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.^xknk jeden Werktag. Bezugspreis: monat- ^Mrk.Vei LieferungsbehinSerungen Lurch Acre Gewalten", Streiks, Aussperrungen, »sperre usw. erwachsen Lern Bezieher keine Müche. Verlag Zriedrich Ghrenkiau, AulLa, Klicö Les Vereins Deutscher Zeirungsver- ^ Postscheckkonto: Frankfurt a. M. £1e.i6oöo

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Meine Zeitung für eilige Leser

stii Reichstag wurden bei der Beratung des Etats der L Gebiete energische Forderungen nach Rheirlands- erhoben

von der Lânderkonsercnz eingesetzte Neichssparaus- tTat zum erstenmal in Berlin zusammen.

von Polen versuchte Rechtlosmachung der deutschen in Ostoberschlesien wurde von dem zuständigen Ge- als gesetzwidrig erklärt

»ffitstlstiib ließ beim Internationalen Arbeitsamt er- daß cs dem Washingtoner Abkommen über den Acht- MMiag nicht beitreten könne. __________

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Sriefe, dis ihn erreichten.

$enu zwei sich politische Briese schreiben, freut sich ir Mitte. Briefe schreiben ist im politischen Leben noch [liöiner als Reden halten. Am schlimmsten wird das, am besagte Briefe zweiEhepartner" schreiben; denn keine übe, freilich als eine Vernnnftehe, be- âi man ja die jetzige Regicrungskoalition. Und in rA Vcrnunftehc auf Kündigung haben sich WMtionalc und Zentrum Briefe geschrieben. Ein t*» Zeichen!

ferner hat man wenigstens bloß Reden gegcnein- te ^halten und das gab ein Geplänkel, dem in der Mnche nur die Parlamentarier Aufmerksamkeit Mn. Dann aber wurde cs schon schlimmer: man M Erklärungen aus. Teils wurden sie verstanden, W mißverstanden und dann behauptet die Gegen- st natürlich, das geschehe mit Absicht. Sagt es dazu Ä7schriftlich. Und die Opposition ist der lachende Dritte, Ma solcheEhezerwürfnUc" natürlich sehr gern sieht. stÄmschnationalen waren entrüstet über die Schärfe Kifoncs, den der ztvcite Zentrumsredner bei der pÄte, Ulitzka, gegen den deutschnationaleu Redner M «dtagh-Loringhoven angeschlagen hatte, und es p la- »rundlichen Auseinandersetzungen in Hei w^c, zwischen den Parteivorfitzeuden. Darüber MEchten nun wieder die Deutschnationalcn eine Mtung, in der zu lesen ivar, ihnen sei von offizieller Mrumsseite mitgeteilt tvorden, daß die Angriffe Aitzlas den Absichten seiner Partei nicht entsprochen. Am. Da protestiert der Zentrumsvorsitzendc von auch schriftlich. In dieser Form habe er das W gesagt. Verlangt Widerrns. Da kommt von der stlim Seite wieder eine Erklärung, die jenen ersten abmildert. Schriftlich natürlich. Alles offi- Unb als Schlnßpunkt eine Zeitungsnotiz, das Witim billige durchaus die Rede Ulitzkas, betrachte aber ganze Sache durch die Ausführungen des zweiten ^nationalen Sprechers als erledigt. Na, also! Wsohat ja auch Dr. Stresemann in seiner Rede über diesen Auseinandersetzungen zugrunde Hegenden Ritt eine reichliche Menge Ber u h i g u n g s öl ge- M Zwar kann man von denEhepartnern" noch pijajen:In den Armen liegen sich beide und weinen I'Mnerz und vor Freude" aber im'Reichstag kann r eut bekanntes Sprichwort dahin variieren: Kleine k«cicn erhalten die Freundschaft.

R7 Zentrum will sich aber noch nach einer anderen W als Briefschreiber betätigen. Wegen des »,,?g^ sc tz e n t w u r f e s. Die Deutsche Völkspartei I,illCil Brief bekommen, zwischen dessen Zeilen sozu- Dolch des Ultimatums zu lesen ist, um mit zu sprechen. Die Simultanschule ist hier ^' Austoßes. Schon sind die Propheten aus- und erklären besagten Stein als die Klippe, I':1 r bic ggnje Koalition zerschellen werde. So tveit lCI 'ücht; Vorläufig haben erst Verhandlungen bc Allerdings aber mündliche. Natürlich sind -"'è Volkspartei in düsterer Entschlossenheit zr ^..I^jbrcchuttgen herangerückt, aber bisher sind fei H Briefe geschrieben tvorden. Da braucht bis;0 ?lC Folgerung noch nicht anfzugeben, daß es bewährtèn parlamentarischen Politikern schor Re ^b' e'.n Kompromiß zustande zu bringen. Ost Mi»»/ ""wöglich Erscheinende doch nach Ereignis "ur dann, wenn man sich keine Brief

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I Nas gefährdete Schulgesetz.

c 11 c V c r st ä u d i g it n g s v e r s u ch c.

Reichskanzler Dr. Marx hat in seiner e»,M..""i bem NeèchSausienminister Dr. Stresc - laben "^r den Entwurf des Reichsschulqesetzes ver- fzx», ,,enso haben Besprechungen mit den Führern k 'M.! 'vsEion des Reichstages stattgesurlden. Da kl â^E^lzeitig Vorsitzender der Zentrumspartct t!»nn ^"tann derjenige der Deutschen BoUspartei FiigunQ ^iefe Vorgänge als erneute Versuche zur WiiberfM . ^ de» beiden in der Frage sich scharf ! Ztrittin v"^^ Regierungsparteien betrachten.

Mit von \ !11^ "^dei vor allen Dingen die §§ 9, 14 und 'n Reg geordneten Schulbetricb, der Bestimmung ^illtajis^^^unterricht benutzten Lehrbücher und den t 8,20 e, «?"?^'" handeln. Im Mittelpunkt steht die ^eiistvrrt »ène Siinnltanschulangelegenhert. Bc- P Äenlrain '" öem Zusammeuhange eine Äußerung f treibt- ^01^ ^^^ Zcntrumspartci, der Germania.

R nnL^'f Deutsche Bollspartei ans ihrem im Alls- Reit "Wienen Antrag bestehen und den Forde- L1.^ nicht gerecktt werden, fn hat die

mehr "ü weiteren Verhandlungen sein In- o bet ji , wird also dann zu einer zweiten Le kMril. "wgc im Ausschuß überhaupt nicht mehr

Tageblatt für Rhön und Vogelsberg Zulöa- und hauneèal>Zulöaer Kreisblatt Reöaktion und GeschZstsftelle: Mühlenstraße 1 Zernfprech-flnschluß Nr.ySH Nachdruck der mit * versehenen Artikel nur mit Seitenangabe .ZulSaer Anges Oer* gestattet

Fulda, Freitag, 3. Februar

Das Schicksal der besetzten Gebiete

Räumungsforderung im Reichstage.

(374. Sitzung.)

CB. Berlin, 2. Februar.

Der so überaus wichtige Etat des Auswärtigen Amtes nahm in den letzten Tagen die Aufmerksamkeit des Reichstages in vollem Maße in Anspruch. Heute steht der nicht minder iutcrcssicrendc Haushalt des Ministeriums der

besetzten Gebiete,

der sich eng mit der gesamten Außenpolitik berührt, aus der Tagesordnung. Zunächst lehnt der Reichstag die Einsprüche der kommunistischen Abgg. Florin und Bertz gegen ihren Ausschluß von der Sitzung bei der letzten Justizaussprachc gegen die Stimmen der Demokraten, Sozialdemokraten und Kommunisten ab. Der Gcsctzcmwurf über die Unterstützung des Ständigen Internationalen Gcrichtshoscs im Haag wurde in dritter Lesung angenommen und verabschiedet.

. Nun beginnt die Beratung des Haushalts des Ministe­riums für die besetzten Gebiete. Abg. Witte (Soz.) erhob Ein­spruch gegen die immer noch fortdauernde

Besetzung des Rheinlandes, dic mit friedlicher Verständigung nicht im Einklang stände. Das Ministerium müsse auf möglichst schnelle Befreiung der Bevölkerung von den Leihen der Besetzung hinarbeiten. Die Verurlcilungen Wesen übertretens der Ordonnanzen feien ent­würdigend. Der Redner wies daraus hin, daß die Arbcits- tosenzahl im befehlen Gebiete um Mb0 Prozent höher fei als im übrigen Deutschland. Die Tuberkulosenziffer sei im Wester­wald doppelt so hoch wie in Berlin. Die Bevölkerung des be- febten Gebietes unterstütze die Erfüllungspolitik der Regierung.

In Vertretung des Reichskanzlers teilt Staatssekretär Schmidt mit, daß her Reichskanzler, der zugleich Minister der besetzten Gebiete ist, infolge Krankheit

verhindert fei, Den Etat selbst vor dem Reichstag zu vertreten. Die Regierung bemühe sich, den schweren tvirtschaftlichen Druck, der auf bei Bevölkerung des besetzten Gebietes laste, zu mildern. Wünsche, rswcri fei co, wenn auw die Länder diesen öffentliche Aufträge in großem Maße zuwcifen Die

Gebieten würden.

BesatzungsvcrnDndcrung

Freigabe von 436 Wohnungen geführt, denen aber

hätte zur ~. _ . ,,

immer noch 8600 beschlagnahmte Wohnungen gegeuüberftänben. Die französische Militärjustiz zwinge noch immer jährlich rund 1500 deutsche Bürger vor ihre Schranken, meist wegen Bagatell­sachen. Über 200 Ausschreitungen fremder Soldaten seien auch 1927 wieder zu verzeichnen gewesen. Der Staatssekretär ging dann auf den Kulturfonds ein, der verstärkt werden sollte, um den Fortbestand Der Theater und Orchester zu sichern. Die ^abrtcntfchäbigung für die Saargänger solle weitergewährl tverden Dafür feien weitere anderthalb Millionen in Der Etat eingesetzt. Bis Ende dieses Monats würde das Reich auch die Mittel für den Grenzfonds an die Länder verteilen, damit Die Bevölkerung des besetzten Gebietes möglichst bald in

den Besitz dieser Mittel kommen könne. Die

Entschädigungsrcgclung

müsse nun endlich abgeschlossen werden. Für die Aufrecht­erhaltung mittlerer und kleinerer Existenzen im besetztet' Gebiet seien im ganzen 160 Millionen aufgewandt worden Der Staatssekretär sprach zum Schluß Die Hoffnung aus, daß Der vcrständigungswidriye Zustand der Besetzung und Damit auch Die Tätigkeit Der Reichsverwaltung für Die besetzten Ge biete »täglichst bald ihr Ende finden möchten.

Abg. Dr. Dryandrr (Stu.) erklärte, der Limbourg-Prozeß hätte befreiend gewirkt. Die Separatistenputsche seien von Frankreich geleitet und bezahlt gewesen. Der Redner lehnte Bestrebungen aus Zerschlagung Preußens unb rheinische Autonomie aufs schärfste ab. Dreieinhalb Millionen Deutsche ständen nun feit acht Jahren unter Kriegsrecht ohne Rechts garantiert. Niemand wisse, ob die zugefagte französische Truppcnvermittderimg vollständig erfolgt fei. Tas Mainzer .Kriegsgericht hätte vor wenigen Tagen zwei Mainzer Kauf lento wegen Spionage zugunsten einer fremden Macht, nämlich Detttschländs, zu acht Monaten Gefängnis verurteilt Dabei sei Deutschland von Mainz ausgehend mit einem Spionagcneb überspannt. Die Eupcn-Malmcdb Frage müsse in friedlichem Beuebmen mit Belgien einmal ihre Lösung finden.

Abg. Hofnkaun Li-divigsbascn iZir.) begründete eine ZèntMmsenlschlicßnng, Die die Reichstrgieruny ersucht, mit Der Reichsbahnverwaltung Darüber zu verhandeln, ob sich statt bei

bisherigen

Saarkohlcnabnahme

von 90 000 Tonnen monatlich eine Erhöhung auf 225OOC Tonnen ermöglichen lasse, damit die von der Saargruben-

es

Ehemalige herrische Knsgsieünehmer in Sibirien.

K e i n e g e w a l 1 s a in Z u r ü ck g c h a l t e n e n m e h r.

Der deutsche Konsul in Nowosibirsk, Großkopf, wandte sich in einer Unterredung mit Pressevertretern energisch gegen die Behauptung des aus Sibirien nach Deutschland zurückgekehrten ehemaligen Kriegsgefangenen Stapelt, daß in Sibirien noch andere ehemalige deutsche Kriegsgefangene wären, die nicht die Möglich seit hätten, nach Deutschland znrückzukehren.

Der Konsul bemerkte, daß sich nach den Auszcichnun gen des deutschen Konsulats in den Jahren 1923 bis 1928 280 ehemalige deutsche Kriegsgefangene in Sibirien aus­hielten, von denen «5 im Laufe dieser Jahre in die Hei- mat zurückgekehrt seien. Aus dem Offiziersstand sei nur ein Mann in Sibirien verblieben, der zurzeit auf dem Konsulate angcstellt sei. Jedem Kriegsgefangenen, er­klärte der Konsul, wurde seinerzeit vorgeschlagen, auf Staatskosten nach Deutschland, zurüüzufahren, doch haben die meisten, die sich in Sibirien als Landwirte nieder- gelassen und Familien gegründet haben, auf die Heimreise verzichtet. Der ehemalige Kriegsgefangene Stapelt sei dem deutschen Konsulate völlig unbekannt.

Jingeigenpreis: Züc VehörLen, Genoffenschaf, ten,Banken usw. beträgt dießleingeile 0.30Mk., für auswärtige Auftraggeber 0.25 Mk., für Lie KeHamegefIc 0.90 Mk. u. alle anderen 0.15 IHL, RekiameZeile 0.60 Mark Bei Rechnungsffel- lung hat Zahlung rnnerha!b 8 Tagen gu erfol­gen < Tag- und Vlatzvorschr-ften unverbindlich.

5. Jahrgang

Verwaltung angctünblgten Entlassungen und Feierschichten vcr^ Blieben würden In einer weiteren Entschließung wird die Reichsregierung ersucht, für die Saargänger im Falle ihrer Erwerbslosigkeit eine den Lcbensnotwcndiakeilen Rechnung tragenöc Erwerbsloscmmterstützung zu gewähren. Die Ver- bältnissc im besetzten Gebiet seien eines freien Volkes um würdiL.

Abg Dr. Kalle (D Bp.) erklärte, die französische Re­gierung zeige in ihrem Besetzungssystem einen unglaublichen Mangel an psychologischem Berständnis. Während Deutsch­land immer wieder, zuletzt durch den Abschluß des veutsch- französischen Handelsvertrages, bte Hand zur Versöhnung gereicht hätte, würde durch Den Besetzungsdruck von Frank­reich immer neue Verbitterung geschaffen Es bestände Der dringende Verdacht, daß die kranzösische Besatzungsbehörde auch die

Handelsspionage betreibe oder fördere. Der Redner forderte, daß bei Ver­gebung von staatlichen Aufträgen das besetzte Gebiet be­sonders berücksichtigt werde Auch Verkebrsverbeflerungen feien notwendig. Das Rheinland müsse heute noch als Not­standsgebiet betrachtet werden

Abg Di Schücking (Sem.) wies daraus hin, daß Der Ver­sailler Vertrag nicht nur von Ungerechtigkeiten strotze, son­dern auch in seinen technischen Bestimmungen durchaus schlecht fei Die aus Der Zeit des Dreißigjährigen Krieges übernommene Beseyuiigsmelhodc fei eine seiner übelsten Be­standteile Die Fortdauer Der Besetzung widerspräche Den Bestimmungen des Völkerbundes daß Die Beziehungen der Länder uniereinanDer nach Den Grundsätzen Der Ehre und der Rechtlichkeit geregelt werden sollen Die Bevölkerung des besetzten Gebietes sei sich mit dem Außenminister darin einig, daß eine vorzeitige Aufhebung Der Besetzung nicht er­kauft werden Dürfe durch eine dauernde deutsche Verpflich­tung über Den Versailler Vertrag hinaus Die Verknüpfung Der Sicherheitsfrage mit Der Besetzungsfrage müsse Teutsch- lang ablehnèn Es liege an Frankreich, Den Verständigungs­bestrebungen zu einem Erfolg zu verhelfen

Aby Weber (Komm.) kritisierte die Höhe der Perwal- tunyskösten des Etats, die 86 Prozent betragen, »vährend nur 34 Prozent zur Hilfe für Die besetzten Gebiete in Frage kommen

Abg. Dr. Jörissen (Wirtsch. Vgg.) verlangte steuerliche Erleichterungen für Die notleidenden Miltclstandseristcnzen im besetzten Gebiet Mit der rücksichtslosen Eintreibung der einzelnen Steuerrückstänke müsse Schluß gemacht werden. Die Verteilung des W-üMMark-Fonds sollte nicht allein den Gewerkschasrcn überlassen werden.

Abg Dr Bayersdörfer (Bayer. Pp.' schilderte die Schäden, die durch Die Besatzung besonders in der bayerischen Pfalz angerichtet worden seien Außerordenllich gcfchädigr feien vor allem Die Badeorte im besetzten Gebiet Der schönste Teil des Pfälzer Waldes sei für Die Bevölkerung wegen Der Schießübungen Der Bcsayunysarmee gesperrt worden Durch solche Schießübungen werde auch das beste Ackerland nccnicbtet.

Abg Dr. Hneffel (Soz.) forderte eine stärkere Beteiligung des Hessischen besetzten Gebietes i

an den ausgeworfenen Mitteln. Er begründete einen Eintrag auf Erhöhung des Kulturfonds

von einer Million aui vier Millionen.

Abg. Kube (Nat.-Soz.) erflärte. Die jetzige Debatte gleiche der Aschermltlwochstimmung nach der Fastnachtsstimmung der aitßenpolitiscken Debatte mit ihrem Optimismus. Die vom Vorredner geschilderte Nor in Hessen könne doch nicht so groß fein, denn bei Hessische Landtag habe ja Dem sozialdemokrati­schen Staatspräsidenten einen großen Fonds zur Verfügung stellen können

Abg Quesiel (Soz.) erwiderte, der Hessische Landtag hätte dem Staatspräsidenten einen Fonds von 4000 Mark zur Ver­fügung gestellt, Der vollständig aufgebraucht sei zugunsten der notleidenden Familien des besetzten Gebietes.

Ordnungsrufe und Vertagung bis 7. Februar.

Abg. Kube (Nal.-Soz.) antwortete, er glaube an die Rich­tigstellung erst, wenn sic von der hessischen Regierungsstelle selbst käme. Er nannte auf einen Zwischenruf des Abg. Lands­berg DiesenMcuchcllandsbery" und erhielt Dafür einen Ordnungsruf Einen Ordnungsruf erhielt auch Aby Künstler (Soz.), Der den Abg Kube als Dreckschleuder bezeichnete.

Der Etat wurde Darauf mit Den Anträgen und Ent­schließungen des Ausschusses unter Ablehnung sozialdemo­kratischer und foinmuniftifdjcr Anträge angenommen. Das Haus vertagte sich aus Dienstag, den 7. Februar.

*

Die Rede, Die am Schluß Der gestrigen Reichstagssitzuny im Bericht Dem Abg Dr Breitschcid (Soz.) in den Mund gelegt wurde, ist vom Abg. Dr. Wirth gehalten worden. Wir stellen hiermit den Tatbestand richtig.

Der LandivirWaDrat

an die Reichsregierung.

Süddeutsche Landwirte in der Reichskanzlei.

In Vertretung des erkrankten Reichskanzlers empfing der Stellvertreter des Reichskanzlers, Reichsminister Dr. Hergt, in der Reichskanzlei im Beisein der Reichsminister Schiele, Dr. Curtius und Dr. Brauns sowie von Ver­tretern des Reichsministers der Finanzen Führer der ge­samten landwirtschaftlichen Organisationen Süddeutsch­lands. Die Vertreter der Landwirtschaft gaben einen all­gemeinen Überblick über die Notlage ihres Berufsstandes, insbesondere der mittel- und kleinbäuerlichen Betriebe, und beantragten sofortige Hilfsmaßnahmen zur Rettung der Landwirtschaft. Diese Hilfsmaßnahmen wurden be­reits in einem Schreiben des Deutschen Landwirtscha^ts- rateö an die Reichsregierung zusammcngèfaßt. In ihnen werden vor allem Forderungen auf dein Gebiet der Kredit- und Stencrpolrtik ausgestellt.

Eine scchsköpfigc Familie verbrannt.

Philadelphia. Bei dem Brande eines Wohnhauses kamen ein Ehepaar und vier Kinder, die im Schlaf vom Feuer überrascht wurden, um. Ein fünftes Kind wurde gerettet. Der Brand soll durch Explosion eines Petrolcunrofens ver­ursacht worden sein.