Zulöaer Anzeiger
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^22 - 1928
Tageblatt für Rhön un- Vogelsberg
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Fulda, Donnerstag, 26. Januar
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5, Jahrgang
Hilfe für die Landwirtschaft
Den Landwirten Realkrediie.
Abdeckung der druckenden Verschuldung.
Am Dienstag war im Haushaltsausschutz des Reichs- i-geö durch den Reichsernährungsminister Schiele die Er iimmg abgegeben worden, daß die Reichsregierung bereit sei, die Erlangung und Ausggüc von Leihgeldern durch ijfcntlitbc Stellen zur Umschukdung der Landwirtschaft zu unterstützen. Bis diese Gelder flüssig gemacht werden tonnten, werde die Reichsregierung int Rahmen des Mög- licher Vorschüsse gewähren. Die Reichsregierung wolle kn Landwirten durch Ermäßigung und Stundung von Steuern beistehen. Mittwoch ging die Debatte über die dringende Frage im Ausschuß weiter, wobei es mehrfach zu starkem Auseinandergehen der Meinungen kanr. Acichsernöhrungsminister Schiele teilte mit, daß die Be- rclungen des Kabinetts über die Kreditmaßnahmen noch nicht beendet seien. Das wichtigste sei, die Personal- und schrammenden Schulden von drei bis vier Milliarden so» Wit wir irgend möglich in Realkredit umzuwandeln. I N soll durch Zwischenkredite angebahnt werden. Die Wiegenden Kredite der Landwirtschaft sollten flüssig ge mW werden, um möglichst schnell für Betriebsmittel I Wie frei zu machen durch Umwandlung von Krediten in Mite Hypotheken. Mit dem Reichsbankpräsèdenten Tn Ich acht sei Fühlung ausgenommen worden. Für I 'ist Ausländsanleihe würden wahrscheinlich die Pro- I kW dir Garantie zu übernehmen haben. Zur G e - I hjetfle ischfrage führte der Reichsernährungs- I Kichn aps, daß die Mißstände im System, namentlich I ^iden Kontrollmaßnahmen lägen. Diese aber seien Sache I der l-iimeinden. 16 Firmen sei bereits die Genehmigung t M fugros-Gefrierfleischver^rirb entzogen worden.
: . ^^cr vor und nach der Ministererklärung sich ab» I ErWâAussprachc trat bessude,» entschieden der Abg. I - nck «Bayer. Bauernbund) auf. Er beklagte die Lang- I Imkert der Notstandsmaßnahmen für die Landwirtschaft. I Mdite seien gclviß ganz schön, aber sic müßten zu cr- I i^wglidjen Zinsen gegeben werden. Trotz großer Ein- I Wanhtngen erleide gerade der Landwirt bei der gegen» I Maligen Preislage die größten Verluste, der intensiv I wti^afte. Geschehe nicht bald etwas, so könne es zu U^inmangenchmsten Erscheinungen komnien. Der deutsch- »Wioiialc Abg. Ja „drey behandelte ausführlich die |Weii|micrung der Betriebe, die die Landwirtschaft durch- »Mühn bethe. Das habe nichts genützt. Die Preise seien W."E -worden, man habe die neuen Handelsverträge Kosten der Landwirtschaft gemacht. Der Abegordnete todter, daß die Lage so verzweifelt fei, daß ein ■ Wein das Pulverfaß genügen würde, eine Expl o»
Wmchmg des Reichssparausschuffes.
Z u m 2. F e b r u a r.
t. ^er Zparausschuß, der die Maßnahmen zur Sieber» r™?0 sparsamster Finanzgebarung in Reich, Ländern L ^^weinden prüfen soll, ist von seinem Vorsitzenden, W^eichsfinauzminlster Dr. Köhler, zusammen-
Morden. Dem Ausschuß, der am 2. Februar in L’;" iuiammentrht, gehören neben Dr. Köhler der preu- P kinanzminister ' Dr. Höpker-Aschoff, der badische ^^"^jminister Dr. Schmidt und der thüringische Finanz- -^til Dölle sowie der Präses der Hamburgischen Deputation an. ^__^____
Deformen bei der Aeichspost.
°rtra g d e s S t a a tMe k r e ta r sSä utter. iifU^M^tociär Sautter vom Reichspostministerium itis„P beachtenswerten Vortrag über die „Reformen Ma Rutschen Reichspost". Er wies auf die Erwcitc- dcrkehrseinrichtungcn und die Zunahme des io;. ^ gegenüber der Vorkriegszeit hin imd legte bar, M3 Ro mV ?er beförderten Postsendungen im Jahre m»,?' Milliarden betragen habe, 1926 aber 9,7 Mil- M Mn, "^ »W der beförderten Reisenden sei von W .". "onen im Jahre 1913 auf 36 Millionen im Jahre (C*. und zwar infolge der Ausgestaltung dcâ ^igiMKderlehrS auf dem Lande, der, wie die gesamte lioBn 2 s^itbestelluug, noch verstärkt werden soll. Eine Mg.'. ^g^rullg Iveifcu auch der Geld und der Post- rw uus. Trotz afiebem sei der Personalstand in und Betrieb der gleiche geblieben, da auch die Rationalisierung bedeutende Fort- I ^Senla^t habe.
felLÄ1«’ Teil seiner Ausführungen beschäftigte rW t s Sautter mit den verkehrstechn'schen rin sß/ °rr Reichspvst. Er teilte mit, daß man sich mit l’iibe "sV^RC- Pvstonnahmcstellen auf dein flachen || übet' “ "' kleineren Städten auch Geschäftsinhabern I^Herii^s’- Es sei ferner an eine Erweiterung der IW. d" Post wie an eine Verbesserung der r"schaft ^âtsselretär berichtete dann über die Finanz-
s" Post, bereit Jahrcseinnahinen rund 2100 l'^ttimi!^"aen. Davon entfielen aus Betriebskosten Entfliehen M^OO und auf Sachkosten 700 Millionen; M ^stli. s Millionen würden an das Reich ab« ti^fien^ Schluß seines Vortrages erklärte der fielt i|nW„^K an eine Erhöhung der Tarife unter I """den gedacht würde.
sion hervorzurufen. Gegen Erhöhung der Zölle sprach der sozialdemokratische Abg. Schmidt-Berlin.
Abg. Dr. Hilferding (Soz.) wendet sich gegen die mehr oder minder versteckten Drohungen, die gewissermaßen das Recht auf Revolution proklamieren. Durch solche Drohungen ließen seine Freunde sich nicht schrecken. Er bitte aber den Minister, dazu Stellung zu nehmen. Er leugne nicht die Not der Lairdwirte, wende sich aber gegen die Verallgemeinerung auf alle Landwirte.
Abgeordneter Ersinn warnte gleichfalls die Landwirte vor Übertreibungen und vor allem vor Drohungen mit Straßcndemonstrationen, Sturm auf die Finanzämter und ähnlichem. Ein Teil der Beschwerden habe sich im übrigen nicht gegen das Reich zu richten: viele der notwendigen Maßnahmen seien Landessache. Bayern habe übrigens die geringste Grundsteuer und doch habe der Ausschuß gerade aus Bayern eine so schwere Klage hören müssen. "
Nach weiterer Diskussion für und gegen, wobei kein Redner landwirtschaftliche Notstände in Zweifel zog, wurde die allgemeine Aussprache beendet und die Einzel- beratung vertagt.
Forderungen des Brandenburgischen Landbundes
In einer Vertrcterversammlnng des Brandenbur gischen Landbilndes in Berlin am Mittwoch, die stark besucht war und auf der es zu sehr lebhaften Aussprachen kam, wurde eine Resolution gefaßt, in der 1. den märkischen Landwirten empfohlen wird, ihre Betriebe einzuschränken und die Erzeugung auf das Maß herabzusetzen, das der heimische Markt noch aufzunehmen imstande ist: 2. die Zahlung von Steuern, Sozinllasten und sonstigen öffentlichen Lasten, die bisher aus der Substanz bestritten wurden, zu verweigern; 3. die Ausgaben auf das Mindestmaß herabzusetzen und selbst Reparaturen nur soweit vornehmen zu lassen, wie sie unerläßlich sind, um den Ber fall der Wirtschaft IN verhindern. ;
Ferner protestiert die Entschließung gegen die zaghafte Sprache, welche bisher die Leitung des Reichsland- b'.'' deS gegenüber den Regierungsstellen angeschlagen habe. AuS den »reifen der Versammlung wurde die mit Beifall anfgenommene Anregung gestellt, falls die Regierung nicht bis zum 20. Februar in befriedigender Weise auf die borge legten Forderungen der Landwirtschaft geantwortet habe, Anfang März riesige D e m o n st r a - tioonszüge in Berlin zu veranstalten, um der Regie- rung vor Augen zu führen, daß die Landwirte die bisherige Behandlung nicht länger zu ertragen gewillt sind. Bemerkenswert war eine Mitteilung der Vertreter von Angermünde, daß dort mehrere Bauernversammlungen in ben letzten Tagen bereits beschlossen haben, alle Zahlungen cinzustellen.
Sie deoM-litauifthen Verhandlungen.
Woldemaras in Berlin.
Der litauische Ministerpräsident Woldemaras ist in Berlin eingetrosfen, wo die deutsch-litauischen Wirtschaftsverhandlungen bereits ihren Anfang genommen haben. Am Freitag wird Woldemaras vom Reichspräsidenten empfangen werden. Zu Ehren des Gastes sind mehrere Diners, m. a. auch bei Reichsaußenminister Dr. Stresemann, vorgesehen.
Protest des Memelländischen Landtages.
Der Mcmelländischc Landtag nahm gegen die Stimmen der Groß-Litauer und der Kommunisten eine Protester- klärnng gegen die Willkürpolink des litauischen Gouverneurs gegenüber dem Memelparlament an. Die Veröffentlichung der Erklärung wie überhanp! der Verhandlung über diesen Gegenstand wurde der meinelländischen Presse durch die Zensur untersagt.
Um die Kosten des Schulgesetzes.
E r k l ä r n n g c n d c s R e ' ch s fina n zminister 5.
Bei der fortgesetzten Debatte im Bildungsausschutz des Reichstages wies Reichsfinauzministcr Dr. Köhler darauf hin, daß die Dienstagcrklärungcn des Rcrchs- innenministers eine MeinungSänsterung des Gezamt- kabinetts gewesen sei, das sich durchaus einmütig nur den verkündeten Standpunkt gestellt habe. Bel dreier Willens- ditdung des Kabinetts habe selbstverständlich auch der Rcichsfinanzminifter mitgcwirlt.
Die Neuregelung der finanziellen Verhaltmyc zivtzchen Reich und Ländern sei in Fluß. Bei dieser Neuregelung, die den Lastenausgleich in sich schließe, werde u^nluden Jahren nach Einführung des Rctchsschulâtzes und Wenn die finanziellen Auswirkungen des Willens der Erziehungsberechtigten tatsächlich zu überleben seien, |cl i - verständlich auf dies- neuen Verhaltn, ,se Rücklicht Bu nehmen haben
Kleine Zeitung für eilige Leser
* Rcichscrnährungsurinistcr Schiele teilte im Reichstags- äusschuß für den Etat mit, daß sechzehn Firmen die Konzession für die Gefrierfleischcinfuhr wegen der bekannten Nn- Stil äfft gleiten entzogen worden sei.
* Der aus mehreren Länderministern bestehende ZparauS-. schuß des Reiches ist zum 2. Februar von dem Vorsitzenden, Reichssinanzminister Dr. Köhler, nach Berlin cinbcrufcn worden.
* Der litauische Ministerpräsident Woldemaras ist in Berlin eingetroffen, wo die deutsch litauischen Verhandlungen ihren Anfang nahmen.
Irrungen und Wirrungen.
Nachklänge zur rheinischen Separatistenzeit.
Das war eine Sensation im Kölner Limbourg-Pro- zeß! Der Kläger, der sich durch den Vorwurf, diè separatistischen Pläne eines Dr. Dorten und seiner Genossen unterstüHt zu haben, schwer beleidigt fühlte, hat feine Klage gegen einen Kölner Redakteur zurückgezogen. Und sein Bruder, der geschworen hatte, daß er niemals mit Dr. Dorten etwas zu tun gehabt habe, wird im Gerichtssaal vom Fleck weg wegen Meineides verhaftet, weil zwei Briefe gerade das Gegenteil beweisen.
Dr. Limbourg, der Kläger, und sein Bruder sind im Rheinland sehr bekannte Persönlichkeiten; der ältere ist sogar Provinziallandtagsvertreter. Und nun dieser Prozeß, der ohne Urteilsfällung verlies, aber trotzdem ein vernichtendes Urteil fällte. Zeuge um Zeuge waren aufmarschiert, darunter auch solche, die einst in der Separatistenbewegung eine sehr große Rolle gespielt hatten. Darunter der einstige „Finanzminister" der Rheinland- regierung, Dr. Liebing, den der Volksmund schon 1920 »Dr. Schiebing" nannte. Vernichtend für den Kläger war das, Zeugnis aller: engste Verbindung mit dem Separatismus übelster, ckqndesverräterischer Form wurde ihm nachgewiesen. Der Geruch davon haftete ihm ja schon längst an und deswegen hatten sich alle großen Parteien des Rheinischen Provinziallandtages geweigert, ihn als Fraktionsgenossen aufzunehmen.
Er war Geldgeber für Dorten, stand sehr weit vorn in dieser hauptsächlich durch französisches Geld angefâcktten Bewegung. Strafe dafür kann ihn nicht mehr treffen, weil 1924 das Londoner Abkommen 8dn Mantel der Amnestie über alle politischen Taten breitete, die mit dem Separatismus in Verbindung stehen. Vielleicht glaubte aber auch er, wie viele andere Irregeleitete, nicht daran, daß Dortens letztes Ziel die Abtrennung der Rhein lande von Deutschland war. Aber schon die Erzwingung der Rheinlandantonomie im Rahmen Deutschlands, die Erzwingung eines solchen „Rheinland- staates" war Landesverrat. Beides stützten die Franzosen Und aas mußte genügen, nm das Ziel dieser Bewegung, himmelweit verschieden von den Bemühungen deutscher Behörden, 1923 durch Verhandlungen mit den französischen Gewalthabern das schwere Geschick des Rhein- landes zu mildern. Ausdrücklich erklärte der Duisburger Oberbürgermeisters a r r e ë , daß dabei nie von Politit die Rede war oder gar von Autonomieplänen; waren doch die Parteien übcrcingekommen, daß an der staatsrechtlichen Lage des Rheinlandes nichts geändert werden sollte, solange ein Frallzofe am Rhein steht. Und das Gericht erklärte ebenso ausdrücklich, daß die Verhandlungen, die damals prominente deutsche Persönlichkeiten mit französischen Stellen geführt haben, nur den Zweck hatten, die Rheinlande vor der Annexion zu bewah- reu, und daß diese Besprechungen niemals als Sonder bündelei bezeichnet werden könnten; diese Männer hätten vielmehr im h ö ch st e n Sinne vaterländisch gehandelt.
Fünf Jahre sind seitdem.vergangen und die Irrungen und Wirrungen von damals haben erfreulicherweise klare» Beurteilung Platz gemacht. Wenn jetzt der Porbano emporrolltc, so ist zur Geschichte geworden, was damale wüster, verhängnisvoller, b-utbringender Lageskampf war Man wollte ja èine. „Volksabstimmung" darüber er zwingen, ob das Rheinland bet Teuhblanb verbleiben wollte oder nicht: eine Abstimmung unter den französischer Bajonettspitzen.' Wie derartiges vor sich geht, bat mar ja bei der Volksabstimmnng in Eupeu-Malmedv erlebt Und Dr. Limbourg soll, wie ein Zeuge eidlich aussagtc. den Dr. Dorten schon 1919 auf diesen Weg gedrängt baben fein Bruder propagierte ganz offen die Rheinische Re pnblik mit Anschluß an Frankreich.
Vieles blieb dunkel und wird dunkel bleiben; vielleicht ist es ganz gut so. Mancher verlor angesichts der furchtbaren Katastrophe 1918, der Besetzung, bet inneren Wirren drüben ins unbesetzten Gebiet den Kopf. Sprach und tat manches, ivas er später bereute. Aber schon 192? war eS ganz anders, weil man wußte, worauf eS der, Franzosen und ihren rheinischen Gefolgsleuten ankam; di»
Zwischenzeit hatte dafür gesorgt, daß Klarheit U n g e r ä ch t muß das B l u t derer bleib
wurde c n, die
sich damals für ein deutsches Rheinland cinsetzten gegen Separatismus und französische Gewalt. Unter ihren, de» Waffenlosen, Zähnen und Fäusten wurde das alles vertilgt. Dr. Dorten und andere sind geflohen, dürfen sich nach Deutschland zurnchwagen; sic und die andern Schul- digen aber trifft nicht nur das ungcsprochene, aber doch so deutliche Urteil des Kölner Gerichts— sie trifft das Urteil der Geschichte.
Deutsch-amerikanischer Austausch.
Deutscher Botschafter v. Prittwitz in Amerika.
Beim Eintreffen des Hapagdampfets „Albert Ballin" mit dem neuen deutschen Botschafter V Prittwitz und Gaffrou an Bord in N e w York wurde der Botschafter von der Presse, vom deutschen Geschäftsträger Dr. Kiep, dem Botschaftsattache zu Putlitz, dem Konsul Dr. Heuser als Vertreter des iit Washington weilenden Generalkonsuls Dr. v. LeKiiiski u. a. begrüßt. K
Herr v. Prittwitz verweigerte politische Auskünfte; er übergab aber der Presse eine schriftliche Erklärung, in der er betonte, daß die freie Aussprache zwischen Menschen verschiedener Länder sicherlich der beste Weg sei, um die betreffenden Länder näher zusammcnzubringen. Er freue sich, daß er Gelegenheit habe, zunächst gegenüber der amerikanischen Pressè" her großen Genugtuung und Dankbarkeit Ausdruck geben zu können, daß er Botschafter in Washing-