Zul-aer Anzeiger
Erscheint seöen Werktag. Bezugspreis: monatlich 2 Mark. Bei âferungsbehinâerungen durch „höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Friedrich Ehrenklau, Fulda, Mitglied des Vereins deutscher Zeitungsver- leger. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. Nr. ia<w>
Nr. 4 — 1929
—”
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg ßul-a- unö Haunetal »Zulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ♦ Zernsprech-flnschluß Üt. ♦$♦
Nachdruck 6« mit * versehenen Artikel nur mit chueUenangobe.Julian Rngeign'gtftafrtf.
Tlnzeigenprek«: Für Behörden, Graoffeasthaß» ten, Banken usw. betrögt die Kleinzeil« OJO Ölf.# für auswärtig« Auftraggeber 0.25 Mk.,für Ma Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk^ K Reklamezril» 0.60 Mark ♦ Bei Rechnungsstel- hing hat Zahlung innerhalb 8 Tag« ja «felgen ♦ Tag. and Platzverschristen uuvrrdinöltch.
Fulda, Samstag, 5. Januar
6. Jahrgang
Der „mißverstandene" Parker Gilbert.
^ t? unbegründete
Reparationsbericht.
«in großer Teil der amerikanischen Presse hat fich nach der ersten kritiklosen Wiedergabe des die günstige Lage Deutschlands betonenden Berichts des Reparations- ngenten besonnen und zweifelt jetzt die Stichhaltigkeit der optiinistischen Äußerungen Parker Gilberts unverhohlen an. Die Blätter weisen auf die einhellige Ablehnung in Deutschland hin und sagen, der de,rische Reichskanzler Müller werde nach seiner Rückkehr aus den Ferien stärkere Mitarbeit finden als je zuvor. Gegen den angeblichen wirtschaftlichen Aufschwung Deutschlands spreche die große Arbeitslosenziffer, ferner der Rückgang ter Kohlenerzeugung und -ausfuhr, die Steigerung der Einfuhr usw. Es sei leicht für Parker Gilbert, sagt ein Leitartikel, aus anderer Leute Haut Niemen zu schneiden.
Gilbert äußerte sich selbst nach seiner Ankunst in New- Hork, er lehne es ab, sich näher über seinen Bericht zu äußern. Er meinte, die de"tsche Auslegung beruhe wahrscheinlich auf einer, hastigen Durchsicht seines Berichtes, der deutsche Text des Jahresberichtes liege noch nicht vor, werde aber vorbereitet. Hätte der deutsche Text vorgelegen, so würden die deutschen Äußerungen wahrscheinlich anders lauten.
Kritik selbst in Frankreich.
Ob dem Jubel über Parker Gilberts rsstges Gemälde von Deutschlands Erstarkung scheint selbst in Paris noch ein Nest von Besinnung erhalten geblieben zu sein. So schreib: das „Journal", Gilbert habe wahrscheinlich ein zu optimistisches Bild von der deutschen Wirtschaftslage entworfen. Es fei nicht zu leugnen, daß die deutsche Zahlungsbilanz mit 1,8 Milliarden Reichsmark passiv sei.
Hstbert^ab-..^ .WM.jB?M- weil er damit di« Rewyorker Finanzlrnte für die m Aussicht genommene Anleihe günstig stimmen wolle. Den Deutschen habe er eine Verminderung ihrer Schulden ver
FasiZWMMrfvnenhesM gldas Reich
Eine Denkschrift des ReichsfiuenzMisiflerS.
In einer umfangreichen Denkschrift hat soeben der Jeichsfinanzminister Dr. Hilferding de« Reichstag eine bersicht darüber verschafft, wieviel Beamte, Angestellte td Arbeiter in der Inflationszeit für das Reich tätig aren und um wieviel inzwischen durch den Beamtenabvou diese Zahl geringer geworden ist. Am Stichtage, dein 1. Juli 1928, beschäftigten sämtliche ReichSbehörden, mit Ausnahme der Reichspost, insgesamt 177 659 Personen; weitaus die Mehrzahl davon, nämlich über 98 000 waren als Beamte tätig. Bemerkenswert ist es. daß die Reichs- Post allein mit 289 590 Beschäftigten weit mehr Beamte usw. hat als alle übrigen ReichSbehörden znsammrn. Insgesamt waren demnach 1928 467 249 Personen in den ReichSbehörden tätig.
Gegenüber dem 1. Oktober 1923 ist daS riesige Heer der Reichsarbeitnehmer insgesamt um immerhin 124 329 Beamte, Angestellte und Arbeiter geringer geworden. Das Reich selbst hat in seinen verschiedenen Behörden zusammen etwa 49 060, die ReichSpost mehr ald das
Doppelte „abgebaut".
Immerhin haben im einzelnen einige Personal- staitgefnnden. die sich aber nur auf ltcr beziehen und insgesamt wenige
Vermehrungen staitgefnnden, die sich
Angestellte und Arbeiter beziehen und insgesamt wenige hundert betragen. So hat das Reichswirtschaftsministe- rium für die Erweiterung der statistischen Erhebungen, das Neichsarbeitsministerium wegen der vermehrten Sozial- aufaaben, das Neichsverkehrsministcriüm bei der Wasser- straßenverwallung und das Reichsfinanzministerium für den weiteren Abbau des Buch- und Betriebsprüsungs- di^nstes sowie für die Übernahme der Verwaltung der thüringischen und mecklenburgischen Landessteuern durch das Reich neuer Arbeitskräfte benötigt. Auch das Bureau des Reichspräsidenten hat seit dem 1. Oktober 1923 bei gleichgebliebener Beamtenzahl (16) je drei Angestellte und Arbeiter mehr bekommen.
Abgesehen von der Reichspostverwaltung werden übrigens natürlich weitaus die meisten Beamten und übrigen Arbeitnehmer beim Reichsfmanznnmsterlum beschäftigi, das, um nur en Beispiel zu nennen, von den 88 281 Beamten der Hoheits- und Betriebsverwaltungen des Reiches (mit Ausnahme der Reichspost) am 1. Juli 1928 allein 76132 beschäftigte.
Kleine Zeitung für eilige Leser
* ^^rke Schneeverwehungen haben besonders in Thüringen und im Rfescngehirge zu großen Verkehrsstockungen geführt.
* An^IiAchische Kirina, die Forderungen gegen daS Deutsche Reich t)nben lImlbt> wollte die Deutsche Gesandt- schafi in Prag t>fänbcn lä, Das lschechische Anßenministe- riiim steh» aber aus dem Standpunkt, daß dies völkerrechtlich nicht zulässig ist. ■
* Das Pariser „JournalS bezeichnet den Werkln des iNepara- ckonsaaemen Parker Gilberi als Schönfärberei zuungunsten Deutschlands
* (In Belgien stürzte ein Auto mit 18 Arbeitern in die Ourthc, Sämtliche Insassen ertranken.
* Litauen Hai den auch thm mic Polen gemachten Vorschlag angenommen, sofort mit Rußland einen Kriegsächiungspakt einzugchen.
sprochen und den Alliierten sofortige Zahlungen vorge- Srt. Man täte in Frankreich aut daran, sich nicht onen hinzugrben und immer wieder die volle Wahr- heit z« fordern.
Halbe Wahrheiten.
Reichstagsabgeordneter Dr. R. Schneider von der Bottèpartei, der als genauer Kenner des Reparationsproblems gilt, wendet sich in einem zu Dresden veröffentlichten Artikel scharf gegen den Bericht Parker Gilberts. Dr. Schneider sagt: „Schlimmer als Unwahrheiten sind halbe Wahrheiten. Das schlimmste für Deutschland ist es, daß nicht nur der Schein gegen uns spricht, sondern, daß auch manche mühevolle, in fremden, hoch zu verzinsenden Kapitalien geschaffene Leistung deutschen Wagemutes in dem unendlich schwierigen Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft irreführend gegen uns ausgespielt werden kann. Das heißt nach dem bisher Geschehenen:
„Deutschland kann zahlen?"
Was bisher geleistet wurde, mußte auf Borg geleistet werden. Es ist unbestritten, daß die Kapitalbildung Deutschlands bei weitem nicht für den notwendigsten eigenen Bedarf ausreicht, geschweige denn für Tribut-- Zahlungen. Parker Gilbert weiß es und alle Wirtschafts- kenuer der Welt reissen es, daß gerade infolge der Reparationslasten Deutschlands Kapitalbedarf und damit Deutschlands Zinsenlast und Zinsenhöhe hoch über den Lurchschuitt der anderen Länder getrieben ist. Im vergangenen Jahr ist Leihgeld in Deutschland vier Prozent teurer gewesen als in den Ländern, die mit uns ton' kurrieren. Wir wissen wohl, daß manchmal der Schein siegen uns spricht: „Berlin im Licht", der Betrieb des Knrfürftcndämmes, die Großzügigkeit so mancher Stadtverwaltung mit Ausstellungen und sonstiger illuminierter Repräsentation. Da wird mancher Schaden angerichtet, lya^t V e f e m j^ recht, als er neulich zornig anSrief: „Ich wünschte, daß doch einmal die Oberbürgermeister NeparationZverhandlungen führen möchten!"
Wauen für Rußlands Kriegsachlungspakk.
Amtliche Zustimmung.
Vor kurzem sandte Rußland an Pole» eine Aufforderung, schon vor dem allgemeinen Inkrafttreten des Kelloggschen Antikriegsvertrages diesen Pakt bei den gegenseitigen Beziehungen in Kraft treten zu lassen. Während Polen sich abwartend verhält und einstweilen in feinen Zeitungen gegen den Sowjetstaat polemisiert, hat Litauen, dem das russische Angebot ebenfalls zuging, den Vorschlag unmittelbar angenomm-m.
Offiziell wird aus K o w n o getnetbet: Nachdem sich die litauische Negierung mit dem Inhalt der russischen Note bekanntgemacht hat. stimmte sie zu, den Kellogg-Pakt auf Grund des dritten Paragraphen für eine Gruppe Länder in Kraft treten zu lassen, bevor er von den übrigen Mächten, die ihre Unterschrift unter den Pakt setzten, ratifiziert worden ist Die litauische Regierung hat beschlossen, den Kellogg-Pakt anzuerkennen und die baltischen Staaten eingeladen, sich dem Protokoll anzuschließen.
politische Rundschau.
Oerrffches Reich.
Dank des Rcichsprästdenten.
Auch in diesem Jahre ist dem Reichspräsidenten aus dem In- und Ausland eine Fülle telegraphischer und briefticher Glückwünsche zunl Jahreswechsel zugegangen. Da die Einzelbeantwortung ihm nicht möglich ist, spricht der Reichspräsident allen, die seiner freundlich gedacht haben, auf diesem Wege seinen herzlichen Dank uno seine Erwiderung der Wünsche aus.
Die Vollsrechtspartei will einen Neparationssachverständigen stelle».
Zu bot Auswahl der deutschen Sachverständigen für die Neparationskonferenz hat die Reichsleitung der VottS- rechtspartei an die Rcichsregierung ein Schreiben gerichtet, in welchem der Wunsch ausgesprochen wird einen der beiden deutschen sachverständigen aus den Kreisen der Aufwertungsgläubiger zu entnehmen. Es wird dafür der Vorkämpfer des Aufwertungsgedankens. Reichstagsabgeordneter, Oberlandesgerichtspräsident Dr. Best, in Vorschlag gebracht.
Strafverfolgung preußischer Abgeordneter.
Die Ges-Häftsordnungskommission des Preußischen Landtags beschäftigte sich mit einer Reihe von Anträgen auf Aufhcbuttg der Immunität verschiedener Abgeordneter wegen Beleidigung durch die Presse usw. Der Ausschuß beschloß dem Landtag vorzuscblagen, die Immunität des nationalsozialistischen Abg. Dr. Leh wegen Beleidigung durch die Presse aufzubeben und ebenso die Ge- nehmigung zur Strafverfolgung des nationalsozialistischen Abg. K a il f m a u u - Elberfeld wegen Beleidigung des preußischen Ministerpräsidenten Braun in einem Presseartikel zu erteilen. Bekanntlich will man feit längerer Zeit dem Brauch entgegenwirken, daß Abgeordnete versch>den-r Parteien für eine Reibe von Blätterrr verantwortlich zeichnen, infolge ihres Parlamentari"rg"-ts aber unter Umständen nicht strafrechtlich belangt werden können.
(Großbritannien.
Deutsch-englifche Kultur- und Schulbeziehungen.
In der Guildhall in London tagten die Leiter aller englischen Mittelschulen. Die Zusammenkunft gatt b« Herstellung einer besseren Verbindung zwischen den Unter' richtsbebörden Englands und Deutschlands. Der deutsche Botfckmtter Stbamer nahm als Ehrengast an der Tagung teil. Eine Entschließung wurde einstimmig angenommen, die betont, daß die Zeit gekommen sei, «m im Interest« deß Unterrichtswefens sowie des internationalen guten Willens engere persönliche und sachliche Beziehungen zwischen den Unterrichlssystemen Englands und Deutschlands Herzusiellen. Der deutsche Botfchafier hob die Bedeutung dieser Entschließung her Mittelschulen vo» geeg England hervor.
Tschechoslowakei.
Pfündungsversuch an der deutschen Gesandtschaft in Prag.
Die Firma Loy u. Markus in Mombassa lBritisch- Ostafrika) hat beim gemischten tschechoslowakisch-deutsche« Schiedsgericht in Genf gegen das Deutsche Reich und di« Deutsch-Ostafrikanische Bank A.-G. ein Urteil auf Zahlung von etwa 1 5 Millionen Ticheckiokronen erwirkt. Der Anwalt der Gläubiaer'n versucht jetzt dem Urteil in Prag Geltung zu »erschaffen. Beim Prager Landesqer'cht wurde Erekuckon durch Einverleibung des Pfandrechts an dem Gebäude der deutschen Gesandtschaft in Prag zwecks Eintreibung der Forderung beantragt. Das Landesgericht bat die Erekntionsbew'lliaung verweigert. Das Außenministerium vertritt den Standvunft. daß eine Exekution auf ein ^esandtschaftsaebäude im Sinne des Völkerrechts unzuläksiq ist. Die Firma Lod n. Markus Nit ihren Sih in Mombassa. Die Inhaber find tschrchy- slowaki'che Sioorsanaebörige.
Aus Zn- und Ausland
Berlin Dr Ebtang Chao-vll, bet dtsderizze ckiinesilcde Gescköktsrröaer in Berlin, reift natfi mehrjâhriqer Xäti-ifeit dieser Tage mit feiner fifamtite nach China zurück,
Berlin. Die Sozialdemokratisch« Partei wird ihren <8ort»haa Nu lang März abhatten Es ist damit rrchncn, daß auch der Demokratische Sattelte# in der ersten Hälfte dieses Jahres stattfindet. ^ ~ „
ist noch unbestimmt.
Weimar Wie verlautet, ist bet Beginn bet öffentlichen tzauptverhandluna in den bethen schon seit einigen Aalten aegen den früheren Weimarer Oberstaatsanwalt Dr. Frieders schwebenden Dieuststrafversahren vor her Weimarer Dienststrafkammer ans Montag, de» 18. Febr»ar, fest- geseüt worden.
Evd^knhuen. Unter her Begrstndnng ungenügender Deik» nahm« deutscher Kinder am Unterricht an den deutsche, Schul-n in Stauen wurden in fester Zeit in verschieden«« Gegenden des Landes deutsche Schulen geschloss««.
Brag Fn Preßburg wurde der Abgeordnetr her Wi» Wakikch-n Nolksvartel, Dr. Bela Tuka verhaftet M« wirkt ibm Förderung der Selbständlgkeitsbewegung her Slw Waken vor und Hochverrat an der Tschechoslowakei.
Auch anb<w
Paris Nach einer Meldung auS Tannes muß Großfürst Nikolaus von Rußland zwar noch daS V«R Hilten, sein Allgemeinbefinden ist aber zufriedenstellend. Um glaubt daß bet Kranke nunmehr außer Gefahr ist.
~ .^?Ä^ Aus Mailand ist der Generalsekretär dar Faschistischen Partei. Giampaoli. aeftüchtet. Auch anb<w frilbereJSeamte der Mailänder Faschistcnorganisatiou sind M 'örem^often entfernt worden Diese Spitzen bet Mailänd« Faschistenpartei sollen daS Attentat gegen den »-nt» am 12 April 1928 in Szene gesetzt haben. *
Warschau. Wie auS Petrikari gemeldet wird, ist dort tu Stadthaus der Magistratsbeamte Jaszkowski von seinem «offenen Kajdzinskt erschossen worden. Die Polizet nahm die Verfolgung sofort auf und konnte Kaidzinfti bald verhaften. Anscheinend handelt es sich um einen politischen Mord ober um einen Racheakt.
. «iga. Der deutsche Reichstagspräsident L » b r ist ,« br* täaigem Sefujbe hier eingetroffen. RetchStagsprLside»« Silo Hut bet dem Saetmapräsidenten Wohnuna genommen.
Drei Verbindlichkeiiserklärungen.
Im öffentlichen Interesse.
Vom Reichsarbeitsminister sind folgende SchiedS. spräche für verbindlich erklärt worden: Der Schiedssprpch fürdieMünsterländischeTertilindustrievom 20. November, der Schiedsspruch im Lohnstreit bet Bielefelder Textilindustrie vom 30. November. Ferner der Schiedsspruch vom 6. Dezember vorigen- Jahres im Tartfstreit der O st s ä ch s i s ch e n Textil'- i n d u st r i e. Sämtliche Verbindlichkeitserklärungèn erfolgten unter der Begründung des öffentlichen Interesses.
Kongresse und Versammlungen
b. Der Franfturter Kongreß über die modernen Stieg#* Methoden und den Schub der Zivilbevölkerung. Die von bèr Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit nach Frankfurt a. M einberufene Internationale Konferenz über die modernen KriegSmethoden und den Schutz der Zivilbevölkerung wurde mit einer Begrüßungsansvrache der Vorsitzenden der Ortsgruppe Frankfurt a M. eröffnet Nachdem Bürgermeister Gräk namens der Stadt den Kongreß willkommen geheißen hatte, gab Frau Raima Sablbom- Stockholm, die Vorützende des internationalen Organisolionskomitees. einen Überblick über die Gründe, die bie Veranlassung zur Einberufung der Konferenz gegeben hatten, nämlich die außerordentliche Zunahme der Fabrikation »an Giftgasen und die Tatsache, daß nur verschwindend wenige Regierungen das Giftgasabkommen des Völkerbundes ratifiziert haben. Professor Dr 8. Lew'n-D«u«schland svrach über das Thema „Vergiftungsgefahr durch Giftgase" • Er bezeichnete den Giftgaskrieg als einen feigen und verbrecherischen Angriff gegen Wehrlose. Die Verwendung von Giftgas gegen das es keinen Schutz gibt und dem bte B*- “«offenen unter entsetzlichen Qualen erliegen, ist eine dem -menschlichen Empfinden so unfaßbar«, daß sie al- ein dem ganzen Menschentum zugefügtes schweres Verbrechen änz«t- sehen ist Zum Kongreß sind zahlreiche Ausländer erschien«»,