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jssr. 6 1928

Fulda, Samstag, 7. Januar 5. Jahrgang

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Kleine Zeitung für eilige Leser

* Die Rcicksregicrung hält entgegen den Beschlüssen bei Acichsratcs ihre Forderungen im Wehretal für 1928 aufrecht

* An den Reichsminister des Innern wurde der Antrag aM Zulassung eines Volksentscheids über die Frage des Anschlusse« bc§ Freistaates Waldeck an Preußen abgesandt.

s An der polnisch-litauischen Grenze kam es zu einem Zu­sammenstoß der beiderseitigen Grenztruppen, wobei ein Litauer erschossen wurde

* Vom Staatsdepartement der Vereinigten Staaten wird bk aus Newyork verbreitete Nachricht von dem Plan eine, internationalen Schuldenrcgelungstonserenz äfé müßige fcr» sindung bezeichnet. 4

- * sl» Nikaragua hat der von den Vereinigten Staaten öe- lammte General Sandino eine eigene kleine Republik be- gnWt.

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Ernst oder Scherz?

Die gefährliche Feuerwehr. -^- Französische Phantasien über die Silvesternacht in der Neichshauptstadt.Tor-

* pedierung des Völkerbrrndes."

Wenn man den Deutschen, ob mit Recht oder mit Un» recht, nachsagt, daß sie die öffentlichen Dinge im allge­meinen mit einer zu geringen Dosis H um 0 r behandel­ten, so besitzen die Franzosen von dieser Gottesgabe vieh- leicht wieder etwas zuviet des Guten.

Oder soll man wirklich glauben, daß ihnen ganz ernst zumute war, als sie in der immer noch besetzten Pfalz ihre .Kriegsgerichte aufmarschieren ließen, um derg e.-- fährlichen Feue r w eh r" von Landau und Ger­mersheim den Prozeß zu machen. weil sie gelegentlich einer Feier in Bad Durkheim mit Trommelt» und Pfeifen musiziert imb unter dem KommandoAchtung, die Äugen links'" vor dem Branddirektor einen Parademarsch Mutiert hat? Die französische Justiz hat eben Viesen immandanten wirklich zu einer Geldstrafe von hundert Mr? verurteilt, und in der Pfalz wird davon ge- mimtest, daß die aktch gedienten Mannschaften der Feuer- Mr. auf Verlangen der Besatzungsbebörde jetzt wahr- i'NM^den, Dienst entlassen werden sollen ~ wonach 3U urteilen die Franzosen also in der Tat eine Sache mit blutigem Ernst zu behandeln für richtig finden, die allen- Ws als schlechter Scherz unter den vielen Bèsatzungs- nlcönissen passieren konnte, mit denen die Franzosen ich auf Kosten deutscher Menschen bei uns die Zeit ver- treiben.

^rmerhin, etwas Kurzweil wird man ja schließ- M den Angehörigen von Besatmnasformationen, die bicüeu^t ungleich lieber den Winter in Paris afd unter t widerborstigen »Hunnen" verleben möchten, bewil- 'M können. Aber wenn nun der Berliner Vertreter eines großen Pariser Blattes von der S »TV e st e r n a ch i b er R e i ch s h a u p tst a d t eine Schilderung ent im Vergleich mit der in Sodom und . Gomorra Etlichen Angedenkens geradezu vorbildliche Sitten ge- vttricht haben müssen, so werden wir darüber denn doch MI einmal die Geduld verlieren dürfen. Daß unsere Mven Berliner in dieser einen Nackt 15 Millionen 'fuschen Wein, 9 Millionen Pfannkuchen >»nv 2 Millionen Karpfen in Bier verzehrt haben sollen, weichen zwar auch Allerhand Schlemmereien durchaus nicht abgeneigten Erster gewiß als eine chariebücherre Übertreibung erkannt M-n. Wenn aber dann noch den Berliner F rairen M^iagt wird, daß sie unter der Wirkung solchen echt yWaii'd^ Prasserin ms-sich einer unglaublichen össent- ' M» Schamlosigkeit überlasse»» hätten, vor der einem "Wtengen Franzosen nur die Feder aus der Hand sönne, so hört bei so beschassetier Pöbelhaftigkeit gM i^^er Sv auf. Gar keine Frage, ein Deut - bei sich einiOen ließe, das französische Volk oder w n,l!t die Pariser Frauen in ähnlicher Weise zu L>e> würde schon am Tage darauf die Tür der ^Mostschen Republik von draußen zurnachm âssen, f- wäre sehr schwer, gegen einen so wohlverdienten etwas Durchschlagendes bortubringen. Bei »na,» bestenfalls Entschüldigungen verlangen für iji - was unter gar keinen Uinständen zu entschuldigen '-.und sich zufrieden geben, wen», sie gnädigst zugesian- i?s werden. Und wird das nächste Mal wieder mit ernst- Helene darauf eingehen, wenn eben dieser Frau- Lf "us mit moralischen Vorhaltungen kommen wird ei»/ - ' was wir zu tun oder zu lassen haben, um mit nm so hych zivilisierten und den Frieden und die in'« ,10 über alles liebenden Volk wie weit Franzose»» ituhe und Freundschaft 311 leben.

A '^tzfl mühte in diesen Dingen eigentlich bei de>» i W-1' a n c r n in die Lehre gehen. Früher wäre», sie m l8^ J^r ^w Henchsürrneligkeit ihrer politischer» Mo- F '^u^ verstehen sie eS, einen diplomatischen wie Herrn Briand glänzend abznführM, p,:,1" bch dabei auch nur der kleinsten Sünde Wicher der» sT,M^ ^eift internationaler Verhandlung ^Höflichkeit mit sl8 W inachen. Den ßlich td vieder Oftg Vorschlag, Xo£ ^w Paris sie aus gewiß nichts ivsiriger als selbst- dp , ' gilben für die Genfer FWWnspolitlk einzufau- autotw e' ^âben sie mit Ge agen pariert, die den oWZoseu einiges in die Wangen getrieben Li«»?', -jährend, so jq^,w».t sie jetzt, Frankreich im . m hatte, Amerika durch den neuesten Paktgedankcu di^ Briand indirekt nach Genf zu führen, bedeute al« x- ©rt des Staatssekretärs Kellogg nichts anderes Di, » Torpechier.ung des Völkerbundes, h^.^^^'-ugtcli Staaten wollten sich offenbar auf ihrem Wer^trVi ^ durchaus frei halten von irgendwelchen

1 'wtungen, während sie den e»»ropäischen Mächten

Reichsregierung

Keine Wstriche im Heereseiat.

Beibehaltung des P a n z e r s ch i s f b a n e s.

Bei den BeryLungeü über den Haushaltsvsra.tfchlag für 1928 hat der ReichSrat bekanntlich eine Reihe vor» Ab­strichen im HecreK- und Marineetat gemacht, dafür aber anbe-re Posten zu allgemeinen Zwecken eingesetzt. Die Abstriche des ReichSrats betrugen etwa 6'/» Millionen. Als besonders unwichtig wurden dabei angesehen' die Be­trüge für Neubau von Munitionsräumen und für den Beginn eines Panzerschiffbaues. Damit ist die Neichs- rcgicrung nicht einverstanden und sie will bem Reichs­tag neben dem von» Neichsrat formulierten Anschlag ihre ursprüngliche Ausstellung vorlegen, also die Smmnen für .Heeresausgaben erneut verlangen. Der Reichstag hat sich somit mit einer Doppelvorlage bei den Etasbcratungcn zu besassen.

Der Reichsrat hatte gestrichen: 1 Million Mark für Unterhaltung der Waffen, 1,46 Millionen für Munition und Munitionsgeräte, 0,67 Millionen für Heeresgerät, 0,42 Millionen für Kraftfahrbetrieb, 0,36 Millionen für Rachrichtengerät, 200 000 Mark für Bauten auf Truppen­übungsplätzen, 150 000 Mark für Munitionsunterbrin- gungSrättme, 500 009 Mark für ^mineremniiiten, 100ÜOf Mark für Befestigungsanlagen, 100 000 Mark für Auf­frischung des RachnchtengeMs. Die Häuprjunune ad. -

Fesseln anzulepen wünschten, die den Genfer Abmachun­gen sntpegenliesen.

Ja, so geht es, wenn ein listiger Spieler glaubt, es mit weniger scharfsichtigen Gegenspielern 31t tun zu haben. Die Amerikaner wissen ganz gut, daß Die Franzosen, wenn sie Dem Frieden reden, an die Kriegsschuld den denken, die sie an Washington zu bezahlen haben, und möchten nicht noch ein zweites Mal von ihnen über Den Löffel barbiert werde»'. In diesen Dingen bersteten sie keinen Spaß, am wenigsten gegenüber den Franzosen, die gute Lehren immer nur für andere Völker bereit halten, für sich aber und ihre Vasallen rund um Deutsch­land herum nur ein Mittel der Selbsterhaltung kennen: bis an die Zähne bewaffnet allen Möglichkeiten der Zu­kunft cntgegenzuharreul Dr. Sy.

GchMsKr§geluKgsksA?KrMZ

mdH beabsichtigt.

Böllig aus der Luft gegriffen."

Die Newyvrker Meldungen, nach denen das Wasbing- toner Staatsdeparteinent beabsichtige, nach den fran­zösischen Wahlen eine Fmanzkonferenz zur Regelung der Schulden- und Reparationsfragen einzuberufen, rvurde vom Staatssekretär als völlig aus der Luft gegriffen be­zeichnet. Die Regierung beabsichtige weder nach den fran­zösischen noch anderen Wahlen die Einberufung einer derartigen Konferenz. Es sei natürlich, daß Gilberts Bericht und seine kürzliche Anwesenheit in Washingtorr die Anregung zu allerlei Vermutungen gaben, aber zur richtigen, nüchternen Beurteilung der Sachlage muß fest- gehalten werden, daß die Regierung der Bereinigter» «tauten nicht daran denkt, vor Ablauf der gegenwärtige»! Präsidentschaftsperiode diese Fragen anzuschneiden, weder in bezug auf die Schuldenregelung noch auf den Dawes- Plan

Schatzsekretär Mellon schloß sich dem Dementi des Staatssekretärs Kellogg an. Als ihm diese Meldung vor- gelcgt ivurde, rief Mellon aus:Das ist Unsinn!" unD schlug mit der Faust auf den Tisch. Mellon fügte hmzu, er habe mit Parker Gilbert, als dieser sein Hausgast über Neujghr. war, das bisherige Arbeiten des DaweS- Planes sowie Deutschlands Anleihelagc besprochen, aber die Frage einer Auflegung internationaler Bonds sei von Gilbert »veder in seinem Jahresbericht noch nachher erwogen worden.

Feststellung der deutschen Schuld.

ÖleHou sagte weiter: Deutschland wäre niemals im­stande, seinen Verpflichtungen nachzukommen, wenn nicht eine Eudsurnme genannt würde.

Nur Unbesonnene könnten uan Deutschland die Zah­lung von 44 Dottarmiüiardcn erwarten. Die Ursprung - liche Reparationssumme von 44 Milliarden fei fast zwei­mal so hoch wie die gesamte fundierte Schuld der Ver­einigten Staaten.

Gilberts Vorschlag zur Festsetzung der Reparations- fümme sei übrigens keineswegs eine neue Idee, sondern schon bei der Formulierung des Dawes-Abko»n»nens in Erwägung gezogen.

Der Antikriegsplan.

Die Antwort des arncrikanischen Staatssekretärs Kellogg an Briand, in der von amerikanischer Seite das Angebot eines besonderen Bündnisses mit Frankreich ab» gelehnt, dafür aber eine allgemeine Erklärung der Groß­mächte befürwortet nurb, scheint in Paris alle aus» schweifenden Hoffnungen begraben zu haben. Kann man mit - Amerika nicht einen Vertrag zu Zweien schließen, so will man überhaupt nicht weiter mittun, sondern nur den älteren unwesentlichen SchiedSvertrag erneuern.

. , Tatsächlich hat Briand den französischen Botschafter in Washington bereits beauftragt, Die Verhandlungen bis i auf weiteres auf die Erneuerung des im Februar ab- j laufenden Schiedsvertrages zu beschränken.

gegen Reichsrat.

wurde abgesetzt mit der ersten Nate für den Neubau des Panzerschiffes A im Eesamtbeitrage von 9,3 Millionen.

GsßLAgmnde ter Rsgierung.

In einer Begründung, welche die Reichsregierung dein Reichs­tag bei ihrem Verlangen nach Wiederherstellung unterbreitete, wird aüsgeführl, die Senkung der Mittel für den Neubau von Munitionsräumen würde die sachgemäße Lagerung der Munitionsvorrüte aller Art äußerst schwierig gestalten und außerdem mit einer erheblichen Gefährdung der Allgemeinheit verbunden sein Die Einschränkung der Mittel für Baute», auf den Truppenübungsplätzen würde die dringend notwendige Verbesserung Dér Unterkunft der Unteroffiziere und Mann­schaften während Der anstrengenden Ausbildungszeiten auf den Truppenübungsplätzen verhindern

Auch in bezug aus das Panzerschiff hält die ReichSregiè- rung die Wiederherstellung für notwendig, weil der Ersatz der überalterten Linienschiffe zur Ausrechterhaltuug des aus Dem Friedensvertragc zugestandenen bescheidenen Maßes an Ver­teidigung unbedingt erforderlich sei Wörtlich heißt es:Die Panzerschiffe bilden das Rückgrat der Verteidigung zur See. Ohne sie ist die Abwehr einer Blockade selbst kleinerer Ses- mächte, die Verteidigung der Seehandelswege und Der unge­schützten Küstenstrecke sowie die Sicherung der Verbindung mit Ostpreußen nicht durchführbar." Weiter heißt es, Die Streichung der ersten Rate bedeute die sofortige Krise für Die deutschen KrieysfmiffwersleN und ihre Arben rfrift, in erster Linie für die Wern Kiel, dann für Die Marinewerft Wilhelms­haven, bei Der sehr starke Entlassungen nach Ausfübrung der g-.^cNwärüg. . E hiissbautc veezünehMen.[eia unn -nn

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Ehrungen für den argenimischen Außenminister.

Empfang beim Reichspräsidenten.

In der Reichskanzlei fand aus Einladung der Rcichs- regierung' am Fireitag zu Ehren des in Berlin weilenden argentinischen Außenministers Gallardo ein Frühstück statt, nachdem Dr. Gallardo am vorhergehenden Tage Gast Der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissen­schaft war. Die Begrüßungsrede bei Dem Regierun^S- empfang hielt, da der Reichsminister des Äußern Dr. Stresemann durch Krankheit verhindert ist, Der dien'tz- älteste in Berlin anwesende Reichsminister Schätzel. Frei­tag nachmittag war beim Reichspräsidenten ein Tee­empfang, abends . ein Diner beim Reichsminister des Äußern, an dessen Stelle der Stcmtsfefretär Dr. v. Schubert die Pslichten des Hausherrn ausübie. Sonnabend m'».^q um 1X> Uhr ist der argentinische Minister des Äußern zu einem Frühstück in der Berliner Handelskammer geladen, >vo Herr v. Mendelssohn ihn begrüßen wird. Abends fährt Herr Gallardo nach Köln und von dort nach Bonn, wo er von Der philosophischen Fakultät der Universität zum Ehrendoktor ernannt wird.

Dr. Gallardo war, wie er in einer Unterredung mit einem Journalisten mitteilte, bereits vor 32 Jahren in Deutschland, wo er über Köln, Koblenz, Bingen bis Straßburg den Rhein entlang gereist ist und München, Dresden und schließlich Berlin besuchte. Der Minister stellte mit Genugtuung fest, welche außerordentliche Ent­wicklung die deutschen Städte während dieser Zeitspanne in jeder Beziehung gemacht haben. .

Die Schwierigkeiten der SieddmgSftage.

Empfang beim preußischen Landwirtschaftsministsr.

Vyr einer Versammlung von Pressevertretern sprach her preußische Landwirtschaftsminister Dr. Steiger über laudwirtschaftliche Probleme der Gegenwart. Er unterzog das Siedlungsivesen einer längeren Betrachtung und stellte sich Dabei auf den Standpunkt, daß das Sied­lung,Slvescu in erster Linie Sache Der Länder sei. Bor» sehr großer Wichtigkeit sei natürlich für das Siedlungs- ivesen der Preis für das zu besiedelnde Gelände, und es sei gelungen, diese Preise nicht zu hock ansteigen zu lassen, obtvohl darüber in manchen Kreise»! Unzufriedenheit ent­standen sei.

Der Minister ging dann im einzelnen auf Die ver­schiedenen Provinzen ein und gab Die Anteile bekannt, die auf Die einzelnen Provinzen entfallen. In erster Linie stehen dabei Ostpreußen und Oberschlesien. Preußerl bat im ganzen 70 Millionen ordentliche Ausgaben für Dio Siedlung ausgewandt und 5 Millionen außerordentliche- 20 weitere Millionen werden demnächst zur Verfügung stehen. Zwei Drittel Der Summen sind gemeinnützigen, ein Drittel allgemeinen Gesellschaften überlassen worden.

Eine besondere Schwierigkeit bot Die Ansiedlung von Arbeitern, die immerhin gewisse Geldmittel zur Verfügung haben müssen, um überhaupt Die Siedlung beginnen zu können. Es ist einem Arbeiter aber kaum möglich, 800(1 bis 10 000 Mark, Die unbedingt erforderlick sind, anfzu- britsgen. Der Preußische Staat hat durch die Landes- rentenbank hier Abhilfe geschaffen. Der Siedler brauch» bei einem Objekt von 33 000 Mark nur 1000 Mark jährlich Verzinsung anszubringen. Die restierende Verzinsung wird durch Die Landesrentenbank auf 32 Jahre über­nommen.

Ein Mitglied des Landwirtschaftsminisseriums geli noch in konnt, daß bis. jetzt vor Preußen ^ea Turn ^lüct' .» finge im Lande ane. siedelt worden sind.

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