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Nr. 91 1929

Fulda, Freitag, 19. April

6. Jahrgang

Das Ende der Reparationzkonserenz.

1650 Millionen ans 37 Jahre. 1

Paris gegen Schachts Vorschlag.

Das deutsche Memorandum, das von Dr. Schacht der | Mamtionskonferenz j« Paris überreicht worden ist, ' wird in der Pariser Presse wie auf Kommando einstim­mig heftig bekämpft. Man hält selbstverständlich das Angebot, das Dr Schacht gemacht hat, für viel zu niedrig. Obwohl verabredet war, über den Inhalt der deutschen Gegenvorschläge strengstes Stillschweigen zu bc- , wahren, ist die französische Presse doch in der Lage, die von Dr. Schacht genannten Zahlen bckanntzugcbcn. Da­nach soll Deutschland den Vorschlag gemacht haben, auf die Dauer von 37 Jahren jährlich 1650 Millionen Mark zu j Elsten. Wenngleich diese französischen Angaben von deut- I scher Seite noch nicht bestätigt werden, so wird doch osfi- ' Ms zugegeben, daß die Zahlen zutreffen. Die deutschen Vorschläge werden nun von einem Unterausschuß geprüft werden, und die Vollversammlung der Pariser Konferenz soll erst wieder zujammeutreten, wenn dieser Unteraus­schuss zu etwaigen Beschlüssen gekommen sein wird.

Eine interessante Meldung, die allerdings mit großem Vorbehalt aufzunehmen ist, bringt der PariserMalin". Danach soll der Vorsitzende der Konferenz, der Amerikaner Owen Joung, ein Telegramm seiner Regierung empfangen haben, das sich aus die Möglichkeit einer Reduzierung der amerikanischen Forderungen bezüglich der Besatzungs- kosten bezieht. Owen Doung soll Blankovollmacht erhalten haben. Auch England soll nach einer Pariser Timesmel­dung versuchen, einen Ausgleich zwischen den Forderungen der Alliierten und dem deutschen Angebot zustande zu bringen.

- Die Sachverständigen der Gläubigerstaaten, die in der tzreparationskonferenz vertreten sind, haben mit den Ver­tretern der kleineren Staaten, die Anspruch auf Repara­tionszahlungen haben, eine Konferenz «behalten. Es ^urde ihnen der Inhalt des der Reparationskonferene unterbreiteten Memorandums zur Kenntnis gebracht und an sie das Ersuchen gerichtet, sie möchten ihre Regierungen befragen, ob sie bereit seien, Konzessionen an ihren Repara- lionsansprüchen zu machen und ob sie als Zahlung Sach- liefcrungen entgegennehmen wollen.

Paris, 18. April. (WB.) Havas berichtet: Im Ver- ' wlg der heute nachmittag von dem Unterausschuh Revcl- k stvLe abgehaltenen Sitzuiw wird offiziell bekannt gegeben, daß die deutsche Delegation sich geweigert hat, den von ihr i Zellern gemachten Vorschlag, während 37 Jahren 1650- I Konen Goldmark zu zahlen, zu erhöhen. Infolgedessen wer-. I den die deutschen Delegierten nicht mehr an den Arbeiten I der Neparationskonferenz teilnehmen. Die Vertreter der Mubigermächte werden morgen eine Sitzung abhalten, um einen Seritfit über den Gegenstand ihrer Mission ab- zufassen und fe^rustellen, dad es ihnen unmöglich gewesen k ist, sich mit den deutschen Delegierten zu verständigen, um eine Lösung des Repararronsproblems zu finden.

Deutsche Richtigstellung der Havasmeldung über das Ende der Reparationskonferenz.

Die von der Agentur Havas als angeblich offiziell aus» I Gegebene Meldung über den Verlauf unb die Ergebnisse der I heutigen Sitzung des Unterausschusses Revelstoke ist völlig I irreführend. Die deutschen Delegierten haben erklärt, daß nicht in der Lage seien, eine höhere als die von ihnen I Meregte Annuität von sich aus zu befürworten, es sei j oenn, Latz irgend welche Anregungen gegeben werden könn- I cn' die eine Erhöhung der derzeitigen deutschen Leistungs- I ?hd Zahlungsfähigkeit herbeizuführcn geeignet seien. Unter E "^len Umständen stellte der Unterausschuh fest, datz er nicht I du einer Uebereinstimmung gelangt sei und wird in diesem «snne der morgigen Vollsitzung berichten, an der selbstver- I handlich die deutschen Delegierten teilnehmen werden. Dar- " ""er, wie weiter verfahren wird und insbesondere darüber, "" und wie ein Bericht ausgearbeitet werden soll, wird die : '»orgigc Vollsitzung beschlietzen.

I teilte politische» Forderungen der deutschen Delegation.

I . wtb. Paris, 19. April. Die Agentur Havas berichtet I "der den Verlauf der gestrigen Beratung der Reparations- I Merenz, Dr. Schacht habe von den Sachverständigen der , Gläubiger-Mächte auch politische Kompensationen, die Auf- I lebnng des Danziger Korridors oder Rückerstattung gewis- , M Kolonien an Deutschland gefordert. Die Sachverstän- dlgen der Gläubiger-Mächte seien einstimmig der Ansicht «gewesen, dah sie sich nicht auf diese Diskussion politischer I einlassen könntèn. Hierzu wird deutscherseits erklärt, in der Sitzung lediglich das Annuitäts-Schema B bis» wurde, das an keinerlei Voraussetzungen geknüpft i sbs entspricht also nicht den Tasachen. datz über irgend- I ?^che Zugeständnisse, die die deutsche Delegation gefordert [ ^1,cn könnte, diskutiert wurde.

Matip" über die Reparaftonskrisc.

1 ~ .U)tb- Paris, 19. April. DerMatin" spricht sich über die I S^en der Ereignisse, die sich gestern im Unterausschuß Revel- I m/ , 'gespielt haben aus und sagt: Die meisten Delegierten I lithfo ""raussichtlich in der heutigen Vollsitzung die Unmög- I u ! zu verständigen einsehen. Es ist nicht unnütz zu I incrh' s"^i"les die hierdurch geschaffene neue Lage sein I nbcrC h^S '^ "'âlt zweifelhaft, daß die Sachverständigen mit I ou-.nr^ ntC Deutschland einen Bericht für ihre Regierungen werden Sie müssen tatsächlich klar hit Modali­

täten zum Ausdruck bringen, zu denen sie gelangt waren und zwar sowohl hinsichtlich der Zahlungen, der Höhe der Annui­täten und der internationalen Bank. Sie werden auch heroor- heben, daß das Einvernehmen unter den Gläubigern vollstän- dig gewesen ist. Ob sich die amerikanischen Delegierten diesem Bericht anschließen oder nicht, sicher ist jedenfalls, daß durch die jetzt von Poung vorgebrachten Vorschläge die amerikanische Delegation einem solchen Bericht tatsächlich ihre Zustimmung gibt. Die Alliierten hatten sich nämlich auf 37 erste Jahres­zahlungen mit einer Annuität von je 2 223 Millionen ver­ständigt. Owen DeYoung schlug eine Annuität von 2105 Mil- lionen vor. Die Ziffern waren also im wesentlichen gleich. Man wird folglich morgen sagen können, daß die Gläubiger einschließlich der Amerikaner dahin gekommen waren, eine Einheitsfront zu bildens?).

Man wird in diesem Bericht natürlich auch die Rückkehr zum Dawesplan empfehlen, sich auch aber darüber klar werden müssen, ob die Sachverständigen die Anzahl der Annuitäten vorschlagen sollen. _ Sie können, wie es scheint, nicht anders handeln, da sie diese Absicht in den letzten Zeilen ihres Memo­randums formell angekündigt hatten.

Die Berliner Presse zum Abbruch der Ver­handlungen im Reoelstoke-Ausschuh.

D^ Scheitern der Verhandlungen in dem Unteraus» ItgUfj Revelstoke wird von den Blättern als untrügbares Vorzeichen für den Abbruch der Pariser Sachverständigen- Konferenz über die endgültige Regelung der Reparations­frage angesehen.

Der .vorwärts" beschäftigt sich besonders mit dem irreführenden, Havas-Communiquè, das er den Schlutz- punkt eines systematischen Feldzuges nennt, mit dem die französische Regierung seit dem ersten Tage der Konferenz die öffentliche Meinung des eigenen Canbes und der gan» Zen Welt zu beeinflussen versucht hat. Das Ergebnis die­ses Feldzuges sei gewesen, daß die Atmosphäre so getrübt worden sei, datz eine Einigung immer schwerer wurde.

DieE e r m a n i a" erklärt, der Abbruch der Verhand­lungen ist jedenfalls beßer als die Uebernahme von Bedin­gungen, die auf die Dauer für Deutschland untragbar ge­wesen wäre. Die politische Unvernunft hat noch einmal den Sieg davongetragen.

DieDeutsche A l l g. Zeitung" wendet sich gegen den Versuch der französischen Sachverständigen, die Last der Verantwortung für den Abbruch der deutschen Delegation zuzuschieben. Es ist bezeichnend, datz der Plan A überhaupt niemals diskutiert worden ist, und datz Dr. Schacht auf die Zwischenrufe, datz Deutschland politische Bedingungen ge­stellt habe, mehrfach erklärt hat, er sei bereit, der Ver­sammlung die eingehendsten Aufschlüsse über die Natur der deutschen Bedingungen zu geben und ihr deren rein wirtschaftlichen Charakter nachzuweisen. Man hat niemals die angebotene Aufklärung erbeten.

DieV 0 ssische Zeitung" widerspricht der Be­hauptung, datz die deutsche Sachverständigen-Telegation unerfüllbare politische Forderungen gestellt habe.

In der Rechtspreste wird das deutsche Angebot als un» gewöhnlich weitgehend bezeichnet und in derDeutschen Tageszeitung" wird an die deutsche Delegation die Frage gerichtet, wie sie ein derartiges Angebot mit ihrer Verantwortung für die deutsche Wirtschaft in Einklang bringen will. Wenn die Sachverständigen der Gläubiger ein solches Angebot ablehncn, so zeigen sie damit nach dem L 0 k a l a nz e i g e r", dah sie nicht unabhängige Sachver­ständige sondern Beauftragte der Regierungen sind, die Deutschland zur Sklavenarbeit auf Generationen hinaus bringen wollen. e

10 Milliarden Differenz?

Der Unterschied zwischen dem deutschen Angebot und den Forderungen der Alliierten liegt tn zwei Punkten: Während in dem Angebot Schachts sich die Zahlungen Deutschlands über einen Zeitraum von 37 Jahren er- streckcn bei einer gleichbleibenben Abführung von 1,4 bis 15 Milliarden jährlich an die Gläubiger Deutschlands, verlangen die Alliierten über einen Zeitraum von 58 Jahren Zahlungen, deren Hohe ständig zummmt und deren Endsumme etwa zehn Milliarden hoher fein soll all.' die, die Dr. Schacht angeboten hat.

Berliner politischen Kreisen glaubt man, aus der Tatsache daß die Beratung des deutschen Zahlungs- Angebots zunächst einem Ansschub überwiesen worden ist, ein Anzeichen dafür erblicken zu können, daß die Konferenz hnrrfmnS nicht gefährdet" zu sein scheint, wie dies die Pariser Presse wahr haben möchte. Es Wirb darauf hii^ gewies n daß man zu den deutschen Sachverständigen das Vertrauen haben dürfe, daß sie auch weiterhin unabhängig hn.t orten politischen Gesichtspunkten die Frage der deut­schen Kriegsentschädigung von der deutschen Leistungs- sähigkèit abhängig machen würden.

Bombenattentat auf das italienische Gene­ralkonsulat in Tunis.

wtb Rom, 19. April. Wie die Blätter berichten, wurde auf bas italienische Generalkonsulat in Tunis ein Voinbenattcntat nerübt dem keine Menschenleben zum Opfer fielen. Die rernlohoit war sehr stark. Sämtliche Fenster des Konsulats und der umliegenden Häuser gingen in Trümmer. Der Fuß­boden des Konsulats wurde ausgerissen und Splitter und Mauerstücke wurden in einiger Entfernung vom Konsulat auf» gefu^ Da» den Töte Mit bisher sehe Spur.

Kleine Zeitung für eilige Leser

* Das Reich will einen abermaligen Kredit bei einem Kon­sortium deutscher Banken für den kommenden Monatswechsel aufnehmen.

* Frankreich hat die gegen England 'gerichteten Schutzmaß­nahmen gegen Einschleppung der Pocken einstweilen verschoben, obwohl in Paris nun auch eine eingereiste Engländerin an der Seuche erkrankt ist.

* In Amsterdam brannte daS größte Revuetheater voll­ständig nieder. Der Schaden wird auf fünf Millionen Mark geschätzt.

* Norwegen hat nun auch daS Gesuch um Einreiseerlaubnis für Trotzki abgelehnt.

91ßbit ^hllN j' ^^W-r^? bietet Habib Ullah Pardon an.

wtb. London, 19. April. Reuter berichtet aus Peschawar: Schwere Kämpfe haben, wie gemeldet wird, vor zwei Tagen in dem Schech-Abad-Tal zwischen den Wardaks und den Streit­kräften Habib Ullahs stattgesunden. Eine Anzahl von Ver­wundeten ist bereits in Kabul eingetroffen. Aman Ullahs Truppen, wurden am 13. d. M. in Rani gemeldet. Die Streit­kräfte Habib Ullahs sind in Ghazni zusammengezogen worden und schloßen sich dort mit den Tadschiks und Ghilzais zusammen. In Kabul ist ein Schreiben Nadir Khans an Habib Ullah ver­öffentlicht worden, in dem es heißt:Ihre Tapferkeit ^wird von mir wirklich gewürdigt und das höchste Lob kommt Ihnen zu. Ich bin Ihnen besonders dankbar für das aufrichtige Wohl­wollen, daß Sie mir entgegenbringen. Der Zweck meines Schreibens ist, Ihnen zu sagen, daß im Interesse des Islams und der Wohlfahrt meiner Nation und meines Landes ich voll­kommen bereit bin,

mein eigenes Leben und das Leben meiner Brüder und anderer Mitglieder meiner Familie zu opfern.

Sie können versichert sein, daß keine Rücksicht auf meine Sicher­heit mich davon abhalten würde, dem Islam zu dienen. Wie ich selbst, so haben auch Sie Ihrem Lande gedient. Allerdings haben die unter Ihrem Befehl befindlichen Streitkräfte große Verluste an nationalen Werten verursacht. Sie sind vielleicht daher besorgt, daß die königliche Familie Sie aus Rache dafür zu vernichten suchen wird. Dies ist jedoch nicht so. Sie selbst wißen, daß, wenn Afghanistan vernichtet wird, Sie mit ihm vernichtet werden. Es geziemt sich daher, Ihnen und der könig­lichen Familie jede Aktion zu ersparen, die das Land einer Katastrophe oder Verlusten an Leben und Eigentum zuführen würde. Daher versichere ich Ihnen und meinen anderen Brü­dern der Nordprovinz, daß völliger und aufrichtig gemeinter Pardon Ihnen und Ihren Anhängern gewährt wird, wenn Aman Ullah oder irgend ein anderes Mitglied der königlichen Familie auf den Tron zurückkehrt. Die Entscheidung liegt also bei Ihnen."

Aufstieg des Graf Zeppelin zu einer Siiddeutschlandfahrt.

wtb. Friedrichshafen, 19. April. Das LuftschiffGraf Zeppelin" ist heute vormittag um 7.18 Uhr bei prächtigem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel zu einer Fahrt nach Eüddeutschland aufgestiegen, die etwa 8 Stunden, dauern soll. Es ist beabsichtigt, auf dieser Fahrt die Orte am Oberrhein bis etwa Frankfurt zu berühren. Den Rück­flug wird das Luftschiff über Stuttgart nehmen. Die Lei-, tung hat Kapitän Lehmann. In dem Ravigationsraum des Luftschiffes ist zu Versuchszwecken ein Kreiselkompaß der Firma Anschütz eingebaut worden. Der Zweck der Fahrt ist hauptsächlich das Arbeiten dieses Kompaßes mit dem ge­wöhnlichen Kompatz zu vergleichen. Das Schiff, das bei völliger Windstille flott durch das Westtor ausgebracht werden konnte, entfernte sich in rascher Fahrt in Richtung Konstanz. An derFahrt nehmen unter anderem teil, Ober­bürgermeister Sibert-Lindau, Ministerialrat Fuchs von der Reichsbahnhauptverwaltung, mehrere Pressevertreter und Vertreter der Firmen Anschütz und Bosch, sowie einige Angehörige der Werft.

Graf Zeppelin" 9.45 Uhr über Freiburg.

wtb. Freiburg, 19. April. Das LuftschiffGraf Zeppelin" hat auf seiner Deutschlandfahrt um 7.35 Uhr morgens Konstanz berührt, um 8.30 Uhr Waldshut a. Rhein, um 9.05 Uhr befand es sich über Göttingen und um 920 Uhr über Lörrach. Kurz darauf überflog das Luftschiff Basel. Um 9.35 Uhr wurde Müllheim und um 9.45 Uhr Freiburg erreicht.

Das deuffche Lustsahrwesen.

Berlin. Im Reichsverkehrsministcrium fand unter dem Vorsitz des MinisterialLirektors Brandenburg ein Preße empfang statt, auf dem von behördlicher Seite zu den scharfen Kririkcn Stellung genommen wurde, die in letzrer Zeit nach de:^ Bekannttvcrdcn der großen Abstriche laut wurden, die die Finanzsachverständigen der an der Regierung beteiligten Par­teien am Etat der Luftsahrl vorgenoiirmen hatten. Nach Mit­teilung des Ministerialvertreicrs stehen für die Lusifahrt vom Reiche aus noch 50 Millionen Mark zur Verfügung. Ans ven Mitteilungen ist Weiler zu entnehmen, daß Hauptmann Köhl seinen nächsten Fl u g nach amerikanischem Muster auS» führen will, indem sein Flugzeug unterwegs mit neuem Brenn­stoff und Nahrungsmitteln durch ein anderes Flugzeug ver­sehen wird. Der in der Öffentlichkeit stark kritisierte Ausv-.u des inneren Flugnetzes ist nach Meinung der Behörden darauf zurückzuführen, daß Länder und Städte die von ihnen er­säuften Flugzeuge an die Lufthansa mit der Bedingung ube-~ gaben, daß bei dem Lustsahrplan ihre öffentlichen Jntercßen berüchtchtigt werden müßen.