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Zul-aer Anzeiger

^eint jeden Werktag. Bezugspreis: monat- M 3 Mark. Vel Äeferungsbehmüerungen Surch fixere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Zahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Mspruche. Verlag Zneürich Ehrenklau, Zulöa, Mitglied des Vereins Deutscher Zeitungsver- dgec. Postscheckkonto: Frankfurt a. HL Hr. 16009 in>, im

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal >Zulöaer Kreisblatt

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Fulda, Samstag, 12. November

4. Jahrgang

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Melne Zeitung für eMge £eféf.

«Die vierte Haupttagung des Preußischen Landgemeinde begann mit bemerkenswerten Darlegungen des Reichs- Ministers Dr. Köhler über Vereinheitlichung und erreform.

-Rach einer halbamtlichen Veröffentlichung soll kein Reichs- Missar für Ostpreußen eingesetzt, sondern eine besondere -Areußenvertretung im preußischen Ministerium geschaffen "bcn.

s Der Verwaltungsrat der Reichspost beschäftigte sich mit in Frage einer Verbesserung der Landbestellung.

# Der Faschistische Großrat in Italien faßte einen Beschluß Al Abschaffung des Parlanrents und seine Ersetzung durch (hielt Rat der Vierhundert.

Bessere Briefbestellungen auf dem Lande

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schneidige Gilbert. Die Gemeinden in Not. chmende Arbeitslosigkeit. Englische Schleuder- konkurrenz.

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Herr Parker Gilbert kann mit sich und m i t uns zufrieden sein. Mit sich, denn wieder einmal spricht ganze Welt von diesem jungen Amerikaner, der die dreißig kaum überschritten hat, und stellt ihm das Zeugnis », daß er mit seinem Vorstoß gegen die deutsche smnzpolitik sich des hohen Vertrauens, das unsere ffiubtßer auf ihn gesetzt haben, würdig gezeigt habe. N uns, denn seine Kritik ist von der deutschen Ofsent- 0, von wenigen Ausnahmen abgesehen, mit allen »Wichen größten' Respekts ausgenommen worden, ja Wer und da ist sogar das Bedauern darüber aufgetaucht, nicht e r die deutschen Finanzen zu betreuen habe und Reichsfinanzminister Köhler von den Amerikanern lin irgendeinen ihrer Regierungs- oder Verwaltungs-

Ben im Umtausch ausgenommen werde.

Aber damit nicht genug: schon häufen sich aus den Medensten Gegenden des Reiches die Meldungen, daß p ernsten Mahnungen des Reparationsagenten auf

Kibaren Boden fielen. So, um nur einiges gu er- wtL ,haf die Stadt Solingen in dieser Woche . - «^ städtischen Sauarbeiten, so je in e» sich

«licht tim unbedingt notwendige Werke handelt, stillzu- tegen, da sie die erforderlichen Gelder nicht auf dem An- Rhewege zu beschaffen vermag und laufende Mittel für dir Fortfiihrmrg der Bauten nicht zur Verfügung gestellt Verden können. Ebenso ist man sich in W e i m a r darüber Wsiitz geworden, eine Reihe von Ballvorhaben, dar- mier den Neubau der Stadthalle,vorläufig" zurückzu- Men, weil die Aufnahme einer Anleihe für diesen Zweck nicht in der gewünschten Höhe zu ermöglichen war.

Und noch einschneidender scheinen sich die Dinge i n ds r R e i ch s h a u p t st a d t gestalten zu wollen. Hier Ot man sich bekanntlich nicht gern mit Kleinigkeiten ab. «ne Ausländsanleihe von 120 Millionen Mark glaubte >M bereits fix und fertig in der Tasche zu haben, für produktive Zwecke selbstverständlich, und schon zeichnete ch am Horizont ein Bedarf für weitere Pläne, und «ünsche ab, die gleichfalls nicht unter 120 Millionen Mk zu befriedigen sein würden. Insbesondere sollten Mr die Errichtung städtischer Wohnungen Verwendung wot, nachdem alle von verschiedenen Privatunter- Mèrn eingereichten Bauprojekte von der Stadtverord- Aendersammlung nach monatelanger Verschleppung Neßlich zu Fall gebracht worden waren. Aber nun ist Erlich guter Rat teuer, seitdem Herr Gilbert mit â»m wer bitterbösen Kritik über unsere uferlose Ausgaben- P^aft auf den Plan getreten ist. Er hat zwar seine Wfiirfc nahezu gleichmäßig ebensosehr an die Adresse Reiches und der Länder wie an diejenige der Kom- -nen gerichtet, aber die Gemeinden werden von ihnen, A die Erfahrung zeigt, am unmittelbarsten betroffen 7 müssen sich den Schmalhansrezepten, nach denen Mértan leben sollen, zu allererst unterwerfen. Das wird Erlich nicht ohne heftige Zuckungen abgehen, ''die Arbeitslosigkeit, deren wir in diesen: ?n«ner doch schon einigermaßen Herr geworden waren, Md int kommenden Winter gewiß über das durch den Anschluß bedingte Maß hinaus wieder erheblich zu- ?7nl und damit natürlich auch die hohen Geldänf- Äungen, die wir, wahrscheinlich abermals zum Ärger ; >ru Parker Gilbert, für diese Zwecke demnächst < 7 zur Verfügung stellen müssen. Aber was hilft s, Letzten beißen die Hunde, sagt ein bekanntes Sprlch- M und in der Reihe der unseren auswärtigen Glaub^ sui hastenden Körperschaften stehen nun einmal Reich â Lander vor den Städten und Gemeinden. Also c>.M sie schon allen anderen deutschen Schuldnern mit m Beispiel vorangehen.

Modernisierung der Landpostdeffellung.

Die finanzielle Lage der Deutschen Reichspost.

In der Arbeitsausschußsitzung des Verwaltungsrates der Deutschen Reichspost gab der Reichspostminister einen Überblick über die gegenwärtige Lage der Postfinanzen. Danach hat die Erhöhung der Postgebühren in den Mo­naten August, September und Oktober genau die Mehr­einnahme gebracht, die von der Reichspostverwaltung berechnet war. Ein ungünstiger Einfluß der Tarif­erhöhung der Reichspost auf die allgemeine Preisbildung ist nach der Entwicklung der Wirtschaftszisfern erfreulicher­weise nicht gegeben. Die Mehreinnahme, di§ sich aus der ; seit 1. August durchgesührten Gebührenerhöhung und aus ; der Verkehrssteigerung ergibt, ist für das laufende Rech- i nungsjahr auf Grund der bisherigen tatsächlichen Ergeb- i Nisse mit etwa 186 Millionen zu veranschlagen. Dieser : Mehreinnahme steht im Verhältnis zum ordentlichen Vor- - anschlag ein Mehraufwand gegenüber, der veran- ; laßt ist durch die bevorstehende Besoldungs- i erhöhung, durch die seit 1. April bereits laufenden Erhöhungen der Wohnungsgelder der Beamten und ter ; Tariflöhne der Arbeiter, durch die vorgesehenen Betriebs­verbesserungen und durch lausende Ausgaben, die ihrer Natur nach nicht auf Anleihe genommen werden können. Dieser Mehraufwand beträgt 302 Millionen. -Die veran­schlagten Zahlen stimmen im wesentlichen mit denjenigen ? überein, die von dem Neichspostministerium bei den Ver- Handlungen über die Tariferhöhung zugrunde gelegt worden sind. Das Gleichgewicht zwischen Einnahmen und t Ausgaben wird in der Weise hergestellt werden, daß Ein-T» richtungen, die für das laufestde Jahr vorgesehen waren, soweit als möglich auf später zurückgesiellt und die Be­triebskosten auf das geringstmögliche Maß beschränkt werden. Ditz im Gange befindlichen Reformen des Verkehrs, vor allem im Zustell-, Schalter- und Fern- i sprechdienst, werden hierdurch nicht beeinträchtigt werden. i ' Sie werden gleichmäßig für das ganze Rtzichspostgebiet ohne Bevorzugung einzelne: Teile nach Maßgabe .be* !

Berkehrsbedürfnisso durchgeführt. Daneben ist vorgesehen, daß 174 Millionen Anlaaeansaaben a"s Anleihen be­stritten. werden. Die Frage, wie die Aufnahme der An­leihe bewirkt werden wird, ist bei der gegenwärtigen Lage des Kapitalmarktes noch nicht entschieden.

Weiter beschäftigte sich der Vermal' ungsrat mit dem schon seit längerem erwogenen Plan der Moderni­sierung des ländlichen Bestelldienstes. Bisher ist allgemein die einmalige Zustellung auf dem Lande üblich, wobei die Post in die kleinen und kleinsten Orte durch Briefträger gebracht und durch Agentnen bestellt wird. Diese Agenturen, meist geleitet tmn ei n seßhaften Gewerbetreibenden, haben ihre eigene Kmse und rechnen monatlich ab. Künftig soll das ganze R ich durch rund 3000 Kraftfahrlinien versorgt werden. Als Gefährt ist ein vierräderiges kleines Auto in Aussicht genommen, von dem man eine Tagesleistung, von 100 bis 140 Kilometern verlangen wird. Puch für den Paketdienst, der augenblicklich sehr im argen liegt,

ergeben sich ganz neue Möglichkci daß der Briefträger die Menge

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Vielleicht tröstet es sie in etwas wenigstens, daß v cr englische Premierminister in einer öffentlichen Wirtschaftslage des Reiches alsnicht ganz in tt n g s l 0 s" bezeichnet hat. Ein Wort, das in m .Runde schon allerhand bedeuten will, selbst wenn i,^Nehmen sollte, daß dabei möglicherweise auch ° Ätsche Rücksichten dieser oder jener Art eine Rolle ".haben. Tatsache ist es jedenfalls, daß man m M . letzt immer noch über eine Million Arbeitslose 11% daß die Lage der britischen Industrie im großen M ^"!en sehr unbefriedigend ist; daß der Bergbau, ^itihriJ ^chleuderkonkurrenz, mit der er die während des , n Streiks verlorengegangenen Absatzgebiete ^'denwinnen sucht, sich in keineswegs be= reitet Verfassung befindet. Namentlich aber be­icht Ausblick in die Zukunft den Engländern fort- "K vtö^en Sorgen. Eben hat man ausgerechnet, 1 den europäischen Mächten im Jahre 1914 f ü r

m i l i t ä r i s ch e R ü st u tt g e tt im ganzen 12,8 Mtlltarvèn ausgegeben wurden und daß davon auf England 17 Prozent entfielen, während dieser britische Anteil heute auf 25 Prozent gestiegen ist und das angesichts der von Llohd George kürzlich mit großem Nachdruck festgestellten Tatsache, daß heute den 200000 Soldaten der im Weltkrieg unterlegenen Mächte eine Gesamtarmee von nicht weniger als zehn Millionen auf der Gegenseite, das heißt also im Lager der Siegerstaaten, gegenübersteht. Und da man sich allenthalben ja wohl darüber einig ist, daß von Ab­rüstungen in den nächsten Jahren gewiß unentwegt weiter geredet werden, ohne daß aber das Deutschland gegebene feierliche Versprechen von Versailles praktisch seiner Erfüllung näher kommen wird, so sind die englischen Sorgen um die weitere Entwicklung der Finan­zen ohne Zweifel durchaus ernst zu nehmen. Auch drüben, jenseits des Kanals, wird Schmalhans mehr und mehr zum Küchenmeister aufrücken müssen, wenn man nicht vom Regen langsam, aber sicher unter die Traufe kommen will.

Dr. Sv.

Male nicht fortschaffen kann und sie dann bis zum näch­sten Tage liegen läßt. Die Landbevölkerung steht deshalb vielfach bem ganzen Paketdienst mit Mißtrauen gegen­über und benutzt ihn möglichst wenig. Durch die Ein­führung der Autos soll künftig eine prompte Zu­stellung aller Pakete erfolgen und man hofft zu­versichtlich, daß dadurch auch der Paketverkehr vom Lande in die Stadt einen außerordentlichen Aufschwung neh­men wird. Zunächst will man in sechzig über das ganze Reich verstreuten Ämtern solche Landpostautos probe­weise einsetzen.

Im übrigen will man Vorsorge treffen, daß noch eine zweite Postauslieferung auf dnm Lande möglich wird. Wo keine Bestellung erfolgen kann, sollen die Postsachen wenigstens von den Landbewohnern abgeholt werden können. Sind sie bis zum nächsten Bestellgang nicht in die Hände der Adressaten gelangt, so werden sie vom Briefträger mitgenommen.

polnische Rundschau.

Deutsches Reich

Beschlüsse des Reichsrats. ~

Der Reichsrat nahm eine Neuregelung der Bestim­mungen über die Verwendung des Kredits zur Förde­rung des K l e i n w 0 h n u n g s b a u e s an. Alle bis­herigen Verordnungen werden in dieser neuen Regelung zusammengefaßt. Neu ist u. a. die Bestimmung, daß für die Zinsen bei der Weiterverleihung von Geldern nicht mehr die Selbstkosten des Reiches maßgebend sein, son­dern daß. diese sich den Wirtschaftsverhältnissen anpassen sollen. Angenommen wurde ferner eine Verordnung über die Gewährung von Leistungen aus der Sozialver­sicherung gegenüber niederländischen Versicherten. Ferner wurden die Reifezeugnisse gewisser neuer Schul­arten als gleichberechtigt anerkannt mit den Reifezeug­nissen älterer Schularten. Es hat das Bezug auf die Prüfungen für Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker. Apotheker.

Gefandter Dr. Naumann gestorben.

Gesandter Dr. Viktor Naumann, früherer Pressechef der Reichsregierung, ist im Alter von 61 Zähren emem krampf erlegen Er hat während der Kriegszect eine be­achtenswerte politische Rolle gespielt Bis zum Jahre 1920 war er Leiter der Nachrichtenabteilung des Auswärtigen Amts In den letzten Jahren beschäftigte. er sich besonders mit der Abfassung seiner politischen Memorren.

Todesurteil im Weidener Gistmordprozetz.

wtb. Berlin, 12. Nov. Das Schwurgericht in Weiden hat den Landwirt Karl Müller wegen fünffachen Giftmordes 5mal zum Tode verurteilt. Die Mitangeklagte Ehefrau Anna Müller wurde freigesprochen.

Innenpolitische Fragen vor dem Reichsstädtebund.

Der Gesamtvorstand des Reichsstädtebundes, der Spitzenorganisation der Klein- und Mittelstädte, wird am 25. und 26. November in Berlin tagen. In dieser Sitzung werden die für die Gemeinden zurzeit wichtigsten Fragen behandelt werden, so das Steuervereinheit­lichungsgesetz, die B e s 0 l d u n g s r e f 0 r m und ihre praktische Durchführung, das N e i ch s s ch u l g e s e tz , die Gasfernversorgung, die Frage einer Neuverteilung der Kraftfahrzeugsteuer usw.

Die Stellung des Zentrums.

Donnerstag und Freitag tagten in gemeinsamer Be­ratung die Zentrumsfraktionen des Reichstages und des Preußischen Landtages in Berlin. Es wurden alle schwe­benden innenpolitischen Fragen der Gegenwart erörtert. Es wurde auch über die verschiedentlich gegen den Reichs­finanzminister v. Köhler erhobenen Bedenken ge­sprochen. Dem Vernehmen nach stellte aber die Versamm­lung schließlich fest, daß der Reichsfinanzminister Dr. Köhler nach wie vor das Vertrauen der Zentrumspartei genieße. Freitag kamen hauptsächlich Kleinrentnerfragen zur Debatte, während die Weiterführung des Haupt­beratungsthemas, nämlich die Aussprache über die Ver­waltungsreform und überEinheits- oder föderalistischer Staat", vertagt wurde; sie soll erst wieder ausgenommen werden, wenn die Plenarsitzung des Reichstages und des Preußischen Landtages beginnen.

Kleidergeld für Offiziere außer Generälen.

- Bei der Beratung des Besoldungsgesetzes int Hans­haltsausschuß des Reichstages wurde ein sozialdemokra­tischer Antrag angenommen, nach dem allen Generalen das Kleidergeld gestrichen wird, nachdem die Deutsch- nationalen erklärt hatten, sie würden diesem Anträge zu- stimmchi. Die übrigen Offiziere behalten ihr Kleidcrgeld. Die Bestimmung über die monatliche Vorauszahlung der Bezüge wird angenommen, nachdem Ministerialdirektor Dr. Lotholz erklärt hatte, daß die gegenwärtige Finanz­lage Die von vielen Seiten beantragte frühere viertel­jährliche Vorauszahlung nicht mehr zulasse.