Einzelbild herunterladen
 

Zul-aer /lnZeiger

Erscheint seien Werktag. Bezugspreis: monat­lich 2 Mark. Bei Lieferungsbehin-erungen durch höhere Gewalten", Streiks, Bussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Leiedrich Ehrenklau, Kulöa, Mitglied des Vereins Deutscher Zseitungsvee» leger. Postscheckkonto: Zranksurt a. M. Nr. 1600a

Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg Zulba- und Haunetal «Zulöaer Kreisblatt

Re-aktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zernsprech-Bnschluß Nr. 989

Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit gtzreUenangabe .Zuldaer Anzeiger"gtsto«et.

Bnzeigenpreks: $$r Behörden, Genossenschaf­ten,Banken usw. beträgt die Kleinzeile 0.30 Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 015 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Tagen zu erfol­gen Tag- und Platzvorschristen unverbindlich.

9k. 297 1927

Fulda, Dienstag 20. Dezember

4. Jahrgang

Meine Zeitung für eilige Leser.

* Das Reichskabinett hält eine gemeinsame Sitzung mit dem Preußischen Ministerium ab, um über die Hilfsmaßnahmen für Ostpreußen zu beraten.

* Der Eisenkonflikt spitzt sich zu, da auch die Arbeitnehmer den Schiedsspruch ablehnten

* Dir Tagung der kommunistischen Partei Rußlands hat 7,3 Anhänger der Richtung Trotzki, darunter Kamenew und Radek, aus der Partei ausgeschlossen.

* An der nordamerikanischen Küste ist ein Unterseeboot ge­rammt worden und gesunken. Die Rellungsarbeiten gestalten .sich außerordentlich schwierig.

Mo^iMiwwwaMsmKw,^ «imiimii n

Keichstagsferien.

Mit einem tief aus dem Herzen kommendenUffl* der Erleichterung sind am vergangenen Sonnabend die Reichstagsabgeordneten in die Ferien gegangen; denn Der letzten Monate Qual war groß", um ein Wort Schillers etwas zu variieren. Mehr als reichliche Arbeit in den Ausschüssen, vielstündige Sitzungen im Plenum, wo zahllose Abstimmungen stattfanden, deren Resultat so manches Mal auf des Messers Schneide stand, haben Zeit und Arbeitskraft der Volksvertreter stark genug in Anspruch genommen. Angenehmer und kurzwelliger wurde die Sache dadurch auch nicht gerade, daß der Wahlkampf des kommenden Jahres seinen ersten Schatten über dasHohe Haus" warf, Anträge, Reden und Abstimmungen zu beeinflussen begann.

Das Parlamentsjahr 1927 zog ja im Zeichen der Krise ein, derüblichen" Weihnachtskrise, die im Anfang Februar vurch das neugebildete Kabinett Marx ihr Ende sano. Die Opposition hat der neuen Regierungskoalition und ihrem Kabinett manch schwere Stunde bereitet, so manches Mal haben auch angebliche oder wirkliche innere Schwierigkeiten in Kabinett und Koalition die Entwick­lung zu gefährden vermocht. Verdes wurde bisher über­wunden; aber man hüte sich vor dem politischen Prophezeien darüber, wie es im kommenden Jahre aus- wird? Wachsende, tiefere Schatten wirft der Wahl­lamp. voraus; da muß man sich oenn immer aus allerhand Überraschungen gefaßt machen. Auch bei der Beratung des R e i ch s s ch u l g e s e tz e n t w u r f s haben sich wieder einmal innerhalb der Koalition Schwierigkeiten gezeigt; nach bewährter Methode hat man die Wejter- bcratung vertagt, um in der Zwischenzeit eins der im Parlament überaus üblichen Kompromisse zu finden. Schließlich hat ja keine der jetzigen Koalitionsparteien ein wesentliches Interesse an der Sprengung des parla- mentarischen Bündnisses, die zweifellos die Auflösung des Reichstages hcrbeifübren würde. Will man doch unter allen Umständen noch das Liquidationsschädengesetz, den Etat, das neue Strafgesetzbuch und so manches andere erledigen, vielleicht sogar auch an die soviel dis­kutierte Reichsverwaltungs- und -Verfassungsreform Her­angehen. Mitte Januar wird die jetzt aufgewühlte Streitfrage Beaufsichtigung des Religionsunterrichtes in Ler Bekenntnisschule durch Beauftragte der entsprechen­den Religionsgesellschaften, die schon Anlaß zu Krisen- gerüchten gab, auch wieder mit größerer Ruhe und durch gegenseitiges Entgegenkommen aus der Welt zu schaffen sein, weil man einen Wahlkampf um das Retchsschulgesetz benn doch nicht entbrennen lassen will.

Gesetzgeberisch ist im Jahre 1927 durch den Reichs­tag recht Erhebliches geleistet worden; ob Gutes oder Schlechtes, wird natürlich vom verschiedenen Parteistand- Punkt aus auch verschieden beurteilt. Die großen Vor­lagen über die Erwerbslosenversicherung und die Be- mutenbesoldungsreform konnten aber doch auch mit Zu­stimmung der Opposition erledigt werden; sie sind sozial­politisch, sinanziell und wirtschaftlich von besonders großer Bedeutung. Erfreulicherweise ist es auch gelungen, eine Reihe von Handelsverträgen unter Dach und Fach zu bringen und die abgebrochenen handelspoli­tischen Beziehungen mit Polen leicht wieder anzuknüpfen. Am meisten Arbeit verursachte dem Parlament natürlich das Schmerzenskind, nämlich die F i n a n z e n D e u t s ch- l a u d s. Auch hier ist noch manches, was geschehen soll, erst im Werden, aber in letzter Stunde hat man doch wenigstens eine wenn auch bedingte Lohnsteuersenkung durchgeführt, weil die Reichseinyahmest weit höher waren, als man dies zu Beginn des Jahres je zu hoffen wagte. Denn im großen und ganzen können wir mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Jahres 1927 einiger­maßen zufrieden sein; dabei hat zweifellos sehr erheblich witgewirkt, daß unsere deutsche sozialpolitische Gesetz- getzung zu einem gewissen Abschluß kam, die Wirtschaft bor irgendwelchen Experimenten nach dieser Richtung hin berschont geblieben ist.

... A 11 ßenp 0 litisch hat sich der Reichstag einer ge­wissen Resignation hingegeben, da hier die Entwicklung zwangsläufig verlief. Hierin herrschte im Reichstag eine Art üirchhofsruhe, die nur sehr selten durch kurze, müde Debatten gestört wurde; daß es im nächsten Jahr anders wird, ist nicht zu erwarten.

Viel an Arbeit ist durch den Reichstag geleistet wor- den int nun bald verflossenem Jahr; nicht minder Wichtiges soll im kommenden Jahr noch geleistet werden "nd dann hat der Wähler das Wort

'ct Kommandant desBerlin" beim Reichswehrministerium. . Berlin. Der Kommandant des Kreuzers Berlin, Kolbe, nem der Vorwurf gemacht wurde, daß er den Prinzen Heinrich n Bord des KreuzersBerlin" eingcladcn hatte wurde vom ^erchswehrministerium empfangen, um über die Vorgänge ^Msagan. Eine Entscheidung über das Verhalten des Aom, Mandanten hat das Neichrwe-rministetium noch nicht aefatzt.

Eine amerikanische

Kn Unterseeboot gerammt und gesunken.

Morseverständigung unter Wasser.

Das amerikanische UnterseebootS. 4" wurde auf der Höhe von Woodend von dem zum Küstenschutz ge­hörenden ZerstörerPaulding" gerammt und ging unter. Zeugen des Unglücks berichten, daß der ZerstörerPaul­ding" im Begriff war, in den Hafen einz. ikaufen, als das Unterseeboot plötzlich emportauchte. Der Zerstörer konnte seine Fahrtrichtung nicht mehr ändern, und so stießen die Schiffe zusammen. Das Unterseeboot sank sofort. Das Schicksal der aus vier Offizieren und 39 Mann bestehen­den Besatzung ist noch ungewiß.

Der ZerstörerPaulding" erreichte den Hafen mit Wasser im unteren Schiffsraum. Er wird voraussichtlich sofort auf Strand gesetzt werden müssen, da man sein Sinken befürchtet

Das Marinedepartement wurde benachrichtigt, daß Taucher feststellten, daß sich in dem Torpedoraum des UnterseebootsS. 4* sechs Mann am Leben befinden. In das Unterseeboot wurde Luft gepumpt und zwischen den Tauchern und den Leuten im Torpedoraum

durch Klopfzeichen eine Verständigung herbeigeführt. Die Klopfzeichen wurden erwidert und es entspann sich zwischen den Eingeschlossenen und den Tauchern folgende Unterhaltung. Frage von außen: Ist Sauerstoff vorhanden?" Antwort von innen:Nein,

Die Hilfe für Ostpreußen.

Gemeinsame K a b i n e t t s s i tz u n g.

Eine gemeinsame Sitzung der beiden Kabinette, der Reichsregierung und der preußischen Regierung, wurde für Mittwoch angesetzt, in der über die Maßnahmen be­raten werden wird, die die beabsichtigte Aktion der beiden Regierungen zur Förderung der wirtschaftlichen und tut turellen Verhältnisse in Ostpreußen vorgesehen hat.

Geplant sind die Ausgabe möglichst niedrig verzins­licher Pfandbriefe, die Gewährung von Zwischenkrediten für die Landwirtschaft, ein Sondetkredit für die Genossen­schaften. Die bisherigen erststelligen Hypotheken sollen verbilligt, Wechselschnlden und zweite Hypotheken abgelöst werden, über den wirtschaftlichen Sachverständigen, den Ostpreußen in die neue Verwaltungsstelle für Ostpreußen beim Rerchsministerium des Innern entsenden soll und für den das Recht des unmittelbaren Vortrags beim Reichskanzler vorbehalten ist, ist noch keine Entscheidung getrogen.

Im weiteren Verlaus der Sitzung des Auswärtigen Ausschusses wurde der Gesetzentwurf betreffend das Über­einkommen und Statut über die Internationale Rechts­ordnung der Seehäfen behandelt. Nach längerer Aus­sprache kam sowohl von feiten der Reichsregierung wie von Mitgliedern des Ausschusses zum Ausdruck, daß der Wunsch nach einer möglichst freiheitlichen Ge­staltung der Beziehungen der Seeschiffahrt allerdings im Statut in mancher Hinsicht nicht verwirklicht worden sei, insbesondere seien die deutschen Wünsche in dieser Be­ziehung nicht durchweg befriedigt worden. Hierauf ver­tagte sich der Ausschuß.

Das gestrichene Panzerschiff.

Doppelvorlage im Reichstag?

Der R e i ch s r a t hat^ bekanntlich an dem Etatscut- wurf für 1928 mehrere Streichungen vorgenommen, so u. a. auch eine angesorderte Summe von 13,5 Millionen Mark für den Bau eines neuen Panzerschiffes aügesetzt.

Diese Kürzung, die der Reichsrat mit der Notwendig­keit begründete, überflüssige Ausgaben zu vermeiden und mehr Wert auf die Sozialpolitik zu legen, hat ziemliches Aufsehen wachgerufen. Man schreibt die Streichung den preußischen Stimmen im Reichsrat zu und will wissen, die Reichsregierung werde sich dabei nicht be­ruhigen, sondern dem Reichstag eine Doppelvorlage zugehen lassen. In manchen Kreisen wird aller­dings behauptet, der Beschluß des Reichsrats sei auf die Haltung der Z e n t r u m s v e r t r e t e r zurückzuführen. Würde das Zentrum im Reichstag nicht von dem Stand­punkt seiner Freunde abweichen, so hätte die Regierung wenig Aussicht, mit ihrer Panzerschifforderung durch zu dringen.

Die Präsidenten der Landesorbeitsämier.

Ernennungen d u r ch den Reichspräsidenten.

Der Reichspräsident hat im Einvernehmen mit dem Vor­stand der Rcicysanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeits­losenversicherung sowie den obersten Landesbeborden zu Präsi­denten der Landesarbeitsämter folgende Herren ernannt: Für den Bezirk Ostpreußen den Ministerialrat im Neichsarbeils- minifterium Gaßner, für Schlesien den Landesrat Gärt­ner, für Brandenburg Stadtrat Brühl, für Pommern Oberregierungsrat im Reichsfinanzministerium Kretsch­mann, für die Nord mark Ministerialrat im Reicbswirtscbafts- minifterium Dr. Sjöberg, für Niedersachsen Präsident Dr. Link, für Westfalen Direktor Dr. Ordema n n, für das Rheinland Ministerialrat im Reichsarbeitsministerium M i s - song, für Hessen den badischen Arbeitsminister a. D. Dr. Engler, für Mitteldeutschland den Präsidenten im Landes- finaujamt Berlin Dr. Löblich, für Sachsen Dr. Schulze, für Bayern Ministerialdirektor im Reichsarbeitsministerlum Geheimrat Kerschensteiner und für Südwestdeutschland Ministerialrat im MMetäx-Er» ÄrbeitSmi niftsrium Kâlin. '

U-Boot-Tragödie.

Luft ist stickig. Wie Itnge dauert es noch?" Auf die weitere Frage der Taucher:Wieviel seid.ihr?" kam die Antwort:Wir sind sechs. Bitte, beeilt euch! Wird es noch lange dauern?" Darauf antworteten die Taucher: Wir tun alles mögliche."

In der Bevölkerung rief der Untergang des Untersee bootes begreiflicherweise allergrößte Erregung hervor. Die Bergungsarbeiten wurden schleunigst eingeleitet und zu­nächst eine

Markierung der Unfallstelle durch Leuchtbojen durchgeführt. Außerdem wurden von allen Seiten Taucher und Preßluftpontons abgeschickt. Admiral Hughes über­nahm von Washington aus persönlich die Organisierung des Hilfswerkes.

Im Laufe des Tages trafen dann auch noch insgesamt 50 Taucher und neun Marinefahrzeuge an der Unglücks- stelle ein, um die Hebearbeiten auszunehmen. Taucher konnten erst nach stundenlangem Suchen die Position des Wracks feststellen, das rund 1650 Meter von der Hafen­einfahrt in etwa

33 Meter Tiefe liegt.

Eine Rettung der in dem gesunkenen Unterseeboot noch lebenden Mannschaft wird sich nur durch Heben des Bootes ermöglichen lassen. Da alle Rettungs­arbeiten mit größtem Nachdruck betrieben werden, besteht die Hoffnung, wenigstens einen geringen Teil der Be­satzung am Leben zu erhalten.

Der Eisenkonfltkt dauert an.

Ablehnung des Schiedsspruchs durch die Arbeitnehmer.

In Essen tagte die Geschästssührerkonferenz des Deutschen Metallarbeiterverbandes ifreigewerkschaftlich und sozialdemokratisch) für den Ruhrbezirk Nordwest. Nach erregter Aussprache wurden die beiden Schieds­sprüche des Schlichters einmütig abgelehnt. Angegriffen wurden in dem Arbeitszeuschiedsspruch insbesondere die Regelung der Sonntagsarbeit und die Bestimmungen über die Arbeitszeit in den weiterverarbeitenden Be­trieben. Die Regelung über die Lohnhöhe wurde als

vollständig indiskutabel bezeichnet, und auch die Laufdauer des Schiedsspruchs wurde abgelehnt.

In Mülheim an der Ruhr tagte gleichzeitig die Ver-- treterkonferenz des Christlichen M e t a l l a r - beiterverbandeâ. Auch in dieser Versammlung wurde der Schiedsspruch über die Lohnhöhe kurzerhand abgelehnt. Die Ansichten über den Schiedsspruch bezüg­lich der Arbeitszeit waren geteilt.

Die führenden Industriellen der nordwestlichen Gruppe des Arbeitgeberverbandes sind in Düsseldorf zu einer vertraulichen Besprechung zusammengetreten, um die Richtlinien für die Stellungnahme der Großindustrie bei den am Dienstag stattfindenden Verhandlungen mit dem Reichsarbeitsminister in Berlin festzulegen. Eine - Klärung in der Frage der Stillegungsaktion ist bis zur Stunde noch nicht erfolgt. Diese Ungewißheit hat in Arbeiterkreisen Beunruhigung hervorgerufen.

Vor der Verbindlichkeitserklärung in Niederschlesien.

In Waldenburg nahmen sowohl die Arbeit­nehmer- wie auch die Arbeitgeberverbände zu dem am Sonnabend gefällten Schiedsspruch Stellung. Die Arbeitnehmerverbände lehnten den Schieds­spruch ab, die Arbeitgeber nahmen ihn trotz schwerer Bedenken an. Nunmehr finden die Nachverhandlungen statt, in denen aller Voraussicht nach der Schiedsspruch- für verbindlich erklärt wird. Damit dürfte die Streik- gefahr im niederschlesischen Kohlenrevier behoben sein.

Gesamtergebnis der Angestelltenwahlen.

Vorläufiges Resultat.

Nach dem vorläufigen Gesamtergebnis der An­gestelltenwahlen haben erhalten: der Deutschnationale Handlungsgehilfenverband 1608 Vertrauensmänner gleich 45,3 Prozent sämtlicher Vertrauensmännersitze, die mit ihm verbündeten Verbände weitere 290 Vertrauensmännersitze. Der Gewerkschaftsbund der Angestellten hat 901 Ver« trauensmänner gleich 25,4 Prozent der Sitze erhalten, der gesamte Hauptausschutz 2924 Vertrauensmäunersitze gleich 82,4 Prozent sämtlicher Vertrauensmännersitze. Die 14. Afaverbände haben es auf 544 Vertrauensmännersitze gleich 15,3 Prozent sämtlicher Vertrauensmännersitze gebracht. Das bedeutet für sie einen Rückgang gegen dre, letzte Wahl im Jahre 1922.

Kapitän Ehrhardt bei der Polizei.

Die Untersuchung wegen des Wiking-Bundes.

Einige in Magdeburg und in Berlin vorgenommene Haussuchungen geschahen deshalb, weil der Verdacht auf- getaucht war, der in Preußen verbotene Wiking-Bund be­stehe heimlich weiter. Die Polizei beschlagnahmte Mate­rial und nahm fünf Personen in Haft. Die Verhaftete» waren Angestellte des bekannten Kapitäns Ehrhardt, dessen Berliner Geschäftslokalität ebenfalls einer Durch­suchung unterzogen wurde.

Kapitän Ehrhard t erschien alsbald nach den Ver­haftungen freiwillig mit einem Rechtsanwalt bei der Ber­liner. Polizei und bat um Vernehmung. Er erklärte, daß in Preußen Wiking-Gruppen mit seinem Einverständnis oder seinem Wissen nicht mehr beständen. Gegenüber dem