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Zul-aer Anzeiger

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Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und Haunetal-Zul-aer Kreisblatt

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Nr. 40 1929

Fulda, Samstag, 16. Februar

6. Jahrgang

Zickzackkurs des Winters.

Aach milderem wieder

wilderes Wetter.

Schneeverwehungen und Verkehrsstörungen.

Die Hoffnung, daß die Schneefälle, die am Donnerstag begannen, eine mildere Witterung einleitcn würden, hat sich als trügerisch erwiesen: es ist zwar nicht mehr ganz so, aber doch »och beinahe so, wie es gewesen ist, und der Freitag brachte noch keine sichere Aussicht auf eine wesent­liche Milderung der Kälte.

Auch in Westdeutschland liegt jetzt überall Schnee. Die Temperaturen sind in fast allen Gebieten unverändert ge­blieben; nur in der R h e i n g e g e n d ist es etwas milder geworden. Dafür ist in Bayern die Temperatur wieder erheblich gesunken. München meldete eine Minimal- temperatur von 31 Grad. In Berlin wurden Freitag früh 14 Grad gemessen. In Ostpreußen war die Durchschnittstemperatur 10 Grad, in Schlesien 16 Grad. Von der O st s e e k ü st e wurden Temperaturen von 914 Grad gemeldet, von der R 0 r d s e e k ü st e 16 bis 17 Grad. Auch auf den Roxdseeinseln lagen die Temperaturen noch immer um 11 12 Grad

Das Hauptkennzeichen der Wetterlage, wie sie sich am Wochenende darstellte, waren Schnee stürme und Schneeverwehungen. Durch die starken Schneefälle wurden vielfach ebenso starke Verkehrsstörungen herbeigeführt. Unter den Schneeverwehungen hatte in Deutschland vor allem

Ostpreußen

zu leiden. So große Störungen wie in anderen Ländern sind aber bei uns bisher nicht vorgekommen. In 11 n= cha r n ,^ in Österreich und in der Tschecho­slowakei konnten auf vielen Strecken die Züge nicht «ugelaOen werden; bereits abgelastene mußren. da sie tttdH weiterkonnten, wieder zurückgerufen werden. $tm tschechischen Parlament teilte der Verkehrsminister mit, daß die Verkehrseinnahmen in den letzten Tagen von 14 auf 5 Millionen Kronen täglich zurückgegangen seien. Auch aus Dänemark werden große Verkehrs­störungen gemeldet. In Frankreich ist infolge der großen Kälte die Kohlenknappheil so groß, daß in ver­schiedenen Gegenden, vor allem in den fron löfi leben 9Upen, Elektrizität und Gas rationiert werden mußten. ''n Varis macht sich außer dem Kohlenmangel auch ein Mangel an Gemüse bemerkbar. Etwas gebessert bat sich auf unseren Meeren die

Lage der Schiffahrt.

Da auf der Ostsee dank der Hilfe der Linienschiffs? und der Flieger der größte Teil der Schiffe, die im Eise fest­lagen, befreit werden konnte, sind die Eishilfsfküge, wenn auch nicht ganz eingestellt, so doch stark eingeschränkt worden. Dagegen wird die Flugverbindung mit den «vn jedem anderen Verkehr abgeschlossenen Nordse-e- i n s e l n im bisherigen Maße aufrechterhalten, ja es könnte sogar geschehen, daß er noch erweitert iuerbett mAß. da immer mehr Inseln einfrieren.

illitz-Veschwerde vor dem BölleMnd.

Beratung bei der Märztagung.

Der Generalsekretär des Völkerbundes h;rt die Ent­scheidung "getroffen, daß der telegraphische Protest des Deutschen Volksbundes in Oberfchlesien umverzüglich sämtlichen Mitgliedern des Völlcrbundratcs sowie ins­besondere der polnischen Regierung übermittelt und der Fall auf die Tagesordnung der Märztagunzz des Rates (Kleist werden soll. Für den Protest wird somit nach der Entscheidung des Generalsekretärs das Dringlichkctts- berfahren angewendct, das für besonders wichtrge Falle eine sofortige Entscheidung des Vvlkerbundratvs auf der nächsten Tagung vorsieht.

^ie nächste Tagung des Völkerbundrates ist auf den 4. März d I. anberaumt. Die Verteidigung des ver­hafteten Abgeordneten Otto Ulitz hat an die Staats­anwaltschaft in Kattowitz das Ersuchen gestellt, den Ver­hafteten gegen Sicherheitsleistung auf freien Fuß zu setzen. Es verlautet daß die Staatsanwaltschaft das Ersuchen ablehnen oder eine so hohe Kaution fordern werde, daß der Deutsche Volksbund oder die deutsche Minderheit die Summe nicht werde aufbringen können. Dann wurde Ulitz also mindestens drei Wochen in Haft bleiben müssen.

Die pariser Repürativnsverhand'ungen.

Um dte deutsche Landwirtschaft.

Die Reparationssachverständigen haben Freitag eine Sitzung abgehalten. Eine Mitteilung wurde nicht aus- gegeben. Wie verlautet, erstreckte sich die Diskussion auf die Auswirkung der Anslandskredite aus die deutsche Wirtschaft im Zusammenhang mit der Zahlungs­bilanz und ihrer Wirkung auf die Weltwirtschastslage seit 1924. Reichsbankpräsident Dr. Schacht hat die deutsche Ansicht vorgetragen. Von der anderen Seite wurden nur ein paar Fragen gestellt. Dr. Schacht hat hervorgehoben, wie stark die Verschuldung der Land­wirtschaft zugenommen hat. Dr. Melchior hat über den deutschen Standpunkt betreffend die Zahlungsbilanz gesprochen, wobei er die Ansicht des Statistischen Rcichs- amts vertrat.

Die Ursache der Koblenknappheit.

- zahlreichen Orten Deutschlands sind jetzt die Kohlen das kostbare Heizmaterial, knapp geworden. Bei den Schwier-gkeiten in der Kohlenversorgung handelt es sich nicht etwa um eine Kohlennot, sondern lediglich um eine v ° r u b e r g e h e n d e K n a p p h e i t, hauptsächlich der Hausbrandveriorgung. 85 Prozent des Braunkohlen- auckommens werden im Tagebau gefördert, und bei der er stgen Temperatur der letzten Wochen machte sich ein Ein- frieren der Kohlenflöze bemerkbar und hinzu kam, daß auch bte Arbeiter burcb die schneidende Kälte außer, ordentlich beeinträchtigt wurden, so daß die Produktion natürlich während der Kälteperiode zurückging. Die

FW Eswcgs eine Schuld, und auch vom Reichskohlenkommissar wird bestätigt, daß genügend Waggons zur Verfügung stehen, um den Abtransport nach Berlin durchzufuhren.

Anders liegen die Dinge bei der K 0 k s Versorgung, wo sich ebenfalls Stockungen bemerkbar gemacht haben. Bei der Koksversorgung ist die Knappheit dadurch zu er- klären, daß der Kohlenhandel infolge des Mangels an Betriebskapital sich nicht mit genügend großen Vorräten eingebeeft und nicht mit einem so strengen Winter ge- rechnet hatte, wie wir ihn erleben. Als dann die Kälte so überraschend einsetzte, reichten die vorhandenen Lager- bestände nicht mehr aus. um den gesteigerten Anforde- rungen zu genügen. In Oberschlesien und Westfalen sind jedoch genügend Koksvorrate vorhanden, so daß nach Ansicht des Neichskohlenkommissars die Schwierigkeiten auf diesem Gebiete der Kohlenversorgung in wenigen Tagen behoben sein dürften.

Die Kälte in Thüringen.

Bei starkem Schneetreiben hält in Thüringen der Frost unvermindert an und der Kohlenmangel wwiWÄms: geschlossen werden, da die Kohlenvorräte den Krankenhäusern zugeführt werden müssen, die mit Grippekranken überfüllt sind. An private Haushaltungen werden Kohlen nur zentnerweise aus­gegeben. In Rudolstadt mußte die bekannte Steinbau­kastenfabrik Richter u. Go. den Betrieb einstellen. In Pößneck kam es zu großen Erwerbslosen­demonstrationen vor dem Rathaus. Der Pöß­necker Stadtrat beschloß darauf, den Erwerbslosen und den ansgesperrten Textilarbeitern der Stadt Beihilfen zu gewähren und den Gaspreis für Haushaltungen herabzusetzen. In Gotha mußte wegen Kohlenmangels die abendliche Gasbeleuchtung der Stadt eingestellt werden.

Auf dem Thüringer Walde hat ein großes Rehsterben eingesetzt. Mehrere Personen wurden im Walde erfroren aufgefunden. Auch der Zugverkehr in Thüringen erleidet infolge der Kälte beträchtliche Ver­zögerungen. In der Nähe von Lauscha im Thüringer Wald fror ein Zug in den Schneeverwehun­gen ein und konnte erst nach Zuhilfenahme von drei Lokomotiven wieder in Bewegung gesetzt werden.

Kleine Zeitung für eilige Leser

Der Generalsekretär des Völkerbundes hat die Be­schwerde des Deutschen Volksbundes wegen der Verhaftung seines Vorsitzenden. Abg Ulitz, durch die Polizei auf die Tages­ordnung des nächsten VölkerbundrateS, am 4. März, gestellt.

* Im Junt d. I. sollen gegenseitige Besuche zwischen Papst Pius XI. und dem König von Italien das begonnene Friedens- Werk zum Abschluß bringen.

* Beim Überschreiten der äugefrorenen Dran brach ein Zigeunertrupp mit Pferden und Wagen ein. Man befürchtet, daß 30 Personen ertrunken sind.

* Zu einer blutigen Schlacht zwischen zwei feindlichen Ver- brechervereinen kam es in Chikago. Die »egreicke Partei stellte ackt ihrer Gegner an die Wand und erschoß sie mit einem Maschinengewehr.

DeutWationale Mtelstandrwünsche.

Die Dawes-Lasten.

Der Groß-Berliner Landesverband der Deutschnationalen Dolkspariei veranstalten eine Kundgebung für den gewerb­lichen Mittclstand. Geheimrat Hugenberg, der Voruyende der Deutschualionalen Partei ging in ausfubrltchcr Weise aus die politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse der Gegcmvart ein P Er siebt den heutigen Staat als mittelstandssemdlick an, der gleichzeitig die Gefahr bringe, daß das Großkapital vom Ausland ausgcsogen werde. Es müsse wieder anders werden, ein starker, gesunder Mittelstand, zu dem auch der größte Teil der Landwirtschaft gehöre. geschaffen werden, der den Kern des Staates bildet.

Die Entschließung,

die schließlich von der Versammlung angenommen wurde, er- klärt Erleichterung der Steuerlasten für Handel und Handwerk als Lebensfrage Die Sozialpolitik, heißt es weiter, ist mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit tn Einklang zu bringen. Endlich wird von Reick. Staat und Gemeinden verlangt, daß die AussckaltungSbestrebungen gegenüber Handel und Gewerbe unterbleiben und vor allem die Wirtsmafisbetatlguna der ö f e n l l i ck e n H a n d auf ihr ursprüngliches Gebiet beschrankt wird. Es ist notwendig, daß der Regierung und den Regie- rungsparteien immer eindriuglicker vor Augen g.fuhrt wird, daß keine Gesundung von Staat und Wirtschaft möglich ist, solange Deutschland unter der Dawes-rrron seufzt und die- enigen, die Deutschlands Befreiung durch Revision der Dawes-Lasten erstreben, als Saboteure verunglimpft werde«.

Der parieiladen."

Dr. Wirths Alarmruf.

Im letzterschienenen Heft seiner Wochenschrift Deutsche Republik", die von einer Arbeitsgemeinschaft hcrausgcgeben wird, der auch der demokratische Ab­geordnete Dr. Haas und der sozialdemokratische Reichs- tagspräsident Löbe angeboren, veröffentlicht der frühere Reichskanzler Dr. Wirth, Milgltcd der Zentrumsparrei, einen politischen Anikel, der allgemeines Aufsehen wach­ruft. Wirth überschreibt seine AbhandlunADas Ende des Vertrauens?" und untersucht die gegen­wärtige innenpolitische Lage. Er sagt darin u a.:

Es wird Zeit, politisckeBilanzzu machen. Hat es nock einen Sinn, an die Verbundenheil der Republikaner im Werle von Weimar zu glauben? Fast möchte man daran »Weiseln. Jeder denkt nur noch an seinen eigenen Partei- laden. Es kann wirklich nicht so weilergehen wie in den lebten Tagen, sonst endet die zehiljährige Entwicklung bei Demokratie in Deutschland genau wie der Liberalismus 1» Italien abgetreten ist. Der ganze Spuk der letzten Woche« und um einen solchen handelt es sich ist der

Sorbete de» Faschismus.

Mißtrauen beherrscht die Situation. Dieses Mißtrauen ist all­seitig. Man fragt sich, ob eS nicht besser ist, jeder versucht an seiner Stelle, wo er heute stehl, die Grenzpsâhle der Parteien neu anzustreicken. bte Lanenzäune um die Parteilager zu er­höhen und um auch theoretisch zu genügen die einzelnen Wetlanschauungen zu rechtfertigen. Das kaun aber jeder für sich tun, dazu braucht man keine republikanische Gcmeinschafls- Organisation mehr. Wenn man von der Krise des Parlamen­tarismus spricht, so ist nur eine Seite der Angelegenheit be­rührt. Darüber hinaus aber reflektieren wir immer aus das «2-ken der Parteien. Die im demokratischen Staate

norroenbige SrantövorauSsetmngcn

sind. Sind bte Parteien krank, so krankt das Suftem, und gilt das Wort der Parteiführer nichts und feinden sie sich gegenseitig nur an. dann stirbt das demokratische Gefühl ab. Darf man Feierabend machen?"

Mehrfach beutet der ehemalige Kanzler an. daß unter den jetzigen Umständen eine Arbeitsgemeinschaft, die das gemeinsame BlattDeutsche Republik" heraus- gibt, bei der bekannten Entwicklung der Koalitions­bestrebungen in Reich und Preußen den Sinn ver­liere und somit das Weitererscheinen der Zeitschrift tu Frage gestellt sei.

Die Verlängerung der Hauszinssieuer.

Keine Mitterhöhungin Preußenvor 1 930?

Das preußische Kabinett hat dem Landtag einen Gesetzentwurf zugeleitet. der die Verlängerung der H a u ^ zinssteuerverordnung um ein Jahr vor fleht. Die gesetzliche Regelung der Hauszinssieuer läuft am 31. März d. I. ab. Run liegt zurzeit dem Reichstag das Steuervereinheitlichungsyefetz vor. nach dessen Verab­schiedung der Weg für eine reichsgesetzliche Regelung der Hauszinssteuer frei wird. Die preußische Regierung schlägt deshalb im Einvernehmen mit den, Staatsrat eine nochmalige einjährige Verlängerung der Hauszinssteuer­verordnung vor. Ein Berliner Blatt glaubt mitteilen J# können daß die preußische StaatSregicrung ausdrücklich eine Mieterhöhung als uudiskutabcl abgelebnt hat. Es fei daher in Preußen eine Mieterhöhung bis zum l. April 1930 ausgeschlossen.

Warnung vor übertriebener Kritik.

Königsberg. Der Landeshaupimann der Provinz Ost­preußen verössentlicki eine Kundgebung, in der er gegen da» Übermaß an Kritik, das in manchen Zeitungen und Zeil­schristen an den Hilfsmaßnahmen für Ostpreußen geübt worden sei, Stellung nimmt. Man dürfe nicht vergessen, daß im Laufs des letzten Jahres unter Opfern von Reick und Staat, die man anerkennen sollte, schon Wesenilickes zur Unterffühung der ost- vreußisckcn Laudwirtsckast geschehen sei mit dem Erfolg, daß die Krisis im allgemeinen wenigstens vorläufig zum Stehen gebracht fet. Er sei sich bewußt, daß Damit nur Der erste Schritt getan sei, und eine weitere Aktion einsetzen müsse, um Der ost­preußischen Wirtschaft wieder ein Leben aus eigener Straft zn ermöglichen, er habe aber auch die Überzeugung, baß fick die Verhandlungen Darüber jetzt im entscheidende« Stadium befinden, und halte eS nicht für klug, in diesem Augenblick Kritik an der Vergangenheit zu üben und Diese Kritik sogar noch biS zur Hervorkehrung prinzipieller Gegen­sätze zu steigern Tie Vertreter Ostpreußens in diesen Fragen seien berechtigt, Vertrauen zu fordern, da sie sich bewußt fc>n könnten, nichts unterlassen zu haben, was der Provinz nützlie» kein sann.

politische Rundschau.

Deutsches Reich.

Eerichtskostcnmarken überall in Deutschland verwendbar.

Aus Anregung des RcichSjustizministers ist eine Ver­einbarung der Länder über die Verwendung von Gerichtskostenmarken zustande gekommen. Danach werden Gerichtskostenmarken auch in denjenigen Ländern, in denen sie gegenwärtig noch nicht zur Verwendung kommen, zum 1. April d. I. eingeführt. Von diesem Zeit­punkt an können für Kostenschuldcn, die in Verfahren vor den ordentlichen Gerichten oder Arbeitsgerichtsbehörden eines Landes erwachsen sind, von Kostenschuldnern, die sich außerhalb des Landes aufhalten, auch Kostenmarken des Aufenthaltslandcs in Zahlung gegeben werden, wenn die zu begleichende Koftenschuld 50 Mark nicht übersteigt.

Neuer Zwist BayernReich.

Im Bayerischen Landtag wurde von der Regierung mitgeteilt, daß das Reich für die ihm überlassenen Finanz- gebäude in Bayern seinerzeit eine jährliche Vergütung von zweieinviertel Millionen Mark vertraglich zugestand.-n habe. Diese Summe sei jetzt zweifelhaft geword.'n. Die bayerische Regierung und der Landtag würden es für nicht verständlich finden, lvenn die Reichsfinanzverwaltung ein­seitig den Vertrag als nicht bindend erklären würde