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krscheiilt jeden Werktag. DeZugspreis: monat- J o Mark. Bei Litferungsbehmüerungen durch tzöhere Gewalten", Streiks, Aussperrungen, xchnsperre usw. erwachsen dem Bezieher Feiste Dsprüche. Verlag Friedrich Ehrenklau, Auida, StglieS des Vereins deutscher Zcètungsver- ^r, Postscheckkonto: Krankfurt a. M. Nr. 16000
Tageblatt für Rhön und Vogelsberg
ZulSa- und Haunetal »Zuldaer Kreisblatt
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Fulda, Montag, 30. Januar
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5. Jahrgang
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Kleine Zeitung für eilige Leser.
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p Der preußische Ministerpräsident hat eine Denkschrift den Anspruch Preußens auf einen Sitz im Verwaltnngs- M bei Reichseisenbahn veröffentlicht.
t # Der hessische Staatspräsident Ulrich vollendete am
p Januar das 75. Lebensjahr, ben $ 7 Der Württemberg ische SMa
* Der Württembergische Staatspräsident Bazille erläuterte Landtag, seine Äußerungen auf der Läuderkoufercnz über -s Gefahren der Bereinheitlichkeitsbestrebungen im Reiche.
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* Fn Texas ereignete sich eine große Explosionskatastrophe einer Anlage von Benzintanks. Man spricht von 60 dabei z Leben gekommenen Arbeitern.
Klaren Kops behalten!
Es war in der Zeit der Reichskanzlerschast Caprivis. Sher und immer höher schwoll die Rot der Landwirt- höher und immer höher aber auch die Erbitterung, hoch, daß das Wort fiel: „Wenn die Herrschaften in ilin nicht endlich ein Einsehen haben und uns helfen, n werden wir Bauern mit Dreschflegeln und Sensen gen Berlin marschieren." Die Landwirtschaft hat da-
5 aber doch einen klaren Mops behalten, schlug einen in Weg ein, indem sie eine Organisation, den Bund Landwirte, und damit eine starke politisch-wirtschaft- ie Interessenvertretung schuft
Ähnlich drohende Worte sind auch jetzt wieder gefallen; Vertreter der Pommerscheu Landwirtschaft sprach im Wag von dem Pulverfaß, auf dem wir säßen, und jette, zur Linken gewandt: „Glauben Sie ja nicht, daß ie allein das Recht zur Revolution haben!" Man mcht derartiges nicht gleich auf die Goldwage zu legen, ta sicherlich wird man auf der jetzt in Berlin statten Reichslandbundtagung kein Blatt vor den Hnehmen. Aber damit sollte man sich denn doch nicht tätigen und hat sich auch nicht begnügt; positive
diktiert leider noch die Dabei handelt es sich doch
»sichläge, praktische Anregungen sind Htt 6^ nur zu klagen, zu schimpfen und zu drohen! K ist von großer Bedeutung, daß gerade jetzt in eÄ die „Grüne Woche" siaièsiudet, eine große Aus- Mung über die gesamte landwirtschaftliche Betätigung beraiijtaltet wird. Keinem Großstädter schadet das, wenn einen Einblick in die Arbeit und damit auch in die zaW sorgen des Landwirtes gewinnt. Allzuviel Politisches, en« Mnientlid) Parteipolitisches, diktiert leider noch die füllunflnahme viel zu vieler. Dabei handelt es sich doch gm ii der Not der Landwirtschaft um rein wirtschaftlich- u« iiianzieile Dinge, jenseits jeder Politik. Handelt es sich ' “ 11,1 riesenhafte wirtschaftliche Werte. Wie viele Groß- """ labtet wissen denn z. B., daß allein der Wert der von der Mischen Landwirtschaft erzeugten Milch und der Milch- Lent Kaufte sehr erheblich den Wert übersteigt, den unsere
fotiüti Wime Kohlenerzeuguttg dar stellt! Und dabei ist doch ^ Erzeugung nur ein landwirtschaftlicher Nebenbetrieb.
—t drüber Klarheit zu schaffen und damit eine kühle Be- : âsluiig Ler jetzt so umstrittencu Frage zu ermöglichen, I überaus dringendes Gebot der Stunde.
. Schließlich ist doch auch der Großstädter durchaus nicht interessiert an dem Schicksal unserer Landwirtschaft;
muß sich bei klarer Überlegung doch sagen, daß Mischland nicht bloß aus ernährungspolitischen, son- dor allem aus allgemeinen wirtschaftlichen Gründen skine möglichst große landwirtschaftliche Produktion im m Lande zu sorgen hat. Unsere Handelsbilanz ist Ft fast 4 Milliarden Mark passiv; dabei stellen den Einfuhrposten leider die landtvirtschaftlichen Er- W Und Getränke dar, und es ist nie daran zu denken, Handelsbilanz aktiv zu gestalten, wenn nicht eine Wende Herabsetzung dieser Einfuhr herbeigeführt w Wir sind nicht in der glücklichen Lage wie Eng- mif solche Eigenproduktion in der Hauptsache ver- ^ju können, weil die Einfuhr obengenannter Er- Mim bezahlt wird durch die Produktion und die Aus- «einer entsprechenden Menge industrieller Waren.
^a es nicht etwa bloß vom privat-, sondern nicht " vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus zu be- m, wenn die Behandlung dieser Wunden und J^h möglichst weit hcrausgerüüt wird aus dem ' F parteipolitischer Auseinandersetzungen. Dazu sind -^be zu ernst, zu ernst aber auch dazu, sie in dema- ,r Form hüben oder drüben zu behandeln. Allseits . men Kopf zu behalten muß man daher verlangen Ä • ^ kann es tvirklich zu der hier und da etwas PW angedrohten Katastrophe kommen. W bute Wille dazu ist sicherlich vorhanden, nur ist' F^,eher als leicht, den berechtigten Wünschen der ib — und des mit ihr wirtschaftlich auf Ge- d '°ârderb verbundenen Mittelstundes in den kleiner' ,^ ""leren Städten — gerecht zu werden. Die IIj."^- a ste n erreichen im Spätherbst zum ersten- ^^ ^°^e und dadurch werden auch die Staats- M hrnaufgeschraubt. Einig aber mit allen produ- cdan ^âlichten des deukschen Volkes geht die Land- da« L^"' k>aß vor allem an einen radikalen u D i e s e r Staatsaus gaben Herangegan- ^wen muß.
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^e Arbeitszeit in der Groheisenindustrie.
t&’ Das Rcichsarbcltsnnmsterlum hat auf die ihm zu- ff « Anträge, das Inkrafttreten der Verordnung über Ä^ in der Große.senindustrie vom 16. Juli 1927 ttK“ entschieden. Aus Grund der von den örtlichen Üchui, st^nommencn Nachprüfung wurde in 18 fallen eiu " Aiin^FAigt, die übrigen Anträge wutden abgelehut. 'kste Wub betrifft in erster Linie die Martiuwcrke; zuge- ’tjßt ' alzwexke wurden nur in sieben Fällen imtberuck-
Deutsche Arbeit - deutsche Waren.
Mssimeden zur ^GrimenWoche"
Schiele und Steiger.
Bei dem Festakt zur Eröffnung der „Grünen Woche" nahm zunächst Reichsernährungsminister Schiele das Wort und führte aus, daß der dritten „Grünen Woche in Berlin" eine ganz besondere Bedeutung zukomme in einer Zeit der großen Not der deutschen Landwirtschaft. Die schweren Vcrlustjahre, die hinter der Landwirtschaft liegen, sollten das ganze Volk daran erinnern, daß mit der Existenz der Landwirtschaft letzten Endes die Grundlage der gesamten deutschen Wirtschaft auf dem Spiele ische. An der Mol der Landwirtscbakt habe aber
Preußischer Landwirtschsftsminister Dr. Steiger.
" auch der ständig «schfeu-x Ei ihrnch £11^1^^^^^ mittet schuld. Die vier Milliarden Mark dafür hätten bet rationeller und intensiver Bewirtschaftung zum großen Teil im Lande bleiben können. Voraussetzung aber sei dafür eine planmäßig aus dieses Ziel gerichtete Handelspolitik. Tatkräftige Selbsthilfe dürfe aber niemals fehlen.
Die „Grüne Woche" soll sein ein Ansporn für die Erzeuger und ein Appell an unsere Verbraucher, vor allem an unsere Mütter und Hausfrauen: für deutsche Arbeit und für deutsche Waren. ' . ,
Die Ansprache des preußischen Landwirtschaftsministers Dr. Steiger wies zunächst auf die Jagdausstellung hin, die diesmal durch den Zusammenschluß der deutschen Jagerorganisationen ein besonders erfreuliches Bild gebe. Die Forstausstellung habe ihre Bedeutung vor allem in der Behandlung des einheimischen Holzes. Wenn auch Deutschland Holzeinsuhrland bleibe, so könne doch die richtige Holzbehandlung die Einfuhr auf ein Minimum einfajranfen. Die „Grüne Woche" wende sich zum Unterschied von den großen Wanderausstellungen der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft auch an die Verbraucher. Mit im Vordergrund der jetzigen Ausstellung ständen Milch und Kartoffeln. Die Sonderausstellungen, die der Geflügelzucht, dem Honig, der Binnenfischerei und- dem Gartenbau gewidmet sind, zeigten die ganze Vielgestaltigkeit des landwirtschaftlichen Berufslebens.
Oberbürgermeister Böß hieß die Landwirtschaft in be_r Reichshauptstadt willkommen und sprach den Munich aus, daß die „Grüne Woche" mit dazu beitragen möge, die Landwirtschaft besseren Zeiten entgegenzuführen. Der Vorsitzende des Vorstandes der Deutschen Landwirtzchaftsgesellschaft, Dr. h, c.
50 Millionen für die Landwirtschaft.
Die Beihilfe ver Reichsregie rung.
Dem aus landwirtschaftlichen Kreisen vielfach gc- âußerten Wrinsch, die Rentenbanl-Grundschuldzinsen ganz ober auch nur zum Teil auf öffentliche Mittel zu üher- uchlucn, hat die Neichsregèerung aus allgemeinen Polin- Mich Gründen verschiedener Art nicht entsprechen können. Sie ist jedoch bereit, zur Behebung der gegenwärtigen außerordentlichen Notstände in der Landwirtschaft zwecks Sicherung der rationellen Fortführung der Betrrebe ernerr einmaligen Betrag von 30 Millionen Mark zur Verfügung /zu stellen. „ ~
Der Reichstag wird dazu in der allernächsten Zeit Stellung zu nehmen haben. Wenn die Maßnahme ihren Zweck voll erreichen soll, wird die Reichsregierung in dre Lage versetzt werden müssen, über diesen Betrag sofort zu verfügen.
Der deutsch-litauische Gchiedsvertrag.
Vor der Unterzeichnung.
Die Verhandlungen Dr. Stresemanns mit dem litauischen Ministerpräsidenten Woldemaras, die am Sonnabend bis in die späten Abendstunden dauerten, haben zu keinem endgültigen Abschluß geführt. Sie sind um einen Tag vertagt worden.
Über den Vertragsinhalt läßt sich soviel sagen, daß er in keiner Weise sich von den übrigen von Deutschland mit anderen Mächten abgeschlossenen Schiedsverträgen unterscheiden wird. Besondere Abmachungen oder Geheimklauseln sind in ihm nicht enthalten. Es werden außerdem noch mehrere kleinere Abkommen über Fischerei, über den kleinen Grenzverkehr usw. abgeschlossen werden. Dagegen werden sich die
Handclsvertragövcrhaudlungcn voraussichtlich noch über mehrere Mouate erstrecken, ehe es zum Abschluß eines vollständigen Handelsvertrages kommen kann. Die Frage einer Anleihe für Litauen
von Websky, forderte für die notletbenöe Landwtllfchatt sofortige tatkräftige Unterstützung des Staates.
Graf K a l ck r e u 1 h , der auch für den Reichslandbund sprach, betonte, daß der Landwirt im Gegensatz zur Vorkriegszeit beim Anblick der Ausstellung mit Schmerz feststellen müsse, daß ihm durch die schwierige wirtschaftliche Lage und durch das mangelhafte Verständnis von Regierung und Volksvertretung der Weg zu höchster Leistung verbaut sei.
Aus der landwirtschaftlichen Ausstellung in Berlin.
Im Vordergrund eine moderne Dreschmaschine, im Hinter- gründ ein Grünfuttersilo.
Ministerialdirektor a. D. Dr. Wappes, der erste Vorsitzende des Deutschen Forstvereins, legte dar, daß die Forst- ausstellung die Öffentlichkeit für die Mitwirkung am Fortschritt des deutschen Forstwesens gewinnen wolle. Gartenbau- direktor G r 0 b b c n , der Präsident des Reichsverbandes des deutschen Gartenbaues, wies darauf hin, daß der (Gartenbau mit einer Jahresproduktion von rund zwei Milliarden Mark und einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von nur ettva zwei Prozent den intensivsten Zweig der Landwirtschaft dar- fteße Alfons P ring hon Isenburg führte aus, daß die diesjährige Jaavausstelluna nun erstenmal Von der neu- gegründeten Arbeitsgemeinschaft des Allgemeinen Deutschen Jagdschutzvercins und der Deutschen Jagdkammer veranstaltet werde.
scheint im Augenblick wieder in den Hintergrund getreten zu sein.
Im Vordergründe der bisherigen Besprechungen standen die Fragen der Niederlassung und der Viessèln- fuhr Litauens nach Deutschland. Es ist anzunehtnen, daß beiderseits Delegationen ernannt werden, die auf der Basis der in Berlin gefundenen Lösung späterhin die endgültigen Handelsveriragsverhandlungen 51t führen haben werden.
*
Oie deutsch-polnischen Wirtschaftsverhandlungen.
Die Beratungen der deutschen und der polnischen Wirtschaftsvertreter dauern in Warschau an. Bisher tagten die vier Fachkommissionen, und zwar die landwirtschaftliche, die chemische, die Holz- und die Kohlen-, Hutten- und Metallkommission. Ferner fand die zweite und letzte Plenarsitzung der Konferenz statt, in der die Berichte über den Verlauf der Kommissionsverhandlungen verlese» rvurdeu. Es wurde auf beiden Seiten festgestellt, daß bie
Beratungen
sehr nützliche und positive Erfolge für die künftige
Gestaltung der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Poleu gezeitigt hätten, und es wurde beschlossen, zwecks Fortsetzung der aufgenommenen Arbeiten weiterhin den Kontakt zwischen den erweiterten Vorständen der beiden Delegationen aufrechtzuerhalten.
Die öeuisch-vfterreèchische Siammes- gemeinschast.
Erhebung von Zell am See ziir Stadtgemeiude.
In Zell a. S. begannen die Festlichkeiten anläßlich der E ross n u n g der S ch m i t t e n h ö b e b a h n^ und der Erhebung der Marktgemeinde Zell am See zur Stadt. Unter den Ehrengästen befanden sich der deutsche Gesandte Graf Lerche nfeTd imb der deutsche Generalkonsul in Salzburg Dr. Breiter. Die Feier begann mit der ersten Festsitzung der neuen Stadtgemeinde, in der Landesbaupt-,