Schuld tf 181. esdner 145.5, armes- Sraun- noerte icheide- -sfürel swerke , Zell-
Zul-an Anzeiger
s /
xutter- -37.50; enkleie
: Auf- n, 966 tt dem :en 30 landen entner
Erscheint jeden Werktag. Bezugspreis: monatlich 2 Mark. Bel Lieferungsbehinöerungen üurch „Höhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, Bahnsperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Ansprüche. Verlag Zrieürich Ehrenklau, Kulöa, Mitglied des Vereins deutscher Zeitungsverleger. Postscheckkonto: Kranksürt a. HL Nr. i6<xw
Tageblatt für Rhöa und Vogelsberg
Zulöa- und Haunetal .Zulöaer Kreisblatt
Re-aktton und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 ❖ Zernfprech-Jnschluß Nr. 989
Nachdruck -er mit * versehenen ftrtike! nur mit GMUenangabe „Zul-aer Nnzeiger"sestatte1.
den
isch 1. mmel- sleisch.
' Vf
Börse arfen. ügss- ozent. h be. arben , wie zeitig arte«.
und 81,77
4 bis Wed. 111.52 59,17 gen»
blieb »rgten , daß »erlich jeran, c von c viel daher mehr
Die ch die -For
e in iehen- st aus
1928
Fulda, Samstag, 14. Januar
Jingeigenpreis: §âr Behörden, Genossenschaften, Banken usW.beträgt die Klemzeile 0.30HIL, für auswärtige Jiuftraggeber 0.25 Mk., für die Reklamezeile 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezeile 0.60 Mark ❖ Bei Rechnungsstellung hat Zahlung innerhalb 8 Klagen zu erfolgen <- Sag« und Platzvvrfchristen unverbindlich.
5. Jahrgang
■MMMMHMIimBHKSKlSmWMHUn
Kleine Zeitung für eMge Leser.
i * Neichstvehrminister Dr. Geßler hat sein RücktrittSgesuch |Mni Reichspräsidenlen eiugereicht.
i ^ Die Arbeitslosigkeit ist in Deutschland wieder derart ge- isliegeil, daß zurzeit i 400 000 Aideitslose gezählt werden.
I * Im Rheinland wurden umfangreiche Spritschieb - aysgedeckt, die önè Reich um eine Viertelmillion Ma»
mngen
__________________ Mark ge- Mdich haben sollen.
- * In Brüssel zerstörten nationale Studenten eine Aus- iltltmm, die von den russischen Sowjetbehörden zu Pro- paMdnzlvecken eingerichtet war.
■ Hinter Schloß und Riegel.
MZwischen Den Wahlen. — Um die Todesstrafe. — Russischer Absolutismus.
Sie meisten westeuropäischeil Großmächte — vou den Bereinigten- Staaten von Nordamerika gar nicht zu reden B fühlen sich in einer Art D a u e r t r i eg è zust a n d Intis den Kräften, Die nicht müde werden^ an den Grund- »chev Der modernen Kultur und Zivilisätion zu rütteln. Men erst hat Der französische Ministerpräsident sein uu= gewöhnlich fügsam gewordenes Parlament durch Forde- nmg eines Verlrauensvotums zu dem Beschluß gezwuu- gen, die feierlich in der Verfassung, beschworeiie Immunität ter Abgeordneten gegenüber fünf Mitgliedern Der kommu- liistilân Kammerfraktioil außer Kraft zu setzen. Zwei tou Diesen von Der Justiz des Landes seit langem au- geforberten Volksvertretern sind daraufhin ungesäumt von der Polizei hinter Schloß und Stiegel gebracht worden,' während drei.'LeidensgeMrlen von ihnen sich im Augenblick noch irgendwo im Lande oder außer Landes ver-
borgen halten.
Die d e u t s ch e In st i z hat, wie man weiß, gleichst ihre liebe Not mit diesen Leuten. Mit schweren Bedenken nur batte der Reichstag sich im vorigen Jahre zur bienevmiguug des Strafverfahrens gegen Vie Mitglieder 'der famiHitniftifdicu Zentrale bereit gefunden, soweit sie
, K'is dahin durch das Rcichs-tagsmandat gegen den Zugriff r-^Tbi r iiilis^^UHiltf^ geschützt waren. Aber die so der " ‘ ^Lcriolgimg Vreisgegebènen waren zunächst in Freiheit IbüDfü’K worden, und âls der Termin vor dem Reich s - k-ericht in Leipzig herangekommen war, glänzten sie Icmfach durch Abwesenheit, so daß Ver Kampf um ihre 17:leiüeIlling für Den Strafrichter nun von neuem beginnen Wann. Wie lange Der Reichstag noch beisammenbleiben Mwnd, weiß man ja nicht; wird er im Frühjahr oder im ■kommet aufgelöst, so würden Die Herren Thälmann und I Genossen nichts zu lachen haben, Denn daran braucht man ImVH zu glauben, daß es gelingen wird, Die Zeit zwischen ßwei Reichstagen, dem toten und Dem neu zu wählende», wit FmmunMtsrechten für Die alten Abgeordneten oder für ihre voraussichtlichen Nachfolger auszugestalte». Ein- wal muß schließlich auch in Deutschland Die große Abrechnung zwischen der Justiz und den mit rein bolschewistischen Methoden arbeitenden Vorkämpfern Der Räterepublik kommen. Das Reichsgericht pflegt solchen Ele- Wnten gegenüber neuerdings übet mehrjährige V estu n g s st rafc »icht hinauszugehe». Toves- ur keile komme» bei uns höchstens noch gegen ganz -barbarische Frevler an nnfdjnlDigen Menschenkindern zur .-Vollstreckung,' wie jetzt eben gegen Den Berliner -Doppel- worbet Böttcher, den sogar Die preußische Slaatsregie- ruug der Beguadigung unwürdig fäNV, obgleich sie kürz- uch im Reichsrat noch gegen Die Beibehaltung Der Toves- im neuen Strafgesetzbuch gestimmt bat. Der end- UUlUge Kampf um Diese schärfste Strafe, die Menschen über M'^nschen verhängen können, steht uns noch bevor. Er rwicd Die Gewinn aller Deutschen zu ernstester Selbst- Mpi"usuug aufrufen.
*
Ü Das alles sind Sorgen, mit Denen sich freilich Die Morkämpfer Der Weltrevolutiou, die für sich in Anspruch men. Den sozusagen fortgeschrittensten Bestandteil Der M^hbäischen Menschheit darzustellen, am alletwenigsterc fühlerr. In Rußland »Verven heute Toves- MMile vollstreckt, die überhaupt kein Richter gefällt hat, ■ 7 wer statt Dessen gleichfalls ohne Urteil, ohne gericht- Untersuchung auf unbestimmte Zeit nach Sibirien Wust in eine asiatische Wildnis verschickt wird, der Wntlid) «och seiueni Schöpfer danken für diese Ww^^^entliche revolutionäre Milde uuD Nachsicht, und BA?1«5 ein Trotzki in Person ist, ohne dessen tätige, Mj<V'"üUelang fortgesetzte Arbeit wahrscheinlich die ganze '.^publik niemals Leben und Gestalt gewonnen hätte. M , werden Dieser Mann und seine engeren Gesittuungs- M aoisen niit denselben Waffen geschlagen. Die sie in Den Reiten des Bolschewismus gegen ihre zaristischetr ""ch nur weniger revolutionären Widersacher zur ■Sinn nvUt9 brachterl. Und in dem ewigen Kreislauf der E ' 'N das russische Volk glücklich nun wieder in den Ä Absolutismus zurückgeworseu, dessen Ausrottung c heften Die Jünger Lellins einstmals auf ihre ' w geschrieben hatten. Den Machthabern in Moskau ■iJ^'M^ifi nicht wohl zumute, wenn sie sich scho» zu Mveiin ârzweiflungsschrittC» eillschließen müssen; und - m°n ^''t noch erfährt, daß sogar schon in den ■eaw • ."'ch bolschewistischen Erziehimgsgrunvsützen ange- , bejonDeren K in d erst ä d t e n wilde Meute- au ^” Tagesordnung jiuD, weil sich Der hier ■ich»..!?11 ^16 Teil der russische» Jugend gewisse Er- Mo "^"'ethodeu der hohen Obrigkeit nicht gefallen läßt, Ben Az Klan sich daraus wohl feinen Vers machen auf Sememen Staub dieses „Paravièses". Dr. Sy.
15,0 15,0 >-350:
1-57
2-85 1-22
0-21
0-21 1-24 0-14,7 7-16,1 0-25,0 7-19,8 1-22,4 2-12,4 0-21,6
7-24,0
lösen ' dlung » :ichen- ;i L Er- ' itber-
i-ssn« solch tuber-
tt wir Karren n uns sieren-
af den
■ehrbar uM^
^auft deutsche Erzeugnisse!
Dr. Getzler tritt vom Amt zurück
Wechsel im Wehrminifierdm.
Geßlers Rücktrittsgesuch beim Reichspräsidenten.
Die unvermutet, aber ziemlich bestimmt in Berlin Guftretenbcu Gerüchte vom Rücktritt des Reichswehrministers verdichteten sich im Laufe des Freitags bis zu der tatsöchlichen Mitteilung, daß Dr. Geßler den endgültigen Entschluß gefaßt hat, von seinem Amt zurückzutreten und sich aus dein politischen Leben zurückzuziehen. Mit persönlichen Gründen, vor allem mit den " Echicksalsschlägen, die ihn in der letzten Zeit haben, begründet Dr. Geßler die Absicht des Schon vor einigen Sagen ließ er darüber Nachricht an Reichspräsident von Hindenburg und den Reichskanzler gelangen. Da der Entschluß fejtsteht, bilden das offizielle Abschiedsgesuch und dessen Genehmigung durch Den Reichspräsidenten, der den von ihm sehr geschützte« Mit- arbeiter ungern verliert, wohl nur selbstverständliche Folgen. Man kann damit rechnen, daß Geßler den Wehretat für 1928 nicht mehr vor dem Reichstag vertreten wird.
Merkwürdigerweise war bei den in Betracht kommenden amtlichen Stellen in Berlin, so insbesondere bei der Reichspressestelle, auf alle Anfragen hin am Freirag von
schweren betroffen
Rücktritts.
Dr. Geßler.
Adg. v. Brüninghaus.
Rücktrittsabsichteu des Wehrministers „nichts bekannt", obwohl alle Welt offen und mit voller Berechtigung davon sprach.
Es war auch die Rede davon, daß Herrn Dr. Geßler unter Umständen ein längerer Urlaub zur Herstellung feiner Gesundheit bewilligt werden könnte und ein Vertreter für ihn die Geschäfte wahrnehmen würde mit Rücksicht auf die in absehbarer Zeit bevorstehenden Neuwahlen und die sich wahrscheinlich daran anschließende Neubildung des Kabinetts. Doch ist Vas nur eine Möglichkeit, zumal anderweitig schon sehr lebhaft die R a ch f o l g e r f r a g e besprochen wird. Die Ernennung des Wehrministers erfolgt durch den Reichspräsidenten auf Vorschlag des Reichskanzlers.
♦
Geßlers Amtstätigkeit.
Wiederholt ist in den letzten Jahren von Nücktritts- abfichten Geßlers die Rede gewesen, ohne daß solche An- kündiaunaeu nck in die Wirklichkeit umsetzten. Er hat
1400 000 Deutsche ohne Arbeit.
In der Arbeitslosenversicherung stieg die Zahl der männlichen Hauptunterstützliugsempfänger vom 15. Dezember bis zum 31. Dezember 1927 von etwa 709 000 aus 1037 000, also um 46,3 Prozent, während die Zahl der weiblichen HauptunterstüHungsempfüugcr nur um 24,4 Prozent zunahm (von 121800 auf 151500). Insgesamt betrug also die Zahl der unterstützten Arbeitslosen in der Arbeitslosenversicherung am 31. Dezember 1927 1 188 500.
In der Krisenunterstützung stieg die Zahl der männ lichen Hauptunterstützungsempfäuger von 141000 auf 177 000 oder um 25,4 Prozent, die Zahl der weiblichen Hauptunterstützungsempfänger von 30 400 auf 34 00t oder um rund 13 Prozent. Insgesamt betrug also am 31. Dezember 1927 Vie Zahl der Hauptuuterstützungs- empfänger in der Krisenunterstützuug 211 400. -
Die erneute starke Zunahme der unterstützten Arbeitslosen erNârt sich einmal aus weiteren Zugängen aus den Saiso«berufen; die Einstellung der Bauarbciten wirkt sich offenbar jetzt auch in den Bauncbengewcrbcn aus. Auf der anderen Seite ist der Unlsang der Beschäftigung in Den Industrien, die saisonmäßig mit dem Weihnachtsgeschäsi verbunden sind, insbesondere in der Möbelindustrie, der Spielwarenindustrie und im Nahruugs- und Genußinittcl- gcwerbe merklich zurückgegangen. Ob darüber hinaus in der Zunahnte der Arbeitslosigkeit auch eine beginnende Abschwächung der Konjunktur zu,n Ausdruck kommt, läßt sich zurzeit noch in keiner Weise übersehen.
Es muß aber andererseits darauf hingewiesen werden, daß einzelne Industrien (Elektrizitäts-, Brauerei-, chemische Industrie) sehr, gut beschäftigt sind unD wohl auch noch in absehbarer Zeit neue Kräfte einstellen werden. Die kalte Witterung, Die gerade in Der Berichtszeit ge herrscht hat, hat Vas Baugewerbe bottfommen lahmgelegt. Mit Der Erwärmung im Frühjahr werden hier ivohl einige huuderttauseuv Leute Arbeit und Brot finden, zumal Vie Neubauaufträge gestiegen sind.
acht Jahre hindurch auf dem schweren Posten ausgehalten, auf den ibn# Des Geschick gerufen hatte. In jungen Jahren machte er an der Universität Erlangen seinen, juristischen Doktor und wurde nach kurzer Tätigkeit als Staatsanwalt, dann als Gewerberichter mit 35 Jahren zum Ersten Bürgermeister von Regensburg gewählt. Nach drei Jahren siedelte er als Oberbürgermeister nach Nürnberg über.. Während der Revolution gelang es ihm, die Arbeiterstadt Nürnberg und das übrige Nordbayern vor Blutvergießen zu bewahren. Im Oktober 1919 schlug ihn die Demokratische Partei zum Wiederaufbaumiuister vor. Nach einem halben Jahre übernahm er als Nachfolger Noskes das Reichswehrministerium.
Durch die laugen Jahre hat es ihm nicht an Müheu und Anfechtungen gefehlt, aber unentwegt stand Geßler als sturmgewohnter und energischer Mann auf der Wacht, das, was er-für richtig hielt zum Neuaufbau der deutschen Wehrmacht, zu entwickeln und zu verteidigen. Wenn er jetzt müde geworden ist, so genügt es, aus den Verlust zweier blühender Söhne in den letzten Jahren hinzuweisen. Nun nahn, ihm der unerbittliche Tod seine ? le Mutter. Tas bat wohl seinen Entschluß zum Steifen gebracht. Dr, Geßler ist einer der am stärksten umstrittenen Minister des neuen Deutschland gewesen, trotzdem aber sozusagen der Vienstältefte Minister geworden. Denn seit 1919 war er ununterbrochen im Amt. Im August 1923, als das erste Kabinett der Großen Koalition gebildet wurde, drohte diese. Koalition daran zu scheitern, daß die Sozialdemokratie Die Beibehaltung des Reichswehrministeriums durch Dr. Geßler mit Entschiedenheit ablehnte. Nur mit schwerer Mühe gelang es damals, bei der Sozialdemokratie die Duldung Dr. Geßlers durchzu- fetzen. Die Demokraten haben ihn, seit er in das erste Kabinett Luther eintrat, nicht mehr als ihren politischen Vertrauensmann betrachtet. Er trat auch formell aus der Demokratischen Partei aus. Nach dem Tode des Reichspräside-ntèi: Ebert war Dr. Geßler einige Wochen lang .ernsthafter Kandidat für das Amt des Reichs- - Präsidenten.
; Nun wird er gehen als einer, der viel getragen, noch mehr ertragen hat, an dessen Werk aber niemand Vorbeigehen kann, der die Entwicklung Deutschlands nach der Revolution 1918 zu würdigen hat. Wer wird seine Bürde aus sich nehmen?
*
Der Aachfolger des Wehrminifters.
In parlamentarischen Kreisen wird lebhaft die Frage erörtert, wer der Nachfolger Dr. Geßlers werden wird. Allerdings steht icpch nicht fest, ob angesichts der immerhin nur noch kurzen Lebensdauer des Reichstags wieder ein Rklchswehrmtnister ernannt oder nur ein Stellvertreter mit der Führung der Geschäfte betraut werden wird. Vin erster Stelle steht der Name des der Polkspartei an- gehörenden Ahg, Konteradmiral a. D. B r ü n i n g h a u s, Der schon öfter als der Erbe Dr. Geßlers genannt wurde. Dit ja Dr. Geßler nicht Da»' erstemal aus seinem Amt scheiden will. Daneben stehen auch die Namen der Volks- parteilichen Abgg. Scholz und v o n K a r V o r f f. Dr. Scholz ist der Vorsitzende der' Reichstagsfraktion der Deutschen Volkspartei, Herr von' Kardorfs hat sich durch seine Festrede bei der testen Verfassungsfeier im Reichstag bekannt gemacht rind ist auch wiederholt als Kanzlerkandidat aufgetäucht. Der Vollständigkeit halber sei noch «rwäbnt, daß auch General Heye und der Zentrnms- abgeordncte Ersing als Ministerkandidaten genannt «èrden.
Zwei französische Abgeordnete verhaftet.
P o i n c a r é s S i c g in der M a m m e r.
In Paris wurden nach Sckstuß der. Kammersitzung die kommunistischen Abgeordneten C n ch i tt und Vaillant Couturier beim Verlassen des ParlanrentSgevaudeS von Pölizeibeamten fcstgenommen und im Kraftwagen in die Untersuchungshaft übergeführt. Zn irgendwelchen Zwischenfällen ist cs nicht gekommen.
Die Verhaftung bildete den Abschluß einer Kammerdebatte über die Frage der A u f h e b u n g de r I mut u - n i t ä t für fünf kommunistische Abgeordnete, die wegen politischer Umtriebe unter Anklage stehen. Die Abgeordneten Brunet, Vertreter der republikanischen sozialistischen Gruppe, und Daladier, der als Vertreter der Radikal Sozialistischen Partei das Wort ergriff, sprachen sich gegen die KoulmunistenverhaftungeK aus, aber ein dahingehender Antrag wurde mit beträchtlicher Stimmenmehrheit abgelehnt. In äußerst gereizter Stimmung ver- wahrte sich dann
Ministerpräsident Poincarè
gegen den Vorwurf, daß das Vorhaben der Regierung die Rechte des Parlaments verletze. Die Regierung erachte es als ihre Pflicht, Männer, die ihre parlamentarische Stellung benutzten, um sich über Vas Gesetz und die Verfassung lustig zu »rachen, nicht länger in Freiheit zu lassen. Der Ministerpräsident stellte dann die Vertrau e u s s r a g e , die mit dem Siege der Regierung endigte und zu der gemeldeten Verhaftung zweier von den fünf für vogelfrei erklärten konnnnnistischen Deputierten führte. __
$i« Jahre Zuchthaus für einen Landesverräter.
. _ Breslau. Der Strafsenat des Oberlandesaerichts Breslau tcrurtcilte den Handler Alfred Deitert aus Glausche bei Nams- lau wegen Verrats niilitärischcr Geheimnisse an Polen 'n Our Zähren Vu^NhauS und zehn Jahren Ehrverlust. Aki 1 - betube Umstande mürben dem Angeklaaten nicht maebillial.