangende Berlin bot ane Sonntag das Bild eines geradezu außergewöhnlichen Er­eignisses. Die wehenden Fahnen, die Dekorationen aw Gebäuden und in den Schaufenstern sahen auf ein be­wegtes Leben in den Straßen. Zahllose mit Blumen ge­schmückte Autos, die fast einen Korso zur Begrüßung des Reichspräsidenten bildeten, kreuzten durch die Menge, unter der sich ungezählte zur Teilnahme an der Feier nach Berlin gekommene Fremde befanden. Vereinigungen und Korporationen zogen, teilweise in Uniform, mit Ehren­zeichen und Bannern auf zur Spalierbildung an der Straße, die Hindenburg nachmittags zur Fahrt ins Stadion benutzen sollte.

Der Vorabend hatte die Erinnerungsveranstaltung inr Zoologischen Garten gebracht. Es beteiligten sich daran der Deutsche Offiziersbund, der Nationalverband deutscher Offi­ziere, der Marincosfiziersverband und der Reichsoffiziers-- bund. 1800 Offiziere mit ihren Damen nahmen teil. Als der Reichspräsident in der Generalfeldmarschallsunisorm mit Mütze im Kraftwagen nahte, erklangen tausendstimmige Hocb- unb Hurrarufe. Unter den Anwesenden sah man viele alte Heerführer, so Generalfeldmarfchall v. Mackensen, die Generalobersten v. Linsingen und von Gallwitz, ferner die Generäle v. Mudra, v. Strantz, V. Hutter, Graf Bothmer, v. Lochow und v. Steuben. Im Verlaufe des Abends beglückwünschte Generalfeldmarschall b. Mackensen den Reichspräsidenten und brachte ein Hoch auf ibn aus, in das die Festteilnchmer begeistert einstimmten. Reichspräsident von Hindenburg dankte herzlich für die Glückwünsche. Nach eineinbalbstündigem Aufenthalt begab sich ver Reichspräsident zum Zapseustreich nach seinem Palais. Riesige Menschenmasien versammelten sich zu dem Kouzert auf der Grunewaldrennbahn mit dem anschließenden Feuer­werk.

Der Zapfenstreich.

Nach Eintritt der Dunkelheit hatten sich in der Wil­helmstraße vor dem Reichspräsidentenpalais und in der weiteren Umgebung Hunderttaufende von Menschen an- gesammelt, die Zeugen des angekündigten Zapfenstreichs fein wollten. Ein großes Polizeiaufgebot sorgte für Auf­rechterhaltung der Ordnung. Gegen 9 Uhr begann die Auffahrt der geladenen Gäste, die Reichsminister mit ihren Damen, die Spitzen der Marine und der Reichs­wehr, die Generalität. Einige Minuten vor 9 Uhr kün­digten Hochrufe von den Linden her das Herannahen des Reichspräsidenten, der von der Veranstaltung der

Hindenburgs Familie.

Frau von Hindenburg, die Schwiegertochter des Reichs- präsidenten, mit ihren Kindern und dem Söhnchen der Tochter des Reichspräsidenten.

Offiziersvorbäude zurückkehrte, an. Er fuhr vor dem Palais vor und winkte beim Eintritt der Menge freund­lich zu. In seiner Begleitung befanden sich zahlreiche alte Offiziere. Die geladenen Gäste hatten sich mittlerweile in den Oberstock des Palastes begeben. Kurz nach 9 Uhr marschierte, die Wgchtruppc mit Spielleuten und Fackel­trägern an. Ihr folgte die Fahnènkompagnie mit den Fahnen der drei Hindenburg-Regimenter, des Infanterie­regiments Gencralfcldmarschall von Hindenburg 2. Ma­surisches Nr. 147, des 3. Gardcrcgimeuts zu Fuß und des Oldenburgischen Infanterieregiments Nr. 91. Besonders bemerkt wurde eine Fahnenstange des 3. Garderegiments» die ihr Tuch im Kampf verloren hatte. Dann folgten die zehn Musikkorps unter Leitung des Armccmusik- inspizieutcu Haüenbergcr, die mit dem Uorkschcn Marsch angerückt waren und im Vorhof des Palais Aufstellung nahmen.

Der Reichspräsident betrat den blumcngcschmückten Balkon und grüßte herab. Die Musik spielte den Marsch Deutscher Trcuschwur", dann u. n. den Torgauer und den Hohenfriedbcrgcr Marsch.x Anschließend ertönte der Große Zapfenstreich. Als die MusikIch bete an die Macht der Liebe" intonierte, entblößten ave Zuhörer die Häupter. Dann spielte die Musik die erste Strophe des Deutschlandliedes, die die gesamte Menge wieder­um entblößten Hauptes mitsan?.