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Fuldaer /lnzeiger

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Tagrblatt für Rhön und Vogelsberg» §ulöa- un- Haunetal Iul-aer Kreisblatt

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Nr. 19 1929

Fulda, Mittwoch, 23. Januar

6. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Vor dem Reichsarbeitsgericht finden die Verhandlungen über die Rechtsgültigkeit des Wissellschen Schiedsspruches im Konflikt der nordwestlichen Eiseinndnnrie statt.

* In der Anstallskirche des Zuchthauses in Sonnenburg findet zurzeit ein sensationeller Prozeß gegen eine große An- ^HI von Strafanstaltsbeami-en wegen Unterschlagung und Be­stechung statt Die Anklage stützt sich zum grogen Teil auf die Aussagen von Schwerverbrechern, bte aus den verschiedenen Zuchthäusern als Zeugen vorgeführt werden.

- * ^n einem Luxushotel in Berlin wurde der bekannte Renn­stall- und Rittergutsbesitzer Gottschalk aus Halberstadt, der als mehrfacher Millionär galt, erhängt aufgefunden.

* König Aman Ullah soll starke militärische Streitkräfte zu- sammengezogen haben, um den Thron in Kabul wiederzu- gewinnen.

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Selbsthilfe in der LandwirtschaA.

DasStettiner Programm".

Die Pommersche Landwirtschaftliche Woche, die von jeher einen beachtlichen Ruf im Reiche genießt, hat dies­mal unter einer besonderen einheitlichen Losung gestanden, die auch in nichtlandwirtschaftlichen Kreisen Ausmerken verursacht hat. Ist man es sonst gewohnt, über die Not der Landwirtschaft Klagen zu hören, die gegenwärtig von keiner Partei als unberechtigt bezeichnet werden, so wurde in den acht Stettiner Verhandlungstagen weniger geklagt als vielmehr mit einer gewissen trotzigen S e l b st z u v e r- sicht f e st g e st e l l t, daß die Landwirtschaft noch nicht am Ende sein dürfte. Alle die Möglichkeiten der Selbst­hilfe wurden von den verschiedensten Sachverständigen, von Praktikern, Gelehrten und Vertretern des städtischen Großhandels entworfen, so daß man von einem Stettiner Programm reden kann, das nun in den nächsten Wochen und Monaten die breitesten Kreise der deutschen Land­wirtschaft beschäftigen wird, zumal aus der Aktion Mittel zur Entschuldung der landwirtschaftlichen Betriebe flüssig a 'wgAt werden sollen, das abcriHWiverständlich auch die Verbraucher unmittelbar MaM . ,

übereinstimmend stellten alle Beurteiler fest, daß die Landwirtschaft an ihrer schwierigen Lage ein gewisses Teil Schuld selbst trägt. Während sie in vorzüglicher Weise ihre Erzeugung verbessert und vermehrt hat, hat sie sich nicht um den Absatz ihrer Produkte bekümmert.Von allem, was Marktverkauf und Preisgestaltung betrifft, haben die meisten Landwirte keine Ahnung." Daß damit nicht zuviel behauptet ist, totes ein Berliner Eros- schlächtermeister den pommerschen Schafzüchter» nach. Deutschland braucht im Verhältnis zu anderen europäi­schen Ländern viel zuwenig Hammelfleisch. Man hat nun begonnen, den Absatz durch einen Propa­gandafeldzug zu steigern. Den Erfolg haben aber allein bte holländischen Hammelimporteure gehabt, denen es ge­lang, zur rechten Zeit die deutschen Märkte mit billiger und verkaufsgerechter Ware zu beschicken. Dabei waren die Fehler, mit denen die deutschen Züchter und Master sich selbst um die Rentabilität brachten, bei geeigneter Beratung leicht zu vermeiden gewesen. .

Das ist nur ein Beispiel für viele. Sollen diese ständig wiederholten Fehler wenigstens in Zukunft vermieden werden, so haben zwei Leitsätze unbedingte Geltung zu bekommen: Standardisierung der Ware und genossenschaftliche M a r ki b e s ch i ck u n -, beider Vorgänge, die sich im Auslande schon weitgehend durchgesetzt haben. An beide knüpft aber der deutsche Landwirt einstweilen manchesAber", daS nicht so ganz unberechtigt erscheint.

Bei der Standardisierung, der Herstellung von Mar­kenware, wird darauf hingewiesen, daß sich angesichts der Vielfältigkeit der deutschen Böden, der angestammten Arbeitsmethoden und des Klimas eine Standardisierung der Erzeugnisse nicht ohne weiteres durchführen laßt, beisvielsweise beim Getreide. Aber bedingt laßt sie sich ohne neue Jnvestierungskosten dennoch durch­führen Es ist nur nötig, daß der Landwirt sein Getreide in bester Auslese zum Markt bringt. Damit erleichtert er die auf den Markt gelangenden Mengen, erziplt einen höheren Preis und kann den zurückbehaltenen Rest noch zum Höchstvreise von Hafer in der eigenen Wirtschaft ver­füttern. Scharfe Auslese ist auch für die W p e i 1 e- k a r t 0 f f e l n geboten, damit nicht länger der Zustand bleibt, daß ostdeutsche Kartoffeln in den westlichen Indu­striegebieten zu knapp dem halben Preise, der für hollän­dische und belgische Ware gezahlt wird keinen Absatz finden. Drollig ist cs das Geheimnis darf verraten werden mit der vorläufigen Standardisierung des Obstes bestimmter deutscher Anbangcbrcte ge­gangen. An sich ist unser Obst an Geschmack und Gehalt dem amerikanischen weit überlegen. Aber die gute, Knv- lese und Verpackung der Amerikaner hat es nun einmal dem Publikum angetan. Es blieb also nichts andere» übrig, als das deutsche Obst ebenso anszuleken unb zu verpacken, und schon faub es, als . amerikanisch", reißen­den Absatz. Die Herstellung von Markenerzeugnissen tu Frischmilch und Sahne ist notgedrungen in raschem ?>wrt- schreiten begriffen. Weitere Fortschritte werden auf diesem Gebiet und erst recht in der Viehzucht erst auf genossen- schaftlicher Basis gemacht werden.

Denn das ist die zweite Forderung der Zeit: Handel und Industrie sind fest organisiert, die Verbraucher schlie­ßen sich immer mehr zu einer einheitlichen Macht zusam- men, ihnen stehen die dre i Millionen l a n dwirt - fÄaftlichcr Betriebe völlig zersplittert ge­genüber. Schlimmer als das, sie verderben sich gegenseitig die Preise, ohne daß davon der reelle Handel oder gar der Verbraucher einen Vorteil hätte. Da cs zu weit führen würde, in diesem Zusammenhang die einzelnen Vorgänge aufzuführen, so sei an einem Beispiel, wo die Preis- -ichwünkunLell besonders heftig sind, dargetau, wie der zu-

Um den Schiedsspruch.

Der westdeutsche Zudustnekonflikt.

Vor der h ö ch st e n Instanz.

Das Reichsarbeitsgericht unter dem Vorsitz des Senatspräsidenten Oegg verhandelte über den Antrag des Arbeitgeberverbandes Nordwest auf Nichtigkeits­erklärung des von der Schlichterkammer gefällten und vom Reichsarbeitsminister W i s s e l l für verbindlich erklärten Schiedsspruches.

Von Arbeitgeberseite

wurde ausgeführt: In der Schlichtungskammer sei Wevcr eine Einigung zustande gekommen noch habe sich eine maßgebende Majorität bilden können. Nach dem Scheitern dieser beiden Möglichkeiten habe der Schlichter­kammervorsitzende einen Schiedsspruch gefällt, der nur von ihm gebilligt worden sei. Abgesehen von dieser Erwägung verstoße der gefällte Schiedsspruch aber auch deshalb^ gegen die einschlägigen Bestimmungen, weil sein Inhalt in krassem Widerspruch zu dem noch gül­tigen Maulcltarif stehe und somit einen Einbruch dar- ftelle. Vom Arbeitgeberverband wird weiter gerügt, daß der Schiedsspruch eine Lohnregelung verfüge, die gemäß

Unter der Tyrannei der Zuchthäusler.

Die Liste derStrolche".

Skandalöse Zustande im Zuchthaus Sonnenburg.

Zurzeit finden in der Kirche der Strafanstalt Sonnenburg die Verhandlungen des Frankfurter Schöffen­gerichts aeaen eine größere Anzahl von Beamten der Schutz­polizei und der Justizverwaltung statt, die von Gefangenen der Anstalt zum Teil in sehr schwerer Weise belastet werden. Die Beweisaufnahme, bei der die als Zeugen zu vernehmenden Schwerverbrecher aus fast allen Strafanstalten der Provinz Brandenburg zusainmcngeholt werden mußten, ergab für die Verfehlungen der Beamten, denen die Anklage Ver- untreuung und Unterschlagung von Heeresgul vorwirst, das in der Strafanstalt umgearbettet worden war, kein klares Bild, da über den Wen der Anssagen von Schwerver­brechern erhebliche Zweifel bestehen. Bei der Vernehmung der ersten der 29 Angeklagten wurde

ein geradezu ungeheuerliches Bild

von den Zuständen entrollt, die unter der Leitung des Direktors Lüdecke im Sonnenburaer Zuchthaus einacriffen waren. Alle Beamten waren innerlich empört über den Schlendrian, der in allen Abteilungen eingerissen war Aber alles Beschweren hatte nichts gefruchtet, weil die Sirafanstaltsbeamten bei der Direktion keinerlei Rückhalt gegenüber den Gefangenen ge­funden hatten. Die Sträflinge waren allmählich dazu über­gegangen, untereinander eine L i st e zu verabreden, in die sie die Beamten eintrugen, die den Versuch machten, scharf gegen sie vorzugehen. Die Sträflinge machten kein Geheimnis bar« aus, daß sie allen diesen

künftige Absatz gedacht ist, nämlich beim S ch w eine« Angebot. Da nachgewiesen ist, daß lediglich die beiden S ch l a ch t v i e h m ä r k t e von Berlin und Hamburg by- Preise für das ganze Reichmachen", so mutz der Land­wirtschaft daran gelegen sein, das Angebot an diesen ber- oen Plätzen in die Hand zu bekommen. Sw mubinder Lage sein, den Auftrieb so zu regeln, datz keine plötzlichen katastrophalen Preisstürze etntreten können ebensowenig wie plötzliche Haussen, an denen sie kein Interesse, hat. Der Preis muß vielmehr stetig erhalten werden, wie es die Ladcnschlächter selbst wünschen, tn gewissen Grenzen natürlich, aber so, daß die mögliche Preisspanne nach unten und oben beschränkt wird. Andererseits mutz die Landwirtschaft, dem Zug der Zeit und dem he^fchenden Geschmack entsprechend, für eine gleichmäßige Au sge- glichenheitder Ware sorgen, mutz aho aur Z u a) t eines Einheitsschweines übergehen, tote das ebenfalls im Auslande bereits erreicht ist, und muß für bte industrielle Verarbeitung derjenigen Schweme sorgen, die als Schinken-, Speck- und Bratenlieferanten den Emhetts bedinaunaen nicht entsprechen und die daher auch nicht die Schlachtviehpreise an den entscheidenden Märkten drucken dürfen.

Das Werk, die Landwirte zu solchen Zielen unter einen Hut zu bringen, mag nicht leicht erscheinen, aber man darf doch sagen, datz die Zeit dafür heute aus ver­schiedenen wirtschaftlichen und auch politischen Gründen reifer ist als cs frühere waren. Die Form des Zusammen­schlusses wird die der Genossenschaft sein. Denen, die an diesem Worte etwas auszusetzen haben, hat im Rahmen der Stettiner Tagungen Prof. Dr. Beckmann-Bonn, selbst ein westfälischer Kleinbauer, gesagt, sie dürften auch eng­lisch-amerikanisch ausgesprochenKorporäschen" oder ganz feinKooperative Zusammenarbeit" sagen, in der Sache werde alles dasselbe sein. Denn das 20. Jahrhundert sei das der genossenschaftlichen Preisbildung. War die länd­liche Genossenschaft früher ein Produktionszusammen- scbluß. so müsse sie jetzt eine Verkaufsorganisation sein. Zu lange habe der deutsche Bauer nicht begriffen, daß der Schweiß allein nicht mehr bezahlt werde, sondern, datz die moderne Preisbildung eine Organisationssache sei, weiter nichts. Daß der Schweiß wieder nach Gebühr be­zahlt werde, sei eine Zukunftshoffnung.

dem Manteltarif nur Merklich oder örtlich. ketnes- wegs aber, wie cs der Schiedsspruch vorsieht, bezirklich erfolgen kann.

Die Gegenerklärung der Arbeitnchmerverbânde bestreitet, daß eine Kollegialentscheidung nur durch Mehr­heit zustande kommen könne, vielmehr sei die Stimment­scheidung des Vorsitzenden immer maßgebend. Die Arbeitgeberseite wolle dem Staat die rechtliche Möglichkeit entziehen, in allen erforderlichen Fällen Gesamt­streitigkeiten legal zu beenden. Es könne nicht der Sinn eines geordneten Rechtslebens sein, daß die Nichtbefolgung rechtskräftiger Verwaltungsakte unter Be­rufung auf Abstimmiingsmängel begründet werde. Ein Einbruch in einen bestehenden Tarifvertrag liege nicht vor. Im gegenwärtigen Rechtsverfahren handele es sich im wesentlichen und hauptsächlich darum, ob das geltende Schlichtungsverfahren weiter funktionieren könne oder nicht. Der Standpunkt der Arbeilgeberseite führe zu einer fast völligen Ausschaltung der Schlichtung. Die Gegenseite wolle das staatliche Element im Schlich- tungswesen -beseitigen, das den Vorrang des Gesamtinter­esses über die einzelnen Gruppeninteressen zu wahren suche.

Strolchen" bei Gelegenheit ctu3 auswischca würde».

Alle Beschuldigten, die zurzeit mehr als 30 Jahre als Straf- anstallsbcamtc in Sonnenburg tätig sind, erklären bte Au- gaben, aus die die Anklage fußt, als Racheakt der Ge­fangenen. Der Angeklagte Woithe will von der Verkaufs- sperre, die den Beamten verbot, ans den Lagerbestände« der Anstalt Sachen zu erwerben, nichts gewußt haben. Wacht­meister Beer erklärt die Angaben des Lebenslänglichen Stein­bock. er habe sich aus Manielstosf Hosen machen lassen, als Racheakt, weil er dem Steinbock einmal Tabak und Werkzeuge iveggenoinmen habe. Hauptwachtmeister Wichle hatte in dir Liste der Strolche sogar zwei Kreuze bckoinmen, weil er es mit dem Mörder Grüneberg verdorben hatte, der ibn des­wegen anzeigie, er habe Mantelstoff entwendet. Der jugend­liche Mörder des Sommerfelder Kauimannsehepaares Sommer hatte den Wachtmeister Schulz II verdächtigt, Decken entroenittt zu haben, weil er den Sträfling angezeigt hatte, als er sich in eine bessere Stufe eingeschmuggelt hatte Dem Wachtmetstor Henschke war die Schneiderstube unterstellt gewesen, in der ntft immer ein kleiner Teil der Gefangenen gearbeitet hatte.

Die anderen spielten Karten oder rauchten.

Als Henschke durchgreifen wollte, kam er auch auf die Liste der Strolche und wurde verdächtigt, mehrere Ausrüstungsgege»»- stände mitgenommen zu haben. Am interessantesten gepalte»« sich die Vernehmung des Angeklagten Kluck, der ein Bild gab von der erstaunlichen Loiterei, die unter dem Direktor Lüdecke eingeriffen war. Die Selbstherrlichkeit der Gefangenen tu btr Anstalt hatte schließlich zu dem

Plan einer großen Meuterei

die nur durch einen Kassiber, den ein Beamter auf ofe sand, im letzten Augenblick verhütet werden lonnt«- Die Gefangenen hatten Nachschlüssel für alle Torr au« gefertigt und wollten am nächsten Morgen bei der Raffeeau#- gabe den Beamten überwältigen, einschließen und baitu gemeinsam ausreitzen. Bei Den Revisionen in den Arbeits­stilen wurden fuhren weise Sachen gefunden, die die Ge­fangenen beiseitegeschafft hatten. Die Zustäicde warev schließlich so weit gekommen, daß die Gefangenen bei bet Freistunde

in der einen Hand die Tabakspfeife hielten und in der anderen das Taschenmesser mit der offenen Klinge; dabei waren sie so böswillig, daß einmal sogar btt Direktor Lüdecke selbst erheblich verwundet worden war.

Welchen Umfang die

Durchstechereien mit Lebens- und Genußmittel« - angenommen hatten, gebt daraus hervor, daß bet einem efu« zigen Gefangenen einmal 17 Pakete Tabak beschlagnahmt wurden, bei einem anderen ganze Pakete Schmalz Butter und Speck. Der Slaa^Sanwalt betonte hierzu, daß nach Be­kundungen von Sträflingen diese Durchstechereien von Beamten selbst verübt worden seien, und zwar in der Hauptsache für die tn der Schneiderbube tätigen Gefangenen. Aufsehen erregte die Mitteilung, daß dem Strafgefangenen Paasch, einem Mörder, bei Einleitung der Untersuchung wegen bet Unter« schlagungen nicht weniger als

zwölf Schlüssel zu allen möglichen Türen und Portale« abgenommen wurden, bte er von dem Werkmeister Grafundec der Firma Schwarzschild erhalten habe. Zur Sprache kam ferner, daß sich unter dem Der Firma Schwarzschild zurAlt- verwertung" übergebenen Hcercsput zum Teil nagelneue Drillichjacken befanden, die noch mit dem Fabrikationsetikctt versehen und

überhaupt noch nicht getragen waren. An die Beamten des Zuchthauses wurden Drillichhosen für eine Mark, Drillichjacken für 1,25 Mark abgegeben, zu ent­sprechend niedrigen Preisen auch sonstige Kleidungsstücke. Ein­gehende Fragen des Vorsitzenden und der Siaalsanwaltschasr ergaben wiederholt die Erwähnung des Oberwachtmcisters Haumann, der die Verladungen bei Heeresguttransportr auf dem Bahnhof Sonnenburg leitete und nach der Anklage einer der Hauptvermitllcr bet den Schwebungen gewesen sein soll. Gegen Haumann wird getrennt verhandelt werden.

Sie polnischen Gegenvorschläge in Berlin elngelroffe^

Berlin. Wie zu den deutsch polni tragsverhandlungcn inttgeteilt wird, sind die

in den deutsch polnischen Handclöveo-

---------------------~ -Z polnischen Gegen­vorschläge in Berlin eingegangen und den zuständigen Sadu verständigen zur Prüfung unterbreitet worden.