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Zul-aer Anzeiger

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Hr. 274 1929

Fulda, Freitag, 22. November

v. Jahrgang

Saarverhandlungen in Paris eröffnet.

SeuW-stanzöslsche Saarkvlrferenz.

Verständigung erhofft.

^m Uhrensaal des Pariser Außenministeriums wur­den Donnerstag die deutsch-französischen Verhandlungen über das Saargebiet mit einer nichtöffentlichen Sitzung begonnen. Vorher wurden der deutsche Botschafter von Hoesch und der Leiter der deutschen Delegation für die Jaarverhandlungen, Staatssekretär a. D. von Sim­son der bereits Mittwoch dem Generalsekretär des Außenministeriums einen Besuch abgestattet hatte, von Außenminister B r i a n d empfangen. Bei Eröffnung der Konferenz hielt der Chef der französischen Delegation, der Minister für öffentliche Arbeiten Pernot, eine Begrüßungs­rede. Ihm antwortete der Führer der deutschen Dele- aaüon, Staatssekretär von Simson. Beide gaben der Hoffnung Ausdruck, daß die eingcleiteten Verhandlungen zu einem den Interessen beider Länder Rechnung tragen­den, dem Aufbau der deutsch-französischen Verständigungs­politik dienenden Ergebnis führen werden. Die Konferenz trat sodann in einen längeren Meinungsaustausch ein.

Die Saa frage in der französischen Kammer.

Paris, 21. Nov. In der heutigen Kammersitzung begründe­ten vor der Abstimmung Franklin Bouillon, der Sozialist Frossard und der Radikale Euernut ihre Interpellationsanträge über das Saarproblem. Franklin Bouillon erklärte, er habe geglaubt, daß die Saarverhandlungen nicht eingeleitet werden würden, bevor Frankreich durch Anwendung des Youngplanes den guten Willen Deutschlands feststellen könnte. Der Zusam­mentritt der deutschen und der französischen Saardelegation stehe im Widerspruch zu den Erklärungen der Regierung. Briand habe erklärt, daß zwischen dem Problem der Rheinlandräumung und dem der Regelung der Saarfrage keine Verbindung bestehe. Werde diese Behauptung jetzt noch aufrecht erhalten werden, während man bereits zwischen zwei Haager Konferenzen Ver­handlungen über das Saargebtet eingeleitet habe? Deutßh- land gebe zum ersten Male seine Absichten bekannt. Der Füh­rer der deutschen Zentrumspartei habe erklärt, daß das Ergeb­nis des Haag nicht als endgültige Liquiderung des Krieges angesehen werden könne. Also sei die Stunde für eine Ver­handlung noch nicht getommen.

Außenminister Briand

betonte in seiner Antwort auf die Ausführungen Franklin Bouillons: Die französische Regierung habe auf das Verlangen der deutschen Regierung, die Saarfrage auf die Tagesordnung der Haager Verhandlungen zu setzen, eine ablehnende Antwort erteilt, da die Saarfrage eine ausschließlich deutsch-französische sei. Er habe hinzugefügt, daß man die deutschen Vorschläge hin­sichtlich des Saargebietes anhören und, wenn sie geeignet er­schienen, in Erwägung ziehen werde. A^nn Franklin Bouillon von einem Verzicht auf das Saargebiet spreche, so wiße er sehr wohl, daß das nicht möglich sei. Franklin Bouillon hoffe wohl, die Mehrheit auseinanderzutreiben; er, Briand, habe das Recht, daran zu erinnern, daß die Politik, die er seit einer gewißen Anzahl von Jahren verfolge, vom französischen Parlament ge­billigt worden sei.

Briand führte weiter aus, die Rede des Führers der Zen­trumspartei Kaas verpflichte Deutschland oder den Pabst eben­so wenig wie die Intervention Franklin Bouillons das fran­zösische Parlament. Es liege keinerlei Solidarität zwischen dem Poungplan und dem Saarproblem vor.

Nachdem die anderen Abgeordneten, die eine Interpellation über die Saarfrage eingereicht hatten, ihre Gründe, die ande­rer Art sind, als die Franklin Bouillons, kurz dargelegt hat­ten, stellte Ministerpräsident Tardieu der Kammer die Vertrauensfrage, um eine Vertagung der Erörterung der In­terpellationen über das Saarproblem auf unbestimmte Zeit zu errreichen. Die Kammer stimmte ihm mit 337 gegen 244 Stimmen zu und faßte einen entsprechenden Beschluß.

Die Saarfrage überreif.

Ein Vortrag des Saaridustrtelle» Röchling.

Frankfurt a. M., 20 Nov.

In der Gesellschaft für Handel, Industrie und Wissenschaft hielt heute der bekannte Saarindustrielle Kommerzienrat Dr. Hermann Röchling (Völklingen) einen Vortrag überDie po­litische und wirtschaftliche Rückgliederung des Saargebietes". Der Redner führte dabei u. a. aus: Der Stern, unter dem in dieser Wocke in Paris die beginnenden Saarverhandlungen hohen, wird von allen Beteiligten als nicht sehr günstig ange­sehen, da das jetzige französische Kabinett viel stärker nach der sUltionalistischen Seite hin verlagert ist, als es das vorherige Kabinett war. Infolgedessen ist die Gefahr der Vorschiebung angeblichen Sorgen wegen der Landesverteidigung ein Msuhtspunkt, der in Frankreich immer noch hervorgeholt wird, die Liquidation des Krieges aufzuschieben sehr groß. Worüber hinaus ist es die große Frage, ob von der französischen Legierung ernsthaft die Forderung nach Internationalisierung

Saarkohlenbergbaues erhoben werden wird. Ich möchte dies glauben, da für die Befriedigung der französischen Kohlen- ^.^Ulsie dieselbe Internationalisierung absolut nicht erfor- e,^ und sie auch im Vertrag von Versailles in keiner Weise orgc,ehen ist. Die Jntercßen der französischen Verbraucher kVS^Sfriftige Verträge gesickert werden. Auch Hin- ra iâk^ Absatzes elsaß-lothringischer Erzeugnisse, der für die sekÄÄ. Kenterung, zumal ihr drei elsaß-lothringische Staats- angesichts des elsaß-lothringischen Malaise lickkeit-n n^°H einc große Rolle spielt, gibt es durchaus Mög- Rranfr»?^ f b'5 1935 mit Deutschland zu verständigen. Daß ctM)eint Aspirationen im Saargebiet hat,

einer Verstäubt benn hätte es solche, so wäre jeder Versuch

Kündigung von vornherein aussichtslos. Aber auch

mit der Völkerbundspolitik Frankreichs und seiner Stellung un­ter den Völkern, die eine Zusammenarbeit der zivilisierten Welt anstreben, wäre eine solche Politik nicht vereinbar. Es ist selbstverständlich, daß ein gutes Verhältnis zwischen Frank­reich und Deutschland, das jedem vernünftigen Europäer am Herzen liegen muß, nicht denkbar wäre, wenn man noch fünf Jahre lang die Saarfrage eine offene Frage sein laßen wollte,

Das französische Außenministerium, in dem die Saarverhandlungen stattfinden. Der Führer der deutschen Delegation von Simson (links). Der fran­zösische Verhandlungsführer Minister Pernot (rechts).

jetzt, wo man darangeht, die hauptsächlichsten Reste der Kriegspolitik im Westen wegzuräumen. Die Saarfrage ist über­reif. Läßt man sie weiter in der Schwebe, so könnte sie die po­litische Atmosphäre der nächsten Jahre in bedrohlicher Weise vergiften.

Ser Entf^eidungskamps nm das Saargr biet.

Kundgebung der Saarvereine in Frankfurt a. M.

Frankfurt a. M., den 21. November 1929.

Die Ortsgruppe Frankfurt des Bundes der Saarvereine ver­anstaltete am Donnerstagabend im Großen Saal des Zoologi­schen Gartens eine außerordentlich stark besuchte Saarkund­gebung, um zu dem Verhältnis des deutschen Saargebietes zu I den deutsch-französischen Saarverhandlungen Stellung zu neh­men und die gegenwärtige Lage des Saargebietes zu erörtern.

Nach einem Begrüßungswort des Vorsitzenden der Frank­furter Ortsgruppe, der unter dem brausenden Beifall der An­wesenden ein Treuebekenntnis der Saarbevölkerung zum deut­schen Reiche ablegte, begrüßte namens der Stadt Frankfurt Stadtrat Dr. Michel die Versammlung und überbrachte die Grüße und Wünsche der Frankfurter Bevölkerung, die stets einen innigen Anteil an dem Schicksal deutscher Brüder und Schwestern im Saargebiet genommen habe. Er gab der Hoff­nung Ausdruck, daß bei der nächstjährigen Tagung der Saar- vereme in Frankfurt das Hoffen auf Vereinigung Erfüllung geworden sei.

Sodann hielt Professor Dr. Kloevekorn-Saarbrücken ein Referat überDer Entscheidungskampf um das Saargebiet". Nach einer Einleitung über die Vorbereitung für die Liqui­dierung der Saarfrage durch den bekannten Briefwechsel zwi­schen Dr. Stresemann und Briand während der Verhandlungen im Haag führte der Redner u. a. aus, sowohl der Tod des deut­schen Reichsaußenministers wie die Umbildung des französischen Kabinetts hätten für Deutschland die beginnenden Verhand­lungen nicht erleichtert. Rückblickend über die Saarfrage seit 1918 sagte Kloevekorn, bereits die Schöpfer des Versailler Ver­trages hätten in den Verhandlungen in Versailles sowohl die politische Annektion wie den wirtschaftlichen Einfluß Frank­reichs im Saargebtet als Ziel der französischen Politik betont. Die politische Entwicklung, wie sie Frankreich erwartet habe, sei jedoch nicht eingetreten; obwohl der französische Präsident der Regierungskommission des Saargebietes mit allen Mitteln gemeinsam mit der französischen Bergverwaltung darauf los steuerte, das Saargebiet bis 1935 für den Anschluß an Frank­reich reif zu machen, sei eine immer größere Entfremdung zwi­schen der Saarbevölkerung und Frankreich eingetreten. Alle Mittel auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiete versagten angesichts der deutschen Gesinnung der Bevölkerung Die Jahrtaufendfeier im Jahre 1925 habe einen Wendepunkt in der Geschichte des Saargebiets dargestellt; sie sei der poli­tische Sieg des Saargebietes über Frankreich. Frankreich habe daraufhin seine Politik in der Erkenntnis, daß dieses Gebiet nicht zu gewinnen sei. umgestellt und gehe jetzt darauf aus. seine wirtschaftlichen Interessen im Saargebiet für die Zukunft sicherzustellen. Trotz aller Mittel aber, die Frankreich in den letzten zehn Jahren angewendet hat, habe sich die Struktur der ' deutschen Saarwirtschaft im Grunde nicht verändert. Selbst ! die wirtschafts- und zollpolitische Eingliederung des Saar- ' gebiets in das französische Wirtschaftssystem habe die von Frankreich ersehnte Umstellung nicht vollziehen können. Frank­reich verlange in den jetzt begonnenen Verhandlungen für eine frühere Rückgliederung des Saargebiets wirtschaftliche Vor­teile. Vor allem betrachte Frankreich das Saargebiet als ein Land, in dem die deutsch-französische Verständigung praktische Erfolge erzielen könnte. Der deutsche Standpunkt in der Saarfrage verlange die restlose politische und wirtschaftliche Rückgliederung des Saargebietes ohne Vorbehalte. Darüber bestehe im Saargebiet keinerlei Meinungsverschiedenheit, daß nur eine Lösung "tragbar fei, die das Saargebiet politisch wie wirtschaftlich freimache. Sollten von der französischen Dele­gation Forderungen erhoben werden, die einen Einfluß Frank­reichs auf die Gruben nach 1935 sicherstellen sollen, so ist die Saarbevölkerung bereit, bis 1935 auszuharren und dann die Rückgliederung nach dem Wortlaute des Versailler Vertrages durchzuführen zu laßen. Der Wille der Saarbevölkerunq, nur eine Lösung in deutschem Sinne anzunehmen, werde sich nicht ändern. Das Saargebiet werde erst dann eine VerständigUngs- brücke zwischen Deutschland und Frankreich sein können, wenn Frankreich seine Hoffnungen auf eine politische und wirtschaft­liche Beherrschung des Saargebietes aufgegeben habe.

Nach den Ausführungen des Redners, die mit langem brau­sendem Beifall ausgenommen wurden und nach einem Schluß­

wort des Vorsitzenden des Reichsbundes der Saarvereine Ober- landesgerichtspräsident Dr. Andres-Frankfurt wurde einstim­mig eine Entschließung angenommen, die folgenden Wortlaut hat:

Angesichts der heute beginnenden Verhandlungen zwi­schen Deutschland und Frankreich zwecks Regelung der das Saargebiet betreffenden Fragen erheben die zu einer macht­vollen Kundgebung im Zoologischen Garten versammelten Männer und Frauen einmütig die Forderung, daß durch die Rückgliederungsverhandlungen dem hartgeprüften Saarge­biet endlich Gerechtigkeit gegeben wird. Sie verlangen die restlose politische und wirtschaftliche Wiedervereinigung des Saargebietes mit dem deutschen Reiche ohne jegliche Vor­behalte. Im Hinblick auf die schweren Lasten, die dem deut­schen Volke für die kommenden Jahrzehnte auferlegt werden sollen, kann nur eine Lösung der Saargebietsfrage ange­nommen werden, die keinen Zoll deutschen Bodens preisgibt und die die wirtschaftliche Ausbeutung der Saargruben auf rein deutscher Grundlage sicherstellt."

Das Schicksal -er 800000.

Bloß nichts übereilen!' sagt man in Paris über die jetzt begonnenen Saarverbandlungeri. Man sagt es wenigstens. In Wirklichkeit hätte man französischerseits Verhandlungen über eine Räumung des Saargebiets vor Ablauf der fünfzehn Jahre und unter Vermeidung der Volksabstimmung sicherlich nicht zugestimmt, wenn beides nicht im Interesse Frankreichs bzw. seiner im Saargebiet aufgebauten Interessen selbst läge. Denn wenn man ruhig bis 1935 warten, die Saarbevölkerung abstimmen lassen würde, dann müßte das gesamte Saarregime ein­fach abgebaut werden, müßten die Franzosen das Land ohne jede Bedingung räumen und ihnen bliebe lediglich das Recht, die Kohlengruben so teuer wie möglich zu ver­kaufen. Wobei übrigens erwähnt werden mag und bei den jetzigen Verhandlungen deutscherseits hoffentlich auch nicht vergessen wird, daß diese Kohlengruben 1919 durch, aus nicht allein deswegen dem Französischen Staat über­eignet worden sind, weil ihre Erträge als Ersatz für die im Kriege zerstörten Gruben Nordfrankreichs dienen soll- ten, sondern diese Übereignung stellt laut Versailler Ver- trag auch eine Anzahlung auf die Deutschland auferlegten Wiederherftellungsverpflichtungen dar. Beim Rückkauf der saarländischen Kohlengruben darf man also an dieser zweiten Bestimmung nicht ohne weiteres vorbeigehen, und je höher der Wert der Gruben angesetzt wird, desto stärker wird auch dieser Charakter alsAnzahlung" von Deutschland in den Vordergrund zu schieben sein.

*

Man hat sich 1919, als in Versailles das Friedens- diktat entstand, die ganze Entwicklung des Saargebiets während dieser fünfzehn Jahre offenbar ganz anders vorgestellt. Es entbehrt übrigens nicht ganz der h i st 0« rischen Pikanterie, daß ausgerechnet ein Ministe« rium Tardieu es ist, das die Verhandlungen über eine Abänderung jener Diklatbcstimmungen hinsichtlich des Saargebiets eingeleitet und zu führen hat. Denn Tardieu, der damals einer der eifrigsten und erfolgreichsten Mit­arbeiter Clèmenceaus gewesen ist, soll jener berüch­tigten Petition der ,150 000 Saareinwohner' nicht ganz fernstehen, in der der Anschluß des Saargebiets an Frankreich gefordert wurde, und die bet den Beratungen dergroßen Vier' eine nicht ungefährliche, schließlich aber doch erfolglose, wenn auch durchaus nicht bedeutungslose Rolle gespielt hat. Jetzt aber hat man in Paris jede Hoffnung aufgegeben, daß die Volksabstimmung im Saargebict und man hat in Versailles geglaubt, im Verlauf der fünfzehn Jahre Zeit genug zu haben, die Saat für Frankreich säen und Hochziehen zu können ein für Frankreich günstiges Resultat ergeben würde. Trotz der Tatsache, daß die französischen Wirtschaftsinteressen im Saargebiet recht beträchtlich geworden sind, die Aus­fuhr von Frankreich in das Saargebiet jetzt auf etwa zwei Milliarden Frank gestiegen ist.

*

Denn die deutschen Unterhändler werden wohl nicht vergessen, darauf hinzuweisen, daß der Aufbau dieser französischen Wirtschaftsinteressen im Saargebiet recht k ü n st l i ch ist, zum großen Teil nur des­wegen erfolgen konnte, weil ja das Saargebiet nach einer Übergangszeit von fünf Jahren bis zum 10. Januar 1925 vollständig dem französischen Zollgebiet ein­verleibt wurde, der Warenaustausch mit Frankreich also zollfrei und ohne jede sonstige Behinderung erfolgte,

Meine Zeitung für eilige Leser.

* In Paris wurden die Verhandlungen zwischen der deut­schen und der französischen Regiern ngsdeiegation über das fer­nere Schicksal des Saargebietes eröffnet

* Ein deutsch-polnisches Abkommen über den gegenseitigen Flugverkehr in den Grenzgebieten ist mit dem 21. November in Kraft getreten.

, * Die Wiener Arbeiterzeitung veröffentlicht einen angeb­lichen Geheimbefehl der Tiroler Heimwehrleftung zur Ein­schließung und Besetzung Innsbrucks im Falle eines aktiven Vorgehens der Heimwehrcn.

* Nach der Darstellung des Times-Korrespondenten ist der Orient-Expreß an der serbischen Grenze mit Bomben beworfen und heftig beschoßen worden.

* Die an einigen Stellen verbreiteten Gerüchte über eine gesundheitliche Indisposition des Reichspräsidenten von ©in« benburg waren erfunden. Der Reichspräsident befindet sich bei vollem Wohlsein.

'Der Zusammenbruch des Bankhauses Bürkle u Co. in Freibürg in Baden und die Zahlunqseinßellunq der Bank für Handel und Gewerbe in Lübeck haben bei den beteiligten Ge- schintsleuten und Handwerkern starke Erregung herrorgerusen

' Das LuftschiffL. Z. 128 soll im Frühjahr"^ sein.