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kulöaer Anzeiger
âlüt seSen Werktag. Bezugspreis: monat-
Mark. Bei Lieferungsbehmöerungen öurch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, ^sperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Sprüche. Verlag Zneörich Ehrenklau, §ulüa, taied des Vereins Deutscher Zeitüngsver- ^ Postscheckkonto: Zrankfuet a. M. fit. 16009
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z Krise M Brarrnkshsenbergbau.
M der beginnenden Woche ist der Streik der mittel« ihm Braunkohlenbergleute in voller Wirkung zum è!ch gekommen. Sonntag fanden noch im Streik- «M Versammlungen der Arbeiter statt. Sie waren i*eg stark besucht, vielfach überfüllt. Die in allen .x^Atzlungen beschlossene Arbeitsniederlegung ist über« Erfolgt. Zn Zwischenfällen ist es nirgends gekommen, ân Meldungen aus den einzelnen Revieren bestätigt 'sich, daß der Streik ziemlich geschlossen durchgeführt ith. Die Durchschnittsbeteiligung wird auf 80 bis AMU geschätzt. Aus manchen Gruben, namentlich M-Altenburger Revier, haben die Belegschaften die Sd^nniagen naße^u vollzählig verlassen. Auf der nie Golpa, die das Zschornewitzer Kraftwerk versorgt, tifen von 1000 Mann etwa 900. Die Notstandsarbeiten Iven durchgeführt.
Die Streikbewegung hat auch auf die Braunkohlen- äben der Ober- und Niederlausitz übergegriffen. Auf ^ebenen Gruben sind die Bergarbeiter nicht zur Hit erschienen. Von der Gesamtbelegschaft in Stärke oinb 26 000 Mann stehen auf einzelnen Gruben 30 bis Prozent im Streik.
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Zollte der Streikparole im Laufe der Woche allgemein ehe geleistet werden, so würden auch die Grosskraftwerke »die übrigen Industrien stark in Mitleidenschaft ge- M werden, da es unmöglich erscheint, die Großbetriebe technischer Nothilfe unb den in Mitteldeutschland nicht Mchen Arbeiterreserven in Gang zu halten, zumal das 'M »werk große Arbeitermassen an sich gezogen hat.
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Die Forderungen der Streikenden.
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rät längeren Wochen wurden Schlichtungsverhand- V geführt, die aber kein Resultat ergaben. Die * des Abbruchs ist darin zu sehen, daß die Gewerk- Mm erklärten, sie hätten an einem Schiedsspruch, der , ^Wünschen nicht voll gerecht werde, kein Interesse. ' °! reWllung der Arbeiterivüiksche erklärte das Reichs- ' für unmöglich, weit dies eine Kohieu- »«rhöhung unbedingt zur Folge haben würde. Die WkWen der Arbeiter gehen dahin, de» Schichtlohn M Mark um 80 Pfennige zu erhöhen, also um Rezent. Die Arbeitgeber erkennen die Notwendigkeit Lohnerhöhung an, erklären aber, bei der jetzigen der Bergindustrie von sich aus dazu nicht imstande ■ Km.
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s^lsach wird darauf hingewiesen, die Spanne Wien Erzeugerpreis und Verkaufspreis an den Ver- «fcr sei zu hoch. Während der Abgabepreis an den 1 1â Mark pro Zentner betrüge, werde z. B. der Braunkohle an den Konsumenten für 1,80 Mark Ob durch eine etwaige Ermäßigung dieser âu^dre Forderungen der Bergleute zu erfüllen wären, . i'-ch zurzeit nicht übersehen. Eine Erhöhung des ■steifes beim letzten Verkauf erklärt der Reichs- "Wâminifter für nicht angängig.
1 6OOOO Ausständige.
j Seunatoerfe haben der Belegschaft eine Lohn- w der gewünschten Höhe gewährt. Die Beteiligung Lu Mitteldeutschland ist außerordentlich stark.
- ^^^Eungen, die bis Montag mittag getroffen sind auf den Gruben des Geiseltales 90 Pro- »Z â^gschasten in den Streik getreten, ebenso die M r Ä des Oberröblinger Reviers. Die Beteiligung W^^deitsniederlegung ist insofern bemerkenswert, beiden Revieren die sogen, wirtschaftsfried- s>»1^ande ziemlich stark vertreten sind. Es haben die wirtschaftsfriedlichen Verbandsmitglieder Streik beteiligt. Im Helmstedter Revier ist ^'ederlegung vollständig, ebenso im Magde- MI.^vler und in der Egelner Mulde. Von den M^uingen wird die Meinung vertreten, daß Diens- Arbeitsruhe im gesamten mitteldeutschen ■ râbau gerechnet werden muß. Man rechnet ■ ^Meinen mit einer Gesamtstreikzahl von 50= bis I.Streik hat auch im Bitterfelder Braun- I in vollem Umfange eingesetzt. Hinter den |it!p stehen der Allgemeine Bergarbeiterverband, christlicher Bergarbeiter, der Gewerk- I^â?I"brik- und Handarbeiter, der Verband der Metallarbeiter, der Zentralverband der Ma- . «io Heizer und der Fabrikarbeiterverband, deren M dem Streikbeschluß zustimmten.
^ Die Stellung der Regierung.
!%h iih^^ wartet zunächst genaue Nach- i^'ietftrp^ Ausdehnung des mitteldeutschen Berg- We Er ist dann bereit, neue Einigungs- i ^lfc^ Die Lösung des Konflikts dürste 'ielbeut^^ schwierig sein, weil die Verhältnisse im i Braunkohlenbergbau sehr verschieden sind. Tiefbau und solche mit Tagesbau. Jn- Arend "uch die Gestehungskosten ganz verschieden. °" arbeit "? Werke mit guten wirtschaftlichen Ergeb- gibt es eine ganze Anzahl anderer, die Äit^ haben. Das Reichswirtschafts- Mt, jkj "uch die Frage der Preisspanne eingehend Anette W dem Ergebnis gekommen, daß von ejie T k ^ Lösung nicht möglich ist.
Mübx/ch^lsche Nothilfe wird, da sich der Arbeit preußische Provinzen erstreckt, nach den Scheil w,, ^ nur mit Genehmigung des
MM . "Ken nur mit Genehmig '"steriums des Innern eingesetzt.
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulüa- und Haunetal »ßulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ §ernsprech-Rnschluß Nr. 98-
Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit Quellenangabe.Zuldaer flnzeiger^gestattet.
Fulda, Dienstag, 18 Oktober
Entschließung der Ruhrbergleute.
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In zahlreichen vom Deutschen Bergarbeiterverband berufenen Revierkonferenzen im Ruhrgebiet nahmen Bergarbeiter zu der Lage im Ruhrbergbau Stellung, wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt, daß die geltende Lohnordnung bis Ende April nächsten Jahres läuft. Sollten die Arbeitgeber die Notwendigkeit einer zwischen- tariflichen Lohnerhöhung nicht anerkennen, so müsse die nächste Möglichkeit zur Vertragslösung ins Auge gefaßt und mit verstärktem Nachdruck erneut die Forderung nach Lohnerhöhung erhoben werden. — Es heißt, auch die Metallarbeiterverbände der nordwestlichen Gruppe, die die Betriebe von Hamm bis Düsseldorf umfaßt, wollten am 15. November die Lohntarife kündigen.
Eisleben
Halle
Erfurt
Weimar
Das Streikgebiet.
Frankennausen
Zum Streik im mittel deutschen ßreunkohlenrevier.
:^« Braunkohle
---- WichtigsteEisenbahiit» [
. _ Lutten- ^Weissenfels Kösen Haämburti.
Camburg
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Borna
Die Meuiung der Braunkohle.
Deutschland ist ein Laird, das verhältnismäßig arm ist an Rohstoff. Der Versailler Vertrag tat noch ein übriges und nahm uns in Oberschlesien und im Elsaß einen großen Teil dieses geringen Besitzes. Was uns blieb, war Kali, Steinkohle, .namentlich die Braunkohle, überall erheben sich in Mitteldeutschland die Elektrizitäts-, die Stickstoff- und sonstigen Werke, die ihren Brennstoffbedarf aus unmittelbarer Nähe decken können. Ständig wuchs die Bedeutung der Braunkohle nicht bloß als Heizmittel, sondern sie wurde „veredelt", und gerade die Braunkohle ist es, die eine entscheidende Rolle in dem Kohleverflüssigungsverfahren spielen wird. Dort wird aus dem Rohprodukt, das die Kohle bisher geblieben ist, ein hochwertiges Fertigerzeugnis, das. unserer Gesamtkohlenwirtschaft vielleicht eine ganz andere Richtung zu geben vermag.
Ein kleiner Hinweis mag illustrieren, welch gewaltigen Aufschwung die Braunkohlenförderung im Deutschen Reiche genommen hat. Sie betrug im Jahre 1893 nur etwa 21 Millionen Tonnen; bis zum Jahre 1926 ist sie in ununterbrochenem Aufstieg bis zu einer Förderung von rund 140 Millionen Tonnen emporgetrieben worden. Verhältnismäßig noch stärker ist dabei die Steigerung der Brikettherstellüng; sie hat sich seit dem Jahre 1897 sogar verdreifacht. Trotzdem wird durch diese Förderung immer noch nicht der deutsche Binnenbedarf selbst gedeckt, denn es wurden 1925 immer noch 2,5 Millionen Tonnen aus dem Ausland — in der Hauptsache aus der Tschechoslowakei — nach Deutschland eingeführt, während unsererseits nur 1,3 Millionen Tonnen, allerdings Braunkohlenbriketts, ausgeführt werden konnten. Nicht vergessen werden darf dabei übrigens, daß das Deutsche Reich auch verpflichtet ist, eine gewaltige Menge von Braunkohlenbriketts auf Grund des Versailler Vertrages zu exportieren; so wurden 1926 über 500 000 Tonnen dieses Heizstoffes über Reparationskonto geliefert.
Die Braunkohlenittdustrie, die sich 1925 ebenso wie die der Steinkohle in einer Absatzkrise befand, hat unter dem Einfluß des englischen Bergarbeiterstreiks zwar keine Erhöhung der Förderung erfahren, wohl aber war es ihr möglich, die Brikettstapel, die namentlich in Mitteldeutschland einen großen Umfang angenommen hatten, abzustoßen. Freilich ist es bisher nicht bei allen Zechen gelungen, die große Rationalisierungsbewegung, die-durch den deutschen Bergbau geht, auch auf alle Braunkohlenzechen auszudehnen, so daß mancher Betrieb nur noch künstlich erhalten wird. Immerhin ha sich die Braunkohle vor allem in der Nachkriegszeit eine so überaus wichtige Stellung im deutschen Wirtschaftsleben errungen, daß die Folgen eines längeren Streiks sehr schwerwiegende sein müssen. Hierbei spielt die immer schneller vor sich gehende Umstellung auf elektrischem Gebiet eine besonders wichtige Rolle, und da sich die Elektrizitätsversorgung immer stärker in Großbetrieben zusammengeballt hat, können die Folgen zu einer weitgehenden Störung des gesamten Wirtschaftslebens führen. Es ist darum zu verstehen, daß sich der Reichstag, der ja jetzt zusammentritt, sehr eingehend mit diesem Kampf in der Brennkohlenindustrie beschäftigen wird und beschäftigen muß, um einen Mittel- w e g zu finden, der zu einer Abwendung dieser schweren Folgen führt. Die Lage ist insofern eine eigentümliche, als nicht etwa nur seitens der Arbeitnehmer, sondern auch seitens der Arbeitgeber die Notwendigkeit einer Erhöhung der Schichtlöhne anerkannt wird; nur geht der Streit darum, wer die Ko st e n ein e r s 0 l ch en Lo hn - erhöhung tragen soll, ob der Handel oder die Erzeuger, d. h. letzten Endes der V e r brand) er. Gerade wes aber soll vermieden werden, weil schon so mancher Anreiz zu allgemeinen Preissteigerungen vorliegt und hier
Tlnzeigenpreis: §üe Behörden, Genossenschaften,Banken usw.beträgt die Kleinzeile 0.30 Mk., für auswärtige Rustraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile O.?O Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen ❖ Tag- und Platzvorschristen unverbindlich.
4. Jahrgang
Kleine Zeitung für eilige Leser.
* Die Bayerische Volkspartei erwägt infolge der MeinungS- Verschiedenheiten wegen des Finanzausgleichs ihren Austritt aus der ledigen Regierungskoalition im Reich..
* Der große Streik der Braunkohlenarbeiter in Mitteldeutschland ist zum Ausbruch gekommen; es beteiligen sich 60 000 Bergleute daran. n
* Das deutsche Ozeanflugzeug „D. 1220" ist in Vigo (Nord- spanien) gelandet.
* Bei den Gemeindewahlen in Prag errangen die deutschen Parteien einen Zuwachs von etwa 5000 Stimmen.
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nicht eine neue Veranlassung zu solchen gegeben werden soll. Gerade aber angesichts des bevorstehenden Winters mit seinem gesteigerten Brennstoffverbrauch wird auch die klein ste Haushaltung durch die Entscheidung über den künftigen Braunkohlenpreis unmittelbar berührt.
DerSolksentscheidwerdieMfienabfiM
Sitzung des Wahlprüfungsgerichts.
Das Wahlprüfungsgericht beim Reichstag setzte die Prüfung des Abstimmungsergebnisses beim Volksentscheid vom 20. Juni 1926 betreffend Enteignung der Fürstenvermögen fort. Die verschiedenen amtlichen Stellen haben inzwischen die mannigfachen Beschwerden über 'Wahl- beeinflussung nachgeprüft. Aus ihrem Bericht ergibt sich, daß die Beschwerden meist linksgerichteter Blätter im allgemeinen nicht weiter verfolgt werden könnten, weil sie zu allgemein gehalten waren und keine näheren Angaben enthielten. In einer Reihe von Beschwerden haben die vorgesetzten Dienststellen Beamte — namentlich Amisvorsteher —, denen Beeinflussung des Abstimmungsergeb. nisses vorgeworfen wurde, disziplinarisch bestraft. In anderen Fällen schweben die Ermittelungen heute noch. Nach der Entgegennahme dieses Berichtes zog sich das. Wahlprüfungsgericht zur Beratung zurück.
Baysrns llnzufriedenheii.
Möglichkeiten einer Reichsregierungskrise.
Bei einer Sitzung der Landesparteileitung der Bayerischen Volks Partei wurde die Frage erörtert, ob für den Fall, daß den bayerischen Anträgen zur Abänderung des Finanzausgleichs im Zusammenhang mit der Besoldungserhöhunss von den übrige« Regierungsparteien im Reichstag mcht in befriedigender Weise Rechnung getragen werde, die Bayerische VolkS- Partei aus der Reichsregierung austreten müsse. *
Und das offizielle Parteiorgan, die Bayerische Volkspartei-Korrespondenz, bedauert zwar die geschehene schwere Indiskretion, sagt aber weiter, es könne nicht verschwiegen werden, daß der Beschluß des Reichskabinetts, trotz der Beschlüsse des Reichsrats aus dem ursprünglichen Standpunkt des Reichsfinanzministeriums zu beharren, für Bayern und für die Bayerische Volkspartei eine sehr
e r n st e Lage geschaffen hat, die, wenn kein befriedigen- g gefunden wird, möglicherweife Folgen für die Regierungsverhältnisse im Reich
der Auswe ganzen
haben könnte.
Ferner schreibt der dem bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Held nahestehende Regensburger Anzeiger: Es liege auf der Hand, daß das Verhalten des Reichskabinetts gegenüber den Reichsratsbeschlüssen die Frage nahelegen müsse, ob die Mitwirkung der Bayerischen Volkspartei an einer Reichsregierung weiterhin einen Sinn habe, die in einer so wichtigen Frage so wenig Verständnis für die bedrängte Lage der Länder aufbringe.
Frankreich und Neutschland.
Poincarö, Caillaux und Basch.
Bei der Einweihung eines Gefallenendenkmals i« Bar-lc-Dnc hielt der französische Ministerpräsident P 0 i n- c a r é eine Rede, in der er wieder die Friedfertigkeit Frankreichs rühmte. Unsere Landsleute, so sagte er, wünschen, daß der Status Europas, so, wie ihn unsere Toten vorbereitet haben, ausgebaut wird und daß man sich klarmacht, daß der kleinste Funke, den man auf einen Punkt des Kontinents wirft, einen allgemeinen Brand entfachen kann, durch den sämtliche Verträge vernichtet werden würden. Gleichsam, als ob Deutschland noch keine Reparationen geleistet hätte, sprach PoincarS den Wunsch aus, daß die durch den Krieg verursachten Schäden in den Kampfgebieten endgültig wieder gutgemacht werben und daß Frankreich nicht länger die Lasten für diese Wiederherstellung zu tragen hat.
Im Gegensatz zu diesen Ausführungen wandte sich der bekannte linksstehende französische Politiker Cail- lanx gegen die Stimmen, die dauernd davon sprechen, daß eine Versöhnung mit Deutschland unmöglich sei. Ein Volk müsse rechtzeitig Opfer an seinem Prestige zu bringen wissen, denn die Geschichte lehre, daß ein Volk nur dann endgültig siegen könne, wenn es seinen Sieg selbst besiegt habe.
In denselben Gedanken wandeln Ausführungen, die Professor Basch, der Vorsitzende der Liga für Menschenrechte, in Paris in einer linksstehenden Zeitung niedergelegt hat. Er verlangt daß Frankreich sich in Erinnerung an die Niederlage von 1870 in die Seele Deutschlands versetze, das durch die Feste verletzt werden müsse, die Frankreich in Erinnerung an seine Siege begehe. Man müsse begreifen, daß die Aufrechterhaltung der Rheinlandbcsctzung Deutschland unerträglich erscheine, und daß es recht habe mit der Behauptung, daß keine tatsächliche Wiederversöhnung zwischen ihm und den Alliierten möglich sein könne, solange noch 60 000 fremde Soldaten sein Gebiet besetzt halten.