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Zulöaer Mzeiger

,^^.^ ^öm Werktag. Bezugspreis: monat» MMrk.Bei âftrungsbehinöerungen durch ßhcre Gewalten", Streiks, Mussperrungen, ^«sperre usw. erwachsen dem Bezieher keine Sprüche. Verlag Arieörèch Ehrenkiau, Kulda, AizlirS des Vereins Deutscher Aeitungsver- ^ Postscheckkonto: ZranksurL a. M. Hr.16000 ftS"192®'

Tageblatt für Rhön unö Vogelsberg

Zulöa- unö Haunetal >Zulöaer Kreisblatt Redaktion und Geschäftsstelle: Mühlenstraße 1 Zeensprech-Knschluß Nr. 989

VachSrnck der mit * versehenen Mrtikel nur mit cryZellenangabe,§u!Saer Mnzeiger"geflaSet.

Fulda, Dienstag, 24. Januar

Mnzeigenpreis: §üc Behörden, Genossenschaft ten,Banken usw. beträgt die Kieinzelle 0.30 Ulf., für auswärtige Mustraggeber 0.25 M., für die Reklamezeile 0.90 !Nk. u. alle anderen 0.15 Mk., Reklamezette 0.60 Mark Bei Rechnungsstel­lung hat Zahlung innerhalb 8 Gagen zu erfol­gen Gag- und Platzvorschriften unverbindlich.

5. Jahrgang

Kleine Zeitung für eilige Leser.

* zufolge des Nichtübereinstimmens zwischen Zentrum unb ^.Mer Volkspartei über das Schulgesetz ist die Gefahr einer ^[e in der Reichsregierung entstanden.

# Mchswirtschastsminister Dr. Curtius gab in einer Rede , Mannheim als voraussichtlichen Termin für die Reichs- l^MUwahlen etwa den kommenden Monat Mai an.

l »ZaZ Präsidium des Evangelischen Bundes wendet sich I vie Idee von der Gründung einer evangelischen poli- ßM Partei.

I sM freigewerkschaftlichen Bergarbeiter drohen mit dem ; -.^, wenn sie bis zum Mai keine wesentliche Schichtlohn- kMng erhalten.

I * 311 Amerika hält man das Zustandekommen eines Anti- Iiâklcs für ausgeschlossen nach dem Eintreffen der srau- k Wei: Antivort aus die Washingtoner Vorschläge.

Nur ein Achselzucken.

Zerlin hat für ganz Deutschland wieder einmal den ibtojj zu einer recht traurigen Berühmtheit abgegeben, kw - zum Lachen. Denn ganz Deutschland kennt ja Mi die Geschichte der vom E i n st u r z bedrohten Muser in der Charlottenburger Hebbelstraße. Das li«!!c Kapitel dieser Geschichte ist der H i n a u s w u r f Märs War's nicht zweier Mietparteien, die binnen

Tiunven ihre Wohnungen wegen Baufälligkeit »WM mußten, aber vom Wohnungsamt andere Woh- »MM nicht nachgewiesen erhielten, sondern sozusagen n f b e r Straße sahe n.

siete von den Behörden will an all diesen geradezu »WuWchen Dingen schuld sein: das WohnungsanU sagt, U< !Ä: dic Baupolizei schon längst auf die Einsturzgefahr Uufmcham gemacht und diese sei ihm jetzt überdies mit IdmfMtigen RäumungSbefehl über den Hals gekommen. MAügmz.schön und gut, aber dadurch erhalten die Aus-

MitfaiH immer noch feine Wohnung. Sie fetten auch

LâüâLoKen selbst bezahlen. Oder der HauSeigeii m^Met die Hypsthekötlötzsitzer der Grurrdstucke.

Wenfalls nicht die Behörden. Denn so sagen sie: Wt füll an allem schuldlos. Die wohnnngsuchenden Zitier erfahren nur ein Achselzucken.

Das sit schon keine Komödie, keine Groteske mehr, das 1 eine Tragödie, die Tragödie desRegierten". Es Kiigr nicht, daß die Behörden Sitzungen veranstalten oder tcmentis Don sich geben, die Nm so weniger geglaubt Hw, als sie einander widersprechen. Gerade W o h - mngéämie r und Baupolizei gehören zu ben ^beliebtesten Behörden und es mindert diese Wiebt^eit nicht, wenn derartige Dinge geschehen. Sie Wberufen sich, wenn sie etwas leisten sollen für die von »Betreuten", gewöhnlich darauf, daß es unmöglich Heilungen aber Unmögliches. Es wird jetzt so viel â e r w a l 1 u n g s r e f o r m geredet und geschrieben, Meningen" werden ausgestellt und Denkschriften ab 'M !v:e die obere Behördenorganisation personell und TO Betätigung eingeschränkt und reformiert werden 2 aber gerade die unteren Behörden sind es, mit denen Me Publikum in viel stärkere Berührung komint. d o r t d r ü ck t der Schu h. Es hat sich ein ge- Maß von Unwillen und Verbitterung angesaur- es wächst immer noch weiter, schnell und immer WWi. Man glaubt nicht mehr an Versprechungen unt Kolben ja auch oft genug nicht gehalten. So hatte 'ürgermeijter von Berlin in der Siadtverord- MW^sainmlung ausdrücklich verheißen, daß für säntt- den einsturzbedrohten Häusern wohnenden Fn' UWohnungen im ganzen Stadtgebiet zur Verfügung so daß eine unverzügliche Unterbringung sei und es konnte nicht eine einzige U7Wre untergebracht werden! Schließlich kann U^.^ Bürger von der Arbeit seiner Behörden auch Praktisches verlangen, nicht bloß papierne Ent- U und Aktenwechsel.

U-jk-^l so ganz unb gar schuldig an all diesen Fehl- U/Z Md die unteren ausführenden Behörden allein U f W. Unsere Gesetzesmaschine arbeitet ja sehr schnell, U^wer häufig genug aus Kosten der Sorgfalt. Nicht r Zeigen sich in ben Gesetzen, die von einer Volksvertretung beschlossen sind, arge Unklar- u'i"' .geradezu Widersprüche. Eit: drastisches Bei- fci'dnh ^ot die Aufhebung der Wohnungszwangs' M bei den großen Wohnungen; ganz verschieden Ifkrg L' ""^gung, die diese doch, sehr weite Kreise der ' berührenden Bestimmungen erfuhren. Der Är'f^^ schützt vor Strafe nicht" ist ja ganz schön: li5i|. yw bas, was allesrechtens" ist, eine geradezu «artige Ausdehnung erfuhr und erfährt, wird dieser xi fa *t inneren Unmöglichkeit und ganz besonders ^0« auch noch Unklarheit darüber besteht,, wie aufzufassell ist.Kultum, ncm inulta" sagt der : a&er nicht vielerlei" das gilt auch bei Üeteil WHg von Gesetzen, die das Leben des Bürgers

! An eineEvangelische Partei".

^^ bung des Evangelischen Burrdes. ^Sn^ Präsidium des Evangelischen Bundes erläßt eine "'^ wlgendcn Inhalts:

,2 flen aus den Kreisen unserer Mitglieder veran- '^hL?«s"lären, daß der Evangelische Bund aus Grund W"en «.I^chlüsse seitens seines Zeniralvorstandes sich ^u NiÄ^bhsn, eine neue evangelische Partei zu grün- Mjäi, Hr Seite das auch geschehe, g r u n v s a y l i ch !,il!HbinA2er. ^önuneütoe Bund erblickt in derartigen. Wil^ n ®riu die ernste Gefahr einer weiteren ^drspl > l-

««res varleipolitischen Lebeiis, eine Schwächung

Regierungskrise in Sicht?

Gefahr für He AegienmgskoMou.

Unterbrechung der interfraktionellen

SchulgcsctzverHandlungen.

Die interfraktionellen Besprechungen der Regierungs­parteien über den § 20 des Schulgesetzentwurfs sind unterbrochen worden, ohne daß bisher eine Annäherung der gegensätzlichen Anschauungen zwischen Volkspartei und Zentrunl festgestellt werden kann. Vom Zentrum wird die Forderung der Deutschen Volkspartei, wonach in den Ländern, wonach Gesetz und Herkommen" die Simultan­schule bisher besteht, es beim alten bleiben soll, als ganz unannehmbar und verfassungswidrig bezeichnet, weil die Verfassung den Begriff desHerkommens" nicht kennt. Bei Annalnne einer solchen Bestimmung könnten verschie­dene andere Länder, beispielsweise Sachsen, durch den

Landwirtschastliche Allslandskredite.

Forderungen der LandwèrWafi.

1 tz 0 - M i l l l o n e ir - B e i h l l f e v o r g e s ch l a g e N.

In der vergangenen Woche hat sich das Reichskabinett mit der Notlage der Landwirtschaft beschäftigt und ist in Erwägungen über Bewilligung neuer Kredite eingetreten. Bon den Vertretungen der Landwirtschaft war betont rvorden, das Reich müsse mehrere hundert Millionen be- mtftellen. Wie es heißt, fuß der ReichSsinanzminister Dr. Köhler sich bereit erklärt huben, den Betrag von 100 Millionen in den Etat einzustellen. Darüber hinaus­gehende Ansprüche seien abzuweisen, da keine Deckung vorhanden sei. Reichsernährungsininister Schiele habe einer vorläufigen Begrenzung aus 100 Millionen zuge­stimmt.

Die landwirtschaftlichen Verbände sind keineswegs mit einer solchen Begrenzung einverstanden und betrachten sie als nicht ausreichend. Besonders wird auf die Mög­lichkeit hingewiesen, Auslandskredite für die Land­wirtschaft in Anspruch zu nehmen. Endgültige Beschlüsse im Kabinett wurden noch nicht gefaßt, zumal auch über die Form, in welcher diese Auslandskredite beschafft werden sollen, keine Klarheit herrscht.

*

LandwirischastSfragen im Reichshaushaltsausschuß.

Bei der Wetterführung der Etatsberatung befaßte sich der Hckushaltsausschuß des Reichstages am Montag in der Haupt­sache mit den dringlichen Fragen der Landwirtschaft

Der Präsident des Reichslandbundes, Hepp, stimmte den mehrfachen Ausführungen des Reichsernährnngsministers Dr. Schiele über die Not der Landwirtschaft zu, erklärte aber, end- «ültig könne man erst darüber urteilen, ob die Regierung

der evangelischen und eine wesentliche Stärkung der katho­lischen Front. Er ist der Auffassung, daß durch eine zu ver­stärkende evangelische Bewegung mit dem Ziele einer stärkeren Berücksichtigung der evangelischen Interessen in unserem Staatsleben, dnrch die Bildung interfraktioneller evangelischer Ausschüsse und letzten Endes durch eine vernünftige Wahl­rechtsreform die evangelischen Interessen im öffentlichen Leben wirksamer gewahrt werden können. Er erwartet im dessen um so mehr von den bestehenden Parteien, daß sic dem einmütigen Empfinden der evangelischen Bevölkerung Reck>- nung tragen und sich die Wahrung der dentfch-evangelischen Interessen mehr als bisher angelegen sein lassen."

Deutscher Reichstag.

(365. Sitzung.) CB. Berlin, 23. Januar.

Zu Beginn der Sitzung beantragte der Abg. Stöcker (Komm.) die Milberatung eines Antrages, nach dem der Bericht des Sparkommissars Samisch über die Phöbus-An­gelegenheit dem Reichstage zugängig gemacht werden solle. Aus dem Hause wurde der Mitberatung dieses An­trages widersprochen und so mußte der Antrag abgelehnr werden.

Präsident Löbe erklärte jedoch, daß diese Angelegenheit ohnehin noch vor Beratung des Wehretals zur Sprache kommen werde, weil durch einen Nachtragselat die dem Reiche aus der Phöbus-Affäre entstandenen Kosten vom Reichstag angesordert werden müßten.

Die Frage des Einheitsstaates.

Abg. Seiffert (Völk.) erklärte zur Frage des Einheits­staates, wenn man etwas Neues schaffe, so müsse auch andereil billig sein, was Preußen recht ist. Der Redner wandte sich vor allem gegen die Überfülle der Parlamente und forderte schließlich ein Fürsorgegesetz für die Jnflationsopfer.

Abg. Frau Gohlke (Linkskomm.) bezeichnete den Bürger- block als die Frucht der sozialdemokratischen Politik von 1918. Severing hätte sich schön dem Bürgerblock angeschmiegt. Im Gegensatz zu den offiziellen Scheinkommunisten würden die Linkskommunisten an dem Sturz dieser bürgerlichen Gesell­schaft arbeiten. Schließlich forderte die Rednerin radikale Auflösung der Reichswehr, die doch nicht reformiert werden könne.

^eichsfinanzminister Dr. Köhler erklärte, der Etat hätte von allen Seiten eine kühle Beurteilung erfahren. Alle Finanzminister der Nachkriegszeit seien nickn gerade mit Anerkennung verhätschelt worden. Jetzt fei die Deutschland gewährte Erholungspause vorüber und cs beginne

Staatsgerichtshof eine Entscheidung erzwingen, wonach auch sie von der Geltung des Schulgesetzes ausgenommen werden.

In Zentrumskreisen wird die Aussicht auf eine Ver­ständigung sehr pessimistisch beurteilt und es wird, wie ein sonst gut informiertes Rachrichtenbureau hört, betont, das; das Zentrum entschlossen sei, seineMinisteraus d e m K a b i n e tt z u r ü ck z u z i e h e n, wenn der Stand­punkt des Zentrums nicht durchgeset?t werde. Die Be­sprechungen sollen fortgesetzt werden, sie dürften noch längere Zeit in Anspruch nehmen. Auch von der Bolks- partei wird die Lage für austerordentlich pessimistisch ge­halten. Die Volkspartei hält nach wie vor ihre Forde­rungen aufrecht.

Der Interfraktionelle Ausschuß beschäftigte sich auch mit der Kredithilfe für die Landwirtschaft. Es bestand Einigkeit über die Notwendigkeit dieser Hilfe, doch sonnte bisher noch kein gangbarer. Weg für die Aufbringung der erforderlichen Mittel gefunden werden.

wirklich helfen wolle, wenn genauere Mitteilungen über die Einzelheiten der Entschuldungsaktion borgelegt worden seien. Seine Partei wünsche Ausbau vcs Schuldschcinsystems und besondere Berücksichtigung des bäuerlichen Besitzes. Hepp schlägt die Gründung eines Motorverleihinstitute durch das Reichsernähruttgsministerium bar. Abg G e rauer (Bayer. Vp.) bringt Wünsche der bayerischen Landwirtschaf« vor nnd verlang: Herabsetzung des Gefricrfleischkontingenres. Abg. Pennemann (Ztr.) kritisiert besonders das System Ser Besteuerung der Landwirtschaft. Für Steuerrückstande, die in der Lanowirtschaft man zu vermeiden seien, werde von den Steuerbehörb-ti ent Zins berechnet, scr untragbar sei Abg. Schmidt- Köpenick (Soz.) vermißt die Anwesenheit des FinanMinisters. Seine Fraktion wolle klar sehen, wieviel Mittel hier wieder im-Endergebnis angesordert werden müßten. Im Interesse der Landarbeiter wende er sich gegen die Verallgemeinerung der Behauptungen von der Not der Landwirtschaft Es werde stark mit Übertreibungen gearbeitet. Abg. Dietrich (Dem.) weist darauf hin, daß nur von der Not einzelner Großbetriebe geredet werde, den Bauern und Kleinbetrieben gehe es ebenfalls nicht gut, aber sie seien weniger verschuldet als die Großgrundbesitzer, weil sie sich anstrengten, durchzukommen und nicht nur nach Staatshilfe schrien.

ReichsernährungSminifter Schiele

führte aus, bestimmte Sunpnen für die benötigten Kredite habe er mit Absicht nicht angegeben, da das Kabinett hierüber noch nicht abschließend getagt habe Der Minister verbreitet sich über die mangeütben Düngemittel und die unrentablen Viehpreise infolge der Auslandseinfuhr. Im Kleinkonsum wirkten sich bedauerlicherweise Du niedrigen Viehpreise nicht aus Die Spanne zwischen dem S t a l l p r e i s e für Schweine und dem Ladenpreis für Schweinefleisch habe sich gegen­über dem Jahre 1913 um 50 Prozeni erhöht. Der Stallpreis für Schweine siehe heute unter Dem Vorkriegspreis.

Nach einigen weiteren Bemerkungen über Die Lage des Weinbaues vertagte sich der Ausschuß.

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. das Normaljahr der Dawes-Belastungen.

Ein großer Teil Der wirtschaftlichen Aufbauarbeit stecke aber noch in den Kinderschuhen und viele Programme seien ungelöst. Man habe ihn wegen seiner pessimistischen Beurteilung der Finanzlage im Vorjahre getadelt. Damals hatten aber die sozialdemokratischen Finanzsachverständigen die Lage noch dunkler gesehen. Die scharfe Kritik, Die an seinen Schätzungen geübt worden sei, könne er nicht als berechtigt anerkennen. Unter den heutigen Umständen dürfe nicht ein Etat ausgestellt werden, der am "Schlüsse mit großen Überschüssen ende. Trotz der Kritik an der angeblich zu optimistischen Schätznng der Ein­nahmen habe leider kaum einer Der Kritiker

Abstriche bei den Ausgaben

verlangt. Im Gegenteil seien von ihnen Forderungen gestellt worden, Die neue Ausgaben Hervorrufen müßten. Das Stcucr- Vereinheitlichungsgesetz werde jetzt vom Rcichsrat durch­gearbeitet. Die Reichsregicrnnq habe seine Verabschiedung in keiner Weise erschwert. Wenn die Regierung in dem Er­gebnis der Länderkonferenz einen Fortschritt sähe, so befände sie sich dabei in Übereinstimmung mit Der Erklärung des preußischen Ministerpräsidcntcn Braun. (Heiterkeit rechts.) Das stürmische Drängen des Abg Dr Cremer nach dem Ein­heitsstaat scheine in seiner eigenen Partei nicht überall geteilt zu werden. Mit der Verwaltungsreform, die von allen weiten gefordert werdr, Darf man nicht warten, bis das Verhältnis von Reich und Ländern neu geregelt ist.

Abg. Keil (Soz.) erklärte, der bisherige Verlaus der Debatte hätte einen ebenso tiefen wie lehrreichen Einblick in dastraute und harmonische Familienleben des Rechtsblockes" gewährt. Der Redner schloß sich der Etatskritik des Abg Dr. Cremer an. Als Württemberger halte er cs für feine Pflicht, zur Wahrung des Ansehens PLürttembcrgs festzustellen, daß Herr Bazillc mit seinen grotesken Drohungen das württembcrgifche Volk selbstverständlich nicht hinter sich hat. Außenpoliusck verlangen seine Freunde eine geradlinige Fortsetzung der Ver­ständigungspolitik, ohne die der Wiederaufbau Deutschlands unmöglich wäre.

Abg. Dr. Quaatz (Dtn.) erklärte das vom Finanzminister entrollte Konjuukturbild für einseitig Eine normale Kon». junhur müsse sich auch in der Landwirtschaft widerspiegeln, ^ic Not Der Landwirtschaft bedrohe das getarnte Deutsche Volk mit einer Katastrophe. Der Redner trat dann für eine großzügige Ostpolitik ein. Der europäische Handel sei infolge bei Balkanisierung Europas katastrophal zurückgcgangcn. e a» Ecld für Exportkredite sollte man lieber für Die Landwirt­schaft verwenden. Der Redner forderte eine Sparpolitik aroßcil Stils. Zur Frage Der Vcrfassungsrcform betonte er, daß Einheit auch ohne Unitarismus möglich sei. Der Redner forderte Die Rückgabe des deutschen Badens im Osten als eine