Einzelbild herunterladen
 

Arl-aer Anzeiger

erscheint se-en Werktag. Bezugspreis: monat- «ich 2 Mark. Bei Lieferungsbehinöerungen üurch Höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Dahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag KrieSrich Ehrenklau, Zulöa, Mitglieü -es Vereins deutscher Zeitungsver­leger. Postscheckkonto: Krankfurt a. M. Nr. 16000

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zul-a- und Haunetal »Zulöaer Kreisblatt NeSaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-Nnschluß Nr. 989 Nach-ruck 6tr mit * versehenen Artikel nur mit (tzuellenangade .Zulâaer Anzetger'geftaUet.

Anzeigenpreis: §ür BehSrSen, Genossenschaf- ter«, Banken usw. betragt öie Kleinzeile 0.30 Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 015 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel- lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und Platzvorschristen unverbindlich

Nr. 295 1927

Fulda, Samslag 17. Dezember

4. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Der Internationale Gerichtshof im Haag sprach sich für -ic Rechtmäßigkeit der deutschen Forderungen gegen Polen im Streit um die Chorzow-Werke aus.

* Reichsarbeilömluister Dr. Brauns hat die Arbeitgeber und Arbeitnehmer der westlichen Schwerindustrie aus Dienstag, den 20. Dezember nach Berlin eingeladen. um sie vor der Entscheidung über den Düsseldorfer Schiedsspruch int Arbetts- i konflikt zu hören

Das Füllhorn.

Der Reichstag bewilligt . . .Unverschämte Hindenburg karikaturen.Nie wieder Krieg."

Aus Flüssen und Seen tummeln sich unsere lieben Knaben und Mädchen nach Herzenslust. die Eis­schuhe unter den Füßen, in der scharfen Luft des frühen Winters, der uns diesmal, ganz nach den Vorschriften des sonst oft genug schmählich dementierten Kalenders, pünktlich beschert worden ist. Und die vielen Sportplätze in den weiß gewordenen Bergen können frohgemut der Wintersaison entgegensetzen, nachdem der letzte, fast völlig verregnete Sommer so viel Enttäuschungen zurückgelassen hat. Weihnachten steht vor der Tür. Die Schulen werden bald ihre Pforten für kurze Winterwochen schließen und so könnte man fast meinen, daß auch unsere nicht wenig geplagten Volksvertreter mit einem Stoßseufzer der Erleichterung den Staub der Reichshauptstadt wieder einmal von den Füßen schütteln dürfen, zumal sie sich redlich Mühe gegeben haben, im Reich wie in Preußen, die Beamtenbesoldung noch vor der Weihnachtspause zum Abschluß zu bringen, und so in manche sorgenerfullte Wohnung doch wenigstens etwas Licht und Freude ge­kommen ist. Auch der Klein- und Sozialrentner und der Erwerbslosen ist rafd). noch mit einer freundlichen oder doch wenigstens freundlich gemeinten Gabe gedacht worden, und wenn trotzdem von besonderer Zufriedenheit weder in diesen Volkskreisen noch in. der Beamtenschaft viel zu hören oder zu spüren ist, so liegt das wohl weniger an der» quanutatW.cn. Ausmaß wer Bezchlltsic als. an Dem unendlichen Drum und Dran der ganzen Parlaments­verhandlungen um diese Vorlage und namentlich wohl auch an dem nicht immer sehr edlen Wettkampf der Par­teien um die Gunst und die Wahlgefolgschaft dieser oder jener Beamtengruppe. Wie oft müssen wir doch mit Neid auf die parlamentarischen Gepflogenheiten anderer Völker blicken, wo es möglich ist, von einem Tag auf den anderen gewichtige Vorlagen, eben erst von der Ne­gierung eingebracht, ihr auch schon mit Gesetzeskraft ver­sehen wieder zurückzngel en. Ein.besseres Mitiel als dies, das Ansehen einer Volksvertretung in der großen Öffent­lichkeit zu befestigen und zU erhöhen, kann es gar nickt geben. Wann aber werden wir in Deutschland mit unserer kläglichen Parteizersplitterung es soweit bringen, daß uns die Tat, zumal die rasche Tat, höher steht als die größte Gewissenhaftigkeit und Gründlichkeit im Reden?

Aus dem Füllhorn seiner Gaben hat diesmal auch der P ö l k c r b u n d r a t zur Hebung ver allgemeinen Weihnachtsstimmung etwas beigetragen. Wenigstens glaubt er das Verdienst für sich in Anspruch nehmen zu können, eine gewisse Entspannung in Dem polnisch- litauischen Streit erwirkt zu haben, und wenn man's so hört, in der Sprache der berufsmäßigen Versöhnungs- opystel von Genf, möcht' es and) leidlich scheinen. Wie lange aber wird diese kleine Beschwichtigung weittragender Gegensätze vorhalten, da doch die Großmächte um den Kern der ganzen Schwierigkeiten, die Wilnasrage, so vor­sichtig herumgegangen sind wie die Katze um den heißen Brei? F r a n k r e i ch War es ja auch in dieser Dezember- lagung wieder ungleich mehr darum zu tun, feine eigene Machtstellung in Europa und namentlich im: Osten zu starken, als darum, in die immer mehr sich komplizieren­den Verhältnisse der neugebildeten Ranostaaten wirklich Ruhe und innere Befriedung zu bringen.

An den Häusern von Paris klebt in diesen Tagen ein von den Rechtsparteien ausgehendes Plakat, das für den «all eines Wahlsieges der Linksparteien die Räumung

Rheins und die Annexion Österreichs durch Deutsch- M voraussagt,u n d d a s b e d e u t e t d e n K r i e g !" setzt man eine H i n dc n b u r g K ä r i k a t u r dar- W in Uniform und Pickelhaube, und besitzt die Frech- M dazu erläuternd zu. bemerken, daß der Reichsprä- Went die französischen Wahlen von 1928- ebenso über- 'Wc, wie Bethmann-Hollweg die jenigelt hon 1914 über­wacht habe. S o wird in der Hauptstadt der Französischen ^epnblik, unter den Augen von Poincärä und Briand, ''Uedenspolitik getrieben, während von uns gleichzeitig fordert wird, daß wir unsere Politik einzig und Mein aus die Dauerhaftigkeit des Locarnogeistes einzn- en haben. Nicht einmal die schuldige Rücksicht auf das chrwürdige Oberhaupt des Deutschen Reiches bildet für °en Wahreifer der Franzosen ein Hindernis, fdwn jetzt,

ue noch ziemlich ein halbes Jahr auf den Gang zur ^aplurne zu warten haben; wie soll das erst werden, ^V Kampf um die Staatsmacht die Gemüter jede -rtoftbehetrschuttg verloren haben? Und ob der Anblick °g^,^ânzö fischen Wablschlacht aus die b e n t s ch s n ^»Mermasseu, die dann ja auch bald in Wahlbewegung Hütten werden, abstoßend oder nicht vielmehr anfeucrud Ä wird, wer will das wohl Voraussagen? Schade Wiehern Fall daß dw Pazifisten ihre ParoleRie wieder fch,<"^J1 bre Auseinandersetzungen Zwischen ver- Äb^?â- Vollern gelten lassen. Wenn man erst inner- giften ^ "üb derselben Nation etwas mehr Frieden Mch >.;_ ^iA^ gemeiniglich dort zu fmden ist, würden bau von Nachbarstaat zu Nachbarstaat lassen ' 1,1 c,n ruhigeres Fahrwasser zurüülenkrn

Dr. Sv.

Neue Berhandlmae» im Eiseukonflikt

9er SWttfer SchledOnch. .

Eingreifen des Reichs arbeitsministers.

Reichsarbeitsminister Dr. Brauns hat zu Dienstag, den 20. Dezember, die beiden Parteien der Eisenindustrie zu einer Sitzung nach Berlin eingeladen, um mit ihnen die Frage der Verbindlichkeiiserklärung des Düsseldorfer Schiedsspruches zu erörtern. Arbeitgeber und Arbeit­nehmer müssen sich bis Montag erklären, ob sie den Schiedsspruch annehmen. Es ist wohl damit zu rechnen, daß, winn eine Partei oder beide Parteien den Schieds­spruch ablehnen, doch die Berbindlichkeitserklärung un­mittelbar nach der Berliner Sitzung erfolgt

Die Lage im Jnduftrterevier bleibt infolge der un­günstigen Aufnahme, die der Düsseldorfer Schiedsspruch namentlich bei den Metallarbeitern findet, vollkommen ungeklärt. Die. den. Freien Gewerkschaften nahestehende Presse lehnt den Schiedsspruch ab, bezeichnet die Arbeits- zeitregelung als unzulänglich und die in dem Schieds­spruch festgesetzten Löhne als nicht zureichend.

Kerne Kündigungen durch die Arbeitgeber.

Von Arbeitgeberseite wird darauf hingewiesen, daß die Gesamtauswirkung der veröffentlichten beiden Schiedssprüche im Zusammenhang mit der Durchsührung der Arbeitszeitvcrordnunfl vom 16. Juli sich zurzeit noch nicht völlig übersehen lasse. Es steht aber fest, daß, wenn nicht im weiteren Verlauf des Verfahrens eine wesentliche Milderung des Schiedsspruchs zugunsten der Industrie eintrete, eine sehr große Mehrbelastung sowohl der eisen­schaffenden wie der eisenverarbeitenden Jnvustrie ein- treten werde. Besonders betrachtet man die erfolgte all­gemeine Lohnerhöhung in ihrer weiteren Auswirkung fowoßl für die eisenschaffende und eisenverarbeitende In-

Mchiferiiaung öer I^eichsöankpÄÜ'ük.

I a b r e s b c r i ch t des R e i ch s b a n k k o m m i s s a r s.

Der Kommissar bei der Rcichsbank veröffentlicht seinen Bericht für die Periode vom 1 September 1926 bis 31. August 1927 und führt in seinen zusammenfassenden Schlußbetrachtungen u. a. aus: Die Beziehungen Deutsch­lands zur Weltwirtschaft haben sich in den letzten drei Jahren fortwährend inniger gestaltet. Trotzdem hat der Konjunkturverlanf in Deutschland bis jetzt einen von dem Der anderen Länder stark abweichenden Charakter gezeigt. Während im Ausland die Koujunkturlags sich innerhalb dieser Zeit nur wenig änderte, wurde in Deutschland eine kurze Aufschwungsperiode von einer ernsten De­pression abgelöst, der ihrerseits wieder die günstige Kon­junktur, die jetzt schon länger als ein halbes Jahr das deutsche Wirtschaftsleben kennzeichnet, gefolgt ist. Die Grundlagen des deutschen Wirtschaftslebens haben sich in verschiedener Hinsicht wieder erweitert und gefestigt. Trotz- Dent sind durchaus noch schwache Stellen vorhanden. Die schwächste liegt wohl auf dem Gebiete der Kapitalver- sorgung.

Die Kaprtalnachfragc übertrifft nnausgeietzt dl« Kapitalbildung im Lande, und die Folge ist eine sehr große: und anhaltende Nachfrage nach kürz- und lang­fristigem Auslandskapital. Bei der Beurteilung der gün­stigen Konjunktur ist ihr Zusanimenhang mit dem fort­währenden Zufluß von Auslarldskapitül nicht ans dem Auge zu verlieren.

In mancher Hinsicht ist die Politik Der Zentralncuenbanken heute schwieriger als vor dem Kriege, wäre es schon allein wegen der außerordentlich beträchtlichen Summen an liquidem Kapital von einer sehr großen internationalen Beweglichkeit, welche jene Politik leicht durchkreuzen können. Für die Reichs­bank war auch das Vorhandensein von sehr großen öffentlichen und sciniöfsentlichen Fonds, in deren Verwendung oft eine selbständige Geldmarktpolitik an den Tag trat, ein Hindernis. Diese Fonds sind jetzt bedeutend weniger umfangreich, wäh­rend gleichzeitig eine bessere Zusammenarbeit mit den zustän- digèn Stetten zustande gekommen ist:

Auch in anderer Hinsicht sieht sich die Reichsbant ins­besondere im Zusammenhang mit den Verhältnissen am Kapitalmarkt - noch vor große Probleme gestellt. Es ist zu konstatieren, daß die Reichsbant ihre Position während der letzten Jahre bedeutend gestärkt hat, wobei die allgemeine Konsolidierung des Wirtschaftslebens günstig auf sie zunick- wirkte. Ihrer Hauptaufgabe, der Aufreckterhaltung der Stabilität der Währung, die sie in den vergangenen Jahren im vollen Ausmaß erfüllt hat, steht sie wohlgerüstet aeaenübcT.

Bekämpfung der Wohnungsnot.

Denkschrift des Reichsarbeitsministeriums.

Im Reichstag ist eine Denkschrift des Reichsarbeits- Mlnisteriums über die Wohnungsnot und ih re Bekämpfung eingegangen. Der erste Abschnitt ist der Frage der W ohnungsn ot und des Wohnuirgsbedarfs gewidmet. Während vor dem Kriege die Zahl der vor­handenen Wohnungen etwa der Zahl der Haushaltungen, deren Uran 1335 Millionen zählte, entsprach, errechnet die Denkschrift heute eine Zahl von 16 Millionen Haushaltun­gen und einen Fehlbedarf von einer Million Wohnungen. Das dringendste Bedürfnis erfordert etwa 600 000 Woh­nungen und jährlichen Neubedarf von 200 000.

Der zweite Abschnitt behandelt den Mieterschutz, die Zwangswirtschaft und die Ntiets- bildung. Die Ausheb,nrg der Zwangswirtschaft wird nach Ansicht des Ministeriums Sache der obersten Landes­behörde sein müssen. Für die große Masse der Klein- Woßnungen wird sich eine Zwangswirtschaft auf eine

dustrie als auch für die gesamte übrige Wirtschaft für sehr schwerwiegend.

Der weitere Gang des Verfahrens ist zurzeit noch nicht zu übersehen, die Werke haben aber, um von jeder Verschärfung der Lage ihrerseits abzusehen und um die völlige Durchführung des Schlichtungsverfahrens nicht zu stören, beschlossen, Kündigungen zurzeit nicht vorzu- nehmen, zumal die Anfang Dezember erfolgten Strll- lcgttngsanzeigen noch bis zum 31. Januar nächsten Jahres wirksam sind.

Ansicherheit der Lage.

Bis zum Moütag abend müssen sich die Parteien über Annahme oder Ablehnung des Schiedsspruches ent­schieden haben. Der Hauptvorstand des Gewerkvereins Deutscher Metallarbeiter nimmt in einer Erklärung zu der Entscheidung des Reichsarbeitsministers bezüglich der Verordnung über die Arbeitszeit in der Großeisen- indusirie und zu dem Schiedsspruch Stellung. In dieser Erklärung wird u. a. gesagt, daß die Entscheidung des Reichsarbeitsministers stark enttäusche, da sie von dem Sinn der Verordnung wesentlich abweiche. Wohl werde grundsätzlich an ihr festgehaltön, aber andererseits wür­den Ausnahmen gestattet, die einer Außerkraftsetzung für die Dauer bis zu einem Jahre fast völlig gleichkämen. Wie angekündigt wird, dürften die Gewerkschaften den Sckiedsspruch in der Eisenindustrie ablehnen. Man ver­weist in Arbeitnehmerkreisen auf . die unbefriedigende Lösung der Lohnfrage sowie die Regelung der Arbeitszeit.

*

Die Tarifgememschaft für Eisenhütten und Bergbau in Ostobcrschlesien hat zum 15. Dezember den bestehenden Lohytarrf aufgetünbigt Anträge auf Erhöhung der Löhne sind noch nicht gestellt worden.

Reihe von Jahren hinaus nicht vermeiden rapen. ^tc gesetzliche M iete kann vorläufig nicht erhöht werden, da keine Aussicht auf Besserung der allgemeinen Wirtjchaftslage besteht. Ohne öffentricke Beihilfe errichtete Wohnungen würden sich wahrscheinlich auf 300400 % der Friedensmiete stellen.

Schließlich wird die Frage des Wohnungsbaues beleuchtet. Die Bautätigkeit habe nicht den Anschluß an die mittlerweile vor sich gegangene Entwicklung gefunden. Es sei unrichtig, ein Bauprogramm aufzustellen, das auf lange Zeit für jedes Jahr die Errichtung von 250 000 ober 300 000 Wohnungen Vorsicht. Vielmehr müsse in Zeiten einer schlechten Aügemeinkonjunkiur, wenn die vorhande­nen Geldmittel an anderer Stelle nur schwer untergebracht werden können, mehr gebaut werden als in Jahren der Hochkonjunktur.

Der Denkschrift ist eine große Menge einschlägigen Materials mit arisführlichen Berechnungen beigegeben.

SsWden! Schm üder das EraedniS

der Letzten Aalslagung.l

Danzig. In einer Pressebespreckung gab Präsident Sahm in kurzen Zügen ein Bild über den Verlauf Der letzten Dc- zembertagung des Völkcrbuudrates, in der Drei Fragen, näm­lich Die Verwendung Der Danziger StaDtanleibc, die Frage des Ein- und Auslaufens der polnischen Kriegsschiffe im Danziger Hasen und Die Frage Der Benutzung Der Wester­platte, -ur Beratung standen Mn Genugtuung begrüßte cs Der Präsident, daß Die erste Frage in einer für Die kommunal» politischen Interessen bcfrieDigcnDcn Weise geregelt wurde. Was Die Angelegenheit des Ein- und Auslaufens von pol­nischen KriegssKiffß» im Danztger Hafsn betrifft, so wies Präsident Sahm daraus bin, daß, nachdem nunmehr zwischen Danzig und Polen in Dieser Frage ein vertragsloser Zustand bestehe, von feiten Danzigs Bestimmungen ausgearbeitet wür­den, Die eine Basis für die zukünftigen Verhandlungen mit Polen bilden würden Polen werbe, so erklärte der Prä<- sident, sicherlich int eigensten Interesse danach streben, eine Vereinbarung über die bisherigen einseitig von Danzig er­lass enen Bestimmungen herbeizuführen, und daher glaube er an eine befriedigende Lösung Dieser Frage. In der Wester- Plattenfrage unterstrich Präsident Sahm die große Bedeutung des Sachverständigengutachtens, das über die einzelnen Fragen der Westerplatte hinaus die volle und uneingeschränkte Souveränität Danzigs anerkannt habe Aber auch die Tat­sache, daß trotz des Vermgungsbeschlusses der Voölkerbundrat beiden Parteien nahegelegt habe, sich bei den direkten Ver­handlungen über die Westerplatte von den Erwägungen des. Sachverständigengutachtens leiten zu lassen, stelle einen Erfolg dar, und somit könne das Gesamtergebnis Der Dezember- tagung für Danztg als befriedigend bezeichnet werden -

China.

X Dchqrfer anti russischer Kurs. Die Nieder­schlagung des kommunistischen Putsches in Kanton hat einen Erlaß der Nanking-Regierung zur Folge gehabt, der die Auflösung aller Konsulate und Handelsagentuxen Sowjetrußlands fordert. Eine Anzahl russischer Aus­länder, die man für Kommunisten hielt, sind erschossen worden. Das Sowjetkonsulat ist mit Truppe» besetzt.

Nach über London kommenden Nachrichten wurde der russischen Generalkonsul in Kanton verhaftet. Das ge­samte Archiv und die Akten sind beschlagnahmt worden. Eine amtliche-Mitteilung der neuen Ramoner Regierung besagt, daß Die Kommunisten unter Führung des rus­sischen Generalkonsuls in Kanton in der Nacht auf Don 10. Dezember einen Umsturz Durdigcführt, wichtige Ge­bäude niedergebrannt, Verwaltungsgebäude ausgeraubt und unter Der Slonnlferinto rrpr/ntfit ttHh ««innfS«* KXitsN