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^scheint jeden Werktag. Bezugspreis: monak- üch 2 Mark. Bei ÄeferungsbehmScrungen âurch höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Dahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Zrieörich Ehrenklau, Aulöa, Mitglied des Vereins Deutscher Zeièungsver- Lger. Postscheckkonto: Krankfurt a. M. $te-16009
M. 269
1927
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Für Abschaffung aller Paßvisa.
Anschließend an den Empfang der reichsdeutschen llokoiue in Wien fand em Empfang der Vertreter der in- und ausländischen Presse statt, bei dem Reichsminister des Äußern Dr. Stresemann ausführte, daß er sich über die Mejseaußerungen, die an den reichsdeutschen Besuch «! Wien anknupfen, etwas verwundert habe. Eigentlich hakte er einen ganz anderen Kommentar erwartet, nämlich den, daß es ausfällig sei, daß m e h r als drei e e9 a H 0 e n sind, seitdem der Reichskanzler Md der Außenminister in Wien gewesen sind. Gerade Not, Drangsal und Trübnis haben das Gemeinschafts- gefuhl nicht nur zwischen Österreich und Deutschland, fon= dcrn in allen -Ländern hell entfacht Deshalb'ist es wohl Mitversiandlich, daß die beiden Nachbarländer, die durch Sprache und Blutsgemeinschast verbunden sind, auch die Drehungen ihrer Regierungen pflegen. Es habe ihn ehr heiter gestimmt, zu lesen, daß der französisch-jugo- ilittoiidje Vertrag die Deutschen nach Wien getrieben hätte Md daß die Minister in überstürzter Weise abgereift ivären. Man hat. entdeckt, daß Deutschland schrittweise den Weg des Anschlusses geht und allerhand vorhätte, z. B. das Paßvisum zwischen Österreich und Deutschland geschafft habe. Er persönlich stehe auf dem Standpunkt, daß das
Paßvlfunl zwischen sämtlichen Ländern der Erde, je früher, desto besser, abgeschafft werde.
Menschen, die man nicht gern im Lande hat, kommen auch ehnc Paß wieder.
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Wenn weiterhin davon gesprochen wird, daß man an der Rechtsangleichung zwischen Deutschland und Österreich arbeite, so weiß jedermann, daß österreichische und deutsche Parlamentarier sich Darum bemühen, eine gemeinem Grundlage für das neu zu schaffende Strafgesetzbuch zu finden. Es ist zu hoffen, daß dies nicht das ünpaEebict bleibt, auf dem man sich über die Grenzen Äs Wm für gemeinsame Verstau G -ung irre Haub reicht. Es sind, so fuhr Stresemann fort, zwei bedeutsame «beben von Briand und Baldwin in letzter Zeit gehalten worden. Beide Staatsmänner haben die große Bedeutung der Verträge hervorgehoben, die in den letzten Wen zwischen den sogenannten L 0 c a r n 0 m ä ch t e >1 abgeschlossen worden sind, und sie gedachten dabei des 9tn= den Deutschland und seine verantwortlichen Staats- Wmet an dieser Entwicklung genommen haben. Diese Ausführungen haben Deutschland mit Genugtuung erfüllt. ~ie Widerstände gegen die Locarnopolitik kamen von außen und von innen. Von außen lamen sie deshalb, werk cs immer noch Gruppen von Menschen gibt, die die Kriegs- a!hchose nicht überwinden. Für Deutschland ist der Ge- ^C' daß nur friedliche Entwicklung überhaupt hie Mög- 'jchkcit einer Wiederaufrichtung der Stellung Europas eine Selbstverständlichkeit. Hinter dieser Politik steht stue so große Mehrheit des deutschen Volkes, daß dic- stUlgen extremen Splitter von links und rechts, die sich r bicht anschließen, keine Bedeutung beanspruchen aunen. Es ist durch den Krieg ein solches Chaos gc- iu>asten worden, daß diejenigen, die'den Wicderaufstiea ^i»m^^K«%sK^^.«i^^
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(313. Sitzung.)
preußischer Landtag
tt. Berli n, 15. November.
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Das Haus erledigt zunächst eine Reihe kleiner Vorlagen, eer Bericht des Geschäftsordnungsausschusses über den An- M des Oberreichsanwalts aus Strafverfolgung und Vcr- Zmiics des Abg. Pieck (Komm.) und auf Verhaftung des M Eberlein (KomM.) wird an den Geschästsordnungsans- zurückverwieseü, ebenso ein damit in Verbindung stehen- : f 'ammunistischer Urantrag auf Einstellung des Strafver- gegen den Abg. Eberlein. Gegen die Demokraten, ^'"ldemokraten und Kommunisten findet der deutschnatio- lC Antrag Annahme, der Maßnahmen gegen den
. Mangel an Arbeitskräften in der Landwirtschaft
1 Aus Antrag des Abg. Buchhorn (D. Vp.) wurde der ^ Zweiten Beratung vorliegende D e n k m a lsch n tz-G e- D-Ntwurs an den Ansschuß zurückverwicscn. Sodann das Haus in die Beratung von Bergarbcitcr- W n ein.
^ann geh, das Haus zur zweiten Beratung der Regre- . Morlage über, die grundsätzlich die Ofsentlichkcit bei rich- Disziplinarversahrcn cinführt. Der preußische Justiz- Dr. Schmidt setzte sich für die Annahme ein. Nach i^VUng der Abgeordneten Dcerberg (Dtn.), Dr Rosenfeld -2'ig^mek (Dem.) und Kriege (D. VP.) wird die Vorlage ünfS.falQt die zweite Beratung des Gesetzentwurfes, der eine W, Regelung des Schulbeginns und Schulschlusies für die N^^oußen herbekführen will. Nach der Vorlage beginnt 3i MllPflicht mit dem 1. April für alle Kinder, die bis znnr diin^ ^ ^'ssclbcn Jahres das sechste Lebensjahr vollenden. V...M^s’ d>e in der Zeit vom 1. Juli bis zum 30. September
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^io^^crechligicii zu Beginn des Schuljahres in die,Schule ^WtirK1^1 werden, wenn sie die für den Schulbesuch er- , ^rperliche und geistige Reife besitzen
^Süiw ?o"t preußischen Justiyniuistcr beantragte Strasver- ^lvirk„/^dg. Graf von Helldors (Völk.) wegen sahrlässiger s nur un® üurd genehmigt. Das Haus vertagte sich sÄ Donnerstag, den 1 Dezember. Auf der Tagesord- zweite Beratung des preußischen Besol- ^vda^, otzcs und Fortsetzung der zweiten Beratung der d c 0 r d n u n a.
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^n an« Leitung für den Monat Dezember werden jetzt "Stommen.
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Iulöa- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt Reüaktisn und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernfprech-Anschluß Nr.W0
Nachdruck der mit * versehenen prüfet nur mit Quellenangabe „Jutduer pngciger"gtftäti8Z.
Fulda, Donnerstag, 17. November
Ehrlich wollen, alles tun müssen, damit nicht ein zweites Mak ein solches Chaos herbeigeführt werde.
Man hat in letzter Zeit dem Umstand einige Beachtung geschenkt, daß von der Möglichkeit einer Differenz bezüglich der Vereinbarungen gesprochen wurde, die mit dem Namen Dawes verknüpft sind. Bisher ist die feste Ordnung eines Reparationsplanes, wie er vereinbart wurde, eingehalten worden. Es ist die Absicht der Reichs- regl-rung, an dieser Grundlage festzuhatten. Wenn einst eine Neuordnung der großen internationalen Finanzver- psèichtungen eine Neuordnung auch der jetzigen Basis auf Grund weltwirtschaftlicher Erkenntnis bedingt, wird die Zeit gekommen sein, durch die Finanzsachverständigen der Welt zu prüfen, welche neue Form für die Lösung dieser Frage zu fordern sei.
Stresemann fuhr fort: Mit dem Flügelgeklapper über die Erfolge von Locarno ist es nicht getan. Aber wenn man nachdenken wollte, was mit dieser Etappe der Neuorientierung in Europa beabsichtigt war, könnte man auch zu dem Ergebnis kommen, daß beispielsweise mit einem ewigen Frieden am Rhein, mit der gegenseitigen Zusicherung, daß nie wieder der Kampf die Menschen an diesem Strom trennen werde, und damit, daß eine der größten Mächte der Welt die Verpflichtung übernommen hat, über diesen Frieden zu wachen, eine weitere Besetzung deutschen Bodens weder logisch noch moralisch vereinbar ist. Zur Organisierung des Friedens gehöre auch unzweifelhaft die
Bekämpfung der Organisierung des Krieges.
Daß auf dem Gebiete der Abrüstung diese Organisierung des Friedens bisher wenig Fortschritte gemacht hat, das ist das einzige, was den Pessimisten recht gibt. Der Mitarbeit der deutschen Negierung bei der Lösung all dieser Fragen können die anderen Völker versichert sein.
Wenn Locarno Symbol ist, Symbol für Ausschluß des Krieges und der Gewalt und daher Symbol für einen MMâ der,W auf dem Gebiete der MilAP. und der Emporentwuklung der Menschheit ausgefochten wird, dann ist zu wünschen, daß der gemeinsam betretene Weg zu einem Locarno aller Völker führen möge.
Briand über den Jugoslawienvertrag.
Der französische Minister des Äußern Briand hat vor dem Kämmerausschuß für auswärtige Angelegenheiten gesprochen. Er machte Angaben über den kürzlich abgeschlossenen französisch-südslawischen Vertrag. Dieses diplomatische Dokument gehöre zu einer Gesamtheit von Abmachungen, die im Rahmen und im Geiste des V ö l k e r b u n d st a t u 1 s abgefaßt feien. Wie bei allen anderen Abkommen dieser Art, stehe es auch bei diesem Vertrag anderen Mächten frei, ihn ebenfalls zu unterzeichnen. Hoffentlich werde er dazu beitragen, in dem Teil Europas, für den er abgeschlossen sei, einen ähnlichen Zustand zu schaffen, wie er an anderen Stellen Europas durch die Abmachungen von Locarno geschaffen wäre. Der Vertrag fei gegen keine Macht gerichtet und habe kein anderes Ziel als die Festigung des Friedens.
Sie M der ostdeutschen Landwirtschaft.
Äon der Tagung des Langnam-Vereins in Düsseldorf.
Der Verein zur Wahrung der gemeinsamen winscbaft- lichen Interessen im Rheinland und Westfalen (Langnam-Ver- ein) hatte die Notlage Ostpreußens aus seiner Düsseldorfer Tagung -zum Diskussiousgegenstand gewählt, weil auch im Westen des Reiches die Krisis der Ostmark deutlich zu spüren ist. Außerdem sollte hiermit die Verbundenheit des ganzen Reiches mit dein schwerteidenden Ostpreußen besonders betont werden. Generaldirektor R c u s d) von der Guten-Hoffnungs- Hütte wies in der Eröffnungsaussprache darauf hin, daß Steuern und Abgaben der deutschen Wirtschaft von 5,3 Milliarden vor dem Kriege auf 18 Milliarden Mark im letzten Jahre gewachsen seien. Insofern könnte man von einer guten Konjunktur keinesfalls sprechen.
Als zweiter Redner referierte der bekannte Oberprüsidenr fi. D. v. Bat 0 cki, der Organisator der Kriegsernährung, über die B c z i e h u n q e n z w i s ch e n Ind u st r i c u n d Landwirt sch a f t. Die Bedeutung der Landwirtschaft werde allgemein unterschätzt. Die Schwerindustrie schafft jährlich Werte von 4% Milliarden Reichsmark, die Landwirtschaft aber von 13 Milliarden Mark. Der Bedarf der Landwirtschaft an Maschinen und Ersaktcilen beträgt nicht weniger als eine Milliarde Mark. Die notwendige Hilfe für die Landwirtschaft liege in der Errichtung des Schutzes der kleinen und mittleren Landwirte vor der polnifchcn Konkurrenz.
Sodann sprach der Präsident der Laudwirtschaftskammer für die Provinz Ostpreußen, Dr. Brandes. Er betonte, daß Polen einen Frachtenvorsprung für die Belieferung Deutschlands gewonnen habe, denn die Entfernung Berlins von der polnischen Grenze sei 275 Kilometer geringer als tue von der ostpreußischen. Er forderte daher besondere Unterstützung dieser Provinz.
Geringe Zunahme der Arheitskosigkeit.
340 000 Un 1 erstützuugscmp s â nger.
Die Zahl der HauptunterstützungsempsänKtt ist in der Zeit Wom 15. bis zum 31. Oktober d. J. — zum erstenmal seit Februar d I — sowohl in der Arbeitslosenversicherung als auch in der Krisenuutcrstützung wieder in geringem Umfange gestiegen und zwar in der Arbeitslose,tpersicherung um ruud 10 000 - 3,1 Prozent und in der Krisennnterstützung um rund 3000 - 27 Prozent. Die Gesamtzahl der unterstützten Arbeitslosen hat' also um rund 13 000 = 2,9 Prozent zügenommen.
Anzeigenpreis : §ür BehSrüen, Genossenschaf- teN/Banken usw. betrügt öieKieinzeile 0.ZS!Nk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk„ für die Reklamezeile 0.?0 Mk. u. alle anderen 0.15 Nlk., Reklamezelle 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfolgen < "Tag- und Plahrorschristen unverbindlick.
4. Jahrgang
' Die Steigerung ist in der HaUhMchs auf die Ennassung von Arbeitskräften aus landwirtschaftffkt^n, baugewerblichen und anderen Saifonbetrieben zurückzufübtLy Die Zahl der Hauptunterstützungsempfänger in der ArbeitsTchenunterstützung betrug am 31. Oktober d. I. rund 340 000 gegenüber 330 00r am 15. Oktober und 355 000 am 1. Oktober d. I.
Der Kyffhäuserbund zur Flaggenfrage.
Berlin, 17. Nov. Der Präsident des Kyffhäuserbundes, General der Artillerie a. D. von Horn, veröffentlicht im „Kyffhäuser" die Richtlinien der Kriegervereine in der Flaggenfrage. Im ersten Teil der Erklärung betont der General die parteipolitische Neutralität des Bundes, besten Angehörige den Farben schwarz-weiß-rot die Treue bewahren, „aber wir müssen uns klar darüber sein, daß alle diejenigen, die sich zum Staat bekennen, auch verpflichtet sind, die Staatsautorität zu stützen, darum muß auch die heutige Reichsflagge, solange sie besteht, als solche gewürdigt werden.
Zur Fälschung der ungarischen Wertpapiere.
wtb. Paris, 17. Nov. Hiesige Blätter fahren fort, Anklagen gegen die Sowfetregicrung in Verbindung mit her Angelegenheit der gefälschten ungarischen Wertpapiere 51s erheben. „Journal" behauptet, daß der verhaftete Vallois, wie immer wahrscheinlicher werde, von der Sowjetregierung dazu bewogen worden sei, Hand auf die russisch-asiatische Bank zu legen. Vallois, der zunächst seine Direktiven von Krassin und dann von Rakowski erhalten habe, habe zu dem Vorsitzenden der russischen Wirtschaftsdelegation in Paris, Lowowski, vertragsmäßige Beziehungen gehabt, auch die verhafteten Brüder Tovbini, von denen einer ein Bürs in den Räumen der Sowjetbotschaft besessen habe, hätten im Dienste der Sowjet-Regierung gestanden. Der Portier des Hotels, in dem die Brüder Tovbini lange Zeit wohnten, habe regelmäßig in ihrem Auftrag von der Zollstation eines hiesigen Bahnhofes Koffer abholen müssen. Das fei eine Zeitlang ohne Schwierigkeiten erfolgt, bis im 3uni. die Zollbeamten die Oeffnung des gerade eingegan- genen Koffers verlangt hätten. Hierbei habe man als Inhalt ungarische Wertpapiere fèftgestèllt, über deren Herkunft der Portier natürlich keine Auskunft habe geben können, weshalb ihm der Koffer nicht ausgeliefert worden sei. Einer der Brüder Tobini habe, als er hiervon erfuhr, erklärt, daß einer feiner Freunde, ein Parlamentarier, die Sache iüs Reine -bringen werde. Das sei auch tatsächlich geschehen und wenige Tage später sei Tovbini der Koffer ausgehändigt worden. Tie Polizei bemühte sich nun, so erklärt „Journal", festzustellen, mit messen Hilse Blumenstein die Koffer mit den ungarischen Wertpapieren nach Frankreich habe einschmuggeln können.
„Paris Matinal" will erfahren haben, daß sich unter den von der Polizei beschlagnahmten ungarischen Wertpapieren sehr viele Wertpapiere befänden, die von der ungarischen Regierung auf Grund eines Abkommens ungültig gemacht werden sollten. Das Blatt fragt, wie diese Stücks in die Hände der Angeschukdigten gelangen konnten.
Vorstoß der englischen ArLeiterpartei in der Kohlenfrage.
wtb. London, 16. Nov. Im Unterhaus brachte Mac Donald den Antrag der Opposition zur Lage des Kohlenbergbaues ein. Aks der Präsident des Handelsamts auf den Antrag antworten wollte, ließ ihn die Arbeiterpartei nicht zum Wort kommen und verlangte, daß dar Premierminister selbst das Wort ergreife. Die Sitzung mußte unterbrochen werden. Nach ihrer Wiederaufnahme fetzten die stürmischen Szenen von neuem ein und der Sprecher vertagte^ schließlich unter lautem Beifall der Opposition das Haus auf Donnerstag. Als Baldwin das Haus verließ, ertönte in den Reihen der Arbeiterpartei lautes Pfeifen.
Erwiderung Balfours auf die Rede Cecils.
wtb. London, 17. Nov. Im Oberhaus erklärte Lord Balfour, er bebaute es sehr, daß Lord Cecil es für notwendig befunden habe, gegen feine Kollegen Vorwürfe zu erheben, die schließlich zu seinem Ausscheiden aus dem Kabinett führten. Nichts könne ihn zu der Ansicht bekehren, daß erfolgreiche Verhandlungen zwischen Großbritannien und Amerika außerhalb des Bereichs der Möglichkeit lägen. Die grundlegende Meinungsverschiedenheit zwischen beiden Staaten sei die Weigerung Amerikas den nach britischer Ansicht bestehenden besonderen Umständen Großbritanniens irgendwelche Berücksichtigung zuteil werden zu lassen.
Die Lage in Wuhan.
wtb. Hankau, 17. Nov. Tie Nacht ist ruhig vergangen. Die siegreichen Streitkräfte der nationalistischen Regierung von Nanking haben Wuhan (dieser Name in den aneinandergrenzenden Städten Hankau, Wutschang und Honyeng gegeben worden), heute vormittag in Besitz genommen. Es herrscht großes Unbehagen angesichts der Tatsache, daß die neuankommenden Truppen größtenteils Kwangsi-Lcute von der Sektenarmee bes Generals Tschentschien sind, die in schlechtem Rufe stehen. Die Kaufleute sind besorgt wegen der geplanten Ausgabe von Banknoten. Proklamationen sind in der ganzen Stadt angeschlagen worden, in denen erklärt wird, daß die Banknoten als Zahlungsmittel angenommen waren müssen, widrigenfalls strenge Strafen verhängt werden.